Warrior Cats

Ein Gebirge. Vier Clans. Werden sie überleben...?
 
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 WindClan-Lager

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BeitragThema: WindClan-Lager   Sa Sep 13, 2014 9:09 pm

Obwohl Eisblüte anscheinend nicht sauer war, war mir die Sache trotzdem noch etwas unangenehm. Da Eisblüte allerdings bereits auf dem Weg aus dem Bau raus war, war das Thema für sie wohl bereits geklärt. Während sie den Bau verließ bedeutete sie mir mit dem Schweif ihr zu folgen. Da fiel mir auch wieder ein das ich ja eh nach draußen wollte um auf den Rest des Clans zu warten. Sicher ist sie auch neugierig was auf der großen Versammlung so alles passiert ist. Naja, dann können wir ja auch zusammen warten. Ich folgte ihr nach draußen, setzte mich neben sie vor den Kriegerbau und sah mich im Lager etwas um. Außer uns waren noch ein paar andere Katzen wach, allerdings achtete ich nicht sonderlich darauf wer genau es war. Stattdessen sah ich hoch in den Himmel. Es waren in dieser Nacht kaum Wolken am Himmel und man hatte einen Fantastischen blick auf den Vollmond und das Silbervlies. Was momentan wohl auf der großen Versammlung passiert? "Entschuldige nochmal das ich dich geweckt habe", miaute ich Eisblüte noch einmal entschuldigend zu. Sie hatte zwar gesagt das es nicht schlimm war aber dennoch. "Was glaubst du was heute auf der Versammlung wohl besprochen wird?" Langsam löste ich meinen Blick vom Silbervlies und richtete meine Augen auf Eisblüte während ich auf die Antwort der Kriegerin wartete.

[Folgt Eisblüte aus dem Bau | setzt sich vor den Krigerbau | betrachtet das Silbervlies | denkt nach | spricht Eisblüte an]
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Drachenglut

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   So Sep 14, 2014 2:09 am

Er hatte für einen Moment seine Augen geschlossen und den Kopf gesenkt und deshalb hatte er Milanpfote nicht beobachtet, als sie selbst gemächlich zum Schmutzplatz lief und nach ein paar Augenblicken wieder aus der Nische im Ginstergeflecht hervortrat. Aber er hatte es dennoch gewusst. Er hatte es gespürt, instinktiv, dass sie tatsächlich zu ihm herüber kommen würde, kurz bevor sie tatsächlich die ersten Schritte in seine Richtung machte und über die nun silbern schimmernden Sonnensteine zum Grasfleck herüberkam.
Die Grillen zirpten leise, während Drachenglut seinen goldenen Blick hob, um sie zu betrachten. Es war geradezu erstaunlich, wie blass ihr kurzes, weiches Fell im Mondlicht erschien, während ihre Tigerstreifen bei jeder Bewegung über ihren schlanken, durchtrainierten Körper tänzelten. Ihre weiße Brust und ihre ebenso weißen Pfoten strahlten dagegen aufgrund des Vollmondes besonders hell. Mit ihren grüngelben Augen fixierte sie seine Gestalt und lächelte, während sie sich in einigem Abstand zu ihm ins Gras sinken ließ.
Der Aschgraue nickte auf ihre Begrüßung hin und blickte dann ins Lager hinein.
Ein Gefühl machte sich in seiner Brust breit, welches dieses Vertrauensband zwischen ihr und ihm noch verstärkte und er überlegte mit undurchsichtiger Miene, was das für ein Gefühl war. War es Freude, weil Milanpfote sich tatsächlich zu ihm gesetzt hatte? Verwundert stellte der schweigsame Kater fest, dass er tatsächlich hätte lächeln wollen. Nicht zynisch und nicht höhnisch - sondern aufrichtig.
Er spürte ihre Nähe, als würde diese ihn wärmen können.
Nicht so wie die stickige Blattgrüne, die einem mit ihren sengenden Sonnenstrahlen auf das Gemüt drücken konnte. Eher von innen. Von seinem kalten Herzen aus...
Und ein Teil in ihm wollte diese Wärme mehr denn je.
Die hellbraune, getigerte Kätzin legte freundlich den Kopf schräg, als sie ihn fragte, ob er bei der Hitze auch nicht schlafen konnte.
Falsch.
"Das wird es sein.", murmelte er ohne sie anzusehen, denn er spürte, wie ein kalter, düsterer Schatten über seinen Blick huschte, den sie nicht unbedingt sehen musste. Er wollte ihr gegenüber nichts davon preisgeben. Erst als er glaubte, diesen Schatten aus den goldenen, leuchtenden Iriden seiner Augen verdrängt zu haben, senkte er seinen Blick zu ihr herab und schaute in ihr fein geschnittenes Gesicht.
Ein amüsiertes Funkeln war in ihren Augen zu erkennen und abertausende, klare, kleine Sterne spiegelten sich in ihren dunklen Pupillen, als sie mit ironischem Unterton hinzufügte:"Oder wartest du voller Spannung auf die Nachrichten von der Versammlung?"
Drachenglut lachte nicht, sein Blick blieb unverändert und einen Moment antwortete er nicht einmal, bevor er seinen Kopf drehte und abschätzig zum Lagerausgang spähte, der immer noch von seinen Schwestern bewacht wurde.
"Hast du eine Große Versammlung gesehen, hast du sie alle gesehen. Und die Nachrichten sind immer die gleichen. Manche werden für schlecht gehalten und manche für gut.", erwiderte der Farblose schließlich, dann drückte er mit seinen kräftigen Vorderbeinen seinen Brustkorb ein Stück weit hinauf, so dass er nun in einer halb kauernden, halb sitzenden Position verharrte. Instinktiv nahm er einen Blick war, der auf ihm ruhte, und schaute sich um. So unvermittelt und unerwartet wie ein Schlag auf den Kopf traf sein ausdrucksloser, eiskalter Blick auf ein versteckt leuchtendes, blaues Augenpaar, das ihn aus dem Schatten, der zwischen dem flachen Bau der Kinderstube und dem Lagerwall entstand, zu beobachten schien. Emotionslos starrte der graue Krieger in diese Augen, bohrte sich in das klare Blau, welches so feindselig zu schimmern schien. Er ließ erst von ihnen ab, als der heimliche Beobachter den Blick senkte.
Zwar wusste er nicht, wer das gewesen war, da er in der schattigen Nische kaum etwas hatte erkennen können, aber es hatte auch keine große Bedeutung für Drachenglut und wer auch immer dieser Gaffer gewesen war, der anscheinend nichts schlaueres zu tun gehabt hatte, als ihm Löcher in den Pelz zu gucken, er merkte sich seinen kalten, durchdringenden Blick hoffentlich für zukünftige Abende. Er mochte es nicht, ausspioniert zu werden.
Seufzend schaute Drachenglut wieder auf Milanpfote an seiner Seite herunter und legte leicht die Ohren an. Es verging ein schweigsamer Moment voller Grillenzirpen, indem er sie abermals einfach nur ansah.
Als er seine nächsten Worte sprach, hatte sich seine Stimme merklich verändert:"Und was ist mit dir? Kannst du nicht schlafen wegen der Hitze? Oder wartest du auf die anderen?"

[bei Milanpfote am Grasfleck, starrt Wolkenpfote nieder]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   So Sep 14, 2014 6:05 pm

Sehnsüchtig hatte ich den Katzen nachgeschaut, die zur Großen Versammlung loszogen, doch nun wollte ich ein wenig für mich allein sein. Im Lager herrschte noch viel Betrieb, denn die Versammlungsgänger hatten alle anderen wachgehalten, un selbst uns Jungen hatte man in dieser Nacht erlaubt, etwas länger aufzubleiben. Wie immer hatte ich mich in den Schatten am Rand des Lagers zurückgezogen. Mir gefiel es einfach, allein zu sein. Stumm beobachtete ich die Katzen, die miteinander redeten, sich die verbliebene Frischbeute teilten, sich die Zunge gaben oder in den Bauen verschwanden und irgendwann wieder hinauskamen. Ich beschloss nun, mich in mein Nest in der Kinderstube zurückzuziehen.

~Die Dunkelheit umgab mich. Ich vernahm wieder die Stimme, traurig klang sie, liebevoll und sehnsüchtig. "Komm zu mir, Federjunges. Komm, hier ist auch deine Schwester." Ich schrie, verzweifelt rief ich Regenjunges' Namen, ich sah sie, kaum eine Baumlänge entfernt, doch gerade als ihre Gestalt sich langsam verfestigte, verschwand sie urplötzlich im dichten Nebel. Nun sah ich dort stattdessen meine Mutter stehen, die wunderschöne hellgraue Kätzin, sie rief nach mir, doch auch sie löste sich langsam, aber sicher auf. verzweifelt stand ich in dem Nebel, nun begann es zu regnen, verzweifelt schienen die Tropfen vor dem Unheil des Himmels zu fliehen. Mir rannen jetzt Tränen über die Wangen, ich schluchzte und rief, nach meiner verstorbenen Mutter, nach meiner verlorenen Schwester und nach meinem unbekannten Vater. Nun erklang eine weibliche, leise Stimme aus den Wolken: "Lauf durch den Regen, dann sehen sie deine Tränen nicht. Lauf, meine Kleine, lauf bis ans Ende der Welt." Dann, blitzartig, schnitten sich andere Bilder vor die nebelverhangene Landschaft. Ich hörte die Monster auf dem Donnerweg röhren, roch ihren stinkenden Atem, spürte den harten Boden unter meinen Pfoten und merkte dann, im Wind, den die Monster verursachten, wie sich Zähne in meinen Nacken gruben, Zähne, die mich vor dem selbstgewählten Tod durch die riesigen Tatzen der Monster retteten. Als ich im Rasen landete und nach oben blickte, wusste ich, was ich sehen würde, denn ich hatte diese Situation wirklich erlebt und hatte sie in dem einen Mond, der seitdem vergangen war, noch oft nachgeträumt. Der schwarzweiß gefleckte Kopf des Einzelläufers beugte sich über mich und fragte, ob ich mich verletzt hätte. Sein zerrupfter Pelz stand ihm zu Berge, anders als ich schien er sehr aufgewühlt zu sein. Wer rechnete denn schon damit, dass sich ein vier Monde altes Clanjunges umbringen wollte? Genau diese Frage hatte ich einen meiner Clangefährten stellen gehört, nachdem mich der Kater zurück zum WindClan Lager gebracht hatte. ~ Ich erwachte aus meinem Albtraum und merkte, dass ich im Schlaf geschrien haben musste, denn meine Kehle fühlte sich rau und wund an. Ich verscheuchte den traum, den ich schon so oft geträumt hatte, aus meinen Gedanken und trat mit immer noch zerwühltem Fell auf die Lichtung. Lange hatte ich anscheinend nicht geschlafen, denn das Treiben war nicht weniger geworden und auch diejenigen Clangefährten, die ich erblickte, waren noch dieselben wie zu der Zeit, als ich mich schlafen gelegt hatte.

