Warrior Cats

Ein Gebirge. Vier Clans. Werden sie überleben...?
 
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 WindClan-Lager

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AutorNachricht
Glasgrinsen

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Do Jun 02, 2016 10:20 am

CF: Grünfelder

Chapter 4.4 - Lagerrand
Der Abend musste längst eingekehrt sein, als Glasgrinsen sich auf den Weg zurück ins Lager machte. Ganz sicher konnte er sich nicht sein, denn die sonst verlässliche Sonne war von Regenwolken verdeckt und machte die Bestimmung der Tageszeit doch etwas schwieriger als erwartet. Aus seinem Maul schleifte noch immer der leblose, noch warme Körper des Kaninchens, welches er erlegt hatte und in seinen eisigen Augen flackerte unterdrückte Wut. Natürlich hatten die beständig fallenden Tropfen schon grob den Dreck aus seinem Fell gewaschen und natürlich war es eine gute Sache für seine nun zur Mutter gewordene Ziehschwester Beute gefangen zu haben. Aber während sich in seinem Kopf gerade alles nur um seine eigene, momentan ziemlich zickige Existenz kümmerte - blieb nur wenig Platz den ‚guten‘ Aspekten der Jagd auch nur irgendeine Aufmerksamkeit zu widmen.


Als er den Lagerwall passierte, konnte man den grellen Pelz seiner weißen Anführerin schon durch den Regen blitzen sehen. Ihre schlanke Gestalt hatte sich vor dem Silberfels positioniert - ihn allerdings seltsamerweise nicht bestiegen. Für einen kurzen Moment dachte er voller Bestürzung daran, die Versammlung vielleicht verpasst zu haben - aber ihre feste, autoritäre Stimme durchschnitt das Gemurmel der Clankatzen, welche sich vor ihr versammelt hatten. Froststern begann ihren Bericht mit der heute anstehenden Großen Versammlung. Glasgrinsens Ohren zuckten interessiert in ihre Richtung, jedoch tappte er beinahe beiläufig zum Frischbeutehaufen und ließ das Kaninchen auf die anderen, mageren Reste plumpsen. Die Vorräte des Clans waren zu einem erbärmlichen, kleinen Hügel getürmt - auch sonst hatte der Clan schon glorreichere Zeiten erlebt. Im letzten Mond schienen sich einige Katzen dem Sternenclan angeschlossen zu haben und als auch der Name Heidepelz’ fiel, wurde Glasgrinsen von einer unerwarteten Bestürzung überrollt. Die blauen Augen ungläubig geweitet starrte er zu der goldäugigen Anführerin und klappte, leise knackend seinen gewaltigen Kiefer auf. Er hatte den zweiten Anführer gemocht - seinen unangefochtenen Optimismus. Wie er den Situationen mit Witz und Charme trotzte. Seinen liebevollen Umgang mit den Jungen… Er war ein hervorragender zweiter Anführer gewesen. Wieso sollte der Sternenclan also verhindern, dass er die etwas steife, momentane Anführerin irgendwann ersetzte? Und noch viel wichtiger… wer sollte ihm jetzt auf den frei gewordenen Posten folgen? Glasgrinsens Augen zuckten kurz durch die Menge. Weder Drachenglut, noch Bachfeder waren zu sehen … aber er bezweifelte, dass sie infrage kämen. Bachfeder war frisch ernannt und hatte (genau wie er) noch nie einen Schüler besessen und Drachenglut war… zu eigenfixiert auf seine Familie, als das er den Clan mit vollem Herzen unterstützen würde. Nein, die einzigen Kandidaten, die ihm ins Gedächtnis sprangen waren Windkralle und Falkenherz.

„Abendsonne wird die neue 2. Anführerin des Windclans sein!“ Bitte was?! Das Bild der roten Katze hatte er anscheinend total vergessen - nicht ganz grundlos. Als sein Blick die Wurfschwester seines Schwagers streifte, enthielt er nichts Erfreutes, Stolzes, Anerkennendes. Obwohl Glasgrinsen sich mühte seine Mimik in Schach zu halten und keine der unterschwelligen Emotionen an die Oberfläche schwappen zu lassen, verzerrte sein Mundwinkel sich in kalter Abscheu und sein eisblauer Blick taxierte die flammenfarbene, ältere Kätzin mit überlegener Verachtung. Er stimmte nicht in die Rufe mit ein, machte aber auch sonst keine Anstalten seinen Missmut zu dieser Entscheidung laut kundzutun. Mit Abendsonne hatte Froststern sich eine biedere, humorlose - trauerschöne Gestalt in die Obrigkeit gelockt, deren einzige Sympathie ihrem beinahe makellosem Aussehen entsprang. Er hatte den Umgang mit ihr bisher immer gekonnt meiden können, nachdem sie einmal eine Jagdpatrouille zusammen hatten. Die männliche Diva war schwer nachtragend, wenn man nicht danach den ersten Annäherungsversuch startete. Mit diesen trauerschweren Botschaften war seine Freude, als er auch zur Versammlung gerufen wurde praktisch null. Nebensächlich hatte er begonnen sein reines Fell zu bürsten, sodass wenigstens oberflächlich kein Dreck mehr zu erkennen war. Um den tiefsitzenden… würde er sich später kümmern. Schließlich schwang er sich fast eine Spur zu künstlich tänzelnd auf seine Pfoten, nickte Windkralle zu, raunte leise in sein Ohr. „Dir eine angenehme Nacht - ich hätte mir dich als zweiten Anführer gewünscht.“ Dann schloss er mit dem Rest des Clans auf.

TBC: Vulkankrater
BK: Windkralle ( Froststern ;; Abendsonne )

[ legt Kaninchen auf FBH ;; bestürzt über Heidepelz Tod ;; Missmut über Anführerwahl ;; spricht zu Windkralle ]
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Adlerjunges

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   So Jun 05, 2016 6:10 pm

Onkel Glasgrinsens Schnurrhaare zuckten und ein Lächeln zeigte sich auf seinen Lippen, als er meine Nachfragen hörte. Ich zuckte kurz mit den Ohren, weil ich nicht wusste, wie ich das ein ordnen sollte, kam aber zu der Überzeugung, dass der Weiße sich sicher freute. Was sollte er auch anderes tun oder? Immerhin gab er sich diesmal mehr Mühe mit der Antwort.
Glasgrinsen bestätigte das auch Mama eine Tigerin sei und erklärte, dass ich auch bald eine werden würde. Anscheinend hieß Tiger sein, eine Kämpferin zu sein. Das klang ziemlich gut, wie ich fand und drückte die Brust stolz nach vorne. In meinem Hinterkopf schwirrte die Frage herum, warum ich erst eine war, jetzt aber erst eine in Zukunft sein würde. Aber viel interessanter schien die Frage, was denn Papa war. Ich schaute neugierig zum großen Grauen, von dem Glasgrinsen gemeint hatte, dass nicht mal er wusste, was er war. Drachenglut schien im Gegensatz zu meinem Onkel meine Fragen zu ignorieren und ich schmollte ein wenig.
Ich spürte eine raue Zunge zärtlich über meinen Kopf streichen und wartete erwartungsvoll, dass ich Glasgrinsens Fell verschönern durfte. Mein Onkel schien sich auch zu freuen, schnurrte er doch, was für ein liebes Mädchen ich war. Aber zu meiner Enttäuschung erklärte der Weiße, dass er keine Zeit hatte, da Papa ihn zu Recht daran erinnert hatte, das er noch pflichten zu erledigen hatte. Und kurz darauf verschwand der langhaarige Krieger elegant aus dem Ältestenbau. Vielleicht würde Drachenglut jetzt endlich meinen Wissensdurst nach dem, was ein Krieger so tat stillen? Aber mein erwartungsvoller Blick zu dem Grauen, zeigte mir nur einen Kater der lieber Glasgrinsen nachschaute, als seiner Tochter endlich Aufmerksamkeit zu schenken.
Auch im Anschluss war es eine andere Katze, der sich mein Vater zuwandte und ich schmollte, während Drachenglut und Milanfeuer Liebeleien austauschten. Plötzlich begann Mama an zu stottern und nannte mit zittriger Stimme Erdjunges Namen. Drachenglut reagierte stumm und ich beobachtete verwirrt, wie er meine braune Schwester von Milanfeuer trennte. Kaninchenjunges und mich schubste der massige Kater zu seiner getigerten Gefährtin und verschwand dann eilig aus dem Bau. Ich starrte benommen den Ausgang des Ältestenbaus an, wo Drachenglut mit Erdjunges verschwunden war und konnte mir keinen Reim darauf machen. Neben mir fragte mein kleiner Bruder nach, wo Papa unsere Schwester hinbrachte. Ich drehte mich immer noch sichtlich verwirrt zu Milanfeuer um und wartete auf eine Antwort auf Kaninchenjunges Frage. „Was ist passiert?“ murmelte ich leise fragend.

