Warrior Cats

Ein Gebirge. Vier Clans. Werden sie überleben...?
 
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 WindClan-Lager

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Kaninchenjunges

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   So Apr 03, 2016 11:19 pm

"Ontel Klaskrinsen!"
Ein lautes Miauen klingelte in Kaninchenjunges' Ohren auf, so dass er vollkommen verschreckt zusammenzuckte und aus seinem Tiefschlaf erwachte. Der kleine Kater mit dem cremefarbenen Fell riss erschrocken die Augen auf und blinzelte heftig, während er versuchte, etwas im Bau zu erkennen und seine Pupillen sich bemühten, sich rasch auf die Lichtverhältnisse einzustellen, waren sie doch eben noch mit einem seligen Schlaf beschäftigt gewesen. Was war los? War etwas passiert?
Schnell realisierte sein Kopf, dass das Rufen lediglich von seiner getigerten Schwester herrührte, die gerade freudestrahlend auf ihren Onkel zuhüpfte. Onkel Glasgrinsen war eine schneeweiße Katze und seine hellblauen, wasserklaren Augen leuchteten freundlich der übermütigen Kätzin entgegen. Der vertraute Geruch von seiner Mutter stieg Kaninchenjunges in die Nase und so versuchte er seine verkrampften Glieder zu entspannen und streckte sich müde. Er machte einen zierlichen Buckel und gähnte verlegen, ehe er aufstand und sich mit seinen großen Augen umschaute. Ihr Onkel spielte mit Adlerjunges und der kleine Kater kam ein paar Schritte näher, beteiligte sich jedoch lieber nicht. Er wusste, was Adlerjunges für Pfotenhiebe austeilen konnte. Dann vernahm er ein dunkles Grollen, das vom Eingang der Kinderstube kam, und kurz darauf trat ihr Vater heran - ein grauer, kräftiger Kater mit goldenen, unheimlichen Augen und einer Narbe über dem linken Auge. Er schmiegte sich an Milanfeuer und redete mit Onkel Glasgrinsen, so dass Kaninchenjunges sich traute, vorsichtig zu seiner aufgeweckten Schwester zu kriechen und sie zärtlich mit der Schnauze anzustupsen.
"Adler'unges.", begrüßte er Adlerjunges mit glockenhellem Schnurren.

[im Ältestenbau, schreckt aus dem Schlaf auf, beobachtet Milanfeuer, Adlerjunges, Glasgrinsen und Drachenglut, gesellt sich zu Adlerjunges]
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Adlerjunges

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Di Apr 12, 2016 9:23 pm

Der weiße Kater gurrte lächelnd einen Gruß und fragte wie es mir ging. Meine Schweifspitze zuckte erfreut bei den Worten meines Onkels, mir gefiel was er sagte, auch wenn ich wohl nicht immer alles verstand. Ohne zu zögern stellte ich auch gleich eine Frage und vergaß nebenbei seine zu beantworten „Was ist ein Tiker?“. Ich wusste dass getigert, das Muster meines Fells beschrieb, so wie Mamas. Aber was dieser Tiger war...? Streifen konnten es ja nicht sein, dafür gab es ja das Wort 'Streifen', obwohl man damit ja auch das Muster meines Pelzes beschreiben konnte.
Ein großer Schatten verdunkelte den Eingang des Baus und ich löste meine leuchtend grünen Augen von Glasgrinsen, um zu sehen wer da kam. Ein erwartungsfrohes Glänzen in meinen Augen verriet, wen ich hoffte zu sehen. Und natürlich war er es. Papa. Wer sonst konnte so groß und stark sein? Jeden Schritt des Großen Grauen beobachtete ich aufs genauste, allerdings konnte er hier im Ältestenbau nicht gerade viel laufen, entsprechend schnell kam er zum Stehen.
Immerhin verlor er ein paar Worte auf dem Weg zu Milanfeuer. Seltsam grinsend knurrte er, dass unser Onkel wohl Kätzchen mochte, so oft wie er hier war und er auf sein Fell aufpassen sollte. Empört meldete ich mich zu Wort „Wir besuteln doch Ontel Klaskrinsens Fell nicht!“ ich dreht mich entschlossen lächelnd zu dem Weißen Kater um und versicherte ihm „Aper, wenn tu willst, kann ich dein Fell hüpscher machen.“ Ich war ganz begeistert von der Idee, der weiße Pelz schrie eigentlich danach, ihn mit Mustern und Farben zu verzieren.
Ich lauschte aufmerksam auf alles, was mein Vater sagte, war aber zwischenzeitlich abgelenkt. Erst wurde ich angestubst, dann grüßte mich glockenhelles Schnurren mit meinem Namen und ich wandte mich zum meinem Bruder um. „Kaninchunges.“ miaute ich fröhlich und unübersehbar mit dem Wunsch nach Spielen in den Pfoten. Die anderen schienen noch zu schlafen und alleine spielen war doch irgendwie langweilig. Vorher gab es aber etwas anderes, dass mein Interesse geweckt hatte. An Drachenglut gewandt fragte ich mit wissbegierigem Übermut nach „Was tut man ten alles für ten Klan? Unt was hast du heute für ten Klan getan? Unt was soll Ontel Klaskrinsen tun?“ Gespannt wartete ich auf die Antwort meines Vaters und hoffte auch zu hören, was er draußen heute erlebt hatte.

[im Ältestenbau, redet mit Glasgrinsen, Drachenglut und Kaninchenjunges]
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Glasgrinsen

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mi Apr 13, 2016 2:02 pm

Chapter 4.1 - Ältestenbau
Wie Schnee auf kochendem Stein schmolz das zahnige Lächeln auf seinen weichen Lippen, bei der vor kindlicher Begeisterung träufelnden Adlerjunges. Das sie seine Frage überging, störte ihn keinesfalls – die Erkundigung nach ihrem Befinden war sowieso mehr rhetorisch als wirklich ernstgemeint. Ihr kleiner, bebender Körper sprach deutlicher, als ihre noch unkontrolliert schwappende Zunge, die Klänge nicht gänzlich gut ausformulieren konnte. Tiker – reizend. Kinder waren so schrecklich wissbegierig, wie kleine, hungrige Schwämme, die alles an Informationen in sich sogen – diese Gier hatte Glasgrinsen zu seinem Bedauern erst nach seiner Pubertät wirklich ausgeprägt. Schwer vorstellbar, dass dieses kleine, schüchterne, weiße, kränkliche Haufen Elend, das noch immer manchmal in seinem Spiegelbild flimmerte, seine Vergangenheit teilte. Sanft schüttelte er den aparten, weichbefellten Kopf, löste sich von den dunklen Wolken, die seine Gedanken verschatteten und schmunzelte auf die kleine Adlerjunges herunter. „Du.“ War seine simple Antwort. Natürlich könnte er tiefer ins Detail gehen, sie auf ihr Fell hinweisen – vielleicht sogar von den großen, starken Legenden erzählen, von riesigen Katzen die einst vor dem Donner, Wind, Schatten und Flussclan gelebt hatten, aber Glasgrinsen gab sich mit derlei Märchen und Ammengeschichten nicht ab. Viel interessanter waren doch die Geschichten, die von den noch lebenden, nicht eingestaubten Existenzen prangerten – oh wie er sich die Krallen danach lecken würde, einen der anderen Clananführer mit einem Geheimnis bloßstellen zu können, aber auch Abendsonne und andere fadenscheinige Kreaturen bis auf ihre Seele nackt zu entblößen. In jedem wuchsen Geschwülste verdrängter Erlebnisse, dunkler Geheimnisse – Ecken, die man niemanden zeigen will. Es war die höchste Schmach dein Innerstes so offenbart zu sehen und ein kleines, schmerzliches Ziepen von Sehnsucht tobte in der Brust des wohlgeformten Katers, wenn er sich in diesen Gedanken verlor.

Eine düstere Präsenz schwappte in den Ältestenbau – verschlang die eben noch heitere Atmosphäre, machte sie schwer und drückend, der anderen gleichend, vergleichsweise einem beschmutzten Spiegelbild. Drachenglut hatte ein Talent dafür sich einen Raum gänzlich zu Eigen zu machen. Man spürte sein Betreten – noch mehr spürte man jedoch sein Verschwinden. Wie ein klaffendes Loch, welches vorher bis zum Reißen gestopft worden war. Auch nun war der Raum wieder erschwerend gefüllt und die hellen, blauen Augen folgten dem Blick der kleinen Katze ausdruckslos zu ihrem Vater. Ein Grinsen umschmeichelte die schwarzen Lippen als der Wurferzeuger mit seiner signifikant schattigen Erhabenheit an der lebenden Gerüchteküche vorbeitrat, zu dessen Schwester – und, nicht ohne Kommentar, ihr Ohr leckte. Unmerklich verengten sich die schönen, blauen Augen. Hatte Drachenglut ihm gerade unterschwellig Pädophilie unterstellt? Nein, soweit würde er doch nicht gehen… Bevor der Kater jedoch geschmeidig kontern konnte, klappte die kleine Adlerjunges vorlaut ihr Schnäuzchen auf und protestierte lautstark gegen die Unterstellung, dass sie Glasgrinsens Fell beschmutzen würden, aber als sie sich umdrehte und ihr kleines, kindliches Lächeln demonstrierte… Nein, die Art wie sie dieses Angebot unterbreitete.
Die Augen des eitlen weißen Katers weiteten sich im blanken Entsetzen und sein unbeflecktes Fell sträubte sich, wie selbst Drachenglut keine Furcht aus ihm hatte locken können, bei ihrer ersten Konversation. „Ah -! Ich… verzichte.“ Seine Stimme war ungewöhnlich hoch und heiser – theatralisch war eine Pfote abwehrend gehoben, im nächsten Moment jedoch leckte er diese und strich sich das gesträubte Fell glatt. Ein gelecktes Lächeln. „Es wäre den anderen Katzen gegenüber nicht fair würdest du mich mit deinen überragenden Künsten noch weiter verschönern, Süsses. Solch ein Talent darf nicht an mir vergeudet werden, wenn so viele Katzen des Clans deiner Hilfe bedürften.“

