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Ein Gebirge. Vier Clans. Werden sie überleben...?
 
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 FlussClan-Lager

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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Di Jul 15, 2014 2:54 pm

Ich erwachte, als ich Steinsterns Ruf hörte, der mich aus meinen Träumen riss. Zwar war ich mir sicher, dass ich etwas geträumt hatte, doch nun, da ich wach war, konnte ich mich nicht mehr erinnern, was. Leider prägte ich mir immer nur die richtig schlimmen Träume ein, die anderen vergaß ich sofort wieder, wenn ich aufwachte.
Gähnend stemmte ich mich aus meinem Nest hoch und wusste noch nicht, was dieser Tag mit sich bringen würde. Schnell schüttelte ich mir ein paar Moosfetzen aus meinem Pelz und trat dann aus dem Weißdornstrauch, der den Kriegern als Bau diente. Ich setzte mich weiter am Rand der  Versammlung, mir blieb auch nichts anderes übrig. Die Zeit, in der Steinstern über Polarlicht und Kristalljunges redete, blieb ich still, musste schlucken. Doch ich ließ mir nichts anmerken sondern begann mit einer weniger gründlichen Wäsche, aus dem einfachen Grund, dass Leopardenherz ganz in der Nähe saß und ich nicht so aussehen wollte, als würde ich mein Fell nicht pflegen. Auch stand es an mehreren Stellen ab und dies konnte ich nicht leiden.
Die Getupfte hatte bei Polarlicht Nachtwache gehalten, bis die Ältesten ihn vergraben hatten. Und nun fragte ich mich, ob auch ich mich hätte dazugesellen sollen, auch wenn ich nicht wirklich mit dem weißen Krieger befreundet gewesen war.
In dem Moment, als ich mich fragte, ob es noch weiteres zu besprechen gab, fuhr der graue Anführer fort. Zwei Schülerinnen waren nun bereit, zu uns in den Kriegerbau zu ziehen, ihre Schülerzeiten hinter sich zu lassen und sich den Kriegeraufgaben zu stellen. Eulenpfote, die Schülerin von Leopardenherz, was als erstes an der Reihe. Die zweite Anführerin war damit einverstanden, dass sie nun Kriegerin wurde und schien vor Stolz nur so zu strahlen. Ein fast unmerkliches Lächeln zierte mein Gesicht, was aber schnell wieder verschwand.
"Eulenfeder! Eulenfeder!", rief ich mit den anderen Katzen, wie es der Brauch war.
Nun war für Schwanenpfote die Zeit gekommen, ihren Kriegernamen zu erhalten. Schwanenherz, so würde sie ab diesen Moment heißen. Auch diesen Namen rief ich zusammen mit den anderen Katzen. Zwei weitere Krieger, die in dem Kriegerbau Platz finden mussten. Aber das würde schon irgendwie gehen, wenn ich mich nicht irrte, gab es noch genug Platz für zwei weitere Nester.
Auch für zwei Junge begann nun ein weiterer Lebensabschnitt, sie durften die langweilige Kinderstube verlassen und nun zu Schülern werden. Mein Blick ruhte kurz auf einem orangegetigerten Jungen, glitt dann aber zu einer graugetigerten, jungen Kätzin. Der Kater, Flammenjunges, hatte einen finsteren Blick und hatte sich gerade abgewandt, als sein Name fiel. Schnell drehte er sich wieder um und nun schien er glücklich zu sein. Silberjunges, die Kätzin, hatte etwas Trauriges an sich, war aber so zierlich wie eine Elfe. Zwei komische Jungen... Oder kam mir das nur so vor?
Ich hob erstaunt den Kopf, als ich meinen Namen hörte. Erst verstand ich nicht, doch dann wurde es mir mit einem Schlag klar: Ich würde Mentor werden. Ich erhielt meinen ersten Schüler!
Vorsichtig bahnte ich mir einen Weg durch die Menge zu Flammenpfote, der auch schon auf ihn zukam und ganz und gar nicht glücklich wirkte. Als müsste er sich zu diesem künstlich wirkenden Lächeln zwingen und ein wütendes Schnauben unterdrücken. Mir gefiel das gar nicht... Und wieso wirkte der kleine Kater so finster, schon jetzt, wo er doch noch so gut wie ein Junges war?
Zusammen setzten wir uns wieder in die Menge. Es war ein befremdliches Gefühl, zu spüren und zu wissen, dass da ein kleines Kätzchen neben einem saß, für das man nun die Verantwortung trug. Ich war aufgeregt, auch wenn ich das nicht zeigte. Mein Herz klopfte schneller als sonst und ich machte mir viele Gedanken. Was machte man denn als erstes, was würden die anderen Krieger tun? Das Territorium zeigen? Oder doch gleich mit Jagd- oder Kampftraining beginnen? Bin ich überhaupt schon bereit für einen Schüler?, fragte ich mich und sah zu Flammenpfote hinab. Steinstern war wohl der Meinung, dass ich es schaffen würde, nun musste ich nur noch mich selbst überzeugen.
Ich bekam mit, dass auch meine Freundin Eisvogel eine Schülerin bekam, Silberpfote. Die Katzenmenge rief die Namen der zwei neuen Schüler, während ich stumm blieb. Aus irgendeinem Grund war ich froh darüber, dass Eisvogel ebenfalls Mentorin geworden war, vielleicht konnten wie heute zusammen mit den Schülern losziehen... Sie kannte mich wohl gut genug, um zu wissen, dass ich noch etwas unsicher war. Aber mein Glück war, dass ich mir das nie anmerken ließ und nur die Katzen, die mich gut kannten, wussten was ich in Wirklichkeit dachte.
Ich musste ein Seufzen unterdrücken und war der Meinung, dass die Versammlung beendet war, aber jemand rief ein weiteres Junges nach vorne. Es war nicht Steinstern, sondern Rosenhauch gewesen. War es wieder soweit? Würde es wieder eine Heilerschülerin geben? Ganz Recht, Präriejunges wurde zu Präriepfote, würde nun zur Heilerin ausgebildet werden. Die cremefarbene, frisch ernannte Schülerin mit dem kurzen Schweif schien überrascht, erhob nur leise ihre Stimme zu einem "Ja". Und so ein schüchternes Ding sollte einmal Heiler des FlussClans sein...?
Noch immer war die Versammlung nicht beendet, Steinstern gab noch bekannt, wer den Fuchs verjagen würde. Ich war dabei und irgendwie war ich darüber nicht zufrieden. Ein kurzer Blick zu Flammenpfote ließ mich wissen warum. Ich hätte gerne etwas mit ihm unternommen... Doch nun musste ich den Fuchs vertreiben, der einen Krieger auf dem Gewissen hatte. Und das würde ich auch tun.
Mein Schüler sprach mich an, die ersten Worte, die wir miteinander wechselten. Anscheinend hatte er nicht mitbekommen, dass wir erst später oder gar erst morgen etwas zusammen machen würden.
"Es tut mir Leid Flammenpfote, aber ich werde wohl erst später wiederkommen, da ich den Fuchs verjagen muss ", antwortete ich ruhig, ließ aber etwas meines Bedauerns durchscheinen. "Vielleicht kann ich Eisvogel bitten, dich heute mitzunehmen, oder Leopardenherz teilt dich bei einer Patrouille ein, die Krieger könnten dir dann auch das Territorium zeigen, was gar nicht so schlecht wäre. Auch Steinstern hat dies erwähnt, du musst deinem Anführer zuhören", wies ich meinen Schüler zurecht. Dann erhob ich mich, nickte dem flammenfarbenen Schüler noch einmal zu und folgte meinem Anführer. Irgendwo dort draußen streunerte ein Fuchs umher, der uns Beute stahl und noch dazu Polarlicht umgebracht hatte. Wie würden ihn vertreiben und wenn wir den ganzen Tag nach ihm suchen müssten.

---> FlussClan - Territorium (auf der Suche nach dem Fuchs)

[wacht und steht auf, setzt sich zu Versammlung, ruft die Namen, bekommt Schüler, begrüßt Flammenpfote, macht sich Gedanken, redet mit Flammenpfote, muss aufbrechen, folgt Steinstern]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Di Jul 15, 2014 3:16 pm

Ohne aufzublicken verrichte Rosenhauch ihre Arbeit. Farnherz leistete ebenfalls seinen Beitrag, denn er hielt die gaffenden Katzen weg, indem er sie anknurrte. Die Rote war ihm sehr dankbar, denn sie konnte es nicht leiden beim Arbeiten beobachtet zu werden. Zwar hatte sie sich daran gewöhnt, aber angenehm war es ihr trotzdem nicht.
Langsam aber sicher schlug dann auch Goldschimmer die Augen auf. Ein Stöhnen entwich ihrer Kehle, die Mäusegalle hatte also gewirkt. Wozu so einfache Mittel gut sind, schoss es der Heilerin durch den Kopf, aber sie verdrängt die unnützen Gedanken wieder und widmete sich der goldenen Kätzin. ,,Atmete ganz ruhig, Goldschimmer. Wenn die Wehen kommen, press. Deine Jungen kommen."
Rosenhauch wusste nicht, ob die baldige Königin sie gehört hatte, aber stattdessen drehte diese ihren Kopf zu Rosenhauch und bat Dämmergeist zu holen. Rosenhauch reagierte nicht darauf, schließlich musste sie bei dieser Geburt helfen, aber Farnherz verließ seine Position und rannte in die Kinderstube. Das entnahm Rosenhauch einzig und allein ihren Ohren, denn sie hatte immer noch nicht aufgesehen. Auf Goldschimmers Forderung, sie wolle in die Kinderstube, reagierte die Rote nicht.
Noch während der braune Kater verschwunden blieb, kam auch schon das erste Junge, ein nachtschwarzer Kater. Da Dämmergeist vermutlich der Vater war, wunderte es Rosenhauch nicht, dass der kleine Kater ihm so ähnlich sah. Rosenhauch konnte nicht mehr tun, als zusehen, denn offensichtlich brauchte Goldschimmer die Heilerin nicht. Die Kätzin biss die Nabelschnur durch, setzte die Jungen an ihre Brust und leckte sie trocken, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Die Königin kreischte erneut auf, und ein zweites, drittes und viertes Junge plumste in das Moos, welches im Goldschimmer ausgelegt wurde.
Ohne sich etwas Ruhe gönnen, stütze die Königin sich auf die Pfoten und schnappte sich den schwarzen Kater. Rosenhauch solle ihr helfen, flüsterte sie, aber bevor die Rote eins der Jungen am Nacken packen konnte, war Farnherz mit Dämmergeist wiedergekommen. Farnherz schnappte sich eins und ging damit zur Kinderstube, Dämmergeist mit einem weiterem hinterher. Nach dem er das weggebracht hatte, holte er noch das letzte.
Rosenhauch hatte also nicht mehr zu tun und sie packte ihre Sachen zusammen, rollte das befleckte Moos zu einem Ball und brachte es vor der Lager. Dann ging sie mit der verbliebenen Spinnenweben in den Heilerbau und räumte sie ordentlich an ihren Platz. Dann nahm sie Kamille udn Brombeerblätter aus ihrem Vorrat.
An Präriejunges gewandt, miaute sie: ,,Du kannst hier schlafen, wenn du willst. ich muss jetzt aber zur Nachtwache." Damit verließ sie den Bau, ging zur Kinderstube, um Goldschimmer die Kräuter zu gebem und setzte sich zur Nachtwache um Polarlicht und Kristalljunges zu gedenken. Lebt wohl, ihr beiden...