[hört Glasgrinsen zu, wird von Drachenglut ignoriert, schmollt, verwirrt von Erdjunges Tod]
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Kleeblatt

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Jun 13, 2016 7:05 pm

Froststern hörte aufmerksam zu und nahm die Nachricht mit ernsten Worten zur Kenntnis. Sie verschob Taten allerdings auf einen anderen Tag, dieser war schon zu weit fortgeschritten. Ich nickte nur stumm zustimmend und schaute der Weißen nach, als sie den Heilerbau verließ. Die Frage, der wir uns stellen musste war letztendlich, was wir tun konnten. Immerhin konnten wir nicht beeinflussen, wie viel Beute in unserem Revier lief...blieben Gebiete außerhalb und das barg so einige eigene Probleme. Ob Froststern solche Optionen in Betracht zog? Sicherlich, eine Anführerin musste an alle Möglichkeiten denken, genau wie an die Risiken, die diese bargen. Aber hatten wir eigentlich groß eine Wahl?
Draußen rief Froststern den Clan zusammen und ich wollte schon den Bau verlassen, kam aber nicht dazu. Bachfeder kam mit unsicheren Schritten in den Heilerbau und krächzte meinen Namen. Ihr Stimme machte recht offensichtlich, dass es ihr nicht gut ging, blieb zu klären, was sie genau hatte. Und wie lange, man fing nicht von einem zum nächsten Moment an zu krächzen. „Komm rein Bachfeder, was hast du für Beschwerden hast du und wie lange schon?“ wollte ich wissen und wollte die Tigerkätzin zu den Patientennester führen, als ein noch jemand in den Heilerbau platzte.
Das gesträubte nasse Fell des Hünen versprach nichts Gutes, als ich das kleine bewegungslose Junge in seinem Maul sah, wurde offensichtlich was den Kater so in Eile versetzt hatte. Drachenglut  legte das Junge vor meinen Pfoten ab und wollte wissen, ob ich noch etwas tun konnte. Meine Aufmerksamkeit galt jetzt ganz Erdjunges regungslosem Körper. Bachfeder war in weit weniger schlechtem Zustand und auch wenn ich sie gerne noch zu den Patientennestern gebracht hätte. Junge und Erkältungen vertrugen sich meist nicht besonders gut, aber ich hatte nicht die Zeit mich darum zu kümmern, wenn ich überhaupt hoffen wollte noch etwas tun zu können, musste ich schnell sein. Ich drehte den kleinen braunen Körper vorsichtig, aber bestimmt auf den Rücken. Sie atmete nicht mehr, dass konnte man auf dem Boden nur zu deutlich sehen und ich machte mir große Sorgen, wie lange dieser Zustand wohl schon anhielt. Aber ich verschwendete keine zeit mit Fragen, sondern legte meinen Pfoten auf den zarten jungen Brustkorb. Dann stoppte ich und zog die Ohren missmutig nach unten. Meine empfindlichen Ballen hatten sofort die fehlende Wärme in dem kleinen Körper registriert. Erdjunges war eiskalt, auch wenn sie durch den kalten Regen getragen worden war, hätte der Kern ihres Körpers noch ein wenig Wärme ausstrahlen müssen. Aber das tat er nicht, so ein kleiner Körper verlor so schnell den Kampf um das Leben.  Mit der Wärme ging das Leben und die letzte Hoffnung überhaupt noch etwas tun zu können. Dabei hätte auch so schon kaum Hoffnung bestanden, wenn nur das Herz aufhörte zu schlagen, konnte eine Heiler nur noch wenig versuchen. Meine Vorderpfoten berührten wieder den Boden und stattdessen steckte nun meine Nase im kalten Fell des toten Jungen. Ich erwartete keine verräterischen Gerüche, hatte ich doch erst kurz vorher in den Ältestenbau geschaut und zumindest keine offensichtlichen Probleme bemerkt. Zudem bezweifelte ich, das Milanfeuer eine Königin war, die Anzeichen von Krankheit bei ihren Jungen unterschätzte. Es waren auch keine Spuren von Krankheit zu erkennen, es war als wäre plötzlich einfach das Leben aus dem jungen Körper gewichen. Ich schaute in die harten Augen des Vaters „Ich fürchte es ist bereits zu spät, Erdjunges Körper ist bereits kalt und ihr Herz schlägt nicht. Habt ihr irgendetwas auffälliges bemerkt? Sie riecht nicht nach Krankheit, aber ich möchte sicher gehen, dass die anderen Jungen und Milanfeuer nicht auch in Gefahr sind.“ miaute ich an Drachenglut gewandt. In meinen Pfoten juckte es mich nach der Königin und ihren Jungen zu sehen, auch wenn ich nicht erwartete dort Spuren von Krankheit zu finden. Viel wahrscheinlicher war ein schwaches Herz oder etwas in der Art, so war vor Monden meine junge Cousine Sonnenherz im Schattenclan gestorben. Wie schon ihr Vater vor ihr. Ob man so etwas aber vorher erkennen konnte...ich hatte zumindest noch nie davon gehört.

[hört Froststern zu, redet mit Bachfeder und Drachenglut, untersucht Erdjunges Körper]

(OUT: Ich hoffe das passt so mit Erdjunges Todesursache? Klee wird übrigens im Lager bleiben.)
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Salamanderfeuer

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Sa Jun 18, 2016 9:25 pm

Es dauerte etwas bis der Clan sich sammelte und ich konnte nicht sagen, dass mir das Warten im Regen gefiel. Dann begann die weiße Anführerin mit der Versammlung, ein ungewöhnlicher Anblick, wenn sie nicht wie sonst auf dem Silberfels saß.
Foststern straffte die Schultern und begann zu reden. Die Weiße berichtete, dass sich auch Heidepelz jetzt einer der vielen Toden war, die den Windclan getroffen hatten. Das hieß, es musste vor Mondhoch ein neuer Stellvertreter ernannt werden, gespannt spitzte ich die Ohren und versuchte meine Skepsis über die bevorstehende Entscheidung der Anführerin zu unterdrücken. Ich konnte nicht behaupten, das ich viel Vertrauen in Froststerns Entscheidungen hatte, nachdem ich oft von ihren in der Vergangenheit enttäuscht worden war. Im Angesicht der Ahnen wählte sie Abendsonne zur ihrer neuen Stellvertreterin. Ich konnte nicht sagen, das ich begeistert war, aber andererseits hatte ich schlimmeres befürchtet, wie den albernen ehemaligen Windclankater Windkralle oder schlimmer noch den erbärmlichen Falkenherz. Ich mochte Abendsonne nicht, auch wenn dies hauptsächlich auf unsere gemeinsame Kindheit zurückging...aber danach hatte die Rote auch nie wieder eine Rolle in meinem Leben gespielt. Überhaupt schien sie eine ziemlich unscheinbare Kätzin, trotz ihres auffällig roten Fells. Entsprechend hatte ich keine Ahnung, ob sie geeignet war, Froststern als ihre ehemalige Mentorin wusste wohl am ehesten, was sie konnte. Eine Führungspersönlichkeit schien die Rote bisher nicht...aber ich war bereit abzuwarten und zu sehen, wie es laufen würde. Und sei es nur, weil mir keine Katze im Windclan einfallen wollte, die sich so viel besser eignen würde. Abendsonne nahm mit einigen Worten Froststerns Wahl an und ich stimmte monoton aber zumindest höflich in den Gruß an die neue Stellvertreterin ein. Die Weiße fuhr danach fort und nannte die Katzen, die zur Versammlung mitkommen würden. Erfreut hörte ich meinen Namen unter ihnen und folgte Froststern zügig aus dem Lager.

---> Vulkankrater

[verfolgt Versammlung, folgte Froststern aus dem Lager]
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Milanfeuer

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   So Sep 04, 2016 12:23 pm

Chapter 1.1 - Ältestenbau
Du kannst einem Körper nicht befehlen das Leben wieder aufzunehmen, wenn die Seele sich entscheidet zu gehen. Erdjunges hatte sich gegen das Leben entschieden – weil sie zu zart war, zu gut… zu perfekt. Oh ihr perfektes kleines Mädchen…

Die Fassungslosigkeit brannte sich durch ihren Leib, als die Mutter ihr geliebtes Kitten noch fester an sich drückte. Voller Verzweiflung schnurrend versuchte sie Erdjunges doch zu überreden bei ihr zu bleiben, zurückzukehren von der Schwelle, die sie eigentlich schon längst überschritten hatte. Milanfeuer wusste das. Aber eine Stimme in ihr schrie, protestierte, schlug blindwütig  entgegen aller rationalen Gedanken. Ja sie wusste, dass ihr Kind verloren war – aber sie konnte, nein wollte es nicht akzeptieren. Bereitwillig versank sie in dem Sturm aus Trauer, Wut und Schmerz – verblendet und zitternd von den Gefühlen ignorierte sie einfach alles um sich herum. Bis Erdjunges mit fremder Kraft aus ihren fürsorglichen Pfoten entwendet wurde und Milanfeuers tränenverschleierter Blick versetzt mit dem Zorn einer jungen Mutter auf den aschgrauen Pelz ihres Gefährten traf. Sie sprang auf die Pfoten, direkt bereit ihm nachzusetzen – ihre Lefzen waren blindwütig verzerrt und ein stummes Fauchen lauerte in ihrem bebenden Leib. Aber gleich darauf sackte sie entkräftet zurück auf den Boden. Drachenglut würde ihrem Baby nicht wehtun… Kleeblatt würde sicherlich wissen was man tun musste. Blinde Hoffnung.

Ihr Schluchzen war verebbt – nur ihr Körper erzitterte unter den spastischen Zuckungen. Trauer war bleiern und erschwerend. Nach jedem starken emotionalen Ausbruch folgte eine gewisse Apathie, die sich mit ihrem vorigen Gemütszustand gar nicht vergleichen ließe. Ihr Blick war leer und träge auf den Ausgang geheftet, ehe er sich in Richtung des aufbgehrenden kleinen Stimmchens ihres Sohnes wandte. Kaninchenjunges hatte seine braunen Augen im Unwissen geweitet – seiner Unschuld zuzuschreiben nicht erfassen können, was seiner jüngsten Schwester da zugestoßen war. Unmittelbar darauf regte sich auch Adlerjunges, die verständlicherweise eine Erklärung verlangte. Aber Milanfeuer wollte nicht. Es war zu früh. Sie wollte ihren Schätzen noch nicht erklären müssen, was die Bedeutung des Todes war und die des Sternenclanes. Innerlich wusste sie, dass sie ihnen eine Antwort schuldete. Doch… wie nur… wie sollte sie ihnen sagen, dass ihre Schwester wahrscheinlich nie wieder zu ihnen zurückkehren würde? Das sie gegangen war, um schon jetzt bei den Ahnen zu leben? Wortlos packte sie erst Kaninchenjunges, dann Adlerjunges und zog sie zu ihrem grauen Bruder an ihren warmen, zitternden Leib. Sie umschlang die kleinen Körper behütend mit ihren Pfoten, presste die Kinder an ihr warmes, mütterliches Fell und begann leise, aber bestimmend zu schnurren. Nicht nur um die Kleinen zu beruhigen, sondern auch viel mehr sich selbst. Sie brauchte einen Moment bis sie sich wieder einigermaßen gesammelt hatte. „Erdjunges… ist unglaublich müde… ich glaube… sie will nicht mehr aufwachen. Darum bringt … Dr-Drachenglut, also Papa... sie an einen Ort, wo sie… in Ruhe schlafen kann… für immer.“ Ihre Worte bröckelten, waren abgehackt – beinahe verzerrt. Erschöpft bettete sie ihren Kopf auf den Boden und betete für Schlaf – oder aus diesem Albtraum zu erwachen.