Er zwinkerte – nicht sicher, ob die Kleine jetzt alles verstanden hatte. Flüchtig huschten seine Augen zu Kaninchenjunges hinunter, der sich ebenfalls an die Seite seiner energiereichen Schwester gesellt hatte. Verglichen mit ihr wirkte er so zerbrechlich, als würde die zarteste Berührung seine Glasknochen zerquetschen. Glasknochen… wären seine Kiefer nicht so verwachsen, wäre das vielleicht sein Name geworden? Ein Stück weit erinnerte dieser kleine Cremehaufen tatsächlich an ihn, als Junges. Der dröhnende Bass des stolzes Vaters vibrierte wieder an seinem Ohr und erneut kam ihm die kleine Adlerjunges zuvor, bevor er auch nur die Intention einer direkten Antwort hegen konnte. Sie musste wirklich fasziniert von ihrem Vater sein – das Glänzen ihrer Augen starrte ehrfürchtig zu dem grauen Berg nach oben. Mit einem schmeichelnden Seufzen ließ sich Glasgrinsen zu Boden sinken, die Vorderpfoten elegant überschlagen und das Kinn darauf abgelegt. Ein kokettes Lächeln prangerte in seinem von androgyner Schönheit bemalten Gesicht, als er die Worte von Adlerjunges säuselnd wiederholte. „Genau, was soll Onkel Glasgrinsen denn für den Clan tun, außer natürlich ihn mit seinem Antlitz zu erfreuen?“ Gespielt unschuldig hob er die Brauen, die blauen Augen blitzten provokativ. Er war sich genau bewusst, dass Drachenglut ihm wahrscheinlich Unfähigkeit oder Faulheit unterstellte – aber die Patrouillen waren gerade erst ins Lager zurückgekehrt und er sah keinen Grund sich rechtfertigen zu müssen. Sollte er ihm jetzt sagen, dass er unbedingt jagen gehen sollte, würde er diesem 'vorausgesetzt' wohlformurlierten Wunsch nachgeben, aber nicht den Vormittag entschuldigen, wo es nichts zu entschuldigen gab. Andererseits, vielleicht täuschte er sich in seiner divenhaften Sensiblität in Drachengluts lauernden Worten, aber wie wahrscheinlich war das?

BK: Adlerjunges ;; Drachenglut ;; Kaninchenjunges
[ redet mit Adlerj. & Drachenglut ;; wittert Unterstellungen ]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Apr 18, 2016 1:47 pm

Nachdenklich saß ich im Eigang des Kriegerbaus und sah nach draußen in den Regen. Ich zuckte kurz mit den Ohren, als Froststern sich an mir vorbei schob und den Bau betrat. Sie war durch und durch mit Schlamm bedeckt und von ihrem hübschen weiß konnte man nichts mehr sehen. Daran schien sie sich wohl auch zu stören, denn sie machte sich sofort an die Arbeit und langsam aber sicher konnte man wieder ein paar weiße Stellen entdecken. Als sich auch Windkralle in den Kriegerbau begab, zuckte ich erneut mit einem Ohr und leckte mir dann über die Pfote. Eigentlich würde ich gern etwas in den Wald gehen, jagen oder mir überlegen, wie ich besser im Käpfen wurde, aber Beute gab es nur noch wenig und im Regen trainieren machte auch nicht wirklich Spaß. Leise seufzte ich. Nur untätig herumsitzen bekam mir nicht.

[Sitzt am Eingang des Kriegerbaus; beobachtet kurz Froststern und Windkralle; denkt darüber nach, was er machen könnte, wenn es nicht regnen würde]
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Salamanderfeuer

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   So Apr 24, 2016 12:45 am

<--- Windgeschützte Höhlen

Mit der Feldmaus im Maul betrat ich das Lager und steuert zielstrebig auf den Frischbeutehaufen nahe des Ältestenbaus. Einige kurze Blicke genügten um zu sehen, das das Lager ziemlich still dalag, wie eigentlich immer seit dieser verfluchte Regen angefangen hatte. Ich überlegte kurz, was ich machen wollte, aber eigentlich blieb mir wohl nur der warme Platz im Kriegerbau.
Immer noch etwas frustriert von der schlechten Jagd trabte ich zum Bau auf der gegenüberliegenden Seite des Lagers. Ich erblickte Abendwolke im Eingang des Kriegerbaus und nickte dem Krieger grüßend zu, während ich in den Bau gehen wollte. Ich kam nicht weit, noch neben dem roten Kater stehend sah ich Froststern und Windkralle und entschied kurzentschlossen, dort nicht zu stören. Allerdings wollte ich im Trockenen bleiben und setzte mich zu Abendwolke. Ich wählte den Platz etwas weiter vom Eingang entfernt, um genug Platz für Katzen zum durchgehen zu lassen und machte mich daran meinen Pelz zu säubern. „Ist die andere Jagdrotte schon zurück?“ erkundigte ich mich bei dem Krieger neben mir.

[kommt von der Jagd zurück,bringt Feldmaus zum FBH, geht in den Kriegerbau, sieht Froststern und Windkralle, setzt sich zu Abendwolke, spricht mit Abendwolke]
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Drachenglut

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Apr 25, 2016 3:53 pm

Mit unterschwellig besitzergreifender Geste schmiegte der muskulöse, aschgraue Leib des gezeichneten Katers sich an seine getigerte Gefährtin, während seine kalten Augen Glasgrinsen genussvoll durchbohrten. Vergnügen machte sich hinter seiner glatten Stirn breit, zu sehen, wie dem schneeweißen, androgynen WindClan-Krieger das Gesicht beinahe entglitt, als Adlerjunges in ihrer kindlichen Naivität anbot, sein Fell zu verschönern. Die wasserblauen Augen weiteten sich und zeugten von dem Schock in seinem Blut, dass ihm irgendjemand an den makellosen Pelz wollte, entlarvten ihn gnadenlos als den selbstverliebten Nichtsnutz, der er war - aber zumindest ergötzte es Drachenglut, seiner gequälten, femininen Mimik dabei zuzusehen, sich irgendwie begleitet von einem abwiegelnden Kommentar zu retten.
Als die entzückende Miniaturausgabe Milanfeuers sich dann stattdessen an ihren Vater wandte, um ihn mit ihren Fragen zu überhäufen, war die Schadenfreude kurz verflogen, wurde verdrängt von einem Augenblick Aufrichtigkeit. Sein Blick fiel auf ihr zartes, junges Gesicht und für ein paar wenige Herzschläge verschwand die Kälte auf fast gespenstische Weise aus seinen Augen, während es sanft in einem Anflug von Glückseligkeit in seinen Mundwinkeln zuckte. Aber dabei blieb es.
Natürlich roch ihr Onkel sofort seine Gelegenheit, erlangte sein Selbstbewusstsein zurück und ließ seinen strahlend weißen Körper auf beinahe rollige Art auf den erdigen Boden sinken. Elegant und schweifwedelnd verschränkte er seine schlanken Vorderbeine und miaute mit samtiger Stimme: "Genau, was soll Onkel Glasgrinsen denn für den Clan tun, außer natürlich ihn mit seinem Antlitz zu erfreuen?"
Drachengluts Stimme vibrierte mit autoritärer Tiefe und dennoch erstaunlich leise in seiner Kehle, als er mit stechendem Blick unbeirrt erwiderte: "Du könntest zum Beispiel versuchen, deine Schwester vor dem Hunger zu bewahren."
Für einen Moment regte sich nichts an ihm. Hätte man erwartet, dass er zumindest einmal energisch mit dem Schweif schlug oder seine Schurrhaare zuckten, um seine Worte zu unterstreichen, bewies er stattdessen einmal mehr, dass Starrheit wesentlich bedrohlicher sein konnte als jedes Fauchen dieser Welt. Dann jedoch befreite er Glasgrinsen gnädig aus dem intensiven Blickkontakt und lächelte stattdessen ironisch zu seiner aufgeweckten Tochter herab.
"Wenn du Schülerin bist, wirst du früh genug lernen, was es alles für den Clan zu tun gibt, glaube mir. Du wirst früh genug lernen. ... Außerdem..." - fügte er hinzu und sein Lächeln verwandelte sich in ein diabolisches Grinsen pechschwarzer Lefzen und knochenweißer Zähne, als er seinen Kopf wieder in Glasgrinsens Richtung drehte - " ... ist Onkel Glasgrinsen nur bescheiden, Adlerjunges. In Wirklichkeit würde er sich sehr darüber freuen, von dir ... verschönert zu werden. Nicht wahr, Glasgrinsen?"
Seine breiten Schultern traten hervor, als er sich langsam zurücklehnte.

