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 Tief im Hauskätzchenviertel

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Noriko

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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Mi Sep 03, 2014 8:50 pm

Noriko kauerte sich in ihre Transportbox, auch wenn ihre blauen Augen bereits ob des Anblicks ihres Zuhauses aufgeregt funkelten. Die letzten vier Monde waren für sie nicht unbedingt durchgehend schön gewesen. Am Morgen, nachdem sie Annabeth mit ihrem Bruder alleine zurückgelassen hatte, hatte ihr Frauchen sie in die Transportbox gepackt und in das Monster verfrachtet. Noriko hasste es, mit dem Ding zu reisen, aber sie hatte gelernt, dass es ihr so zumindest nichts tun konnte.
Ihr Frauchen hatte ihr wohl erklären wollen, was sie vorhatten. Immer wieder hatte Noriko das Wort 'Urlaub' verstanden, wusste aber nicht, was das zu bedeuten hatte.
Nach vielen Stunden des Reisens waren sie endlich an ihrem Ziel angekommen und mit großen Augen und neugierig zuckenden Schnurrhaaren hatte Noriko ihr Zuhause auf Zeit in Augenschein genommen. Es war ein hübsches Nest, mit vielen bequemen Kissen und weichem Teppichboden. Auch wenn es nich ihr richtiges Zuhause war, hatte sich die Siamkätzin schnell wohlgefühlt, auch wenn ihr Annabeth fehlte.
Am Strand hatte sie immer wieder mit ihrem Frauchen gespielt, auch wenn sie bei der kleinsten Berührung mit dem Meerwasser davon gezischt war. Dennoch hatte sie allgemein sehr viel Spaß gehabt in dieser Zeit.
Nach fast einem Mond waren sie wieder weitergefahren und zu einem kleinen Örtchen gefahren, wo sie ein älteres Zweibeinerpaar besuchten. Auch diese waren sehr nett zu Noriko gewesen und hatten sie mit den feinsten Speisen verwöhnt, sodass sich die Kätzin nun fast wie ein Ball vorkam.
Nun aber da, sie endlich wieder Zuhause war, erinnerte sich Noriko wieder daran, dass Annabeth die ganze Zeit alleine gewesen war. Vielleicht aber auch nicht... Schließlich hat sie ihren Bruder jetzt wieder, dachte sie sich und sprang behnde aus der Transportbox, als diese geöffnet wurde.
Nachdem sie sich kurz erleichtert hatte, flitzte Noriko schon hinaus in den warmen, nach Blüten duftenden Garten und sprang auf den Zaun, der den Garten von Annabeth von ihrem eigenen trennte.
Sie zögerte und sah sich in dem duftenden Garten um, in der Hoffnung, Annabeth zu entdecken. Fehlanzeige. "Annabeth?", rief sie zögerlich und schlug unruhig mit dem Schwanz und hin und her. Was, wenn ihre Freundin sie nun nicht mehr brauchte?

[kommt vom Urlaub nach Hause | springt auf den Gartenzaun | ruft nach Annabeth]
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Annabeth

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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   So Sep 07, 2014 2:39 pm

Es war ein wundervoller Abend gewesen, voller Sterne, voller Vollmondlicht. Ein strahlender, heller Abend, an dem der Himmel indigoblau leuchtete und der Körper einen langen Schatten über die Bürgersteige warf. Annabeth liebte diese Vollmondnächte, sie verdoppelten ihre Lebensfreude und ließen ein abenteuerlustiges Fieber durch ihren Adern fließen. Ein ruheloser Abend. Ein spannender Abend ohne Müdigkeit und voller Abenteuer!
Ja.
Und keine Noriko, mit der Ann dieses Gefühl hätte teilen können.
Es war nicht so, dass die dreifarbige Hauskätzin nicht auch mal eine Nacht ohne ihre beste Freundin ausgekommen wäre. Außerdem hatte sie viele Freunde unter den Hauskatzen hier in der Gegend, die sie gerne besuchte oder ein wenig neckte. Doch Noriko war diesen Vollmond-Abend mitgezählt nun vier Monde verschwunden und als sie bei ihrem Haus nach der zarten Siamkätzin geschaut hatte, waren die Gerüche schal und selbst die Zweibeiner waren verschwunden gewesen. Seitdem hatte jedes Abenteuer, jede Jagd nach Vögel und Mäuse, jedes Necken und jedes Erlebnis nur noch halb so viel Spaß gemacht. Ihr Hausmensch streichelte sie öfter und sagte etwas davon, dass sie mit dem Alter wohl ruhiger wurde. Aber Ann wusste, dass sie nicht alt wurde. Ihr Kummer hatte in dieser heutigen Nacht sogar einen neuen Tiefpunkt erreicht, so dass sie - obgleich ihre Lieblingszeit anbrach und die Blattgrüne die Vollmondnacht angenehm warm gemacht hatte - auf ihrem Platz auf dem Fensterbrett direkt über dem Heizkörper sitzen blieb und mit ihren bernsteinfarbenen Augen trüb durch die Fensterscheibe nach draußen schaute, während leise, unzufriedene Seufzer sich aus ihrem kleinen weißen Maul heraus stahlen.
Im Garten herumtollen - rennen und spielen - die Nachtigall jagen. Das wirkte auf einmal alles so langweilig und freudlos. Ihre braunen, abgerundeten Ohren zuckten kurz leicht, als sie durch die Katzenklappe ein Maunzen zu vernehmen glaubte, aber es war leise gewesen. Sie hatte weder eine bekannte Stimme erkannt noch verstanden, was diese gesagt haben könnte. Dennoch runzelte die hübsche Kätzin ihre getigerte Stirn. Was wenn dieses Maunzen Noriko gewesen war? Zweifelnd legte Ann die Ohren ein Stück weit an, denn ihr war selbst bewusst, wie unwahrscheinlich das wirkte, aber dennoch packte sie die Neugier. Einen Moment blickte sie sich um, betrachtete die mit Topfpflanzen und gezogenen Kräutern vollgestopfte Küche hinter sich, dann strich sie sich mit der Zunge über ihren gestreiften, stets nach ebenjenen Kräutern und nach Erdbeeren duftenden Rücken, glitt vom Fensterbrett die Vorderläufe voran herab und tappte zur Katzenklappe. Als sie ihren Kopf hinaus in die aufgewärmte Nachtluft streckte, drang das fortwährende Gezirpe der Grillen an ihr Ohr und ihr Blick huschte durch den grünen Garten voller Beete und Reben, Steingärten, kleinen Wegen, Gewächshäuserchen und Hecken und Sträucher. Erst als sie ihre Schultern durch die Klappe schob und schließlich auch ihren restlichen Körper, und mit ihren weißen Beinen leise über die Terrasse huschte, erspähte sie auf dem Zaun zur rechten des Eckgrundstückes eine spitzohrige Katzengestalt. Zur Straße hin grenzte eine oft mit rankenden Kletterpflanzen gesprenkelte, niedrige Mauer das Grundstück ab, doch die angrenzenden Gärten umrahmten es mit weißen Zäunen.
Jetzt trottete Annabeth aufgeregt auf ebenjenen Zaun zu, durch das reiche, labyrinthenhafte Grün des Gartens hindurch.
"Noriko?", miaute sie vorsichtig fragend, wobei immer noch etwas Skepsis in ihrer Stimme mitschwang, doch schon im nächsten Moment war sie nah genug am Zaun, so dass sie Brise, die sachte darüber hinweg strich, ihre Nase erreichte und ihr den Geruch der Gestalt mitbrachte. Es war der unverwechselbare Duft des cremefarbenen, halblangen Fells ihrer besten Freundin. Augenblicklich hellte sich ihr betrübtes Gesicht auf und ihre Augen begannen zu leuchten.
"Noriko!", jauchzte die Hauskatze, nahm Anlauf, sprang mit viel zu viel Schwung über den Zaun auf die Siamkätzin zu und riss diese mit sich, als sie fiel und auf der anderen Seite im Gras landete. Die Pfoten noch in dem Fell ihrer Freundin verheddert, sprudelte es aus ihr heraus:"Bei allen Mäusen, wo warst du? Ich dachte, du kommst vielleicht nicht wieder! Ich habe mir solche Sorgen gemacht. Ich habe dich so vermisst, Nori!"
Die Augen schließend drückte Ann ihre Schnauze in das Fell ihrer überrumpelten Freundin und sog den vertrauten und lange vermissten Geruch auf.

[in Haus und im Garten der Kirschallee 112, bei Noriko]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Mo Sep 08, 2014 1:02 pm

