Warrior Cats

Ein Gebirge. Vier Clans. Werden sie überleben...?
 
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 SchattenClan-Lager

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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Sa Apr 04, 2015 6:48 pm

Breit grinsend weitete ich überrascht die Augen, als Häherjunges mit einer leicht mysteriös angehauchten Stimme verlautbarte, dass er ebenfalls ein Gedankenleser wäre. Positiv erstaunt über den unvermuteten Humor des Katers und der aufblitzende Spott in den grünen Augen Häherjunges musste ich leise in mich hineinlachen. Der Kater zeigt Seiten auf, die mir noch garnicht geläufig waren! Vielleicht ist sein Charakter ja noch für die eine oder andere Überraschung gut. Ich beschloss insgeheim den jungen Kater in einem Vieraugengespräch näher kennen zu lernen und zu erforschen.
Meeresjunges enttäuschte mich wie erwartet nicht und konterte meine ironische Bemerkung mit einer spöttischen Gegenschlag. Stolz und fast schon liebevoll musterte ich meine Schwester und beließ es bei einem leichten Augenverdrehen. Sie wird mich ein Leben lang ertragen müssen, also wird sie noch oft genug in den Genuss meines Humors kommen. Ein kleiner Rückzieher und ihrerseits ein kleiner Sieg wird mich schon nicht umbringen.
Während Häherjunges und Meeresjunges ihre Vermutungen laut ausprachen, musterte ich währenddessen Nebeljunges und musste fast schuldbewusst meine Pfote lecken, als der Kater sich vergewisserte, ob da wirklich kein Moos hinter seinen Ohren hervorlugte. Ich sollte wohl in Zukunft des öfteren mein Maul halten, wenn der Spaß auf die Kappe eines anderen geht. Oder zumindest sollte ich es nicht mehr so häufig tun. Also nur mehr jeden vierten Satz. Man konnte sagen was man wollte, aber ich war in dieser Hinsicht unverbesserlich und der amüsanteste Part an der Geschichte ist, dass ich mir dessen bewusst bin und es trotzdem billigte, anstatt mich daran zu versuchen, mir mein vorlautes Gehabe abzugewöhnen um das Wohl aller anderen. Aber ohne meinen Spaß wäre es doch viel zu langweilig im Lager und solange ich keine Verpflichtungen tragen muss, kann ich meinen Schabernack ja noch genüsslich ausleben!
Da ich etwas in Gedanken versunken in die Gegend gestarrt hatte, riss mich Nebeljunges Stimme zurück in die Gegenwart. Häherjunges hatte also richtig geraten, nicht schlecht. Mal schaun was er zu bieten hatte.
"Okey, diese Runde noch und dann könnten wir doch uns etwas anderes zum beschäftigen überlegen, oder was meint ihr?" Mit neuer Motivation ließ ich den Schweif von einer Seite zur anderen peitschen und wirbelte dabei etwas Staub auf, der sich hartnäckig in meinem roten Fell niederließ. Ich tolerierte ihn jedoch für den einen Augenblick, da ich zu faul war, ihn rauszuwaschen oder mein Fell aufzuschütteln. Kurz warf ich Meeresjunges einen Blick zu und überlegte, ob ich meine Schwester wohl dazu bringen könnte, mein Fell vom Staub freizubekommen, jedoch beließ ich es bei dem Blick und machte mich selber ans waschen ran.

[ bei Meeresjunges, Häherjunges und Nebeljunges in der KS, wäscht sich das verstaubte Fell ]
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Sa Apr 04, 2015 7:00 pm

Freudig lächelte Häherjunges breit und hob sein Kinn in die Höhe, seine grünen Augen leuchteten, als Nebeljunges verkündete, dass er Recht hatte. Verspielt zuckte das Ohr des graugetigerten Katers und verzog eine spielerische Miene. »Ich hab doch gesagt, ich kann Gedanken lesen«, scherzte er breit grinsend und sah sich dann um, fing die Umgebung mit den Augen. In der Kinderstube gab es nicht viel, vielleicht könnte er etwas im Lager erkennen. Ohne seinen Kopf zu verändern, schielte der Jungkater aus der Kinderstube, starrte durch den Regen.
Dann senkte er seinen Blick auf seine Pfoten, hob seine Ohren und dachte nach. Was sollte er wählen? Es gab so vieles, was er wählen könnte. Doch die meisten Sachen wären zu einfach. Einfach ist langweilig , knurrte er innerlich, doch musste sich wohl damit zufrieden geben. Häherjunges hatte es lieber verworren, liebte das Chaos. Ordnung war doch so... schrecklich langweilig!
Seine Pfoten trommelten noch immer auf dem Boden und erst, als sich die Melodie immer wieder überschlug, wurde Häherjunges klar, wie lange er schon schwieg. Die Worte von Meeresjunges ignorierte er vollkommen, nahm sie nicht wahr. Manchmal war Häherjunges tatsächlich Ich-bezogen. Als erstes wollte er seinen eigenen, grauen Pelz vorschlagen, doch Grau war bereits genannt worden.
Sofort hob der Jungkater den Blick, starrte zu seinen Baugefährten und lächelte, als er die Augen von Meeresjunges erkannte. Augenfarbe. Nicht originell, aber besser als bloß eine Fellfarbe, die einmalig ist. Und immerhin haben mehr als nur eine Katze blaue Augen. Er sah sich in dem Baum um. Fast jedes Junges hatte zu Anbeginn seines Lebens blaue Augen.
»Ich sehe was, was ihr nicht seht, und das ist blau«, hob der Kater an und legte eine Pfote auf die Stirn, warf den Katzen verschmilzte Blicke zu. »Falls ihr ebenfalls Gedanken lesen könnt«, scherzte er.

[sieht sich um, denkt nach, nennt eine Farbe; in der Kinderstube]
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Mi Apr 08, 2015 9:24 pm

Ich sah wie die schwarze Kätzin zum Schülerbau blickte. Wie gut das ich gleich weiter gesprochen hatte, so würde sie sich nicht allzu viele Sorgen machen. Warum war sie überrascht als ich erwähnte das sie ein Vorbild für mich war. Ich hatte nie ein großes Geheimnis daraus gemacht. Sie war genau wie ich sauer auf meinen Vater gewesen, anders als meine Schwestern. Sie hatte immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Natürlich mit Ausnahmen. Wie eine Schattenclankriegerin zu werden oder Junge mit einem Schattenclankater zu zeugen, aber sonst schon.
Ich sah wieder zu meiner Mutter, diese hatte inzwischen ihren Kopf abgewandt. Dann sah sie in den Himmel. Betete sie zum Sternenclan? Ich hatte immer angenommen das sie nicht mal auf diese Katzen vertrauen würde. Immerhin hatten sie ihr vieles genommen. Und nicht nur ihr!
Ich wusste selbst nicht was ich glauben sollte. Es schien als würde es dem Sternenclan total egal sein was mit mir passieren würde. Doch es waren einfach meine Vorfahren und ich war sicher das sie existierten. Vielleicht waren ein paar dabei die sich nicht um mich kümmerten, doch dort waren auch die ehemaligen Wolkenclan Katzen. Mondsichel sah mich wieder an, jetzt mit einem bestimmteren Gesichtsausdruck. Mein Fell sträubte sich und ich legte die Ohren an, während die Schwarze sprach. Ich merkte diesen leichten Stich tief in meiner Brust. Er begleitete mich immer doch nun wurde er wieder stärker. Es schmerzte sehr wieder an Kiefernpelz zu denken, selbst wenn ich mich kaum noch erinnerte. Ich kannte sein Gesicht und den Geruch, den ich immer war genommen hatte wenn er die Kinderstube betreten hatte.
Ich zuckte zusammen als sie Bachpfote erwähnte. Es klang seltsam nicht mehr Bachjunges zu hören. Vielleicht wäre es mir leichter gefallen den Schattenclan zu akzeptieren wenn sie mit uns gekommen wäre. Sie war irgendwie immer fröhlich gewesen, schien nie bedrückt. Nicht einmal nachdem es passiert war. Sie hatte einfach entschieden das ihre Familie unwichtig war und Windkralle viel besser war. Sie war gefühlskalt, schien sich nicht um die Meinung anderer zu kümmern. Mein Blick verfinsterte sich. "Ich hasse Windkralle auch, doch das war nicht seine Schuld. Bachpfote hat das entschieden. Vielleicht mag sie ihre Familie nicht. Jedenfalls hat sie sich nicht um unsere Gefühle gekümmert. " ich schluckte schwer und flüsterte " Sie hat uns verraten... " Schmerz stieg in meine Mimik und ich blickte Mondsichel mit weit aufgerissenen Augen an. Verwirrt bemerkte ich das sie scheinbar körperliche Beschwerden hatte: " Alles okay mit dir... du wirkst so... müde!? "
 Ich blickte zu Boden. Kiefernpelz als Helden sehen? Nein das konnte ich nicht. Er hatte wirklich geglaubt es würde alles besser werden wenn er sich opfern würde. Das machte ihn nicht zu einem Helden, mehr zu einem Vollidioten. Doch ich schwieg kurz. Ich wusste nicht was ich dazu sagen sollte. Ich wusste nur das ich tatsächlich gerne einen Vater hätte. " Ich... Er ist... war mein Vater. Kein Held. Eine Katze mit Fehlern. Wie ich. Nur ich werde bestimmt nicht so sterben! " ich zögerte und fragte dann " Darf ich wissen wer der Vater meiner Halbbrüder ist? Ist er Kiefernpelz ähnlich? "
Machte ich mit etwa Hoffnungen einen guten Ersatz für meinen Vater zu finden? Nein, auf keinen Fall! Das war nur Neugierde. Ich blinzelte um diesen Gedanken zu vertreiben. Dann blickte ich zu Boden: " Nein Mutter, es wird noch ein wenig dauern bis ich ernannt werde. Wolfslied möchte noch ein wenig mit mir trainieren. " Ich schluckte schwer. Ich wollte keine Schattenclankatze werden, meine Mentorin wusste das genau. Trotzdem hatte sie kein Problem damit mich zu trainieren. Anders als meine erste Mentorin, Lavamond. Deswegen hatte sie meinen vollen Respekt. Doch jetzt zögerte ich, was sollte ich machen? Ich wollte Mondsichel nicht enttäuschen. Das hieß ich müsse versuchen eine Schattenclankatze zu werden. Eine schreckliche Vorstellung. Auch wenn ich nie werden würde wie, die Ach so perfekte, Muschelpfote. Mit grimmigen Gesichtsausdruck sagte ich: " Aber Muschelpfote wird bestimmt ernannt. Da mach dir mal keine Sorgen! " Auf die Frage hin antwortete ich mit einem einfachen " Ja. " Natürlich war sie in die Rotfelskluft gezogen, denn alle lieben Muschelpfote. Die Vorbildliche Muschelpfote, die nie Fehler macht. Ich knetete mit den Krallen den vom Regen aufgeweichten Boden.

