Warrior Cats

Ein Gebirge. Vier Clans. Werden sie überleben...?
 
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 WindClan-Lager

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Di Sep 02, 2014 11:41 am

Nachdenklich betrachtete Flockentanz ihre Jungen, wie sie friedlich schlummerten und sich ihre Körper regelmäßig hoben und senkten. Mittlerweile waren sie älter geworden und die weiße Königin wusste, dass es nicht mehr lange dauern würde bis die Drei zu Schülern ernannt wurden und in den Schülerbau umzogen. Sie würde die Kinderstube vermissen. Dieses wärmende Gefühl, das in der Kinderstube herrschte, der Geruch nach Milch. Andererseits konnte sie dann wieder in den Kriegerbau wechseln, auf die Jagd gehen, patrouillieren und wieder mehr Zeit mit Heidepelz verbringen. Natürlich besuchte er sie und ihre gemeinsamen Jungen regelmäßig, aber es war etwas anderes, als mit ihm etwas gemeinsam zu unternehmen. Heidepelz. Der zweite Anführer war mit ausgewählten Kriegern und Schülern auf der großen Versammlung.
Sie seufzte leise. Wie gerne wäre sie jetzt auch auf der großen Versammlung, um den Berichten der Anführer zu lauschen und sich mit Kriegern aus den anderen Clans auszutauschen. Aber sie bereute nicht, jetzt in der Kinderstube zu sein. Mit den Jungen. Ihren Jungen. Sanft lächelte sie und betrachtete die Pelze ihrer Kleinen, die vom Mondlicht beschienen wurden, das durch den Eingang herein schien. Ihr Blick schweifte durch den Bau. Ihr fiel auf, dass Salbeiblüte nicht in ihrem Nest war. Vermutlich war sie rausgegangen, um die frische Luft zu genießen. Seit die Ziehtochter der Königin Schülerin geworden war und in den Schülerbau gezogen war, kam sie Flockentanz einsam vor.
Sie unterhielt sich oft mit der Weißen und hatte sich gut mit ihr angefreundet, aber es schien so, als brauchte Salbeiblüte wieder ein Junges zum Kümmern. Einerseits konnte sie die andere Katze verstehen, andererseits würde sie es nicht aushalten Tag für Tag in der Kinderstube zu sein. Sie würde die Freiheit vermissen. Vorsichtig legte sie ihren Kopf auf die Pfoten, den Blick auf den Ausgang geheftet und wartete darauf, dass entweder Salbeiblüte oder die Katzen von der Versammlung zurückkehrten.

[denkt nach, wartet]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Di Sep 02, 2014 12:16 pm

Obsidianmond glaubte sich verhört zu haben. Sie durfte die Lagerwache übernehmen? Ein Lächeln huschte über das Gesicht der Grauen, als sie langsamen Schrittes auf den Lagereingang zuging und sich dort auf den warmen Boden. Noch vor ein paar Schwanzschlägen war es hell gewesen, doch dann war es schlagartig Nacht geworden und der Mond war aufgegangen.
Die junge Kriegerin blickte der Patrouille nach, die auf dem Weg zum Vulkankrater war und wartete bis das letzte Rascheln verebt war. Erst dann erlaubte sie sich ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken. Um genau zu sein auf jemand anderen.
Nur schmählich konnte die Blauäugige ihre Schwester in der Dunkelheit ausmachen, als diese auf sie zu kam. Dafür gab es aber viele andere Faktoren, die ihr verrieten, dass es Abendsonne war. Ihr Geruch ihr Schatten. Das Aufblitzen der grünen Augen, die denen ihrer Mutter so ähnlich waren, in Mondlicht.
,,Ich hoffe doch sehr, dass Froststern mir vertraut. Und außerdem fühle ich mich geehrt, dass ich die Lagerwache übernehmen darf. Schließlich bin ich erst seit vier Monden Kriegerin." Noch im selben Moment fragte Obsidianmond sich, ob vier Monde als Kriegerin noch als 'jung' durchgingen, aber angesichts der älteren Krieger, war dem wohl so.
,,Oh ja bitte.", erwiderte sie auf die Frage ihrer Schwester. ,,Vermutlich würde ich irgendwann einschlafen Warm genug ist es draußen ja. Aber vermutlich würde das bei Froststern nicht so gut ankommen." Die graue Kriegerin lachte leise auf und klopfte mit dem Schweif auf den Platz neben ihr.
,,Ich persöhnlich denke ja, dass diese Lagerwache ziemlich unspektakulär wird. Die großen Tiere wie Füchse udn Dachse, sind doch sicher froh, wenn sie beim Schlafen nicht schwitzen. Ich bezweifle, dass wir heute Nacht Probleme haben werden. Außerdem ist ja auch noch Waffenruhe. kein Clan würde uns jetzt angreifen. Oder siehst du das anders, Schwesterherz?", fragte Obsidianmond an ihre Schwester gerichtet. Ihr Blick glitt an der Roten vorbei und wurde stattdessen von Falkenherz angezogen, der es sich im Schatten des Lagerwalls gemütlich gemacht hatte. Ihre Blicke trafen sich und sie blickte sofort weg. Augenblicklich hatte sie das Gefühl, als hätte sie Ameisen im pelz und konnte nur mit Mühe still sitzen, während ihr herz unregelmäßig schlug.
Reiß dich zusammen, Obsidianmond. Es muss dir niemand ansehen, dass du Falkenherz magst!
Fragend richtete sie ihren Blick nun auf Abendsonne, die ihr noch nicht geantwortet hatte.

[wacht über das Lager, bei Abendsonne, redet mit ihr, blickt zu Falkenherz und weg, sieht Abendsonne an]
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Drachenglut

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mi Sep 03, 2014 2:36 pm

Im Bau war es zu warm, um vernünftig schlafen zu können und als Drachenglut seinen grauen Kopf zwischen den Ginsterzweigen aus dem Kriegerbau in die Nachtluft streckte, spürte er fast augenblicklich Erleichtung, wenn auch nur für einen kurzen Moment. Zwar hatte sich die Luft wesentlich stärker abgekühlt als es in der stickigen Dunkelheit der Fall war, wirklich kühl war es draußen jedoch ebenfalls nicht. Neben dem Kriegerbau lag Falkenherz auf der Erde, Drachenglut nickte dem älteren Krieger aus so etwas wie desinteressiertem Anstand zu, dann kümmerte er sich nicht weiter um ihn. Der lehmige, feste Boden des Lagers fühlte sich unter seinen Pfotenballen noch immer stark aufgeheizt an und das feuchte Moor ließ die Tage schwül werden, auch wenn selbst in den zahlreichen, weitflächigen Sümpfen des WindClan-Territoriums ganz allmählich die Trockenheit um sich griff.
Dennoch - die stechend goldenen Augen des aschfahlen Katers schnitten mit eisiger Kälte durch die Nacht und egal wie unangenehm die tatsächlichen Temperaturen auch unter dem Fell brennen mochten, so konnten diese Augen doch jedem einen Schauer beschweren, der geradezu an die Blattleere erinnerte. Verächtlich legten sich seine Ohren an, als er Abensonne und Obsidianmond am Lagerausgang stehen sah, die sich wahrscheinlich furchtbar wichtig vorkamen, eine so monotone und sinnfreie Aufgabe erfüllen zu müssen, wie Wache zu halten.
Schließlich wandte er sich um in Richtung des Silberfelsens, der aufgrund des starken Lichtes des Vollmondes besonders intensiv glitzerte und schimmerte, umrundete diesen und warf, als er daran vorbei war, einen flüchtigen Blick zum Schülerbau.
Nein, seine Augen bescherten nicht jedem einen Schauer, der an die Blattleere erinnerte. Als er die schlanke Gestalt der graubraunen Milanpfote dort neben dem Eingang des Schülerbaus mit ihrer Mutter sitzen sah, hielt er angesichts der warmen Vertrautheit, die erneut in seinem Herzen aufstieg, unwillkürlich inne und bedachte sie mit einem Blick, in dem sich für Außenstehende möglicherweise gar nichts verändert hatte, der jedoch ihm selbst sehr viel weicher vorkam als beabsichtigt. Wieder spürte er dieses Band zwischen sich und der Kätzin, die Froststern ihm als seine erste Schülerin zugeteilt hatte, auch wenn er sich ihr gegenüber nie wie ein Lehrer fühlte. Das hatte er ach gar nicht vor, denn was bedeutete schon die Verantwortung eines Mentors, wenn diese selbst seine Schwester Strahlenpfote nicht davor gerettet hatte, einen unnötigen Tod durch Vergiftung zu sterben?
Milanpfotes Körper war langbeiniger und muskulöser geworden - man konnte ihr das Training ansehen und sie sah schon lange nicht mehr tollpatschig aus, auch wenn er sie manchmal noch immer mit diesem Vorurteil aufzog. Plötzlich kam ihm eine Frage in den Sinn.
Wenn ihre Mutter nicht bei ihr sitzen würde, würde ich dann zu ihr herüber gehen?
Überrascht stellte er fest, dass er sich gerne zu ihr gesetzt hätte. Stattdessen aber zuckte er nur kurz mit den Ohren, bedachte sie mit einem letzten Blickkontakt mit seinen goldenen Augen und trottete dann langsam in Richtung des Schmutzplatzes herüber, während sein dünner, langer Schweif träge hinter ihm her wippte.