Mit gespannt gespitzten Ohren und aufgeregt klopfendem Herzen saß Noriko auf dem Zaun und blickte mit ihren blauen Augen in den duftenden Garten hinab, der dem Hausmensch von Annabeth gehörte. Zwischen den Sträuchern hatte sie ihre Freundin nirgends entdecken können, weshalb sie nach ihr gerufen hatte, wenn auch etwas zögerlich.
In ihrem Herzen keimte nun jedoch die Angst hoch, dass sich ihre beste Freundin von ihr abgewandt hatte, nachdem sie Ann bei ihrem Bruder alleine zurückgelassen hatte und sich dann vier Monde nicht mehr gemeldet hatte. Aber was konnte sie denn dafür? Die Reise mit ihren Zweibeinern war ganz plötzlich gekommen.
Vielleicht glaubt sie auch, dass wir umgezogen sind. Oder dass ich tot bin... Oh Annabeth... Frustriert legte die siamfarbene Kätzin die Ohren an und hätte sich am liebsten selbst die Krallen durch das Fell gezogen. Sie hätte einen Weg suchen müssen, um ihrer Freundin Bescheid zu sagen.
Noch immer blieb es still im Garten und auch die Katzenklappe bewegte sich nicht. Vielleicht war Ann auch gar nicht zu Hause, sondern mit anderen Katzen unterwegs. Sie hatte schließlich viele Freunden. Und da Noriko eine Weile nicht da gewesen war, konnte sie sich gut vorstellen, dass die hübsche Kätzin sich eine andere beste Freundin gesucht hatte.
Noriko war so völlig in ihre trüben Gedanken versunken, dass sie gar nicht bemerkte, wie sich etwas bei der Katzenklappe bewegte und eine gescheckte Gestalt auf sie zukam. Was, wenn sie mich wirklich nicht mehr braucht? Ich hab doch niemanden außer sie, andere Katzen haben mich fast nie interessiert..., überlegte sie, auch wenn allein der gedanken an ein Ende ihrer Freundschaft ihr einen Stich ins Herz versetzte.
Erschrocken fuhr ihr Kopf herum, als sie einen erfreuten Aufschrei und ihren Namen hörte. Das Strahlen kam in ihre Augen zurück, als sie Annabeths Gestalt erkannte, die auf sie zu flitzte. "Annabeth!", wollte sie ebenfalls rufen, wurde aber bei der Hälfte des Namens schon von dem Körper ihrer besten Freundin mitgerissen und gemeinsam landeten sie im weichen Gras von Norikos Garten.
Kurz blinzelte Noriko etwas benommen, nachdem sie halb auf dem Rücken gelandet war und Annabeth auf ihr thronte, schnurrte dann aber freudig. Annabeth hatte sie nicht vergessen und schien sie auch nicht zu hassen. Der Siamkätzin fiel ein Stein vom Herzen.
Wie gewohnt sprudelten sofort die Worte aus Annabeths Mund und Noriko lachte leise. Wie sehr sie ihre beste Freundin vermisst hatte, wurde ihr erst jetzt so richtig klar. Ohne sie hatte alles nur halb so viel Spaß gemacht. Wenn sie bei dieser Reise dabei gewesen wäre, wäre es sicherlich ein aufregendes Erlebnis geworden.
"Ganz ruhig, Annabeth", miaute Noriko und leckte ihrer Freundin zärtlich über den Kopf, als sie ihre Nase in dem hellbraunen Brustfell der Siamkätzin vergrub. Es war schön, wieder die Wärme der gescheckten Kätzin zu spüren und zu wissen, dass sie nicht alleine war.
Dann aber rollte sich Noriko mit Schwung zur Seite und warf Annabeth damit von ihrem Körper. "Runter von mir, du bist schwer geworden!", beschwerte sie sich halb amüsiert, schmiegte ihren Kopf aber sofort wieder an den von Annabeth. "Ich hab dich auch vermisst, Kleines", murmelte sie, auch wenn sie wusste, dass Annabeth es nicht mochte, 'Kleines' genannt zu werden. Aber für Noriko war sie einfach ihre kleine Schwester.
"Tut mir Leid, dass ich einfach so verschwunden bin. Aber meine Hausleute haben mich am Morgen in die Transportbox gepackt und sind ganz weit weg gefahren, zu einem wunderschönen Strand. Sie nannten das 'Urlaub', zumindest hat mein Frauchen dauernd davon geredet. Und dann waren wir noch bei so einem alten Zweibeinerpärchen in einem kleinen Dorf", erklärte sie knapp ihre Abwesenheit, ehe sie etwas von Annabeth zurücktrat.
Nachdenklich legte sie den Kopf zur Seite und begutachtete die gescheckte Kätzin. "Du bist ganz schön gewachsen", stellte sie fest und lächelte leicht.

[auf dem Zaun zwischen den Gärten | wird von Annabeth vom Zaun geworfen | freut sich über das Wiedersehen | spricht mit Annabeth]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Mo Sep 08, 2014 10:54 pm

Es tat gut, Norikos vertrautes Schnurren zu hören, in ihr kastanienbraunes Gesicht zu schauen, welches selbst in dieser hellen Nacht so schwarz wirkte, und ihre wunderschönen, blauen Augen im Mondlicht funkeln zu sehen. Annabeth war unheimlich froh, dass ihre Freundin wieder da war. Ihre Schwester. Und die Nacht war noch jung! Sie konnten immer noch zusammen den Vollmond genießen und Abenteuer erleben - und was für ein wunderbarer Vollmond das auf einmal war!
Die dreifarbige Kätzin grinste und schnurrte warm, während Nori ihr mit ihrer rauen Zunge über die Stirn fuhr, dann aber schwang die Siamkätzin ihren eleganten Körper auf die Seite und stieß Annabeth mit einer scherzenden Bemerkung von sich herunter, ehe sie ihre Aktion sogleich wieder gut machte, indem sie ihren Kopf an ihre Stirn schmiegte.
Ann lachte herzlich, auch wenn Noriko sie 'Kleines' nannte. Im Moment war es ihr ziemlich egal, was für Namen sie ihr gab. Eine Weile schmusten sie einfach noch miteinander und die nach Kräutern duftende Hauskätzin gab ihrer Freundin die Zunge, während diese begann, ihre Abwesenheit zu erklären.
Sie erzählte, wie ihre Hausmenschen sie früh am Morgen in eine kleine Box gesperrt und diese Box in einem Monster verstaut hatten. Sie seien mit ihr in der Box zu einem sehr fernen Ort gefahren, der 'Urlaub' hieß. So wie Noriko davon sprach, war dieser Ort wohl eine Art Strand. Wie seltsam, sie hatte noch nie von einem Ort namens 'Urlaub' gehört, aber Zweibeiner dachten sich immer wieder gerne neue Worte aus, wie auch Ann schon festgestellt hatte. So ganz würde sie die Zweibeiner nie verstehen, nicht einmal ihre geliebte Besitzerin, doch sie war sich sicher, dass diese sie auch nicht immer verstand. Vielleicht war das gar nicht so wichtig, solange man miteinander auskam und einander leben ließ. Schlussendlich erzählte die Siamkätzin noch von einem alten Zweibeinerpärchen, das in einem Dorf weit entfernt von hier wohnte, dann stand sie auf, trat ein paar Schritte zurück und beäugte Annabeth. Sie musterte ihre gefleckte und gestreifte Gestalt, legte den Kopf schräg und lächelte, ehe sie meinte, dass Ann gewachsen sei.
Diese zuckte einen Moment verwundert und überrascht mit den braunen Ohren und musste dann kichern.
"Jetzt übertreib' nicht, Nori, du warst doch nur 4 Monde weg und ich kann doch gar nicht mehr wachsen. Siehst du, meine kurzen Beine werden nicht länger!"
Mit verspielt wedelndem Schweif kam sie ihrer älteren Freundin näher und haschte mit einer ihrer milchweißen, weichen Pfoten nach Noris Vorderbeinen. "Du hörst dich an wie eine alte Tante!", kicherte sie und versuchte sie mit ihren Pfotengesten zu provozieren.

[bei Noriko in ihrem Garten, Kirschallee 110]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   So Sep 14, 2014 11:15 am

Noriko blinzelte kurz verwundert, als Annabeth auf ihre Bemerkung hin anfing zu kichern. War es etwa so lustig, dass sie gewachsen war? Oder hatte sie irgendetwas Falsches gesagt? Eigentlich doch nicht..., dachte sie sich und kniff die Augen nachdenklich zusammen.
Als dann Annabeth ihr aber antwortet und meinte, dass das gar nicht sein konnte, zuckte die Siamkätzin leicht beleidigt mit den Ohren und wich den Pfotenhieben ihrer besten Freundin aus. Dass sie sie aber als alte Tante bezeichnete, brachte sie zum Lachen. "Besser eine alte Tante als eine schrullige Großmutter!", erwiderte sie ebenso frech. Dennoch war sie sich noch immer sicher, dass Annabeth gewachsen war.
Im richtigen Moment hob Noriko daher eine Pfote und legte sie an die erhobene Pfote von Annabeth, sodass ihre Ballen aneinander lagen. Mittlerweile waren sie gleich groß. "Siehst du? Unsere Pfoten sind gleich groß. Vorher waren deine immer noch etwas kleiner. Du bist also doch noch gewachsen, auch wenn du es nicht bemerkt hast", erklärte sie und setzte ihre Pfote wieder ab.
Irgendwie erinnerte das Noriko an die Zeit, als sie Annabeth kennen gelernt hatte. Damals war sie noch ein kleines Kätzchen von gerade einmal 10 Monden gewesen und war tollpatschig in jeden Ärger und jedes Abenteuer getapst. Noriko hatte sie oft vor Schwierigkeiten retten müssen, einmal hätte ein Hund sogar fast ihren Schwanz dabei erwischt. Und das alles nur, weil Annabeth die Katzenminze in dem Garten des Hunden hatte holen müssen.
Wenn sie an diese Zeit zurückdachte, kam sich die Siamkätzin nun doch irgendwie alt vor. Das schien alles schon so lange her zu sein, dabei war sie selbst erst 44 Monde alt. Und noch immer weiß ich nicht, wie es Ivory, Floyd und Nishan geht oder ob sie überhaupt noch leben..., dachte sie und ließ ihren meerblauen Blick zum nächtlichen Himmel gleiten.