[redet mit Mondsichel]
Out: Phuuu *-* ich hoffe das ist gut so
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Sa Apr 11, 2015 12:17 am

Meeresjunges Schweif schlug in einem seltsamen Tackt auf den Boden, während sie darüber nachdachte ob sie vielleicht Recht hatte oder Häherjunges es war. Der Vorschlag ihres Bruders klang da nämlich etwas zu einfach. Moos wäre einfach zu langweilig. Nebeljunges verkündete dass er tatsächlich Meeresjunges Augen gemeint hatte. Sie blinzelte für einen Moment verwundert. Dabei war sie sich so sicher gewesen, dass er nicht ihr meergrünes Augenpaar gemeint hatte. Anscheinend behielt Häherjunges aber recht und kommentierte dies auch. Sie schnaubte belustigt. Ihrem Bruder müsste diese Seite des grauen Katers gefallen, dachtr sie und sah den Tigerkater der jetzt dran war, neugierig an. Blau. Was war denn hier schon blau. Der Himmel wars nicht. Nicht jetzt zumindest, sagte sich die braune Käztzin. Momentan spuckte der Himmel Regen und die Wolken waren grau. Nein, der Himmel war nicht gemeint. Es musste etwas anderes sein. Nur was? Sie musterte ihren Bruder spöttisch, der sein orangenes Fell zu zähmen versuchte oder es möglicherweise von Staub befreien wollte. Da Ozea junged scheinbar alleine seinen Pelz säuberte, half sie auch nicht nach. Irgendwann musste er seinen auffälligen Pelz ja wohl beherrschen, unterwerfen, gefügig machen. Sie lachte leise auf. "Da gibt es zwei Möglichkeiten. Vielleicht ist es ja Nebeljunges Augenfarbe?", meldete sie sich zu Wort, ehe sie eine ihrer Pfoten putzte. Sie dachte kurz nach, entschied sich dann nocht auf Häherjunges kleinen Scherz einzugehen und sah Nebeljunges prüfend an. Sein graues Fell bildeze nicht wirkli x h einen Kontrast zu seinen blauen Augen, sah als Kombk aber trotzdem nicht langweilig aus. Abwartend ließ sie ihren Blick zu Häherjunges gleiten und hoffte, dass die beiden anderen nun schnell antworteten. Wie lief der Kampf eigentlich, fragte sich die Braune, verwarf den Gedanken aber wieder.



[Be Ozranjunges, Häherjunges und Nebeljunges]
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Sa Apr 11, 2015 5:59 pm

Leicht angeekelt von dem Staubüberresten auf meiner Zunge verzog ich missmutig die Lippen. Ich mochte die Notwendigkeit von Fellpflege ohnehin schon nicht und der zusätzliche Aufwand durch den in meinem Fell verhangenen Staub, machte die Aufgabe allgemein noch unattraktiver. Der spöttische Ausdruck in Meersjunges Augen entging mir selbst bei meiner Unaufmerksamkeit nicht und ein leichtes Lächeln schlich sich in mein Gesicht. Selbst ihr höhnischer Blick konnte meine Liebe ihr gegenüber nicht schmälern und ich hätte mich wohl bei meinem Anblick selbst belächelt. Also schenkte ich ihr nur meinen ihr allzu bekannten scherzhaft warnenden Blick und ließ mein Fell fürs erste in ruhe. Kurz stockte ich. Hatte ich mir den kurzen Augenkontakt mit Häherjunges nur eingebildet? Der verschmitzte Ausdruck in Häherjunges Augen machte mich stutzig, doch seine darauffolgende Worte lösten eine kühle Gewissheit in mir aus, die meine Schultern straffen ließ.
Ja Schwesterherz, es existierten wirklich nur zwei Möglichkeiten. Häherjunges, hast du etwa tatsächlich...?
Meine Pupillen weiteten sich und ich blickte Häherjunges unbeirrt in die Augen. Du hast dich verraten, mein Freund. "Häherjunges, du meinst doch nicht etwa meine Augen, oder?" Trotz meiner Nachfrage war ich mir meiner sicher. Der Kater war ausgekocht wie eh und je. Häherjunges war nicht eine Katze, die etwas ohne nachzudenken verlautbarte, ebenso wenig wie ich. Jungkatzen wie wir es waren, besaßen alle die Augenfarbe blau, aber bei diesem Spiel ging es darum, sich auf ein nachvollziehbares Motiv festzulegen und die Blauäugigkeit bei Jungen würde ihm die Möglichkeit offen lassen, sich nach Belieben umzuentscheiden, wenn jemand von uns einen Namen äußern würde. Häherjunges spielte aber fair, denn das letzte was er wollte, war als Schwindler hingestellt zu werden. Desswegen kam es näher, dass er sich für meine Augen entschieden hat, da ich nicht die typischen blauen Augen eines Jungen baß. Meine Augenfarbe war zu intensiv und wies keine Verfärbungen auf, wie es die meisten ausgewaschenen blauen Augen bei Jungen taten. Vor allem wies meine Namensgebung schon daraufhin.
Warum ich mir sicher war, dass es sich um eine Augenfarbe handeln musste? Nun, der Himmel war heute grau und bewölkt und das SchattenClanLager wies beim SternenClan nichts blaues auf und da wir uns in der Kinderstube aufhielten, war dies das Naheliegenste.
Doch meine Gedankengänge würden sich erst als Richtig erweisen, wenn Nebeljunges ebenfalls einen Tipp abgeben und Häherjunges endgültig Klarheit in die Sache bringen würde.
Die zuvor existierende Desinteresse dem Spiel gegenüber war nun verflogen, da ich in Häherjunges einen würdigen Gegenspieler erkannte hatte. Lächelnd legte ich den Kopf schief. Von ihm konnten man vielleicht noch das ein oder andere lernen.

[ Bei Meeresjunges, Nebeljunges und Häherjunges ]
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Sa Apr 11, 2015 6:54 pm

Blau..., dachte Nebeljunges. Was war denn hier bitteschön blau? Der Himmel war mindestens genau so trüb grau wie sein eigener Pelz. Das Moos war vielleicht grünblau, aber eigentlich auch eher nur grün als blau.
Meeresjunges' Augen hatten etwas bläuliches, aber er selbst hatte sie ja schon beschrieben und es wäre witzlos, wenn Häherjunges sie noch mal nehmen würde.

Meeresjunges war offensichtlich auch noch in Gedanken bei Augenfarben, denn sie schlug Nebeljunges' blaue Augen vor.
Dazu ließ sie ihren Schwanz mal schneller, mal langsamer auf den Boden klopfen, was sehr witzig aussah.

Blau...Meine Augen jedenfalls sind es, da hat sie Recht. Sie würden es wahrscheinlich auch so bleiben, vielleicht verfärbten sie sich noch etwas heller oder dunkler - aber blau würden sie immer sein.

Ozeanjunges nannte nun seine eigenen Augen. Stimmt, seine sind ja auch blau! Genau wie die von den ganzen anderen, noch kleineren Jungen auch.

Er entschied sich, seine Aussage etwas allgemeiner zu formulieren.

"Oder du meinst die Augenfarbe von irgendeinem anderen der hier herumspringenden Jungen.", miaute er und sah seinen Freund Häherjunges mit schiefgelegtem Kopf an, während er aufgeregt sein Fell plusterte.

Jetzt war Nebeljunges gespannt. An welche Katze hatte Häherjunges gedacht? Oder meinte er doch keines der Augenpaare?

[in der KS bei Häherjunges, Meeresjunges und Ozeanjunges/ überlegt / rät]
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Sa Apr 11, 2015 6:57 pm

Den Trick mit den Augenfarben schienen die Jungen schnell verstanden zu haben, denn alle drei schlugen Augenfarben vor. Häherjunges fuhr mit seiner Zunge über die Zahnreihen in seinem Kiefer. Messerscharfe Zähne, die er eines Tages als Waffe gegen feindliche Krieger benutzen würde. Häherjunges warte sehnsüchtig auf diesen Tag!
Er schloss kurz die Augen, wollte das Auflösen so lange wie möglich hinaus zögern, um die Spannung und natürlich auch Ungeduld zu spannen. Dann öffnete er die Augen, ein Lächeln zog sich über seine schmale Lippen. Amüsiert und neckend funkelte er Ozeanjunges an. »Du scheinst wirklich Gedanken lesen zu können«, scherzte er mit einem sanften Schnurren, fuhr mit der Zunge über sein Brustfell. »Ja, ich meinte deine Augen, Ozeanjunges« Er grinste den anderen Jungen zu, der Schweif streifte über den Boden und seine Pfoten trommelten über den Boden.