BK: (Drachenglut ;; Erdjunges ;; Erzjunges) Kaninchenjunges ;; Adlerjunges
[ emotionaler Schock ;; versucht es zu erklären ;; erschöpft ]
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Bachfeder

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Di Sep 06, 2016 2:25 pm

Bachfeder brauchte nicht lange zu warten, bis Kleeblatt sie in den Heilerbau bat und nach ihren Beschwerden fragte. "Nun ich...", hob die junge Kriegerin an, sobald sie den trockenen Bau betreten hatte, doch Drachengluts rücksichtsloses Eintreten unterbrach sie. Der große Kater trug eines seiner Jungen im Maul und war sehr erregt. Einem Instinkt folgend zog die Wellenstreifige sich etwas zurück. Sie würde nicht sofort tot umfallen, aber das Junge war offensichtlich in ernster Gefahr. Bachfeder wollte der Heilerin nicht im Weg stehen und nahm in dem Bereich Platz, wo sich auch die Nester der Patienten befanden.
Die Silberne hoffte, dass Kleeblatt noch helfen konnte. Milanfeuers Junge waren für die junge Kriegerin sowas wie Nichten und Neffen. Die Jungen ihrer ersten Freundin im WindClan. Ein Stück Familie. Doch die gescheckte Kätzin verkündete, es sei zu spät. Ehrlicher Kummer schlug seine Krallen in Bachfeders Herz. Am liebsten wäre sie sofort zu Milanfeuer in den Ältestenbau gegangen, um sie zu trösten. Doch die Tigerkätzin war krank. Sie musste sich von den Jungen fern halten, um sie nicht anzustecken und in Gefahr zu bringen.
Schweigend wartete die Wellenstreifige, während Kleeblatt nach Auffälligkeiten fragte, weil Erdjunges nicht krank roch. Bachfeder konnte es nicht wirklich einschätzen; ihre Kopfschmerzen halfen nicht wirklich dabei, einzelne Gerüche zuzuordnen. Während sie wegen Erdjunges' Zustand angespannt gewesen war, hatte Bachfeder die Kopfschmerzen fast vergessen, doch jetzt meldeten sie sich mit scharfen Zähnen unsanft wieder zurück.

[im Heilerbau; will zu sprechen anfangen, wird aber von Drachenglut unterbrochen; zieht sich zurück]
Symptome: Fieber, Kopfschmerzen, gelegentlich Husten (wird aber stärker werden)
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Farnpfote

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Fr Sep 09, 2016 9:50 pm

Farnpfote saß auf der Lichtung und wartete auf die Versammlung. Er wusste genau, dass an diesem Abend die grosse Versammlung war, doch hatte der rötliche Kater keineswegs Lust, den Weg durchs Territorium zu gehen, um sich friedlich mit den anderen Clans zu treffen. Vorallem, weil der Sternenclan für diesen Abend verantwortlich war, aber den Glauben an seine Ahnen hat er bereits verloren.
Als Froststern die Versammlung einberaf, erklärte sie natürlich zuerst, welche Katzen ihr Leben lassen mussten und genau zwei von diesen Katzen, kannte Farnpfote vielleicht sogar mehr, als ihm lieb war. Obsidianmond, seine Mentorin, die Katze, die ihm lehrte ein wahrer Krieger zu sein. Vielleicht war der Schüler nicht immer leicht gewesen, doch trotzdem sah er zu der grauen Kätzin auf, selbst wenn diese für ihn am Anfang eher unfähig war. Und dann noch sein Vater Heidepelz. Selbst wenn Farnpfote nur Gleichgültigkeit für ihn übrig hatte, er war sein Vater gewesen, von Anfang an, war er im Leben von Farnpfote. Heidepelz war da, als seine Mutter starb und seine Geschwister. Er hatte sich nur von seinem Vater abgewandt, weil er sich selbst vor weiteren Schmerzen schützen wollte, doch es schien so, als hätte es nichts gebracht. Denn trotzdem spürte er ein ziehen und somit schwor er sich, keine Katze mehr zu weit an sich heran zu lassen. Die Zeit mit den Schmerzen ist vorbei.
Somit hörte er noch weiter deiner Anführerin zu, die erkürte, welche Katze die Nachfolge von Heidepelz antreten würde. Farnpfotes Schnurrhaare zuckten, der ältere Schüler konnte sich keine Katze vorstellen, die seinem Vater gerecht werden konnte. Umso erstaunter war er, als Abendsonnes Name genannt wurde. Also eine junge eher unerfahrene Kriegerin, würde den Posten von Heidepelz übernehmen. Der rötliche Kater hatte Zweifel an der Wahl von Froststern. Jedoch würde er diese nicht offen aussprechen, denn dies wäre respektlos. Trotzdem glaubte er nicht daran, dass Abendsonne die passende Nachfolgerin war.
Nach der Versammlung brachen die Katzen zur großen Versammlung auf und Farnpfote reihte sich mit ein, denn sein Name wurde ebenfalls genannt. Auf den Weg redete er mit keiner Katze und beobachtete ab und zu Abendsonne. Er konnte sich nicht vorstellen, die junge Kriegerin irgendwann als zweite Anführerin zu akzeptieren.

tbc. Vulkankrater

[wohnt der Versammlung bei, denkt nach, folgt dem Clan]
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Drachenglut

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Sa Sep 10, 2016 7:16 pm

Drachenglut schwieg. Schweigen konnte er schließlich gut, er war ein Meister des Schweigens, ein kalter Felsen mit einem brodelnden, heißen Kern im Inneren, und trotzdem musste er wie ein geradezu bedrohlicher Schatten wirken, wie er mit gesträubtem Fell und hart glühenden Augen im Heilerbau stand, die Fellspitzen noch nass vom Regen und die Schnurrhaare angespannt wie das schneidende Gras der Wiesen in der Blattgrüne. Derweil bemühte sich Kleeblatt mit ihrer ganz eigenen Art des Schweigens um Erdjunges, drehte den kleinen, schlaffen Körper, untersuchte ihn mit den Pfoten und der Nase und schien sich für diesen Augenblick ausschließlich auf die Tochter Drachengluts zu konzentrieren. Dann resignierte ihre Haltung und ihre Schultern entspannten sich. Ihre grünen Katzenaugen trafen auf das kühle Gold seiner Iriden, ehe sie das sagte, was der aschgraue Krieger bereits erwartet hatte: „Ich fürchte, es ist bereits zu spät. Erdjunges' Körper ist bereits kalt und ihr Herz schlägt nicht. Habt ihr irgendetwas auffälliges bemerkt? Sie riecht nicht nach Krankheit, aber ich möchte sicher gehen, dass die anderen Jungen und Milanfeuer nicht auch in Gefahr sind.“
Etwas merkwürdiges nahm von Drachenglut Besitz, als er das hörte, was er doch ohnehin schon gewusst hatte. Seine Augen starrten regungslos und unberechenbar auf das braune Stück Fell, das einmal seine Tochter gewesen war, und die Tochter der Kätzin, die er liebte. Er spürte kaum, wie seine Krallen aus- und einfuhren, um sich im Boden des Baus zu vergraben. Da war ein hohles Gefühl von Verlust, ein Stich im Vakuum, das ihm bewusst wurde, als die Heilerin es ausgesprochen hatte. Noch ein Stich von vielen, lange nicht der erste, aber von ganz neuem Schmerz. Sein Herz konnte nicht viel mehr sein als ein Fetzen. Vielleicht weil das tote Fleisch dort zu seinen Pfoten von seinem eigenen Blut gewesen war. Vielleicht aber auch, weil er die Angst nicht ertragen konnte, dass Milanfeuer über den Tod ihrer Tochter verzweifeln könnte.
Die Starre in seinen Muskeln hielt noch ein paar Herzschläge an, ehe er den feurigen Gefühlssturm in seinem Inneren niedergekämpft hatte und an dessen Stelle nichts blieb außer eisiger Kälte. Seine Stimme war ein grausiges Klirren von Eis, als er antwortete: „Nein, Erdjunges wirkte ebenso gesund wie alle anderen Jungen oder Milanfeuer. Es war wohl – Schicksal.“
Er holte Luft, aber ohne Kraft zu schöpfen, ohne wütend oder traurig oder erschöpft zu wirken. Seine Ausdruckslosigkeit ließ sich nicht deuten.
„Es wäre das Beste, wenn es hier bleibt und Milanfeuer es nicht noch einmal sehen muss.“

[bei Kleeblatt und Erdjunges' Leiche im Heilerbau]
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Windkralle