[bei Annabeth | redet mit ihr | denkt nach | blickt zum Himmel auf]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Mi Sep 17, 2014 2:01 pm

Noriko bemühte sich sichtlich, ein beleidigtes Gesicht auf Annabeths Reaktion zu machen. Ihre hellblauen, schwarz umrandeten Augen verengten sich und ihre kastanienbraunen Ohren legten sich an ihren Kopf an. Irgendwie stand ihr diese beleidigte Miene, fand Annabeth schmunzelnd, doch man brauchte kein Genie in der Verhaltensforschung zu sein, um zu sehen, dass ihre Freundin diese Miene wohl nicht mehr lange aufrecht erhalten würde können. Spätestens aber nach ihrer nächsten Bemerkung, musste die Siamkätzin lachen. In herausforderndem Tonfall erwiderte sie etwas und wich geschickt den verspielten Pfotenhieben der weißbraunschwarz gemusterten Hauskätzin aus, die nun ebenso herzlich lachen musste. Ihre glockenhelle Stimme wurde fröhlich mit einer nächtlichen, warmen Brise davon getragen.
Gerade wollte Ann ihrer lang vermissten Freundin einen Nasenstupser mit ihren weichen, rosa Pfotenballen geben, als diese ihren Kopf hob und blitzschnell ihre eigene Vorderpfote vorschnellen ließ, so dass ihre beiden Pfoten sich trafen und ihre Ballen aneinander lagen.
"Siehst du? Unsere Pfoten sind gleich groß. Vorher waren deine immer noch etwas kleiner. Du bist also doch noch gewachsen, auch wenn du es nicht bemerkt hast.", erklärte Noriko selbstsicher und triumphierend und Annabeth rollte lächelnd mit ihren bernsteinfarbenden Augen, während die Siamkätzin ihre Pfote wieder auf den Boden setzte, so dass sie es ihr nachtat. Annabeth war es eigentlich egal, wer von ihnen beiden Recht hatte. Stattdessen ließ sie sich auf ihren Oberkörper sinken, streckte das Hinterteil in die Höhe und wedelte wild mit dem Schweif.
"Ach, du bist wohl eher zusammen geschrumpft, als du in "Urlaub" warst!", erwiderte sie mit einem frechen Kichern, hielt dann aber inne und legte den Kopf ohrenzuckend schief, als sie den in Gedanken versunkenen Blick Norikos bemerkte. Ihre schönen, blauen Augen schauten in den vom Mond hell erleuchteten Himmel auf, der mit leuchtenden, schillernden und blinkenden Sternen übersät war. Woran sie wohl gerade dachte? Während sie sie so betrachtete, fiel ihr wieder der letzte Abend ein, bevor Noris Hausleute mit ihr fort gefahren waren und wie seltsam sie sich plötzlich benommen hatte. Langsam richtete Ann sich wieder auf, machte ein paar Schritte auf sie zu und legte sanft ihre Stirn in Noris halblanges, weiches Fell.
"Nori? Du warst so seltsam an dem Abend, bevor du mit deinen Zweibeinern weggefahren bist. Als ich Phönix wiedertraf. Ich dachte sogar als du nicht mehr auffindbar warst kurz, dass du mich... naja... nicht mehr magst oder so."
Als die Hauskätzin wieder in die Augen ihrer Freundin schaute, lag zwar noch immer ein sanftes Lächeln in ihren Mundwinkeln, doch ihre Augen blinzelten, als wäre sie verlegen oder unsicher. "Warum... bist du denn einfach fort gegangen?", miaute sie so nebenbei wie sie konnte, aber in ihrem Blick hätte selbst ein Blinder sehen können, dass ihr die Frage sehr viel mehr bedeutete, als sie zugeben wollte.

[bei Noriko in ihrem Garten, Kirschallee 110]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Fr Sep 19, 2014 5:39 pm

Noriko sah noch immer zum sternenübersähten Himmel auf und dachte an die Tage zurück, als sie zusammen mit ihren Geschwistern noch bei ihrer Mutter Rosabel und deren eitlen Frauchen gewohnt hatten. Wie sie es immer geliebt hatten, gemeinsam durch das große Nest zu flitzen, alle Verstecke zu entdecken und am Rocksaum der feinen Dame hinaufzuklettern.
Besonders Floyd und sie waren immer vorne dabei, wenn es darum ging, irgendetwas auszuprobieren. Dabei hatten sie sich immer mal wieder ein paar Beulen und blaue Flecke geholt, doch jedes Mal hatten sie einen Riesenspaß gehabt. Und wenn sie dann gemeinsam in ihrem Körbchen gekuschelt hatten, waren alle Verletzungen schnell wieder vergessen.
Es war schön, sich an diese Zeit zu erinnern, doch gleichzeitig erfüllte es Norikos Herz auch mit Wehmut. Sie vermisste ihre drei Geschwister sehr. Zwar war Annabeth wie eine Schwester für sie und sie liebte sie auch von ganzem Herzen, aber sie konnte es einfach nicht mit dem Band zwischen Nishan, Floyd, Ivory und ihr vergleichen.
Blinzelnd wandte Noriko wieder ihren blauen Blick zu Annabeth, als diese sie mit ihrer Stimme aus ihren Gedanken riss. Doch leider war das Thema kein angenehmes, zumindest nicht für Noriko.
Damit Annabeth ihre Gefühle nicht aus ihren Augen lesen konnte, blickte die Siamkätzin zur Seite und zuckte mit den Schultern. “Ich dachte mir, dass du mich nicht brauchst, wenn du jetzt deinen Bruder wieder hast“, erwiderte sie so beiläufig wie möglich und war froh, dass sie das Zittern aus ihrer Stimme verbannen konnte.
Sie wollte nicht, dass Annabeth ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen haben würde, wenn sie sich mit Phönix traf. Sie sollte die Zeit mit ihrem Bruder genießen können, ohne sich um ihre beste Freundin Gedanken machen zu müssen.

[bei Annabeth | schaut zum Himmel | redet mit Annabeth]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Fr Sep 26, 2014 12:52 pm

Beunruhigt stellte Annabeth fest, dass Noriko blinzelnd den Blick abwandte und mit den Schultern zuckte. Sie hörte, dass die Siamkätzin genauso wie sie selbst versuchte, einen lockeren Gesprächston anzuschlagen, doch sie kannte sie so lange schon und so gut, dass sie sich bemühte und ihr nicht in die Augen schauen wollte.
Was sie jedoch sagte, war so undenkbar für die dreifarbige Hauskatze, dass ein sowohl ein Stirnrunzeln als auch ein verwirrtes Lächeln um die Vorherrschaft ihres Gesichtes kämpfen.
"W-was ist denn das für ein Unsinn?", entkam es ihr endlich, nachdem sie ein paar unruhige Herzschläge lang um Worte gerungen hatte.
Dann aber packte die schöne Hauskätzin eine Welle von Entschlossenheit und sie ging ein Stück um Noriko herum, um ihr in die himmelblauen Augen sehen zu können.
"Wie kommst du nur auf den Gedanken, ich könnte dich nicht mehr brauchen? Ja, Phönix ist mein Bruder - aber seit ich 6 Monde alt war, haben wir uns nicht mehr gesehen, wir kennen uns doch gar nicht wirklich und er war nie für mich da. Diejenige, die jeden Tag für mich da war, warst nämlich du. Weißt du noch, wann wir beide uns kennen gelernt haben? Kannst du dich an den Tag erinnern, als ich meine erste Maus gefangen habe? Es war Blattfall und ich habe sie ständig aus Versehen fallen lassen, so dass du sie immer wieder einfangen musstest... Erinnere dich daran, wie schön es ist, wenn wir uns zusammen unter die Heizung setzen und die vielen Abenteuer, die wir erlebt haben. Wie viel wir zusammen gelacht haben! Und dein Augenrollen, wenn ich deiner Meinung nach etwas dummes angestellt habe - oder der Moment, in dem ich aufwache, mir bewusst wird, dass ich wieder ohnmächtig geworden bin, aber genau weiß, dass du neben mir bist und auf mich aufpasst. Oh und letzte Blattleere habe ich dich vor dem kleinen, hysterischen Hund gerettet, der dich über die Straße gejagt hatte. Weißt du das noch? All diese wertvolle gemeinsame Zeit - denkst du wirklich, das wäre jetzt vorbei? Denkst du wirklich, dass irgendjemand deinen Platz einnehmen könnte? Nein, Noriko, das kann niemand. Denn niemand kennt mich so gut wie du."
Als sie endlich aufhörte zu reden, war Annabeth beinahe erschöpft. Ihr Brustkorb blähte sich, als wäre sie die gesamte Kirschallee entlang gerannt und ihr war heiß. In der Hoffnung, dass die Siamkätzin verstanden hatte, was sie ihr bedeutete, leckte sie ihr einmal über die Schulter.
"Du bist meine beste Freundin. Und das wird immer so bleiben.", miaute sie wesentlich leiser, während sich ein kleines Lächeln auf ihre Lippen stahl.

[redet mit Noriko in Noris Garten][/color][/color]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Di Sep 30, 2014 7:33 pm

Noriko schloss die Augen und spürte einen schmerzlichen Stich in ihrer Brust, als sie das Schweigen von Annabeth aufnahm. Sie wollte gar nicht wissen, wie die gescheckte Kätzin jetzt reagieren würde. Denn sie hatte auch nie das sagen wollen, was sie eben zu ihrer besten Freundin gesagt hatte. Das hatte sie eigentlich als ihr Geheimnis bewahren wollen, um die Beziehung zwischen Annabeth und ihrem Bruder nicht zu belasten. Und jetzt hatte sie es doch getan.
Stumm lauschte Noriko dann den Worten von Annabeth. Automatisch wurden zu den Erinnerungen gehörenden Bilder in ihrem Bewusstsein heraufbeschworen, und sie sah jeden Moment so lebensecht vor sich, als würde sie ihn gerade erleben.
Trocken schluckte die Siamkätzin und musste die aufkommenden Tränen in ihren Augen unterdrücken. Wieso musste sie jetzt auch noch weinen? Es war doch alles gut, wieso also schlichen sich die salzigen Wassertröpfchen in ihre azurblauen Augen?
Leicht zuckte Noriko zusammen, als sie Annabeths Zunge auf ihrer Schulter spürte, und sah mit glasigen Augen zu der gescheckten Kätzin. “Aber vergiss nicht, dass du diesen hysterischen Hund erst aufgescheucht hast und ich ihn nur von dir ablenken wollte“, erwiderte sie mit erstickter Stimme, fluchte dann aber vor sich hin.
“Tut mir Leid, so solltest du mich eigentlich nicht sehen“, murmelte sie, während sie sich auf die Hinterpfoten setzte und mit den Vorderpfoten über ihr Gesicht wischte, um die Tränen weg zu wischen. Sie spürte, wie sie auch unter ihrem Fell rot wurde, denn es war ihr peinlich, dass Annabeth sie in so einem Zustand sah. Sie war immer stark und fröhlich für ihre Kleine, das passte jetzt so überhaupt nicht zu ihr.