[verlässt den Kriegerbau, grüßt Falkenherz kurz, betrachtet Abendsonne und Obsidianmond, trottet am Silberfelsen vorbei, betrachtet Milanpfote und Salbeiblüte, geht in Richtung Schmutzplatz]
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Milanfeuer

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mi Sep 03, 2014 9:08 pm

Freude strahlte in Milanpfotes grüngeblichen Augen, als sie bemerkte wie Salbeiblüte sich entspannte. Den Grund ihrer Anspannung konnte die hellbraune Kätzin kaum erraten, doch vielleicht mochte es an ihrer nicht immer sonderlich engen Beziehung liegen. Tatsächlich hatte sie die Weiße nicht immer als Ziehmutter akzeptiert, mit der Zeit jedoch lieben gelernt. Nun, da sie mehr über das Tun ihres Vaters wusste, war sie dankbar für jede Katze, die bei ihr blieb und deren Zuneigung sie deutlich spüren konnte - wie bei Salbeiblüte. Die Kätzin war schon immer eine freundliche Kätzin gewesen - natürlich auch notwendigerweise streng, wenn es um freche Jungen ging - und langsam aber sicher lernte Milanpfote sie zu schätzen. Wolkenpfotes Mutter hatte nicht wirklich die Pflicht gehabt, sich wie eine Blutsverwandte mit aller Liebe und Sorge um das kleine verwaiste Kätzchen zu kümmern, welches die Schülerin einst gewesen war. Ebenso hätte sie die Getigerte zwar säugen und pflegen können, aber zu Zuneigung hatte sie keiner Gezwungen. Doch Salbeiblüte hatte sie aufgenommen wie ein zweites Junges und sich ihrer angenommen, wie kaum eine Kätzin es wohl getan hätte.
Das Lächeln der Schülerin verlor ein wenig an Stärke, als sie den leichten Seufzer ihrer Ziehmutter vernahm. Löwenpfote fehlte ihr, was allein schon der Umstand bewies, dass sie die kleine Kätzin noch als Junges bezeichnet hatte. Mit mehr Geduld, als sie sich selbst je zugetraut hatte, lauschte Milanpfote den Worten der älteren Kätzin und nickte dann.
"Ja das stimmt ... Jede Katze ist auf ihre Weise etwas Besonderes und manche ... manche kommen uns noch so viel besonderer vor, weil sie sich so grundlegend von uns unterscheiden.", miaute sie mit einem Schwanzzucken. Unwillkürlich wanderten ihre Gedanken zu Drachenglut, welcher wie es der Zufall so wollte just in diesem Moment um den Silberfelsen herumtrat. Ihre Blicke trafen sich und sofort zuckten Milanpfotes Mundwinkel in die Höhe, als sie dem Nachhall ihrer eigenen Worte in ihrem Inneren lauschte. Sie hatten für sie selbst mehr Bedeutung, als Salbeiblüte ahnen mochte ...
Noch immer hielt sie dem harten Blick aus Drachengluts gelbgoldenen Augen stand. Oder konnte sie es überhaupt als standhalten bezeichnen? Manche eine Katze empfand es sicher als mühevoll, nicht zurückzuweichen, doch bei ihr war es anders. Dieser Blick traf sie nicht mehr wie kaltes Eis, nein. Stattdessen berührte er etwas in ihr, brachte ihr Herz in Aufruhr und ließ ihr Nackenfell angenehm prickeln. Da war etwas an diesem Blick, was sie früher nie dort gesehen hatte - das zumindest bildete sie sich ein. Ob es ... echt ist? Auch wenn sie mehr Zeit mit ihm verbracht hatte, als viele andere Katzen fiel es ihr noch immer schwer, ihn einzuschätzen. Glitzerte jetzt, da er sie ansah, so etwas wie Zuneigung in seinen Augen?
Ich muss es mir einbilden. Milanpfote wandte den Blick ab und fixierte stattdessen Salbeiblüte, die sicher noch eine Fortführung ihrer Antwort erwartete. Leicht verunsichert zuckte die Schülerin mit den Ohren, dann seufzte sie und sammelte sich. Wie konnte es sein, dass Drachenglut sie so aus der Fassung brachte? Wie konnte es sein, dass er über ihren Herzschlag bestimmen konnte? Wie konnte er, ein Kater von scheinbar unverminderbarer Härte in ihr so sanfte, warme Regungen hervorrufen? Weil er etwas Besonderes ist - weil er mein komplettes Gegenteil darstellt ...
"Aber ... Löwenpfote wird dich sicher immer wieder besuchen kommen. Zumindest wenn Froststern sie für diese kurze Zeit aus ihren Pfoten lässt.", fuhr sie endlich fort, lächelte und bemühte sich das Kribbeln zu ignorieren, welches die Gegenwart ihres Mentors in ihr auslöste. Fast meinte sie spüren zu können, wie er sie immer noch musterte, konnte die goldgelben Augen vor sich sehen, die rätselhafte Narbe und den muskulösen Körper ... Hör auf! "Jedenfalls ..." Sie stockte. Was sollte sie hinzufügen? Ungläubig über ihrer eigene Sprachlosigkeit schüttelte sie den Kopf und lachte leise. Entschuldigend sah sie schließlich wieder zu ihrer Ziehmutter auf. "Tut mir Leid ... Es ist nur so - ich bin zur Zeit so leicht aus dem Konzept zu bringen." Matt lächelnd erwiderte sie den Blick der weißen Kätzin. "Vielleicht ... Vielleicht könnten wir ja mal ein bisschen spazieren gehen nach meinem Training? Dann würdest du aus dem Lager rauskommen und wir könnten ja auch Wolkenpfote und vielleicht Löwenpfote fragen."
Endlich schien Drachenglut den Blick von ihr abgewandt zu haben. Es schien Milanpfote wie eine Erleichterung ... Oder lag es an dem leichten Luftzug, der gerade durch's Lager strich? Unauffällig ließ sie ihren Blick von der Kinderstube an, auf die Salbeiblüte gedeutet hatte, über das Lager gleiten und sah gerade Drachenglut dünne Schweifspitze wippend am Schmutzplatz verschwinden. Voller Unglaube und Überraschung stellte sie fest, dass sie sich jetzt, wo er sie nicht mehr ansah, fast wieder nach seiner Aufmerksamkeit sehnte. Beim SternenClan! Ist das die Hitze, die mir so das Gehirn verdreht? Es konnte doch echt nicht wahr sein, dass sie im einen Moment von Drachengluts reiner Anwesenheit aus dem Konzept gebracht wurde, sich im nächsten aber wieder nach seiner Aufmerksamkeit sehnte! Sie hatte eindeutig dringend Abkühlung nötig.
Als Salbeiblüte schließlich auflachte und auf ihre Anmerkung zu Wolkenpfote und ihr selbst einging, kam auch Milanpfote nicht umhin zu grinsen. Wenn sie nur daran dachte, wie aufgeregt sie noch vor wenigen Monden gewesen war ... Es waren schöne Erinnerungen und sie alle waren untrennbar mit Wolkenpfote verbunden. Ihrem besten Freund.
"Ja das stimmt.", erwiderte sie lächelnd. Dann zuckte ihre Schwanzspitze befangen und das helle Licht des Mondes brach sich in ihren grüngelben Augen. Unsicherheit verengte ihre Brust. "In letzter Zeit ... Ich habe irgendwie das Gefühl, er ... er wendet sich von mir ab." Sie stockte, presste die Lippen zusammen und erwiderte Salbeiblütes Blick mit großen Augen. "Nein, also ... Irgendwie war er in letzter Zeit etwas seltsam ... Weißt du, weshalb?"

[spricht mit Salbeiblüte, bemerkt Drachenglut, erwidert seinen Blick, denkt über ihn nach]
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Abendsonne

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Do Sep 04, 2014 7:31 pm

Abendsonne lächelte leicht auf Obsidianmonds Worte hin, antwortete aber im ersten Moment nicht, da sie einen eisigen Blick in ihrem Rücken spürte. Unter ihrem Fell kribbelte es unangenehm und gerne hätte sie sich umgedreht, doch wagte sie es nicht. Erst, als das Gefühl nachließ, sah sie sich langsam um und sah noch, wie Drachenglut davonstapfte. Er wird mir irgendwann noch zum Verhängnis, dachte sie sich und presste den Mund zusammen.
Außer Obsidianmond wusste wohl nur er, dass sie eine Freundschaft zu einem SchattenClan-Kater pflegte. Und dass Drachenglut nicht begeistert davon war, war wohl denkbar. Es wunderte Abendsonne sowieso, dass er nicht schon längst irgendjemandem von ihrer 'Untreue', wenn man es denn so nennen konnte, erzählt hatte. Vielleicht keimte in ihm doch noch ein Funke der geschwisterlichen Verbundenheit, auch wenn er oft genug klar gemacht hatte, dass er nichts von seinen verbliebenen Geschwistern hielt.
Obsidianmond zog Abendsonnes Aufmerksamkeit nun wieder auf sie und blinzelnd sah die rote Kätzin zu ihrer Schwester, ehe sie lächelte. "Kein Problem, ich bleib gerne bei dir. Und du wirst sicher nicht einschlafen, dir ist ja bewusst, wie wichtig diese Aufgabe ist", erwiderte sie und schnurrte beruhigend.
"Sei doch froh, dass sie unspektakulär werden wird. Lieber so, als wenn uns irgendeine Gefahr drohen würde. Dann müssten wir das Lager nämlich mit den verbliebenen Katzen verteidigen", meinte Abendsonne und legte sich neben ihre Schwester hin. Der Untergrund war noch angenehm warm, weshalb Abendsonne sich durchaus vorstellen konnte, dass man hier auch schlafen konnte. Aber sie wollte Obsidianmond ja Gesellschaft leisten und nicht neben ihr einschlafen.
Als sie aber bemerkte, dass ihre Schwester gerade etwas verlegen ihren Blick von hinter ihnen wieder nach vorne richtete, runzelte Abendsonne etwas verwirrt die Stirn und schielte kurz nach hinten, wo sie Falkenherz im Schatten des Lagerwalls entdeckte. "Sag mal, ist irgendwas zwischen Falkenherz und dir?", fragte sie neugierig und sah wieder Obsidianmond an.