[im Ältestenbau bei Milanfeuer, Glasgrinsen und den Jungen]

OUT: Schon ein wenig mies, wie die beiden versuchen, Adlerjunges' Naivität als Waffe zu missbrauchen. xD Ich feier die beiden!
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Apr 25, 2016 8:45 pm

Als Salamanderfeuer auf den Kriegerbau zu trat, zuckte ich freundlich mit den Ohren und rutschte etwas zur Seite, damit der Kater in den Bau gehen konnte. Das tat er allerdings nicht, denn er setzte sich zu mir, nachdem er einen kurzen Blick auf Froststern und Windkralle geworfen hatte. "Ich habe sie noch nicht gesehen", antwortete ich dem Krieger, als er mich fragte, ob die andere Jagdrotte schon zurück war. "Wie lief bei euch die Jagd? Habt ihr Beute gefunden?", fragte ich ihn und sah ihn abwartend an. Hoffentlich hatten die Krieger etwas gefangen, vor allem die Königinnen brauchten Frischbeute, um ihre Jungen ernähren zu können.

[Grüßt Salamanderfeuer, antwortet auf seine Frage und fragt ihn, ob seine Jagdrotte Beute gefangen hat]

OUT: Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob die anderen wieder zurück sind, hab dazu nichts gefunden. Wenn doch, sagt Abendwolke einfach, dass sie schon da sind ;D
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Salamanderfeuer

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mi Apr 27, 2016 11:21 pm

Abendwolke machte mir Platz, aber ich setzte mich zu ihm, weil ich Froststern nicht stören wollte. Auf meine Frage, meinte der Krieger, dass er sie noch nicht gesehen hatte. Vielleicht waren Turmalinschatten und Begleitung noch unterwegs, ich hatte sie auch noch nicht gesehen, auch wenn das bei meinem kurzen Überblick über das Lager nicht viel heißen mochte.
Der Rote erkundigte sich nach den Jagderfolgen und ich antwortete mürrisch „Die Beute läuft nicht gut, wir haben kaum etwas gefunden. Ich weiß nicht, ob ich einfach Pech hatte, aber ich habe die meiste Zeit damit verbracht überhaupt etwas zu finden, dass sich jagen lässt.“ meinte ich frustriert „Meinen beiden Begleiterinnen ging es wohl nicht viel besser, ich weiß nicht wie wir so alle satt werden sollen.“ miaute ich und ergänzte überlegend „Ich weiß nicht, ob mehr Jagdrotten etwas bringen würden. Wir können nur jagen, was wir finden... Es wäre gut zu wissen, wie es im Gebiet aussah, wo Turmalinschattens Gruppe jagen war.

[redet mit Abendwolke]

(OUT: Ich hab auch keine Ahnung gehen wir einfach davon aus, dass sie noch nicht wieder da sind. Ich weiß auch nicht ob und wie viel Seelentraum und Maispfote gefangen habe, weil die derzeit nicht bespielt werden bzw. Seele gelöscht wurde.)
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Froststern

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Mai 02, 2016 8:11 pm

Wie erwartet dauerte es eine ganze Weile, bis Froststern ihren Pelz halbwegs wieder sauber bekommen hatte. Darüber war auch Sonnenhoch vergangen, obwohl man bei der durchgängig grauen Regendecke kaum wirklich die Tageszeiten unterscheiden konnte. Am liebsten würde die Kätzin im warmen Bau bleiben, aber an diesem Abend fand wieder die Große Versammlung statt. Im Lager zu bleiben war keine Option, wenn der WindClan nicht schwach wirken sollte.
Irgendwann erschien Windkralle im Kriegerbau. Sein Fell war klatschnass, aber auf seinem cremefarbenen und braunen Fell war der Schlamm deutlich schlechter zu sehen als auf schneeweißem Pelz. Der ehemalige WolkenClan-Kater kam direkt zum Punkt indem er sich erkundigte, ob sie seinen Bericht erwartete. "Ja, das möchte ich. Ist dir irgendwas aufgefallen?", antwortete die Anführerin ernst.
Sie brauchte jede noch so unwichtige Information über den SchattenClan für die möglichen Beutezüge auf Dornensterns Gebiet. Zum einen könnte es einen strategischen Vorteil bedeuten und als Zweites wollte die Weißbelzige keinen Ärger riskieren, ohne auf Beute hoffen zu können. Äußerlich möglichst unbewegt wartete Froststern auf den Bericht des erfahrenen Kriegers.

[im Kriegerbau; spricht mit Windkralle; denkt nach; wartet auf Windkralles Bericht]
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Windkralle

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Do Mai 05, 2016 10:43 pm

Windkralle antwortete der weißen Anführerin mit dem langen Fell nicht sofort, stattdessen entstand eine kleine Pause, in der er seinen langen Schädel fragend eine Winzigkeit zur Seite neigte. Der Ernst in ihrer Stimme und ihr unbewegt goldener Blick veranlassten den sehnigen, langbeinigen Kater, ihr für einen Moment einfach nur aufmerksam ins schöne Gesicht zu schauen, zur Hälfte mit Respekt vor ihr als Anführerin des WindClans, zur anderen Hälfte behutsam in ihrem Ausdruck nach den Intentionen suchend, die hinter ihrer dringlichen Befragung stecken könnten. Und auch wenn seine silberblauen Augen vollkommen ruhig und ernst Froststern musterten, selbst jetzt wich das angedeutete Lächeln nicht aus seinem Gesicht. Es war eingefressen in seinen Zügen und Falten um seinen Mund und seine Augen herum, verstärkt von seinen markanten, hervortretenden Wangenknochen. Etwas das manchmal vergessen ließ, was er alles erlebt und so manches auch selbst zu verantworten hatte. Aber dieser schweigende Moment verstrich rasch und Windkralle setzte sich in eine betont entspannte Haltung, den schwarzen Schweif lose vor seinen Vorderpfoten geringelt, ehe er angenehm plaudernd zu miauen begann. Er hatte eine Vermutung, was Froststern vielleicht aufgrund der derzeitigen Situation im Clan im Schilde führte.
"Die Grenze zum SchattenClan ist relativ unauffällig.", begann er seinen Bericht, "Die SchattenClan-Patrouille war vor uns da, aber sie scheint aus nicht ungewöhnlich vielen Katzen bestanden zu haben, eher eine reine Routine-Patrouille. Der Boden ist an der Grenze trotz des Regens nicht so aufgeweicht und damit unproblematischer als im Moor - wir kamen ganz gut voran und hält man sich an die Grünfelder, ist man relativ schnell bei den Steinbänken. Übrigens habe ich bei den Getreidewiesen reichlich Nagetiere gerochen und das wilde Korn steht hoch."
Windkralle war feinfühlig genug, Froststern nicht direkt auf seine Vermutung anzusprechen, wenn sie noch nicht von sich aus offen über eventuelle Nacht- und Nebel-Aktionen diskutieren wollte, wollte ihr aber wenigstens alle Informationen geben, die ihr irgendwie nützlich sein könnten, falls ihre Gedanken in diese Richtung gingen. Während er geduldig auf eine Reaktion von ihr wartete, zuckten plötzlich ganz leicht seine Ohren.
Er hatte Bachfeder noch gar nicht im Lager gesehen. Ob er die Anführerin ganz nebenbei fragen sollte, ob sie sie gesehen hatte? Nicht dass Windkralle vorhatte, zu Bachfeders Babysitter zu mutieren, ganz im Gegenteil! Ihm war nur allzu bewusst, dass sie nicht mehr seine kleine Schülerin war, sondern auf ihren eigenen Beinen stand und auf sich aufpassen konnte. Außerdem hatte sie ihren eigenen Kram zu erledigen. Sachen, die halt junge Kätzinnen im ihrem Alter so anstellten, wie ... keine Ahnung.
Vielleicht fragter er später ja doch ganz unauffällig nach, wenn sich die Gelegenheit bot.

[redet im Kriegerbau mit Froststern, denkt kurz an Bachfeder]
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Adlerjunges

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Fr Mai 06, 2016 8:03 pm

Der weiße Kater schmunzelte und gab eine sehr knappe Antwort. Ich verzog mein Gesicht schmollend, mir wohl bewusst, dass mein Onkel meine Frage nicht beantwortet hatte. Ich wusste, dass mein gestreiftes Fell getigert genannt wurde, das Wort getigert war doch wohl kaum nur für mich und mein Fell erfunden worden? Oder? Zweifel mischten sich in meine beleidigte Miene, warum sollte Onkel Glasgrinsen mich anlügen? Und im Gegensatz zu mir musste er sicher wissen, was ein Tiger war. Ich schielte kurz zu Milanfeuer und fixierte danach wieder den Weißen mit meinen hellgrünen Augen „Ist Mama auch ein Tiker?“ verlangte ich zu wissen und zuckte misstrauisch mit meinen Schnurrhaaren. Mama sah aus wie ich. Naja größer und so, aber sonst war sie eigentlich wie ich. Wenn ich ein Tiger war, sie doch sicher auch. Machte ja auch irgendwo Sinn, wenn ich ein Tiger war, mussten meine Eltern bestimmt auch welche sein „Unt Papa?“ ergänzte ich meine Frage.
Glasgrinsen zeigte sich überwältigt von meinem Vorschlag und ich war erstaunt, dass mein eigentlich kleiner Vorschlag so große Wirkung zeigte. Der weiße Krieger zeigte sich Bescheiden und meinte, das ich mein Talent nicht an ihm vergeuden sollte und es andere Clanmitglieder gab, die meiner Hilfe viel mehr bedurften. Ich legte den Kopf schief und überlegte, was ich davon halten sollte. Wen meinte mein Onkel wohl und warum konnte ich nicht allen das Fell verschönern?
Der Kater mit den seltsamen Zähnen wiederholte meine Frage an Drachenglut gerichtet, was er denn tun solle. Papa antwortete ihm und ich spitzte die Ohren „Hat Mama hunner?“ wollte ich wissen und linste zum Ausgang des Baus. Vielleicht sollte ich Milanfeuer etwas zu essen holen? Aber Drachenglut lenkte meine Aufmerksamkeit auf ihn, als er mir auf meine Fragen antwortete. Ich zeigte mich enttäuscht, das er mich auf später vertröstete „Warum kann ich es nicht jetzt schon wissen? Ich will wissen, was ein Krieker macht. Was tu immer machst.“ miaute ich mit leuchtenden, nach Antworten gierenden Augen. Eine Prise Bewunderung für den großen Grauen und ein Funken warmen Stolzes für den Kater, der Krieger und mein Vater war, machten daraus ein kleines Feuerwerk, dass nach mehr lechzte. Mein Blick blieb kurz an der Narbe am Auge des Grauen hängen und fasziniert musterte ich sie.
Drachenglut nahm das Thema um Glasgrinsens Pelz wieder auf und meinte, dass mein Onkel nur bescheiden war und eigentlich gerne sein Fell verschönert hätte. Verständnisvoll wandte ich mich an den femininen Kater „Tu brauchst tir keine Sorken zu machen, ich schaffe es pestimmt ganz vielen Katzen zu helfen.“ miaute ich nachdrücklich und ergänzte herzlich „Tu bist mein Ontel, du tarfst kerne als erstes!“ Ich hoffte, dass ich die Bedenken Glasgrinsens so zerstreut hatte. Ich würde schon für alle da sein können, aber ich wollte ganz sicher nicht, das mein eigener Onkel zu kurz kam und sich zurück nehmen musste.