Da Ozeanjunges vorgeschlagen hatte, nach der aktuellen Runde aufzuhören, legte Häherjunges den Kopf leicht zur Seite, seine grünen Augen blitzten spielerisch. »Was spielen wir jetzt?«, hob er mit einer sanften, unschuldigen Stimme an, die überzogen und falsch klang. Ein Lächeln konnte er sich nicht verkneifen. Innerlichst hoffte er, dass jemand vorschlagen würde, den Bau zu verlassen. Obwohl es regnete wollte er heraus, vielleicht ja sogar in den Pfützen spielen! Die Krieger hatten es verboten und draußen waren genug Krieger, um sie zu ermahnen. Die Verlockung war dennoch groß.
Erwartungsvoll sah er seine Baugefährten an. Ob sie wussten, was er sie stumm fragte? Er wagte es nicht den Vorschlag auszusprechen...

[Löst das Rätsel auf, stellt eine Frage, sieht sich um; in der Kinderstube bei Ozeanjunges, Meeresjunges und Nebeljunges]
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Südwind

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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   So Apr 12, 2015 4:30 pm

<--- Rotfelskluft

Südwind fühlte die Erschöpfung in jedem ihrer Muskeln, als sie endlich am Weißdornwall des SchattenClan-Lagers anlangten, aber die Schritte ihrer angespannten Pfoten waren energisch. Die rotpelzige, bewusstlose Kätzin an ihrer Seite halb tragend und halb ziehend hatte sie den Weg von der umkämpften Schlucht bis hierher zurückgelegt und der Regen hatte unnachgiebig die Blutergüsse unter ihrem Fell gepeitscht, welche sich nun doch schmerzhaft bemerkbar machten. Aber das war nicht wichtig. Allein Amaranthfeuer war jetzt wichtig. Sie schob sich mit dem Nackenfell ihrer Freundin im Maul durch den Eingang ins Lager und sah, dass die Steinlichtung beinahe leer war. Der Regen floss in Bächen an der Felswand herab und in dem ausgetrockneten Flussbett begannen sich Pfützen auszubreiten. Sie konnte die Tochter Dornensterns - Amaranthfeuers ehemalige Mentorin - vor der Kinderstube sitzen sehen. Ansonsten war niemand zu sehen, der sich in den Regen hinaustraute. Auch Salbeifeder oder ihre Schülerin Morgenpfote konnten Südwinds samargdgrüne Augen nirgends ausmachen, aber sie mussten im Heilerbau sein.
Mit vor Sorge und zorniger Entschlossenheit angelegten Ohren und gesträubtem Fell trat die braungetigerte Kriegerin mit ihrer kraftlosen Freundin an dem Felszahn und dem Schülerbau vorbei, legte Amaranthfeuer kurz auf dem Steinboden ab, um sich eine winzige Atempause zu gönnen und sich dicke Regentropfen aus den Augen zu blinzeln und packte dann wieder ihr Kragenfell, um sie das letzte Stück zum Heilerbau zu schleppen. Vor dem Eingang schlug ihr bereits der bittere Geruch von Kräutern entgegen, trotz des beständigen Regenschleiers.
Mit einem halb unterdrückten, rauen Seufzen zog sie die rote Kätzin ins Trockene und keuchte ungeduldig:"Salbeifeder..." Sie ließ sich kaum Zeit, um sich die ärgste Nässe aus dem kurzen Fell zu schütteln, ehe sie ihre Nase in Amaranthfeuers halblanges Fell steckte und ihre Wärme und Nähe in sich aufsaugte. Dann hob sie mit dringlich und feurig funkelndem Blick ihren Kopf in die Dunkelheit, in der sie die Gestalten von Salbeifeder und der Heilerschülerin ausmachen konnte.
"Amaranthfeuer wurde am Hals verletzt und ist ohnmächtig."
Mit gebleckten Zähnen suchte sie unauffällig die Nähe ihrer sich flach hebenden und senkenden Flanke, an die sie sich schmiegte, während sie mit belegter Stimme fauchte:"Ich hab gesehen, wie eines dieser Fuchsherzen ihr an die Kehle wollte, obwohl sie bereits am Boden lag. Diese verdammten Flohsäcke!"
Fluchen tat gut. Das Feuer der Wut in ihren Venen betäubte ihre Trauer und ihre haltlose Verzweiflung darüber, dass die Heilerin der roten Kätzin vielleicht nicht mehr helfen konnte. Nein, das durfte sie nicht denken! Sie hatte Amaranthfeuer bis hierher getragen, das durfte nicht umsonst gewesen sein. Salbeifeder hatte sie gefälligst zu retten!

[sieht Wolfslied, schleppt die bewusstlose Amaranthfeuer in den Heilerbau, bei Salbeifeder und Morgenpfote]

OUT: Amaranthfeuer hat am Hals eine blutige Bisswunde und eventuell weitere Kratzwunden am Körper. Sie soll allerdings nicht sterben.^^
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Orchideenmond

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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   So Apr 12, 2015 6:40 pm

<-------------- Rotfelskluft

Orchideenmond konnte sich während des Rückweges zum SchattenClan-Lager kaum auf den Pfoten halten. Je weiter er kam, desto öfter verschwamm seine Sicht. Die Bisswunde in seinem Nacken schmerzte bei jeder Bewegung seiner Vorderbeine. Es war nicht die beste Idee gewesen, sich herumzuwälzen, als diese DonnerClan-Kriegerin ihre Kiefer um seinen Nacken gehabt hatte. Auf diese Weise hatte er die Wunde noch vergrößert. Der strömende Regen verhinderte, dass sich die Wunde schloss. Blut sickerte die ganze Zeit über seinen Nacken herab.
Irgendwann erkannte der Krieger direkt vor sich zu seiner Verwunderung das SchattenClan-Lager. Einige Sekunden lang blieb Orchideenmond vor dem Lagereingang stehen; wusste zunächst nicht mehr, warum er eigentlich hier stand. Dann fielen ihm wieder der Kampf und seine Verletzung ein. Er musste wirklich dringend in den Heilerbau und sich versorgen lassen.
Wieder loszugehen fiel Orchideenmond schwer; beinahe wäre er über seine eigenen Pfoten gestolpert und gefallen. Der Schmerz zog von seinem Nacken bis zum Kopf. Der Kater biss die Zähne zusammen, um nicht aufzujaulen und sämtliche Katzen in unnütze Aufruhr zu versetzen. Plötzlich drehte die Welt sich um den Krieger. Er musste einen Pfotenschritt ausgelassen haben. Sein Kopf prallte ungebremst auf den Lagerboden.
Dann setzte Orchideenmonds Erinnerung aus.

[kommt an; steht kurz verwirrt vor dem Eingang; betritt das Lager; fällt und prallt mit dem Kopf auf den Boden; verliert das Bewusstsein]

Verletzungen: Biss in die rechte Vorderpfote; großflächiger, immer noch blutender Biss im Nacken; Platzwunde am Kopf und leichte Gehirnerschütterung
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Salbeifeder

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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Mo Apr 13, 2015 1:20 pm

Sie wartete leicht angespannt auf die Verletzten vom Kampf. Sie verspürte leichte Angst wer wohl als erstes durch den Eingang treten würde und wie schlimm die Verletzung sein wird. Gegenüber ihrer Schülerin versuchte sie sich nichts anmerken zu lassen und musterte die Kräuter. Eine Mischung wird auf jeden Fall nicht langen, das würde jeder Wissen. Ihr Blick glitt ungeduldig zum Eingang und ihre Nase versuchte unterschiedliche Gerüche wahrzunehmen. Am meisten stach ihr der bittere Geruch von Kräutern in die Nase. Aber selbst ihr Fell hatte diesen Geruch bereits angenommen. Dann trat ihr plötzlich noch ein weiterer Geruch und die Nase und sie könnte schwere pfotenschritte ausmachen die sich ihnen zu nähern schien. Trotz dem tropfenden Wasser und der Nässe vor ihrem Bau erkannte sie den Geruch von Blut. Die ersten kehrten vom Kampf zurück. Sie war bereit aufzuspringen und nach draußen zu Rennen doch Südwind trat bereits mit einem Fell im Maul in den trockenen Bau. Sie schien völlig erschöpft. Schnell trat sie zu den beiden und beschnupperte Amaranthfeuer. Eine kurze Erklärung hatte sie bereits von der Kriegern bekommen und sie schaute zu ihrer Schülerin "Morgenpfote. Hohl unsere Breipackung und Spinnweben." Meinte die ruhig und sah dann zu Südwind. "Helf mir sie in das Nest zu bringen." Meinte sie und zeigte mit ihren Schweif auf eine Ecke mit Moos. Dann versuchte sie die Kriegern, so vorsichtig wie möglich, dorthin zu Tragen und legte sie behutsam ab. Sie sah rüber zu Morgenpfote "Tu die Brei Mischung auf ihre Wunde am Hals. Dann leg die Spinnweben drüber." Ihr Blick glitt zu Südwind. "Welche Verletzungen hast du?" Fragte sie ruhig und beschnupperte sie dann um die Verletzungen ausfindig zu machen. Sie wusste, das sie sich um alle verletzten kümmern muss. Sie war froh Morgenpfote als Schülerin zu haben. Es würden noch viele weitere Krieger, die Hilfe der Heiler brauchen. Also war es an der zeit schnell aber richtig zu behandeln.

[wartet, bemerkt Südwind und Amaranthfeuer, gibt Morgenpfote Anweisungen, spricht mit Südwind]
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Mo Apr 13, 2015 2:56 pm

Häherjunges hatte tatsächlich Ozeanjunges' Augen gemeint. Was für ein Zufall, dass dieser genau das geraten hatte!