[bemerkt Drachengluts Blick | denkt nach | antwortet Obsidianmond | legt sich hin | bemerkt den Blickwechsel zwischen Obsidianmond und Falkenherz | fragt Obsidianmond]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Fr Sep 05, 2014 2:46 pm

Erleichtert nahm Salbeiblüte wahr, wie die Stimmung zwischen ihr und Milanpfote langsam freundschaftlicher wurde. Ich sollte dafür sorgen, dass das auch so bleibt, beschloss sie. Die braune Schülerin ging verständnisvoll auf die Worte ihrer Ziehmutter ein, doch insgeheim wusste die weiße Kätzin, dass Milanpfote sich ein Leben in der Kinderstube nicht vorstellen konnte. Warum auch? Sie würde eine fabelhafte Kriegerin werden! Zusammen mit Wolkenpfote… Erstaunt bemerkte Salbeiblüte, wie ihr Gegenüber total abwesend an ihr vorbei starrte. Sie folgte dem Blick der Kätzin und stellte verblüfft fest, dass er an Drachenglut haftete.
Es war nicht ungewöhnlich, dass Schülerin und Mentor sich ansahen, doch die Art, wie die beiden das taten, beunruhigte Salbeiblüte etwas. Da lief doch wohl nichts zwischen ihnen? Misch dich da ja nicht ein!, rügte sich die weiße Königin schon jetzt. Ich sollte nicht so viel in solche Zwischenfälle hineininterpretieren… Milanpfote schien sich jetzt wieder gefangen zu haben und entschuldigte sich nervös - für Salbeiblüte sogar etwas zu nervös - für den Vorfall. "Kein Problem", schnurrte die Kätzin sanft und blickte ihre Ziehtochter dann aufmerksam an.
Sie redete davon, dass sie mal einen gemeinsamen Spaziergang machen könnten, alleine oder alle zusammen. Die Königin nickte zustimmend : "Das ist eine gute Idee. Vielleicht schon morgen? Sonst kannst du ja einfach mal nach dem Training bei mir vorbeischauen." Und da war es schon wieder! Die Schülerin sah an ihr vorbei, zu Drachenglut. Dieser schien die beiden ebenfalls zu beobachten. Also irgendwas ist da aber wirklich… Mit zusammengekniffenen Augen starrte Salbeiblüte den grauen Krieger an, ein Zeichen , dass er sie jetzt in Ruhe reden lassen sollte, ohne ihre Ziehtochter andauernd abzulenken, dann entspannten sich ihre Züge wieder und sie wandte sich Milanpfote zu.
Diese ging nun auf die letzte Bemerkung der Königin ein, die von ihr und Wolkenpfote gehandelt hatte. Die nächsten Worte erstaunten Salbeiblüte nicht wirklich. "Ich habe schon gemerkt, dass ihr beide nicht mehr so zu einander seid, wie früher", erklärte sie vorsichtig. Jetzt wollte Milanpfote von ihr wissen, ob die weiße Kätzin den Grund für das Verhalten ihres Sohnes kannte. Nachdenklich wiegte Salbeiblüte den Kopf hin und her und erinnerte sich an ein Gespräch zwischen ihr und Wolkenpfote, das ein paar Monde zurücklag. Auch da hatte er bereits Anmerkungen über die Beziehung zu Milanpfote gemacht. "Vielleicht liegt es daran, dass er nicht sehr glücklich mit seinem Mentor ist", überlegte Salbeiblüte. "Anscheinend hat er ihn ziemlich vernachlässigt. Und sonst…in meinen Augen habt ihr euch einfach ein wenig auseinandergelebt.
Versuch doch mal, öfter mit ihm zu trainieren oder sowas."
Sie lächelte ihre Ziehtochter aufmunternd an, während ihr klar, wurde, was der eigentliche Grund für das Verhalten ihres Sohns sein könnte. Eifersucht. Hierzu konnte sie aber wirklich nichts sagen, da die Königin selbst nicht wusste, was da zwischen Drachenglut und Milanpfote lief, und ob Wolkenpfote überhaupt etwas davon wusste. Wenn sie der Schülerin aber helfen wollte, musste sie zuerst darüber in Kenntnis gesetzt werden. Soll ich sie das wirklich fragen? Unsicher blinzelte die Kätzin ihre Gesprächspartnerin an. "Sag mal…du und Drachenglut. Kommt ihr gut miteinander klar?"
Vielleicht war das zu aufdringlich formuliert, aber irgendwie musste sie ja an die Wahrheit kommen.

[redet mit Milanpfote, bemerkt, dass sie zu Drachenglut schaut, denkt nach | schaut wütend zu Drachenglut, redet mit Milanpfote]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   So Sep 07, 2014 12:50 pm

Obsidianmond hatte auf Abendsonne Gesicht geblickt, das gerade ein warmes Lächeln zierte. Doch plötzlich verspannte sich die Rote und ihr Lächeln erlosch. Irritiert schaute die Graue über den Kopf ihrer Schwester hinweg, begegnete Drachengluts Blick, kniff die Augen zusammen und schaute wieder weg, während ihr Mund sich zu einem schmalen Strich verzog. Obsidianmond hatte schon einmal versucht mit Drachenglut zu reden, erst vernünftig, dann wütend, Doch seine Gleichgültigkeit hatte sie so wütend gemacht, dass sie sich zusammenreißen musste, um ihrem Bruder nicht mit ausgefahrenen Krallen eins überzuhauen. Sie hatte sich selbst nie so zornig erlebt, aber der massige Kater brachte sie einfach zur Weißglut. Irgendwann hatte sie es schließlich aufgegeben, Drachenglut zu überzeugen. Er würde wahrscheinlich bis zum Ältestenbau an seiner Meinung festhalten, womöglich soagr bis zu seinem Tod. Natürlich waren einige schlimme Dinge passiert, Strahlenpfotes Tod, Greifenpfotes Verschwinden, Sturmpelz Tod und schließlich auch Phönixfeders Verrrat. Trotzdem war die Welt nicht so schrecklich wie Drachenglut sie hinstellt und die beiden Kriegerinnen waren auch nicht blind. Es lag schlichtweg und einfach an Drachenglut. Ihn hatte das alles mehr mitgenommen, als er zugeben wollte und versteckte das nun hinter einer Mase aus Gleichgültigkeit. Irgendwo konnte Obsidianmond das noch verstehen, aber wie er sie und ihre Schwester behandelte, war ihr zuwider.
Abendsonnes sanfte Stimme holte sie aus ihren Gedanken und die Graue verdrängte Drachenglut daraus. ,,Ich und Schlafen? Als ob ich ds könnte, wenn du neben mir sitzt!", miaute die Blauäugige und lächelte.
,,Wahrscheinlich ist es besser, wenn heute Abend nichts passiert, wir haben schließlich noch Junge in der Kinderstueb und du hast recht, Das Lager mit den Katzen zu verteidigen, die hiergeblieben sind, wird sicher nicht einfach.", miaute sie zustimmend.
Als Abendsonne 'Falkenherz' sagte, drohte Obsidianmond vor Schreck aufzuspringen. Ihr Hrz klopfte ihr bis zum Hals und sie warf einen hektischen Blick auf den Kater vor dem Kriegerbau und schaute dann schnell weg.
,,W-was? Zwischen Falkenherz und mir?", noch während die Worte aus ihrem Mund sprudelten, merkte Obsidianmond wie aufgeregt und piepsig sie klangen und sie seufzte. ,,Na gut, du hast mich erwischt. Ich weiß auch auch nicht... Ich mag ihn sehr gern."