[redet mit Glasgrinsen und Drachenglut]
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Glasgrinsen

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Di Mai 10, 2016 11:43 pm

Chapter 4.2 - Ältestenbau -> verlässt Lager
Dem kleinen Spross von Milanjunges schien die knappe, bewusst karg gehaltene Antwort bezüglich des ‚Tigers‘ nicht sonderlich zuzusagen. Aber immerhin verleitete dieses vorenthaltene Wissen (wenn man das Bewusstsein über solch banale Ammenmärchen so bezeichnen wollte) sie dazu etwas zu grübeln. Wenngleich schmollend und sichtlich eingeschnappt, schielte sie hinüber zu ihrer Mutter. Milanfeuer war in einen leichten Schlummer gefallen. „Ist Mama auch ein Tiker?“ Glasgrinsen Schnurrhaare zuckten amüsiert, seine Winkel zum erobernden Lächeln gespitzt. Eigentlich hatte er innerlich gehofft mit dieser nichtssagenden Antwort das Thema ‚Tiger‘ galant abwürgen zu  können. Aber Adlerjunges war noch lange nicht fertig. „Unt Papa?“ Ihre Wissbegierde schien kaum Grenzen zu kennen. Man musste sicherlich einiges an Geduld mitbringen ihr jegliche Frage zu beantworten – andererseits war dieses Brennen auf Lernen eine hervorragende Eigenschaft aus ihr eine gute Kriegerin zu formen. „Ohja, deine Mama ist das perfekte Beispiel für einen Tiger… Sie ist eine Kämpferin. Genau wie du irgendwann, Kleines. Dein Vater allerdings…“ Grübelnd neigte er den Kopf schief, blinzelte gedankenverloren ins dämmrige Licht, dass durch den Baueingang geworfen wurde. „…Nicht einmal ich weiß, was dein Vater ist. Am besten fragst du ihn das selbst, hm?“

Irgendwie war es schwer vorstellbar, dass Drachenglut als Erzeuger Stunden damit verbrachte Adlerjunges Fragen durchzukauen – voll Geduld und als hingebungsvoller, leidenschaftlicher Vater. Trotzdem trug die Fantasie eine bittere Süsse. Milanfeuer bildete einen farbreichen, liebevollen Kontrast zu ihm – es wäre möglich, dass die Beiden im Zusammenspiel aus väterlicher Strenge und mütterlicher Zuwendung ihren Nachkommen perfekte Voraussetzungen boten. Schwer vorstellbar, aber durchaus möglich. Glasgrinsen hatte die Beiden noch nicht oft zusammen beobachten können – meistens verzog er sich sobald Drachenglut auftauchte und jeglichen Raum mit seiner bloßen Präsenz beanspruchte. Nicht weil er Angst hatte. Jedenfalls nicht vor dem Vater. Glasgrinsen fügte sich in das perfekte Familienbild wie ein Kuckuck ins Rabennest – er war geschickt darin, sich unterzuschmuggeln, aber er war nicht naiv genug zu glauben, richtig dazuzugehören.

Weder Milanfeuer – welche noch sichtlich erschöpft war – noch Adlerjunges schienen wirklich etwas von dem kleinen manipulativen Machtspiel, was die beiden erwachsenen Kater gerade ausfochten, mitzubekommen. Dennoch hatte sich ein herausforderndes Glitzern in den eisigen Augen des Nennonkels gefestigt und auch Drachenglut starrte mit drohendem Gold zum Ziehbruder seiner Geliebten. Seine Aussage schnitt tiefer als jede direkte Beleidigung. Tatsächlich hatte er genauso reagiert, wie Glasgrinsen es erwartet hatte – doch überraschenderweise schmerzte es dennoch seine Vorahnung bestätigt zu wissen. Er unterstellte also tatsächlich nicht am Wohl seiner Schwester interessiert zu sein. Man hätte jetzt sicher ein empörtes Schnauben hören soll – eine bissige Bemerkung. Tatsächlich aber war Glasgrinsen auf einmal ganz still. Seine Mimik hatte sich gelockert war einer blassen, nichtssagenden Leinwand gewichen, die nur noch durch leere Schönheit bestach, einzig der bohrende Blick bestand weiter. Aber er musste auch nichts sagen, seine Nichte übernahm, erkundigte sich nach dem Hungerbedürfnis ihrer Mutter. Während sie mit ihrem Vater so in einen leichten Plausch über das Kriegerdasein verfiel, erhob der Kater sich würdevoll auf die schlanken Beine, bis auf einmal… seine Ohren sich spitzten. „In Wirklichkeit würde er sich sehr darüber freuen, von dir ... verschönert zu werden. Nicht wahr, Glasgrinsen?“ Seine blauen Augen zuckten kurz ungläubig zur grauen Fellmasse, dann hinunter zum getigerten Fellbündel, das erwartungsvoll hochstierte.

„Tu brauchst tir keine Sorken zu machen, ich schaffe es pestimmt ganz vielen Katzen zu helfen. Tu bist mein Ontel, du tarfst kerne als erstes!“ Seine Mimik wurde weich und verzückt, er beugte sich herab und seine raue Zunge fuhr mit langsamer Zärtlichkeit über ihren kleinen Kopf. „Du bist so ein liebes Mädchen Adlerjunges.“ Liebsäuselte er schnurrend melodiös mit seiner engelsgleichen Stimme. „Ich würde so gerne, aber leider… leider…“ Sein Blick zuckte nach oben und stach diesmal mit fast schon dreister Süffisanz und einem bitterem Grinsen auf Drachenglut. Er wiederholte noch einmal langsam. „…Leider – wurde ich auf meine anderen, vernachlässigten Pflichten hingewiesen, deinem Vater sei Dank.“ Es schickte sich nicht Kinder gegen ihre Eltern aufzubringen. Aber Glasgrinsen war beleidigt, zickig – in seiner divenhaften Art gekränkt und wurde schnell kratzbürstig. Und ohne kindisch sein zu wollen : Drachenglut hatte doch angefangen! Und Glasgrinsen war nachtragend. Wahrscheinlich würde er noch die ganze nächste Woche so weiterschmollen. „Du kannst ja in der Zwischenzeit sicherlich deinen Daddy überreden mit dir zum Frischbeutehaufen zu gehen um deiner Mami etwas zu Essen zu besorgen – und ihn danach verschönern. Er ist immerhin - im Gegensatz zu mir Schusselchen - schon seinen Pflichten nachgekommen.“ Glasgrinsen hob den Kopf – er sollte grinsen – aber stattdessen kopierte er das kühle, emotionslose Gesicht des grauen Katers. „Nicht wahr, Drachenglut?“
Glasgrinsen war nur allzu gerne auf dieses Spielchen eingestiegen. Tatsächlich schien ihn der Graue immernoch stark zu unterschätzen, auch was seine manipulativen Talente betraf. Er würde jetzt jagen gehen – nicht weil Drachenglut es gesagt hatte, nicht weil er ihm etwas beweisen müsste. Sondern genau aus dem gegenteiligen Grund. Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um und drang aus dem Bau nach draußen in den Regen. Es waren nicht viele Krieger draußen – die Meisten waren wohl im Bau und der Nachmittag war eingekehrt. Die Morgenpatrouillen waren wohl alle wieder da. Kurz zog er eine vom Wetter angewiderte Grimasse, doch da er keinen sah, der ihn wohl begleiten wollen würde, trabte er alleine zum Lagerausgang hinaus ins Moorgebiet

TBC: Grünfelder
BK: Adlerjunges ;; Drachenglut

[ antwortet Adler ;; treibt Spielchen weiter ;; konter Drachen mit eigenen Worten ;; verlässt Lager zum Jagen ]
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Kleeblatt

