Warrior Cats

Ein Gebirge. Vier Clans. Werden sie überleben...?
 
StartseitePortalSuchenFAQMitgliederAnmeldenLogin

Austausch | 
 

 Kleine Insel

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7  Weiter
AutorNachricht
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Do Jun 21, 2012 6:26 pm

Das die Kätzin auf ihn einging erfreute Sturm ungeheim. Schon vom näheren Betrachten konnte er die Muskeln unter ihren Fell erkennen und ihre geschmeidigen Bewegungen verrieten, dass sie eine gute Läuferin war. Bei ihren Namen zuckte er verwundert mit den Ohren. Zimtfeder...Es hörte sich weniger nach einen Namen als nach einer Bezeichnung an. Neugierig hörte er ihr aufmerksam zu, da sie bereit war, seine Frage zu beantworten. Sturm fand es mehr als nur interessant. Diese Katzengruppe schien besser durchdacht und schlau zu sein, als man sie sich immer Vorstellt. Andere Streuner erzählten von hohlköpfigen Wilden, die sich mit Hundezähnen die Krallen schärften. Aber Zimtfeder war der eindeutige Beweis, dass dies nicht stimmte.
Als sie geendet hatte zuckte er leicht verlegen mit den Ohren. Ja, es stimmte. Das hatte er nicht gewusst, sich aber denken können. "Ja, da hast du recht. Ich wusste wirklich nichts davon...Es gibt so viel was ich nicht von den Clans und ihren Bräuchen weiß..." Kurz senkte er nachdenklich den Kopf, bevor er mit aufblitzenden Augen zu der FlussClanKriegerin aufsah. "Mich haben die Geschichten von den Clans erst hier her geführt. Ich wollte mehr von ihrer Lebensweise lernen, meinen Horizont erweitern. Als Streuner hat man genügend Zeit, sich die Welt anzusehen." Schmunzelnd grinste er. Er hatte Freiheiten und sie hatte anscheinden ihre Verpflichtung. Doch dann wischte er sich schnell diese Grinsen aus dem Gesicht und stellte seine eigentliche Frage. "Zimtfeder, würdest du mir den Gefallen tun und mir von den Clan erzählen? Nach deiner Reaktion zu urteilen sind Streuner hier nicht gerne gesehen und du könntest meine einzige Chance zu sein, meinen Wissensndrang zu stillen. Würdest du das für mich tun? Ich würde dir als Gegenleistung von den Orten erzählen, wo ich schon überall war. Was hälst du davon?" Mit hochgezogenen Augenbraun sah er sie teilweise lächelnd, teilweise flehend und bettelnd an.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Mo Aug 06, 2012 8:13 pm

Zimtfeder schnurrte amüsiert. Der Kater schien für einen Streuner wirklich in Ordnung. Wie seltsam. Wir unterstellen den Streunern, Hauskätzchen und Einzelläufern immer, dass sie uns nicht verstehen würden, es aber tun müssten, dabei ist es umgekehrt doch nicht anders. Von Kleinauf lernen wir, dass nur unser Weg der Lebenswerte ist. Wir akzeptieren die anderen Katzen nicht, wir tolerieren sie ja kaum... Ist das Recht? sinnierte sie und schaute nachdenklich zu dem Kater. "In Ordnung. Ich will vermutlich ebenso gern etwas von deinen Erlebnissen wissen, wie du von dem Leben der Clans. Womit soll ich anfangen?"
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Mo Aug 20, 2012 7:48 pm

cf: FlussClan-Lager

Ich lief den schmalen Weg zur kleinen Insel entlang und genoss den Wind, der beim Laufen durch mein Fell fuhr. Endlich etwas Abkühlung für mein erhitztes Fell. Ich hatte mir vorgenommen, in dem Wasser um die Insel herum etwas schwimmen zu gehen.
Langsam trat ich in das kühle Nass, als mir plötzlich ein widerwärtiger Gestank um die Nase wehte. Fuchs! schoss es mir sofort durch den Kopf und alarmiert spitzte ich die Ohren. Wie in Zeitlupe drehte ich mich um und entdeckte den roten Pelz des Tieres in einem Gebüsch. Und auch er hatte mich bemerkt. Der Blick seiner dunklen Knopfaugen war auf mich gerichtet und er kam langsam auf mich zu. Ich wusste, dass ich auf mich alleine gestellt war, für Hilfe holen war es nun zu spät. Aber ich musste den Clan schützen! Ich musste meine Familie schützen! Du schaffst das auch alleine, Streifennacht! machte ich mir Mut und stellte mich breitbeinig hin.
Schon griff der Fuchs an. Er erkannte in mir wohl leichte Beute, doch ich war nicht zu unterschätzen, trotz meines Alters. Ich wartete, bis er direkt auf mich zugekommen war, ehe ich zur Seite sprang und mich in seiner Flanke verbiss. Er jaulte wütend auf und schnappte sich meinen Schwanz. Vor Schmerz jaulte ich auf und ließ ihn wieder los. Dass dieser Biss mein Leben verändern würde, wusste ich jetzt noch nicht.
Eine Weile umkreisten wir uns, bissen und kratzten uns immer wieder. Irgendwie schien keiner die Oberhand zu gewinnen. Doch plötzlich stieg in mir eine wilde Wut und Kraft auf, wie ich sie noch nie erlebt hatte. Mein Blick wurde verschleiert von Blut und ich griff nur noch an. Ich biss, kratzte und trat den Fuchs, bis ich mich auf seinen Rücken hangeln konnte und in sein Genick biss. Eine ungewöhnliche Kraft brachte meine Kiefer dazu, dass ich dem Fuchs mit einem Biss das Genick brach.
Triumphierend riss ich ein Stück von seinem Fleisch ab und verschlang es gierig. Ich war völlig von Sinnen. Ein Festessen hatte ich mir gefangen! Und dann auch noch ganz für mich allein! Ich war ein Gott! Niemand konnte mich besiegen!
Die Tollwut hatte mich erfasst...
Nach oben Nach unten
Hibiskusblüte