Nächster Morgen

Rosenhauch erwachte am nächsten Morgen, als Steinstern von der Schimmerweide aus, den Clan zusammenrief. Nicht ganz ausgeschlafen streckte sie sich und nahm ihren gewohnten Platz vor dem Heilerbau ein. Nachdem sich die meisten Krieger aus dem Nest gequält hatten, begann Steinstern die Versammlung.
Die Ernennung der beiden Krieger Eulenfeder und Schwanenherz ging spurlos an ihr vorbei. Obwohl es ein wichtiger Tag im Leben einer Katze war, war die Zeremonie doch nicht besonders. Sie wurde in der Vergangenheit durchgeführt und auch in der Zukunft würden Krieger ernannt werden.
Dann wurden neue Schüler ernannt, Kriegerschüler, um genau zu sein. Silberpfote und Flammenpfote wurden Eisvogel und Farnherz zugeteilt. Dann folgte der Teil, den Rosenhauch am Abend mit Steinstern besprochen hatte. Sie ging nach vorne und miaute: ,,Katzen des Flussclans, wie ihr wisst, werde ich nicht für immer auf Erden wandeln. Deshalb ist es an der Zeit, dass ich mir einen Schüler wähle. Ich habe eine Katze ausgesucht, die genau das mitbringt, was einen Heiler ausmacht. Die nächste Heilerin wird Präriejunges sein." Steinstern trat vor, um präriejunges zu fragen, ob sie mit dieser Entscheidung einverstanden war und die Schülerin bejahte, wenn auch leicht zittrig. Die Rote trat vor, um die Nase ihrer neuen Heilerschülerin zu berühren. Dann setzte sich zurück auf ihren Platz. Steinstern verkündete noch von dem Fuchs und welche Katzen er zur Patrouille mitnehmen wprde, um diesen zu vertreiben. Rosenhauch hörte allerdings nicht zu, sondern richtete ihr Wort an Präriepfote: ,,Kommt, wir gehen in den Heilerbau. Du kannst dir dort gleich ein nest machen."
Die Heilerin ging voran und betrat ihren Bau. Ihr Blick fiel auf Saphirpfotes Flanke und sie erstarrte. Sie bewegte sich nicht. Mit einem Satz war Rosenhauch bei ihr und hielt ihr Ohr, an die Brust der Kätzin. Das Herz schlug nicht. Als Rosenhauch ihre Nase in das Fell der Schülerin steckte war es kalt. Saphirpfote war tot.
Sofort strömten wieder die Vorwürfe auf sie in und Rosenhauch ließ es zu. Sie wusste, dass sie sich diesen Stellen musste, denn sie waren war. Aber konnte man ihr das verzeihen. Sie hatte Goldschimmers Jungen auf die Welt geholfen. Sie hatte Präriepfote behandeln müssen. Es. war. nicht. ihre. Schuld. War es doch. Und das wusste sie.
Wortlos packte Rosenhauch das Fell der Schülerin und zog sie allein aus dem Bau. Die Schülerin war fast so groß wie sie und dementsprechend schwer. Aber Rosenhauch schaffte es, sie neben Polarlicht zu legen.
Schweigend setzte sie sich neben die beiden. Wieso tat der ihnen der SternenClan so etwas an?

[sieht tatenlos zu, wie die Jungen weggetragen werden, bringt Goldschimmer Kräuter, geht zur Nachtwache, wacht auf, verfolgt die Ernennungen, spricht mit Präriepfote, merkt, dass Saphirpfote tot ist, zieht sie aus dem Bau zu Polarlicht]
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Eisvogel

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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Di Jul 15, 2014 3:16 pm

Aufmerksam waren die schönen Augen der silbernen Langhaarkätzin auf den grauen Kater gerichtet, der dort oben auf der Wurzel der Schimmerweide saß und seine Stimme erhob. Ein blauer, fahler Schleier drohte sich über die Katzenmenge zu legen, während er - umrandet von silberweichem Nebel - den Tod Polarwindes und die Entführung eines kleinen Jungen von einem Falken beklagte, doch schon mit seinen nächsten Worten vermochte Steinstern es, diesen Schleier zu lichten. Eine schöne, graugetigerte Schülerin namens Eulenpfote und eine weiße Schülerin namens Schwanenpfote wurden zu Kriegerinnen ernannt und die elegante Kätzin musste vor Freude für die Beiden schnurren, ehe sie mit ihrer sanften, unaufdringlichen Stimme ihre Namen sang, begleitet von den zahlreichen anderen Stimmen der FlussClankatzen, die sich zu einem triumphalem Lied zusammenwebten. In Eisvogels Ohren hörte es sich nach Frieden und Glück im Herzen an, wie der Geschmack einer Forelle nach einem langen, aber schönen Tag.
Sie konnte sich an ihre Ernennung erinnern, welche sie zusammen mit ihren Geschwistern hatte erleben dürfen. Es war ein sanfter, sonnenbeschienener Tag gewesen und sie war ganz und gar von Aufregung erfüllt gewesen. Es hatte sich unheimlich richtig und gut angefühlt, den vollwertigen Namen zu erhalten.
Als nächstes rief der Kater mit dem Fell aus dunklem Fels zwei Junge nach vorne. Das eine war Silberjunges - eine kleine Kätzin mit Augen wie Veilchen und einem schönen Fell, welches dem ihren nicht einmal so unähnlich war, nur dass es kürzer war als ihr wallendes Fell. Das zweite Kitten war ein Katerchen mit rotem Fell und weißer Brust. Dieser erhielt als erster seinen Schülernamen Flammenpfote. Als Farnherz' Name als Mentor von dem Kleinen fiel, zuckte Eisvogel erfreut mit den Schnurrhaaren, so dass sie kleine hüpfende Klänge von sich gegeben hätten, wenn sie aus Glas gewesen wären - das konnte sie in ihrem Bauch fühlen. Begeistert, dass ihr guter Freund seinen ersten Schüler am heutigen Tage erhielt, schenkte sie ihm ein Lächeln mit großen, funkelnden Augen, als ihre Blicke sich zufällig begegneten, ehe er seine Zeremonie mit dem Nasengruß beendete. Aus seinen hellgrünen Augen und seinem braunen Fell sprach geradezu die Freude über dieses Ereignis.
Als zweites sollte die graugestreifte Jungkätzin ihren Mentor bekommen. Sie wurde von Steinstern im Namen des SternenClans Silberpfote genannt, doch dann richtete sich der goldene Feuerscheinblick Steinsterns direkt auf Eisvogels Gesicht.
"Eisvogel, auch du bist bereit für eine Schülerin. Auch du hast dem Clan schon mehrfach bewiesen, dass in dir Stärke und Mut schlummern. Du wirst die Mentorin von Silberpfote sein und ihr das Wissen, das du von Maulbeerbart erhalten hast, weitervermitteln.", miaute er feierlich. Noch verwundert neigte die Kätzin den Kopf vor ihm als Dank.
Auf ihre elegante Art erhob sich Eisvogel auf ihre Pfoten und näherte sich der kleinen Kätzin. Ihre weder grünen noch blauen Augen leuchteten in die violetten Augen Silberpfotes, bevor sie sich sanft lächelnd herunterbeugte und ihr Näschen mit der eigenen Schnauze berührte. Es war ein irgendwie helles und feuchtes Gefühl. Als sie sich umdrehte und zu ihrer Schwester zurückkehrte, drückte diese sich an ihr Fell und schnurrte ihr einen liebevollen Glückwunsch ins Ohr, den Eisvogel mit einem kräftigen Schnurren beantwortete. Es bedeutete ihr viel, einen Schüler zu erhalten, denn es bedeutete, dass sie nun alt genug dafür war und dass der Anführer ihr vertraute. Sie schwor sich, sich große Mühe zu geben, Silberpfote alles beizubringen, was sie wusste, auch wenn sie noch nie jemandem etwas beigebracht hatte und noch nicht wusste, wie sie dies in der Praxis umsetzen würde.
"Du erhälst sicher auch bald einen Schüler.", miaute sie sanft in Silberlichts Ohr zurück, während der Anführer mit der Heilerin sprach. Anscheinend hatte Rosenhauch entschieden, eine Schülerin auszubilden.
Eine Kätzin mit ganz besonders schönem Fell trat voller Aufregung und Erstaunen vor und von ihrer Statue her erkannte man, dass sie gerade erst dem Jungenalter entwachsen war. Wahrscheinlich hatte sie nicht damit gerechnet, von Rosenhauch als zukünftige Heilerin ausgewählt zu werden. Ihr Fell war hellbraun und wies mal hellere, mal dunklere Nuancen auf, welche fließend ineinander übergingen. Wie ein großes, weites Feld im Herbst, wenn die Wolken über den blauen, sonnenlichtgefluteten Himmel glitten und ihre Schatten auf der Erde wandern ließen. Als die junge Kätzin sich umdrehte, bemerkte Eisvogel, dass ihr Schweif ungewöhnlich kurz war. Ob ihr mal etwas geschehen war? Doch es tat ihrer kindlichen Schönheit in keiner Weise Abbruch.
Vielleicht machte sie das auch zu etwas besonderem. Oder es war ein Zeichen des SternenClans. War das möglich?
Gerade als die silberne Kriegerin davon ausging, dass die Versammlung sich dem Ede neigen würde und sie bereits ein paar Schritte auf Farnherz zu machen wollte, um ihm viel Glück mit Flammenpfote zu wünschen, verkündete Steinstern, dass er eine Patrouille anführen würde, um den Fuchs zu verjagen, der Polarlicht getötet hatte. Sowohl Silberlicht als auch Farnherz wurden für diese Patrouille eingeteilt, so dass Eisvogel jäh in ihrer Bewegung inne hielt, ihre Vorderpfote wieder auf dem sandigen Boden absetzte und ihrer Schwester etwas besorgt ins Gesicht schaute. Mit leicht angelegten Ohren schmiegte sie sich an ihre getupfte Schulter. "Gib gut auf dich Acht, Silberlicht.", miaute sie bemüht aufmunternd, doch man konnte aus ihrer Stimme heraushören, dass ihr nicht wohl bei der Sache war. Auch wenn vier Katzen gegen einen Fuchs eigentlich nichts zu befürchten haben müssten, konnte stets etwas passieren. Silberlichtjedoch schnurrte sanft und beschwichtige Eisvogel, indem sie sie daran erinnerte, dass sie nichts waghalsiges versuchen würde. Dann strich diese ihr mit ihrem dünnen Schweif zum Abschied über die Flanke und begab sich zu dem FlussClananführer, der bereits auf die Krieger und Kriegerinnen wartete.
Mit einem letzten Blick, der Silberlicht folgte, wandte die elegante Kätzin sich in einer geschmeidigen Bewegung um und trottete zu Farnherz herüber.
"Farnherz! Ich freue mich für dich, dass du einen Schüler bekommen hast. Du wirst bestimmt ein ganz besonders guter Mentor sein.", begrüßte sie ihren Freund aus Kindertagen mit einem freundlichen Blick und stupste ihn leicht mit ihrer etwas spitzen Schnauze an.
"Sei bitte vorsichtig, wenn du mit Steinstern unterwegs bist, um den Fuchs zu stellen.", miaute sie auch an ihn gerichtet und schnippte etwas beunruhigt mit einem Ohr.
Farnherz wandte sich noch kurz an seinen Schüler und folgte dann ebenfalls dem Ruf seines Anführers aus dem Lager, so dass Eisvogel ihm und ihrer Schwester nur noch nachsehen konnte.