[bei Annabeth in ihrem Garten]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Fr Okt 03, 2014 3:10 pm

Liebevoll und unbescholten beobachtete Annabeth das dunkel gefärbte Gesicht ihrer besten Freundin, wie sich ihre Kehle bewegte, während sie schluckte und wie sich in ihren wundervollen Augen Tränen sammelten und das leuchtende Azurblau darin zum Glänzen brachte. Norikos Schultern zuckten merklich zusammen, als die weißbraune Hauskatze ihr über diese leckte, so dass Ann fragend die Stirn in Falten legte und mit dem linken, braunen Ohr zuckte. Dann aber senkte die Siamkätzin den Blick zu ihr.
"Aber vergiss nicht, dass du diesen hysterischen Hund erst aufgescheucht hast und ich ihn nur von dir ablenken wollte.", versuchte sie eine Antwort, die jedoch in ihrer erstickten Stimme und leisen darauffolgenden Flüchen unterging, aber auf Anns Gesicht breitete sich nur ein sanftes, zaghaftes Lächeln aus. Ehe sie etwas erwidern konnte, entschuldigte sich Noriko für ihren Anblick, setzte sich und fing an, mit ihrer Vorderpfote über ihr Gesicht zu wischen, aber Annabeth schüttelte nur den Kopf, hob eine ihrer milchweißen Pfoten und legte sie auf das Vorderbein ihrer Freundin.
"Aber Nori. Dafür sind wir doch Freunde. Oder? Wir sind doch füreinander da. Ich bin froh, dass ich dich hab."
An sie heranrutschend lehnte sie ihren Kopf an die weiche Schulter der Siamkätzin und legte ihren Schweif um ihren Rücken. So blieb sie eine ganze Weile mit ihr sitzen und genoss einfach nur das weiche Fell und den vertrauten Geruch ihrer Freundin, während über ihnen die Sterne blau, gelb, rot, hell und dunkel, flackernd und glänzend leuchteten. Bald würde die Sonne aufgehen. Ann wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, als sie wieder aufschaute und leise schmunzelnd vorschlug:"Vielleicht sollten wir schlafen gehen. Findest du nicht, Nori?"
Es war vermutlich eine Weltpremiere, dass die meist übermütige, niemals Ruhe findende Kätzin vorschlug, schlafen zu gehen. Doch sie löste sich nur mit einem kleinen, gemütlichen Schnurrhaarzucken von ihrer Freundin und deutete mit der Nase kurz in die Richtung ihres Hauses.
"Möchtest du heute bei mir schlafen? In meinem Körbchen hätten wir beide Platz, wenn wir zusammenrücken."

[bei Noriko in ihrem Garten, Kirschallee 110]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   So Okt 05, 2014 8:24 pm

Noriko hob blinzelnd den Blick wieder, als sie Annabeths Pfote auf ihrer eigenen spürte, und sah die hübsche Kätzin aus verweinten Augen an. Auf die Frage hin senkte die Siamkätzin den Blick aber wieder und unterdrückte ein Schniefen. "Ja, schon...", erwiderte sie mit erstickter Stimme und kam sich plötzlich total blöd vor. Wie kam sie nur darauf, dass Annabeth sie durch ihren Bruder ersetzen würde? Vertraute sie ihrer besten Freundin wirklich so wenig? Annabeth musste ja jetzt ein tolles Bild von ihr haben...
"Wenn du wüsstest, wie ich froh ich bin, dich zu haben...", murmelte sie dann und vergrub ihr dunkels Gesicht in dem Nackenfell ihrer besten Freundin, welche sich an ihre Schulter lehnte. Tief sog sie den Duft der gescheckten Kätzin ein und bemerkte wieder einmal, wie sehr dieser ihre Sinne benebelte. Nie hatte sie eine andere Katze gerochen, die so einen süßen Duft trug, nur Annabeth hatte solch einen Duft. Ein Wunder, dass ihr allein wegen ihres Duftes nicht ein Kater nach dem anderen verfiel.
Überrascht blinzelnd hob Noriko den blauen Blick, als Annabeth vorschlug, sich schlafen zu legen. Mehr als nur erstaunt betrachtete die Siamkätzin ihre Freundin und kniff gespielt misstrauisch die Augen zusammen. "Annabeth würde so etwas nie fragen. Wer bist du und was hast du mit ihr gemacht?", fragte sie gespielt, lächelte dann aber sanft und nickte.
"Wenn dein Frauchen nichts dagegen hat, wenn sie am Morgen eine zweite Katze in deinem Nest findet, komme ich gerne mit dir", erwiderte die schlanke Siamkätzin und erhob sich auf die Pfoten. Ihr eigenes Frauchen würde sie sicherlich schon vermissen, aber sie war ja nicht lange weg. Außerdem hatte sie jetzt vier lange Monde Zeit gehabt, Noriko nur für sich allein zu beanspruchen, da würde sie sicherlich auch einmal zurückstecken können.

[bei Noriko | redet mit ihr]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Mi Okt 08, 2014 3:59 pm

Tröstend erwiderte die sonst stets aufgedrehte Kätzin den verweinten Blick Norikos, ehe sie ihren Kopf in ihrem Nackenfell vergrub und ihr so ein kleines Schnurren entlockte.
"Wenn du wüsstest, wie ich froh ich bin, dich zu haben...", hörte sie ihre beste Freundin antworten. Ihr Murmeln wurde von ihrem eigenen, weichen Fell gedämpft. Annabeth erwiderte nichts darauf, sondern schmiegte sich nur glücklich an sie. Eine Weile schien die Siamkätzin ganz versunken in ihren Gedanken oder eben in ihrem Pelz zu sein, als Ann dann aber vorschlug, schlafen zu gehen, hob sie ihr Gesicht mit spielerisch verengten, herrlich blauen Augen.
"Wer bist du und was hast du mit Annabeth gemacht?"
Die überwiegend weißbraune Hauskatze musste aus den Tiefen ihres Herzens heraus lachen und stupste ihre Freundin verspielt mit der Nase an, während sie selbst ihren misstrauischen Gesichtsausdruck ebenfalls nicht mehr aufrecht erhalten konnte und stattdessen schmunzelte.
Auf den Vorschlag, diese Nacht gemeinsam zu verbringen, nickte sie aber, zumindest wenn Anns Hausmensch nichts dagegen haben würde. Annabeth winkte aber mit freundlich funkelnden, warmen Bernsteinaugen ab.
"Sie doch nicht, sie liebt Tiere. Sie holt alles ins Haus, was zum Bespiel krank oder verletzt ist und päppelt sie auf, egal was für eine Sorte von Tier es ist. Einmal brachte sie sogar einen kleinen, schwarzen Hund mit ganz strubbeligem Fell mit nach Hause, der sich wohl verlaufen hatte. Ich konnte sie aber davon überzeugen, ihn nicht ins Haus zu lassen. Er musste im Garten warten, während mein Frauchen in ihr kleines Kästchen sprach und wenig später kam dann ein Monster vorbei und hat den Hund mitgenommen. Der war aber auch dämlich! Ich habe versucht, mit ihm zu reden, aber er konnte nur immer winseln, dass er nach Hause will und dass er seine Familie vermisst. Man konnte sich überhaupt nicht mit ihm unterhalten."
Während sie geplaudert hatte, hatte sich die Siamkätzin schon auf die Pfoten erhoben, so dass sie es ihr nachtat. Zusammen schlüpften sie durch den Palisadenzaun in den üppig mit Pflanzen, Beeten, Reben und Gewächshäusern gefüllten Garten. Kräuter und Tomatenpflanzen, Obstbäumchen und bunt blühende Blumen wetteiferten im hellen Sonnenlicht der Blattgrüne stets miteinander, jetzt in der Nacht aber waren die meisten Blüten geschlossen. Der Garten schien selig zu schlafen und eine müde machende Wolke von Früchte-, Kräuter- und Blumenduft auszudünsten.
Gerade passierten sie den frischen Geruch von saftiger Katzenminze, ehe sie den Steingarten hinaufhüpften und über die Terrasse trotteten. Annabeth schlüpfte als erste durch die Katzenklappe in die Küche, die - abgesehen von den Wänden, die sie umschloss - sich vom Garten nicht groß unterschied. Überall waren kleine und große Blumentöpfe und Blumenkästen. Es war sauber auf den hellbraunen, erdig wirkenden Fliesen, aber dennoch etwas unordentlich, was sie sehr mochte. Dadurch dass die meisten Fliesen nicht weiß waren, wirkte die Küche nicht steril sondern wärmend.
Die Hauskatze tappte schnurstraks zu dem Körbchen aus Flechtzeug, dass in einer Ecke der Küche stand und zeigte mit ihrer Schweifspitze kurz in Richtung zweier Tonnäpfe.
"In dem einen Napf ist immer Wasser drin, falls du Durst hast.", erklärte sie kurz, dann schob sie sich in die weiche Decke im Inneren des Körbchens, streckte ihre milchweißen Vorderbeine, gähnte einmal herzhaft und machte dann für Noriko Platz. Mit dem Schweif klopfte sie lächelnd und einladend an ihrer Seite.
Als die Siamkätzin neben ihr lag, wünschte sie ihr murmelnd eine gute Nacht, rollte sich an ihrer Seite ein und schnurrte leise vorsich hin, während ihr der vertraute Geruch von Norikos cremefarbender Pelz in die Nase stieg.
Schließlich schlief sie irgendwann zufrieden ein.

Schwere langsame Schritte weckten sie. Schwer und langsam im Vergleich zu Katzen, natürlich. So liefen nur Zweibeiner durch die Gegend. Allerdings waren Zweibeiner-Männer noch viel lauter und trampeliger als ihr geliebtes Frauchen. Die junge Frau mit den braunen Dreadlocks hatte sich ihre Haare bereits wie jeden Morgen zu einem Zopf gebunden und trat im Bademantel an das Körbchen heran. Ihre grünen Augen gucken neugierig in ihrem Sommersprossen beschmückten Gesicht zu ihr und ihrer Freundin herunter und an der Art, wie ihre Haut und ihre Haare nach Seife rochen, erkannte Ann, dass sie wohl gerade im Badezimmer gewesen war - in diesem gruseligen Teich, den man ansteigen lassen und trocken legen konnte. Annabeth öffnete friedlich verschlafen ihren Mund und miaute ihr einen guten Morgen zu, bevor die Menschenfrau zähnezeigend ihre laute Stimme erhob. Eigentlich war es eine schöne Stimme, wenn sie nur nicht so laut gewesen wäre.
"Nanu, hast du einen Freund mitgebracht, Ann?"
Sie betrachtete die Siamkätzin, dann verengten sich ihre Augen zu einem Lächeln, wobei kleine Lachfalten an ihren Augen entstanden.
"Na du bist aber ein Hübscher! Dann geb ich euch beiden mal Futter. Hoffentlich gibt's nicht bald kleine Kätzchen, Ann."
Die Frau wandte sich ab, holte ein Schälchen aus einem Schrank, öffnete es und ließ das Nassfutter in den Futternapf gleiten.
Die weiße Kätzin mit den braunen, roten und schwarzen Streifen drückte beschämt ihr Gesicht in die Decke. Wie peinlich!
Wie konnten Zweibeiner nur so peinlich sein, eine Kätzin mit einem Kater zu verwechseln? Einen Moment lang wäre Annabeth gern im Erdboden versunken.