Nebeljunges spürte einen Juckreiz an der rechten Seite seines Halses und kratzte sich dort mit der Hinterpfote.
Währenddessen stellte Häherjunges die Frage, was sie als nächstes Spielen wollten. Nebeljunges ließ seine Hinterpfote langsam sinken und seufzte leise.
Ehrlich gesagt war er nun ziemlich müde, zuerst das Herumtoben mit Rußjunges und dann das Ratespiel hatten an seiner Energie und seiner Konzentration genagt.

Er spürte Häherjunges erwartungsvollen Blick, als dieser in die Runde sah.

"Tut mir Leid, ich spiele jetzt nicht mehr mit", meinte Nebeljunges und blinzelte erschöpft. "Ich werd wohl ein Schläfchen halten oder so."

Kaum hatte er den Satz beendet, hörte er von draußen das Trommeln von Pfoten. Dazu nahm er den Geruch von Südwind, einer Kriegerin, wahr. Die ersten Katzen der Kampfpatrouille kamen zurück!

Hin und hergerissen zwischen dem brennenden Wunsch herauszufinden ob es Verletzte gab, dem Verlangen genaustens über den bisherigen Verlauf des Kampfes informiert zu werden und seiner Müdigkeit trat Nebeljunges unruhig von einer Vorderpfote auf die andere.

Doch dann siegte seine Erschöpfung. Sicherlich würde er mehr von den Erzählungen haben, wenn er wieder ausgeruht und fit war.

Ohne zu warten, welche Spielvorschläge die anderen machte, tappste er zu seinem Nest, das mit Moos und Farn gepolstert war, und rollte sich dort zu einem flauschigen Fellknäuel zusammen.

[kratzt sich am Hals / sagt, dass er nicht mehr mitspielt / hört die Katzen aus der Rotfelskluft zurückkehren / legt sich in sein Nest]

OUT: Ich bin ab Morgen eine Woche weg, in der Zeit könnt ihr Nebeljunges ruhig schlafen lassen. ^^
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Mo Apr 13, 2015 9:56 pm

Der Regen, ach der Regen! Ich liebte ihn! Seinen Klang, seinen Anblick, seinen Geruch! In meine Bewunderung für mein liebstes Element in seiner schönsten Form versunken starrte ich hinaus und bemerkte erst nach einigen Augenblicken die Bewegung im Lager. Meine Augen weiteten sich erschrocken, als ich realisierte, was ich dort sah. Südwind schleppte eine schwer verletzte Katze zum Heilerbau...war das Amaranthfeuer? Doch der rote Pelz war bestimmt von der roten Kriegerin. Und sie regte sich scheinbar kaum! Mein Nackenfell stellte sich auf, während ich den beiden Kätzinnen hinterherschaute. Zumindest tat ich das bis etwas anderes wahrnahm. Erst wusste ich nicht genau was, sein schwarzer Pelz war bei den langsamen schleppenden Bewegungen in dem Regenschleier gar so leicht auszumachen.
Ah!“ erschrocken sprang ich auf, als der Schatten im Nassen Vorhang zu Boden ging. Die rechte Pfote hob ich an unschlüssig was zu tun war und starrte die sich nicht erhebenden Krieger an. Was war nur los? Zwei schwerverletzte Krieger...und der Schwarze war doch in Ordnung oder?
Er regte sich immer noch nicht und ohne weiter nachzudenken stürmte hinaus in den regen zu dem pechschwarzen Schattenclankrieger. „Orchideenmond!“ rief ich voller Schock, während das Wasser unter meinen Pfoten spritzte. Bei dem Gefallenen angekommen stubste ich den Kater nachdrücklich mit der Nase in die Schulter. „Orchideenmond wach auf, du kannst hier nicht schlafen!“ miaute ich dringlich, aber hilflos. Was sollte ich machen? Der Geruch von Blut mischte sich ekelerregend mit dem so sauberen Duft des Regens. Hilfesuchend schaute ich mich um, ob nicht irgendwo jemand zum helfen war. Oder sollte ich zum Heilerbau? Was würde Mama tun?

[sitzt im Eingang der Kinderstube, beobachtet Südwind und Amaranthfeuer, sieht Orchideenmond fallen, stürmt zu Orchideenmond]

(OUT: Mondsichel sitzt mit Erlenpfote hinter der Kinderstube, nicht davor)
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Mo Apr 13, 2015 10:58 pm

Der Regen wurde aber auch nicht weniger. Wie lange hockte ich jetzt schon vor der Kinderstube? Ich wusste es nicht. Ich ließ meine Schultern kreisen um nicht vollkommen zu verspannen und lauschte auf verräterische Geräusche. Allerdings war es schwer etwas zu hören, wenn man direkt neben der Kinderstube hockte. Einige der Jungen tauchten am Eingang der Kinderstube auf und schaute hinaus.
Alles schien ruhig...ganz anders als in der Rotfelskluft. Ich setzte mich auf und streckte mich ausgiebig um mich dann meine Wache aufrecht sitzend fortzuführen. In dieser Haltung verlor ich zwar mehr Wärme, aber immerhin hatte ich ein langes Fell
Dass vollkommen durchweicht ist... schnaubte Tatze und schüttelte sich, obwohl ein Schatten wohl kaum nass werden konnte. Tatsächlich klebte mein langes cremefarbenes Fell mittlerweile triefend an meiner Haut und bot kaum noch wärmenden Schutz. Aber ich musste einfach meine Position ändern, sonst würde ich komplett im Liegen versteifen. Meine Knochen schmerzten jetzt schon etwas und ich wollte es sicher nicht schlimmer werden lassen. Wenn es nur aufhören würde zu regnen...
Stoisch wachte ich weiter und stutzte als ich Bewegung am Lagereingang wahrnahm. Die Silhouette war seltsam, aber ich brauchte nicht lange zu verstehen, was ich sah. Die ersten verletzten kamen zurück und ich biss die Zähne zusammen als ich an der Art wie die beiden Katzen zurückkamen sah. Stand es schlecht um uns? Wie ging es den anderen? Ich blinzelte heftig um den lästigen regen aus meinem Blick zu bekommen, um genauer zu erkennen, was los war. Was ich sah ließ mein Herz gefrieren. Ich erkannt meine ehemalige Schülerin mit ihrem auffälligen Fell vor ihrer Freundin, die sie stützte und fast schon mehr zog. „Amaranthfeuer...“ hauchte ich geschockt und starrte gelähmt auf die so junge Kriegerin, die von ihrer ebenso jungen Kameradin zum Heilerbau bugsiert wurde. Ich hatte nicht bemerkt wie oder wann ich aufgestanden war, aber ich stand mit weit aufgerissenen Augen und auf allen Vieren. Südwind mühte sich ab und ich wollte ihr helfen, Amaranthfeuer helfen!
Du hast die Kinderstube zu bewachen, Südwind mag sich abmühen, aber sie schafft es offensichtlich alleine. Knurrte mein Schatten. Tatsächlich hatte Südwind es trotz kurzer Pause schon fast bis zum Heilerbau geschafft und ich betete zum Sternenclan, das Amaranthfeuer gut gehen würde. Sie musste wieder auf die Beine kommen! Sie war doch noch so jung...
Aber es bestätigte wiedereinmal das der Kampf, nur wieder zu einem Gemetzel geworden war...wie letztes Mal. Hoffentlich gab es nicht wieder Tote...vor allem nicht wieder so junge. Nicht das ältere opfer viel besser waren, eigentlich sollte es bei solchen Streitigkeiten zwischen Kriegern doch nicht so zugehen... Schmerz zeigte sich auf meinem Gesicht.  Ich hasste Kämpfe, große Schlachten waren nichts als grässliche Blutvergießen ohne Sinn und Verstand. Konnte ich nichts tun?
Bei Salbeifeder ist Amaranthfeuer in guten Pfoten. Miaute Tatze ausnahmsweise einmal bestärkend. Und natürlich hatte er recht, Amaranthfeuer war jetzt an dem Ort, wo sie die besten Chancen hatte wieder zu genesen. Ich zuckte erschrocken zusammen, als neben mir im Eingang der Kinderstube Schlangenjunges einen Schrei ausstieß. Ich wusste erst nicht, was er meinte und schaute mich verwirrt, aber besorgt suchend um. Dann stürmte der junge Kater davon und ich sah die schwarze Silhouette einer liegenden Katze. Das dunkle Fell war im regen gar nicht so leicht zu sehen, im Liegen noch weniger aber ich konnte das heben und Senken des Atems sehen. So sehr es mich beruhigte diese Bewegung zu sehen, es war furchterregend, das der junge Krieger zusammengebrochen war und Wache hin oder her, er konnte dort nicht liegen bleiben! Ich lief Schlangenjunges hinterher, der bei Orchideenmond hockte und sich suchend umschaute. „Ich kümmer mich darum.“ miaute ich leise, um das Junge zu beruhigen und schnupperte an Orchideenmond. Er roch nach Blut, viel Blut und er sah nicht gut aus, besonders die Wunde im Nacken sah böse aus und ich überlegte, wo ich den Kater am besten packte. Im Nacken sicher nicht... „Orchideenmond kannst du mich hören?“ versuchte ich erst mal, ob der schwarze Krieger nicht vielleicht doch noch ansprechbar war. Viel Hoffnung machte ich mir nicht und das hieß, das ich ihn dann würde ziehen oder tragen müssen.