[schaut Drachenglut an, macht sich Gedanken über ihn, spricht mit Abendsonne]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   So Sep 07, 2014 5:11 pm

[Zeitsprung]

Ich lag in meinem Nest im Kriegerbau, obwohl an Schlaf gar nicht zu denken war. Viel zu sehr waren meine Gedanken mit der Vergangenheit und der Zukunft beschäftigt. Ich dachte daran, wie oft Heidepelz und ich zusammen jagen gegangen waren, wie oft ich mich an ihn gedrückt und mich als glücklichste Kätzin des Waldes hatte bezeichnen können. Wir hatten lange Gespräche geführt, aber niemals über Flockentanz und seine Junge geredet. Ich hatte dieses heikle Thema nie angesprochen, weil ich es nicht hätte ertragen können die Liebe, die nicht mir galt, in seinen Augen schimmern zu sehen. So wie ich ihn kannte wäre er auch ganz sicher voller Schuldbewusstsein gewesen und das hatte ich nicht gewollt. Unsere gemeinsame Zeit sollte schön sein und nicht voller Vorwürfe und Trauer. Ich wollte seine Anwesenheit genießen, wollte dass er zeigte, dass er auch mich liebte. Dass ich ihn über alles liebte wusste er. Das hatte ich ihm oft genug gesagt. Aber es war so kompliziert... Ich wusste nie, ob er mich ebenfalls so sehr liebte wie ich ihn oder ob er sein Herz an Flockentanz, seine Gefährtin und Mutter seiner Jungen, verloren hatte. Den ganzen Tag über schlichen solche Gedanken in meinem Kopf umher und erwarteten mich selbst in meinen Träumen. Der ganze Tag drehte sich allein um Heidepelz; ob ich glücklich oder traurig war. Das alles richtete sich nach dem Deputy und das machte mir Angst. Die Ausmaße meiner Gefühle machten mir Angst und wie ich auf den rotgetigerten Kater reagierte. Und vor gar nicht so langer Zeit hatten wir... Ich mochte gar nicht daran denken. Es war schön und beängstigend zugleich gewesen. Reines Glück hatte mich durchströmt, aber nun, da mein Bauch merkbar angeschwollen war... Noch versuchte ich mich selbst zu überreden, dass ich mir das nur einbildete. Meine Besorgnis spielte mir Streiche. Ich konnte doch nicht... Nein, das würde alles zerstören. Keine gemeinsamen Spaziergänge mit Heidepelz mehr. Kein Lächeln mehr, das er mir schenkte. Gar keine gemeinsame Zeit mit ihm mehr!
Als ich plötzlich eine Art Tritt in meinem Bauch fühlte, wurden meine Augen groß und ein gehauchtes "Huch!" entschlüpfte mir, während mein Blick zu meinem Bauch wanderte. Angst machte sich in mir breit, meine Augen füllten sich mit Tränen. Oh nein, bitte nicht... Ich durfte nicht... Stopp Wisperwind! Fang jetzt nicht an zu heulen! Du brauhst Gewissheit!, ermahnte ich mich, während ich rief ein- und ausatmete. Ich musste wissen, ob es tatsächlich stimmte.
Schwankend kam ich auf die Beine, während ich um mein Gleichgewicht bangte. Während sich eine eisige Kälte in mir ausbreitete schlüpfte ich aus dem Bau der Krieger und fand mich auf der Lichtung des WindClans wieder. Ich musste zu Kleeblatt. Sofort. Es war natürlich dunkel, der Vollmond stand strahlend am Himmel und warf sein Licht auf die Katzen, die sich noch auf der Lichtung befanden. Der Mond erinnerte mich daran, dass gerade die Große Versammlung im Vulkankrater abgehalten wurde. Die Heilerin des WindClans war also nicht da und konnte mir keine Antwort geben. Wen könnte ich denn noch fragen? Da käme Flockentanz in Frage, die schließlich selbst trächtig gewesen war, doch niemals könnte ich sie fragen. Niemals. Und Eisblüte schlief vermutlich, außerdem wollte ich nicht, dass meine beste Freundin vorwurfsvoll sein könnte. Sie hatte mich gewarnt, aber ich hatte nicht auf sie gehört.
Als ich völlig aufgelöst meinen Blick schweifen ließ, entdeckte ich Salbeiblüte und Milanpfote, die sich unterhielten. Erleichterung machte sich in mir breit. Salbeiblüte könnte ich fragen, sie kannte sich aus. So schnell ich meinen weichen Beinen erlaubte trottete ich auf die beiden zu und blieb dann vor ihnen stehen, während ich erneut einen Tritt in meinem Bauch fühlte, weshalb mit kurz mein Herz stehen blieb. Meine Hilflosigkeit trieben mir Tränen in die Augen, weshalb ich plötzlich alles verschwommen sah.
"Salbeiblüte? I-Ich muss dich etwas fragen. Es ist ... dringend", miaute ich mit brüchiger Stimme, während ich die Tränen wegblinzelte und ein kleines, verrutschtes Lächeln zustande brachte.

[liegt im Kriegerbau, denkt nach, spürt Tritt, verlässt Kriegerbau, geht zu Salbeiblüte und Milanpfote, spricht Salbeiblüte an]
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Milanfeuer

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Sep 08, 2014 9:47 pm

OUT: Das war ein langer Post >.< Sind sicher unzählige Rechtschreibfehler drinnen, also seid nicht böse ;3