[bei Nori nachts im Garten, dann in ihrem Haus, schläft bis zum nächsten Morgen mit Nori in ihrem Körbchen]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Mo Okt 13, 2014 10:08 am

Noriko lächelte leicht, als Annabeth anfing zu plappern und von den vielen Tieren erzählte, die ihr Frauchen immer wieder in ihr Haus ließ und gesund pflegte. Ja, das war ihre Annabeth, so wie sie sie kannte. Fröhlich, plappernd und mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen. Schweigend lauschend folgte Noriko ihrer besten Freundin unter dem Zaun hindurch in den mit Pflanzen überwucherten Garten. Die vielen Kräuterdüfte kitzelten ihr in der Nase, sodass die Siamkätzin kurz niesen musste.
Dann aber schlüpften sie schon in das Haus hinein, wo der Geruch zumindest etwas weniger penetrant war. Annabeth schien der Duft nicht zu stören, aber sie war es ja wohl auch nicht anders gewohnt. Für Noriko war dieser Geruchsschwall aber ziemlich ungewohnt, da es im Haus ihrer Familie eher weniger Pflanzen gab und die meisten davon rochen nicht so stark.
Dennoch beschwerte sich die Siamkätzin nicht, sondern folgte weiter ihrer Freundin, die sich mittlerweile in ihr Körbchen gelegt hatte. Kurz blickte Noriko zu dem Schälchen mit Wasser und nickte kurz, bevor sie sich auf den freien Platz neben Annabeth legte. Sie erwiderte das Gute Nacht leise und legte den Kopf auf Annabeths Rücken. Eine Weile lauschte sie noch dem regelmäßigen Atem der Kätzin, bevor auch Noriko einschlief.

Näher kommende Schritte weckten Noriko am nächsten Tag. Annabeth unter ihrem Kinn regte sich auch etwas und begrüßte irgendjemanden mit einem leisen Miauen. Verschlafen öffnete die Siamkätzin eines ihrer blauen Augen und entdeckte die Menschenfrau, die Annabeth ihr Frauchen nannte.
Murrend rollte sich Noriko wieder enger ein, als die Frau zu sprechen begann und hätte ihr am liebsten gesagt, dass sie still sein sollte. So viel Lärm schon so früh am Morgen mochte die Kätzin überhaupt nicht.
Von den Worten der Frau verstand sie nur Hälfte, aber sie hörte heraus, dass sie Noriko offensichtlich für einen Kater hielt. Empört kniff die Siamkätzin die Augen zusammen und funkelte die Frau wütend an. "Seh ich aus wie ein Kater?!", beschwerte sie sich, doch die Frau hörte nicht auf sie und füllte stattdessen derweil den Futternapf von Annabeth.
Noch immer empört zuckte Norikos Schwanzspitze hin und her und folgte mit Adleraugen den Bewegungen der Frau. Dann aber hielt sie inne und überlegte kurz. Seh ich vielleicht wirklich männlich aus?, fragte sie sich und blickte dann zu Annabeth. Diese hatte beschämt ihr Gesicht in dem weichen Untergrund ihres Nestes vergraben und schämte sich offensichtlich für ihr Frauchen.
Leicht stupste Noriko sie mit der Nase an und lächelte. "Na, meine Hübsche? Wir wärs mit Kätzchen?", fragte sie mit tiefer Stimme und lachte leise.

[bei Annabeth]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Mo Okt 20, 2014 3:58 pm

Als ihre cremefarbende Freundin mit der haselnussbraunen Fellzeichnung sich lautstark darüber beschwerte, von der Öko-Frau für einen Kater gehalten zu werden, schaute Annabeth nicht auf, sondern blieb mit ihrem Gesicht und ihrer kleinen Nase in die Dunkelheit der Decke gedrückt, während sie versuchte, sich zu beruhigen. So konnte sie wenigstens ihr peinlich berührtes Gesicht verstecken.
Sie merkte an ihrer Flanke, wie die Siamkätzin ärgerlich mit dem Schweif schlug, ehe sie sich jedoch anscheinend zu ihr herüber beugte. Norikos Nase stupste ihr Fell an und sie spürte ihr Lächeln an ihrem Ohr, als sie eine tiefe Katerstimme imitierte und sie fragte, ob sie Lust auf Kätzchen hätte.
Die Hitze stieg siedend in Annabeths Ohren. Allein das Wort Lust spülte eine Unmenge an Schamgefühlen durch ihren Körper. Wie konnte Noriko sie nur so ärgern? Ihr Herz schlug auf einmal wie eine Trommel in ihrer Kehle, weil sich ihr Kopf ungewollt die Siamkatze als attraktiven, starken, adretten Kater vorstellte.
Um sich irgendwie aus reiner Verzweiflung aus der Situation zu befreien, stieß sie mit ihren Pfoten gegen Norikos Schultern und miaute laut aber mit einem Lachen auf den Lippen:"Lass das, Nori!"
Mehr bekam sie nicht heraus und als ihr Blick den himmelblauen Augen ihrer Freundin begegnete, ging augenblicklich ein Schauer ihren Rücken herab. Hastig schlüpfte sie aus dem Körbchen, schüttelte sich übertrieben energisch und machte sich über das Futter her. Nur allmählich legte sich ihr Nackenfell, während sie sich das Maul vollstopfte, dann drehte sie sich zu ihr um.
"Kannst ruhig auch was davon essen.", miaute sie mit halbvollem Mund.

[bei Noriko in Anns Haus, Kirschallee 112]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Mi Okt 22, 2014 8:03 pm

Noriko maunzte überrascht, als Annabeth sie mit der Pfote an der Schulter schubste. Damit hatte sie nicht gerechnet, weshalb sie kurz aus dem Gleichgewicht geriet. Gerade noch so konnte sich die Siamkätzin auf den schmalen Pfoten halten, ohne aus dem Körbchen zu fallen. Sie zog einen leichten Schmollmund und behielt ihre tiefe Stimme bei, als sie Annabeth antwortete. "Aber, aber, nicht so schüchtern", maunzte sie und wollte gerade wieder auf ihre Freundin zu gehen, als diese aus dem Körbchen sprang.
Nachdenklich betrachtete Noriko ihrer Freundin, wie sie sich über das Futter hermachte. Irgendwie wirkte sie seltsam, zumindest in Norikos Augen. War das Thema Gefährte und Junge für sie vielleicht etwas Spezielles? Wenn sie so recht darüber nachdachte, hatten sie noch nie darüber geredet. Für Noriko war das auch kein Thema, sie hatte kein Interesse an einem Gefährten oder Jungen. Sie genoss ihr Leben so, wie es war. Annabeth war für sie Familie genug.
Aber vielleicht dachte ihre Freundin da ja anders? Leicht besorgt legte Noriko die Ohren an und trat näher an Annabeth heran. Ihren Appetit spürte sie mittlerweile gar nicht mehr, viel mehr beschäftigten sie diese Gedanken.
"Hab ich was Falsches gesagt?", fragte sie vorsichtig und betrachtete Annabeth von der Seite. Sie wusste nicht wirklich, wie sie dieses Thema angehen sollte, vor allem hatte sie da sowieso keine Erfahrung. Woher auch? Sie hatte noch nie selbst wirklich mit einem Kater zu tun.

[bei Annabeth]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Di Nov 04, 2014 1:17 pm

Immer noch Norikos neckende, tief verstellte Stimme viel zu sehr im Kopf futterte die dreifarbige Hauskätzin übereifrig ihren Anteil des Frühstücks, während sie hörte, wie die schwarzen Pfoten weich auf die Fliesen auftraten und sich der Körper der Siamkätzin aus dem Körbchen schob. Nur ein paar Augenblicke später stand ihre Freundin neben ihr und sie konnte ihren Blick auf sich spüren. Aus irgendeinem Grund schien sie nichts essen zu wollen. Schließlich hob sie vorsichtig fragend ihre Stimme - sie klang mit einem Mal beinahe besorgt. Sofort schüttelte Annabeth den Kopf und zuckte verlegen mit den Schultern.
"Nein, natürlich nicht.", beschwichtigte sie und rang um Worte. Sicher wollte Nori noch irgendetwas hören über ihre Reaktion. Nur was sollte sie sagen? Die Stimmung war furchtbar schnell von simplem Spaß zu einer schüchternen, peinlich berührten Situation umgeschlagen.
"Nur... du hast mich halt verlegen gemacht.", meinte Ann schließlich und schaute nun mit großen Augen und aufgestellten Ohren zu ihr herauf, eigentlich um sie anzulächeln und ihr zu zeigen, dass alles nicht so ernst zu nehmen war. Aber ein richtiges Lächeln bekam sie nicht zustande, als sie in ihre wunderschönen blauen Augen schaute und sich schon wieder dieses Bild in ihren Kopf schob.
Noriko als Kater... der sich über mich beugt.
Erschrocken über den heftigen Herzschlag in ihrer Brust und der plötzlichen Wiederkehr der Hitze in ihren Ohrspitzen schaute sie mit großen Augen auf ihre milchweißen Pfoten herunter.
Herrje, das Thema sollten wir lassen, glaube ich... , seufzte etwas in ihr auf.
Sie hatte überhaupt keine Ahnung, was das alles überhaupt zu bedeuten hatte, aber ihr erster Impuls war definitiv Flucht statt sich diesem neuen Gefühl zu stellen. Irgendwie fürchtete sie sich davor, herauszufinden, was dabei raus kam.
Stattdessen schob sie den Napf ein kleines Stück zu ihrer besten Freundin herüber und schnurrte - dieses Mal mit einem möglichst aufmunternd wirkenden, aufgesetzten Lächeln - :"Du solltest unbedingt auch frühstücken, Nori, ich schaffe das doch nicht alleine."