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Mai 16, 2016 10:35 pm

<--- Vulkanöffnung

Mein Fell war durchnässt und mir war kalt, als endlich das Lager des Windclans in Sicht kam. Ich eilte durch den Eingang und sehnte mich nach meinem trockenen Bau. Aber ich wollte mit Froststern noch reden, das erledigte ich wohl besser vorher. Ich lief zum Silberfelsen, aber im Anführerbau war niemand. Ich sah mich um und überlegte, wo die Kätzin wohl sein mochte, aber ich konnt emir eigentlich nicht einmal sicher sein, dass sie im Lager war. Ich öffnete leicht mein Maul und suchte nahe des Bodens nach Spuren. Tatsächlich fand ich recht schnell eine gute Spur, die zum Kriegerbau zu führen schien. Auf meine Nase konnte ich mich eben verlassen, selbst im Regen. Ich trabte durch das nasse grau und erblickte zwei Krieger am Eingang denen ich grüßend zunickte. Ich blickte an Abendwolke und Salamanderfeuer vorbei in den Bau und erkannte die weiße Anführerin, die aber gerade in einem Gespräch schien. Ich zog mich wieder zurück und wandte mich an die beiden Krieger „Könnt ihr Froststern bitte ausrichten, das ich mit reden möchte, wenn sie Zeit hat?“ bat ich und zog mich zurück. Froststern mochte mich sogar gehört haben, ich wollte sie aber nicht direkt unterbrechen, dringend war mein Gesprächswunsch nicht, wenn auch nicht unwichtig. Ich machte einen kurzen Umweg zum Ältestebau und schaute von draußen hinein, aber es schien alles in bester Ordnung zu sein und ich musste mich dringend trocknen und aufwärmen, also eilte ich zum Heilerbau. Es fehlte noch, dass sich ausgerechnet die Heilerin durch Nachlässigkeit einen Schnupfen einfing...
Ich machte es mir nahe des Eingangs des Baus bequem und leckte sorgsam mein Fell trocken, während ich darauf wartete, dass Froststern kommen würde.

[kommt zurück, sucht Froststern, findet sie im Kriegerbau, redet mit Abendwolke und Salamanderfeuer, schaut kurz in den Ältestenbau, geht in den Heilerbau]

(OUT: Froststern kann gerne einfach gehört haben, was Klee gesagt hat oder das Salamanderfeuer ihr Bescheid sagt, ohne extra auf ihnwarten zu müssen.)
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Froststern

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Di Mai 17, 2016 9:50 pm

Ruhig und ernst lauschte Froststern den Ausführungen des ehemaligen WolkenClan-Kriegers. Seinen Ausführungen zufolge war die Grenzpatrouille absolut unauffällig gewesen; keine Auffälligkeiten und auch keine ungewöhnlich große Patrouille des SchattenClans. Bald allerdings kam Windkralle zu den interessanten Details. Der Boden war nicht aufgeweicht und der beigefarbene Kater ergänzte, dass es wohl in den Getreidefeldern recht viele Nagetiere gab.
Ein wenig unsicher zuckte die weiße Kätzin mit ihren Ohren. Wusste Windkralle, dass sie etwas plante und gab er ihr deswegen so viele Informationen? Falls ja - wie viel? Oder ahnte der Kater nur etwas? Entschieden schob Froststern die Fragen von sich. Der erfahrene Krieger hatte sie nicht explizit auf mögliche Überfälle angesprochen, also würde sie nichts herumerzählen, was nöchstens eine äußerst hartnäckige Idee in ihrem Hinterkopf war. Es gab genug Dinge, über die sie sich den Kopf zerbrechen musste.
"Danke Windkralle.", miaute Froststern schließlich. Sie wollte noch etwas hinzufügen, aber im gleichen Moment raschelte es am Eingang und die Stimme von Kleeblatt sprach, dass die Heilerin mit ihrer Anführerin gerne sprechen wolle. Da die Versammlung der Heiler grade vorbei sein musste, waren es bestimmt wichtige Neuigkeiten, die die Gefleckte von den Ahnen bekommen hatte. Vielleicht würde ja der Regen bald aufhören? "Entschuldige mich bitte, Windkralle. Kleeblatts Neuigkeiten könnten wichtig sein und ich möchte nicht bis nach der Großen Versammlung warten.", entschuldigte die Weißpelzige sich und trat wieder in den Regen hinaus, um zum Heilerbau hinüber zu gehen.
Schon der kurze Weg vom Ältesten- zum Heilerbau hatte genügt, um Froststerns Pelz erneu zu durchweichen. Kurz schüttelte die Anführerin ihren Pelz, um wenigstens die gröbste Nässe loszuwerden. "Worüber wolltest du denn mit mir sprechen?", kam sie direkt auf den Punkt. Bald war es schon wieder an der Zeit, die Katzen für die Patrouille zur Großen Versammlung zu verkünden und sich auf den Weg zum Vulkankrater zu machen.

[lauscht Windkralles Bericht; denkt nach; hört Kleeblatt; geht zum Heilerbau; spricht mit Kleeblatt]
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Milanfeuer

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mi Mai 18, 2016 1:46 pm

Chapter 1.0 - Ältestenbau
Milanfeuer hatte in der Zeit nach der Geburt immer sehr viel geschlafen. Es war ihr erster Wurf und er zehrte sichtbar an ihren Kräften. Sie war zum Glück keine der jungen Königinnen, die deswegen um ihr Leben bangen mussten. Nein, dieses Schicksal blieb ihr dem Sternenclan sei Dank verschont – der Anblick ihrer vier Engel jeden Morgen erfüllte sie mit solch einer unvergleichlichen Liebe, dass sie gar nicht angesichts dieses wertvollen Geschenks schwächeln konnte – dennoch waren die Aufgaben einer Mutter erschöpfender, als sie es sich anfangs vorgestellt hatte. Milanfeuer hatte zwar ihre leibliche Mutter nie so wirklich kennengelernt, aber Salbeiblüte als fürsorgliches Vorbild herangezogen. Zu wissen, wie viel Liebe, Zeit und Stolz die weiße Kätzin damals in ihre Aufzucht und die, ihrer anderen Ziehgeschwister investiert hatte – und zu hoffen, dass sie nun voller Stolz aus dem Sternenclan ihrer kleinen Milanjunges dabei zusah, wie sie ihr nacheiferte, trieb ihr selbst im Schlaf noch ein leichtes Schmunzeln auf die Lefzen.

Die schöne Königin hatte sich wohlig eingerollt – an ihren Bauch lagen zwei kleine Kitten, Erz und Erdjunges geschmiegt. Ihre Augen waren genussvoll geschlossen, denn nachdem ihr über alles geliebter, verehrter Gefährte Drachenglut sie mit einem zärtlichen Lecken ihrer Stirn gegrüßt hatte, war sie wieder in einen sanften Schlummer gefallen. Nur dumpf drangen die Stimmen ihres Ziehbruders Glasgrinsen oder die tiefe Vibration Drachenglut’s an ihrer Seite an ihre Ohren. Ein weiches Schnurren begleitete ihren Schlaf, umhüllt von sanften Träumen – doch Milanfeuer brauchte keine süssen Träume mehr: ihr Leben war Traum genug. Sie blinzelte die Augen auf, als der weiße, prominente Schweif ihres Ziehbruders gerade aus dem Ältestenbau verschwand. Sie hatte nicht viel vom Gespräch mitbekommen – um ehrlich zu sein, hatte sie schon bevor sie eingeschlafen war nicht mehr richtig folgen können und sich stattdessen lieber ihrem Schlummer hingegeben. Genüsslich streckte sie kurz ihre langen, schlanken Glieder von sich – gähnte herzhaft, um noch die letzten Reste von Müdigkeit aus ihren Gesichtszügen zu bannen.

Kurz blinzelte sie in Richtung von Kaninchen und Adlerjunges, während ein weiches Lächeln ihr Gesicht eroberte und auch die letzten Züge von Erschöpfung wegzuwischen vermochte. Glasgrinsen war in der letzten Zeit auch öfters hier gewesen – sein Umgang von ungewohnten, beinahe schon rührenden Interesse. Sogar Bachfeder hatte die Kleinen vollkommen verzückt betrachtet und wenn Milanfeuer ihrem Blick folgte, wusste sie auch warum. In ihren Augen waren sie alle perfekt – schon als sie sie das allerste Mal nach der Geburt erblickte. Jedes dieser Schätze ein kleines Wunderwerk, die Krönung, Belohnung für all die Strapazen die ihr das Leben bereitet hatten, all die Hürden und Hindernisse …Und sie waren es wert gewesen. Drachenglut war es wert gewesen. Den Blick von ihren Kitten gelöst, schmiegte sie sich enger an die warme, haltbietende Wand grauer Muskelmasse. Wenn ihre Augen ihn anblickten sahen sie nicht die harten Züge, die kalten Augen oder die prangernde Narbe – sondern sie empfand nur das kleine Kribbeln, dass sie schon früher als Schülerin verspürt hatte, wenn sie ihn ansah und das bis heute geblieben war, oder wiederholte in Gedanken sein erstes Schnurren ihr gegenüber, dass sie in ihrem Herzen hütete wie einen Schatz. „Hey…“ Nuschelte sie noch etwas schlaftrunken, doch konnte nicht verhindern wie ihr ein mädchenhaftes, schwärmerisches Grinsen übers Gesicht huschte. „Wie war deine Patrouille?“ Zärtlich beugte sie sich zu ihm, liebkoste seinen Hals flüchtig mit ihrer Zunge, ehe sie sich nach unten zu den beiden noch schlafenden Bündeln beugte und Erzjunges und Erdjunges liebevoll leckte. Doch… etwas schien nicht zu stimmen.
Ihre belebenden Streicheleinheiten regten zwar Erzjunges an, der sich im Schlaf kurz räkelte und schnurrte, aber Erdjunges… verharrte reglos. Etwas unsicher leckte sie erneut über den weichen Babybauch, über ihre braune Wange, doch der Kopf sackte funktionslos zur Seite. Erdjunges atmete nicht mehr. „Dr..Drachenglut.“ Die Stimme von Milan zitterte. Ihre Sicht begann zu verschwimmen, als die Erkenntnis sie langsam einholte und gefangen hielt wie in einem Albtraum. „Erd…junges… sie sie…“ Erneut stockte sie, schüttelte den Kopf, versuchte die Gedanken abzuschütteln – bürstete verzweifelt weitere Male über den braunen Pelz, aber… die Kleine regte sich nicht. Gedanken schäumten auf – wild durcheinander. Was ist mit den anderen Kätzchen?! Adler, Kaninchen und Erz?! Sie sollten das nicht sehen! War es ihre Schuld, dass es Erd nicht gut ging, hatte sie sich nicht genügend gesorgt?! Sie wollte sich unbedingt um alle kümmern - wollte die anderen drei trösten, aber sie konnte ihren Blick nicht von Erdjunges losreißen. Zaghaft legte sie eine Pfote um den zerbrechlichen kleinen Leib und presste ihn fest an sich. Erdjunges durfte nicht tot sein! Der Sternenclan würde sie doch nicht einfach von ihr nehmen?!