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   So Sep 11, 2016 6:52 pm

Tatsächlich hatte Windkralle es ein wenig überrascht, dass Froststern, bevor sie mit ihrer Patrouille zur Großen Versammlung aufgebrochen war, sich für eine so junge zweite Anführerin wie Abendsonne entschieden hatte und auch die rotpelzige, hübsche Kriegerin selbst schien erstaunt darüber, dass ihr Name fiel, trotzdem erhob Windkralle wie alle anderen erfreut und feierlich seine Stimme, um aufmunternd die junge Kätzin in ihrem neuen Rang als Froststerns Stellvertreterin zu begrüßen. Mit einem zuversichtlichen Nicken hatte der langbeinige Siamkater die Lagerwache übernommen, ehe Stille über das WindClan-Lager hereingebrochen war.
Jetzt hörte er das leise Prasseln des Regens, welches ihm an den Ohrspitzen und dem Kinn herabtropfte und hing seinen Gedanken nach, während er sich in der düsteren Ruhe umsah. Er erinnerte sich daran, wie der hübsche, weiße Kater Glasgrinsen zu ihm getrottet gekommen war, bevor er seiner Anführerin zum Vulkankrater folgte. Seine glockenhelle Stimme war so leise gewesen, dass seine Worte vermutlich kaum jemand vernommen hatte außer Windkralle.
„Dir eine angenehme Nacht - ich hätte mir dich als zweiten Anführer gewünscht.“
Natürlich fühlte der erfahrene Kater sich geschmeichelt, fragte sich aber gleichzeitig, ob seine Aussage mehr gewesen war als ein Kompliment und ob er nicht eher hatte ein wenig gegen Froststerns Wahl protestieren wollen. Und das wiederum warf die Frage auf, ob es noch mehr Katzen gab, die mit Abendsonne als Stellvertreterin unzufrieden waren.
Gleichzeitig aber wurden all diese Überlegungen immer wieder von der aufrichtigen Trauer über Heidepelz' Dahinscheiden unterbrochen, derer er sich nicht erwehren konnte. Heidepelz war ein herzensguter Kater gewesen und ein unbezahlbarer Freund. Unwillkürlich waberten Erinnerungen von gemeinsamen Jagden und humorvollen Abenden durch Windkralles Kopf. Er dachte daran, wie Heidepelz und Windkralle sich vom ersten Tage an gut verstanden hatten, als man den WolkenClan-Krieger in den WindClan aufgenommen hatte. Er dachte an den Tag, an welchem Heidepelz' Gefährtin ihm eine eigene kleine Familie geschenkt hatte und wie gelockert und glücklich er an diesem Tag Windkralles Glückwunsch entgegen genommen hatte. Der kleine gefleckte Kater hatte Mut besessen und viele Qualitäten gehabt, für die man ihn schlichtweg nur mögen konnte, aber er hatte auch dieselbe optimistische Heiterkeit versprüht wie der langbeinige, sandfarbene Krieger.
Grüß mir Flinkfuß, alter Knabe.“, brummte Windkralle mit ungewöhnlich tiefer, vor Bedauern schwerer Stimme, als sein silberblauer Blick in die nachtschwarzen, unheilvollen Wolken hinaufglitten. Hier und jetzt, in der leisen Dunkelheit, erlaubte er sich einen Moment der Trauer und verabschiedete sich. Ein seltener Anblick.
Ja, diese unerwarteten Abschiede – man gewöhnte sich niemals daran ...

[hält Lagerwache, denkt an Glasgrinsen und Abendsonne, trauert um Heidepelz]
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Kaninchenjunges

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Sep 12, 2016 5:37 pm

Kaninchenjunges fühlte eine so tiefe Verzweiflung in sich, wie er es noch nie verspürt hatte, denn wann immer er Angst gehabt hatte in seinem noch so jungen, kurzen, zerbrechlichen Leben, war es doch stets seine Mutter gewesen, die ihn beschützt hatte, die ein sicherer Hafen und ein Fels in der Brandung gewesen war, mit ihrem beruhigenden Lächeln und ihren sanften, weisen Augen. Und jetzt war es ausgerechnet dieser schützende Fels, der zitternd, fauchend, weinend in sich zusammenfiel. Woran sollte Kaninchenjunges sich jetzt festhalten? Wer sagte ihm jetzt, dass alles gut werden würde? Die endlose Weite in ihren sonst so lebendigen, grünen Augen machte ihm noch mehr Angst als die Tatsache, dass anscheinend irgendetwas mit Erdjunges nicht in Ordnung war. Das Beben ihres Körpers übertrug sich auf seinen schmalen, zärtlichen Leib und schüttelte ihn durch, während seine braunen Augen entsetzt in ihr Gesicht starrten und das Rauschen in seinen Ohren lauter wurde, weil er so hektisch atmete.
Ein hilfloses, furchtsames Quieken entkam seiner Kehle, als die getigerte Königin ihn plötzlich hochhob und ihn an ihr warmes Fell drückte, neben Erzjunges und Adlerjunges. Verstanden sie, was hier gerade passierte? Auf der Suche nach Hilfe schaute der kleine Kater ins fragende Gesicht seiner Schwester, während seine Mutter zu schnurren begann, tief und rau, während noch immer dieses Zittern ihre Schultern beherrschte. Als sie nach quälend langsam vergehenden Augenblicken endlich ihre Stimme erhob, erkannte Kaninchenjunges sie kaum wieder. Aber sie sagte nicht, dass alles gut werden würde. Sie sagte: „Erdjunges… ist unglaublich müde… ich glaube… sie will nicht mehr aufwachen. Darum bringt … Dr-Drachenglut, also Papa... sie an einen Ort, wo sie… in Ruhe schlafen kann… für immer.“
Stille.
Diese Worte „für immer“ ließen ihn die Luft anhalten, so unwirklich schienen sie auf seinen noch kindlichen Verstand.
Sein Kopf sagte ihm, dass das unmöglich sein musste, dass das nicht sein durfte, dass man einschlafen und nie wieder aufwachen konnte. Sollte das heißen, dass seine Schwester nie wieder mit ihnen spielen würde, sie nie wieder aneinander geschmiegt schmusen würden, er nie wieder ihre Stimme hören würde? Bei der Vorstellung, Erdjunges nie wieder zu sehen, verwandelte sich seine Angst in vollkommene, lähmende Überforderung und während seine Pfoten in Milanfeuers Fell versanken, brachte der kleine Kater nur ein einziges, schwaches, tränenschweres, unschuldiges Wort heraus.
Mama …

[im Ältestenbau bei Milanfeuer und seinen Geschwistern]
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Adlerjunges

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   So Sep 18, 2016 9:05 pm

Ich war immer noch zutiefst verwirrt. Nicht beunruhigt, nur verwirrt, weil ich nicht verstand, was los war. Bisher hatte ich auch noch nie Grund zu echter Sorge gehabt, warum hätte ich mich als jetzt sorgen sollen.
Aber Mama benahm sich schon seltsam. Sie zitterte und war....ja was. Ich hatte sie noch nie so erlebt und mir fehlten die Worte um sie in diesem Zustand zu beschreiben. Das einzige was ich verstand war, dass Erdjunges etwas damit zu tun hatte, entsprechend hoffte ich auf eine Erklärung, was mit meiner Schwester war. Ich hörte Kaninchenjunges furchtsames Quieken, als Mama ihn zu sich holte und wurde kurz darauf selbst dazu geholt. Es fühlte sich zunehmend bedrückend an, dass sich dieses Gefühl sich in meiner Familie ausbreitete. Endlich rang sich Mama ein paar Worte ab. Abgehakt erklärte sie, das Erdjunges für immer schlafen wollte und nicht wieder aufwachen würde. Auch das konnte ich nicht verstehen, warum sollte meine Schwester für immer schlafen wollen? So schön schlafen war, auf Dauer war es doch ziemlich langweilig!
Von meinem kleinen Bruder hörte ein schwaches Wort und meine Haut kribbelte, weil Mama und Kaninchenjunges so ähnlich wirkten...so niedergeschlagen. Ich verstand nicht was der Grund war, nur das er sicher nichts harmloses sein konnte...und ich hatte ein wenig Angst davor zu verstehen.
Konnte Erdjunges nicht einfach zurückkommen? Vielleicht konnte ich sie ja überzeugen und dann wären wir wieder alle glücklich. Sie würde sicher einsehen, dass kein Traum je so schön sein könnte, das man dafür seine Familie nicht mehr sah! Ich schaute in Richtung Ausgang und zögerte. Ich drehte mich zu Milanfeuer „Warum will Erdjunges für immer schlafen? Das ist doch langweilig und ich will mit ihr spielen!“ meinte ich voller naiver Überzeugung, dass ich noch etwas an der Situation ändern konnte. Nur die Grabesstimmung im Ältestenbau... irgendetwas stimmte einfach nicht. Konnte man überhaupt ewig schlafen? Ich wachte doch auch immer wieder auf, ob ich wollte oder nicht...