Noch immer prickelte das Nackenfell der schlanken Tigerkätzin, als sie an den Moment dachte, in dem Drachengluts und ihr Blick sich begegnet waren. Inzwischen war sie sich sicher, dass da etwas in ihr war, was mehr in ihm sah als einen strengen, aber guten Mentor. Jedes Mal, wenn sie ihn sah, kribbelte es in ihrer Brust und ein ganz spezielles Leuchten tauchte in ihren gelbgrünen Augen auf. Vor vier Monde hätte sie diese Reaktion vielleicht noch als dumme, kleine Schwärmerei einer Schülerin für einen älteren Kater abtun können, doch inzwischen war sie älter und reifer geworden. Sie hatte sich entwickelt - sowohl körperlich, als auch geistig. Ihre Sicht auf so manche Dinge hatte sich verändert, so auch auf Drachenglut und sein Verhalten. Schon als junge Kätzin hatte sie ihn interessant, wenn auch etwas beängstigend gefunden und sich gefragt, was wohl hinter dieser eisigen, abweisenden Fassade steckte, die alle Katzen abzuschrecken schien. Nur sie nicht. Während ihrer Zeit zusammen hatte sie sich an den Blick aus seinen kühlen, goldgelben Augen gewöhnt, sodass sie ihm nun standhalten konnte. Ja, sie, die aufgedrehte und dennoch manchmal unsichere Milanpfote hatte gelernt, diesem musternden, scharfen Blick zu erwidern - und inzwischen war er ihr nicht einmal mehr unangenehm. Viel mehr genoss sie seine Aufmerksamkeit. Sie mochte das Gefühl prickelnden Fells, wenn sein Blick auf ihr lastete und ihren hellbraunen Tigerpelz aufheizte. Sie mochte dieses Gefühl, völlig durchschaut zu werden. Oder zumindest das Gefühl zu haben, denn mit der Zeit war ihr klar geworden, dass keine Katze - auch nicht ihr Mentor - die Gedanken einer anderen Katze lesen konnte. Stattdessen hatte sie begonnen ihn mit einem ebenso intensiven, forschenden Blick zu mustern, denn je mehr Zeit sie mit ihm verbracht hatte, desto interessanter war Drachenglut ihr erschienen. Man mochte es nicht glauben, aber die Schülerin würde ihn jetzt sogar als recht sympathischen Kater beschreiben! Obwohl man sympathisch nicht im vollkommen wörtlichen Sinne nehmen durfte … Eher … Milanpfote zuckte mit den Ohren. Es gab kein Wort für das, was Drachenglut in ihr auslöste und was sie über ihn dachte. Da war nur dieses spezielle Gefühl, welches nur er ihr zu geben vermochte und der brennende Wunsch einen tieferen Blick in seine Persönlichkeit nehmen zu können. Keine Katze konnte vollkommen gefühlskalt sein, auch nicht der Graue. Sie wollte ihn verstehen, wollte ihm zeigen, dass es gute Katzen und Dinge gab - und sie wollte, dass er wusste, was er in ihr auslöste.
Ihre Unaufmerksamkeit tat Salbeiblüte dem SternenClan sei dank mit einem leichten Miauen ab, aber innerlich verfluchte sich Milanpfote für ihre unbedachten Abschweifungen. Wie konnte es nur sein, dass Drachenglut ihr Denken so sehr in Anspruch nahm? Viel mehr sollte sie sich mit Salbeiblüte über die Schwierigkeiten des Clans oder vielleicht des Schülerdaseins unterhalten. Und dafür wird sich auch Zeit finden!
„Gerne“, erwiderte sie also lächelnd und zuckte bei der Aussicht auf einen Spaziergang mit Salbeiblüte und vielleicht auch ihrem besten Freund Wolkenpfote mit der weichen Schwanzspitze. „Ich suche dich dann und wenn ich Wolkenpfote und Löwenpfote finde, bringe ich sie gleich mit.“
Mit einem Ohrenzucken versuchte sie anschließend, die Blicke gen Drachenglut als belangloses Beobachten des Lagers zu tarnen, doch aus den Augenwinkeln konnte Milanpfote etwas in den Augen ihrer weißen Ziehmutter verdächtig schimmern sehen. Sie hatte es bemerkt. Sie kannte den Grund für ihre Unaufmerksamkeit. Natürlich hat sie es bemerkt, schalt sich die Schülerin, presste die Lippen zusammen und unterdrückte ein frustriertes Knurren. Den Blick auf die Pfoten gesenkt wartete sie auf eine entsprechende Bemerkung der Älteren, doch … Sie ist eine Kätzin - so etwas fällt uns eigentlich immer auf und ihr sicher erst recht. Aber … vielleicht denkt sie ja doch noch, es liegt nur an der normalen Mentor-Schüler Beziehung … Es war eine kleine Hoffnung, an die sich die hellbrauen Getigerte das klammerte, aber immerhin. Wahrscheinlicher war, dass Salbeiblüte einfach nur zu höflich war, um etwas zu sagen. Wenn das der Fall war, konnte sie ihre Neugier jedenfalls wesentlich besser im Zaum halten als Milanpfote. Mit ruhiger Stimme und überlegten Worten reagierte sie auf die Frage nach Wolkenpfotes Verhalten und als sich die Schülerin wieder gesammelt hatte, blickte sie auf und erwiderte Salbeiblütes nachdenklichen Blick. Langsam nickend überdachte sie die Worte der Königin und erwiderte etwas scheu das Lächeln der anderen Kätzin. Aufrichtige Sorge glitzerte in ihren grünen Augen und ein warmes Gefühl der Zuneigung breitete sich in dem Körper der schlanken Getigerten aus. Diese Kätzin verhielt sich wirklich mehr wie eine Mutter ihr gegenüber, als es jede andere Kätzin vermocht hätte - außer vermutlich ihrer leiblichen Mutter.
„Damit könntest du Recht haben.“, erwiderte Milanpfote schließlich ruhig, froh, endlich die Gedanken an Drachenglut verdrängen zu können und sich stattdessen gänzlich dem Verhalten ihres Freundes zu widmen. Er war ihr wichtiger, als es ihr vorher bewusst gewesen war und ein schmerzhaftes Ziepen machte sich in ihrer Brust bemerkbar. Sie wollte nicht, dass sie sich vollkommen auseinander lebten. Sie wollte weiter mit ihm reden können, als wäre alles gut, als wären sie engste Vertraute - als wäre alles wie früher. Trauer machte sich in ihr breit und erfüllte ihre sonst so fröhlichen Augen mit Schatten. „Ich möchte ihn nicht verlieren … Ich … Ich meine er ist mein bester Freund. Am besten rede ich gleich morgen mit ihm und vielleicht kann er ja mit zu meinem Training mit Drachenglut kommen. Dann könnten wir erstens zusammen trainieren und zweitens würde er wieder bessere Laune haben, weil er endlich weiterkommt.“ Sie versuchte ein Lächeln und zuckte schwach mit den Schnurrhaaren.
Sie hatte sich in letzter Zeit so sehr auf das Training - und Drachenglut - konzentriert, dass ihr diese Entfremdung kaum bewusst geworden war. Doch wenn sie jetzt darüber nachdachte … Nur noch selten fühlte sie sich wie in alten Zeiten mit ihrem weißen Freund verbunden. Das muss ich unbedingt ändern, dachte sie und nahm sich fest vor, diese Beziehung zu Wolkenpfote wieder aufzubauen. Freundschaft war wichtiger als alles andere. Ohne Vertraute konnte eine Katze nur vereinsamen und zerbrechen.
Ob Drachenglut das auch passieren könnte? Die Frage tauchte urplötzlich in ihrem Kopf auf und erfüllte sie mit kribbelnder Angst. Nein, der Graue war stark und auch wenn ihn kaum eine Katze wirklich zu mögen schien … Sie mochte ihn. Er war nicht ganz allein - aber wusste er das? Sollte sie ihm das vielleicht sagen …?
Während Milanpfote noch mit diesem seltsamen Gedanken spielte, hatte Salbeiblüte unsicher geblinzelt und schien zu einer weiteren Frage ansetzen zu wollen. Alarmiert richtete die Schülerin wieder der Blick auf ihre Ziehmutter und musterte sie aus wachsamen, grüngelblichen Augen. Wollte sie etwa doch diese heikle Frage stellen, die sie schon vor einiger Zeit erwartet hatte? Wollte sie das Unübersehbare aussprechen und ihre Ziehtochter zur Rede stellen? Würde sie … Würde die Königin sie jetzt … aufklären wollen über Kätzinnen und Kater?
Es war eine absurde Vorstellung, bei der sich Milanpfote der Magen zusammenkrampfte und sie stemmte die Pfoten fester in die Erde, um Halt zu finden. Sie wusste nicht, ob sie mit Salbeiblüte darüber reden wollte, ob sie bereit war, es wirklich zuzugeben … Und vor allem wusste sie nicht, ob sie mit der Älteren Kätzin über Beziehungen reden wollte.
Fast atmete Milanpfote auf, als die Weiße eine recht harmlose Frage stellte, die jedoch eindeutig auf das abzielte, was die Schülerin befürchtet hatte. Natürlich hatte Salbeiblüte es bemerkt und natürlich war sie neugierig. Dennoch hatte sie vorsichtig gefragt, was der kleineren Kätzin ein scheues, dankbares Lächeln auf die Lippen zauberte.
„Ja … Also anfangs war es schwer, mit ihm auszukommen, aber mit der Zeit lernt man dazu.“, miaute sie wage und zuckte unruhig mit der Schwanzspitze. Wie weit durfte sie gehen? „Trotzdem - er verunsichert mich teilweise noch etwas, vermutlich geht das allen Katzen so, doch es gibt auch Tage da …“ Sie stockte und suchte nach den richtigen Worten. Ihr Blick schweifte über die Lagerlichtung, doch dieses Mal wirklich nur aus Gründen der Unsicherheit. Sie spürte diesen seltsamen Drang, Drachenglut zu verteidigen ... „Daa … naja, wie soll ich sagen. Da habe ich das Gefühl, er würde etwas auftauen. Und ich habe eben auch gemerkt, dass er gar nicht so schlimm ist, wenn man einfach vorsichtig und gleichzeitig entschlossen ist … Ich weiß nicht. Inzwischen ist er mir jedenfalls … sympathischer als noch vor einigen Monden.“ Sie räusperte sich, starrte dann betreten auf ihre Pfoten und spürte das Blut in ihre Ohrspitzen schießen. Beim SternenClan, warum war es denn so schwer über Drachenglut zu reden? Sie stammelte ja wie ein dummes Hauskätzchen!
Es herrschte einige Zeit peinliches Schweigen, doch dann erklangen eilige Pfotenschritte und Wisperwind, eine hübsche Kriegerin mit honigfarbenen Augen, trat zu den beiden Kätzinnen. Etwas irritiert stellte Milanpfote fest, dass der Bauch der Kätzin leicht angeschwollen war. Hatte sie etwa eine Krankheit oder aß sie zu viel? Dankbar über die Ablenkung vom eigentlichen Thema musterte sie die weiße Kriegerin und zuckte verwundert mit den Schnurrhaaren, als brüchige Worte über ihre Lippen kamen. Und dann - Waren das Tränen? Mitgefühl und Verwunderung kämpften in Milanpfotes Brust um die Vorherrschaft und in ihren Augen schimmerte die Neugier einer jungen Kätzin. Wisperwind wirkte völlig aufgelöst … Da konnte doch eigentlich nur eines passiert sein, was diesem angeschwollenen Bauch erklärte.

[denkt nach, spricht mit Salbeiblüte, ist verlegen, mustert Wisperwind, denkt über sie nach]
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Drachenglut

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Mo Sep 08, 2014 11:41 pm

Mit ermatteten Gliedern zwängte sich Drachenglut durch die Nische im Lagerwall, die zum Schmutzplatz führte und verließ die kleine Einbuchtung, so dass er wieder im Lager stand. Sein gold glühender Blick glitt in die Richtung, in der hinter dem schillernden Silberfelsen das mit Riedgras ausgebaute Ginstergebüsch lag, indem die Krieger schliefen. Die Muskeln in seinen gestählten Vorder- und Hinterbeinen verlangten eindeutig gereizt nach etwas Ruhe und Schlaf, aber dem Aschgrauen widerstrebte es, in sein aus Moos und Heidekraut bestehendes Nest zurück zu kehren.
Und er musste sich eingestehen, dass er seine Ohren nicht wegen der stickigen Wärme anlegte bei dem bloßen Gedanken, sich erneut hinzulegen. Und dass diese ihn auch nicht geweckt hatte.
Nein. Es waren die Alpträume.
Er war nicht dumm genug, anderen Clanmitgliedern preis zu geben, dass er überhaupt Alpträume hatte, weder mit Worten noch mit Gesten, doch sie überkamen ihn im Schlaf und zehrten langsam aber sicher an seinen Kräften. Die dunkle, ausgemergelte Stimme, das Kratzen eines Leibes über Stein und das Geräusch, wenn Fleisch und Knochen nach einem langen Fall auf den harten, scharfkantigen Untergrund aufkamen. Angewidert ließ der Farblose die Erinnerung an den letzten Traum zu, der ihn vor noch ein paar Momenten festgehalten hatte. In dieser Version war er es sogar selbst gewesen, der sich nicht hatte mit seinen Krallen am rauen Stein festhalten können und vom Katzenfelsen gestürzt war. Seine Schwanzspitze begann unruhig zu zucken und rasch schob er die Erinnerung von sich und verschloss den Traum tief in seinem Inneren. Es war so falsch, diese Alpträume zu haben, so unsäglich falsch! Konnte sein Vater ihn nicht einmal nach seinem Tod in Ruhe lassen? Konnte er nicht einfach verschwinden, für immer, wo auch immer hin, seinetwegen auch in den SternenClan, falls es einen solchen gab, aber Drachenglut hatte sich Frieden gewünscht und nun belästigten ihn schlaflose Nächte.
Sein Kopf fühlte sich schwer an, so dass er ihn missmutig senkte und tief ausatmete.
Dann wanderte sein Blick wie von selbst erneut zum Schülerbau, wo er noch immer Milanpfote mit ihrer Mutter sitzen und sich unterhalten sah. Ihr Anblick beruhigte und hatte beinahe etwas tröstliches an sich. Doch verdiente er überhaupt Trost? Er wusste es nicht.
Eine weitere Kriegerin saß nun bei den beiden Kätzinnen. Es war eine weiße Katze mit dem Namen Wisperwind, doch der graue Kater hatte sich nie für sie interessiert. Während er Milanpfote beobachtete, fiel ihm auf, dass ihr getigerter Schweif nervös hin und her schlug und ihre schönen, grünen Augen immer öfter zu ihren zarten Pfoten herabstarrten.
Fragend runzelte er die Stirn. Brachte ihre Mutter sie etwa in Verlegenheit? Drängte sie sie und fragte die Schülerin nach irgendetwas aus? Drachengluts goldenen Augen bohrten sich geradezu in die Gestalt der Königin und voller Misstrauen bleckte er im Schatten des Lagerwalls die Zähne, ehe er sich mit einem letzten Blick auf Milanpfote abwandte. Doch er ging nicht zum Kriegerbau.
Vielleicht bemerkte sie ja das versteckte Schnippen seiner runden Schweifspitze und vielleicht nahm sie Notiz davon, dass seine kräftige Gestalt mit gesenktem Kopf langsam zum Grasfleck herüber trottete. Das Gras stand hoch und weich, ein silberner Glanz tänzelte unentwegt über die Halme, wenn eine nächtliche Brise sie zum Rascheln brachte und das Mondlicht sanft über sie strich. Murrend ließ der junge Krieger sich in dem Gras nieder und streckte seine müden Vorderbeine aus. Die düsteren Gedanken waren ein steter Begleiter in seinem Kopf und sie ließen sich auch jetzt nicht vertreiben, doch der federnde, saftige Untergrund tat ihm dennoch gut und ein Funken Hoffnung machte sich breit, dass Milanpfote doch noch zu ihm herüber kommen würde.
Warum sollte sie? Ja, warum... doch insgeheim wünschte er es sich, auch wenn er es für sich niemals zugegeben hätte.