BK: Drachenglut ;; Erdjunges
[ wacht auf ;; grüßt Drachen ;; bewundert ihre Kinder ;; kriegt Panik, als sie Erd's Tod bemerkt ]
//out: ich war mir nicht sicher wegen Erz, weil er noch nicht gelöscht wurde - bei Bedarf ergänze ich, dass er auch noch tot ist.
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Kleeblatt

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mi Mai 18, 2016 8:08 pm

Es dauerte nicht lang, dann bemerkte ich Schritte, die gedämpft über den nassen, matschigen Boden näher kamen. Froststern betrat den Heilerbau und ich ließ von meiner Fellpflege ab. Weit war ich nicht gekommen, mein Rücken war immer noch nass, aber das musst warten. Eine Anführerin hatte meist viel zu tun, entsprechend, hatte das Gespräch Vorrang. Ich setzte mich aufrecht, grüßte die Weiße mit einem Nicken und begann zu sprechen „Froststern, schön dass du so schnell Zeit gefunden hast. Wie du weißt komme ich vom Mondstein, leider gibt es keine guten Nachrichten. Der Sternenclan hat mich gewarnt, dass der Regen uns noch einige Zeit heimsuchen wird.“ mein Blick zeigte verhaltene Sorge „Unsere Ahnen haben mir Mut zugesprochen, dass wir diese Zeit überstehen können, aber es ist wohl klar, dass es nicht leicht wird.“ erklärte ich „Die Beute läuft schlecht, ich weiß nicht wie lange wir das noch durchhalten.“ sprach ich meine größte Sorge aus, die wohl fast jeder im Clan teilte. „Es wird kälter, dabei begünstigt Hunger allein schon Krankheiten.“ noch hatten wir Glück, der Heilerbau war leer, aber ob es so blieb, wenn die Clan weiter nur karge Rationen bekam. Ich hatte meinen Bericht an die Anführerin beendet und wartete, ob sie noch Fragen hatte.

[redet mit Froststern]
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Froststern

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Mai 23, 2016 7:55 pm

Ernst lauschte Froststern dem, was Kleeblatt zu sagen hatte. Der SternenClan hatte die gefleckte Heilerin gewarnt, dass der Regen noch eine Weile dauern würde. Die Lippen der weißen Kätzin kräuselten sich. Wie viel mussten sie noch ertragen? Das Wetter hatte schon einige Leben im WindClan gefordert. Sie alle hatten an Gewicht verloren, dabei stand die Blattleere vor der Tür und Milanfeuers Jungen brauchten dringend Nahrung. Kleeblatt sprach das aus, was auch Froststern schon seit einer Weile umtrieb - der Beutemangel.
"Ich habe mir darüber ebenfalls Gedanken gemacht. Wenn unsere Ahnen sagen, dass in kurzer Zeit keine Besserung in Sicht ist, dann glaube ich das auch. Aber heute können wir nichts mehr unternehmen.", miaute die Anführerin ernst. "Danke für die Nachrichten." Froststern erhob sich und trat in den Regen hinaus. Es war an der Zeit, den Clan zusammen zu rufen. Die Sonne war schon fast untergegangen; sie mussten bald aufbrechen, um noch rechtzeitig den Vulkankrater zu erreichen.
Im Gegensatz zu sonst machte die langpelzige Kätzin keine Anstalten, den Silberfels zu erklimmen. Die Felsen waren schlüpfrig und Froststern wollte nicht riskieren, sich zu verletzen. In Zeiten wie diesen konnte sich der Clan nicht leisten, dass einer seiner Krieger keine Beute erlegen konnte. "Alle Katzen, die alt genug sind, um ihre eigene Beute zu fangen, mögen sich zu einer Clan-Versammlung am Silberfels versammeln!", erhob sie ihre Stimme zum traditionellen Ruf.

[spricht mit Kleeblatt; denkt nach; ruft den Clan zusammen]
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Bachfeder

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Mai 23, 2016 8:32 pm

Je weiter der Tag fortschritt, desto schlechter fühlte Bachfeder sich. Ihr war abwechselnd heiß und kalt. Seit Sonnenhoch war auch noch ein ständiger Husten dazu gekommen, der ihr Kopfschmerzen bescherte. Die silbern Gestreifte hatte sich den ganzen Tag über so weit zusammen gerissen, dass sie einigermaßen ihren Pflichten hatte nachkommen können. Zu ihrem Glück war sie von den meisten Aufgaben befreit worden, weil es der Tag nach ihrer Ernennung war.
Aber als es langsam dämmerte, konnte Bachfeder nicht länger leugnen, dass es ihr gut ging. Ihr Kopf war wie mit Watte gefüllt und zugleich so schwer, als wäre die Watte zugleich auch mit Steinen gefüllt. Irgendwann raffte die Wellenstreifige sich dazu auf, Kleeblatt einen Besuch abzustatten. Während sie mehr durch das Lager torkelte als ging, rief Froststern den Clan zusammen. Aber Bachfeder hörte es kaum; in ihrem Kopf hatte nur der Gedanke an ihren Besuch bei der Heilerin Platz. "Kleeblatt?", krächzte die Silberne und hörte selbst, wie miserabel sie sich anhörte.

[krank; geht zu Kleeblatt; spricht sie an]

OUT: Bach hat Grünen Husten, Kopfschmerzen und Fieber.
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Drachenglut