[wohnt der Versammlung bei, interagiert mit Silberpfote, spricht mit Silberlicht, bevor diese sich Steinstern anschließt, gratuliert Farnherz zu seinem ersten Schüler und spricht mit ihm]
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Holunderschweif

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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Di Jul 15, 2014 4:34 pm

cf: Übergang zum DonnerClan

Schnell sprintete Holunderpfote hinter seiner Mentorin her durchs Territorium und betrat schließlich mit ihr das Lager. Da er aber keine Fragen mehr hatte und außerdem auch ziemlich müde war, verabschiedete sich der helle Kater schnell von Bernsteinregen und trottete mit müden Pfoten zum Schülerbau, wo er nun seine erste Nacht verbringen würde. Saphirpfote war zu seiner Überraschung noch nicht im Nest, aber er hatte nicht mehr die Kraft dazu, nach seiner Freundin zu suchen.
Gähnend fiel Holunderpfote in sein Nest und war in der nächsten Sekunde auch schon eingeschlafen.

Nächster Morgen

Die Pfotenschritte anderer Schüler weckten Holunderpfote schließlich. Nun hörte er auch die letzten Worte von Steinsterns Ruf und schlug die Augen auf. Kurz wusste er nicht, wo er war, bis er den Schülerbau erkannte. Muss mich wohl erst daran gewöhnen, dass ich hier schlafe", dachte er sich und gähnte einmal herzhaft, während er seinen Körper streckte und die Krallen in das weiche Moosnest unter ihm grub.
Verdutzt bemerkte der junge Schüler, dass das Nest neben ihm, welches Saphirpfote gehörte, noch immer leer war und vollkommen unbenutzt aussah. Wo ist sie denn?, fragte er sich besorgt und schüttelte sich die eigenen Moosfetzen aus dem Fell, ehe er dieses mit ein paar Zungenstrichen glättete.
Eilig zwängte er sich aber nun auch aus dem Farngestrüpp, um nichts von der Versammlung zu verpassen, welche Steinstern gleich abhalten würde. Ordnungsgemäß setzte Holunderpfote sich zu den anderen Schülern und blickte gespannt zu dem grauen Anführer.
Dieser erklärte, dass Polarlicht tot war und Kristalljunges entführt worden waren. Geschockt blinzelte der helle Kater und spürte ein unangenehmes Kribbeln in den Pfoten. Solche Nachrichten waren etwas, was der Kater gar nicht mochte.
Lange konnte er aber nicht darüber nachdenken, denn Steinstern fuhr bereits fort und rief Eulenpfote und Schwanenpfote nach vorne, um sie zu Kriegern zu ernennen. Mit glänzenden Augen sah Holunderpfote der Ernennung zu und stellte sich vor, dass er bald selbst dort vorne stehen würde und seinen Kriegernamen erhalten würde. "Eulenfeder! Schwanenherz!", rief er gemeinsam mit dem Clan die Namen der neuen Krieger und blickte kurz verstohlen zu Bernsteinregen.
Es ging mit Flammenjunges und Silberjunges weiter, welche zu Schülern ernannt wurden und Farnherz und Eisvogel als Mentoren erhielten. Zugleich wurde auch Präriejunges ernannt, sie wurde aber die Schülerin von Rosenhauch. Auch die Namen der drei neuen Schüler rief Holunderpfote nun, wobei er sich fragte, ob Rosenhauch schon so alt war, dass sie einen Schüler benötigte. Schließlich hatte sie noch ein langes Leben vor sich? Oder etwa nicht?
Schließlich erklärte Steinstern noch, dass er mit ein paar Kriegern einen Fuchs jagen wollte, woraufhin sich Holunderpfotes Nackenhaare aufstellten. Ein Fuchs!, dachte er mit einer Mischung aus Aufregung und Schrecken.
Nachdem Steinstern die Versammlung beendet hatte, erhob sich Holunderpfote und eilte sofort zum Frischbeutehaufen, um noch etwas zu frühstücken, bevor Bernsteinregen mit dem Training beginnen wollte. Er nahm sich eine kleine Wasserratte und legte sich damit vor den Schülerbau, wobei seine blauen Augen immer nach dem vertrauten grauen Pelz von Saphirpfote suchten.
Da bemerkte er eine Bewegung beim Heilerbau und spitzte die Ohren. Zuerst sah er nur Rosenhauch, doch dann erkannte erschrocken das graue Fellbündel, welches die Heilerin mit sich schleppte.
"Saphirpfote!", rief er schmerzlich und stürzte zu dem schlaffen Körper, welchen Rosenhauch gerade ablegte. Nur ein Blick reichte dem jungen Kater, um zu erkennen, dass seine Freundin tot war.
Seine Pfoten fingen an zu zittern und er spürte, wie seine Augen feucht wurden. "Was ist mit ihr passiert?!", wollte er von Rosenhauch wissen und sah die Heilerin mit feucht glänzenden Augen an.

[kommt ins Lager | geht ins Nest | bemerkt Saphirpfotes Fehlen | schläft ein | wacht auf | sieht sich nach Saphirpfote um | steht auf | geht zur Versammlung | jubelt mit | denkt nach | holt sich eine Wasserratte | frühstückt vor dem Schülerbau | bemerkt Rosenhauch mit Saphirpfotes Leichnam | stürzt zu ihr | fragt Rosenhauch etwas]


Zuletzt von Holunderpfote am Di Jul 15, 2014 4:49 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Hibiskusblüte

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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Di Jul 15, 2014 4:44 pm

Hibiskusblüte hatte die Nacht kaum geschlafen, sondern sich oft ruhelos im Nest hin- und hergewälzt. Die Stimmen in ihrem Kopf warfen ihr immer vor, dass sie an Polarlichts Tod schuld war. Weil sie einfach keine Kriegerin war und somit nur nutzlos gewesen war in dem Kampf gegen den Fuchs.
Eigentlich hätte sie Nachtwache bei dem Kater halten sollen, doch sie wollte seinen Leib nicht noch einmal sehen. Sein totes Gesicht. Es war, als würde allein sein Anblick ein Vorwurf für die junge Kätzin sein.
Ja, sie war noch jung. Und doch hatte sie schon so viele Tode erleben müssen. Zuerst ihre Schwester Buntjunges, dann ihre Ziehschwester Traumpfote, dann ihre Mutter Mondblüte, schließlich ihr Vater Streifennacht, schlussendlich ein Teil ihrer Junge und dann Borkenstern. Und noch dazu Krähenfrosts Verschwinden. Und jetzt Polarlichts Tod.
Hibiskusblüte wusste nicht, wie sie all diese Verluste noch verkraften sollte. Sie hatte schon so viele innere Wunden, die größte Wunde hatte sie durch die Vergewaltigung ihres Vaters und den Tod ihres Bruders Borkenstern erlitten. Allesamt waren sie halbwegs verheilt, doch die Narben blieben immer. Und das zerrte an den Kräften der Kätzin.
Draußen hörte sie bereits, wie Steinstern den Clan zusammenrief, aber es interessierte sie im Moment nicht. Wenn etwas Wichtiges für sie dabei wäre, würde man sie schon infomieren. Viel lieber blieb sie nun hier in der Kinderstube, wo Goldschimmer nun ebenfalls schlief mit ihrem Wurf Junge, welche sie am Tag zuvor bekommen hatte.
Und da fasste Hibiskusblüte schließlich einen Entschluss. Ich bin keine Kriegerin... Ich war immer eine Königin und das ist das Einzige, was ich kann. Abgesehen vielleicht vom Jagen. Ich sollte mit Steinstern reden, ob es nicht möglich wäre, dass ich in der Kinderstube bleibe und anderen Königinnen helfe..."
Wie um sich selbst zu bestätigen nickte sie und beschloss, dass sie später zu dem Anführer gehen würde und mit ihm reden würde. Aber jetzt wollte sie noch etwas ausruhen und Goldschimmer und ihren Wurf beobachten. Etwas das Glück anderer genießen.

[in der Kinderstube | denkt nach | beobachtet Goldschimmer]
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Dunkelfeder

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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Di Jul 15, 2014 5:23 pm

Dunkelfeder hatte die ganze Nacht durchgeschlafen und wurde jetzt nicht einmal wach, als Steinstern zu einer Versammlung rief. In der Nacht war sie kurz aufgewacht und hatte gespürt, dass sie wohl etwas Fieber gehabt hatte, aber im Laufe der zweiten Nachthälfte war dieses wieder verflogen, was sie wohl Rosenhauchs Heilkräutern zu verdanken hatte.
Jetzt aber spürte die schwarze Kriegerin eine Bewegung neben sich und hob verschlafen den Kopf. Sie musste ein paar Mal blinzeln, bis sich ihre silbergrauen Augen an das helle Licht im Heilerbau gewöhnt hatten.
So sah sie lediglich noch das graue Fellbündel, welches gerade aus dem Heilerbau gezogen wurde. Doch Dunkelfeder erkannte es auch so, ohne den Rest zu sehen. Es war Saphirpfote. Und ihr war sofort klar, wieso man sie aus dem Heilerbau zog.
Eine Welle der Schuldgefühle überrollten die Kätzin und in ihren Augen sammelten sich Tränen. Noch hielt sie diese aber zurück und erhob sich langsam und vorsichtig, um sich nicht sofort zu überanstrengen.
Langsam verließ sie den Heilerbau und ging zu Rosenhauch, die Saphirpfotes Leichnam zu einem weiteren gezogen hatte. Erst bei näherem Hinsehen erkannte Dunkelfeder Polarlicht, einen Krieger, mit dem sie selbst eher wenig zu tun gehabt hatte. Aber auch er schien tot.
Holunderpfote kam aufgeregt zu ihnen gehüpft und fragte mit Tränen in den Augen, was mit Saphirpfote passiert war. "Es ist meine Schuld... Ich hab sie nicht rechtzeitig aus dem Fluss gezogen...", murmelte die schwarze Kätzin fast lautlos und spürte, wie ihr nun die Tränen lautlos über die Wangen liefen. Dabei war Saphirpfote doch noch so jung gewesen...