[im Ältestenbau bei Milanfeuer und Kaninchenjunges]
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Milanfeuer

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Sa Sep 24, 2016 3:50 pm

Chapter 1.2 - Ältestenbau
Alles was blieb war eine stumpfe Taubheit. Milanfeuer spürte ihre Glieder nicht mehr. Sie bewegte sich kaum mehr, atmete flach und langsam, hatte die Lider geschlossen. Dumpf drang das Quieken und Klagen ihrer Babys an ihr Ohr. Nur Erzjunges hatte sich nicht weiter bewegt, sondern schlief weiter tief und fest wie ein kleiner, warmer Felsen an ihrer Brust. Er hatte die Teilnahmslosigkeit seines Vaters und selbst wenn sie sein schlafendes, so zartes Gesicht begutachtete, meinte sie, dass er jeden Moment die Augen aufschlug und Drachengluts kalter, goldener Blick sie durchbohren würde. Kaninchenjunges schien es am Meisten mitzunehmen. An ihren Pfoten spürte sie sein kleines Herz wie wild klopfen, als wäre er stundenlang durch den Wald gehetzt. Ihre Panik hatte ihn einer Krankheit gleich angsteckt, infiziert und war bis in seine Knochen vorgedrungen, die gepresst zitterten. Nur die kleine Adlerjunges schien – wahrscheinlich mehr aufgrund ihrer Unwissenheit, als wirklichen Mutes – eher konfus und wollte es auch nicht ganz wahrhaben. Anders als Kaninchenjunges, der nur schwach und weinerlich ‚Mama‘ herauspresste, schien sie sich mit der simplen Erklärung, die Milanfeuer ihnen gegeben hatte einfach nicht abfinden zu wollen. Sie war nun einmal neugierig und bei weitem nicht so sensibel wie ihr jüngerer Bruder, der die kleinste Gemütsveränderung bei Milanfeuer sofort entdecken konnte. Selbst wenn sie es gut verbergen würde. Die wild durcheinander würfelnden Gedanken, Vorwürfe waren nur noch leisen Klagen gewichen. Der Schmerz stach tief und riss ein Loch in ihren Körper, dass sie bisher nur durch den Verlust ihres Ziehbruders Wolkenpfote gekannt hatte. Aber dieses Loch war tiefer. Das Leben, dass sie zur Welt gebracht hatte – ihr eigenes Blut – war in ihren Pfoten eingegangen wie eine welke Blume, der man das Wasser verwehrt hatte. Erdjunges war zart gewesen, schwächlich. Milanfeuer und Drachenglut hatten das von Anfang an gewusst. Und so mehr sie sich das vor Augen führte, umso mehr fürchtete sie auch um den schmächtigen Kaninchenjunges. Adler und Erz waren stark und gesund. Aber ihr süsser Jüngster? Sie konnte ihn nicht auch noch verlieren. Keines ihrer drei Schätze und deswegen musste sie stark bleiben und durfte sich nicht vom Schicksal niederwälzen lassen.

Sie atmete tief durch – reinigte ihre klammen Lungen mit frischer Luft und dem Duft nach Milch, ehe sie sich ein Lächeln aufzwang, dass jedoch den Ernst einer Mutter trug. „Erdjunges wird nicht wiederkommen, Adlerjunges und es gibt nichts was ich oder du, oder Papa tun könnte, um sie wiederzuholen. Es ist der Lauf der Zeit – manche nennen es auch Schicksal, aber unser Dasein auf dieser Erde währt nicht ewig. Aber das ist nicht schlimm, denn auch wenn sie uns genommen wurde, erfreut sie nun andere mit ihrem guten Herz. Habe ich euch jemals vom Sternenclan erzählt, meine Schätze?“ Sie wusste, dass sie das nie getan hatte. Aber sie wollte das Gespräch von der Schwester der Kleinen ablenken. Wollte sich selbst ablenken und sie schuldete ihren Kindern klare Antworten. Es war niemanden damit geholfen sie verwirrt und verängstigt zurückzulassen. Und um ihrer Willen würde sie ihre eigenen Gefühle hinten anstellen müssen. Sie hoffte nur, dass Drachenglut bald zurückkommen würde mit Kleeblatt. Auch wenn Erdjunges nicht nach Krankheit gerochen hatte, so wäre es ihr doch lieber, wenn die Heilerin einen Blick auf die Kleinen werfen würde. Einen weiteren Verlust, würde sie nicht ertragen wollen.

BK: Adlerjunges ;; Kaninchenjunges (Erz)
[ reißt sich zsm ;; beginnt es ihren Kindern zu erklären ;; hofft auf Rückkehr von DG ]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   So Okt 02, 2016 3:16 am

Drachenglut starrte reglos auf den leblosen Körper seiner Tochter und ich überlegte was in dem Kater wohl vorging. Drachenglut zeigte selten viel Gefühle, wenn wohl hauptsächlich seiner Gefährtin gegenüber. Während er seine tote Tochter ansah, verrieten lediglich seine Krallen, dass etwas in ihm vorging, was genau konnte ich höchstens mutmaßen. Bis auf das kleine Zeichen zu seinen Füßen schien er völlig unbewegt und als er seine Antwort formulierte, konnte ich keine Gefühlsregung in der Kälte seiner Stimme erkennen. Er erklärte, dass es keine Anzeichen gegeben hatte und sprach von Schicksal. Ich nickte nachdenklich „Es könnte sein, dass sie mit einem schwachen Herz geboren wurde oder etwas ähnlichem. Von außen ist das leider kaum erkennbar.“ meinte ich und nahm mir vor die anderen Heiler zu fragen, ob sie neues zu derartigen Todesfällen wussten. Es war unwahrscheinlich, wir konnten immerhin nicht in die Katzen schauen, aber der Gedanke, dass ich dem machtlos gegenüberstehen sollte, konnte mir nicht gefallen.
Meine Ohren zuckten überrascht, als der graue Riese meinte, dass Erdjunges besser hierblieb. Für mich war es selbstverständlich, dass ein totes Junges nicht in Bauten ruhte, wo andere Katzen schliefen, schon gar nicht in einer behelfsmäßigen Kinderstube.
Das war aber nicht, was mich so überraschte, es war Drachengluts Wortwahl, die mir einen eisigen Schauer über den Rücken jagte, wo es seine harte, kalte Stimme vorher nicht geschafft hatte. 'Es'? Nicht 'sie' sondern 'es', als wäre seine Tochter nur ein Stück Frischbeute, ein Gegenstand, auf jeden Fall kein geliebtes Familienmitglied. Ich streubte mich innerlich dagegen, zu glauben, dass Drachenglut Erdjunges toten Körper als nicht mehr als ein potentielles Problem für Milanfeuer sah. Ich schob es auf dem Schock, so konnte kein Vater denken oder fühlen...selbst Drachenglut nicht. Oder? So absurd ich die Vorstellung fand, ich konnte sie nicht völlig abschütteln.
Aber ich war zu sehr erfahrene Heilerin, als dass ich mich von so etwas verunsichern ließ, immerhin verhielten sich nach Toden oder während Krankheiten angehörige Katzen durchaus manchmal außergewöhnlich. Ich entschied es erst einmal zu übergehen und mich auf das Wichtige zu konzentrieren „Tote sollten nicht in den Bauten der Lebenden ruhen, dass wäre für beiden Seiten nicht gut. Erdjunges kann gerne hier im Bau bleiben, bis sie morgen beerdigt wird, richte Milanfeuer bitte aus, dass sie und ihre Jungen jederzeit zum Trauern vorbei kommen können. Du natürlich auch.“ miaute ich mitfühlend ohne mir etwas von meiner Irritation anmerken zu lassen. Drachenglut hatte gerade eines seiner Kinder verloren, eine schockierte Heilerin wäre da ganz sicher nicht hilfreich. Ich nahm den schlaffen Körper auf und bette ihn in eins der Nester im Bau.

[redet mit Drachenglut, legt Erdjunges in eins der Nester im Heilerbau]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Sa Nov 05, 2016 10:02 pm

Meine Augen wichen nicht mehr von meiner Mutter, obwohl es meine Pfoten zum Ausgang des Ältestenbaus drängte. Ich wollte mit Erdjunges reden und ihr klarmachen, dass sie aufwachen sollte.
Aber je länger ich Milanfeuer beobachtete, desto sinnloser...hoffnungsloser erschien es. Dabei hatte ich es doch noch gar nicht versucht. Woher kam dieses Gefühl? Mama sah zerbrechlich aus, schwach...und das fühlte sich nicht gut an. Was ich gehört hatte, war seltsam, aber nicht beunruhigen, Milanfeuers Körpersprache aber war es.
Die Getiegerte atmete tief durch, sie lächelte, aber ihre Stimme war ernst. 4 Worte. Es reichten 4 Worte, um mir einen eisigen Schauer über den Rücken zu jagen und mir Angst einzujagen. Ich war bei weitem keine ängstliche Kätzin, aber diese 4 Worte hatten etwas erschütterndes, etwas endgültiges...und etwas dass ich sofort verstand. Von wegen Schlaf...aber es passte nicht, sie war doch ein Junges! Widerstand regte sich in mir, während ich Mama nur mit halbem Ohr weiter zuhörte. „Tot?“ hauchte ich mit einer wirren Mischung aus Ungläubigkeit, Schock und Unwillen es zu glauben. Erdjunges war ein Junges, sie lebte geschützt und umsorgt in der Kinderstube! Warum sollte sie sterben? Krieger starben, aber sie riskierten mutig ihr Leben für den Clan, damit er sicher und gut versorgt war...besonders die Schwachen... Warum also meine kleine Schwester? Sie war noch nicht einmal Schülerin! Mama sagte, das unser Leben nicht ewig währte...aber Erdjunges war doch gerade mal ein 6 Monde alt geworden! Es war einfach nicht fair. Mein großes Ebenbild fragte, ob sie uns vom Sternenclan erzählt hatte und ich antwortete zögerlich, mit meinen Gedanken noch etwas bei mir und nicht völlig bei meiner Mutter „Clankatzen gehen dorthin, wenn sie sterben.“ miaute ich und erschöpfte damit so ziemlich mein Wissen über den Sternenclan. „Aber warum Erdjunges?“ wollte ich drängend wissen „Sie war nicht alt und sie hat nicht einmal das Lager verlassen.“ meldete ich Protest an und spürte, wie mir das Aufbäumen gegen die Wahrheit Kraft gab. Nicht das es lange anhielt, es reichte gerade mal meine Stimme kurz kräftiger klingen zu lassen. Es war unfair, aber wenn Erdjunges wirklich tot war...was nützte das, wen interessierte es? Trauer und Müdigkeit überwältigten die letzten Funken Hoffnung und Protest in meinen Augen und kleinlaut fragte ich, die Ohren angelegt „Wie ist es im Sternenclan?