[denkt nach, legt sich schlafen und träumt schlecht, geht wieder hinaus auf die Lichtung]

off: wäre schön, wenn sich eins von den anderen Jungen mit Federjunges anfreunden würde. Und sorry, wenn jetzt hier viele Rechtschreibfehler drinsind, ich mach nebenbei Mathehausaufgaben
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Milanfeuer

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   So Sep 14, 2014 6:23 pm

Milanpfotes Nackenfell prickelte. Selbst mit der Entfernung von einer knappen Schwanzlänge, konnte sie ihre Schwanzspitze kaum ruhig halten und ihr auch ihr Fell schien sich zu verselbstständigen. Nicht nur ihr Nackenfell drohte, sich aufzustellen, wo sie jetzt bei ihre Mentor saß und noch vor kurzem über ihre Gefühle ihm gegenüber mit Salbeiblüte gesprochen hatte. Ob er wohl etwas von ihrer Verlegenheit bemerkt hatte? Oder ob er erahnte, weshalb sie so unruhig war und immer öfter seine Gesellschaft suchte? Er war älter als sie, hatte demnach also mehr Erfahrungen mit Kätzinnen ... Also lag diese Vermutung nahe. SternenClan, lass ihn bitte nichts davon ahnen, schickte sie ein stummes Gebet zu ihren Ahnen hinauf, ohne jedoch den Blick von dem Grauen abzuwenden. Seine stoische Ruhe, seine abweisende Haltung faszinierten sie immer wieder auf's Neue und noch interessanter wurde es jetzt gerade in dieser Situation für sie, seine Reaktionen zu beobachten. Konnte man irgendwie eine Andeutung von Freude in seinen Augen glimmen sehen, ein Zucken seiner Ohren oder seiner Schwanzspitze - irgendetwas, das darauf hindeutete, dass sie ihm nicht vollkommen egal war?
Tatsächlich veränderte sich der Ausdruck seiner Augen für Sekundenbruchteile, ehe wieder die gewohnte Kühle in seinen goldgelben Augen schimmerte. Das Mondlicht ließ seine Augen viel heller erscheinen ... sanfter. Nein, das bilde ich mir ein! Sie war wohl einfach zu sehr darauf konzentriert, einen Hoffnungsschimmer für ihre Gefühle zu finden, klammerte sich an Sinnestäuschungen fest und verlor darüber das Gespür für seine realen Reaktionen. Da war nichts in seinen Augen, nein. Es hatte sich sicherlich nichts geändert, als sie sich zu ihm gesellt hatte.
Auf ihre Frage hin, murmelte er nur einige Worte, sah sie jedoch nicht an und irrwitziger Weise entlockte diese Reaktion der kleinen Tigerkätzin ein schwaches Lächeln. So typisch ... Manchmal hatte sie das Gefühl, Drachengluts Antworten wären unglaublich vorhersehbar. Sie wollte nicht behaupten, er wäre ansatzweise durchschaubar, aber zumindest fiel es Milanpfote nicht mehr schwer, seine Reaktionen vorauszusagen. Was, außer einem knappen Grummeln oder Murmeln, hätte der muskulöse Kater schon erwidern können? In einer bestimmten Art und Weise fiel es ihr aufgrund dieser Tatsache in seiner Gesellschaft leichter, mit Abweisung umzugehen als bei anderen Katzen, die vielleicht sogar noch freundlicher mit ihr umgingen. Vielleicht hatte sie sich auch einfach schon so sehr an Drachenglut gewöhnt ... Kein Wunder, immerhin hatte sie wohl inzwischen mehr Zeit mit ihm verbracht als mit Salbeiblüte. Ein Prickeln erfüllte ihre Pfoten und unwillkürlich zuckte ihre Schwanzspitze leicht. Musste sie sich deshalb schuldig fühlen? In ihre grünen Augen traten leise Zweifel, begleitet von kaum sichtbarer Verlegenheit. Eigentlich hätte sie ihre Ziehmutter doch über ihn stellen müssen. Oder? War es nicht normal, dass man als Kätzin in ihrem Alter immer mehr das Interesse an Katern entdeckte? Aber warum gerade an diesem Kater? Die meisten ziehen ihn vermutlich schon nicht in Betracht, weil er eine solch auffällige Narbe trägt und zudem auch noch abweisend ist. Nicht so sie. Auf die hellbrauen Getigerte wirkte Drachenglut schlicht und ergreifend anziehend. Sehnige Muskeln spielten unter seinem mattgrauen Pelz, welcher im Licht des Vollmondes silbrig schimmerte. Seine goldfarbenen Augen konnten ihren Blick so lange gefangen halten, bis sie sich fast in dem endlosen Schwarz seiner Pupillen verlor. Und diese Narbe ... Manchmal nahm sie diese Zeichnung kaum wahr. Und wenn doch nicht mit Abscheu, Misstrauen oder gar Angst - nein. Sie erinnerten sie daran, wie schwer es dieser Kater stets gehabt hatte, wie viel er erduldet haben musste und sich so zu verschließen, um solche Denkweisen anzunehmen. Und doch war er körperlich nicht zusammengebrochen, selbst als nicht nur seine Seele, sondern auch sein Gesicht mit Krallen attackiert worden war. Für sie war Drachenglut stärker, als jeder andere Krieger im Wald.
„Hast du eine Große Versammlung gesehen, hast du sie alle gesehen.“
Milanpfote zuckte die Worte überdenkend mit den Ohren, während ihre grüngelben den silbrig glimmenden, sich hebenden und senkenden Muskeln folgten, als der Graue seine Pfoten unter den Brustkorb schob. Ehe sie sich zu sehr in diesem Anblick verlieren konnte, riss sich die junge Kätzin zusammen und fixierte wieder Drachengluts Gesicht. Ihre Blicke trafen sich.
„So wie du es sagst, hört es sich an, als würden alle Nachrichten weder gut noch schlecht sein. Warum?“, maunzte sie und zuckte fragend mit den Schnurrhaaren. „Macht es nicht einen Unterschied, ob Zweibeiner die Beute im Territorium verscheuchen oder dank der Hitze die Tiere nur in ihren Löchern bleiben? Katzen sterben oder leben wegen solcher Dinge, daher können Informationen gut oder schlecht sein. Oder findest, dass Leben einer Katze ist … vollkommen egal? Weißt du, dir allein als Katze kann das ja meinetwegen egal sein, weil die Opfer dir vielleicht nicht bekannt sind. Aber wenn ein Clan geschwächt ist und keine Beute mehr findet, stehlen seine Katzen Beute um zu Überleben, es kommt zum Streit, vielleicht zum Kampf ... “ Sie schüttelte leicht den Kopf. "Und dabei kann auch dein Clan gefährdet sein - Katzen, die dir vielleicht etwas bedeuten, wenn .." Sie verstummte, sah ihn nur schweigend an und presste die Lippen zu einem dünnen Strich zusammen. Wenn es solche überhaupt für dich gibt, hatte sie sagen wollen, schwieg jedoch lieber.
Es war eines dieser Dinge, die sie an Drachenglut nicht verstand. Er differenzierte nicht und wenn dann - ihrem Eindruck nach - nur nach schlecht und grausam. Wie so oft trat ein bestimmter, zweifelnder Ausdruck in ihre hellen Augen und ihr Fell schimmerte hell an der Stelle, wo sich eine kleine Falte auf ihrer Stirn bildete. Warum? Viel zu oft hatte sie diese Frage schon gestellt, sicher war ihre Mentor einfach nur noch genervt von ihrer Fragerei. Doch andererseits … Es war wie ein Bedürfnis, ihn zu bekehren, ihn zu überzeugen, dass nicht alles auf der Welt schlecht und grausam war. Sie wollte ihm zeigen, was Freude bedeutete - doch der Graue schien es nicht zulassen zu wollen. Ein Sturkopf reinster Güte …
Schweigen breitete sich zwischen ihnen aus. In der vom Zirpen der Grillen und leisen Stimmen anderer Katzen durchbrochenen Stille hielt Milanpfote ihren Blick unverwandt auf den Kater gerichtet. Er war ein Mysterium - etwas, dass ihre Neugier weckte, dass ihre Brust mit Mitleid und Trauer erfüllte. Keine Katze sollte so unglücklich leben wie Drachenglut, keine Katze sollte so einsam und ohne Freude leben. Leben ist ein Geschenk. Es wegzuwerfen wäre eine Schande. Und doch erschien es ihr, als hätte der Graue eben das getan. Ob er aufgegeben hatte? Ja. Natürlich hatte er das. Sich selbst und zwar indem er verlernte, fröhlich zu sein. Wie konnte er überhaupt noch hier sitzen und atmen, wo doch sein Brustkorb vor Unzufriedenheit und bedrückender Leere praktisch kollabieren musste. Trauer überschattete erneut Milanpfotes grüne Augen und sie senkte den Blick auf die Pfoten.
Erst als der Krieger erneut das Wort ergriff und sie seinen unnachgiebigen Blick auf sich spürte, hob die kleine Kätzin den Kopf. Ein zartes Lächeln zupfte an ihren Lippen. Jetzt fragte er sie sogar schon danach, weshalb sie noch auf war. Wenn das kein Fortschritt war.
„Eigentlich … Zum einen ist es wirklich viel zu warm zum Schlafen und man sollte diese leichte Brise nutzen, um sich abzukühlen. Vor allen Dingen, wenn einem so viel durch den Kopf geht wie mir zurzeit.“ Sie schnaubte leise. „Das ist auch gleich der zweite Grund, weshalb ich noch wach bin. Sobald ich die Augen schließe … da stürzen sich meine Gedanken auf mich wie Krähen auf Futter. Und wenn ich die ganze Zeit nur darüber nachdenke, wie ich das in die Pfote bekommen … Dann kann ich einfach nicht schlafen.“
Sie erwiderte seinen Blick und ganz langsam röteten sich ihre Ohrspitzen. Irgendwo im Lager ertönte ein seltsames Geräusch, doch die Schülerin war viel zu sehr mit sich selbst und ihrem Mentor beschäftigt, als das sie ernsthaft darüber nachdachte. Es war nur ein zarter Rosaton, aber Drachengluts scharfen Augen konnte selbst das nicht entgehen. Wenn er nur wüsste, welche Gedanken speziell sie die meiste Zeit wach hielten …

[denkt nach, spricht mit Drachenglut]
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Drachenglut