[schläft | wird durch eine Bewegung wach | sieht, wie Saphirpfote aus dem Heilerbau gezogen wird | steht auf | folgt ihr | geht zu Rosenhauch | murmelt etwas]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Di Jul 15, 2014 6:37 pm

OUT: Bitte beachten!
Der Steinstern-Post wurde von mir nochmal editiert, da zwei weitere Mentoren aufgrund der Inaktivität ihrer Vorgänger verteilt wurden. Dämmergeist ist nun der Mentor von Haselpfote und Vanilletraum ist die neue Mentorin von Amselpfote.
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Di Jul 15, 2014 6:59 pm

Recht abwesend lauschte ich Steinsterns Worten, war gedanklich schon bei Goldschimmer und meinen Jungen.. welche Namen sie wohl ausgesucht hatte?
Mein Blick hing an der Kinderstube, während zwei Schüler zu Krieger wurden. Leise murmelte ich ihre neuen Namen, ehe zwei Jungen zu Schüler ernannt wurden. Mit einem warmen Gefühl im Bauch sehnte ich mich schon nach den Moment, wenn meine vier Jungen Schüler wurden. Sie bekämen natürlich nur die besten Mentoren und das beste Trainung, dafür würde ich sorgen!
Ich wollte so schnell wie möglich zurück zu meiner Gefährtin, schnippte ungeduldig mit meinem Schweif. Eisvogel bekam Silberpfote als Schülerin, woraufhin ich abfällig schnaubte. Sie und Mentorin? Dass ich nicht lache, die Kleine hat mein Mitleid.. Meine kalten Augen suchten in der Menge nach der grauen Katze und ich musterte sie finster. Schnell wandte ich mich ab, ohne eine kalte Bemerkung abzugeben.
"Dämmergeist, du wirst das Training von Haselpfote übernehmen..", rief Steinstern von der Schimmerweide. Gelangweilt sah ich hoch zu ihm, glitt hinunter zu Haselpfote, die die Position als meinen neuen Schüler eingenommen hatte.
Na toll, dachte ich mir, stand auf und schlürfte zur braunen Schülerin, begrüßte sie flüchtig und setzte mich wieder auf meinen ursprünglichen Platz. Das Gefühl, nun die Verantwortung der Kätzin zu tragen, fühlte sich komisch neu an. Wie sollte ich es denn auf die Reihe kriegen, für meine Gefährtin und meine Junge da zu sein und gleichzeitig einen Schüler zu trainieren? Was auch immer sich Steinstern dabei gedacht hatte, allzu sehr gefiel mir diese Tatsache nicht. Doch ich würde mich bemühen, aus Haselpfote einen guten Krieger zu machen. Sofern sie sich nicht zu dumm dabei anstellte.
Die Versammlung war beendet, sofort sprang ich auf meine Pfoten und trottete zur Kinderstube. Mit Haselpfote konnte ich noch später reden, ich hatte schließlich drei noch namenslose Junge.
Als ich eintrat, lag Goldschimmer mit ihren vier Jungen im Nest, sofort füllte Stolz mein Bauch. Schnurrend begrüßte ich meine Gefährtin. >>Guten Morgen, meine Liebe!<<, meinte ich schnurrend, drückte meinen Kopf gegen ihren und sah zu unseren Jungen. >>Hast du schon die Namen unserer Jungen ausgesucht?<< Außer Nachtjunges hatte bisher noch keiner einen Namen.

[bei Versammlung | sieht Eisvogel abfällig an | bekommt Schüler | bei Goldschimmer in der Kinderstube]
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Silberpfote

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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Di Jul 15, 2014 8:40 pm

Silberjunges schaute aus großen Augen nach vorne. Steinstern begann zu sprechen. Erst ernannte er zwei Schülerinnen zu Krigerinnen. Eulenfeder und Schwanenfeder. Silberjunges beneidete die beiden frisch ernannten Kriegerinnen, rief aber dennoch deren Namen.
"Eulenfeder, Eulenfeder! Schwanenherz, Schwanenherz!", sang die kleine Kätzin mit den anderen Stimmen mit. Ihre war noch hoch und jung, doch etwas Kälte waberte mit den Tönen die die Silberschwarze Kätzin aussand. Niemand würde darauf achten, das wusste sie. Wenn Silberjunges eines Tages Krigerin werden würde, würden die Katzen dann auch für sie singen? Würden sie vielleicht ihren Namen rufen? Vielleicht würde sich ja jemand für die Silberne freuen?
Vor ihr kam jedoch Flammenjunges, ihr Freund und auch Rivale. die gestreifte wusste von seinem Traum Anführer zu werden. Auch sie wollte Aführerin werden. Silberstern. Es wäre so verdammt wundervoll. Auch sie würde gerne dort oben stehen und Junge und Schüler aufrufen. Auch sie würde gerne die Gesichter der singenden Katzen von oben sehen, bewundert werden. Auch sie wollte endlich einmal zu etwas gut sein. Und dann, rief Steinstern endlich ihren Namen auf. Sie trat vor, genau wie Flammenjunges. Sie warf ihm einen nichtssagenden Blick zu. Rivalen und Freunde.. Ob das gut gehen könnte? Jedenfalls bekam Flammenpfote, wie der flammenfarbene nun hieß, Farnherz zum Mentor. Sie nickte ihm zu und wartete ungeduldig, und mit aufgeregt auf und ab wippendem Schweif.
Silberpfote, was für ein Name. Sie mochte ihn, was vermutlich nicht sonderlich bescheiden klingen würde. Sie nahm den neuen Namen entgegen, drehte sich dann um, nur um dann auf Eisvogel ihre Mentorin zuzulaufen und der silbernen Kätzin mit dem Fell, das ihrem gar nicht unähnlich sah, mit dem silber, nur länger.
Und diese geisterhaften Augen. Sie waren wirklich schön. Das Gefühl als ihre Schnauzen sich berührten, war irgendwie ein komisches, aber auch besonderes Gefühl. Irgendwie nass aber warm, eben merkwürdig. Sie schaute Eisvogel her. Eis..vogel.. Ja das passte irgendwie recht gut zu der Kriegerin mit den Geisteraugen. Als Eisvogel wegging schaute Silberpfote etwas verdutzt drein, ging aber nur ein paar wenige Schritte hinter her. Während sie mit ihrer Schwester sprach, würde die kurzfellige Schülerin ihre Mentorin nicht stören. Also wartete sie etwas abseits, darauf das die noch Fremde zurück kehrte. Als ihre Mentorin dann allerdings mit Farnherz sprach, lief Silberpfote dann doch zu der Krigerin mit den schönen Augen und dem edlen Pelz.
Sie blieb einfach wortlos hinter der Kätzin stehen.

[ Jubelt die Namen der neuen Krieger, Nimmt ihren Namen entgegen, begrüßt ihre Mentorin, schaut zu Silberlicht und Eisvogel, sieht wie Eisvogel zu Farnherz geht, geht zu ihrer Mentorin]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Di Jul 15, 2014 8:52 pm

Flammenpfote

Er sah seinen Mentor an. Natürlich hatte er Steinstern zu gehört! Naja, vielleicht nicht komplett, weil er noch in Gedanken ein bisschen bei seinen Zukunftsplänen war, aber dennoch hatte er von der Fuchs-Patroullie gehört. Anscheinend hatte er einfach nicht die Namen aufgeschnappt. Bevor sein Mentor losging, miaute Flammenpfote schnell:"Ist in Ordnung Farnpelz, ich frage Eisvogel einmal! Viel Glück bei der Suche!"
Der Flammenfarbene bohrte seine Krallen in den Schnee. Zu gerne wollte er hinterher rennen und den Kriegern und seinem Anführer folgen. Einen Fuchs mal schnell aus dem Territorium vertreiben und wieder zurück kommen, als wäre nichts gewesen. In Gedanken bei Kampftricks und dem Gefühl von Krallen die sich über des Gegners Fell zogen, vergaß Flammenpfote fast die Zeit. Schließlich stapfte er durch den Schnee zu Eisvogel und Silberpfote, die nicht weit entfernt standen. Der Kater schnippte mit dem Schweif gegen ihrer Freundin ihre Flanke. "Jetzt sind wir einen Schritt näher am Krieger sein!", hauchte er ihr ins Ohr, ging daraufhin auf Eisvogel zu. "Eisvogel, Farnherz hat gemeint, dass ich bei euch bleiben kann solange er mit der Fuchs-Patroullie weg bin. Ist das in Ordnung?", miaute Flammenpfote und seine Augen strahlten. Am liebsten würde er jetzt los rennen, das Territorium erkunden und endlich einmal beim Rennen den Wind in seinem Fell spüren. Denn bei den vier, fünf Fuchslängen im Lager war dieses Gefühl nur von kurzer Dauer. Der Gedanke daran auf Katzen des anderen Clans zu treffen, erwärmte dem Kater das Herz. Er würde alle fertig machen, im Kampf, im Jagen und in Sachen Selbstbewusstsein. Ein Lächeln erschien auf dem Gesicht des Katers, er schob den Schnee etwas weg um sich zu setzen und wartete dann auf Eisvogels Antwort.