[bei Noriko]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Mi Nov 12, 2014 7:54 pm

Noriko war durch Annabeths aufgesetzte Fröhlichkeit nur noch mehr verwirrt und scheu legte sie die Ohren an. Sie kannte die hübsche Kätzin so gar nicht, normalerweise brachte man sie nie aus dem Konzept. War dieses Thema also für Annabeth wirklich so heikel? Oder lag es daran, dass sie mit Noriko darüber sprach? Vielleicht war sie für so etwas auch die falsche Ansprechpartnerin.
Auf Annbeths Worte hin senkte Noriko etwas den Blick und seufzte unhörbar. "Tut mir Leid, ich wollte dich nicht verlegen machen, sondern nur einen Scherz machen", erwiderte sie mit leiser Stimme und verfluchte innerlich Annabeths Frauchen, die sie erst mit ihrer blöden Bemerkung auf diese Idee gebracht hatte. Irgendwie war die Stimmung zwischen ihnen nun...seltsam. Unbekannt. Neu. Schließlich war das ein Thema, welches sie beide noch nie angeschnitten hatten.
Als Annbeth ihr den Napf mit ihrem Frühstück zu Noriko schob, hob die Siamkätzin den Blick wieder und sah ihrer besten Freundin ins Gesicht. Das Futter war für sie aber noch immer Nebensache, stattdessen schob sie es mit der Pfote zur Seite. Langsam trat sie auf Annbeth zu, hielt dabei den bernsteinfarbenen Blick ihrer besten Freundin gefangen. Einige Sekunden lang sahen sie sich nur in die Augen, ehe Noriko die Stimme hob. "Wenn du mich anlächelst, will ich, dass dein Lächeln echt ist. Ich mag diese aufgesetzte Fröhlichkeit nicht", murmelte sie eindringlich. "Du kannst immer ehrlich zu mir sein, Annabeth. Egal wie verrückt deine Gedanken sind, ich höre dir zu."
Sanft stupste sie die gescheckte Kätzin mit der Nase an und entfernte sich dann wieder etwas von ihr. Die Stimmung zwischen ihnen gefiel ihr noch immer nicht, aber das ertrug sie gerne, solange Annabeth sie wieder ehrlich anlächeln würde.
Um der Kätzin etwas Zeit zu geben, wandte sich Noriko nun dem Nassfutter zu und nahm einige Happen. Ihr Appetit hielt sich zwar immer noch in Grenzen, aber sie hatte seit der Ankunft gestern nichts mehr gegessen. Und sie hatte wenig Lust, bewusstlos auf der Straße zu enden so wie Annabeth oft.

[bei Annabeth | redet mit ihr | frisst etwas]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Di Nov 18, 2014 3:45 pm

Anstatt Annabeths Angebot anzunehmen und ein paar Happen aus dem Napf zu fressen, senkte die schöne Siamkätzin ihre ozeanblauen Augen und ließ ein leises Seufzen hören, welches in den Nackenhaaren der dreifarbigen Hauskätzin kribbelte.
Ihre beste Freundin tat ihr schon fast leid, als sie sich reumütig dafür entschuldigte, sie in Verlegenheit gebracht zu haben und beteuerte, nur einen Scherz hatte machen wollen. Sie sollte sich nicht entschuldigen oder sich rechtfertigen, schließlich hatte sie nichts falsch gemacht.
"Nein nein, das ist doch nicht deine Schuld!", sprudelte es sofort aus Ann heraus, während sie leicht ihre braunen Ohren anlegte und zu ihrer Freundin heraufblinzelte. "Ich weiß ja, dass es nur ein kleiner Spaß gewesen ist.", versicherte sie noch und hätte gerne noch mehr gesagt - Worte, die alles wieder zurecht rücken würden und diese seltsam befremdliche Stimmung zerstreuen konnten - doch es fiel ihr nichts mehr ein. Und das allein schon war geradezu unnatürlich für sie. Wann kam es schon einmal vor, dass Annabeth nicht wusste, was sie sagen sollte? Eigentlich plapperte sie gerne und ausgelassen und besonders mit Noriko, der sie alles anvertrauen konnte. Nur diese verflixt peinliche Stimmung machte sie regelrecht stumm. Dieses Bild von Nori als Kater - ja das war es, was ihr die Stimmung so vermasselt hatte. Dieses Herzklopfen, wenn sie sich vorstellte, wie es war, wenn sie sich mit romantischen Absichten zu ihr herunter beugte...
Sie wollte sich gerade äußerst energisch von dieser Vorstellung lösen, ein paar Schritte Entfernung zwischen sich und der Siamkätzin bringen und sich kräftig schütteln, als diese jedoch den Futternapf zur Seit schob, mit aufreizend langsamen Schritten auf Annabeth zukam und ihr eindringlich in die Augen sah. Ihr Blick strahlte so intensiv aus ihrem dunklen Gesicht heraus, dass die Hauskätzin geradezu gefesselt von ihrem Anblick war und in der Stille des Momentes sich sofort wieder scheinbar alle Haare ihres Pelzes ausstellten. Und sie schienen sich noch ein bisschen mehr aufstellen zu wollen, als die cremebraune Katze ihre Stimme erhob, welche nur ein dunkles Murmeln war. Eine Stimmlage, die anscheinend direkt bis in ihr Blut vordringen konnte.
Fast war sie erleichtert, als ihre Freundin mit einem sanften Stupsen ihrer Schnauze den Blick von ihr abwandte und sich nun endlich dem Futternapf zu wandte, damit sich Ann die Elektrizität aus dem Fell lecken konnte. Hastig strich sie ihre vibrierenden Schnurrhaare glatt, ehe sie einmal tief durchatmete und sich wieder zu Noriko gesellte, nachdem sie sich vergewissert hatte, dass sie nicht mehr wie ein weißbraunschwarzer Igel wirkte.
"Ich würde dich nie anlügen, Noriko. Versprochen. Beste Freunde sind doch dafür da, um ehrlich zu ihnen zu sein.", gab sie ihr ihre Antwort und nun zierte ein mit Vertrauen und Freundschaft erfülltes Schmunzeln ihre Lippen. Was auch immer das gerade gewesen war, es konnte nichts bedenkliches sein, nicht bei Noriko. Es konnteunmöglich etwas schlechtes bedeuten, weshalb es auch nicht nötig war, sich Sorgen machen zu müssen. Und sie hatte auch nicht vor, sich den Kopf darüber noch lange zu zerbrechen.
"Wollen wir raus gehen in den Garten? Hier drinnen ist es doch so schrecklich langweilig.", schlug die freudige Hauskätzin schnurrend vor und funkelte ihre Freundin mit ihren warmen, bernsteinfarbenen Augen an - ganz die alte Annabeth, die das Abenteuer suchte.
Sie ließ ihren Oberkörper verspielt auf die Fliesen herabsinken und schlug zweimal mit ihrem Schweif, dann hopste sie ausgelassen zur Terrassentür.
"Ich schaue mich draußen schon mal um!", meinte sie noch, ehe ihr Leib behände durch die Katzenklappe schlüpfte und ihrer Nase die sommerlichen Gerüche der zahlreichen Pflanzen, Früchte, Tiere und Menschen entgegen stieg. Trotzdem in der Ferne Wolken kleine und große Türme formten, strahlte die Sonne mit ganzer Kraft und erhitzte die Steinterrasse unter Anns weichen Pfotenballen. Es würde sicher ein schöner Tag werden. Und umso schöner, da nun Noriko wieder an ihrer Seite war, nachdem sie sie so vermisst hatte.

[bei Noriko im Haus, dann auf der Steinterrasse im Garten]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   So Nov 23, 2014 11:31 am

Noriko fraß den Rest des Nassfutters, welches Annabeth übrig gelassen hatte. Es war zwar nicht unbedingt so gut wie das Futter, welches sie bei ihren eigenen Hausleuten bekam, aber den Hunger stillte es trotzdem und würde sie sicherlich mit allem versorgen, was sie brauchte. Annabeth lebte schließlich auch von diesem Futter und abgesehen von ihren Bewusstlosigkeitsanfällen war sie gesund. Und diese Anfälle hatte sie auch nur, weil sie mal vergaß zu fressen oder zu schlafen.
"Dann setz nie wieder so ein gespieltes Lächeln auf", erwiderte Noriko auf Annabeths Worte hin und warf ihr einen bedeutungsvollen Blick zu, ehe sie sich daran machte, die Futterreste von ihrer Schnauze zu lecken und sich das Gesicht zu waschen. Mit Pfote wischte sie sich über ihr Gesicht, bis sie sich wieder sauber fühlte, und streckte dann kurz ihren gesamten Körper durch.
Auf Annabeths Frage hin sah Noriko sie kurz aus ihren blauen Augen an. "Klar, ich muss aber kurz bei meinen Hausleuten vorbei schauen, sonst machen sie sich wieder Sorgen und suchen mich", erwiderte sie, hatte den Satz aber noch gar nicht ganz zu Ende gesprochen, da hüpfte Annabeth schon nach draußen. Leise seufzte Noriko und folgte ihrer Freundin schließlich aus der Wohnung hinaus.
Draußen empfing sie ein strahlend blauer Himmel und eine sich aufheizende Luft. Noriko prüfte - wie eigentlich jedes Mal, wenn sie nach draußen ging - die Luft nach Hundegestank, ehe sie auf den Holzzaun sprang, der Annabeths Garten von ihrem trennte. "Bin gleich wieder da", rief sie Annabeth zu und hüpfte in das weiche Gras ihres eigenen Gartens.
Drinnen hörte sie schon die rufenden Stimmen des älteren Zweibeinerweibchens ihren Namen rufen.
Eilig schlüpfte Noriko durch die offene Terassentür und kam mit hoch erhobenem Schwanz zu der Frau gelaufen. "Da bist du ja, Noriko!", rief sie erfreut und nahm die Siamkätzin sanft auf ihre Arme. Zufrieden schnurrte Noriko, während sie hinter den Ohren gekrault wurde. "Du kleine Streunerin du. Julia hat sich Sorgen um dich gemacht", meinte das Zweibeinerweibchen, lächelte aber liebevoll auf die Kätzin herab.
Entschuldigend maunzte Noriko, wand sich aber schnell wieder aus dem Arm der Mutter ihrer Besitzerin. "Lauf aber nicht wieder zu weit weg!", hörte sie die Stimme des Zweibeinerweibchens, als sie wieder in den Garten hinaus schlüpfte. Schnell war sie wieder im Nachbargarten und lief zu Annabeth. "Tut mir Leid, sie machen sich immer so schnell Sorgen", meinte sie und lächelte.