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Sep 15, 2014 12:55 pm

Aufmerksam musterten die kühl schimmernden Augen des Farblosen die sanfte, zierlich gebaute Gestalt von Milanpfote, wie sie in sein Gesicht sah, wie ihre Ohren ganz leicht mal hierhin und mal dorthin zuckten, wie eine helle Falte sich in ihrer ansonsten so makellosen, glatten Stirn festsetzte, während sie versuchte, ihn zu verstehen, und ihre hauchdünnen Schnurrhaare kaum merklich fragend zu vibrieren begannen.
Wieder diese Wärme in seinem Brustkorb.
Er hatte beinahe das Gefühl, dass diese Wärme tatsächlich seinen sonst so ausdruckslosen, unlesbaren Blick veränderte, aber womöglich bildete er sich das bloß ein.
Sie verstummte mitten im Satz und die Art, wie sie die Lippen zusammenpresste, ließ Unbehagen, ja fast Unsicherheit in ihm aufkommen, wenn auch so gut verborgen, dass sein Gesicht sie nicht verriet.
Er wusste genau, was er auf ihre Frage, auf ihr "Warum?" antworten würde. Was er sagen würde - eigentlich. Er würde sagen :"Weil es keine Rolle spielt. Weil jede Nachricht, egal ob gut oder schlecht, keine Bedeutung hat, nur im kleinkarierten Denken einer durch das Leben geworfenen einzelnen Katze, die sich an Hoffnungen klammert und dem Glauben an das Gute und der Angst vor dem Schlechten. In steter Übrzeugung davon, sie könne sich vor der Zukunft wappnen. Aber das ist Unsinn. Denn die Zukunft ist ohnehin schlecht."
Doch jetzt, als er in ihre Augen sah in der Stille dieser Nacht, während sie neben ihm saß und ihre sanfte, hoffnungsvolle Stimme in seinem Inneren nachklang, brachte er es nicht über sich, diese Dinge zu sagen. Er wollte nicht sagen, was ein düsterer Teil in seinem Gehirn ihm immer und immer wieder einflüsterte. Und darüber hinauf verspürte er - nicht zum ersten Mal - den Wunsch, sich ihrer Version, ihrer Sicht der Dinge hinzugeben. Fast als wollte sein Herz die Welt so sehen wie Milanpfote.
"So kann man es sehen...", antwortete er mit seiner dunklen und dennoch beinahe schlichten Stimme, aber ein müder Unterton schwang in ihr mit. "Du hast gerade selbst gesagt, dass es die Umstände sind, die Katzen sterben lassen. Die Opfer fordern, Clans schwächen, Hunger mit sich bringen. Und die Notleidenden fangen deshalb an, zu stehlen und zu hassen und zu kämpfen. Blut zu vergießen. Das waren deine Worte, nicht wahr? Ein trauriger Kreislauf. Nur es sind nicht die Nachrichten, die all das verursachen. Sondern die Umstände und die kann kaum einer beeinflussen. Es sei denn, die Clans würden sich gegenseitig in schweren Zeiten helfen, doch stattdessen stehlen sie in der Not und bekämpfen sich. Deshalb warte ich nicht auf die Nachrichten der Großen Versammlung. Sie haben keine Auswirkung auf unser Leben, nicht wirklich.", versuchte er sich zu erklären.
Drachenglut machte eine Pause, ehe er mit gesenktem Kopf auf ihre unbeendeten Worte einging. Er ahnte beinahe, was sie hatte sagen wollen und seltsamerweise tat diese Ahnung weh. Auf seine Pfoten schauend und leiser miaute er:"Es ist wahr. Es gibt kaum eine Katze, die mir etwas bedeutet. ... Sehr wenige... Doch es wäre eine Lüge, zu sagen, dass es sie nicht gäbe. Mittlerweile."
Denn sie hatte Bedeutung für ihn, er konnte es spüren. Sie hatte längst etwas in ihm berührt und der Gedanke, dass ihr etwas passieren könnte, löste in ihm etwas ungeahnt scheußliches aus. Sie veränderte ihn und sein ganzes Denken, wann immer er ihr zuhörte. Ihre Stimme milderte die unbändige Glut, die in seinem Inneren brannte. Doch in Worte fassen, warum es so war, konnte er nicht. Noch nicht. Er wusste nur, das ein merkwürdiges Band zwischen der schlanken Tigerkätzin und ihm bestand - wie auch immer das möglich war.
Das Gesprächsthema schlug um und Milanpfote versuchte ihm auf seine Fragen hin zu erklären, warum sie noch nicht in ihrem Nest war. Zuerst schmunzelte sie leicht, dann aber verschwand das Lächeln von ihren Lippen und sie schnaubte leise, während sie - nachdem sie die Hitze des Abends angesprochen hatte - zugab, dass ihr in letzter Zeit viel durch den Kopf ging, was sie nicht schlafen ließ. Drachengluts Ohren stellten sich auf und seine Augen weiteten sich leicht, während er ihr ungläubig zuhörte.
Wenn sie die Augen schloss, stürzten die Gedanken auf sie ein...
Und die Grübeleien ließen sie nicht schlafen...
Stirnrunzelnd wandte Drachenglut abermals den Kopf zu ihr um - sehr langsam - und betrachtete sie durchdringend. Denn diese Worte waren nicht ihre, sie hätten eher seine sein können. Milanpfote war keine Grüblerin, sie war eine frohe und fleißige Kätzin, die sich und anderen den Frieden bewahren wollte. Ob er daran schuld war? Ob seine Anwesenheit sie nach und nach zerstörte? Ob es falsch von Froststern gewesen war, ihn zu ihrem Mentor zu machen? Doch als ihre Blicke sich ein weiteres Mal trafen, war er erleichtet, nicht dieselbe Kälte in ihren Augen zu sehen wie er sie selbst in seiner Seele stets zu spüren glaubte. Erst jetzt erkannte er, dass er wahre Furcht davor empfunden hatte, ihre Augen als Spiegel seines Inneren zu sehen. Es wäre nicht richtig gewesen. Aber nein, die übliche Wärme und Vertrautheit schlug ihm entgegen. Das vertraute satte Grün ihre Augen, welches in Richtung ihrer schwarzen Pupillen immer mehr zu einem honiggelben Farbton wurde, leuchtete so wie er es gewohnt war. Und doch veränderte sich etwas an ihrem Gesicht. An ihren Ohren. Die äußersten Spitzen, genau dort wo nur noch ganz dünnes, weiches Fell vorherrschte, nahm allmählich einen rosaroten Ton an. Drachenglut wusste nicht, warum. Wenn sie sich schämte, wofür? Wenn sie verlegen war, warum? Wegen ihm? Wegen dem Band zwischen ihnen? Ob sie dieses gerade für sich entdeckt hatte? Oder - war da noch etwas anderes? Etwas ... Unaussprechliches...
Doch es genügte schon, dass er seinen Blick nicht mehr von ihr nehmen konnte oder wollte. Versunken in ihrem Anblick erstarrte er, seine Augen wurden zu ruhigen Halbmonden und seine harten Schnurrhaare bewegten sich minimal in einer aufkommenden, warmen Brise, die sich träge über den Lagerwall gekämpft hatte und nun müde durch das Lager glitt. Mehr denn je verspürte der Farblose den Wunsch, durch Milanpfotes Augen sehen zu können, um sie zu verstehen. Könnte er das, würde sein Herz und seine Seele vielleicht leichter werden. Und vielleicht konnte er der Kätzin etwas im Gegenzug dafür geben. Irgendetwas wertvolles.
Er hätte etwas sagen sollen, sie erwartete sicher eine Erwiderung. Sie hatte aufgehört zu reden, also war es an ihm, die Konversation aufrecht zu halten. Doch instinktiv wollte er die Stille nicht vernichten, indem er die Stimme hob, weshalb er stumm blieb. Diesen Blickkontakt, das was da zwischen ihren Augen passierte, hätte er am liebsten mit den Pfoten gepackt und festgehalten. Es sollte nicht aufhören.
Ihm war nicht bewusst, wie viel Zeit vergangen war, aber die Realität holte ihn doch ein und ihm wurde allmählich klar, dass er den Moment nicht einfrieren konnte, auch wenn er es noch so sehr gewollt hatte. Deshalb blinzelte er einmal, löste seinen Blick von ihr und schaute zurück ins Lager, allerdings ohne sich tatsächlich umzusehen.
"Ich verstehe. Das tut mir leid.", erwiderte er auf Worte, die scheinbar eine Ewigkeit zurücklagen, weshalb es auf ihn beinahe lächerlich wirkte, überhaupt noch darauf zu antworten. Aber seine Stimme war leise und der Unterton, der in ihr zu erahnen war, mutete verständnisvoll an.

[bei Milanpfote am Grasfleck]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Sep 15, 2014 5:50 pm

Der neugierige Blick, den Milanpfote mir schenkte war mir unangenehm. Aber ich musste mit Salbeiblüte reden. Wenn ich wirklich trächtig sein sollte, dann musste sie mir helfen, denn alleine würde ich das nicht durchstehen können. Hoffnungsvoll und drängend blickte ich zu der Kätzin, die sich entschieden hatte immer in der Kinderstube zu bleiben und den Königinnen zu helfen. Und ich brauchte ihre Hilfe - auch wenn ich mich noch an den Gedanken festklammerte, dass ich nicht trächtig war. Keine Jungen würden mein Leben unter ihren Pfötchen zerquetschen. Übertrieb ich gerade? Ich wusste es nicht. Aber eines war mir vollkommen klar - Junge würden mein Leben verändern und es würde nicht mehr so sein, wie es früher einmal gewesen war. Ich würde Verantwortung für meine Jungen tragen und mir immer Sorgen um sie machen müssen. Ich wäre nicht mehr nur Wisperwind, eine junge Kriegerin. Ich wäre eine Mutter.
Aber vielleicht hatte ich einfach nur zu viel gefressen. Oder hatte irgendeine Krankheit, die meinen Bauch anschwellen ließ. Eine Schwangerschaft musste nicht die einzige Erklärung sein.
Endlich antwortete mir Salbeiblüte, die mich bis eben noch gemustert hatte. Dabei war ihr Blick auf meinem Bauch kleben geblieben, dies hatte ich bemerkt. Auch die junge Milanpfote war es nicht entgangen, die mich neugierig ansah. Oh SternenClan, was soll ich tun? Ich konnte der weißen Kriegerin doch nicht vor einer Schülerin meine Vermutung äußern. Verlegen senkte ich den Blick, doch die braungetigerte Schülerin verabschiedete sich in dem Moment. Sie trottete zu Drachenglut, ihrem Mentor. Erleichterung mischte sich für einen Moment in meinen unsicheren Blick, bevor ich mich aufrecht hinsetzte und Salbeiblüte in die sanften Augen sah. Sie war glücklich mit ihren Jungen, war gut in ihrer Rolle als Mutter. Sie hatte ihren Gefährten verloren, dennoch war sie eine so unglaublich sanfte und vertrauensvolle Kätzin. Vielleicht hatte ich einfach nur Angst, dass ich keine gute Mutter sein würde. Dass ich Fehler machen würde. Und plötzlich gestand ich mir ein, dass ich nicht einfach zu viel gefressen hatte.
"Meinst du... Dass ich...", stammelte ich schließlich und schüttelte kurz den Kopf. Ich fing nun nicht an zu stottern. Ich würde es gerade heraus sagen. "Ich glaube, dass ich Junge erwarte. Was soll ich denn jetzt bloß tun? Es war doch nicht geplant gewesen... Ich will keine Junge bekommen Salbeiblüte", miaute ich mit zitternder Stimme. Vor meinen Augen sah ich Heidepelz' bestürzten Blick, wenn ich ihm davon erzählen würde, dass ich Junge erwartete. Dass wir Jungen erwarteten. Ich konnte mir nicht ganz vorstellen, ob er mich dann hassen oder mich unterstützen würde. Wen ich Junge auf die Welt setzen würde, würden alle wissen wollen, wer der Vater wäre. Und ich würde Heidepelz nicht verraten, schließlich liebte ich den rotgetigerten Kater über alles.
Tief holte ich Luft und sah dann Salbeiblüte in die Augen. Langsam gelang es mir wieder richtig zu denken und ich fasste einen Entschluss: Ich würde erzählen, dass es ein Streuner gewesen war. Dass ich mich in einen Streuner verliebt und dieser mich an der Nase herumgeführt hätte. Und dann sei er schließlich verschwunden. Zwar würde es meinen Ruf nicht gerade stärken, doch auf Heidepelz würde keinen Verdacht fallen.

[bei Salbeiblüte und Milanpfote, redet mit Salbeiblüte, fasst einen Entschluss]
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Schattenauge
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Sep 15, 2014 5:58 pm

OUT: Nur als kleine Anmerkung am Rande: Wisperwind muss sich nicht zwingend eine "Ausrede" einfallen lassen, denn Königinnen dürfen allgemein gesehen den Vater ihrer Jungen verheimlichen.^^
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Sep 15, 2014 6:40 pm

Während sie noch auf eine Antwort von Wisperwind wartete, registrierte Salbeiblüte, wie Milanpfote ich verabschiedete, um sich zu ihrem Mentor zu gesellen. "Bis später", verabschiedete sie ihre Ziehtochter lächelnd, dann richtete die Königin ihre Aufmerksamkeit wieder auf die schwarz-weiße Kätzin vor ihr. Sie konnte förmlich spüren, wie Wisperwind mit sich selbst kämpfte, aber Salbeiblüte konnte nur Vermutungen darüber anstellen, was der Grund sein konnte. Ja, die Kätzin war definitiv schwanger, aber vielleicht wusste sie selbst das ja noch nicht, oder war sich nicht sicher. Die Weiße erinnerte sich nur allzu gut daran, wie sie, als sie ihren Wurf erwartet hatte, in Panik geraten war. Schlussendlich hatte sie die Jungen völlig unverantwortlich der Kälte des Schnees ausgesetzt. Heute konnte sie darüber nur den Kopf schütteln, aber damals hatte sie es eben nicht besser gewusst. Umso schöner, wenn ich jetzt anderen Königinnen mit meinem Wissen helfen kann, dachte sie glücklich. Ihre grünen Augen ruhten nun auf dem Gesicht ihres Gegenübers, sie wollte nicht die ganze Zeit den rundlichen Bauch anstarren, nur, damit Wisperwind sich noch unwohler fühlte. Schließlich öffnete die Kätzin endlich den Mund, und bestätigte das, was Salbeiblüte schon wusste. Sie erwartete Jungen.
Nur schien die Kriegerin - nein, Königin - völlig überfordert mit der Situation zu sein. Zum Einen wusste Salbeiblüte, dass das anfangs normal war, aber sie würde Wisperwind helfen müssen. Die Aussage, dass die Schwarz-weiße keine Jungen haben wollte, verwunderte sie dann doch ein wenig. Sie hatte Wisperwind nie mit einem Kater zusammen gesehen, wusste nichts von einem Gefährten, und da die Jungen "ungeplant" waren, kam Salbeiblüte zu dem Schluss, dass diese wohl durch eine Affäre oder etwas Einmaliges entstanden waren. Die Neugier drohte , die Kätzin zu überwältigen, aber sie hielt sich zurück und erkundigte sich nicht sofort nach dem Vater des Wurfes. Zuerst wollte sie Wisperwind beruhigen. "Du brauchst keine Angst zu haben, was die Herkunft deiner Jungen angeht", miaute sie leise und sanft , "Niemand kann dich dazu zwingen, zu sagen, wer ihr Vater ist, und wenn du deutlich machst, dass du diese Information nicht gibst, wird dich auch niemand fragen. Mach dir also darum keine Sorgen" Sie lächelte der Kätzin zu, dann fuhr sie fort : "Was den Rest angeht, kann ich dir natürlich helfen. Zuerst solltest du, wenn sie wieder da ist , Kleeblatt aufsuchen. Ansonsten kann ich dir gerne ein Nest in der Kinderstube einrichten, und wenn du etwas brauchst, kannst du jederzeit zu mir kommen." Der Schweif der Königin strich sanft über Wisperwind's Rücken , da glitt ihr Blick zu einem kleinen Fellbündel, was mitten auf der Lichtung saß. Verärgert erkannte Salbeiblüte eines ihrer Ziehjungen, was sich mitten in der Nacht aus dem Bau geschlichen hatte. "Entschuldige mich kurz", miaute sie Wisperwind zu, dann eilte die weiße Kätzin über den Platz, auf Federjunges zu.
Ihre grünen Augen glitten besorgt über den kleinen Körper des Jungen , dann fragte sie wütend : "Was machst du denn um diese Uhrzeit hier? Du solltest längst schlafen!" Ohne sich irgendwelche Ausreden anzuhören, packte sie das Fellbündel und trug es in die Kinderstube zurück, dann ließ sie es auf einem weichen Moospolster sinken. "Ich komme gleich, versuch jetzt aber, zu schlafen!", meinte sie , nun schon etwas sanfter, dann verließ die Kätzin den Bau erneut und trabte wieder zu Wisperwind. "Wenn du willst, kannst du schon jetzt mit in die Kinderstube kommen", schlug sie vor.