[kehrt vom Schmutzplatz zurück, beobachtet Milanpfote ein weiteres Mal, beäugt Salbeiblüte misstrauisch, lässt sich am Grasfleck nieder]
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Abendsonne

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Di Sep 09, 2014 6:21 pm

Abendsonne versuchte die dunklen Gedanken an ihren Bruder zu verdrängen und konzentrierte sich auf ihre Schwester. Das war aber nicht so leicht, denn schließlich war Drachenglut eine Gefahr für sie selbst. Wenn er wollte, konnte er jederzeit Froststern von ihrer Freundschaft zu Orchideenmond erzählen. Und sie wollte ehrlich gesagt nicht wissen, die Anführerin auf so etwas reagieren würde. Lediglich Obsidianmond wusste noch davon, wenigstens ihr konnte Abendsonne auch vertrauen.
"Was soll das heißen? Kannst du neben mir etwa nicht schlafen?", fragte die Rote dann erschrocken und sah ihre Schwester mit überraschten Augen an. Bisher hatte sie eigentlich nicht gedacht, dass Obsidianmond Probleme beim Schlafen hatte, wenn sie neben ihr lag. Für Abendsonne war die Nähe ihrer Schwester ja fast unverzichtbar. Wieso hat sie mir das nie gesagt..., dachte sie sich.
Als sie dann aber den Blickwechsel zwischen Falkenherz und Obsidianmond bemerkte, sprach sie die Graue auch direkt darauf an. Neugierig beobachtete sie, wie ihre Schwester erneut zu dem Krieger blickte und schnell wieder weg sah, ehe sie mit total quietschiger Stimme antwortete.
Bevor Abendsonne aber nachfragen konnte, sprach Obsidianmond schon weiter und erklärte, was los war. Das 'Ich mag ihn sehr' versetzte der roten Kriegerin kurz einen Stich ins Herz, doch sie verdrängte die aufkommende Eifersucht schnell. Sie hatte schließlich keinen Anspruch auf ihre Schwester. Es war ganz normal, dass so etwas mal passierte.
"Du bist in ihn verliebt, mh?", fragte Abendsonne ihre Schwester direkt, sah dabei aber auf ihre Pfoten. Ansonsten würde Obsidianmond nur ihre Gefühle in ihren Augen lesen können und sie wollte das Glück von ihr nicht wegen ihren eigenen egoistischen Gefühlen gefährden.

[bei Obsidianmond | spricht mit ihr]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Di Sep 09, 2014 7:37 pm

Ruhig lauschte die weiße Kätzin den Worten ihrer Ziehtochter, wie sie über den gemeinsamen Ausflug , nach einem kurzen Schweigen auch über Wolkenpfote und , dass sie mit ihm reden wollte, sprach. Die ganze Zeit konzentrierte sich Salbeiblüte vollkommen auf Milanpfote, doch ebenso spürte sie den giftigen Blick Drachenglut's, der sich in ihren Nacken zu bohren schien. Was hat er nur? Dieses Verhalten bestätigte die Vermutung der Königin, zwischen Mentor und Schülerin liefe etwas mehr, nur noch.
Kein sehr kluges Verhalten für einen erwachsenen Kater… Salbeiblüte überlegte schon, ob sie den grauen Kater ein mal zur Rede stellen sollte, doch so unsicher, wie Milanpfote momentan schien, war das wohl keine gute Idee. Ohne sich etwas anmerken zu lassen , blickte die Kätzin in die grünen Augen ihrer Ziehtochter, die nun endlich auf die Frage zu Drachenglut antwortete. Sie hat bemerkt, dass ich etwas weiß. Milanpfote redete darüber, dass die beiden sich anfangs nicht sehr gut verstanden hatten, aber jetzt viel besser miteinander auskommen würden, und dass sie ihn langsam sympathischer fand.
"Ja, ich kann mir vorstellen, dass jemand wie Drachenglut dir das Training nicht gerade einfach macht", schmunzelte Salbeiblüte. "Aber ich bin mir sicher, das trägt nur dazu bei, dass du eine noch bessere Kriegerin wirst!" Ihre Gedanken schweiften kurz ab, denn genau wie Milanpfote würde auch ihr eigener, leiblicher Sohn, Wolkenpfote, bald ernannt werden. O SternenClan, hoffentlich ernennt ihn Froststern auch so, obwohl er nicht wirklich einen Mentor hatte! Der weiße Kater war ziemlich vernachlässigt worden, was das anging, doch er hatte sich immer selbst bemüht, zum Training zu kommen, auch wenn es bei anderen Kriegern als seinem Ausbilder war.
Er wird es schaffen! Mit einer leichten Kopfbewegung brachte sich die weiße Kätzin wieder dazu, zum eigentlichen Thema zurückzukehren, als sie eine völlig aufgelöste Wisperwind erblickte, die plötzlich aufgetaucht war. Die Kriegerin sah gar nicht gut aus, verstört und irgendwie verängstigt. Besorgt musterten die grünen Augen Salbeiblütes den schwarz-weißen Körper, und sofort fiel ihr der deutlich gewölbte Bauch auf. Natürlich hätte es auch einfach eine Nebenwirkung der reichlichen Beute der Blattgrüne sein können, aber die Königin wusste nur zu gut, dass Wisperwind sich nicht einfach vollfraß.
Nein, das war kein Grund. Ohne Zweifel, die schwarz-weiße Kriegerin war schwanger. Wahrscheinlich will sie deshalb zu mir.
Salbeiblüte beschloss, die Kätzin nicht gleich mit ihrer Meinung zu überrumpeln, sondern fragte mit sanfter und doch besorgter Stimme : "Was kann ich für dich tun, Wisperwind?"

[hört Milanpfote zu , spürt Drachengluts Blick | redet mit Milanpfote, denkt nach | bemerkt Wisperwind, denkt nach, redet mit Wisperwind]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Fr Sep 12, 2014 4:08 pm

Unruhig wälzte ich mich in meinem Nest im Kriegerbau hin und her. Egal wie sehr ich es auch versuchte ich konnte einfach nicht einschlafen, zu groß war die Neugier wie es wohl auf der Versammlung zugegangen war. Vielleicht sollte ich einen kleinen Spaziergang machen und dann draußen warten bis alle wieder da sind. Ich würde lügen wenn ich sagen würde das ich nicht gerne mit zur Versammlung gegangen wäre, aber seiner Anführerin widersprach man eben nicht. Vielleicht darf ich ja nächstes mal mit. Mit dem Gedanken stand ich auf, schüttelte mir schnell ein paar Moosfetzen aus dem Fell und machte mich daran es wieder glatt zu lecken. Nur weil es man Nachts nicht so gut sehen konnte musste ich ja nicht so aussehen als wäre ich gerade einen Abhang runtergerollt. Nachdem ich auch damit fertig war wollte ich den Bau verlassen. Da die meisten Krieger entweder auf der Versammlung waren oder, ähnlich wie ich, nicht schlafen konnten, war der Bau relativ leer und so achtete ich nicht sonderlich drauf wo ich hin trat. Das führte dazu das ich mich plötzlich wieder im Nestpolster wiederfand, da ich genau über einen anderen schlafenden Krieger gestolpert war. "Entschuldige, das tut mir wirklich leid", miaute ich Schuldbewusst darüber das ich darüber das ich meinen Baugefährten geweckt hatte und auch leicht verlegen darüber das mir als Krieger so ein Fehler passiert war. Als ich mich wieder aufgerappelt und mir weitere Moosfetzen aus dem Fell geschüttelt hatte sah ich mir den anderen Krieger etwas genauer an und musste feststellen das es sich gar nicht um einen Krieger handelte sondern um eine Kriegerin. "Eisblüte? Tut mir wirklich leid, ich hoffe ich hab dich nicht geweckt", miaute ich immer noch leicht Schuldbewusst während ich verlegen von einer Pfote auf die andere trat.