[redet mit Farnherz/geht zu Eisvogel und Silberpfote/redet/denkt nach]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Di Jul 15, 2014 10:54 pm

(Sprung zum nächsten Tag)

Träge wurde ich wach, der Großteil des Kriegerbaus schien mal wieder aufgestanden, aber das war ja nichts ungewöhnliches. Ich brauchte meinen Schlaf und ich ließ mir auch jetzt beim Aufstehen Zeit, und dachte an den Abend zuvor zurück. Eulenpfote und ich hatten viel Spaß gehabt, ich hatte ihr meine Lieblingsgewürze gezeigt, zumindest einige davon...zu gerne hätte ich ihr auch Safran gezeigt, aber bei dem Schnee konnte ich froh sein, dass ich die anderen gefunden hatte.
Der Duft nach frischem Grün trieb in den Kriegerbau und trieb mich dann doch auf die Pfoten. Bevor ich den Ausgang des Kriegerbaus erreicht hörte ich allerdings Steinsterns Stimme, die den Flussclan zu einer Versammlung zusammenrief.
Damit war mein ruhiger Morgen wohl vorbei, ich trabte zügig und noch mit ungemachtem Fell aus dem Kriegerbau und eilte zur Schimmerweide. Ich ließ mich nieder und sorgte dafür das mein Fell etwas in Ordnung kam, während der Anführer auf die Sammlung des ganzen Clan wartete.
Mit geschniegelten und gestriegelten Fell konnte ich es endlich wagen mich umzusehen, ich hielt natürlich nach einer Kätzin Ausschau. Meine Augen wollten die schöne grazile Schülerin aber einfach nicht erblicken. Schönes gab es trotzdem zu sehen, vor allem wenn sich die Sonne durch die Wolken kämpfte. Ein fluffig-luftiger Silberpelz hier, ein adrett-enganliegender roter dort, ein mysteriös-schimmernd schwarzer etwas weiter entfernt und mehr konnte ich mich nicht umsehen, denn Steinstern begann zu reden.
Der graue Kater berichtete von zwei Toten, die den Flussclan ereilt hatten, Geschichten die ich nur am Rande mitbekommen hatte...vor allem, weil die Toten zum Abschied bereit gelegen hatten. An Polarlicht, einem recht farblosen Kater in jeder Hinsicht hatte Fuchsgeruch gehangen, was aber Kristalljunges erwischt hatte...den Spuren nach ein Raubtier und kein Fuchs, eher ein Raubvogel. Und eine Schülerin war auch noch verstorben, wie auch immer sie es geschafft hatte zu ertrinken...
Das anschließenden Thema gefiel mir deutlich besser und endlich bekam ich Eulenpfote zu sehen. Gebannt beobachtete ich die Ernennung meiner besten Freundin und rief sofort ihren Namen lauter als alle anderen "Eulenfeder! Eulenfeder! Eulenfeder!" Selbst der Sternenclan sollte meine Freude hören! Ungeduldig hörte ich mir den Rest der Versammlung an, und begrüßte die neuen Schüler und die andere Kriegerin, aber ich wartete eigentlich nur auf das Ende der Versammlung und darauf, dass ich zu Eulenfeder konnte. Sogar Rosenhauch bekam eine Schülerin, zudem bekamen einige meiner Cousinen neue Mentoren. Cousinen die nicht wussten, dass sie meine Cousinen waren...ein Zustand, der immer noch seltsam war und mir nicht recht gefallen wollte.
Sie waren langsam älter und vielleicht konnte ich ja die Gelegenheit finden, mal mit ihnen zu reden...immerhin gehörten wir zu einer Familie. Zum Schluss erwähnte Steinstern noch die Jagdgruppe für den Fuchs, zu ich gehörte. So früh am morgen schon so viel Stress...aber immerhin sah ich deutlich wacher aus als Steinstern. Hatte der Kater sich das wirklich gut überlegt?
Bevor ich mich der Fuchsjagd anschloss, eilte ich aber zu Eulenfeder und leckte ihr übermütig über die Wange "Du hast es geschafft du bist Kriegerin!" miaute ich freudig "Wenn du in den Kriegerbau ziehst musst du dein Nest unbedingt neben meinem bauen!" dummerweise kam natürlich für diese Nacht erst mal die Nachtwache, aber danach, danach würden wir endlich wieder Seite an Seite schlafen können, wie vor Monden im Schülerbau. Ein wohliger Schauer lief über meinen Rücken bei der Vorstellung endlich wieder mit Eulenfeders Geruch in der Nase aufzuwachen. Dann würde Aufstehen auch nicht mehr ganz so lästig sein...Ohja ich freute mich, ein wundervoller Tag. Nur die zeit wurde knapp, ich schaute zu Steinstern, der sich offensichtlich bereit machte aufzubrechen. Eilig drehte ich mich zu Eulenfeder um "Ich muss los, den Fuchs jagen. Keine Angst, ich werde dafür sorgen, dass du dich auf Flussclanboden sicher fühlen kannst! Genieße deinen ersten Tag als Kriegerin, ich bin bald zurück." miaute ich aus tiefstem Herzen, mit einer Mischung aus Wehmut, weil ich nicht noch etwas bei Eulenfeder bleiben konnte, aber auch Stolz, weil ich für sie kämpfen würde. Und für die grazile Kätzin kämpfte ich gerne, für ihr Lächeln und ihre Lebensfreude, mit der sie ihre ganze Umgebung zum Strahlen brachte. Ohne groß nachzudenken, verabschiedete ich mich mit einer flüchtigen Berührung meiner Nase mit ihrer und hastete zum Lagerausgang, den Bauch voller Schmetterlinge. Die Blattfrische ist was schönes. Dachte ich beschwingt, während ich Steinstern zur Fuchsjagd folgte

---> folgt Steinstern (keine Ahnung wohin, hat er nicht geschrieben)

[wacht auf, geht zur Versammlung, ruft die Namen, geht zu Eulenfeder, redet mit Eulenfeder, verabschiedet sich, folgt Steinstern]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Mi Jul 16, 2014 2:12 pm

Ich saß nicht lange vor dem Heilerbau, als ich etwas Graues aus den Augenwinkeln bemerkte. Dazu kam der Geruch, den ich wohl nie vergessen würde. Ich sah zu ihm, Steindamm. Er ging auf drei Pfoten aus dem Heilerbau und setzte sich auf die andere Seite vom Eingang zum Heilerbau. Hat er mich nicht bemerkt? Der wird etwas zu hören bekommen. Ich sah ihn weiter an und überlegte schon, wie ich es machen sollte, ohne ihn wirklich zu verletzen. Weder körperlich noch seelisch. Gerade als ich eine Idee hatte, fing Steinstern an zu sprechen. Er ernannte Schwanenpfote und Eulenpfote zu Kriegern und Amselpfote und Haselpfote bekamen neue Mentoren.
Dann kam der Punkt, wo ich wirklich gespannt war, was passierte. Es wurden neue Schüler ernannt. Drei Jungen wurden aufgerufen. Silberjunges, Flammenjunges und Präriejunges. Ich wartete gespannt, doch das erste Junge, jetzt Flammenpfote, wurde nicht mein Schüler. Ebenso wenig Silberpfote. Nurnoch Präriejunges! Mein Körper spannte sich an, doch ich wurde bitterlich enttäuscht. Präriejunges wurde Heilerschüler. Ohne große Motivation rief ich die Namen mit den anderen zusammen. Es gehörte sich einfach und freute mich trotzdem für sie.
Ich ließ meine Ohren hängen. Ich wäre gerne Mentorin, doch bisher hatte man mir keinen Schüler anvertraut. Vielleicht war ich auch noch nicht wirklich bereit dafür. Ich entschied mich, mich etwas abzulenken, da ich auch zu keiner Patroullie eingeteilt war. Ich sah wieder zu Steindamm. Wir war eine Idee gekommen und ich stand auf.
Ich blieb vor ihm stehen. Weißt du Steindamm, ich warte hier extra auf dich, da ich nicht in den Heilerbau darf und du bemerkst mich noch nicht einmal. Soll ich lieber weggehen? Dann sagte ich eher murmelnd Ist wohl auch egal, wenn du es nicht bemerkst. Dann sah ich zu Steinstern, als ob ich mit etwas beschäftigt wäre. Obwohl ich es nicht vorhatte, klang meine Stimme verletzt und meine Gedanken waren plötzlich woanders. Ich hasste die Eigenschaft bei mir. Das passierte mir zwischendurch. Manchmal und immer seltener, doch es passierte. Weder du noch ich haben Schüler bekommen... Ich war enttäuscht doch gleichzeitig auch froh, das ich nicht die einzige ohne Schüler war.

[bemerkt Steindamm, verfolgt die Versammlung, spricht mit Steindamm]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Mi Jul 16, 2014 3:24 pm

Ich wachte auf, als ich etwas auf meinem Kopf spürte. Es war rau,doch irgendwie mochte ich es auch. Leider war es ganz schnell wieder weg. Dafür hörte ich komische Dinge. Es war weiter weg, aber es war trotzdem ziemlich laut. Dann war es wieder leise und wieder laut. Das verwirrte mich. Wo bin ich hier? Ich war froh, das es noch so schön warm war, doch es kam mir gleichzeitig fremd und vertraut vor. Dann war da nach einiger Zeit wieder ein Laut. Doch der war näher bei mir und er klang viel vertrauter als das sehr laute weiter entfehrnt. Ich wollte wissen, was es war, doch ich war in Dunkelheit. Ich hörte etwas von 'Namen' und 'Jungen'. Was das wohl ist? Ob das etwas bedeutet? Weil ich ziemlich unzufrieden damit war, das ich es nicht verstand, fing ich an zu maunzen. Außerdem war dieses böse Gefühl in mir wieder da, bevor ich das leckere getrunken hatte. Ich suchte wieder den Ursprung von dem LEckeren, fand es dieses Mal jedoch nicht. Ich maunzte noch klagender. Ich wollte, das das Gefühl wieder verschwand!

[wacht auf, hört Steinstern und die rufe der anderen, hört Dämmergeist, sucht Milch]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Mi Jul 16, 2014 4:12 pm

Gähnend hatte ich mich vor dem Heilerbau niedergelassen. Leider bemerkte ich immer noch nicht, dass Flügelherz die ganze Zeit auf mich gewartet hatte. Ich bemerkte meine wunderschöne Gefährtin erst, als sie sich vor mich stellte und mir mit ziemlich verletzter Stimme erklärte, dass sie extra auf mich gewartet hatte, um mich zu sehen. Mir wurde warm ums Herz wegen ihr Mitgefühl, doch trotzdem legte ich die Ohren an, da ich mich sehr schämte. "T-Tut mir leid Flügelherz. Ich hatte dich leider nicht bemerkt. Ich konnte diese Nacht nur wenig schlafen, da meine Pfote so schmerzte und ich nicht bei dir sein konnte. Aber ich wollte gleich zum Kriegerbau humpeln, um nach dir zu schauen."Ich seufzte. "Aber wenn du nicht bleiben willst, dann ist es ok. Ich werde dich nicht aufhalten, werde aber ziemlich traurig sein, wenn du mich verlässt. Mein Herz fühlt sich dann so leer an." Ich seufzte noch einmal. "Bitte bleibe bei mir. Ich habe alle verloren. Ich bin mit sonst niemandem befreundet. Nur du und Gezeitenjunges sind bei mir!" Ich war schon fast am verzweifeln, weil ich früher so alleine war und blickte meiner Gefährtin kurz in die Augen, doch dann auf meine Pfote, die immer noch schmerzte. "Meine Pfote. Also meine gebrochene Pfote, ist ein Zeichen, das ich alles tun werde, um dich zu beschützen! Also bitte verzeih mir! Bitte! Bitte lass mich nicht allein!" Ich war ziemlich verzweifelt. Meine Bitten kamen von ganzen Herzen. Mir kullerte eine Träne über die Wange. So hatte ich nie gesprochen.