[verabschiedet Milanpfote | denkt nach, redet mit Wisperwind | sieht Federjunges, trägt sie in die Kinderstube | wieder bei Wisperwind, schlägt vor, in die Kindestube zu gehen]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mi Sep 17, 2014 4:11 pm

Salbeiblüte hatte mich einfach im Nacken gepackt und wieder in die Kinderstube geschleppt. Ich hatte sie verärgert. Jetzt rollte ich mich wieder in meinem Nest zusammen und bemühte mich, nicht einzuschlafen, denn ich hatte Angst vor dem Traum.
~Regenjunges' angsterfülltes Rufen und die Stimme meiner Mutter drangen mir tief in die Knochen. Nein, jetzt nicht einschlafen! ~Der Regen war so eisig kalt, meine Schwester klang so verzweifelt. ich wollte sie suchen, doch meine Pfoten gehorchten mir nicht. Nicht die Gedanken loslassen, nicht einschlafen! ~Die Nebelschwaden wurden immer dichter, die Rufe meiner Verwandten immer lauter... Ich bin nicht müde, ich schlafe jetzt nicht ein! ~"Federjunges! Hilfe! Hilf mir, Federjunges!", hallten die panischen Rufe meiner Schwester durch die Nacht. Ich riss meine Augen auf und bemühte mich, mein gesträubtes Fell wieder anzulegen. Der Schlaf drohte, mich zu überwältigen, doch das durfte nicht passieren! ~ich sah meine Mutter, ganz blass, durch den Nebel. Zu ihren Füßen saß meine schwester und neben ihr stand ein Kater, dessen Gesicht und Fellfarbe ich nicht erkennen konnte. Verzweifelung durchfuhr mich und ich sprintete los. Als ich meine Familie fast erreicht hatte, klaffte plötzlich vor mir ein Abgrund. Entsetzt musste ich zusehen, wie die drei Körper, meine Schwester, meine Mutter und mein Vater, in der Tiefe, im endlosen Nichts verschwanden. ich hatte mein Nest zerwühlt und zerfetzt, als ich den Katzen in meinem Traum nachgejagt war. Jetzt setzte ich mich zitternd auf und starrte in die Dunkelheit. Das fahle Mondlicht sickerte durch die Zweige und tauchte alles um mich herum in einen silbernen Schimmer.

[versucht, zu schlafen, wacht fünf Mal wieder auf, schaut in die Dunkelheit]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mi Sep 17, 2014 6:23 pm

Stumm lauschte ich den Worten Salbeiblütes, konzentrierte mich ganz auf sie. Meinen rundlichen Bauch vergaß ich für einen Moment und ich fühlte mich, als würden wir über eine andere Kätzin reden. Dass nicht ich Junge erwartete; wir redeten über eine andere Kätzin, die ungeplante Junge bekommen würde. Doch als Salbeiblüte endete, blinzelte ich verwirrt und nickte schließlich. Es ging um mich, das musste ich einsehen. Ich müsste stärker denn je aufpassen was ich sagte, denn keiner durfte erfahren, dass Heidepelz der Vater war. Die Kätzin hatte Recht. Ich musste nicht erzählen wer der Vater der Jungen war, das ging niemandem etwas an. Sicher würden sie ihre eigenen Vermutungen anstellen, doch dies konnte mir egal sein.
Ich hatte das Gefühl vor lauter Dankbarkeit zusammenbrechen zu müssen. Doch ich hielt mich auf meinen Beinen und musste leise lachen, während mir Tränen in die Augen stiegen. Tränen der Dankbarkeit, des Glücks. Die Unsicherheit war jedoch nicht verschwunden, sondern hatte sich in die kleinste Ecke meines Körpers verzogen. Sie würde irgendwann mit ihrer geballten Stärke zurückkommen und ich würde in diesem Moment stark sein müssen. Doch nun erlaubte ich mir meine Verzweiflung abzulegen, mich zu freuen. Ich hatte mir gewünscht, dass ich einmal Mutter werden würde. Zwar hatte ich es mir romantischer vorgestellt - mein Gefährte, die Jungen und ich und nicht ich alleine mit Jungen, die ihren Vater nicht kannten - aber ein Traum ging in Erfüllung. Ich durfte mich freuen.
"Vielen Dank Salbeiblüte. Ich ... hätte nicht gewusst was ich hätte tun sollen. Ich musste wirklich verzweifelt gewesen sein, nicht wahr?", miaute ich kichernd, langsam kehrte ich zu meinem normalen Ich zurück. Nur zu deutlich spürte ich den Schweif der Kätzin auf meinem Rücken. Früher wäre mir das unangenehm gewesen, schließlich hatte ich nie viel mit der weißen Königin zu tun gehabt. Doch nun wirkte es fast so, als wäre sie meine Freundin, die auf mich aufpasste und mir die Dinge erklärte, die ich selbst nicht verstand. Dankbar schnurrend sah ich ihr in die Augen und entdeckte im selben Moment wie sie das kleine Kätzchen, das aus der Kinderstube kam und sich mitten auf die Lichtung setzte. Anscheinend war es eines der Ziehjunges Salbeiblütes, denn diese entschuldigte sich einen Herzschlag später und schritt auf das Junge zu, packte es am Nackenfell und war im nächsten Moment schon auf dem Weg zur Kinderstube, in der sie verschwand. Mein Blick ruhte auf dem Bau. In diesem eng verschlungenen und mit Heidekraut und Farn ausgestopften Ginsterbusch würde ich einziehen und leben, bis meine Jungen zu Schüler ernannt werden würden. Eine lange Zeit. Ich würde nichts tun können, nur warten. Ich würde in der Kinderstube zusammen mit Salbeiblüte und Flockentanz wohnen. Flockentanz. Meine Augen wurden zu Schlitzen und meine Ohren zuckten unbehaglich. Die Gefährtin Heidepelzes, die Mutter seiner Jungen, seine große Liebe. Meine Feindin. Besonders ihr gegenüber würde es mir schwer fallen keine Schuldgefühle zu haben. Schließlich wurde sie betrogen, ich war die Kätzin, die sie hassen sollte.
Vielleicht tat sie dies bereits, wir waren nie gute Freundinnen gewesen.
Ich musste schlucken, als Salbeiblüte wieder auftauchte und zu mir trottete. Sie schlug mir vor, dass ich jetzt mit in die Kinderstube kommen könnte. Nickend signalisierte ich ihr, dass ich zustimmte und trabte mit weichen Beinen zu dem flachgewachsenen Gebüsch. Bevor ich mir irgendwelche weiteren Gedanken machen konnte schlüpfte ich hinein und fand mich in einer Kuhle wieder, in der sich die Nester befanden. Zuerst fiel mir Flockentanz ins Auge; ihre drei Jungen lagen dicht an sie gedrängt und schlafend bei ihr. Dann entdeckte ich das Junge, das eben noch auf der Lichtung gewesen war. Es schien einen schlechten Traum zu haben, denn es trat aus, kratze um sich und zerstörte so sein Nest. Es setzte sich wieder auf und ich erkannte an dem Geruch, dass es eine Kätzin war. Zitterte die Kleine etwa? Ich tapste zu ihr und legte meinen Schweif um ihren kleinen Körper.
"Alles ist gut. Es war nur ein Traum", miaute ich sanft und lächelte leicht. Dann warf ich Salbeiblüte einen fragenden Blick zu. Wusste sie, was dem Jungen solche Sorgen bereitete, dass es ihm sogar in die Träume verfolgte? Ich erhob mich wieder, sicher würde die kleine Kätzin lieber von ihrer Ziehmutter getröstet werden als von einer Fremden. Ich räusperte mich und sah mich dann unsicher um. Wo würde ich schlafen? Musste ich mir ein neues Nest bauen?

[bei Salbeiblüte, spricht mit ihr, denkt nach, schlüpft in Kinderstube, tröstet Federjunges, schaut sich dann unsicher um]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mi Sep 17, 2014 9:25 pm

Eine Bewegung im Eingang ließ Flockentanz aufschauen. Eine Katze betrat den Bau. Waren die Katzen von der Versammlung schon zurück? Doch es war weder Heidepelz, noch eine andere Katze, die sie erwartet hätte. Es war Wisperwind. Der Schweif der weißen Königin zuckte unruhig und sie musterte die Andere misstrauisch. Auch wenn sie im Kampf um Heidepelz gegen Wisperwind gesiegt hatte, konnte sie die Katze immer noch nicht leiden. Und Wisperwind schien nicht anders zu fühlen. In diesem Punkt konnte sie die Kätzin verstehen. Sie selbst hätte nicht anders reagiert, hätte der zweite Anführer sich für Wisperwind entschieden. Aber das hatte er nicht getan. Er hatte sich für Flockentanz entschieden. Und er liebte sie. Und sie war froh, mit ihm gemeinsam 3 gesunde Junge zu haben. Doch sie vermisste die Freiheit. Die Patrouillien, die Jagden. Aber esdauerte nicht mehr lange. Bald würden ihre Kleinen Schüler werden und das Kriegerleben kennen lernen. Sie lächelte leicht und holte sich zurück in die Realität. Ihr Blick striff den Bauch Wiserwinds und ihre klaren, blauen Augen weiteten sich überrascht. Der Bauch war verdächtig gewölbt und sie wirkte nicht so, als suche sie jemanden. Flockentanz' Interesse geweckt und sie wirkte eher neugierig als abgeneigt. Wer war der Vater? Und wieso wirkte sie so unglücklich? Für einen kurzen Moment tat ihr die Andere leid, wie sie so ganz alleine im Eingang stand und sich hilflos umblickte. Vielleicht war sie doch keine so schlimme Katze? Wenn sie Junge erwartete, musste das ja heißen, dass sie einen Gefährten gefunden hatte. Und immerhin hatten sie jetzt etwas gemeinsam. Doch vielleicht wäre eine Freundschaft mit der Katze keine gute Idee. Sie musste es ausprobieren. Sie versuchte den Blick der Weißen einzufangen und lächelte verständnisvoll. »Brauchst du Nestmaterial?«, miaute sie mit klarer Stimme. »Dort hinten liegt noch welches.« Sie deutete mit ihrem Kopf in die Ecke der Kinderstube, wo noch ein wenig Moos lag.