[redet mit Milanfeuer, realisiert das Erdjunges tot ist]

(OUT: Ist Erdjunges 6 Monde gworden? Ist so schwer die Zeit einzuschätzen, weil Adler am Anfang dieses Gespräch eigentlich mal relativ junge war. Aber am nächsten Ingame-Tag werden die Jungen glaube ich ernannt, deshalb bin ich einfach mal davon ausgegangen, dass sie ja jetzt nicht mehr ganz soo jung sein können?)
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Froststern

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Nov 14, 2016 11:06 am

<----------------- Vulkankrater

Zum Umfallen müde erreichte Froststern schließlich an der Spitze der Patrouille das heimatliche Lager. Auf den ersten Blick hatte sich nichts verändert. Bloß Windkralle als Lagerwache war noch auf den Beinen. Mit einem kurzen Nicken entließ die Weißpelzige den Krieger von seiner Pflicht und schlüpfte selbst ebenfalls in den Kriegerbau. Drinnen war es durch die Zahl der Leiber einigermaßen warm - und vor allem trocken.
Trotz ihrer Müdigkeit zwang Froststern sich, ihren Pelz wenigstens vom gröbsten Schmutz zu befreien. Denn das lange Fell von trockenem Schlamm zu befreien, war eine entsetzlich mühsame Aufgabe - sehr viel mühseliger, als das Entfernen frischen Schlamms. Als die Anführerin irgendwann nicht mehr vor Dreck starrte, rollte sie sich in ihrem provisorischen Nest zusammen und schlief binnen weniger Herzschläge ein.

Nächster Morgen
Als Froststern wieder erwachte, fühlte sie sich immer noch wie zerschlagen. Der nagende Hunger machte die ganze Sache auch nicht besser, aber sie wusste, dass der Beutehaufen wie so oft bestenfalls mager ausfiel. Milanfeuer hatte noch immer das Recht, sich zuerst Beute zu nehmen; auch wenn ihre Jungen mittlerweile bereit für die Ernennung zu Schülern waren. Und zwei Schüler waren Bereit für ihre Kriegernamen Ein kleines Lächeln erschien auf dem Gesicht der Anführerin. Wenigstens ein paar gute Nachrichten dieser Tage. Das Licht außerhalb des Kriegerbaus war fahl und milchig. Als Froststern nach draußen spähte, hing dichter Nebel über dem Lager, sodass sie das gegenüberlegende Ende bestenfalls schemenhaft erkennen konnte. Dieses Wetter machte den Katzen das Überleben nicht grade leichter.
Während Froststern sich ihrer morgendlichen Fellpflege widmete, dachte sie nach. Es stand nicht gut um den WindClan. Der viele Regen hatte einen großen Teil der Beute entweder verscheucht oder getötet. Die Jagdrotten mussten sich immer wieder in die gefährlichen Gebiete vorwagen, um überhaupt Frischbeute mitbringen zu können. Es hatte die eine oder andere Katze das Leben gekostet. Den Verlust weiterer Krieger konnten sie sich nicht leisten. Generell war der Verlust von Kriegern schlecht für den Clan, aber in dieser angespannten Situation umso mehr. Denn es wurde jede Katze gebraucht, die auch nur eine Maus heimbringen konnte.
Seufzend dachte Froststern an ihren Traum zurück. Darin hatte sie an der Außengrenze gestanden und über den (einstmals) schmalen Fluss geschaut. Genau genommen war es eher eine formale Grenze, denn oft genug überquerte der WindClan den Fluss, um in den Grenzfeldern zu den Zweibeinern zu jagen. Durch den Regen war es gefährlich geworden, die Trittsteine des Flusses auch nur zu betreten. Die weiße Kätzin hatte es untersagt, um die Leben der ihr anvertrauten Katzen zu beschützen. Nun allerdings dachte sie ernsthaft darüber nach, es nochmal bei den Grenzfeldern und notfalls noch weiter in Richtung der Zweibeiner zu versuchen.

[kommt an; entlässt Windkralle von seiner Wache; putzt sich; geht schlafen; wacht auf; denkt nach; sitzt im Eingang des Kriegerbaus]
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Salamanderfeuer

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Do Nov 17, 2016 7:31 pm

<--- Vulkankrater

Den Regen kannte kein Erbarmen und auch der Boden unserer Heimat war wenig nachsichtig mit den müden Katzen. Endlich kam das Lager in Sicht und sehnte mich nach Schlaf. Ich verschwand schnell im Kriegerbau und machte es mir in meinem Nest gemütlich. Ich musste den Schlaf nicht lange bitten und hoffte am nächsten Morgen gut ausgeruht aufzuwachen.

Nächster Morgen

Erstaunlich ausgeruht erwachte ich am Morgen und streckte mich ausgiebig in meinem Nest. Wenn Magen mir nicht in den Kniekehlen hängen würde, konnte man fast behaupten es ginge mir gut. Ich erhob mich und bemerkte erst auf dem Weg zum Ausgang Froststern. Kurz war ich überrascht, dann erinnerte ich mich, dass der Anführerbau überflutet war und die Weiße gezwungen im Kriegerbau zu schlafen „Guten Morgen Froststern.“ grüßte ich die Anführerin des Windclans respektvoll.

[kommt an, geht schlafen, wacht auf, grüßt Froststern]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Fr Nov 25, 2016 7:11 pm

[Sprung zum Lager & zum nächsten Morgen]

In der Nacht hatte Abendsonne eher unruhig geschlafen. Es war ihre erste Nacht als zweite Anführerin und der Gedanke daran, am nächsten Tag zum ersten Mal ihren Aufgaben als solche nachzugehen, hatte sie irgendwie nervös gemacht. Auch wenn sie sich gegenüber der Menge stark gegeben hatte, war sie nun doch unsicher, ob sie dieser Aufgabe gewachsen war. Heidepelz war ganz anders gewesen als sie, viel selbstbewusster. Nichts sehnlicher hatte sich die Rote gewünscht, als Obsidianmond neben sich zu haben, zu wissen, dass sie immer für sie da war. Nun, da sie alleine war, war alles nicht mehr so einfach.
Am nächsten Morgen wurde die Rote aufgrund ihres unruhigen Schlafs relativ früh wach. Gähnend streckte sie sich und spürte fast jeden Knochen in ihrem Körper, da sie mit nassem Pelz eingeschlafen war. Leise ächzend erhob sich die Rote daher und streckte sich noch einmal der Länge nach, ehe sie ihren roten Pelz kurz glatt strich und die Moosfetzen aus ihm entfernte.
Als sie nach draußen ging, wäre sie beinahe in ihren Cousin Salamanderfeuer gerannt, der gerade Froststern begrüßt hatte, die ebenfalls neben dem Kriegerbaueingang saß. "Guten Morgen, Froststern, guten Morgen, Salamanderfeuer", begrüßte sie die beiden mit einem kurzen Nicken und schüttelte sich kurz, da der Regen noch immer vom Himmel fiel.
"Froststern? Möchtest du noch eine Versammlung abhalten, bevor ich die Patrouillen einteile?", fragte Abendsonne dann die weiße Anführerin und war bereits am Überlegen, wer wohl für welche Patrouille geeignet sein würde. Dabei versuchte sie sich zu erinnern, nach welchen Mustern Heidepelz die Patrouillen eingeteilt hatte, auch wenn sie irgendwie kein rechtes Muster darin erahnen konnte.

[wacht auf | streckt & putzt sich | geht nach draußen | begrüßt Froststern & Salamanderfeuer | fragt Froststern etwas]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Fr Nov 25, 2016 7:45 pm

[Sprung]

Nachdem Falkenherz von der großen Versammlung heimgekehrt war, hatte er sich direkt schlafen gelegt. Wirklich einschlafen konnte er aber auf Anhieb nicht, da er noch über das Gesprochene der großen Versammlung nachdachte. Alle Clans schienen Schwierigkeiten zu haben, alle gaben es zu, nur der DonnerClan musste wieder auf stark tun. Wahrscheinlich hatte es ihn am wenigstens getroffen, aber selbst Eisstern konnte nicht leugnen, dass bei diesem Wetter einfach weniger Beute lief. Allein die Tatsache, dass sie dem FlussClan noch immer nicht helfen wollte, zeigte doch, dass auch im DonnerClan-Territorium die Beute rar wurde.
Schließlich war der Tigerkater doch noch eingeschlafen und hatte eine ruhige Nacht gehabt. Als er aber am morgen aufwachte, fühlte er sich dennoch nicht richtig ausgeschlafen, was vielleicht einfach daran lag, dass sein Nest feucht war und ihm alle Knochen schmerzte. Noch dazu hatte er das Gefühl, dass er langsam alt wurde. Ständig schmerzte ihm irgendetwas. Vielleicht lag es aber auch einfach am Wetter.
Nachdem er sich kurz kräftig gestreckt hatte, um seine Muskeln zu wärmen, erhob Falkenherz sich und verließ den Kriegerbau, wo er direkt in Froststern, Salamanderfeuer und Abendsonne lief. Kurz musterte er die Drei, grüßte sie dann mit einem knappen Nicken - zu einem Gespräch war er nicht in Stimmung - und dreht dann ab, um zum Frischbeutehaufen zu gehen. Die Auswahl war mager, nicht nur von der Anzahl der Beutestücke her. Seufzend nahm er sich daher eine schon leicht ergrauende Elster und legte sich damit an einen nicht von Pfützen übersähten Platz, um in Ruhe zu frühstücken.