[sitzt vor der Kinderstube, hält Wache, beobachtet geschockt Südwind und Amaranthfeuer, eilt zu Orchideenmond, will Orchideenmond zum Heilerbau bringen, spricht mit Schlangenjunges und Orchideenmond]

(Mittwoch kommt der Transport zum Heilerbau, damit noch reagieren kann wer will)
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Di Apr 14, 2015 3:47 pm

Als die schwarze, gelbäugige Heilerin zu ihnen trat und Amaranthfeuer besah, verlor sie keine Zeit und wies ihre Schülerin augenblicklich an, ihr zu helfen. Mit ruhiger und kluger Stimme miaute sie zu Südwind:"Hilf mir, sie in das Nest zu bringen.", wobei sie mit dem Schweif auf eines der weichen, frischen Moosnester zeigte, ehe sie sich selbst daran machte, die rote, verletzte Kriegerin in die entsprechende Ecke zu tragen. Südwind nickte sofort und trat an die andere Seite ihrer Freundin. Zu zweit war es wesentlich einfacher, sie das kleine Stück zu tragen und gemeinsam ließen sie sie auf die gepolsterte Erde nieder.
Obwohl ihr Körper immer noch furchtbar schlaff und leblos wirkte und ihre Augen fest verschlossen waren, konnte die getigerte Kätzin dank Salbeifeders sachlicher und zügiger Reaktion die Hoffnung lauter in ihrem Herzen schlagen hören. Salbeifeder wusste, was sie tat und Morgenpfote machte sich fleißig daran, zu tun, was die Heilerin von ihr verlangte. Sie würden alles in ihrer Macht stehende tun für Amaranthfeuer.
Mit vor Angst kribbelnden Vorderpfoten drückte Südwind ihr gestreiftes Gesicht in das rote, nasse Schulterfell ihrer im wahrsten Sinne des Wortes geliebten Freundin, um wenigstens das Gefühl zu haben, ihr beistehen zu können, und flüsterte:"Wir kriegen das wieder hin, Amaranthfeuer...", auch wenn sie sich insgeheim eingestehen musste, dass sie eher versuchte, sich selbst zu überzeugen und zu beruhigen.
Wenn sie wenigstens die Augen öffnen würde... Wenn sie mich wenigstens anschauen könnte... Dann wüsste sie, dass ich hier bin und das alles wieder gut wird.
Die schwarze Heilerkatze begann sie zu beschnuppern und fragte sie, was sie für Verletzungen hätte, aber Südwind hob nur den Kopf und miaute ungeduldig:"Nein, nichts, nur blaue Flecke und kleine Kratzer."
Sie erhob sich kurz, um sich das immer noch gesträubte Fell zu schütteln. Es gelang ihr nicht, sich zurückzuhalten, weshalb sie mit brennendem Funkeln in den Augen die Frage nachschob:"Ist die Bisswunde schlimm, Salbeifeder? Ich meine, sie... sie kommt doch wieder auf die Beine... oder?"

[im Heilerbau bei Salbeifeder, Morgenpfote und Amaranthfeuer]
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Do Apr 16, 2015 11:04 pm

Der schwarze Kater reagierte nicht und ich spürte die Kälte in meinem nassen Fell umso deutlicher. Seine Flanke hob und senkte sich, aber der kalte Regen war gefährlich. Ich musste ihn unbedingt ins Trockene bringen! Das Nackenfell fiel ja wegen der Verletzung flach und alleine an etwas anderem ziehen...es schien mir eher schmerzhaft, besonders bei dem so verletzten jungen Krieger.
Was ist mit ihm? Wollte Tatze wissen und nickte zu Schlangenjunges. Ich überlegte kurz und miaute dann an das junge gerichtet „Hilfst du mir kurz Orchideenmond auf meinen Rücken zu bekommen? Du brauchst dich nur gegen ihn stemmen, während ich versuche ihn über meine Schultern und meinen Kopf zu bekommen.“ Der junge gescheckte Kater nickte, etwas unsicher, machte sich aber entschlossen daran mir zu helfen. Ich kauerte mich neben den seitlich zu mir liegenden Orchideenmond und schob meinen Kopf unter seine Flanke. Vorsichtig schob ich meinen Körper weiter, so das der schlaffe Körper mit Schlangenjunges Hilfe über meine Schultern glitt und auf meinem Rücken landete. Langsam erhob ich mich unter dem Kater, ich mochte groß und kräftig gebaut sein, aber Orchideenmond war alles andere als klein und ihn hoch zu hieven...ich spürte die Anstrengung nur zu genau in meinen verspannten Muskeln.
Aber ich kam auf die Beine und das war alles was zählte, Orchideenmonds Vorderpfoten zu meiner rechten, seine Hinterpfoten hingen auf der linken Seite meines Rückens herunter. Ich zögerte, wandte mich dann aber doch wieder an das Junge, das eigentlich in die Kinderstube gehörte...aber sonst konnte ich auf die Schnelle niemanden sehen und wenn Schlangenjunges bei mir blieb, konnte ich ihn ja immerhin auch wieder sicher zur Kinderstube zurück begleiten...
Schlangenjunges ich möchte das du kurz zum Heilerbau mitkommst und darauf achtest, das Orchideenmond mir nicht vom Rücken rutscht. Sag Bescheid, wenn er  in Schieflage kommt, dann halte ich an, damit wir ihn wieder ordentlich ausrichten können.“ erklärte ich dem kleinen Kater und trabte dann langsam und vorsichtig in Richtung von Salbeifeders Bau. Wir kamen nur langsam vorran, aber endlich erreichten wir den Heilerbau und ich schob mich zaghaft durch den Eingang. Ich zwang mich nicht nach Amaranthfeuer zu schauen, sondern erst  mit Salbeifeder zu sprechen. Mit etwas Erschöpfung in meiner Stimme machte ich mich bemerkbar „Salbeifeder, Orchideenmond ist draußen zusammen gebrochen, er scheint schwer verletzt!“ miaute ich laut und besorgt. Der starke Geruch nach Kräutern war allgegenwärtig in der Höhle, aber auch die Spuren von Blutgeruch waren deutlich wahrzunehmen.

[redet mit Schlangenjunges, hievt sich Orchideenmond auf den Rücken, geht mit Orchideenmond auf dem Rücken zum Heilerbau, redet mit Salbeifeder]
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Sa Apr 18, 2015 12:49 am