[sieht Wisperwind, denkt nach, spricht mit Wisperwind]
Out: Grottiger Post. ._.
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mi Sep 17, 2014 9:38 pm

Manchmal war es ihr ein Rätsel wie sie diesem eindringlichen Blick standhalten konnte, wie sie das über mehr als fünf Monde gelernt hatte - ab und zu schon gedacht hatte, dies nie zu schaffen - aber nun schlussendlich doch Blickkontakt mit Drachenglut halten konnte. Wenn Milanpfote so in seine Augen sah, kam ihr der Krieger gar nicht so beängstigend und kalt vor. Klar, Kälte glitzerte in seinen goldgelben Augen und oft schimmerten darin zusätzlich die Schatten von Verachtung oder Abscheu, doch wenn sie ihn ansah, waren seine Augen klar. Ob er seine negativen Gefühle wohl nur vor ihr verbarg, um sie als seine Schülerin nicht vollkommen zu verängstigen? Wie auch immer diese Frage zu beantworten war, zumindest schien er ihr nicht die Abweisung entgegen zu bringen wie anderen Katzen. Wollte er … sie vielleicht nicht verletzen? Ob er in ihr ein zartes Geschöpf sah, was zu naiv war, um die vollkommene Grausamkeit der Welt zu erkennen? Hatte er vielleicht Bedenken, sie zu zerstören? Nein, sagte sie sich, Das grenzt fast an Besorgnis und Schutzbedürfnis gegenüber einer Katze. So ist er nicht, dafür ist sein Denken schon zu sehr von Einsamkeit und Verbitterung eingenommen. während Schweigen zwischen ihnen herrschte, wandte beifällig den Blick ab und ließ ihn durch das Lager schweifen. Im Schatten zwischen Kinderstube und Ginsterwall leuchteten zwei blaue Augen, hell schimmernd vom Mondlicht und beobachteten sie. Verwundert musterte Milanpfote noch einen Moment das Augenpaar, ließ ihren Blick dann jedoch weiterwandern. Weshalb beobachtete Wolkenpfote sie? Hatte sie ihm irgendetwas getan? Es war wieder eines dieser Dinge, welche die Hellbraune bei ihrem besten Freund in letzter Zeit nicht verstand. Irgendwie schien er … komisch. Verändert. Oder hatte sie sich eher verändert?
Hat Drachenglut mich verändert?
Sie wusste es nicht, doch diese Frage jagte unwillkürlich einen Schauer durch ihren Pelz. Es war gut möglich, dass der Graue sie langsam aber sicher verändert hatte - doch zum Guten oder zum Schlechten? War sie verschlossener geworden? Dachte sie irgendwie mehr über die negativen Aspekte des Lebens nach? Nein, eigentlich nicht. Eher hatte sich ihre Perspektive erweitert, denn inzwischen stellte sie scheinbar feststehende Fakten mehr in Frage, bedachte ihre Entscheidungen gründlicher und versuchte, öfter auch die Nachteile und Grausamkeiten an Entscheidungen zu sehen. Und es war wohl kaum schlecht, wenn eine Katze mit mehr Reife und Bedachtheit an Dinge heran ging. Ihr Blick heftete sich wieder auf Drachenglut und die vorangegangene Scheu und Verlegenheit wurde von einer warmen Dankbarkeit verdrängt, welche das Grün ihrer Augen zum Schimmern brachte. Mondlicht ließ die Farbe zu einem milden Lindgrün verblassen, doch das Goldgelb nahe ihrer Pupille erstrahlte heller als zuvor. Plötzlich von einer seltsamen Gewissheit erfasst, entspannte sich Milanpfote merklich und die kleine Falte auf ihrer Stirn glättete sich wieder. Drachenglut war keine schlechte Katze. Auch wenn unzählige das vermutlich anders sahen, sie nicht. Er dachte vielleicht in anderen Mustern, doch erforderte nicht die Verständigung mit Katzen immer eine gewisse Akzeptanz? Ebenso war es bei dem Grauen - und es wäre falsch, ihn einfach nur als schwierigen Fall und eine schlechte Katze abzustempeln, nur, weil er anders dachte. Trotzdem er oft kalt war, er zerstörte keine Katzen - sie hatte er zu einer reiferen Kätzin gemacht und manchmal, manchmal hatte die junge Kätzin wirklich das Gefühl, dass ihm etwas an ihr gelegen war. Zumindest hatte er sie zu einer guten Kriegerin ausbilden wollen und dabei auch ihre Glückseeligkeit akzeptiert, ohne mit stoischer Verachtung auf sie herab zu schauen.
In seltsamen Einklang mit der Ruhe des Lagers saß Milanpfote still im weichen Gras neben Drachenglut und hielt dem Blick ihres Gegenübers stand. Seine Augen zeigten, dass es in ihm arbeitete, fast meinte sie zu sehen, wie er darüber nachsann, was er sagen und was er lieber für sich behalten sollte. Schließlich erhob er endlich seine tiefe Stimme, deren Müdigkeit der hellbraun Getigerten ein irritiertes Zucken ihrer Schnurrhaare entlockte.
„Das widerlegt aber keineswegs die Tatsache, dass die Nachrichten wichtig sind.“, erwiderte sie mit einem Lächeln, setzte sich auf und legte den Schweif über die Pfoten, während ihr Blick nachdenklich über die Lichtung wanderte. „Angenommen du als Anführer des WindClans erfährst, dass im See des FlussClans die Fische durch verseuchtes Wasser sterben, die Beute durch das Wasser auch vergiftet ist und der Clan leidet. Sicher wird der Anführer dies nicht direkt sagen, aber aus Andeutungen und bestimmten Verhaltensmustern kann man so etwas schließlich schlussfolgern. Jedenfalls hat man als Anführer des WindClans dann gewisse Bedenken, denn was passiert, wenn die Katzen des FlussClans keine Beute mehr haben und auch nichts zu trinken?“ Ihr Blick schweifte zu Drachenglut, verharrte einen Augenblick auf ihm und schließlich zuckte Milanpfotes Schwanzspitze leicht. Noch immer seinem Blick standhalten, fuhr sie fort: „Natürlich werden die Krieger irgendwann aus Not entweder im WindClan oder DonnerClan Territorium Beute und Wasser suchen - folglich musst du als Clananführer deine Katzen informieren und jedes Mitglied sollte fortan aufmerksamer sein. Nachrichten können uns also durch aus betreffen. Man kann nicht einfach sagen, sie seien egal.“ Sie verstummte kurz und verzog dann leicht das Gesicht. Bedauern stieg in ihren Augen auf. „Und außerdem … Ich- ich verstehe dich nicht. Nicht, dass ich andere Katzen besonders gut verstehe, aber … Weshalb ist in fast jedem deiner Sätze ein Wort enthalten, was mit Tod oder Leid zu tun hat? Siehst du das Glück wirklich nicht in der Welt? Junge zum Beispiel - die sind zwar nervig, und haben ihrer Mutter Schmerzen bereitet, aber sie sind so putzig, aufgeweckt und sorglos, so unbefleckt. Ist das nicht etwas Schönes? Oder … hast du dich niemals wohl gefühlt, wenn du mit einer anderen Katze zusammen warst? Kennst du … das Gefühl nicht, dass man sich einfach geborgen und glücklich fühlt ohne wirklichen Grund? Oder lässt du es vielleicht nicht zu?“ Ihre Stimme wurde immer leiser je mehr sie sprach und aus ihren Augen sprachen Mitleid und Trotz. Trotz gegen seine Auffassung der Welt, die nur auf Grausamkeit beruhte. „Wenn man nichts als Grausamkeit mehr sieht, wie kann man auch nur noch einen Tag leben?“
Sie wandte den Blick ab, verwirrt über die herausgesprudelten Worte und nun doch wieder leicht verlegen. Vielleicht sollte sie nicht so viel reden - es kam doch sowieso nichts dabei heraus. Im Endeffekt würde Drachenglut ihr nur wieder erklären, weshalb sie falsch lag. Oder er würde sich einfach abwenden. Von ihr.
Diese Vorstellung schmerzte und sie schloss die Augen, während ihre Pfoten sich fester in den weichen Boden des WindClan Lagers stemmten. Das letzte, was sie wollte war, dass er sich von ihr abwandte …
Nach einer Zeit der Stille wagte Milanpfote einen Blick zu ihrem Mentor und konnte ihre Überraschung nicht unterdrücken, als sie ihn auf seine Pfoten starrend vorfand. „Es ist wahr.“, maunzte er leise. „Es gibt kaum eine Katze, die mir etwas bedeutet. ... Sehr wenige... Doch es wäre eine Lüge, zu sagen, dass es sie nicht gäbe. Mittlerweile.“
Unwillkürlich machte ihr Herz einen Sprung und ein hoffnungvoller Schimmer erfüllte ihre grüngelben Augen. Betreten wandte sie den Blick ab, um ihm dieses Gefühl nicht zu zeigen - sie wollte nicht, dass er es wusste, dass er es auch nur ahnte … doch inzwischen war es sowieso zu spät. Ihre rötlich gefärbten Ohrspitzen, die Andeutungen, … Es waren sicher alles eindeutige Hinweise für einen Kater wie ihn, welcher jede Katze nur mit einem Blick aus seinen durchdringenden, goldgelben Augen zu durschauen schien. Ich bin so ein Mäusehirn …
Sie schwieg, doch schließlich konnte sie es nicht mehr aushalten, seinen Blick auf ihrem getigerten Pelz zu spüren, ohne ihm dabei in die Augen sehen zu können. Ihre Blicke trafen sich und sofort registrierte Milanpfote alles, was auch nur im Ansatz auf die Gedanken des Grauen schließen lassen könnte. Seine Ohren hatte er aufgestellt, die Augen leicht geweitet und voller Ruhe in die ihren versenkt. Sie sahen sich nur an und eine wärmende Ruhe ergriff von der kleinen Kätzin Besitz, ließ ihre Brust prickelt und ihr Nackenfell kribbeln. Seine Augen … Sie schienen erneut verändert, aufmerksamer, wärmer, interessierter … Fast sehnsuchtsvoll. Als würde er etwas suchen, etwas begehren und hoffte, es in ihr zu finden. Ein absurder Gedanke, doch er erfüllte die Kätzin mit einer stärkeren Hoffnung - nicht nur darauf, dass er vielleicht doch etwas an ihr fand, nein auch darauf, dass er doch nicht so verloren war. Vielleicht wollte er dieser Grausamkeit seiner Gedanken entkommen, vielleicht hatte er in ihr eine Katze gefunden, die ihm Halt gab, ihm zeigte, wie es sein konnte glücklich zu sein. Und vielleicht wollte er ihr sogar zuhören, ihre Gedanken in sich aufnehmen, um endlich Glück in seinem Leben zu finden.
Milanpfote wusste nicht, wie lange sie sich so ansahen. Sie wusste nur, dass es ein unbeschreibliches Gefühl war, intensiver und aufregender als alles, was sie bisher gespürt hatte. Ihr Herz erwärmte sich in ihrer Brust und in diesem Moment war es um sie endgültig geschehen. Dieser Kater war etwas Besonderes - für sie. Und er gab ihr das Gefühl, wichtig zu sein, mehr zu sein, als eine junge, naive Kätzin. Vielleicht tat er es unbewusst, aber immerhin tat er es. Sie hatte sich in ihn verliebt.
Drachengluts leise Worte schienen jeglichen Zusammenhang zu entbehren, doch das war nicht wichtig. Einzig seine Wortwahl und vor allem den Unterton ließen Milanpfote lächeln. Hatte er da gerade tatsächlich verständnisvoll geklungen?
Schon öffnete sie den Mund, um „Danke, aber dafür kannst du nichts.“ zu miauen, als ihr die Lüge in dieser Aussage bewusst wurde. Wer, wenn nicht er, hielt sie denn des Nachts wach … Und so schwieg sie beklommen, lächelte in sich hinein und zuckte in einer halb verlegen, halb verschmitzt anmutenden Art mit der Schwanzspitze.

[bei Drachenglut am Grasfleck]

OUT: Das wäre echt genial, wenn Flocke und Wisper sich jetzt anfreunden würden xD und dann vereinte Kätzinnenpower gegen Heide ;P
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Do Sep 18, 2014 6:44 pm


First Post
Azaleenjunges, lag schweigend in ihrem Nest, während sie versuchte die verschiedenfarbigen Augen geschlossen zu halten, doch sie würde nicht schlafen können. Dafür war Azaleenjunges nämlich zu aufgeregt,da sie wissen wollte was auf der großen Versammlung geschehen war. Solange sie sich nicht selbst ein Bild von der Versammlung machen konnte, würde sich die gescheckte Kätzin wohl auf Erzählungen verlassen müssen. Leise seufzte das Junge und vergrub sofort wieder die Schnauze im Nestmaterial, ehe sie niesen musste. Die Schildpattkätzin fuhr in die Höhe, erschrocken von dem lauten, quitschenden Ton den sie gerade von sich gegeben hatte. Hoffentlich hatte sie niemanden geweckt? Ein Schrei ließ Azaleenjunges zusammen zucken, bevor die langbeinige Kätzin aus dem Nest kletterte und Wisperwinds Stimme folgte. "..nur ein Traum", hatte die bunte Kätzin noch gehört. "Federjunges, alles in Ordnung?", maunzte die gescheckte Kätzin und legte den Kopf schief. Wie naiv dies doch klang. Es iritierte das bunte Kätzchen ein wenig, wie ihr diese einfachen Sätze, Fragen, Wörter immer entglitten. So unpassend, dabei hatte sie noch nicht einmal vorgehabt irgend etwas von sich zu geben. Sie hatte sich doch vorgenommen nicht immer solche dummen Fragen zu stellen, die Katzen nicht zu nerven. Sie schaute Wisperwind einen Moment lang aus ihren seltsamen ungleichen Augen an. Warum hatte sie diese Augen eigentlich? Eine Laune der Natur?
Sie schaute zu Boden. Das Kätzchen mochte direkten Augenkontakt nicht. Aus irgendeinem Grund war es ihr eben unangenehm mit diesen Augen in die Welt zu schauen, selbst wenn sie die Farben gar nicht schlimm fand. Nur eben einzeln und nicht als Pärchen vertreten. Sie warf einen Blick auf Federjunges. Welcher Traum hatte die graue Kätzin so geplagt, hatte ihr den Schlaf geraubt. Wie konnte der Traum, Federjunges das bloß antun. So genau wollte sie gar nicht wissen was Federjunges dermaßen verschreckt hatte, dass sie sich die Blöße gab zu schreien. Es kam der gescheckten Kätzin seltsam vor, bei Nacht aus dem Nest zu klettern, um eine bekannte Unbekannte zu fragen ob alles in Ordnung war. Die großen dunkelgrauen Ohren der schildpattfarbenen zuckten leicht nervös. Sie sollte unbedingt öfter mit Katzen sprechen, die sie nicht gut kannte. Es schien ihr so unwirklich wie das silbrige Mondlicht in die Kinderstube schlich und sein Licht die Augen der Katzen funkeln ließ, ebenso die der Bunten. Eines goldgelb und das andere Veilchenfarben. Seltsame Kombination.