[denkt nach | schläft ein | wacht gerädert auf | streckt sich | steht auf | grüßt Froststern & Co. | geht zum FBH, nimmt sich eine Elster und frühstückt]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Nov 28, 2016 5:41 pm

Der Morgen hatte gerade gegraut - mehr konnte man zu diesem tristen Wetter wirklich nicht sagen - als die schiefergraue Kriegerin das Clan des Windclans betrat. Aus ihrem Maul baumelte ein wirklich magerer Abklatsch dessen was in der Blattgrüne ein schön dicker Felshamster hätte sein können. Sie hatte die Nacht über nicht schlafen können und war in den frühen Morgenstunden, bevor die Clankameraden von der Versammlung zurückgekehrt waren, aufgebrochen um sich nützlich zu machen.
Ihr Atem rasselte und ihre sonst so stechend bernsteinfarbenen Augen wirkten trist und kraftlos. Auch wenn ihr Fell dunkel war und sich kaum gegen ihre Umgebung abhob, konnte man ihre Rippen deutlich hervorstechen sehen. Turmalinschatten hatte stark abgenommen, war die Kriegerin doch stets ritterlich und nahm sich von der mageren Beute gerade so viel wie sie zum Überleben brauchte. Königinnen, Jungen, Älteste, Schüler...sie alle sollten mehr davon haben was sich traurigerweise "Beute" nannte.
Zum jetzigen Zeitpunkt hatte die Schiefergraue nicht mehr als einen Hamster verspeist der nur halb so groß war wie jener für den sie Stunde um Stunde durch das Territorium geschlichen war...in den letzten drei Tagen nicht. Und auch wenn ihr Magen knurrte, lief die Schiefergraue zum Frischbeutehaufen und ließ den Feldhamster dort zurück während sie selbst sich durchs Lager bewegte, das so langsam zum Leben erwachte. Sie sah Froststern und Abendsonne, die neue Stellvertreterin zusammensitzen. Hörte entfernt einen der Schüler fluchen und sah ihren ehemaligen Schüler Salamanderfeuer herumsitzen. Und auch Falkenherz schlich durchs Lager. Alles in allem eine ähnlich trostlose Situation wie sie der Windclan schon die letzten Monde ertrug. Tag für Tag.
Da sie noch immer diese Unruhe in sich spürte und wusste, dass an Schlaf nicht zu denken war, beschloss die Schiefergraue sich einen Gesprächspartner zu suchen und entschloss sich für Salamanderfeuer, der aktuell bei den beiden Anführerinnen am Kriegerbau saß.
Mit ihrem üblichen Witz und Charme versuchte die Kriegerin einen nur kümmerlichen Abklatsch ihrer sonstigen Lebensfreude zu erzeugen als sie den Gescheckten mit einem Schweifstüper begrüßte: "Na, Störe ich euch? Mensch du siehst heute ja grimmiger drein wie einer dieser verlausten Schattenclanflohpelze!"
Der Witz kam wohl nicht sonderlich gut an, was sie sonst einfach überspielt hätte, jetzt aber nur mit einem Seufzen quittierte und weitaus gefasster nun fragte: "Wie geht es dir? Es ist schon lange her, dass wir wirklich miteinander gesprochen haben."
Manchmal hatte Turmalinschatten sich eingeredet, dass Salamanderfeuer ihr aus dem Weg ging, doch Beweise dafür hatte sie nie gefunden. Vielleicht würden sie zur Abwechslung mal ein wenig miteinander reden können?

[Kommt von einer spärlich erfolgreichen Jagd zurück, bringt Feldhamster auf FBH, spricht Salamanderfeuer an]
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Froststern

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Fr Feb 10, 2017 3:12 pm

Nachdenklich beobachtete Froststern, wie das Lager langsam aber sicher wieder zum Leben erwachte. Die Grüße von Salamanderfeuer und Abendsonne beantwortete sie jeweils mit einem knappen 'Guten Morgen'. Ihre Schülerin wirkte angespannt, was die weiße Kätzin an ihre eigene Zeit als frischgebackene Zweite Anführerin erinnerte. Die Pfotenspuren ihrer Vorgängerin Phönixfeder waren ihr so furchtbar groß erschienen. Unmöglich, sie vollständig auszufüllen. Und damals war es dem Clan bei Weitem nicht so schlecht gegangen wie im Augenblick. Froststern fühlte einen Anflug von grimmigem Trotz. Sie würde schon herausfinden, was der SternenClan ihr mit diesem Traum sagen wollte. Und vor allem würde sie alles tun, um einen Ausweg aus diesen schweren Zeiten zu finden.
Abendsonne, die fragte, ob Froststern noch eine Versammlung abhalten wolle, riss die Weißpelzige aus ihren Gedanken. "Ja, es gibt ein paar Dinge zu sagen. Außerdem werde ich heute die Patrouille zur Außengrenze heute selbst anführen. Ich möchte mir ein Bild von den Trittsteinen zu den Grenzfeldern machen. Ob vielleicht die Möglichkeit besteht, sie zu überqueren. Wir brauchen die Grenzfelder zu den Zweibeinern dringend. Stell mir einen oder zwei Krieger zur Seite, die schon ein wenig Erfahrung haben.", erwiderte die Anführerin ernst.
Dann erhob sie sich und schritt zum Silberfelsen hinüber. Es war an der Zeit, den noch schlafenden restlichen Clan zu wecken. In dieser harten Zeit gab es viel zu tun, um ihrer aller Überleben zu sichern. Ausschlafen konnten sie in besseren Zeiten. "Alle Katzen, die ihre Beute selbst fangen können, mögen sich zu einer Clan-Versammlung am Silberfelsen einfinden!", miaute die langhaarige Kätzin. Ihre Stimme wurde durch den Nebel gedämpft, aber würde trotzdem auch im letzten Winkel des Lagers zu hören sein. Ernst wartete Froststern darauf, dass die WindClan-Katzen sich versammelten.

[am Kriegerbau; denkt nach; redet mit Abendsonne; ruft den Clan zusammen]
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Glasgrinsen

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Sa Feb 11, 2017 1:59 pm

CF: Vulkankrater

5.4 - Vulkankrater -> Windclanlager -> Vulkankrater
Glasgrinsens Gedanken überschlugen sich. Er konnte sich kaum konzentrieren – lauschte nicht wie sonst den müden Gesprächsfetzen seiner Kameraden, als sie sich auf den Heimweg begaben. Die Versammlung war an ihm vorbeigestrichen und fand in seinem Gedankenmeer keinen Platz, um ihm irgendwelche Aufmerksamkeit abgewinnen zu können. Auch das Gespräch mit Frostsplitter und Birkenfrost rückte langsam immer mehr in den Hintergrund, während Minzhauchs Worte immer wieder durch seinen Schädel hallten. ‚Hier, noch bevor der Mond wieder zu sinken beginnt?‘ Es war verboten und doch war er so bereitwillig auf ihr Angebot eingegangen. Das kurze Zögern galt nicht einmal dem Zaudern wegen Moral, sondern nur seiner Perplexität. Glasgrinsen war manchmal selbst überrascht davon, wie leicht es ihm fiel jegliche Regeln zu verformen und nach seinen eigenen Prinzipien zu handeln, wo man doch meinen sollte, dass ihm das Gesetz der Krieger bei so einem strengen Mentor seit seiner Jugend ins Gehirn geprügelt worden sein müsste. Doch sein schlechtes Gewissen scheiterte kläglich an seinem vor Aufregung klopfenden Herzen und wilden Fantasien. Er war nunmal kein Kind von Traurigkeit. Der Weg schien ihm endlos lang zu sein und die durch den Regen verursachten Hindernisse schmälerten seine Lust ein wenig, in dem Wissen, dass er die Strecke noch ganze zwei Mal diese Nacht zurücklegen musste, wenn er seinem Vergnügen folgen wollte. Aber mittlerweile hatte der Entschluss sich dermaßen fest in seinem Kopf eingegraben, dass es wohl unmöglich sein konnte ihn dort wieder rauszubekommen. Glasgrinsen brauchte diese Ablenkung. Nur eine kleine Ablenkung vom monotonen Leben der Jagd, Patrouillen und trivialen Plauderei. Ein wenig Ablenkung vom nicht aufhörenden Regen, vom Hunger und den Sorgen des Clans. Er wollte in den Genuss von ein wenig Schönheit, Freude und Begierde kommen und in seinen Augen gab es daran auch absolut nichts auszusetzen. Es war ja nicht so, dass er mit ihr eine tiefergehende Bindung eingehen wollte und dafür seinen Clan vernachlässigte. Trotzdem war er sich vollkommen bewusst, dass er von diesem Vorfall eigentlich niemanden erzählen dürfte. Jedenfalls nicht, solange die Wunde noch frisch war.

Als sie endlich das Windclanlager erreichten, schienen die Katzen von unglaublicher Erschöpfung heimgesucht. Die meisten Krieger – auch Froststern – suchten ihren Weg direkt in die Wärme der Nester des Kriegerbaus, doch Glasgrinsen verharrte, blieb neben Windkralle sitzen, sagte jedoch kein Wort. Er beobachtete wie nach und nach all seine Kameraden im Eingang der Höhle verschwanden, bis schließlich niemand mehr auf dem Lagerplatz zu sehen war. „Ich bin nicht müde, Windkralle.“ Raunte Glasgrinsen dann auf einmal leise und lächelte schief in Richtung des agilen Katers, der die Lageraufsicht trug. „Es gibt zu viel was in meinem Kopf passiert…“ Mit der Prise Theatralik, die der weiße Krieger als angemessen erachtete, ließ er sein Kopf absacken und seufzte leise, während eine Kralle seiner Vorderpfote kurz ungewiss im Schlamm herumkratzte. Schließlich sog er tief die Luft ein, starrte kurz hoch zum Vollmond und säuselte eher zu sich selbst, als zum anderen Kater, dass er sich versuchen würde sich den Kopf zu freizulaufen. Mit diesen Worten verschwand Glasgrinsen wieder aus dem Lager und begab sich auf den beschwerlichen Weg zurück zum Vulkankrater.