Erlenpfote legte die Ohren an, sein Fell war leicht gesträubt als ich anfing zu reden und ich überlegt warum das wohl so war. Beunruhigte ihn, was ich vielleicht sagen konnte...oder lag es am Thema allgemein? Immerhin war Kiefernpelz sein Vater...und seine Mutter konnte seinem Vater nicht vergeben. Ein wenig hatte ich ein schlechtes Gewissen, immerhin wollte ich nicht meine Jungen mit meinen Gefühlen belasten...überhaupt sollte ich mich nicht so sehr von diesen Gefühlen beherrschen lassen...
Aber ich konnte nicht anders, Kiefernpelz war der einzige Kater, den jemals so sehr lieben würde...und entsprechend hatte mich seine Entscheidung uns, mich, zu verlassen tief getroffen. Aber auch wenn ich mich von diesem Schlag nicht erholen konnte, so wollte ich doch keinesfalls das Erlenpfote darunter litt...meine Gefühle waren mein Fehler...und Kieferpelz'.
Als es um Bachpfote ging zuckte der braune Kater zusammen und widersprach dann meiner Annahme...ich hatte Bachpfote seit der Nacht nicht mehr gesehen und nie gesehen oder gehört, wie sie ihren Entschluss gefasst hatte. Aber was sonst konnte die junge Kätzin dazu getrieben zu haben, uns den Rücken zuzukehren? Ich hatte immer den Eindruck gehabt, dass Bachpfote ihre Familie geliebt hatte...uns dann in einer Nacht aus einer Laune heraus zu Feinden zu machen. Ich hatte mich deshalb immer unwohl gefühlt, wenn ich zur Windclangrenze gemusst hatte...zu sehen, wie meine Tochter mir als Feindin gegenüberstand, welche Mutter wollte das schon.
Ich sah Erlenpfote zweifelnd an, er hatte immerhin mitbekommen wie Bachpfote sich von uns abwandte...aber es schien so grundlos...und ich kannte Windkralles Heuchelei, mit der er gerade aufrichtige Katzen leicht um seine Pfoten wickelte nur zu gut. Und vielleicht ertrug ich den Gedanken, das es nicht einmal Windkralle benötigt hatte, damit Bachpfote ihre Familie hinter sich ließ...
Als mein Sohn sich nach meiner Müdigkeit erkundigte wurde ich etwas nachdenklich „Ja ich scheine immer etwas müde.“ meinte ich doch ein wenig besorgt, der Zustand gefiel mir ganz und gar nicht...aber immerhin „Es ist in letzter Zeit aber besser geworden, Salbeifeder hatte mich schon untersucht und nichts gefunden. Sie meinte, das es möglich wäre, das die Geburt mich geschwächt hat oder ich eine innere Verletzung hätte, die etwas Zeit zum Heilen braucht.“ Immerhin das es besser wurde, machte mir Mut. Bis ich in einigen wenigen Monden wieder Kriegerin würde, musste ich deutlich zulegen.
Als Erlenpfote über Kiefernpelz sprach, schien ein wenig Stolz in meinen blass-gelben Augen. Er schien ein sehr vernünftiges Bild seines Vaters zu haben, weder glorifiziert, noch von meinem gebrochenen Herzen gezeichnet. Und als er erklärte, das er nicht so enden wollte wie sein Vater, musste ich leise schnurren. Wenn ich mir etwas für meine geliebten Katzen wünschte, dann das sie überlebten!
Als er sich allerdings nach dem Vater von Klippenjunges und Schlangenjunges erkundigte, legte ich die Ohren an und in meinem Gesicht zeigte sich Enttäuschung und Scham. Ich atmete einige Male und aus, bevor ich gepresst antwortete „Nein...überhaupt nicht.“ miaute ich und schaute beschämt über meine Schwäche, über meine Niederlage gegenüber meiner Sehnsucht zur Seite. Mein Blick wanderte etwas höher zum Rand der Lagerumrandung...irgendwo da draußen hatte ich Ash getroffen...und eine Dummheit begangen.
Er hat die gleichen breiten Schultern gehabt, aber sonst...kein Kater könnte sich jemals mit Kiefernpelz vergleichen!“ mit einer Mischung aus Schmerz und immer noch glühender Liebe für meinen verstorbenen Gefährten...der mich so allein gelassen hatte erzählte ich von dem braun-weißen Tigerkater. Als es um Ash ging dagegen wurde meine Stimme bitter. So sehr ich meine beiden kleinen Söhne liebte, diesen einen Tag mit dem Streuner vergab ich mir nicht. „Es war eine Dummeheit, die ich nicht fortzusetzen gedenke...eine Schwäche... Wahrscheinlich hatte mich der Geruch ins einem Pelz an dem Tag an die Zeit mit Kiefernpelz erinnert, Lavendel der violett zwischen den Felsen herausschaute und die Luft mit seinem starken Geruch schwängerte. Ich weiß noch nichteinmal, ob es auch Lavendel war, was ich an dem Tag gerochen habe...vielleicht hatten seine Augen den Eindruck verstärkt...“ Es war ein Wechselbad der Gefühle, die erinnerungen an die Gemeinsame Zeit mit Kieferneplz, besonders die unbeschwerte...die Zeit beim Wolkenclan, als alles noch in Ordnung gewesen war...und dann diese eine Schwäche.
Ich schüttelte bestimmte den Kopf und schaute Erlenpfote aufrecht an „Dieser Kater hat keine Bedeutung!“ Für mich war das die simple Wahrheit, ich empfand nichts für diesen Kater und nur Scham dafür, das ich...und wer der Vater meiner Jungen war, würde sowieso niemand erfahren, immerhin war ein Streuner. Auch wenn er mit seinen im Schattenclan so häufig charakteristischen violetten Augen wohl problemlos reingepasst hätte...
Schwer schluckend berichtete mein Sohn, dass seine Ernennung wohl noch auf sich warten ließ...und ich konnte seinen Unmut nur zu genau erkennen, als er erzählte, das Muschelpfote aber sicher bald ernannt wurde und sie auch beim Kampf war. Seine Krallen kneteten den aufgeweichten Boden und ich konnte seine Enttäuschung verstehen...und ein wenig überlegte ich, ob ich vielleicht Mitschuld trug? Nicht das ich großartig viel Einfluss auf Erlenpfotes Training gehabt hätte, aber ich wusste das mein Sohn nicht besonders glücklicher mit meiner Clanwahl gewesen war. Ich hielt sie immer noch für die passenste von den Alternativen, die wir gehabt hatten und ich konnte mir gut vorstellen, das Erlenpfote mit den anderen Clans ebenso wenig zufrieden gewesen wäre...denn sie waren eben nicht der Wolkenclan. Ich vermisste den Wolkenclan...aber der Vergangenheit nachzutrauern brachte nichts...es konnte sogar eine Schwäche sein...wie mit Ash...
Ich zog meinen Kopf etwas näher zu meinen Schultern, langsam wurde mir hier draußen im Regen etwas kalt. „Willst du Schattenclankrieger werden?“ fragte ich meinen Sohn etwas zögerlich. Es schien irgendwo der einzige Weg für ihn, aber auf der anderen Seite...konnte und wollte er einem Clan Treuer schwören, den er nicht mochte? Ich fürchtete Erlenpfotes Antwort, was wenn ein weiteres meiner Kinder nicht bleiben wollte...auch wenn mein Sohn sich immerhin mit seiner Familie verbunden fühlte. Aber er hatte auch Monde Zeit gehabt nachzudenken, sich ein Bild über diesen Clan zu machen...vielleicht malte ich mir aber auch nur wieder meine größten Ängste aus.
Und vielleicht gab es ja auch noch andere Dinge, die Erlenpfote noch lernen musste...aber ich wagte nicht danach zu fragen. Ich hielt Erlenpfote durchaus für einen Kater mit Potential, auch wenn ich als Königin leider nie die Gelegenheit gehabt hatte ihn einmal außerhalb des Lagers zu erleben. Aber so wie er reagierte, als er von seiner Schwester erzählte, das sie sicher ernannt würde, dass sie in den Kampf gezogen war...ich mochte nicht nach bohren. Und eine Frage drängte sich auf...Hätte Erlenpfote denn für den Schattenclan kämpfen wollen?
Es ist nicht leicht sich in einem neuen Clan einzufinden...gerade was man fühlt ist so schwer zu kontrollieren. Muschelpfote ist fokussierter als du, aber es hat auch so seine Nachteile und gefahren, seine Gefühle so sehr im Zaum zu halten.“ miaute ich sanft...und machte mir nicht zum ersten Mal Gedanken, wegen der Gefühlskälte meiner Tochter. Ich wollte ganz sicher nicht, dass sie Gefahr lief einer Schwäche anheim zu fallen, wie ich...aber manche Gefühle stärkten einen auch oder waren zumindest nützlich. Viel zu selten, konnte ich einen Blick hinter die starre weiße Maske blicken, die von Stolz und Beherrschtheit sprach.

[redet mit Erlenpfote]

(OUT: ich hoffe das mit Salbeifeder ist in Ordnung, sonst bitte Bescheid sagen.
Und zur Erklärung, Monds Zustand wird erst einmal etwas besser...bis die innere Wunde wieder aufreißt^^)
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Sa Apr 18, 2015 9:37 am

Morgenpfote wurde immer unruhiger, während Salbeifeder und sie warteten. Warteten darauf, Verletzungen zu behandeln. Eie schlimm würden diese ausfallen?
Eine Stimme drang durch den Jasminschleier, dann die ganze Katze. Es war Südwind, deren Augen  moosgrün waren und irgendwie verzweifelt funkelten. Morgenpfote zuckte zusammen, als sie auf den nassen rotbraunen Körper Amaranthfeuers sah. Für einen winzigen Moment, hatte sie die Kätzin für tot gehalten, dann sah sie aber ein leichtes Beben der Flanken und atmete erleichtert auf.  Am Hals verletzt, nahm sie diese Information schweigend auf, während Südwind fluchte. Die Beige fand, dass die Tigerkätzin nun allen Grund hatte zum Fluchen. Sollte sie ihren Zorn doch raus lassen. Morgenpfote wandte den beige-weißen Kopf der Heilerin zu.  
Salbeifeder wartete nicht lange um ihr zu sagen, was sie zu tun hatte, während Morgenpfote nur wortlos und schnell nickte. Worte hätten zu wenig Zeitgekostet. Spinnenweben und die Breipackung. Sie stand auf und begann erst eine Lage Spinnenweben locker um die helle Pfote zu legen, dann noch eine. Hoffentlich würde es nicht fest kleben. Sie scholl die Zähne vorsichtig um die Blätter, in die, die Breipackung eingewickelt war und trug sie dahin, wo Salbeifeder und Südwind die schöne, schlafend scheinende rote Kätzin abgelegt hatten. Jetzt musste sie ihre Aufgsbe vollführen. Richtig machen, musste sie es. Natürlich hatte Morgenpfote schon mal eine verletzte Katze behandelt, aber das war anders gewesen. Ein eingetretener Dorn war weder lebengefährlich, noch schwer zu behandeln. Jetzt musste sie eine andere Aufgabe verrichten. Sie machte sich daran, die Bripackung auf der Wunde am Hals zu streichen. Es müsste brennen, aber ob Amaranthfeuer dies spürte konnte die Heilerschülerin nicht sagen. Südwinds Stimme hallte in ihrem Kopf. Eines dieser Fuchsherze  wollte ihr an die Kehle. Morgenpfotes magen krampfte sich zusammen, die sanfte Mine blieb allerdings unbewegt, während sie Amaranthfeuers Wunde behandelte. Als sie fertig Breipackung aufzutragen, deckte sie die Wunde mit einer Lage Spinnenweben ab, legte dann die ite auch noch darauf. sie hoffte, dass Amaranthfeuer bald gesund war, dass sie nicht allzu große  Schmerzen hatte, in ihrem Schlummerschlaf. Die Kratzer der Kätzin bestrich sie vorsichtig mit dem Rest der Packung. Es war nicht viel übrig geblieben und die Schülerin machte sich allmählich Sorgen, darum das die Rote nicht ein Einzelfall bleiben würde. Eine weitere Katze kündigte sich an, sprach mit Morgenpfotes Mentorin.  Wolfslied sagte, dass Orchideenmond zusammengebrochen war? Morgenpfote sah Salbeifeder abwartend an. Sie wäre am liebsten zu Wolfslied gelaufen um den scgwarzen Kater zu begutachten, der ja der Mentor ihrer Schwester war, aber dieser hing auf Wolfslieds Rücken, weshalb sie sich zurück hielt. Anspannung zog ihre Schlieren durch den Körper der kleinen Heilerschülerin.