[Im Kriegerbau | steht auf | putzt sich | will rausgehen | stolpert über Eisblüte | entschuldigt sich]


Zuletzt von Wolfsauge am Fr Sep 12, 2014 7:41 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Fr Sep 12, 2014 4:55 pm

Meine Brust hob und senkte sich in einem gleichmäßigen Tempo, friedlich schlummerte ich vor mich hin...
Plötzlich schreckte ich aus dem Schlaf; es dauerte einige Momente, bis ich mich an die Dunkelheit gewöhnt und den Krieger vor mir bemerkt hatte. Ich begriff, dass er über mich gestolpert und mich so aus meinem Schlaf gerissen hatte. Benommen blinzelte ich und setzte mich auf, erkannte Wolfsauge. >>Oh, ähm..<<, murmelte ich, meine Stimme hatte noch einen schläfrigen Unterton. Müde gähnte ich.
Der Kater entschuldigte sich und ich schnippte mit meinem Ohr. >>Ach, das kann doch jedem passieren, Wolfsauge<<, meinte ich ehrlich und lächelte. Da ich selber schon unzählige Male über schlafende Krieger gestolpert war, war ich dem braunen Kater natürlich nicht böse. >>Du hast mich bloß etwas... erschreckt.<< Auch, wenn der Bau relativ leer war, sprach ich extra leise, um keinen anderen zu wecken. Ich bemerkte mein vor Schock rasendes Herz und wusste, dass ich erst einmal nicht einschlafen konnte. Seufzend sprang ich auf meine Pfoten und gab Wolfsauge ein Zeichen mit meinem buschigen Schweif. Danach huschte ich aus dem Kriegerbau und platzierte mich davor. Es war natürlich noch mitten in der Nacht, der Vollmond schien auf die Lagerlichtung und ließ mein Fell hell schimmern.
Während ich auf den Kater wartete, der mich versehentlich geweckt hatte, sog ich die angenehm frische Nachtluft ein und fühlte mich sogleich ein wenig wacher.
Leise seufzte ich.

[wird geweckt | spricht mit Wolfsauge | sitzt vor Kriegerbau]
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Fr Sep 12, 2014 5:41 pm

OUT: @ Wolfsauge
Bitte nicht die Zusammenfassungen in eckigen Klammern unter dem Post vergessen.
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   Sa Sep 13, 2014 7:09 pm

Milanpfote atmete erleichtert aus, als Salbeiblütes Augen nicht mehr diesen misstrauischen Schimmer zeigten, eher ein Schmunzeln und ... ganz leise Zweifel. Sicher konnte sie so etwas nicht unbedingt gutheißen - immerhin war Milanpfote um sieben Monde jünger als Drachenglut, noch dazu seine Schülerin und dann war er auch noch ein solch rätselhafter Kater. Kein Wunder, dass die weiße Königin sich Sorgen um die Jüngere machte, hatte sie doch die Mutterrolle anstelle von Moorblüte übernommen und ihre Entwicklung seither begleitet. Ob sie sich etwas anderes für mich vorgestellt hat?, fragte sich die ältere Schülerin und zuckte leicht mit der Schwanzspitze. Einen Kater, der ... etwas weniger kühl und abweisend wirkt? Vielleicht denkt sie, ich passe mit meiner fröhlichen Art nicht so zu ihm. Oder sie denkt, er hat einen schlechten Einfluss auf mich! Bei diesem Gedanken stellten sich Milanpfotes Nackenhaare unangenehm auf. Die mysteriöse Narbe, welche sich quer durch das Gesicht des Grauen zog, schürte bei einigen Katzen vermutlich arge Bedenken in Bezug auf das, was Drachenglut in seiner freien Zeit tat. Tatsächlich hatte auch die hellbraun Getigerte immer wieder gerätselt, wie es zu dieser schrecklich anmutenden Verletzung gekommen war, aber gefragt hatte sie ihren Mentor nicht. Nicht mehr, seit er ihr am Tag der Verletzung nicht hatte verraten wollen, woher die Wunde stammte. Wenn er es nicht sagen wollte, sollte sie das akzeptieren. Und auch wenn stetige Neugier in ihr gebrannt und sie manchmal verrückt gemacht hatte ebenso wie eine unterschwellige, etwas absurd erscheinende Sorge um den starken Kater, sie hatte ihre Zunge gehütet. Wenn er es ihr erzählen wollte, konnte er das tun, doch eine Katze zur Preisgabe einer solchen Information zu drängen würde kein gutes Licht auf sie werfen. Früher hätte sie vielleicht gequengelt, doch inzwischen hatte sie sich weiterentwickelt.
Ihre Ohren zuckten aufmerksam, als Salbeiblüte nach kurzem Überlegen auf ihre Worte einging und die Röte in ihre Ohrenspitzen verflog langsam. Auch wenn sie noch immer leicht verlegen war - Salbeiblüte drängte sie zu keiner voreiligen Aussage und nahm ihre wahren, wenn auch stark zensierten Worte mit Geduld auf. Ihr Schmunzeln hatte etwas Wissendes, etwas, das nur eine Kätzin, die schon einige Erfahrung mit den Problemchen junger Kätzinnen und Kater hatte. Wie sie wohl damals war, in meinen Alter? Hat sie sich auch so viele Gedanken um einen Kater gemacht?
In leichter Verlegenheit zuckten Milanpfotes feine Schnurrhaare, doch sie verbat sich, den Kopf zu senken, sondern erwiderte den Blick der Kätzin aus klaren, grüngelblichen Augen. Freude tanzte in ihnen und ließ sie im hellen Mondlicht erwartungsvoll und stolz schimmern. „Es hätte mich nicht besser treffen können“, maunzte sie aufrichtig und lachte leise. „Ich will nicht sagen, dass ich ständig faul war, aber Drachenglut hat mir immer Beine gemacht und mich zu einer reiferen, pflichtbewussteren Kätzin gemacht. Da ungeduldige, aufgeregte Kätzchen von früher schlummert zwar immer noch in mir, aber ich habe auch gelernt mich mehr wie eine erwachsene Kätzin zu verhalten.“ Sie lächelte und hielt nun doch wieder instinktiv nach ihrem Mentor Ausschau, während Dankbarkeit und nicht zu leugnende Zuneigung ihre Brust wärmten. Die Augen des Grauen leuchteten vom  Grasfleck aus zu ihnen herüber, fast verdeckt von dem vom Mond beleuchteten Silberfelsen. Für einige Augenblicke musterte sie ihn mit einem fast verträumten Ausdruck, stellte sich vor, ihn lächeln zu sehen und mit ihm über das weite Land des WindClans zu preschen. Doch dieses Mal Seite an Seite, Fell an Fell und nicht so, dass sie als die Schwächere hinter ihm herhasten musste. Inzwischen hatte sich ihre Ausdauer merklich gebessert und ihr Körper hatte sie typische Gestalt einer Katze ihres Clans angenommen: Schlanke, lange, aber sehnige Beine, welche einen nicht mehr wirklich zierlich, sondern eher drahtig zu nennenden Körper von relativ kleiner Statur. Drachenglut überragte sie natürlich noch immer - doch er war auch eine der größeren WindClan Katzen mit ansehnlichen Muskeln. Mit einem Lächeln und einem leichten, prickelnden Schaudern erinnerte sie sich an all die Momente, in denen er sie mit kräftigen, großen Pfoten zu Boden gedrückt hatte nach einem Trainingskampf. Diese Berührungen hatten ihr damals schon immer ein ganz spezielles Gefühl beschert … und in letzter Zeit - auch wenn die Zahl ihrer Niederlagen etwas zurückgegangen waren - hatte sie ihre Aufregung bei dieser Berührung kaum verbergen können …
Was ich mir schon wieder für Gedanken mache! Als ob da eine reale Chance bestände, schalt sie sich, wandte beiläufig den Kopf ab und musterte stattdessen erneut Wisperwind. Die Kätzin schien so unruhig wie eh und je - ob da mehr dahinter steckte, als die Aufregung einer trächtigen Kätzin? Vermutlich nicht, aber wenn doch oder auch sonst wollte die weiß-schwarze Kriegerin mit den warmen, jetzt so unsicher dreinschauenden Augen vielleicht ein Gespräch mit Salbeiblüte unter vier Augen führen.
„Ich lasse euch dann mal in Ruhe reden. Wir sehen uns morgen, Salbeiblüte.“ In ihrer Stimme lag ein warmer Unterton und sie bedachte ihre Ziehmutter mit einem dankbaren Lächeln, ehe sie ihr kurz entschlossen zum Abschied mit der Schweifspitze über die Schulter strich. Wisperwind schenkte sie ebenfalls ein Lächeln, dieses jedoch wesentlich scheuer, aber nicht im Mindesten weniger freundlich. Etwas verloren tappte sie am Eingang des leeren Heilerbaus vorbei, besuchte kurz den Schmutzplatz und sah sich dann mit zuckender Schwanzspitze unschlüssig auf der Lagerlichtung um. Sie konnte jetzt schlafen gehen … Aber eigentlich wollte sie von Bachpfote oder Löwenpfote wenigstens erfahren, ob etwas Interessantes passiert war. Außerdem war es im Schülerbau wesentlich wärmer als hier auf der Lichtung, wo ein laues Lüftchen wehte. Und natürlich konnte sie kaum schlafen, da sie schon wusste, wohin ihre Gedanken unablässig wandern würden.
Einem plötzlichen Impuls folgend, passierte Milanpfote den Ältestenbau und steuerte auf den Grasfleck zu. Ihr Blick heftete sich auf Drachenglut und ein Lächeln umspielte ihre Lippen. Früher einmal wäre sie sicher über einen der Sonnensteine gestolpert und hätte jede Hoffnung auf elegantes Auftreten vergeben, doch inzwischen setzte sie ihre Pfotenschritte mit der Anmut einer jungen, schlanken Kätzin. Das helle Mondlicht ließ ihr hellbraunes Fell noch blasser erscheinen, fast cremefarben, doch die schwarzen Tigerstreifen traten kräftig schimmernd hervor. Auch ihre Augen leuchteten hell, was jedoch nicht allein von dem Licht des Vollmondes herrührte.
„Hallo Drachenglut“, miaute sie, als sich dem Kater auf eine Schweiflänge genähert hatte und ließ sich in gemessenem Abstand zu ihm nieder, auch wenn eine leise, penetrante Stimme in ihrem Kopf sie drängte, den Abstand zu verringern. Doch selbst aus dieser Entfernung fühlte sie sich ihm unfassbar nah … und wäre sie näher herangerutscht, hätte sie das nur verwirrt oder er hätte diese Auffälligkeit bemerkt. Jetzt, wo alle Röte aus ihren Ohren gewichen und die Verlegenheit von ihr abgefallen war, musste sie diese nicht gleich wieder heraufbeschwören.
„Fällt es dir bei der Wärme auch schwer, Ruhe in einem stickigen Bau mit vielen anderen Katzen darin zu finden?“, fragte sie leichthin und legte den Kopf schräg. Ein amüsiertes Funkeln trat in ihre grünengelben Augen und sie fügte in ironischem Tonfall hinzu: „Oder wartest du voller Spannung auf die Nachrichten von der Versammlung?“