[bei Annabeth | putzt sich | redet mit ihr | folgt ihr | geht zu ihren Zweibeinern | geht zurück zu Annabeth]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   Mi Dez 03, 2014 11:15 pm

Eine tief brummende, träge voranfliegende Hummel wanderte scheinbar mit seeliger Ruhe von Blüte zu Blüte, so dass es Annabeth unwiderstehlich in den Pfoten juckte, das pelzige, gelbschwarze, dicke Tierchen zu jagen und zu foppen, sie wandte ihren beinsteinfarbenen, abenteuerlustigen Blick aber wieder vom Blumenbeet ab, als die schöne Siamkätzin durch die Katzenklappe glitt und diese somit zum Klappern brachte. Das helle Tageslicht beschien ihr cremefarbenes, weiches Fell und ihre blauen Augen, aber Ann schaffte es, sich ihre beste Freundin nicht wieder als verführerischen Kater vorzustellen.
Schließlich sah sie so wie sie war schon verführerisch genug aus, mit dem gutaussehenden, entschlossenen Gesicht, den wohlgeformten Proportionen, die ihr Eleganz und gleichzeitig Stärke verliehen, und ihren wundervoll strahlenden Augen. Eh, für einen Kater verführerisch zumindest.
Die weißbraune Hauskätzin verkniff sich den Impuls, verlegen die Ohren anzulegen und nickte mit freundlichem Lächeln, als diese meinte, sie müsse bei ihren Zweibeinern vorbei schauen und wäre gleich wieder da. Annabeth sah noch, wie sie elegant über den weißen Zaun in ihren eigenen Garten glitt, dann war sie verschwunden.
Mit ausfahrenden Krallen suchte Annabeth das Blumenbeet nach der Hummel ab, erfasste das kleine summende Ding und peitschte aufgeregt mit dem Schweif, während sie sich mit dem Bauch auf den warmen Erdboden sinken ließ und mit großen Augen die Flugbahn des Insekts verfolgte. Sie zuckte verspielt mit dem rechten Ohr, bevor sie sich mit ihrem Körper voranschob und bemüht leise blieb, aber die Hummel interessierte sich so oder so nicht für die Kätzin, die dort im Beet herumschlich. Da war es eigentlich völlig egal, ob Ann laut war oder nicht. Erst als ihre milchweiße rechte Pfote nach der Blüte haschte und die Hummel empörte, schnelle Kreise flog, um der unerwarteten Tatze auszuweichen, nahm sie überhaupt erst Notiz von ihr. Entzückt von ihrem Überraschungsangriff, hüpfte die Kätzin mehrmals leicht in die Luft und versuchte das kleine, sirrende Ding mit den Zähnen zu schnappen, schlug spielerisch nach ihrem neuen, lustigen Spielzeug und rollte sich vergnügt in den Blumen, so dass ihr unverwechselbarer Duft an ihrem Pelz kleben blieb, der ohnehin stets nach Pflanzen und Erdbeeren roch. Zufrieden schnurrend und sich auf dem Rücken räkelnd blickte Annabeth auf, als sie ihre Freundin rufen hörte und sah ihr dabei zu, wie sie auf sie zugetrabt kam.
"Ist doch okay, mein Frauchen würde sich auch Sorgen machen, wenn ich zu lange wegbleibe."
Mit einer schwungvollen Bewegung stand sie wieder auf und schüttelte sich etwas Erde aus dem Rückenfell. "Was machen wir jetzt? Oh, wir könnten ins neue Viertel gehen und sehen, was da so los ist. Ich habe gehört, da soll es ganz verrückte Katzen geben!", schlug sie eifrig vor und schubste die Siamkätzin sanft mit einer Pfote an, dann jedoch wurde sie noch einmal ruhiger und schaute sanft lächelnd zu ihrer Freundin hoch:"[color=white]Ist jetzt alles wieder gut, Noriko? Du machst dir keine traurigen oder eifersüchtigen Gedanken mehr wegen Phönix?[color=white]"
Vorsichtig neigte sie ihre kleine Schnauze herauf und berührte mit ihrer Nase hauchzart Noris etwas längeres Kragenfell. "Dazu hättest du nämlich wirklich keinen Grund, du wirst immer meine Noriko sein."

[redet mit Noriko]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   So Dez 14, 2014 1:39 pm

Noriko sah mit leicht tadelndem Blick dabei zu, wie Annabeth einer Hummel hinterher jagte. Zwar waren die summenden Tierchen nicht so gefährlich wie Bienen und Wespen, dennoch konnten sie auch stechen. Oft genug hatte sie Annabeth schon vor solchen Gefahren gewarnt, aber sie hörte ja nie auf sie. Komischerweise passierte ihr aber auch nie etwas. Vielleicht würde sie dann vorsichtiger werden, wenn sie erstmal gelernt hätte, dass Unachtseimkeit schnell Schmerzen verursachen kann.
Leicht verzog die Siamkätzin das Gesicht, als ein Stück Erde, welches Annabeth aus ihrem Fell schüttelte, auf ihrem Kopf landete. Hastig schüttelte Noriko ihn und strich sich mit der Pfote über den Kopf. "Hey, pass doch auf, du Drecksschleuder", murrte sie und warf ihrer Freundin einen gespielt säuerlichen Blick zu.
Kurz überlegte sie, als Annabeth sie fragte, ob sie in das neue Viertel gehen wollten. Noriko war nicht so scharf darauf, diese 'verrückten' Katzen kennen zu lernen, da das durchaus auch Ärger bedeuten konnte. Und meistens durfte sie ihn ausbaden, wenn Annabeth dann immer umkippte. Zu einer Antwort kam sie aber nicht, denn Annabeth fing gleich mit dem nächsten Thema an. Einem Thema, welches Noriko eigentlich hatte meiden wollen.
Das Lächeln, welches Annabeth ihr dabei schenkte und der sanfte Nasenstubser brachten Norikos Blut dabei nur noch mehr in Wallung. Wie sollte sie keine eifersüchtigen Gedanken hegen, wenn dieser Kater - auch wenn er Annabeths Bruder war - jederzeit die Möglichkeit hatte, ihr Annabeth wegzunehmen? Auch wenn ihre Freundin sagte, dass dies nie passieren würde, konnte sie die Zukunft auch nicht vorhersehen.
Noriko blickte zur Seite und konnte nicht verhindern, dass ihre Gesichtszüge ihr etwas entglitten. Ihr Lächeln verschwand fast gänzlich, auch wenn sie versuchte, es beizubehalten. Wenigstens konnte sie ihre Stimme halbwegs ruhig halten. "Jeder, der auch nur ansatzweise die Möglichkeit hat, dich mir wegzunehmen, erzeugt bei mir eifersüchtige Gedanken, so abwegig sie auch sein mögen. Nenne mich besitzergreifend oder sonst etwas, aber für mich gehörst du zu mir. Du bist mir wie eine Schwester, nein, sogar noch mehr. Und...die Angst, dich zu verlieren, hat sich schon lange in meinem Herzen eingenistet", erklärte sie und sah schließlich wieder Annabeth an. Eigentlich hatte sie nicht über dieses Thema reden wollen. Sie hatte nämlich auch Angst, dass Annabeth sich von ihr zurückziehen würde, wenn sie wusste, wie sehr Noriko sie brauchte. Aber es war einfach so. Annabeth war ihr Leben. Ihre beste Freundin, ihre Schwester, ihre Tochter.

[bei Annabeth]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   So Jan 11, 2015 12:43 am