[Hört Südwind zu, befolgt Salbeifeders Anweisungen, behandelt Amaranthfeuer, lauscht Wolfslied]


Zuletzt von Morgenpfote am Sa Apr 18, 2015 11:04 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Sa Apr 18, 2015 10:42 am

(OUT: Wolfslied hat Orchideenmond eigentlich über ihren Rücken baumeln, Orchidee müsste also im Heilerbau sein^^)
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Sa Apr 18, 2015 11:05 am

Out. Uh, da habe ich mich wohl verlesen. Schnell mal editiert ^^.
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   So Apr 19, 2015 12:09 pm

Salbeifeder prüfte Südwinds Verletzungen, auch wenn sie sagte es wären nur blaue Flecken und kleine Kratzer. Ihre Kratzer würde sie später behandeln. Die schwarze Kätzin drehte sich zu Amaranthfeuer, wo Morgenpfote bereits die Wunde versorgt hatte. Man sah Südwind an wie sehr sie hoffte ihrer Freundin würde es bald wieder besser gehen und die Verletzungen wären nicht allzu schlimm. "Die Bisswunde ist nicht tödlich. Sie wird es überleben. Sie braucht nur viel ruhe." sagte sie sanft an Südwind gerichtet um sie zu beruhigen. Als dann jedoch eine weitere Katze in den Heilerbau trat und sie merkte wer es war funkelten ihre Augen leicht vor Sorge auf. "Südwind ich weiß du möchtest jetzt gerne bei Amaranthfeuer bleiben aber ich weiß nicht wie viele verletzte noch kommen werden. Bitte geh erstmal in den Kriegerbau und ruhe dich aus. Ich kümmere mich später um dich." sagte sie ruhig zur braunen Kriegerin. Und wandte sich dann Wolfslied zu, die Orchideenmond scheinbar auf den Rücken zum Heilerbau transportiert hatte. Es sah nicht gut aus und die Besorgnis um ihren einzigen Sohn versuchte sie nicht äußerlich zu Zeigen. "Wolfslied, leg ihn bitte dort ab." sie zeigte mit ihrem Schweif auf ein gut gepolstertes Nest in der Nähe von Amaranthfeuer und half ihr dann Orchideenmond vorsichtig vom Rücken ins Nest zu legen. Soweit die schwarze Heilerin weiß, war Wolfslied nicht an Kampf beteiligt und hatte auch keine Verletzungen. "Danke das du ihn hier her gebracht hast. Du kannst wieder zurück auf die Lichtungen gehen und wenn nötig den Verletzten helfen." sagte sie ruhig und wandte sich dann von der Kätzin ab um sich, um den schwarzen, bewusstlosen Kater zu kümmern. Sie beschnupperte ihn sanft um die einzelnen Verletzungen ausfindig zu machen, kaum zu übersehen war die Bisswunde im Nacken. Sie schluckte kurz und wandte sich dann den Vorräten zu. Sie machte schnell eine Breimischung aus Ginster, Ampfer, Studentenblume und Schwarzwurzel, wie auch bei Amaranthfeuer. "Morgenpfote kümmere dich bitte um seine Pfote." versuchte sie so ruhig wie möglich zu sagen und nahm sich dann noch ein paar Spinnweben um ihre Pfote. So humpelte sie mit der Breimischung im Maul zurück zu dem verletzten schwarzen Kater und legte sie vor ihm ab. Sie strich die Kräuter auf seine Wunde im Nacken und am Kopf, so legte sie noch Spinnweben drüber und hoffte es würde halten. Lass die beiden bald aufwachen. betete sie in Gedanken und schloss kurz die Augen ehe ihr sanfter Blick über die Körper von Amaranthfeuer und Orchideenmond glitt.

[redet mit Südwind, bemerkt Wolfslied und Orchideenmond, redet mit Wolfslied, gibt Morgenpfote Anweisungen, kümmert sich um Orchideenmond]
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   So Apr 19, 2015 8:37 pm

Out: Entschuldigt bitte die Verspätung, ich versuche nach bestem Gewissen mal aufzuarbeiten (:

Minzpfote weckte sie zwar nicht, doch ihr Kopf hob sich fast träge. Scheinbar sollten sie sich beim Heiler- und Ältestenbau positionieren, um im Notfall eingreifen zu können. Sorgenvoll verzog Abendpfote ihr Gesicht. Sie hoffte von ganzem Herzen, dass gerade Orchideenmond nichts Schlimmes passieren möge. Sie schüttelte sich imaginäre Moosfetzen aus dem Fell und folgte ihrem Bruder auf dem Fuß nach draußen in den stetig unangenehmer werdenden Regen. Ihre Laune war am Boden und aufgeweicht, wie die Erde unter ihren Pfoten. Schweigend flankierte sie mit Minzpfote den Jasminschleier und meinte, im Heilerbau die Stimme ihrer Schwester ausmachen zu können. Schon nach wenigen Minuten plusterte sie ihr Fell auf, um dem Regen Herr zu werden.
Ihre Gedanken kreisten weniger um den Kampf, um Sieg oder Niederlage, als mehr um die Katzen, die - in welchem Zustand auch immer - Heim kommen würden. Die immense Erleichterung, weder Minzpfote noch Morgenpfote in den Reihen der Kämpfenden zu wissen, stieg stetig an. Doch jeder vernünftige Gedanke setzte aus, als sich eine völlig derangierte Südwind mit einer fast zerfetzten Amaranthfeuer ins Lager schleppte. Ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen, während die getigerte Kriegerin ihre Freundin sofort in den Heilerbau brachte. Sie schaute ihren Bruder kurz an, ehe sie mit zwei Pfoten und dem Kopf in den Heilerbau spähte. Nach ein paar Minuten gab Salbeifeder erstmal Entwarnung, doch die Erleichterung der Schwarzen währte nicht lange, den kurz darauf erschien Wolfslied, jedoch nicht allein. "Orchideenmond", hauchte Abendpfote erstickt und starrte wie paralysiert auf den blutenden Kater. Eine Eiseskälte schien ihre Pfoten an den Boden gekettet zu haben, doch Salbeifeders Stimme, die Südwind und Wolfslied freundlich aber konsequent hinausdirigierte, ließ auch sie mechanisch den Heilerbau verlassen. Sie setzte sich im Schock schweigend zu Minzpfote und starrte einfach ins Leere. Immer noch hatte sie das Bild von Orchideenmond vor Auge, sein mit Blut veflecktes Fell. Ihr Magen verkrampfte sich sehr plötzlich und ihre Atmung wurde schwergängig. Sie versuchte, nichts nach Außen dringen zu lassen, doch während schwarze Pünktchen vor ihrem Auge tanzten, musste sie an sich halten, um ihre Mageninhalt nicht zu verlieren.

[steht auf, folgt Minzpfote zum Jasminschleier, sieht Südwind & Amaranthfeuer, folgt ihnen in den Heilerbau, sieht Wolfslied & Orchideenmond, ist entsetzt, geht wieder auf ihren Posten, steht unter Schock]
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Südwind

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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Mo Apr 20, 2015 2:09 am

Die cremefarbende, zarte Heilerschülerin kam mit einem stark bitter riechenden, zusammengefalteten Blatt im Maul zu Amaranthfeuers Nest. Als sie das Blatt auf dem Boden ablegte und es sich entfaltete, sah Südwind einen grünen Brei darin, den Morgenpfote sorgfältig auf Amaranthfeuers Wunden auftrug. Sie schien so sehr in ihre Arbeit vertieft, dass sie kein Wort sagte. Währenddessen hatte Salbeifeder sich auf ihre Fragen hin noch einmal zu der regungslosen, roten Kriegerin an ihrer Seite umgewandt, wenn auch nicht ohne einen skeptischen Blick aus ihren gelben Augen auf Südwinds Kratzer, dem diese aber keinerlei Beachtung schenkte.
"Die Bisswunde ist nicht tödlich.", miaute Salbeifeder mit tröstend beruhigender und sanfter Stimme. "Sie wird es überleben. Sie braucht nur viel Ruhe."
Die getigerte Kätzin schaute stoisch mit ihren intensiv grünen Augen in das schwarze Gesicht der Heilerin, ehe sie ihr dankbar zunickte und auf Amaranthfeuer hinunter schaute. Die Erleichterung, die dank Salbeifeders Worten ihre Sorge abmilderte, wenn auch bei weitem nicht besiegte, war unbeschreiblich und ließ sie ihre Liebe zu ihrer Kindheitsfreundin nur umso stärker spüren. Bald ist alles wieder gut, Amaranthfeuer, dachte die Tigerkätzin leise und betrachtete ihr regloses, filigran gezeichnetes Gesicht. Ihre Augen waren noch immer geschlossen als würde sie in einem tiefen Schlaf versunken sein. In ihrem wunderschönen Anblick versunken, beobachtete die SchattenClan-Kriegerin, wie hübsch das rote, satte Fell in Amaranthfeuers Gesicht in das weiche, weiße, kurze Fell ihrer Schnauze überging und dachte daran, was sie für dieses Gesicht, für diese Kätzin, offensichtlich empfand und ob es richtig so war.
Dann störte ein Geräusch draußen im rauschenden Regen ihr Schweigen und ihre Ohren zuckten, als sie zum Eingang des Heilerbaus schaute, in welchem Wolflied plötzlich auftauchte. Erst auf den zweiten Blick erkannte man den schwarzen Kater auf ihrem Rücken, der stark nach Blut stank. Südwind stellten sich augenblicklich die Pelzhaare auf, als sein Geruch ihr entgegenschlug und sein Anblick war furchtbar. Es war Orchideenmond, mit dem Südwind zur selben Zeit ihre Schülerzeit erlebt hatte. Auch er schien nicht mehr bei Bewusstsein und hing völlig kraftlos über Wolfslieds nassen, starken Rücken und sein aufgerissener, tropfender Nacken war ein schockierender Anblick. Sofort dirigierte Salbeifeder die Tochter Dornensterns zu einem nahegelegenen Nest, dann drehte sie sich hastig zu Südwind um und meinte möglichst ruhig:"Südwind, ich weiß, du möchtest jetzt gerne bei Amaranthfeuer bleiben, aber ich weiß nicht wie viele Verletzte noch kommen werden. Bitte geh erstmal in den Kriegerbau und ruhe dich aus. Ich kümmere mich später um dich." Südwind fühlte Widerwillen in ihr aufsteigen und ihr Temperament begann in ihren Adern zu brodeln, so dass sie sich mit rebellisch gekräuselter Schnauze an die Flanke ihrer Freundin drückte, aber innerlich wusste sie, dass sie der Heilerin nicht im Wege stehen durfte. Nur der Gedanke, die rote Kriegerin allein hier liegen zu lassen... sie nicht an ihrer unmittelbaren Nähe zu haben, bis sie aufwachte... Es war unerträglich schwer, sich endlich von ihrer Flanke zu lösen und auf die Beine zu kommen. Fast funkelten ihre grünen Augen gefährlich, so unangenehm war es, als sie die Wärme von Amaranthfeuers Leib nicht mehr im Pelz spüren konnte und als sie den Heilerbau ungelenk verließ, war ihr beinahe übel.
Vor dem Heilerbau blieb sie ermattet stehen und starrte in den Regen hinaus, während ihr Pelz langsam wieder nass wurde. Jetzt, in dieser Ruhe der Untätigkeit, fühlte sie deutlich die dumpfen Schmerzen der Blutergüsse unter ihrem Fell. Nachdenklich schaute sie zum Eingang im Lagerwall hinüber und dachte an die Schlacht.
Orchideenmond hatte wirklich nicht gut ausgesehen. War Schlacht mittlerweile vielleicht sogar schon verloren? Wie es wohl den anderen ging? Zum Beispiel ihrem Onkel Frostsplitter? Sie seufzte und fluchte murmelnd, ehe ihr Blick beim Umherschweifen an einer schwarzen Schülerin hängen blieb.
Abendpfote saß mit einem starren Blick in ihren blauen Augen neben ihrem Bruder Minzpfote. Sie schien wie weggetreten und Südwind erinnerte sich daran, dass der nun offensichtlich in Lebensgefahr schwebende Orchideenmond ihr Mentor war. Ihre eigentlich elegante und meist kräftig wirkende Gestalt und ihre langen Beine schienen angespannt und doch bewegungsunfähig. Als wäre sie gelähmt.
Es geht schon genug Katzen scheiße... , entschied die braungtigerte Kätzin kurzerhand und bewegte sich in Abendpfotes Richtung. Ein Lächeln bekam sie nicht zustande, nein, ganz sicher nicht, aber vielleicht konnte sie ihr aufmunternd in die Augen sehen. Ruhig setzte sie sich neben die schwarze Schülerin. Sie sagte nicht sofort was, aber dann miaute sie auf ihre direkte Art:"Mäusedung, wenn jemand da drin ist, der einem viel bedeutet und man nicht dabei sein kann,mh?" Ihre Schweifspitze schnippte zum Heilerbau und für einen Moment dachte sie mit einem bitteren Funkeln in ihren smaragdgrünen Augen an Amaranthfeuer, dann schaute sie wieder zu Abendpfote. Sie sah aus, als hätte sie drei Tage Nachtwache halten müssen.
"Vielleicht solltest du etwas trinken und essen.", meinte Südwind ruhig. Sie hatte nicht vor, die Blauäugige durch Lügen zu beruhigen, schließlich war sie kein Junges mehr. Sie hatte es verdient, dass man mit ihr auf Augenhöhe sprach, also wäre es der Tigerkatze völlig fremd gewesen, ihr zu versichern, dass mit ihrem Mentor bald alles in Ordnung sein würde. Aber vielleicht konnte sie wenigstens etwas Beistand vermitteln. Und vielleicht brauchte sie selber auch einen Grund, nicht permanent an Amaranthfeur zu denken...