Nächster Morgen

6.0 - Kriegerbau -> Silberfelsen
Es hatte seine Gründe gehabt, warum Glasgrinsen sich nicht aus dem Lager geschlichen, sondern Windkralle gesagt hatte, dass er das Lager verließ. Er tat dies im Gedanken, dass es wohl eher auffallen würde, wenn er fehlte und niemand von seinem Verschwinden wusste, als das er es jemanden ankündigte und eine Erklärung lieferte. Es war noch immer riskant, natürlich – aber wer würde ihm folgen nach dieser kräftezehrenden Versammlung? Durch das vermoderte Gebiet? Und hatte es sich überhaupt gelohnt? Das hatte es eindeutig. Der süsse, verbotene Geruch mochte vielleicht vom Regen aus seinem Fell gewaschen worden sein. Aber das angenehme Kribbeln das seinen Körper elektrisierte, wann immer er an die vergangenen Stunden dachte, würde noch die nächsten Wochen halten. Tatsächlich hatte Minzhauch ihn für kurze Zeit seinen Frust über Abendsonnes Ernennung vergessen lassen, auch der Hunger quälte ihn nicht mehr so sehr. Und für diese schöne Zeit konnte er durchaus über die grausam schmerzenden Muskeln hinwegsehen. Als er am nächsten Morgen erwachte, waren die meisten Krieger schon auf und Froststerns Stimme hallte über den Lagerplatz, um zur Clanversammlung einzurufen. Eigentlich wollte Glasgrinsen nicht aufstehen – so schön war er eingemurmelt in sein Nest und die Wärme. Zumal ihm etliche Stunden an Schlaf ja verloren gegangen worden waren. Aber dennoch zwang er sich auf die zitternden Beine und begann sich im verträumten Rhythmus mit der Zunge das Fell zu bürsten, bis er wenigstens wieder einigermaßen präsentabel aussah. Er wusste, dass er momentan nicht gerade die schönste Katze darstellte, aber er hoffte, dass wenn bald auch die Blattleere vorbei sein würde und der Frühling irgendwann kam, er wieder zum alten Glanz zurückfand. Vor dem Silberfelsen – wenngleich etwas abseits – angekommen, gähnte der Kater kurz herzhaft und erwischte sich dabei, neugierig nach Drachenglut und Windkralle Ausschau zu halten.

BK: ANSPRECHBAR ( Windkralle ;; Minzhauch)
[ geht nachts nochmal weg ;; sagt dies Windkralle ;; begibt sich am nächsten Morgen zur Versammlung ]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   So Feb 19, 2017 11:50 am

(Noch am Vorabend)

Ich ließ meinen Blick einige Augenblicke auf dem kleinen Körper von Erdjunges ruhen. Drachenglut war gegangen und in meinem Kopf hallten die befremdliche Wortwahl des grauen Katers wieder. Aber ich hatte keine Zeit, es war spät und ich musste noch nach Bachfeder schauen, die junge Kriegerin hatte sich zurückgezogen, als Drachenglut mit Erdjunges herein gestürmt war.
Ich hörte sie husten und das bereitete mir doch einige Sorgen. Ich trat an die Gestreifte heran und befragte sie, diesmal hoffentlich ohne Unterbrechung „Wie lange hustest du schon? Und hast du noch andere Symptome?“ wollte ich wissen und legte mein Ohr auf ihre Brust, um zu hören, ob ich ein Rasseln hören konnte. Es war unwahrscheinlich, ein Husten schon stark sein, sonst hörte man in der Regel nichts. Und in dem Fall hatten die Katzen eigentlich immer Schmerzen beim Husten.

[redet mit Bachfeder, horcht an ihrer Brust]

(ich hoffe das ist so in Ordnung? Das Drache gegangen ist, ist mit Ria abgesprochen)
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Abendsonne

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Sa März 04, 2017 9:58 am

Abendsonne nickte auf Froststerns Worte hin und prägte sich diese gut ein, um sie später nicht zu vergessen. "Natürlich, Froststern. Ich werde mich darum kümmern", miaute sie und sah der weißpelzigen Kätzin nach, als diese sich erhob und zum Silberfelsen ging. Abendsonne glaubte, die Last zu sehen, die auf den Schultern von Froststern lastete durch den Regen. Jetzt kam auch noch der Tod von ihrem treuen Stellvertreter Heidepelz dazu, der ihr mit seiner Erfahrung immer gut zur Seite hatte stehen können. Abendsonne konnte das noch nicht wirklich bieten, sie war noch jung und hatte kaum Erfahrungen sammeln können. Sie wollte keine zusätzliche Last für Froststern sein, weshalb sie versuchen wollte so gut es ging ohne die Hilfe ihrer Anführerin auszukommen und ihre Aufgaben alleine zu bewältigen.
Froststerns Worte rissen die Rote wieder aus ihren trüben Gedanken und ließ sie den Blick heben. Schnell setzte sie sich in Bewegung und ließ sich neben dem Silberfelsen, auf dem Platz des zweiten Anführers, nieder, um von dort aus der Versammlung zu lauschen. Neuigkeiten würde es für sie wohl kaum geben, sie war selbst bei der großen Versammlung dabei gewesen. Aber nicht alle Katzen des WindClans hatten mitkommen können, weshalb Froststern den Rest informieren musste.
Abwartend ließ Abendsonne ihren grünen Blick über das Lager schweifen, während sie wartete, dass die anderen Katzen aufwachten und ihre Bauten verlassen würden.

[antwortet Froststern | denkt nach | geht zur Versammlung]
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Falkenherz

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Sa März 04, 2017 10:09 am

Falkenherz kaute in Ruhe auf den Knochen der Elster herum, nachdem er diese bereits säuberlich abgenagt hatte. Er wollte keinen Rest Fleisch des Vogels übrig lassen, die Beute war eh schon rar genug. Jetzt Reste übrig zu lassen wäre mehr als verantwortungslos. Und egoistisch.
Gerade hatte der getigerte Kater die Knochen vergraben, als auch schon Froststerns kräftige Stimme ertönte und den Clan zu einer Versammlung rief. Seine grünen Augen richteten sich auf die weiße Anführerin und folgten dann kurz dem roten Pelz von Abendsonne, die ebenfalls zum Silberfelsen ging und sich an den Platz des zweiten Anführers setzte. Noch immer war dieser Anblick für Falkenherz ungewohnt, Abendsonne würde sich erst beweisen müssen, bis Falkenherz ihr als zweiter Anführerin über den Weg traute.
Seufzend und müde von seinen Gedanken wandte sich Falkenherz nun auch um und schritt zum Silberfelsen, um sich auf der Versammlungsfläche niederzulassen und der Versammlung zu lauschen. Neuigkeiten würde es wohl kaum geben, er kannte den Verlauf der großen Versammlung. Aber danach würden die Patrouillen eingeteilt werden. Und das war durchaus schon wichtig für ihn.

[isst seine Elster auf | vergräbt die Knochen | hört Froststern | geht zur Versammlung]
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Farnpfote

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   So März 12, 2017 10:43 am

cf. Vulkankrater

Farnpfote folgte seinen Clankameraden durchs Territorium um zum Lager zu gelangen. Er war sichtlich erleichtert, dass die grosse Versammlung ein Ende gefunden hatte. Wie immer war es zwar interessant von den aktuellen Verhältnissen der anderen Clans zu erfahren aber heute hatte er definitiv keine Lust gehabt. Wie das kam, wusste der Schüler selbst nicht, vielleicht hing es ja mit den Tod seines Vaters und auch letzten Familienmitglied zusammen. Obwohl er stehts die Gefühle unterdrückt hatte, war er dennoch geschockt gewesen.
Ohne weiter über seinen Vater nachzudenken glitt er durch den Lagereingang um gleich danach in einem Bau zu verschwinden. Schnell legte er sich in sein Nest und schloss die Augen, kurze Zeit später war auch schon eingeschlafen.

Nächster Morgen

Als der rötliche Schüler am morgen die Augen öffnete hatte er ein komisches Gefühl in der Magengegend. Nicht so ein Gefühl als wäre er krank, sondern eher so eins, als würde ihm etwas fehlen. Gestern hatte er darüber spekuliert den Clan zu verlassen, doch diese Idee schnell wieder verworfen. Heute fand er diese alternative eher ansprechend als abstoßend. Was hält mich noch im Clan? Er hatte keine Familie mehr und den glauben an dem Sternenclan verloren. Gehen konnte er, wiederkommen nicht.
Mit gemischten Gefühlen stand der Kater auf und streckte kurz seine müden Glieder. Nachdem er sich im Bau ungesehen hatte, verließ er ihn und stellte sich auf die Lichtung um auch hier einen kurzen Blick drüber zuwerfen. Würde ich den Clan so sehr vermissen, dass ich mir wünschen würde nie weggegangen zu sein? Seine braunen Augen verrieten sein Gefühlschaos nicht, er richtete sie nur Neutral geradeaus.
Farnpfote musste sich entscheiden auch, wenn er kurz vor seiner Ernennung stand hielt ihm nichts mehr hier. Er würde gehen und könnte seine Entscheidung nicht rückgängig machen, dass war sich der Schüler bewusst. Selbst, wenn er alles gerade etwas leichter sah, als es war.
Mit einem letzten Blick über die Lichtung und den anwesenden Katzen, drehte er sich um und glitt zum Lagerrand. Er wollte so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf sich richten, er hatte keine Lust auf eine Diskussion oder ähnliches. Ihn hielt nichts mehr hier. Somit lief er zum Lagerausgang und glitt hindurch, an ein wiederkommen dachte er nicht. Vielleicht werde ich so ja glücklicher.? Mit einem letzten Blick zum Lager verabschiedete er sich Stumm von seinen Clankameraden und rannte los, ohne sich nochmal umzudrehen, hinaus in eine fremde Welt.


14.12.2013 - 12.03.2017

[Kommt an, geht schlafen, wacht auf, denkt nach, verlässt den Clan]
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