cf: Verlassener Bauernhof

Während er so durch die Landschaft lief viel dem riesigen Einzelläufer auf das sich in dem Dorf seit seinem letzten Besuch das ein oder andere verändert hatte. Schon aus der Entfernung viel ihm auf das einige das Zweibeinernester neue Farben trugen.
Er wusste das Zweibeiner oft ein wenig unentschlossen waren, aber er erkannte, dass auch als ein Zeichen das diese Nester vielleicht neue Bewohner hatten. Meistens schienen den Zweibeinern die in ein verlassenes Nest einzogen die Farben des Nestes nicht zu gefallen.
Auch alles was die Zweibeiner so zum Leben brachten, wie diverse Holzgegenstände zum drauf sitzen oder um andere kleinere Sachen darin abzustellen, wurden von den Zweibeinern meistens behalten und in Monstern, die noch um einiges größer waren als die normalen, vom alten zum neuen Nest gefahren.
Ein wenig belustigt schüttelte Cassiel den Kopf. Diese Zweibeiner waren ein seltsames Volk, auch wenn man viel von ihnen lernen konnte, so würden sie doch immer seltsam bleiben.
Als er näher kam konnte er dann auch erkennen, dass in eines der umgefärbten Nester vermutlich tatsächlich neue Zweibeiner gezogen waren. Zumindest war der Garten vor dem Nest ziemlich umgestaltet und auch das große, wie er schon beinahe fand, protzige Monster hatte er in der Gegend noch nicht gesehen.
Gelassen schlenderte er weiter, und bewegte sich auf den Bereich des Dorfes zu, der die Ältesten Zweibeinernester beherbergte. Er hatte schon früh gemerkt das es gerade in den Gärten dieser Zweibeiner häufig Kräuter gab die ihm nützlich sein konnten.
Mit aufgestellten Ohren und wachsamer Nase suchte Cassiel sich seinen Weg. So bemerkte er schon früh das verräterische Schnaufen und Hecheln eines Heulers.
Tatsächlich kam einen Augenblick später ein Angehöriger dieser sabbernden Rasse um die Ecke gelaufen. Um seinen Hals lag eine dieser „Leinen“, welche die Zweibeiner ihnen umlegten um zu verhindern dass ihre Kläffer davonliefen.
Kaum hatte der Hund ihn gesehen begann er auch schon zu kläffen und an seiner Leine zu zerren. Das Tier war etwas größer als selbst Cassiel, der Besitzer hatte offenbar alle Schwierigkeiten das Tier festzuhalten und wurde langsam aber sicher mitgezerrt.
Zuerst sträubte sich alles in Cassiel und er nahm eine Abwehrende Haltung ein, machte einen Buckel, Sträubte sein Rücken Fell und ließ nervös seinen Schweif hin und her schlagen. Der Hund verstand die Körpersprache natürlich nicht, kläffte weiter und kam trotzdem näher.
Der große Kater blieb weiterhin wachsam, machte allerdings keine Anstallten sich zurückzuziehen. In einem Kampf war er zuversichtlich gewinnen zu können, der Heuler wirkte noch recht jung und außerdem schien er auch gar nicht auf einen Konflikt aus zu sein. Zumindest soweit Cassiel die Körpersprache des Hundes deuten konnte.
Ein wenig wiederwillig blieb er stehen bis der Hund bei ihm ankam und gab auch seine Abwehrhaltung wieder ein wenig auf. Das andere Tier hatte aufgehört zu kläffen und Cassiel wich ein wenig zurück während der Hund seine Schnauze im dichten Katzenpelz versenkte um zu schnuppern.
Das wurde dem Streuner dann doch zu viel und er gab dem Hund einen schnellen, aber sanften Schlag mit der Pfote auf die Nase.
Das schien dieser auch zu verstehen, denn er hörte auf zu schnuppern und wich ein Stück zurück. Cassiel nutzte die Gelegenheit um dann doch wieder weiterzugehen. Da er nicht wusste wie, verabschiedete er sich nicht bei dem anderen Tier und ging einfach.
Anscheinend war es die richtige Entscheidung gewesen, den als er erneutes Kläffen hörte und sich umdrehte zerrte der Hund seinen „Besitzer“, bereits zu der nächsten Stelle die ihm anscheinend interessant vorkam.
Der Rote Streuner witterte nun aber auch etwas Interessantes. Ein kleiner Windstoß hatte einen ganzen Cocktail an Kräuterduft zu ihm herübergeweht und so machte er sich auf den Weg dessen Ursprung zu finden.
Er verblieb nicht bei dem Donnerweg, sondern übersprang einfach den niedrigen Zaun direkt neben hm und folgte so querfeldein die Duftmischung. Auf einer der Gartenbegrenzungen machte er halt, da er Stimmen hörte.
Lautlos ließ er sich in den Garten hinab und schaute sich um, konnte allerdings niemanden erkennen. Dafür hatte seine Suche aber ein Ende gefunden. Er stand mitten in einem wahren Wunderland aus den unterschiedlichsten Pflanzen.
Zwar war klar erkennbar, das die Pflanzen alle ihren eigenen Bereich haben sollte, doch waren die Übergänge so dicht das man nur grün ihn anderes grün sah. Hier und dort wuchs auch mal ein hoher Busch, oder ein Holzgestell an dem sich Ranken emporschlängelten. Auch eines dieser Glasnester konnte Cassiel sehen.
Dies war eine der Möglichkeiten der Zweibeiner die er am meisten bewunderte. Sie hatten die Möglichkeit beinahe alles überall haben zu können. So sah er durch das Glas hindurch Pflanzen von denen er gedacht hätte sie nie wieder zu sehen.
Neugierig ob er auch richtig sah, ging er näher heran und untersuchte das Gebäude genauer. Er fand einen der Eingänge, wie die meisten Zweibeinernester mit einer „Tür“ versehen, doch diese war nicht verschlossen sondern stand einen Spalt weit offen. Schon dadurch konnte Cassiel Gerüche aus der Welt seiner Geburt riechen und schob sich, leicht überwältigt vom Augenblick durch den Spalt hindurch.
Doch war er zu groß, also öffnete sich die Tür dabei ein Stück weiter und gab ein metallisches quietschen von sich.
Der Streuner kümmerte sich nicht weiter darum sondern blieb zwischen den Farnen, Palmen und anderen Dschungelpflanzen stehen die sich in dem Nest häuften.
„Hätte nicht gedacht euch noch einmal wiederzusehen.“, maunzte er mit einem wehmütigen Anflug von Heimweh zu den Pflanzen. Bei weitem nicht das erste Mal seit er in die Welt aufgebrochen war, doch das erste wirkliche Mal seit seiner Ankunft in dieser Gegend.
Tief sog er die warme Luft und die unzähligen Gerüche seiner alten Heimat ein. Dabei stieg ihm auch wieder der fremde Katzengeruch auf. Vermutlich lebte hier eine Hauskatze, vielleicht sogar mehrere, doch mit all den Hintergrundgerüchen konnte er das nicht genau sagen.

[sieht sich um und bemerkt einige Veränderungen/ trifft auf einen Hund samt Anhang/ folgt Kräuterduft bis zu Annabeths Garten/ betritt ein Gewächshaus]
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   So Jan 11, 2015 10:11 pm

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Seit einer Nacht und einer halben drehung der Sonne befanden Popuri und ihre Schwester Hanabi sich auf einem bisher bequemen, wenn auch überraschend anstrengenden Fußmarsch.
Seitdem sie das große Zweibeinernest verlassen hatten gingen die Märsche oftmals bergauf, selten bergab, und dann wieder nur bergauf, oder zumindest eine Steile.
Die meist eher faul gehaltene Kätzin unterdrückte ein Gähnen, mit dem lang gezogenen Zweibeinermonster waren sie gekommen, zu diesem Zeitpunkt noch mit ihrer Mutter, diese aber verabschiedete sich, als sie am Monsterort angekommen waren.
Mehr Zeit als eine hurtige Verabschiedung blieb nicht, kurz darauf konnte man sowieso kein eigenes Wort nicht mehr verstehen, als das Monster sich wieder in Bewegung setzte und das letzte das sie sahen die schwarze Schwanzspitze ihrer Mutter war, die ihnen von ihrem Versteck aus zuwinkte.
Die weiße Kätzin wusste immer noch nicht, wie sie darüber fühlen sollte, bisher war es ihr ganzes Leben immer Sie, ihre Mutter und ihre Schwester gewesen, nie jemand anderes oder einer weniger und nun waren sie und Hanabi tatsächlich das erste Mal tatsächlich selbstständig - oder zumindest so lange, bis ihre Mutter wiederkam, denn sie vergaß nicht das Versprechen, dass sie ihnen mit auf den Weg gab.
Nun hatten die beiden Kätzinnen sich das Ziel zurecht gelegt, hier, am Ort ihrer Geburt, ihren Vater wiederzufinden - sofern dieser hier noch lebte oder überhaupt am Leben war, das Leben war schließlich kein frisches Krähenfraß.
Aber genau das wäre jetzt schön. Ich wünschte eine Taube würde gegen diese komischen Stiehle fliegen die die Zweibeiner immer aufstellen und mir in den Mund fallen, dachte sie in ihrem Wunschdenken.
Es war nicht so, dass sie übermäßig hungrig war, eher, dass sie viel lieber fraß als dass sie lief, und laufen hatte sie bisher wirklich mehr als genug getan.
Ein Stück weiter wurde ein Hund laut was sie aufseufzen lies, aber was erwartete sie, natürlich gab es hier welche, wie überall auch.
Sie konnte nur hoffen, dass die Zweibeine hier schlau genug waren, sich keine seltsamen, kleinen dieser Sorte zu holen, denn die Großen waren bisher angenehmer gewesen, wie sie aus eigener Erfahrung wusste.
Die weiße Kätzin blieb abrupt stehen und hoffte dabei, dass sie jetzt nicht dafür sorge, dass ihre Schwester in sie rein lief, was sich aber zu ihrem Glück nicht dazu drehte.
"Schwester, Wir würden es begrüßen, wenn wir eine Rast einlegen würden, denn Wir sind uns sehr sicher, dass wir richtig sind. Außerdem wollen Wir nicht mehr weitergehen, das macht keinen Spaß mehr", sagte sie und klang dabei wie ein schmollendes Junges, dass viel lieber spielen als alles andere wollte.
Ihre Schwanzspitze streifte leicht am Zaun entlang an dem sie standen und sie sah kurz für einen Moment dem Monster nach, dass gerade an ihnen vorbeirannte um wieder hinter der nächsten Ecke zu verschwinden.
Der beissende Geruch des Rauches welches das Monster hinterlies biss ihr unangenehm in die Nase, was sie dazu brachte, diese genervt zu kräuseln und kurz darauf zu niesen, mit Sicherheit wurde Staub aufgewirbelt, oder irgendetwas anderes, störendes.
Prüfend blickte sie hinab zu ihren Pfoten - vor der ganzen Idee noch weiß gewesen waren sie nun beinahe schon grau, besser wäre, wenn sie sich sehr bald darum kümmern würde, dass sie nicht auch noch schwarz werden würden.
"Wir unterbreiten den Vorschlag, dass du etwas zu Essen auftreibst, während Wir uns irgendwo ein bequemes Plätzchen suchen. Wir sind uns aber auch sehr sicher, dass du das nicht tun wirst, Schwester, weil Wir unser elegantes Hinterteil selbst dafür bewegen sollen, nicht wahr?", sagte sie laut, die Frage am Ende deutlich eine rethorische Frage, schließlich kannte sie die Antwort.
Erwartungsvoll warf sie der schwarzen Kätzin ein amüsiertes Grinsen zu, was deutlich eines ihrer Eckzähne zeigte.
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   So Jan 11, 2015 10:16 pm

OUT: Popuri, du darfst eigentlich noch gar nicht posten, weil die Admins/Moderatoren dir noch keine Postingerlaubnis gegeben haben.
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BeitragThema: Re: Tief im Hauskätzchenviertel   So Jan 11, 2015 10:19 pm

Out: Postingerlaubnis? Oh Gott, das tut mir furchtbar leid, ich war hier früher, so zu Zeiten 2013, selber im Forum zugange und dachte, dass die Regeln noch die Selben wären. Tut mir wirklich, wirklich leid. x_x
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