[bei Amaranthfeuer, Morgenpfote und Salbeifeder im Heilerbau, sieht Wolfslied und Orchideenmond, verlässt den Heilerbau, denkt kurz an die Schlacht und an Frostsplitter, gesellt sich im Regen zu Abendpfote und Minzpfote]
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Mo Apr 20, 2015 4:47 pm

Meeresjunges sah neugierig in die Runde. Die andere Möglickeit wäre natürlich, dass Häherjunges die Augen ihres Bruders gemeint hatte, zirmlich wahrscheinlich schien es ihr. Allein deshalb, weil der graue Kater Ozeanjunges in die Augen gesehen hatte. Sie sah alles, dachte sie. Sie nahm den spöttelnden warnenden Blick amüsiert schnurrend auf. Irgendwie lustig, wie sie beide allein durch Blicke kommunizieren konnten. Ihr Schweif schlug nach wie vor auf den Boden, wobei ihr gefiel, dass der Regen einen anderen Takt anschlug als sie. Sie mochte den Regen. Nicht dafür ds er nass war, aber einfach dafür wie er klang. Als ob ganz viel Morgentau aus den Grashalmen fallen würde.
Eine Stimme unterbrach ihre Gedanken. Künstliche süße, die irgendwie nicht gut klang ließ ihre Ohren missbilligend zuckend, als sie Häherjunges mit einem leicht angewiederten Funkeln in den türkiesen Augen ansah.
"Das ist jetzt zwar kein Spiel, aber.. wen könntet ihr euch als Mentor vorstellen?", maunzte sie neugierig, als Nebeljunges Stimme gerade verklang. Er wollte ein Schläfchen halten. Jetzt?
Die kleine Tigerkätzin musterte ihn mit gemischten Gefühlen, ehr sie einen Geruch wahrnahm. Katzen und der verwaschene metallene Geruch von Blut. Ihre Schnurrhaare zitterten aufgeregt. "Riecht ihr das?", flüsterte sie und sah mit großen Augen in die Runde, die ohne Nebeljunges irgendwie unvollständig wirkte. Sie wollte nachsehen, wer da ins Lager gekommen war, wollte das ihr Bruder und Häherjunges mit kamen. Wollte sehen, dass alle heim kehrten und doch war da eine gewisse Angst, tief in ihrer Brust, wie eine Kralle aus Stein. Ihr Blick glitt zu Ozeanjunges. Hatte er Angst? Hatte Häherjunges Angst, oder was empfanden sie. Empfand Häherjunges mit seiner künstlichen Stimmlage überhaupt irgend etwas? Sie bezweifelte es, aber da musste irgend etwas sein hinter dem Spötteln und der ekligen Süße.


[Bei Häherjunges und Ozeanjunges]
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Di Apr 21, 2015 8:31 pm

Häherjunges antwortete nicht auf die Frage von Meeresjunges. Er hörte ihr nicht zu.
Seine Gedanken schweiften um den Geruch, der in seiner Nase lag und ihm den Magen umdrehte. Der graugetigerte Kater schluckte die Galle, zuckte leicht zusammen.
Blut, wisperte er in seinem Kopf und linste aus der Kinderstube durch den Regen, der den metallischen Geruch nicht verdecken konnte. Häherjunges wusste, dass man Blut nicht fürchten musste.
Schmerz fühlt man immer, doch man muss ihn nicht fürchten, sagte er sich schluckend. Das hatte ihm einst seine Mutter erklärt, als er Angst gehabt hatte, Krieger zu werden.
»Es tut weh«, hatte er geklagt. »Sie kämpfen und haben Wunden und sterben!«
Da hatte sie gesagt: »Alles in Ordnung, mein kleiner. Schmerz fühlt man immer - Trauer, Verlust, körperlicher Schmerz, es gibt immer einen - doch man muss ihn nicht fürchten. Sonst besteht dein ganzes Leben nur noch aus Angst«

Der graugetigerte Kater kratzte mit seien Krallen über den Boden, wirkte schon fast nervös. Würde er im Lager mit dem Tod konfrontiert werden? Wie viel Blut würde er sehen?
Wer war verletzt? Wer war schlimm verletzt?
Es war ein seltsames Gefühl zu wissen, was draußen war, aber irgendwie doch nicht. Er wusste, dass Katzen verletzt waren, doch er wusste nicht wer und wie sehr. Er wusste, dass seine Clangefährten kämpfen, doch er wusste nicht, ob sie siegen würden.
Kurz flammte Entschlossenheit in ihm auf. Eines Tages würde er mitkämpfen, er würde helfen den Clan zu verteidigen. Dann würde er nicht tatenlos in der Kinderstube sitzen, unwissend.
Er würde alles sehen, alles wissen. Und es würde in seinen Pfoten liegen, etwas zu verändern.
»Meint ihr, wir dürfen raus nachsehen? In dem Trubel fallen wir bestimmt nicht auf und ich will nicht einfach so hier herum sitzen!«, miaute er mit zögerlicher, schon fast besorgter Stimme.
War es Sorge? Nein.
Niemals würde er es zugeben, doch es war tatsächlich Angst...


[Denk nach, schaut aus der Kinderstube, redet mit Meeresjunges und Ozeanjunges]
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BeitragThema: Re: SchattenClan-Lager   Di Apr 21, 2015 11:41 pm

Ich hörte, wie Salbeifeder mit Südwind sprach und linste zum Körper meiner ehemaligen Schülerin...zu gerne hätte ich nach ihr gesehen, aber Salbeifeder hatte schon klar gemacht, das sie Platz brauchte und es würde ja nichts ändern, wenn ich zu Amaranthfeuer ging...so beschränkte ich mich auf besorgte Blicke.
Nicht lange, denn Salbeifeder zeigte mir das Nest, auf dem ich Orchideenmond ablegen sollte. Ich nickte bestätigend, drehte michaber erst zu Schlangenjunges um, der mir beim Transport geholfen hatte „Warte hier, ich komme gleich wieder und dann gehen wir zurück zur Kinderstube.“ miaute ich sanft, aber bestimmt.
Ich trabte zu dem angegebenen Nest und ließ den verletzten schwarzen Kater vorsichtig in das Moos gleiten. Ein letzter besorgter Blick auch auf Orchideenmond, dann kehrte ich zu Schlangenjunges zurück und schob den jungen Kater mit dem Schweif aus dem Bau. Zwei so junge Katzen ohne Bewusstsein...ich schaute zum Lagereingang, aber es war sonst niemand zu sehen. Noch nicht.
Ich begleitete Schlangenjunges zur Kinderstube und achtete darauf, das er dort drinnen verschwand. Ich setzte mich wieder vor die Kinderstube und setzte meine Wache fort...irgendwie fühlte sich der Regen noch kälter an als zuvor.

[im Heilerbau, legt Orchideenmond ins Nest, redet mit Schlangenjunges, verlässt mit Schlangenjunges den Heilerbau, setzt sich wieder vor die Kinderstube]
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