[liegt wach, niest, hört Federjunges Schrei, klettert aus dem Nest, fragt Federjunges etwas]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Do Sep 18, 2014 7:17 pm

Wisperwind hatte ihren buschigen Schweif um mich geschlungen und tröstete mich. Zittern schmiegte ich mich an sie. Auch Azaleenjunges kam aus ihrem Nest zu mir gekrochen und fragte mich, ob es mir gut ginge. Ich nickte zögerlich, noch immer an Wisperwinds warmen, rundlichen Bauch gedrückt. Ich mochte Azaleenjunges, ihre verschiedenfarbigen Augen fand ich wunderschön. Nur hatte ich das Gefühl, dass sie selbst mit ihren Augen nicht sonderlich zufrieden war. sicher, einige Katzen schauten sie deshalb komisch an, doch was man nicht verstecken kann, sollte man betonen. Diese Gedanken hatten mich kurz abgelenkt, doch jetzt machten sich meine Träume wieder in mir breit. Das Bild der drei Katzen, die in den Abgrund des Todes stürzten, konnte ich nicht wegwischen, vor allem, weil es sich bei ihnen um meine Familie handelte. Ich rückte wieder ein Stück von Wisperwind weg, denn vielleicht war es ihr unangenehm, wenn sich ein fremdes Junges so nah an sie kuschelte.

[Lässt sich trösten, denkt über Azaleenjunges nach, rückt wieder von Wisperwind ab]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Do Sep 18, 2014 7:29 pm

Mein Blick ruhte auf einem weiteren Jungen, das nun ebenfalls aufgewacht war. Es war eine hübsche kleine, dreifarbige Kätzin mit verschiedenfarbigen Augen. Das eine hatte die Farbe, die an ein Veilchen erinnerte, das andere war schön gelb. Sie wirkte so klein und süß, als sie so dasaß, mich anschaute und dann schnell den Blick senkte. War sie Blickkontakte nicht gewohnt oder war es ihr einfach unangenehm? Ich lächelte die Kleine an und überließ das Junge, das den Albtraum gehabt hatte, die Antwort. Federjunges hieß das graue Kätzchen also. Ein schöner Name. Leicht und weich wie eine Feder. Passte es zu der schmal gebauten, kleinen Federjunges, die ihr Nest so schnell zerstört hatte? Strafte ihr zierliches Aussehen ihrem Charakter Lügen? Nein, das glaubte ich nicht. Aber Federjunges Albtraum bereitete mir Sorgen - ich hoffte, dass es bei einem bleiben würde.
Ich bemerkte, wie Federjunges sich an mich drückte und ich lächelte liebevoll. "Es ist alles in Ordnung Federjunges. Es war nur ein Traum, es ist alles gut. Wenn du wieder einen Albtraum hast, kannst du gerne zu mir kommen, ich bin für dich da", beruhigte ich die Kleine sanft und blickte ihr mit ehrlichen, honigfarbenen Augen in das Gesicht. Wieder fragte ich mich, von was oder von wem Federjunges geträumt haben musste. Und nun wusste ich, dass ihr Name perfekt zu Federjunges passte. Wie hatte ich jemals etwas anderes denken können?
Da riss mich eine klare, vertraute Stimme aus den Gedanken. Sofort machten sich Schuldgefühle in mir breit, noch ehe ich mich der weißen Königin namens Flockentanz zuwandte. Sie hatte mich gefragt, ob ich noch Nestmaterial brauche und fügte hinzu, dass in einer Ecke noch etwas liegen würde. Ich schluckte.
"Dankeschön. Ich werde mir etwas holen...", antwortete ich mit rauer Stimme und trat leise, damit ich die schlafenden Jungen nicht weckte, zu dem gelagerten Moos. Ich nahm mir etwas, rollte es zur Kugel und schaute mich dann nach einer geeigneten Stelle in der Kinderstube um. Platz wäre noch neben Flockentanz, doch ich wusste nicht, ob es der Königin unangenehm sein würde, wenn ich so dicht neben ihr liegen würde. So richtete ich mein Nest etwa zwei Schwanzlängen von der Kätzin entfernt ein und als ich schließlich zufrieden mit meiner Arbeit war, seufzte ich und legte mich in das unbenutzte Nest. Es roch noch nicht nach mir wie das im Kriegerbau, doch ich genoss den Geruch von dem Moos, das mich an das WindClan - Gebiet erinnerte. Zwar musste das Nestmaterial schon länger hier liegen, weshalb der Geruch schon etwas abgestanden war, aber mit meiner feinen Nase nahm ich den beruhigenden Moosgeruch wahr.
Ich sah erneut zu Flockentanz, wollte etwas sagen. Irgendetwas. "Deine Jungen sind wunderschön. Sie werden bald zu Schülern ernannt, habe ich Recht?", miaute ich schließlich sanft und lächelte, als ich meine Augen von ihrem Gesicht zu den drei Körpern gleiten ließ, die zusammengerollt neben ihr schliefen. Zwei von den Jungen hatten denselben rotgetigerte Pelz wie Heidepelz, nur die Kätzin hatte sturmgraues Fell. Und zum ersten Mal machte ich mir Gedanken, wie meine eigenen Junges aussehen würden.

[betrachtet Azaleenjunges, antwortet Flockentanz, baut sich ein Nest, spricht Flockentanz an]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Do Sep 18, 2014 10:04 pm

Aufmerksam beobachtete Flockentanz, wie Wisperwind sich ein wenig Moos zusammenrollte, zwei Schwanzlängen entfernt ihr Nest aufbaute und sich seufzend niederließ. Die Königin konnte sich noch erinnern, wie sie in die Kinderstube gezogen war. Wie der Milchgeruch und die Wärme sie trotz der Strapazen der Geburt ihrer Jungen warm empfangen hatten. Sie fragte sich, wie Wisperwind die Kinderstube wahrnahm. Ob sie die Atmosphäre mochte, oder nicht. Ob sie überhaupt hier sein wollte. Und die Frage, die Flockentanz' am meisten auf der Zunge brannte: Von wem waren die Jungen? Die Weiße konnte sich nicht erinnern Wisperwind jemals mit einem anderen Kater herumturteln gesehen zu haben, aber in der Kinderstube bekam sie natürlich nicht so viel mit, als wenn sie im mit den anderen Kriegern im Kriegerbau zusammen lag.
Aber die weiße Katze wirkte nicht sonderlich glücklich oder verliebt. Eher besorgt und nervös. Sollte sie nicht glücklich sein? Sie konnte sich keine weiteren Gedanken machen, denn in diesem Moment begann sie zu sprechen. Sie nickte leicht. »Ja, sie sind schon süß, allerdings auch manchmal mit ihren Streitereien ziemlich nervig.« Sie schmunzelte. »Das stimmt. Und ich glaube, dass es ihnen gut tun wird, endlich aus der Kinderstube rauszukommen.«, miaute sie. »Aber trotzdem werde ich die Kinderstube vermissen.« Bei dem Gedanken daran, aus der Kinderstube auszuziehen, spürte sie leichte Trauer aufkommen. Sie hatte sich so an diesen Bau gewöhnt, dass es seltsam sein würde, wieder in den Kriegerbau zu kommen. Hastig vertrieb sie die Gedanken daran, und wandte sich wieder Wisperwind zu. Sie war an der Reihe, eine Frage zu stellen. Die Königin musterte die Andere intensiv. Sie wusste, dass es ihr nicht zustand nach dem Vater der Jungen zu fragen, also legte sie diese Frage vorerst auf Eis. »Freust du dich schon auf deine Jungen?«

[denkt  nach, antwortet Wisperwind, fragt Wisperwind]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Fr Sep 19, 2014 1:26 pm