[denkt nach, antwortet Salbeiblüte, beobachtet Drachenglut, verabschiedet sich von Wisperwind und Salbeibüte, streift durchs Lager, setzt sich zu Drachenglut, spricht ihn an]


Vertretung für Wolkenpfote

Der weiße Kater wälzte sich unruhig im Nest hin und her. Seine Gedanken wollten nicht zur Ruhe kommen, noch wollte ihn die Wärme im Bau schonen. Außerhalb des Baus hörte er Katzen reden, darunter auch die vertraute Stimme seiner Baugefährtin Milanpfote und die seiner Mutter Salbeiblüte. Die Stimmen der Kätzinnen wurden durch das dichte Gestrüpp des Baus gedämpft und auch wenn Wolkenpfote noch so sehr die Ohren spitzte, ihre Worte konnte er nicht verstehen.
Worüber sie wohl redeten ...? Vermutlich über ganz Alltägliches wie Training und unsere bald bevorstehende Ernennenung. Sein Maul verzog sich zu einer unzufriedenen Grimasse. Wenn er überhaupt ernannt wurde. Marderfrost, sein Mentor, hatte sich kaum Mühe mit seiner Ausbildung gegeben und so fühlte sich Wolkenpfote den anderen Schülern etwas unterlegen, auch wenn er versucht hatte, im Lager für sich selbst zu trainieren. Doch, konnte man seine 'Übungen' mit den Training eines Kriegers vergleichen? Natürlich nicht ...
Die Unzufriedenheit pochte stetig in seiner Brust, gespeist durch die allgegenwärtigen Erinnerungen an langweilige Tage in der Hitze des verlassenen Lagers, an Abende mit seinen Baukameraden, die glücklich und kaputt vom Training zurückgekehrt waren, während er im Lager gehockt hatte. Wie er es doch hasste.
Nur mit Mühe unterdrückte der weiße Schüler ein frustriertes Knurren, öffnete aber endlich die Augen und starrte durch die Zweige des Baus hinauf zum klaren Himmel an dem ein heller Vollmond leuchtete. Auf dem Rücken liegend betrachtete er mit grimmig zusammengekniffenen, blauen Augen den Nachthimmel. Ob seine Ahnen Marderfrost in irgendeiner Art bestrafen würden dafür, dass er seinen Schüler vernachlässigt hatte? Wahrscheinlich nicht, dafür war diese Angelegenheit wohl zu klein und unbedeutend - eher Froststern oder Heidepelz konnten etwas tun, doch bisher hatten sich beide zurückgehalten. Obwohl er zugeben musste, dass beide Katzen viel zu tun zu haben schienen, ärgerte ihn dieser Umstand. Oder hätte er vielleicht zu ihnen gehen sollen ...?
Und dann war da auch noch dieses Problem mit Milanpfote. Ein Schatten glitt in seine sonst so klaren, blauen Augen. Seine beste Freundin hatte sich in letzter Zeit fast nur ihrem Training gewidmet - und zu seinem Verdruss auch noch ihrem ach so tollen Mentor. Drachenglut. Nun stieg doch ein leises Knurren in seiner Kehle auf. Wie er diesen Kater hasste. Abweisen war er, kalt und unnahbar, überhaupt nicht gut für seine sanfte, fröhliche Freundin. Er würde ihren Optimismus zerstören, würde sie verändern und das auf keineswegs positives Weise. Der graue Krieger war einfach nur schlecht für Milanpfote - und es wurmte Wolkenpfote, dass er so machtlos dagegen war. Weder besaß er den Mumm mit seiner Freundin, noch mit ihrem Mentor zu reden. Und sonst konnte er kaum etwas machen, nur hilflos zusehen, wie die hellbraune Schülerin ihn langsam vergaß, sich ihrem wunderbaren Mentor widmete und sein Herz in den Dreck stieß ... Der SternenClan musste ihn wirklich hassen.
Langsam rappelte sich Wolkenpfote auf die Pfoten, richtete sein verwuscheltes Fell so gut es ging und tappte kurz entschlossen zum Ausgang des Schülerbaus. Ein schwacher Windhauch strich um seine schlanke Nase, als er hinaustrat. Sein weißes, reines Fell schimmerte im Mondlicht, fast, als wäre eine SternenClan Katze vom Himmel herabgestiegen. Mit leisen Pfotenschritten gesellte sich der junge Kater zu seiner Mutter, begrüßte sie mit einem tiefen Schnurren und nickte der Kätzin ihr gegenüber zu. Ihr Name war Wisperwind, wenn er sich recht erinnerte.
"Hallo Salbeiblüte", maunzte er und ließ seinen Blick über das Lager schweifen, wobei er unbewusst nach einer schlanken, hellbraunen Tigerkätzin Ausschau hielt. Jetzt konnte er doch mit ihr reden ... Oder auch nicht. Wieder verdunkelten sich seine blauen Augen, als er seine Baugefährtin neben der inzwischen leider vertrauten Silhouette eines anderen Katers entdeckte. Schon wieder saß sie bei ihm. Wunderbar.
Wolkenpfote presste die Lippen zusammen. Warum gestanden die Ahnen ihm nicht auch mal die Chance zu, mit Milanpfote ungestört zu reden? Hatte er die SternenClan Krieger irgendwie verärgert, dass sie immer nur diesem anderen Kater Zeit gaben? Mit einem bitteren Geschmack im Mund un frustriert zuckender Schwanzspitze senkte Wolkenpfote den Blick auf seine Pfoten. Was konnte er jetzt schon machen ... Zu den beiden zu gehen kam nicht infrage. Vielleicht ... vielleicht konnte er einfach irgendwo ungestört nachdenken, hier, in der langsam einsetzenden Kühle der Nacht ... Das würde seine Gedanken hoffentlich klären.
Er machte eine verabschiedende Schwanzgeste, schritt dann mit erhobenem Kopf am Silberfelsen vorbei in den Schatten zwischen Kinderstube und Lagerwall. Dort ließ er sich nieder, legte den Kopf auf die Pfoten und sah instinktiv wieder zu Drachenglut und Milanpfote herüber. Wie sie ihn anlächelte - er konnte es kaum fassen. Mit feindseelig funkelnden, eisig blauen Augen starrte Wolkenpfote den Grauen an und sann darüber nach, wie er endlich wieder die Aufmerksamkeit seiner Freundin wecken und gleichzeitig sein Training vorantreiben konnte. Mit ihr zu trainieren kam kaum in Frage, wo sie doch ständig von Drachenglut beaufsichtigt werden würden.

[wälzt sich in seinem Nest hin und her, denkt nach, verlässt den Bau, begrüßt kurz Wisperwind und Salbeiblüte, entdeckt Milanpfote und Drachenglut, legt sich in den Schatten von Kinderstube und Lagerwall und beobachtet die beiden, denkt nach]

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