[mit Flügelherz vor dem Heilerbau]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Do Jul 17, 2014 7:24 pm

Man merkte kaum, dass ich erwachte, da ich noch immer die Augen geschlossen hielt und große Bewegungen für mich noch so gut wie unmöglich waren. Ganz still blieb ich liegen, wurde aber langsam aktiver, als sich das bekannte Gefühl vom vorherigen Abend in mir breit machte. Ich hatte Hunger und nun wusste ich auch, wie ich diesen schnell stillen konnte.
Ich stemmte mich auf meine Beinchen, die aber noch so schrecklich schwach waren und mein Gewicht nicht halten konnten. So blieb mir nichts anderes übrig, als zu kriechen. Dabei kam ich mir hilflos und klein vor, aber ich wusste, irgendwann würde ich stark sein.
Endlich hatte ich den Bauch meiner Mutter erreicht und begann nach einem Hubbel zu suchen, der mir das unangenehme Gefühl nehmen und mein Mäulchen mit der leckeren Flüssigkeit füllen würde. Hungrig saugte ich so lange an der Zitze, bis mein Magen voll war und ich wohlig seufzend zurücksank, mein Köpfchen in dem Fell von meiner Mutter vergraben, deren Namen ich leider nicht wusste. Aber wenn ich mich recht erinnerte... Mein Name war gestern Abend doch gefallen, oder hatte ich mich da getäuscht? Doch, Nachtjunges. Dieser Name klang fremd und so gar nicht nach mir, aber ich wusste noch nicht einmal was das war. Nacht. Es klang bedrohlich, aber auch irgendwie tröstend. Komisches Wort. Würde ich es irgendwann aussprechen können?
In dem Moment leckte mir jemand über den Kopf und ich maunze empört auf, da es mich aus meinen Gedanken gerissen und mich zudem noch völlig erschrocken hatte. Ich bemerkte, dass mein Vater nicht mehr da war, aber drei andere Fellkugeln lagen neben mir. Plötzlich kam mir alles viel zu eng vor, als würden meine Geschwister mir die Luft zum Atmen nehmen. Ich drückte meine Hinterbeine gegen eine meiner Schwestern und schob mich so etwas von allen weg. Näher zu meiner Mutter. Ich musste direkt unter ihrem Kopf legen, denn ihr Schnurren war nun viel lauter. Aber etwas anderes, viel lauteres ließ mein Kopf hochfahren. Eine tiefe Stimme meldete sich zu Wort und ich versuchte diesen Worte einen Sinn zu entnehmen. Liebe? Namen? Junge? Irgendwie passten diese Worte zusammen, auch wenn ich nicht genau wusste, warum. Moment, diese Stimme gehörte meinem Vater! Er war wieder da. War das gut oder schlecht? Vielleicht machte es Mutter glücklich, weshalb ich nun auch darüber erfreut sein durfte. Sicher wollte sie jemanden zum Reden.
Leise schnurrend hob ich den Kopf, aber meine Augen waren noch geschlossen. Wie lange es wohl noch dauerte, bis ich mehr sehen konnte als dieses langweilige Schwarz? Es musste doch mehr geben! Dessen war ich mir ganz sicher.
Maunzend drückte ich mich an das Brustfell meiner Mutter, welches ihren vertrauten Duft verströmte. Diesen Duft würde ich mir einprägen, er würde mir immer Sicherheit versprechen.

[wacht auf, trinkt, denkt nach, maunzt, drückt sich an Goldschimmer, hört Dämmergeist]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Fr Jul 18, 2014 1:58 am

Sanft wurde Vanilletraum von Geräuschen, ein paar leisen Gesprächen und trippelnden Pfotenschritten geweckt, die sanft an ihr Ohr getragen wurden wie ein Wiegenlied vom Wind. Wabernd, nah und doch ganz weit weg. Sie streckte eine der crrmefarbenen Pfoten aus. Ein leises Rascheln vom Nestmaterial kam zurück, wie beim Jagen in der Zeit des Blattfalls, wenn die Blätter fielen und unter den Pfoten sanft raschelten. Wenn sie dann genau die Ohren gespitzt hatte, hatte sie dem Stillem Lied der fallenden und raschelnden Blätter gehört, bevor sie brachen und vom Winde weit durch die Territorien der Clans verteilt wurden. Allerdings war es nicht Zeit des Blattfalls. Es war Blattleere. Man wachte auf mit feuchtem, klammen Pelz der kalt und abweisend wirkte. Katzen starben an Erkältungen und die Beute war rar. Ansonsten gab es dann nat ürlich den immer noch eisigen Schneematsch, der in Form von wiederlicher Pampe in Pfützen im Lager lag, als störte er sich nicht daran das er eisig kalt war. Die Kriegerin gähnte ausgiebig bis sie sich dazu zwang eines der tiefblauen Augen zu öffnen und dann ein zweites. Auch heute waren die Augen der schlanken aber großgewachsenen Kätzin wie zwei nächtliche Seen, die nur das Mondlicht erhellte. Ein lang gestrecktes Gähnen, dann erhob sie sich und schüttelte das cremefarbengetigerte Fell mit den rötlichen Spuren, ehe sie sich aus dem Bau wagte. Das meiste Nestmaterial war abgeschüttelt und viele Krieger versammelt.Sie bekam nicht mehr mit wir Steinstern vom Tot zweier Katzen sprach, konnte sich aber denken, dass es das gwesen war was sie nicht mit bekommen hatte. Dann stimmte sie mit ein in die Rufe die sich zu einem Stimmengewirr und dann einem Gesang vieler Stimmen vermischten.
"Eulenfeder! Eulenfeder! Schwanenherz ! Schwanenherz!", jubelte auch Vanilletraum den frischgebackenen Kriegerinnen mit den Vogelnamen zu, mit ihrer samtweichen bittersüßen Stimme und wartete ab.
Eisvogel eine hübsche silberne Tigerkätzin mit langem Fell ind wundervollen eisigen und irgendwie geisterhaften Augen bekam eine kleine silberschwarze Kätzin mit veilchfarbenen Augen zur Schülerin, Silberpfote und Farnherz bekam Flammenpfote.
Auch die cremefarbene ging nicht leer aus. Nun ja eigentlich hatte sie nicht erwartet Mentorin zu werden , freute sich aber und trat etwas an Amselpfote, ihre Schülerin heran um sie Nase an Nase zu begrüßen. Ein nasses Gefühl, doch ein schönes, durchtröhmte die helle Kätzin während sie die dunkle Schülerin anblickte.

[Wacht auf. Geht zur Versammlung. Jubelt die Namen. Begrüßt Amselpfote]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Fr Jul 18, 2014 9:19 pm

Ich sah Steindamm etwas entsetzt an. Er nahm es doch ernster, als ich geahnt hatte. Ich wollte ihn nicht so verletzen! Ich schmiegte mich entschuldigend an ihn und schnurrte leise, bevor ich anfing zu sprechen. Ich habe es doch nicht so ernst gemeint. Es tut mir leid, wenn ich dich verletzt haben sollte. Ich weiß, das du mich nicht mit Absicht übersehen hast. Ich sah ihm in die Augen. Ich wollte dich nur ein wenig ärgern, auch wenn ich es wirklich schade finde, das keiner von uns Beiden einen Schüler bekommen hat. Aber dafür habe ich mehr Zeit mit dir, was wiederum gut ist. Ich sah mich auf der Lichtung um, wo doch noch ziemlich viele Katzen waren, obwohl die Versammlung beendet war. Ich wollte wieder an unseren Platz, doch Steindamm sollte wohl besser nicht laufen. Rosenhauch würde mich in Fetzen reißen, wenn ich es versuchen würde. Also musste es mir genügen, das ich hier dicht bei ihm sein konnte. Hat Rosenhauch schon irgendetwas erwähnt, wie lange d noch im Hb bleiben musst? Oder insgesamt nicht auf Patroullie darfst?

[bei Steindamm vor dem Heilerbau]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Sa Jul 19, 2014 10:28 am

Blättersturm senkte trauernd den Kopf, als Steinstern Polarlichts Tod und Kristalljunges' Entführung nochmals erwähnte. Als er jedoch fortfuhr und zwei Schüler zu Kriegern ernannte, hob sie den Kopf wieder und stimmte in das Jubeln des Clans ein. Die Welle der Fröhlichkeit liess sie nicht kalt und besserte ihre Laune etwas. Nun, Steinstern hatte eigentlich recht, es war Zeit, sich zu freuen. Sie lebte schliesslich nicht, um traurig oder wütend zu sein, sondern eher, um sich zu freuen. Es gehörte zwar alles dazu, aber ein Stück weit konnte man sich entscheiden, ob man glücklich war oder nicht. Die Schildpattfarbene beobachtete die Ernennung von Flammenjunges und Silberjunges zu Schülern. Sie war froh, nicht die Verantwortung für die beiden Schüler als Mentorin übernehmen zu müssen. So hatte sie nämlich ihre Ruhe und konnte grösstenteils tun und lassen, was sie wollte. Sie sog besorgt Luft ein, als Steinstern Amselpfote und Haselpfote erwähnte, welche beide gerade keine Mentoren hatten. Doch es gab keinen Grund zur Sorge, denn Vanilletraum und Dämmergeist wurden deren Mentoren - ihre geliebte Freiheit blieb der Kriegerin also. Es überraschte sie etwas, dass Rosenhauch sich schon eine Schülerin auswählte, doch Blättersturm freute sich für Präriepfote. Als Steinstern einen Fuchs erwähnte, stellten sich ihre Nackenhaare auf. Dem werde ich es zeigen, diesem Biest, auf unserem Territorium hat der nichts verloren!, dachte sie kampfeslustig und war dann etwas enttäuscht, nicht mitgehen zu dürfen. Es hätte ihr gut getan, mal wieder zu kämpfen, alle Sorgen zu vergessen und vor allem ein richtiges Ziel zu verfolgen, nicht nur die spielerischen Kämpfe mit den Jungen. Die Kätzin seufzte und versuchte, sich damit abzufinden, dass sie eben wieder einmal jagen gehen würde - oder ihre Grenzen verteidigen. Sie blieb sitzen und schaute erwartungsvoll zu Leopardenherz, während sie darauf wartete, in eine Patrouille eingeteilt zu werden. Als plötzlich Geruch des Todes in ihre Nase stieg, wendete sie entsetzt den Kopf und sah, wie Rosenhauch Saphirpfote aus dem Heilerbau zog. Nein!, dachte Blättersturm entsetzt. Schon wieder eine tote Katze. Hatte der SternenClan etwa ein Problem mit ihnen? Oder wieso nahm er ihnen so viele Katzen in einer so kurzen Zeit? Ich muss jetzt etwas für den Clan tun, stellte die Kriegerin fest, sie musste sich nun bewegen und jagen oder die Grenzen verteidigen, sie konnte einfach nicht sitzen bleiben und schon wieder trauern. Das hatte sie doch schon die ganze letzte Nacht getan. Saphirpfotes Tod tat ihr zwar weh, aber sie war erschöpft davon, zu trauern, sie wollte dies umgehen, indem sie sich so sehr beschäftigte, dass sie nicht nachdenken konnte.