Nachdem der Farblose Milanpfote sein Verständnis ausgedrückt hatte und ihr beteuert hatte, dass es ihm leid tat, wie sie des Nachts um jede Minute Schlaf kämpfte, weil ihr die Gedanken dazu keine Zeit mehr lassen wollten, hatte die Kätzin zunächst so ausgesehen, als wollte sie noch etwas sagen. Ihr Mund öffnete sich und in den Augen war etwas zu erkennen, was darauf schloss, dass sie etwas erwidern wollte. Dann aber hielt sie inne, schloss den Mund und lächelte ein wenig verlegen. Zwar zuckte ihre Schwanzspitze noch ein wenig hin und her, aber nach einer Weile des Wartens wurde dem aschgrauen Kater doch klar, dass sie die Stimme nicht noch einmal erheben würde. Der Himmel war mittlerweile tiefschwarz und die Sterne und das Silbervlies glitzerten und leuchteten so klar und deutlich, als könne man sie anfassen, wenn man nur die Pfoten ausstreckte. Längst hatten die Grillen aufgehört, ihr zirpendes Lied zu singen und auch die Katzen, die noch vor kurzem träge durch das Lager getrottet oder sich tuschelnd unterhalten hatten, hatten nun zumeist ihre Baue aufgesucht, um sich hinzulegen.
Es war vollkommen still.
Nur Abendsonne und Obsidianmond saßen noch immer vor dem Eingang im Ginsterwall und bewachten die Dunkelheit der Nacht - Drachenglut fiel es nicht schwer, ihre Silhouetten in der Ferne einfach zu ignorieren.
Stattdessen gingen ihm Milanpfotes Worte nicht aus dem Kopf. War es nur der Klang ihrer Stimme, der dafür sorgte, dass das, was sie sprach, angenehm in seinem Kopf widerhallte und einfach nicht verstummen wollte? Wollte sein Kopf ihre Stimme festhalten, weil er sich ihre tröstliche Sanftheit bewahren wollte? Oder konnte er tatsächlich nicht aufhören, über das nachzudenken, was sie gesagt hatte? Jedoch fühlte Drachenglut, wie sich alles in ihm sträubte, während er sich in Erinnerung rief, wie sie versucht hatte, ihn von der Bedeutung von Nachrichten zu überzeugen. Als wenn es eine Bedeutung hätte, wie Anführer irgendwelcher Clans auf Nachrichten reagierten. Eine Bedeutung für alle. Konnte Milanpfote denn nicht über den kleinlichen, nichtigen Rahmen der Clangrenzen hinweg sehen? War es tatsächlich so, dass nur er diesen Blick hatte? Dass nur er erkannte, dass im Vergleich zur gesamten Welt und dem Leid aller Katzen im Gebirge das Schicksal eines einzigen Clans an jeglicher Bedeutung verlor? Und wie man ihr Beispiel auch drehte und wendete, bedeutete es doch nur Leid. Leid für die, die nichts mehr zu fressen oder zu trinken hatten und deshalb starben, stehlen mussten und in Verzweiflung versanken. Leid für die, die sich gegen die Diebe wehrten, statt ihnen zu helfen und sich in blutige Kämpfe stürzte, wenn die Fronten sich erst einmal verhärteten.
Beinahe hätte er die hellbraune, zarte Kätzin unterbrochen und ihr all das ins hell getigerte Gesicht gesagt - wie sehr sehnte er sich danach, dass sie endlich verstand, was er sah. Wie gerne hätte er für den Bruchteil eines Momentes ihr die Augen geöffnet, ja er spürte geradezu einen unwiderstehlichen Drang, ihre Gedankenordnung nieder zu reißen, damit er sich mit seinen dunklen Grübeleien nicht mehr so alleine fühlen musste. Aber schon einen Herzschlag später bereute er, sie beinahe unterbrochen zu haben, und war froh gewesen, den Mund gehalten zu haben. Als ihre Augen sich plötzlich mit Bedauern füllten und ihre Zerrissenheit zum Ausdruck brachten, während sie aufrichtig zugab, Drachenglut nicht verstehen zu können.
"Weshalb ist in fast jedem deiner Sätze ein Wort enthalten, was mit Tod oder Leid zu tun hat?", hatte sie aufbegehrt, "Siehst du das Glück wirklich nicht in der Welt? Junge zum Beispiel - die sind zwar nervig, und haben ihrer Mutter Schmerzen bereitet, aber sie sind so putzig, aufgeweckt und sorglos, so unbefleckt. Ist das nicht etwas Schönes? Oder … hast du dich niemals wohl gefühlt, wenn du mit einer anderen Katze zusammen warst? Kennst du … das Gefühl nicht, dass man sich einfach geborgen und glücklich fühlt ohne wirklichen Grund? Oder lässt du es vielleicht nicht zu?"
Er hatte lediglich ganz leicht die Ohren angelegt, aber nichts erwidert. Jetzt ärgerte er sich beinahe über seine stumme Sturheit. Diese Worte lösten in ihm ein fürchterlich schlechtes Gewissen aus. Sie sprach so offenherzig von ihren Gefühlen und ihrer Sicht auf die Dinge, betrachtete die Dinge der Welt auf so glückliche, unbescholtene Art. Niemals hätte er das kaputt machen wollen, viel eher noch klang es wundervoll in seinen Ohren, so zu denken und zu leben wie sie. Und jetzt im Nachhinein hätte er ihr gerne gesagt, dass er das Gefühl kannte, ohne Grund glücklich zu sein. Dass er wusste, wie es war, sich in Gegenwart einer anderen Katze wohl zu fühlen - so wie jetzt. Bei ihr.
Er musste nur den Mund öffnen. Warum tat er es nicht? Er konnte wohl nicht über seine eigenen Schatten springen, als wanden sie sich um seine Pfoten und hielten ihn fest.
"Wenn man nichts als Grausamkeit mehr sieht, wie kann man auch nur noch einen Tag leben?", hallten ihre Worte immer und immer wieder in seinen Ohren.
Stimmt eigentlich... wie kann man nur so leben?, fragte Drachenglut sich selbst mit zu düsteren Schlitzen verengten Augen.
Wie kannst du nur so leben, Drachenglut?
Er atmete sehr tief ein und wieder aus und fühlte sich erschöpft, als er aufsah und versuchte, all diese Gedanken zunächst fort zu schieben, sich wieder frei zu machen von dieser Zwickmühle in seinem Herzen. Außerdem schritt die Nacht immer weiter voran.
"Du solltest schlafen gehen, Milanpfote, oder es wenigstens versuchen. Übermüdung lässt einen unachtsam und unvorsichtig werden.", murmelte der Farblose ohne die Kätzin an seiner Seite anzuschauen und stand langsam auf. Gerade wollte er ohne ein weiteres Wort des Abschieds einen Schritt in Richtung Kriegerbau machen, verharrte jedoch mit der großen Pfote in der Luft, spürte eine frische Brise in seinem dicken Schulterfell, setzte die Pfote bedächtig wieder ab und drehte sich nun doch noch einmal zu ihr um.
"Wenn wir trainieren, draußen im weiten Moor, fernab des Lagers... Wenn wir reden und beisammen sitzen... fühlst du dich dann... grundlos glücklich? Fühlst du dich wohl, in Gesellschaft von jemandem wie mir?"

[redet mit Milanpfote am Grasfleck]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Fr Sep 19, 2014 3:08 pm

Natürlich bemerkte ich Flockentanz' Blick, der mir folgte und schließlich auf mir ruhte, als ich mich in mein neues Nest legte. Es war mir unangenehm, denn ich wusste nicht, was ihr dabei durch den Kopf ging. Hatte sie wohlmöglich Mitleid? Oder war sie - was wahrscheinlicher war - neugierig, wer der Vater der Jungen war? Sie dachte, dass sie den Kampf um Heidepelz gewonnen hatte, weshalb sie sich keine Sorgen zu machen brauchte. Niemals würde ihr in den Sinn kommen, dass der Rotgetigerte auch mich liebte und sie hinterging...
Ich musste erneut schlucken und sah zu meinen Pfoten hinab. Auch ich hätte nie von dem Deputy gedacht, dass er seine Gefährtin hintergehen würde. Wäre ich seine Gefährtin und Flockentanz seine Geliebte, er würde mein Herz brechen, wenn ich es herausfinden würde. Aber es war nun einmal wie es war und ich war glücklich darüber, auch wenn es nicht richtig war. Doch wie konnte etwas, das mich so glücklich machte, falsch sein?
Erneut riss mich die weiße Königin aus den Gedanken, als sie mir auf meine Frage antwortete. Sie stimmte mir zu, fügte aber hinzu, dass ihre Jungen manchmal auch nervig seien. Ich schmunzelte. "Dieses Risiko muss man wohl eingehen, wenn man Junge auf die Welt setzt", miaute ich und kicherte leise. Auch sagte Flockentanz, dass es den Jungen gut tun würde, endlich aus der Kinderstube rauszukommen. Langsam und bedacht nickte ich. "Oh, da freut sich doch jedes Junge. Ich weiß noch, wie aufgeregt ich gewesen war. Man fühlt sich einfach zu alt bei den Jungen. Man will groß und erwachsen werden und nicht mehr zu den Kleinen zählen", miaute ich und meine Augen funkelten, als ich in den Erinnerungen versank. Viel wusste ich nicht mehr, schließlich war meine Schülerzeremonie über zwanzig Monde her, doch gut war mir meine Aufregung in Erinnerung geblieben. Zusammen mit Seelenjunges, nun Seelentraum und meinem verstorbenen Bruder Schneejunges. Schneefeder war nun schon seit etwa sechs Monden tot. Eine kurze, aber dennoch unglaublich lange Zeit. Oft vermisste ich ihn, die Vertrautheit und Sicherheit, die er mir geschenkt hatte.
Wieder bemerkte ich, dass mich jemand beobachtete. Und wieder war es Flockentanz' blaues, intensiv blickendes Augenpaar, das auf mir lag. Ganz eindeutig konnte ich Neugierde lesen. Sicher wollte sie wissen, wer mein Gefährte war. Dass ich keinen Gefährten besaß würde sicher bald rauskommen. Aber noch würde ich ihr das nicht verraten. Ich genoss die doch einigermaßen normale Unterhaltung zwischen uns Rivalinnen. Vielleicht konnten wir doch Freundinnen werden? Flockentanz fragte mich, ob ich mich schon auf meine Jungen freue. Ruhig sah ich sie an. Ja, freute ich mich? Nein, das tat ich nicht wirklich. Eher war ich ängstlich, beunruhigt. Aber da war auch etwas Freude in mir, die sich einen Weg durch die ganze Verzweiflung zu kämpfen versuchte.
"Nun ja...", sagte ich leise und senkte den Blick. Ganz von alleine begannen meine Pfoten das Moos unter ihnen zu kneten, wie ich es immer tat, wenn mir etwas unangenehm war. Ich glaube schon. Aber ich habe auch Angst", gab ich zu und sah ihr wieder in die schönen, klaren blauen Augen. Sie strahlten so ehrlich, so offen. Wie konnte ich ihr jemals Hass gegenüber fühlen? Ich versuchte nicht daran zu denken, dass sie Heidepelz Gefährtin war. Ich versuchte mir vorzustellen, dass sie eine ganz normale Kriegerin war, die meine Freundin werden könnte. Es gelang mir überraschend gut.

[in der Kinderstube, redet mit Flockentanz]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Fr Sep 19, 2014 6:12 pm

Wisperwind hatte mir erneut versichert, dass es nur ein Traum gewesen war und dass ich jederzeit zu ihr kommen konnte. Nun redete sie mit Flockentanz. Ich bemerkte die angespannte Stimmung zwischen den Beiden. War etwas vorgefallen, von dem ich nichts wusste? Azaleenjunges saß noch neben meinem Nest. Ich rutschte ein Stück zur Seite und klopfte mit meiner Schwanzspitze auf das Moos neben mir. Vielleicht würde sie meiner Aufforderung, heut Nacht bei mir zu schlafen, ja nachkommen und möglicherweise würden wir sogar Freundinnen werden. Vielleicht würde ich ihr irgendwann von meinen Träumen erzählen können und sie würde mir ihrerseits von den ihren berichten...

Out: @Wisper ouu der Post nach meinem war total süß danke :*

[denkt nach, lädt Azaleenjunges zu sich ins Nest ein]


Zuletzt von Federjunges am Sa Sep 20, 2014 2:04 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Fr Sep 19, 2014 6:28 pm

OUT: @ Federjunges
Bitte die Zusammenfassung unter den Posts in eckigen Klammern nicht vergessen.
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Fr Sep 19, 2014 7:04 pm

Sie lächelte leicht, als sie sah, wie Wisperwinds helle, bersteinfarbenen Augen zu leuchten begannen, während sie sprach. Flockentanz konnte sich noch gut an ihre Schülerernennung erinnern. Wie sie und Marderfrost gemeinsam ernannt wurden. Marderfrost. Wo war er? Ihr großer Bruder ließ sich immer seltener blicken, zog sich immer mehr zurück. Und die Königin konnte sich nicht erklären, wieso. Immer wieder versuchte sie ihn zu erwischen, wenn sie ihn vor der Kinderstube sah, um ihn einzuladen, sich mit ihr zu unterhalten, oder irgendetwas zu machen. Aber es war fast so, als umging er bewusst jedes Mal die Kinderstube. Als wiche er ihr aus. Der einzige Grund, den sie sich vorstellen konnte, war Heidepelz. Er konnte den zweiten Anführer einfach nicht ausstehen und umgekehrt war es genau so. Und er hatte es ihr vermutlich ziemlich übel genommen. als sie die gemeinsamen Jungen mit ihrem Gefährten gebar.
Aber er konnte doch nicht so nachtragend sein? Sie musste das unbedingt klären. Sie blinzelte ein paar Mal schnell hintereinander und konzentrierte sich wieder auf die Katze vor ihr. Inzwischen wirkte Wisperwind wieder verunsichert, als sie ihre Antwort miaute. Angst? Wovor sollte Wisperwind denn Angst haben? Bis auf die Schmerzen war die Geburt eigener Jungen das Schönste, was man sich vorstellen kann. Aber natürlich wusste Flockentanz nicht, was in der Anderen vorging. Vielleicht wollte ihr Gefährte keine Jungen, oder es war ein Unfall gewesen. Aber sie beschloss vorerst nicht nachzuhaken. Stattdessen lächelte sie die Kätzin beruhigend an.
»Du brauchst keine Angst haben. Und wenn du sie nicht loswirst kannst du mit mir jederzeit darüber reden.«, miaute sie schnurrend. Es dauerte zwei Augenblicke, bis Flockentanz realisierte, was sie eben gesagt hatte. Hatte sie wirklich Wisperwind ihre Hilfe angeboten? War das richtig gewesen? Wie würde Wisperwind reagieren?
Immerhin hatte Flockentanz sich Heidepelz 'geschnappt'. Aber bisher hatte sie der Königin gegenüber nicht abgeneigt gewirkt. Vielleicht konnte sie sich ja wirklich mit Wisperwind anfreunden. Seltsamerweise fand sie diesen Gedanken gar nicht so abwegig.