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mi Mai 25, 2016 4:54 pm

Natürlich überhäufte Adlerjunges den grauen Kater sofort mit überschäumender Neugier und schier endlosen Fragen, wobei ihre schönen Augen wissbegierig und naiv zu ihrem Vater herauf funkelten.
Drachenglut bemerkte, dass er einen schwachen Punkt von Glasgrinsen getroffen hatte. Seine zierliche, schneeweiße Mimik wurde fade und verzog sich zu einem gespielten Schmunzeln, als er seinen blauen Blick auf die getigerte Jungkätzin richtete. Dem aschgrauen Kater entging auch nicht, wie der androgyne Krieger sich darum bemühte, seinen Vorwurf ihm gegenüber vor ihr zu verunglimpflichen, so dass er beinahe schon neugierig darauf war, wie Adlerjunges reagieren würde. Glasgrinsen erklärte ihr, dass er voller Bedauern ablehnen musste, sich von ihr "verschönern" zu lassen.
"Er ist immerhin - im Gegensatz zu mir Schusselchen - schon seinen Pflichten nachgekommen. Nicht wahr, Drachenglut?", hob der eingeschappte Schönling seinen hübschen Kopf wieder in die Richtung des Farblosen, wobei das Lächeln, das er für seine kleine Tochter aufgesetzt hatte, augenblicklich wieder erloschen war. Merkwürdig wie das divenhafte Verhalten dieses selbstverliebten Katzen-Katers die Mundwinkel von Drachenglut zucken ließ. Es kam nur sehr selten vor, dass er sich zusammenreißen musste, um nicht zu grinsen. Nichts regte sich an ihm, während seine golden schillernden Augen gespenstig ruhig der hellen, weichpelzigen Gestalt folgten, als sie den Bau verließ. Tatsächlich - er sah von hinten wirklich aus wie eine Kätzin. Selbst der Hüftschwung und das Schwingen seines Schweifes hatten etwas feminines.
Neben sich nahm Drachenglut ein herzhaftes Gähnen wahr und so drehte er sich zu seiner Gefährtin um, die an seiner Schulter anscheinend gerade aus ihrem Schlummer auftauchte und ausgiebig ihre Beine streckte. Ihr weiches, getigertes Gesicht blickte ihm entgegen und sie schmiegte ihre Stirn gegen seine Brust, ehe sie ein kleines "Hey..." von sich gab. Ein tiefes Schnurren erklang in seiner Kehle, so leise, dass Milanfeuer maximal das Vibrieren seines Leibes wahrnehmen würde, als er zu ihr herunterschaute. Seine Augen schlossen sich zu genießerischen Halbkreisen, als sie ihm sanft über den Hals leckte und fragte, wie seine Patrouille gewesen war.
"Belanglos.", antwortete seine markante Stimme leise und aufrichtig. Ja, diese Grenzpatrouillen waren absolut nichtig gegen ihre Präsenz, ihrer Anhänglichkeit und Liebe. Nur zu bereitwillig bohrte er seinen Blick in ihre gelbgrünen Augen udn versank in ihnen. Er war froh, dass er sie hatte. Dass sie ihm zeigte, dass nicht alles auf der Welt schlecht war. Dass er sich ein kleines Stück Glückseligkeit bewahren k-
"Dr..Drachenglut."
Milanfeuer hatte sich zu Erzjunges und Erdjunges hinuntergebeugt und starrte erschrocken auf das braune Fellbündel herunter. Ihre Stimme hatte zerbrechlich geklungen und ihre Schultern begannen zu beben. Irritiert runzelte der graue Kater die Stirn und beugte sich herunter, um zu sehen, was los war.
Erzjunges schlummerte selig und sein kleine Brust hob und senkte sich, doch Erdjunges lag kraftlos auf der Seite und kein Atemzug entwich ihr. Drachengluts Schnurrhaare erstarrten, in Gedanken versuchte er sich zu ordnen, aber ihm war klar, dass die kleine Kätzin nicht atmete. Etwas stach in sein Herz, so spitz und scharf, dass man den Schmerz erst spürte, wenn man schon blutete. Ekel kroch ihm die Speiseröhre hinauf. Es war überflüssig, aber trotzdem senkte er seinen Schädel noch tiefer, um an Erdjunges' Fell zu schnuppern. Sie war kalt und ihr Geruch dumpf. Seine Tochter war tot.
"Erd…junges… sie sie…", stotterte seine Gefährtin mit gebrochener Stimmlage, schüttelte fassungslos den Kopf und strich mit ihrer Zunge über den reglosen Leib des Jungen. Immer wieder als würde sie einem Wahn verfallen, während sie unter heftigem Schluchzen immer wieder zusammenzuckte, ehe sie den kleinen Körper schließlich nur noch an sich presste.
Da hatte sie wieder zugeschlagen, die Grausamkeit der Welt. Hatte nur auf den rechten Moment gewartet.
Aber was Drachenglut noch viel mehr schmerzte und ehrlich erschrak als der Tod des Kitten, war die grenzenlose Verzweiflung in den schönen Augen von Milanfeuer. Ihre Iriden waren glasig, ihr Körper zitterte hilflos und ihr Gesichtsausdruck war herzzerschmetternd.
Schlagartig wurde dem aschgrauen Kater klar, dass Erdjunges weg musste. Umso länger Milanfeuer sich an die Kleine klammerte, desto heftiger wurde ihre Traurigkeit und desto größer das Loch in ihrem Herzen. Es durfte nicht brechen.
Mit sanfter aber entschlossener Gewalt löste Drachenglut das regungslose Junge aus der Umarmung ihrer Mutter, packte es am Nackenfell und hob es hoch. Bereits während er sich bereits umwandte, schubste er mit einer seiner breiten Pranken Adlerjunges und Kaninchenjunges in die Richtung von Milanfeuers Vorderpfoten. Sie sollte sich um die kümmern, die noch lebten, sollte sie an sich drücken und sich an ihnen trösten. Nur der Anblick von Erdjunges, der musste hier schleunigst verschwinden.
Als Drachenglut zügig in den Regen hinaustrat, war sein Nackenfell bedrohlich gesträubt.
Die Heilerin des WindClans würde vermutlich in ihrem Bau sein, also trabte der kräftige Kater hinüber, ignorierte die offensichtlich kränkelnde graugestreifte Kriegerin, die sich mit Kleeblatt unterhielt, und auch Froststerns Aufruf, legte das leblose Kitten stattdessen vor ihren Pfoten herab und knurrte ohne Umschweife:"Kannst du noch etwas tun?"
Seine goldenen Augen durchstachen Kleeblatt kalt, starr und beinahe beängstigend. Wut, Angst und Hoffnung kribbelte unter den Muskeln seines Leibes, umstürmt von der Liebe zu seiner Gefährtin, doch er ließ all dies nicht hervorbrechen. Wenn Kleeblatt das Junge noch retten konnte, das Herz wieder zum Schlagen bringen könnte, würde es Milanfeuer wieder gut gehen. Aber im Herzen kannte er bereits die Antwort der Heilerkatze.

[im Ältestenbau bei Glasgrinsen, den Jungen und Milanfeuer, bemerkt Erdjunges' Tod, nimmt Erdjunges mit zu Kleeblatts Bau]
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Windkralle

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mi Mai 25, 2016 5:41 pm

Froststern hatte dem langbeinigen Kater schweigend zugehört. Ihr goldenen Augen und ihr weißes Antlitz waren sowohl klug als auch nachdenklich auf ihn gerichtet gewesen, ehe sie sich freundlich bedankte und Windkralle scheinbar gut gelaunt seinen langen Schädel senkte. "Immer wieder gern, Froststern.", miaute er mit seiner melodischen Stimme, ganz so als hätten sie lediglich einen unverfänglichen, netten Plausch gehabt und nicht etwa über Territoriumsgrenzen und Patrouillen geredet. Es wirkte für einen Moment so, als wolle die schöne Langhaarkatze noch etwas hinzufügen, sie wandte sich aber überrascht ab und spitzte die Ohren, als Kleeblatts Stimme zu ihnen hereindrang und einem anderen Krieger verkündete, sie würde gerne mit Froststern reden.
"Entschuldige mich bitte, Windkralle.", sagte diese daraufhin umgehend,"Kleeblatts Neuigkeiten könnten wichtig sein und ich möchte nicht bis nach der Großen Versammlung warten."
Der erfahrene Krieger nickte abermals und ließ die Anführerin passieren, bevor er selbst aus dem Krieberbau trat. Nach wie vor sah es nicht so aus, als würde der Himmel aufklaren. Man konnte am mittlerweile nächtlichen Himmel nicht einmal den Vollmond ausmachen. Eine nur allzu vertraute graugetigerte Gestalt erweckte seine Aufmerksamkeit, die gerade urch das Lager trottete, seine Schnurrhaare zuckten jedoch beunruhigt, als er Bachfeder betrachtete und seine Freude, sie zu sehen, von Sorge überdeckt wurde. Ihr Gang war gebeugt, ihre blauen Augen wirkten trüb und sie war offensichtlich auf dem Weg zum Heilerbau.
Mit unruhigem Gesichtsausdruck setzte Windkralle sich in Bewegung, um zügig den Silberfelsen zu umrunden - als er plötzlich Froststerns klare Stimme durch die Nacht hallen hörte. Sie rief zu einer Clanversammlung zusammen.
Er blieb stehen, seine schwarzen Ohren zuckten vom Silberfelsen zum Heilerbau und zurück und er schaute mit seinen silberblauen Augen zum Eingang von Kleeblatts Behausung, in welchem seine ehemalige Schülerin verschwunden war. Schließlich wandte er sich doch um, um sich zu seinen Clangefährten nahe des Versammlungsortes niederzulassen. Der Regen rauschte, der Silberfelsen gab aufgrund der dichten Wolken keinen Glanz ab und Froststern hatte davor Aufstellung genommen, da es bei dem Wetter doch etwas risikoreich war, den Felsen erklimmen zu wollen.

[bei Froststern im Kriegerbau, verlässt den Bau und bemerkt Bachfeder, will ihr zum Heilerbau folgen, hört Froststern und begibt sich zur Versammlung]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mi Mai 25, 2016 6:07 pm

Kaninchenjunges musste neben seiner regen Schwester eingedöst sein, während diese sich mit Onkel Glasgrinsen und Papa Drachenglut beschäftigt hatte. Er selbst war lieber im Hintergrund geblieben und irgendwann waren ihm die kleinen Augen zugeklappt. Ein Klapps hatte ihn geweckt.
Nachdem er seine nussbraunen Augen wieder aufschlug und leise gähnte, schaute er sich mit zaghafter Neugier um. Drachenglut und Milanfeuer waren hier. Sie schien aufgewacht zu sein. Neben ihm war immer noch seine Schwester mit dem aufregend getigertem Fell, aber Glasgrinsen war nirgendwo zu entdecken. Vielleicht hatte er sich verabschiedet und war gegangen. Wie immer drang von draußen das gleichmäßige Rauschen des Regens zu ihnen herein, Kaninchenjunges sah jedoch, dass mittlerweile kein Sonnenlicht mehr durch die dichten Zweigezu ihnen hereinschien. Stattdessen hatte sich Dunkelheit im Eingang des Baus gesammelt und ein beunruhigendes Geräusch wurde von den großen, hellen Ohren des kleinen Katers aufgefangen, das scheinbar von seiner Mutter kam. Verwundert und ohrenzuckend wandte er sich zu der großen Tigerkätzin um und sah gerade noch so, wie ihr grauer Vater das tief schlafende Erdjunges hochhob und mit ihr aus dem Bau verschwand.
Fragend wurden seine Augen rund und groß, ehe seine helle Stimme auf unbescholtene, kindliche Art fragte:"Wo geht er denn mit Erdjunges hin?"