[lauscht Ernennungen, bejubelt frisch ernannte Krieger, ist enttäuscht, den Fuchs nicht verjagen zu dürfen, wartet auf Einteilung der Patrouillen, bemerkt Saphirpfotes Tod]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Sa Jul 19, 2014 6:41 pm

Müde hob Silberlicht ihren Kopf und hätte sich am liebsten wieder im Nest verkrochen. Ihre Glieder schmerzten, als hätte sie kaum geschlafen, dabei war sich die Getupfte eigentlich sicher, ziemlich fest genächtigt zu haben. Ihr Kopf schmerzte ein wenig, aber von der Stimme Eisvogels getrieben, erhob sie sich letztlich doch.
Gemeinsam mit ihrer Lieblingsschwester ließ sie sich nieder und kämpfte gegen einen leichten Schwindel, sodass sie fast ein wenig verspätet bemerkte, dass Steinstern bereits zu sprechen begonnen hatte. Eulenpfote, ein hübsches Kätzchen mit grau-weißem Fell und Schwanenpfote, eine weißfellige Kätzin, bekamen beide ihren Kriegernamen, was Silberlicht rasch zum Schmunzeln brachte. Es erschien ihr so wenig Zeit zwischen heute und ihrer eigenen Ernennung, dabei waren es bald 11 Monde. Endlich konnte sie sich von dieser latenten Müdigkeit befreien und hoffte, auch ihr Körper würde sich unter den Mühen des Tages rasch erholen.
In Gedanken war sie einmal wieder so weit entfernt, dass ihr fast entging, dass bereits ein Junges ernannt worden war und Farnherz zum Mentor bekommen hatte. Ein leichtes Seufzen trat über ihre Lippen. Nachdem sie nun mit Blätterfrost gesprochen hatte und dieser in gewisser Weise seine Hoffnungen für sie zum Ausdruck gebracht hatte, hoffte sie sehr, einen eigenen Schüler zu bekommen.

Doch schließlich war nicht sie es, die von Steinstern aufgerufen wurde, sondern Eisvogel. Schmerzhaft zog sich ihr Herz zusammen, konnte der hübschen Grauen jedoch ein echtes Schnurren entgegen bringen. Das enttäuschte Aufblitzen ihrer Augen verbrag sie vor der Schwester und auch deren Zuspruch machte es nicht bedeutend besser. Man schenkte ihr einfach nicht das nötige Vertrauen, während Eisvogel schon meilenweit vor ihr zu Laufen schien. Ein bitterer Anflug von Neid erfasste sie und sogleich schämte sie sich für diesen Wesenszug. Sie sollte nicht zulassen, dass solche Gefühle ihre geschwisterliche Beziehung vergifteten. Rasch verdrängte sie ihre Gedanken und lauschte weiter der Zeremonie. Fast glaubte sie selbst, dass sich in den letzten Sonnenzyklen nichts verändert hatte.
Doch da war so viel, was noch in ihr brodelte. Eisblüte und Nebelfrost aus dem WindClan und Blätterfrost aus dem DonnerClan. Alle drei hatten ihr keine Feindseligkeit entgegen gebracht. Es war so völlig anders gewesen. Diese zögerliche Neugier, das vorsichtige Herantasten. Neue Katzen, neue Geschichten, ein Haufen von Leben. Alles außerhalb der Grenzen des FlussClans. Alles außerhalb dessen, was ihr offen war zu sehen. Sie lebte in einer eingeschränkten Welt. Und mehr und mehr fühlte es sich an, als zöge man ihr den Boden unter den Füßen weg.

Sie hatte gar nicht mehr mitbekommen, wie Präriejunges zur Heilschülerin ernannt wurde, maunzte jedoch rasch mit, als sich die Stimmen des Clans erhoben. Zum Abschluss hörte sie letztlich ihren eigenen Namen. Aufgerufen zur Fuchsjagd, übernahmen ihre Kriegerinstikte die Oberhand und ein entschlossener Ausdruck huschte über ihr Antlitz.
Auf die Bitte ihrer Schwester schnurrte sie sanft und beruhigte sie mit einem Streicheln des Schweifes. "Ich bin doch kein absolutes Maushirn, Schwesterchen", summte sie fast eine Spur zu gutgelaunt. "Mir passiert schon nichts, hab keine Sorge!"
Schließlich verabschiedete sie sich und beeilte sich, zu Steinstern und der Patrouille zu kommen. Gemeinsam mit ihren Gefährten verließ sie das Lager und blickte sich ein letztes Mal um. Bei so einer Fuchsjagd konnte immer etwas passieren und wenn das hier der letzte Blick auf ihr Zuhause sein sollte, dann wollte sie es im SternenClan in guter Erinnerung behalten.

tbc: Fuchsjagd-Patrouille [unbekannter Ort]


[wacht auf, folgt Eisvogel, schaut die Versammlung an, spricht mit Eisvogel, folgt der Patrouille hinaus aus dem Lager]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   So Jul 20, 2014 12:33 am

Eisvogel hatte noch der Fuchspatrouille nachgesehen, als diese bereits das Lager verlassen hatte und eine nur für ihre geisterhaften Augen sichtbare schwarze Schneise hinterlassen hatten. Sie wusste, warum der Pfad schwarz war, denn alles was mit Kämpfen zutun hatte, mit Krallen und Blut und Schmerzen, war für sie wie die Farbe Schwarz. Ein schluckendes Schwarz - nicht so wie das des wunderbaren Himmels in der Nacht, wenn sie auf dem See schwamm und verträumt zu diesem aufsah.
Außerdem machte sie sich Gedanken um ihre Schwester, denn war da nicht ganz kurz Unmut in ihrem Blick zu sehen gewesen? Ein wenig unglücklich überlegte sie, ob dieser Unmut noch mit dem gestrigen Abend zutun hatte oder ob Silberlicht traurig darüber war, dass sie keinen Schüler erhalten hatte und Eisvogel schon. Fast fühlte sie das bittere Zwicken von Schuldgefühlen in ihrem weißsilberschwarzen Brustkorb wie einen echten physischen Schmerz und hoffte, dass Silberlicht den Kampf gegen den Fuchs gut überstehen würde - denn sie verspürte den unwiderstehlichen Drang, sich an ihr getupftes Fell zu drücken und sie zu trösten und sie ganz mit Schwesternliebe zu erfüllen, damit ihre düsteren Gedanken endlich von ihr wichen.
Ihr linkes Ohr zuckte kurz, als sie von einer jungenhaften, eifrigen Stimme angesprochen wurde, so dass sie sich umdrehte. Der rote Schüler von Farnherz hatte sich neben ihre eigene erste Schülerin gesetzt und seine Augen funkelten ehrgeizig und ungeduldig. Silberpfotes zart violett schimmernde Augen waren von kühlerer Natur, aber sicherlich war auch sie neugierig auf ihr zukünftiges Schüler-Leben, so dass Eisvogel mit ihrer ruhigen Stimme sanft miaute:"[color=white]Natürlich ist das in Ordnung, Flammenpfote. Wünschen wir Farnherz und allen anderen Katzen, die mit Steinstern gegangen sind, alles Gute und viel Erfolg. Bis er wieder zurück ist, kann ich euch ja erst einmal das Territorium zeigen.[/white]"
Sie konnte sich noch gut daran erinnern, dass Maulbeerbart ihr, als sie gerade eine frisch ernannte Schülerin gewesen war, ebenfalls als erstes die verschiedenen Gebiete der Insel gezeigt hatte. Mit seinem gutmütigen Lächeln und seinem vollen, wippenden Bart hatte er ihr die Besonderheiten der verschiedenen Gebiete erklärt, ehe sie am nächsten Tag die Grenzen abgegangen waren und sie das erste Mal den Geruch des DonnerClans und des WindClans in der Nase hatte vernehmen können.
Irgendetwas in Flammenpfotes leuchtenden Augen machte sie jedoch stutzig. Auch wenn es schwierig war, herauszufinden, was genau es war. Doch seine Ausstrahlung erinnerte sie an Flieder oder Rosenduft. Eigentlich waren es angenehme und schöne Düfte, aber lag man in einem Strauch von blühenden Rosen oder Fliederzweigen, so wurde der Geruch zu intensiv und man konnte rasch Kopfschmerzen davon bekommen.
Eisvogel wollte sich gerade von ihren beiden Schützlingen abwenden und in Richtung des schmalen Ausganges trotten, der zwischen dem Schilf zu sehen war, als ihr türkis schimmernder Blick auf das Farndickicht fiel, der links daneben braun aus dem Sand ragte. In der kommenden Blattfrische würden neue, grüne Triebe daraus hervor wachsen, doch auch jetzt, wo seine Wedel gezeichnet von der Blattleere waren, verbarg sich darin der Schülerbau, so dass Eisvogel anhielt und unschlüssig mit den Ohren zuckte.
Sicher war es besser, wenn die Beiden sich dort erst einmal einrichten würden, so wie Maulbeerbart ihr es damals aufgetragen hatte, bevor er mit ihr das Lager verlassen hatte, um das erste Mal das Territorium zu erkunden.
Mit ihrem langen, strähnigen Schweif deutete sie deshalb auf den Farn und lächelte Silberpfote und Flammenpfote zu.
"Am besten ihr holt euch erst einmal Binsen und Schilf, das ihr vor dem Lager findet, und macht euch ein eigenes Nest im Schülerbau. Wenn ihr damit fertig seid, verlassen wir gemeinsam das FlussClanlager."
Sie trottete mit eleganten Schritten zum Ausgang hinüber und ließ sich neben der Stelle im Sand nieder, an der sich das Schilf zu einem engen Gang öffnete. Hier wollte sie warten, bis die beiden Schüler bereit wären.
Es war seltsam, aber auch wunderschön, Verantwortung für junge Katzen zu übernehmen. Eisvogel verspürte durchaus Angst, etwas falsch zu machen oder zu vergessen, weil sie noch keine Erfahrung hatte, aber gleichzeitig empfand sie Wärme und fast so etwas wie Mutterliebe. Nein, Mutterliebe war heißer und roter. Voller Leidenschaft und Wut - diese Liebe, die Liebe eines Mentors zu seinem Schüler, war milder. Lauwarm.
Aber nicht minder wertvoll und angenehm.