[spricht mit Wisperwind]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Sa Sep 20, 2014 12:54 pm

OUT: Kein Problem Federjunges. ;D

Genau wie ich schien die weiße Königin in Gedanken versunken. Aber im Gegensatz zu mir funkelte kein Glück bei den Erinnerungen an alte Zeiten in ihren Augen. Ihre blauen Augen waren vor Sorge und Trauer getrübt. Wieso denn das auf einmal? An was hatte sich Flockentanz erinnert, weshalb sich nun solch freudlose Empfindungen in ihren Augen wiederfinden ließen? Ich zuckte verwirrt mit einem Ohr, dann musste ich wieder an meine eigenen Ängste denken. Dabei musste ich mich fragen, vor was ich eigentlich solche Angst hatte. Angst vor den Schmerzen, die die Geburt mit sich brachte? Nein, das glaubte ich nicht. Klar war da schon eine kleine Angst, dass ich etwas falsch machen und ein Junge wegen meiner Unfähigkeit sterben würde, aber das hatte nicht mit dem Schmerz allein zu tun. Auch hatte ich Angst, dass ein Junges wie Heidepelz aussehen würde. Der verräterische rotgetigerte Pelz, die schmutzgrünen Augen. Wenn nur eines meiner Jungen wie eine kleine Abbildung des Katers aussehen würde, würde sofort Misstrauen zu Heidepelz aufflammen. Besonders die Katzen, die mit seinem Posten nicht einverstanden waren. Da gab es zwar nicht viele Katzen, aber Marderfrost fiel mir sofort ein. Heidepelz mochte den braungetigerten Kater nicht, aber das beruhte auf Gegenseitigkeit. Was die Sache noch komplizierter machte, war, dass Marderfrost Flockentanz' Bruder war. Ob der dunkle Tigerkater seine Schwester und seine Neffen und seine Nichte überhaupt besucht hatte, auch wenn er den Gefährten Flockentanzes zu hassen glaubte? Oder war es einfache Antipathie, die er Heidepelz gegenüber empfand? Ich wusste es nicht, schließlich kannte ich Marderfrost nicht.
Überrascht in welche Richtung meine Überlegungen eingeschlagen war, blinzelte ich und wurde wieder auf Flockentanz aufmerksam, die mir gerade antwortete, dass ich mit ihr jeder Zeit über meine Ängste reden könne. Stumm blickte ich sie an, ließ mir keine Gefühle anmerken. Dass ich das eben nicht konnte, konnte sie ja nicht wissen. Sie konnte nicht wissen, dass meine Ängste auch sie betrafen, dass sie die Katze sein würde, die am meisten verletzt sein würde...
"Das ist lieb von dir Flockentanz, danke. Aber gerade bin ich einfach zu... Durcheinander. Ich weiß selbst nicht so genau, vor was ich mich so fürchte", miaute ich schließlich und lächelte kläglich. Es war nicht wirklich eine Lüge, aber der vollen Wahrheit entsprach meine Antwort auch nicht. Schnell versuchte ich das Gespräch weiterzuführen. Es beruhigte mich, mit ihr zu sprechen. Ich wurde mir meine Ängste klarer, meine Sorgen und meine Freude. Denn tatsächlich freute ich mich auf die Jungen, auch wenn ich Angst hatte. Ich hatte ebenfalls Angst, dass ich meine Jungen hassen könnte.
"Hattest du Angst vor der Geburt deiner Jungen?", fragte ich sie schließlich leise. Vielleicht konnte sie mich ja beruhigen, indem sie mir ihre Erfahrung weitergab.

[in der Kinderstube, denkt nach, spricht mit Flockentanz]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Sa Sep 20, 2014 2:10 pm

Out : Leute, wartet auf mich D:

In:
Erleichtert beobachtete Salbeiblüte, wie sich Wisperwind langsam entspannte und dann schon fast wieder normal wurde. Sie nahm den Vorschlag an, bereits jetzt in die Kinderstube zu ziehen, und tappte los. Die weiße Königin folgte ihr, und begrüßte freundlich Flockentanz, die inzwischen auch wach geworden war. Anscheinend schien niemandem hier die Tatsache, dass es bereits tief in der Nacht war, etwas auszumachen, denn fast alle in diesem Bau waren noch wach und unterhielten sich.
Etwas entnervt betrachtete Salbeiblüte Federjunges und Azaleenjunges, die ebenfalls noch nicht schlafend in ihren Nestern lagen. Obwohl…Federjunges sah so aus, als ob sie bereits geschlafen hatte, aber wieder aufgewacht war. Besorgt beugte sich die Kätzin über ihr Ziehjunges und musterte es, dann miaute sie sanft : "Federjunges, ist alles ok? Du kannst auch bei mir schlafen , wenn du willst." Sie wusste, dass das Kitten oft von Albträumen geplagt wurde, und einen recht leichten Schlaf hatte. Auch sonst machte ihr Federjunges Sorgen. Die kleine Kätzin schien sich einfach nicht recht einleben zu wollen, und Salbeiblüte wusste langsam nicht mehr weiter.
Ihr Blick glitt zu Flockentanz und Wisperwind, die nun anfingen, sich zu unterhalten. Verdutzt bemerkte die weiße Königin den freundlichen Ton in den Stimmen der beiden.
Normalerweise fauchten sich die Kätzinnen eher an , als ein fröhliches Pläuschen zu halten. Was ist denn mit denen passiert? Egal, Hauptsache, in diesem Bau herrscht kein Streit. Salbeiblüte sah wieder zu ihren Ziehjungen und musterte nun Azaleenjunges und Federjunges. "Ihr beiden gehört schon längst ins Nest. Ich kann mich gerne hinlegen, und ihr kommt zu mir, oder ihr schlaft alleine, aber auf jeden Fall wird jetzt nicht mehr gequatscht!" Sie setzte ihren strengen Blick auf, was ihr mit der Zeit sogar immer besser gelang, aber trotzdem, sie würde diesen Fellbällchen nie ernsthaft böse sein können.
Während der Schweif der weißen Kätzin sanft hin- und herwippte, wartete sie auf die Entscheidung ihrer Zöglinge.

[folgt Wisperwind in die Kinderstube, begrüßt Flockentanz | spricht mit Federjunges, denkt nach| spricht mit Feder- und Azaleenjunges, wartet auf ihre Antwort]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Sa Sep 20, 2014 9:19 pm

Aufmerksam betrachtete die Königin Wisperwinds' Gesicht, doch sie zeigte keine Regungen. Das konnte etwas Gutes oder etwas Schlechtes bedeuten. Erleichtert atmete Flockentanz aus, als die Weiße sich bedankte, aber dennoch ablehnte. Immerhin hatte sie positiv reagiert, und sie konnte es verstehen, wenn Wisperwind nicht mit ihr darüber sprechen wollte. Sie musste sich erst mal selbst darüber im Klaren sein. Und wenn sie das war, konnte sie sich immer noch an Flockentanz wenden. Sie nickte verstehend. »Das verstehe ich, Wisperwind.«, lächelte sie. Eine Bewegung erhaschte ihr Aufmerksamkeit. Ihre blauen Augen erkannten Salbeiblüte, die mit den beiden Jungen – Azaleenjunges und Federjunges –, die immer noch nicht schliefen, schimpfte und Wisperwind und ihr einen seltsamen Blick zuwarf. Ihr wurde klar, wie seltsam es auf die Königin wirken musste, dass sie sich mit ihrer 'Rivalin' hier fröhlich unterhielt, denn natürlich wusste Salbeiblüte, dass sie normalerweise nicht so gut auf Wisperwind zu sprechen war. Und sie war selbst immer noch überrascht, dass sie sich so gut mit der Schwarzgepunkteten verstand. Dennoch tat ihr die Unterhaltung gut – aus welchem Grund auch immer. Und es gefiel ihr.
Sie drehte sich wieder zu Wisperwind herum, die wieder zu miauen begann. Die Königin musste einen Moment nachdenken, ehe sie die Frage beantwortete. »Angst kann man es nicht nennen. Ich habe erst spät gemerkt, dass ich trächtig war. Ich hatte eher gedacht, dass ich vielleicht ein wenig zu viel gefressen hatte.« Sie kicherte leise. »Und ich habe auch Kleeblatt zu spät Bescheid gesagt, weshalb sie auch ziemlich sauer auf mich war. Also du solltest Kleeblatt rechtzeitig Bescheid geben.« Sie konnte sich noch gut an die Wut der Heilerin erinnern. Und sie verstand die Wut auch. Sie war nicht darauf vorbereitet gewesen. Aber dafür hat sie es trotzdem ziemlich gut gemacht., überlegte sie. »Natürlich hatte ich in diesem Moment Angst, als es mir bewusst wurde. Angst, dass etwas schieflaufen würde, nicht vor den Jungen. Aber auch Angst, dass den Jungen etwas passieren könnte. Während der Geburt. Und -« Sie brach ab. Es hatte sich ein großer Klumpen in ihrem Hals gebildet. Sie dachte an Federjunges. Sah den kalten, leblosen Körper vor sich. Sie spürte, wie ihre Augen zu brennen begannen. Nein! Ich fange jetzt nicht an zu Weinen. Nicht hier. Nicht jetzt. Nicht vor Wisperwind.
Hastig blinzelte sie die aufkommenden Tränen weg und sah auf. Direkt in die bersteinfarbenen Augen Wisperwinds'. Wusste Wisperwind von der Totgeburt? Von Federjunges? Und wenn nicht, sollte sie es ihr erzählen? Sie wollte die Angst der Königin nicht zusätzlich stärken, also entschied sie sich dagegen. Flockentanz schluckte. »Na ja. Vielleicht hast du ja mitbekommen, dass meine Geburt ein ziemliches Drama gewesen war. Aber das Gefühl, die Jungen zu sehen, hat alles wieder wettgemacht.«, schloss sie. »Du brauchst keine Angst zu haben. Alles wird gut.«, maunzte sie beruhigend und lächelte. »Egal, was passiert, du kannst dich jederzeit an Salbeiblüte und mich wenden.« Sie hoffte, dass sie Wisperwind geholfen hatte, und sie nicht noch mehr verwirrt oder verängstigt hatte. Wie gerne hätte sie vor ihrer Geburt mit einer anderen Katze darüber gesprochen. Aber umso mehr freute sie sich, ihre Erfahrungen mit Wisperwind teilen zu können.

[In der Kinderstube, spricht mit Wisperwind]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   So Sep 21, 2014 12:29 am

Azaleenjunges beobachtete still wie Federjunges den Kopf leicht auf und ab bewegte, ein zögerliches Nicken. Die Gescheckte hatte das Gefühl das der Traum der grauen Kätzin noch immer wie eine wilde Bestie, an den Pfoten Federjunges' zerrte und als sie Wisperwinds Blick spürte hatte sie das erste Mal ein Gefühl von Wärme in ihrer Brust wenn sie sich umsah. Was der Traum wohl von Federjunges wollte? Azaleenjunges hatte auch manchmal Alpträume, aber diese handelten sich eher um steile Klippen, tosendes Wasser und das Gefühl zu fallen. Komisch dass ihr dieses Gefühl, dass sie dann meist verspürte schwerelos vorkam, bis sie Absackte, auf die Wasseroberfläche zu stürzte. Eine dunkle brodelnde Tiefe, doch sie spürte ihn nie.. den Aufschlag auf das Wasser. Ob man wohl hören würde wie der bunte Körper des Kätzchens zerschellte? Oder wäre es ein platschen. Wie wenn man mit einer Pfote in eine Pfütze schlug? Nachdenklich schaute das Kitten auf ihre Tatzen. Diese weichen, samtigen und vergleichsweise großen Tatzen. Von wem sie wohl kamen? Wohin sie sie führen würden? Sie schaute auf, zuckte bei Salbeiblütes strenger Stimme zusammen, unterdrückte aber jeglichen Kommentar, sah ihre weiße Ziehmutter nur aus den mandelförmigen Seelenspiegeln an, wie sie ihre Augen insgeheim bezeichnete. Die Seelenspiegel Salbeiblütes waren grün, einfach nur grün. Die kleine Kätzin nickte leicht."Schon verstanden, Salbeiblüte. ", maunzte Azaleenjunges trocken und schaute zu Federjunges, die scheinbar ein Stück zur Seite rückte und dann auch noch auf den freien Platz neben sich klopfte.Vielleicht ist sie ja hanz nett., dachte die bunt gescheckte Kätzin ehe sie beschloss die Einladung anzunehmen und ins Nest kletterte. Seltsam wie freundlich das von Alpträumen geplagte Kitten war. Manchmal lag die Kätzin mit den verschiedenfarbigen Augen die Welt wohl falsch. Sie zögerte etwas ehe sie sich hinlegte und Federjunges ein sanftes leichtes und aufmunterndes Lächeln schenkte. Vielleicht konnte sie der anderen ja helfen einen ruhigeren Schlaf zu finden. Zumindest hoffte sie stark, das die Graue nun wenigstens für diese Nacht traumfrei blieb.
"Gute Nacht.", wisperte die zierliche Schildpattkätzin ehe sie den Kopf auf die Pfoten legte und in die Welt entschwand, die eigentlich nicht existierte. Dort war sie nur eine kleine Blume.. Aber war sie das außerhalb des Schlafes nicht auch? Nur eine kleine Blume?


[Bei Federjunges, denkt nach, antwortet Salbeiblüte, klettert zu Federjunges ins Nest, sagt etwas]
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