[im Ältestenbau bei seiner Familie, wird von Drachenglut geweckt und fragt Milanfeuer etwas]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Fr Mai 27, 2016 8:50 pm

Abendwolke hatte wohl nichts mehr zu sagen, dafür kam nach einiger Zeit Kleeblatt in den Kriegerbau. Nachdem die schwarz-weiße Heilerin Froststern im Innern des Baus gesehen hatte, entschied sie wohl zu warten, bis die Anführerin mit ihrem Gespräch fertig war. Sie bat uns, Froststern Bescheid zu sagen, dass sie mit der Schneeweißen reden wollte und verließ den Kriegerbau wieder.
Froststerns Gespräch mit Windkralle ging nicht viel länger, aber ich kam gar nicht erst dazu, der Anführerin die Information der Heilerin auszurichten, sie hatte es wohl mitgehört. Ich sah die Kätzin zum Heilerbau gehen und schaute, ob ich irgendwo Turmalinschatten entdecken konnte. Aber ich hatte immernoch kein Glück, die Sicht im Lager war Dank dem Regen schlecht, übersah ich sie? Ich widmete mich etwas meinem Fell und hob meinen Kopf erst wieder, als Froststern den Clan zusammen rief. Ich grummelte kurz, bevor ich in das verregnete Lager hinaustrat und trabte zügig zum Silberfels. Der Rest des Clans sammelte sich und ich war gespannt, ob es außer der anstehenden Großen Versammlung noch andere Themen geben würde.

[bei Abendwolke, hört Kleeblatt, geht zur Versammlung]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Sa Mai 28, 2016 2:44 pm

[Sprung zum Lager]

Abendsonne hatte sich gerade in den Kriegerbau verkrochen, nachdem sie von der Grenzpatrouille zurückgekommen war. Der Regen hatte sie mürbe gemacht und ihre Laune war gegen Null gesunken. Sie wünschte sich nichts sehnlicher, als dass der Regen endlich aufhören würde und die Sonne ihr durchnässtes Fell wieder wärmen würde. Es war lästig, ständig das Fell zu trocknen, nur damit es wenig später wieder feucht werden würde.
Gerade hatte die rote Kätzin damit begonnen, ihr Fell zu trocknen, als sie von draußen den Ruf von Froststern hörte, die den Clan zusammen rief. Seufzend leckte Abendsonne ein letztes Mal über ihren Rücken und erhob sich dann. Ihr Fell war sowieso noch kaum getrocknet, weshalb es nun wenigstens nicht umsonst gewesen war.
Kaum verließ sie den Bau, war sie schon wieder total nass. Kurz bleckte Abendsonne die Zähne, als wolle sie dem Regen den Kampf ansagen, doch einen Moment später waren ihre weißen Zähne auch schon wieder verschwunden. Der Clan versammelte sich mittlerweile langsam um den Silberfels herum und die Kriegerin folgte den anderen dorthin. Neugierig setzte sie sich zu den Kriegern und sah mit ihren grünen Augen zu Froststern hoch.

[im Kriegerbau | wollte sich gerade putzen | hört Froststerns Ruf | steht auf | geht zur Versammlung]
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Froststern

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Mai 30, 2016 6:16 pm

Es dauerte ein wenig, bis der Clan sich vor dem Silberfels versammelte. Offensichtlich gefiel es keiner der Katzen, wieder in den Regen hinaus zu treten. Während Froststern wartete, sah sie kurz nacheinander Bachfeder und Drachenglut den Heilerbau betreten. Waren die beiden Krieger krank? Mit gerunzelter Stirn strich die Anführerin beide Namen von ihrer Liste möglicher Katzen für die Patrouille zur Großen Versammlung. Besser, sie rechnete nicht mit ihnen und sie konnten doch mitkommen als umgekehrt. Und für den Fall, dass es etwas Ernstes war, würde die Anführerin der Heilerin freistellen, ob sie zur Versammlung mitkam.
Dann straffte die Langpelzige ihre Schultern und richtete sich noch ein wenig höher auf. "Ihr alle wisst, dass heute wieder Große Versammlung ist. Bevor ich aber die Namen der Katzen verkünde, die mich begleiten werden, habe ich weniger schöne Nachrichten. Nach Lichtpfote, Löwenpfote, Riesenkralle, Obsidianmond und Wolfsauge hat sich nun auch Heidepelz dem SternenClan angeschlossen. Er war über Monde hinweg mein Stellvertreter und hat hart für den Clan gearbeitet.", verkündete sie und schwieg dann einige Momente. Der kleingewachsene Tigerkater hatte ihr zur Seite gestanden, seit sie selbst zur Anführerin geworden war. Die Anführerin hatte lange gebraucht, um einen neuen Stellvertreter zu wählen.
"Ich sage diese Worte vor den Ahnen, damit sie meine Wahl billigen mögen. Abendsonne wird die neue 2. Anführerin des WindClans sein.", verkündete Froststern entschlossen und gab dem Clan etwas Zeit, die Rotpelzige gebürend zu begrüßen. Dann sorgte sie mit einem entschlossenen Schweifschnippen wieder für Ruhe. "Auf die heutige Große Versammlung begleiten mich Abendsonne, Falkenherz, Salamanderfeuer, Glasgrinsen, Farnpfote, Maispfote und Azaleenpfote. Kleeblatt, dir steht es frei, uns zu begleiten oder hier zu bleiben. Windkralle, du bist für das Lager verantwortlich, bis wir wieder zurück sind. Wir brechen sofort auf.", miaute die Anführerin mit lauter Stimme und machte sich auf den Weg.

-------------> Vulkankrater

[verkündet Heidepelz' Tod; ernennt Abendsonne zur 2. Anführerin; verkündet die Patrouille zur GV; bricht auf]

OUT:
Neue 2. Anführerin: Abendsonne
Mitglieder zur GV: Abendsonne, Falkenherz, Salamanderfeuer, Glasgrinsen, Farnpfote, Maispfote, Azaleenpfote; Kleeblatt optional (darf bleiben, um die Kranken zu behandeln, wenn sie das möchte)
Lageraufsicht: Windkralle
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Abendsonne

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Di Mai 31, 2016 6:55 pm

Abendsonne sah unentwegt zu Froststern auf, während diese darauf wartete, dass sich der Clan versammelte. Die Regentropfen, die der Rotpelzigen dabei über das Gesicht liefen, spürte sie kaum. Im Moment wollte sie sich nur auf ihre Anführerin konzentrieren, damit ihre Gedanken nicht wieder in unangenehme Richtungen liefen. Es half sowieso nichts, weiter über den sinnlosen Tod ihrer Schwester nachzudenken.
Als Froststern aber zu sprechen begann und erklärte, dass nun auch Heidepelz verstorben sei, konnte Abendsonne nicht anders, als wieder daran zu denken. Schwer schluckte sie und musste mit sich kämpfen, um die Tränen zu unterdrücken und den Blick nicht von Froststern abzuwenden. Die Weiße war nun alles, was ihr noch geblieben war und sie konnte nicht anders, als sich an diesen letzten Hoffnungsschimmer in ihrem Leben zu klammern.
Ihr Herz setzte einen Moment überrascht aus, als Froststern plötzlich die traditionellen Worte der Stellvertreter-Zeremonie sprach und plötzlich Abendsonnes Name fiel. Einen Moment lang glaubte die junge Kriegerin sich verhört zu haben. Als aber Froststerns goldene Augen auf ihr liegen blieben, wurde ihr klar, dass ihre Ohren richtig gehört hatte. Froststern hatte sie - ihre ehemalige Schülerin - tatsächlich zu ihrer Stellvertreterin ernannt.
Hart schluckte die Rote, um den Kloß in ihrem Hals loszuwerden, als sie die Augen aller anderen Katzen auf sich spürte. Sie wusste, dass sie nun nach vorne gehen musste, um etwas zu sagen. Doch für einen Moment konnte sie sich nicht bewegen. Sie kämpfte mit ihren Pfoten, befahl ihnen, sie nach vorne zu tragen.
Schließlich gaben sie den Widerstand auf und sie trat langsam nach vorne zum Silberfels. Vor diesem drehte sich Abendsonne um und sah die Katzen vor sich an. In diesem Moment wünschte sie sich Obsidianmond an ihre Seite, die ihr den Rücken stärkte. Doch nun war sie allein. 'Nein, du bist nicht allein. Froststern steht hinter dir', glaubte sie eine Stimme sagen zu hören und für einen Moment glaubte sie sogar, dass es Obsidianmond war. Im nächsten Moment war es aber schon wieder vorbei und sie sammelte sich langsam.
"Es ist mir eine Ehre, in Heidepelz' Pfotenabdrücke zu treten und ich werde versuchen, Froststern ebenso eine gute Stellvertreterin zu sein wie er es war. Und ich danke Froststern für das Vertrauen, dass sie in mich steckt. Ich werde den WindClan mit meinem Leben beschützen, wenn es notwendig ist." Abendsonne selbst war erstaunt darüber, wie ruhig und kräftig ihre Stimme war, als sie die Worte sprach.
Da dies nun ihr Platz war, blieb Abendsonne unter dem Silberfelsen stehen und wartete darauf, dass Froststern die Versammlung fortführen würde. Wie erwartet durfte die Rote nun auch mit zur großen Versammlung. Die Weiße wollte sofort aufbrechen, weshalb sich auch Abendsonne wieder erhob und ihrer Anführerin zum Lagerausgang folgte. Noch immer wusste sie nicht, wie sie sich fühlen sollte, nun da sie zweite Anführerin war. Einerseits kribbelten ihre Pfoten vor Aufregung, andererseits war da immer noch der Schmerz über den Verlust ihrer Schwester. Doch sie nahm sich vor, positiv in die Zukunft zu sehen. Obsidianmond hätte nicht gewollt, dass sie sich nun hängen ließ.
Mit den Gedanken an ihre Schwester folgte Abendsonne Froststern aus dem Lager hinaus Richtung Vulkankrater.

tbc: Vulkankrater

[versucht sich auf Froststern zu konzentrieren | denkt nach | hört ihren Namen | ist ziemlich überrascht | geht dann nach vorne und spricht zum Clan | wartet bis zum Ende der Versammlung | folgt Froststern]
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