[bei Flammenpfote und Silberpfote, begibt sich schließlich in die Nähe des Lagereinganges und wartet nachdenklich]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   So Jul 20, 2014 10:36 am

Silberpfote (Vertretung)

Flammenpfote schaute zu der Kriegerin hoch, die meinte, dass sie das Territorium erkunden würden. Ein Kribbeln ging durch den Kater, als Eisvogel begann sich auf den Ausgang des Lagers zu zu laufen und der flammenfarbene Kater stubste Silberpfote in die Seite. "Endlich dürfen wir raus gehen!", miaute der Kater und sprang hinter der Mentorin seiner Freundin hinterher. In deren Augen lag etwas faszinierendes und aufgeregtes. "Ja, endlich sehen wir was außerhalb liegt und endlich erfahren wir was außerhalb liegt.", miaute Silberpfote und Flammenpfote nickte. Er wendete seinen Blick wieder auf den Pelz von Eisvogel, als diese stehen blieb und der Flammenfarbene fast in sie hinein rannte. Der Rote wollte gerade eben fragen was das sollte, als die Mentorin meinte, sie sollten erst ihr Nest im Schülerbau errichten.
Flammenpfote starrte sie an. Er wollte empört 'Was?' rufen, unterdrückte es aber und nickte nur leicht. "In Ordnung, Eisvogel.", miaute Silberpfote, in ihren Augen lag aber auch eine leichte Enttäuschung. So liefen die beiden los und sammelten etwas Schilf. Flammenpfote fand sogar etwas Moos. Mit dem Material im Maul machten sich die zwei Schüler daran ihr Nest zu bauen und auch möglichst Gemütlich zu machen. Erst sagt sie wir gehen raus und dann sollen wir doch noch hier bleiben. Will sie uns extra noch so lange wie möglich im Lager lassen? Wehe sie sagt jetzt noch etwas bevor wir rausgehen, irgendwie sowas:'Habt ihr etwas gegessen? Nein? Dann macht das noch!', dachte der Rote und er verkniff sich ein Knurren. Silberpfote war vor ihm fertig und schaute nun seinem Baugefährten zu. "Mach dir nichts draus. Besser jetzt das Nest gemacht als später. Später sind wir bestimmt müde."
Flammenpfote wollte laut aufjaulen und sagen, dass er nie müde sein wird, doch er murmelte einfach nur ein kleines in Ordnung und beendete die Arbeit an seinem Nest. Er atmete tief durch und ging aus dem Schülerbau, einen zufriedenen Blick aufgesetzt. Schnell war der Kater zu Eisvogel gesprungen. Silberpfote hinterher. "Wir sind fertig, wir können gehen!", miaute der Rote und schaute die Mentorin seiner Freundin erwartungsvoll an. Im Augenwinkel der Ausgang des Lagers.

[folgt Eisvogel/ist etwas enttäuscht über Eisvogels Entscheidung erst noch das Nest zu machen/baut sein Nest mit Silberpfote/geht hinaus/wartet auf Eisvogels Reaktion]
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Dunkelfeder

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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   So Aug 31, 2014 8:27 pm

Fast schon sehnsuchtsvoll sah Dunkelfeder den Katzen nach, die auf die Große Versammlung gingen, angeführt von Steinstern. Es war nicht so, dass sie unbedingt mit auf die Versammlung gekommen wäre. Es ging ihr dabei eher darum, dass sie gefühlt immer weniger Zeit mit ihrem Gefährten verbringen konnte. Als Stellvertreter von Borkenstern hatte er schon immer weniger Zeit gehabt, aber jetzt, da Steinstern selbst Anführer war, war es auf ein Minimum geschrumpft. Ständig hatte er etwas anderes zu tun.
Insgeheim wünschte sie sich auch endlich gemeinsame Junge. Sie erinnerte sich noch gut an die Zeit, als sie selbst ein Junges gewesen war. Glanzfeder, ihre Mutter, hatte zu dieser Zeit mehr als nur glücklich gewirkt. Und auch ihr Vater Wolfsseele war glücklich gewesen. Sie wollte dieses Glücksgefühl selbst auch erleben. Sie liebte schließlich Junge. Und sie liebte Steinstern.
Noch hatte die schwarze Kriegerin ihren Wunsch aber nicht gegenüber ihrem Gefährten geäußert. Sie wusste ja nicht, wie er zu so etwas stand. Wenn er sich dann durch ihren Wunsch dazu gezwungen fühlte, wäre es auch nicht gut. Deshalb blieb sie erst einmal lieber still und wartete darauf, ob etwas von seiner Seite aus kam.
Da sie keine Nachtwache halten musste, entschied sich Dunkelfeder nun dazu, noch etwas Kleines zu essen und sich dann schlafen zu legen. Es war noch angenehm warm draußen, sodass sie fast schon am liebsten auf der Lichtung geschlafen hätte. Aber das wäre unbequem und sicherlich auch nicht sehr sicher. Nächtlichen Jägern wäre sie dann eine leichte Beute.
Vom Frischbeutehaufen nahm sich die Kriegerin nun eine kleine Forelle und legte sich damit neben den Kriegerbau. Sie genoss die nächtliche Wärme in ihrem Fell und biss herzhaft in ihr Abendessen.

[sieht den Katzen nach | denkt nach | nimmt sich eine Forelle vom FBH | legt sich neben den Kriegerbau]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   So Aug 31, 2014 9:38 pm

Schweigend lauschte Goldschimmer den Pfotenschritten, die sich immer weiter vom Lager entfernten und schließlich verstummten, als sie im Wald verschwanden. Die Königin senkte ihren Blick auf die vier kleinen Fellknäuel , die eng an sie gekuschelt dalagen. Ihr ganzer Stolz, ihre Familie - ihre Jungen.
Liebevoll betrachtete die goldene Kätzin jeden einzelnen der flauschigen Fellhaufen. Nachtjunges mit dem glänzenden, schwarzen Fell, Korallenjunges mit ihrem schönen, orangenen Pelz, Wellenjunges mit seiner weiß-schwarzen Musterung und schließlich sie selbst in Miniaturgröße - Honigjunges.
Die raue Zunge der Kätzin strich behutsam über das goldene Fell des Kätzchens, dann wusch sie der Reihe nach jedes einzelne Junge. Möglich, dass sie sie dadurch aufweckte, aber eine Säuberung war nunmal nötig. Goldschimmer streckte nun kurz ihre Beine, gähnte und sah sich dann in der Kinderstube um. Dämmergeist war sicher draußen auf der Lichtung und hielt Wache, auch wenn sie ihn lieber hier bei sich gehabt hätte.
Der dunkle, muskulöse Kater, den sie stolz ihren Gefährten nennen konnte, hatte sich als ganz ordentlicher Vater herausgestellt. Er ging liebevoll mit seinen vier Jungen um, bemühte sich, möglichst oft Zeit für sie zu finden und verhielt sich auch sonst vorbildlich.
Die goldene Kätzin lächelte, glücklich, eine gesunde und starke Familie zu haben. Natürlich, sie sehnte sich nach den Freiheiten einer Kriegerin, wie zum Beispiel, einfach das Lager verlassen zu können, aber sie wusste, dass sie mit ihren Kleinen bald Ausflüge oder Spaziergänge machen können würde. So hatte sie zumindest ein wenig Bewegung und die Jungen lernten schon ein wenig ihre Umgebung kennen. In 2 Monden werden sie eh zu Schülern…, dachte die Königin, und der Gedanke daran, ihre Jungen nicht mehr die ganze Zeit um sich zu haben, machte sie schon jetzt ein wenig traurig.
Sie verscheuchte diese Gedanken und richtete ihren Blick wieder auf ihren Wurf, in der Hoffnung, sie habe keines der Jungen aufgeweckt.

[in der Kinderstube , wäscht ihre Jungen, denkt nach]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Mo Sep 01, 2014 8:56 am

Ich wachte auf und wusste zuerst nicht, warum. Es fühlte sich nämlich an, als hätte ich noch nicht allzu viel geschlafen. Ich schlief auch sonst nicht viel, aber jetzt schien es besonders wenig Schlaf gewesen zu sein. Einen Moment später wusste ich, was mich geweckt hatte, als ich spürte, wie mir jemand übers Fell leckte. Ich musste nicht lange raten, wer es war. Die Einzige, die dies bei mir tat, war Goldschimmer, meine Mutter.
Ich öffnete die Augen und sah sie an, etwas verschlafen zwar, aber das war mir egal. Ich gähnte einmal lange und sah dann aus dem Eingang der Kinderstube. Es war dunkel. So dunkel das ich wusste, das es ganz bestimmt nicht Sonnenhoch war. Die Sonne war noch nicht einmal ein bisschen da.
Ich gähnte noch einmal und streckte mich, bevor ich mich gemütlicher hinlegte. Warum weckst du mich denn, Mama? Dann kam mir ein Gedanke und ich sprang ganz plötzlich und hellwach auf. Macht Steinstern mich jetzt etwa zum Schüler? Dann fuhr ich etwas leiser, eher zu mir selbst redend, fort. Wenn er es nicht bei Sonnenhoch macht,muss es etwas ganz besonderes sein. Vielleicht...vielleicht werde ich ja sein Schüler! Oder ich werde gleich zum Krieger ernannt! Das ist bestimmt so besonders, das es auch zu einer anderen Zeit gemacht wird als normal. Genau! Ich hüpfte aufgeregt auf und ab. Dabei war meine Müdigkeit komplett vergessen und hatte der Aufregung platz gemacht.
Ich sah Goldschimmer mit großen Augen an. Ich werde wirklich zum Krieger ernannt, oder? Wie Dämmerlicht!

[wacht auf, versucht wieder einzuschlafen, springt plötzlich auf, redet ununterbrochen vor sich hin, spricht mit Goldschimmer]
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BeitragThema: Re: FlussClan-Lager   Mo Sep 01, 2014 10:37 am

Flammenpfote

Er saß vor dem Schülerbau und starrte auf den Boden vor ihm. Warum war er nicht auf der Großen Versammlung? Steinstern musste doch sehen wie gut er war und das er einfach auf die Versammlung musste! Was hatte er bitte falsch gemacht? Sogar Silberpfote war auf der Versammlung und er saß hier wieder alleine herum. Der flammenfarbene Kater begann sich zu strecken. Er war in den letzen vier Monden stark gewachsen, Flammenpfote war gewachsen, sein Körper war mit Muskeln bepackt und seine Gedanken waren klarer als je zuvor. Aber gleichzeitig verfolgte er immer noch ein Ziel, Anführer zu werden. Dann konnte ihn niemand hier im Lager sitzen lassen, obwohl eigentlich die Versammlung statt fand. Er würde wachbleiben und Silberpfote fragen was auf der Großen Versammlung vorgefallen war, oder zumindest über was geredet worden war. Farnherz war auch im Lager, sein Mentor. Flammenpfote fand ihn ganz okay, er hatte ihm viel beigebracht. Der Schüler schnaubte leise. Am liebsten würde er aus dem Lager rennen und auch zur Großen Versammlung gehen. Sein erstes Mal, es war unglaublich zu sehen, wie die Katzen aus den anderen Clans den Kraterrand hinunter rannten und sich unter dem strahlenden Vollmond sitzen und den Anführern lauschten. Der flammenfarbene sah zum Strand des Lagers. Er könnte einfach losschwimmen. Dafür würde er Ärger bekommen, ganz sicher, natürlich. Flammenpfote wendete sich ab und schlüpfte in den Schülerbau. Er legte sich in sein Nest und ging verschiedene Kampfangriffe im Kopf durch. So würde er nun warten bis die Katzen zurückkehren.

[denkt nach/legt sich in sein Nest/wartet auf Silberpfote]
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