avatar

Rang : Kriegerin [53 Monde]
Clan : FlussClan
Schüler/Mentor : //
Weiblich Anzahl der Beiträge : 430
Anmeldedatum : 29.01.12

BeitragThema: Re: Kleine Insel   Mo Aug 20, 2012 8:09 pm

cf: FlussClan-Lager

Schon von Weitem wehte mir der stinkenden Geruch von Fuchs entgegen. Doch ich war wohl etwas zu langsam gewesen, denn als ich bei der kleinen Insel ankam, war der Fuchs schon tot. Mein Vater stand triumphierend über ihm und...fraß ihn auf? Entsetzt riss ich die Augen auf und erkannte Streifennacht kaum wieder. Sein Fell war so gesträubt, dass er doppelt so groß aussah, sein Blick war fast schon irre. Was war nur mit ihm los? Sonst war er auch immer so ruhig?!
"Papa?", fragte ich vorsichtig und trat einige Schritte näher. Doch sofort erstarrte ich wieder, als er ruckartig den Kopf zu mir drehte. In seinen Augen lagen nur noch Mordlust und Wahnsinn. "Noch ein Opfer...", knurrte er lüstern und kam langsam auf mich zu. Doch ich konnte mich nicht mehr bewegen. Sein Anblick fesselte mich so, während langsam die Angst in mir aufkeimte. Was war nur in ihn gefahren? Mein ganzer Körper fing an zu zittern, während mein Vater immer näher kam.
Da entdeckte ich den Schaum in seinen Mundwinkeln und erkannte plötzlich. Tollwut. Die Ältesten hatten davon erzählt. Sie trat zwar kaum mehr auf, doch hin und wieder schon. Und nun hatte es meinen Vater erwischt. "Papa, das bist nicht du! Bleib stehen! Bitte, hör auf damit!", flehte ich ihn an und legte die Ohren an. Er konnte doch nicht wirklich dem Wahnsinn verfallen sein. Nicht er!
Nun stand er direkt neben mir und schnupperte lüstern an meinem Körper. Ich konnte mich noch immer nicht bewegen. "Du bist meeeeiiiinnnn.....", knurrte er und fiel über mich her....


Bewusstlos lag ich dar. Ohne Schreie oder Widerstand hatte ich die Prozedur über mich ergehen lassen. Ich war in ein tiefes Loch gesunken. Mein eigener Vater hatte mich eben geschwängert. Mein Herz war zerrissen. Ich konnte niemanden mehr vertrauen, dessen war ich mir sicher.
Blut tropfte von meinem Nacken, wo sich Streifennacht tief festgebissen hatte. Es war ein Wunder, dass er mir nicht das Genick gebrochen hatte. Nun rannte er wild auf der Insel hin und her, wohl auf der Suche nach einem neuen Opfer...
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.warriorcats-rpg.com
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Mo Aug 20, 2012 8:18 pm

Pp: Lager

Neugierig folgte Borkenpfote seiner Schwester. Unterwegs hatte er siche in mal verlaufen, belustigt zuckte er mit seinen Schnurrhaaren. 'Warum sie wohl das Lager verlassen hat? Es ist gefährlich! Were ihr was passiert, hätte ich mir das wohl nicht verziehen!' Im gleichen Moment ertönte der gepeinigte Schrei seiner geliebten Schwester. Erschrocken blieb er stehen und spitzte seine Ohren. Was war hier los? War seiner Schwester etwas passiert? Er folgte den Schreien, lief so schnell ihn seine Pfoten tragen konnten. Doch im Bruchteil einer Sekunde verstummten die Schreie und machten dem Wimmern Platz, welches sogleich verstummte. Erschrocken kam er zum stehen, seine Ballen aufgeschurft vom Laufen. Doch seine ganze Aufmerksam war auf seinen Vater gehaftet, welcher gerade von seiner Schwester abstieg. "W-Was..." Sein Hals kratzte, konnte er doch noch nicht wirklich regestrieren, was passiert war. War sein Vater... Auf seiner Schwester gewesen? Hatte er... Hatte er... Hart schluckte er einen Klos im Hals hinunter. "Was...Hast du getan, Streifennacht?" Eigentlich wollte Borkenpfote mehr fragen, doch wurde seine Verbindung mit der Umwelt durch ein raues Geräusch unterbrochen, 'Lass mich ihn unbringen! Bring ihn um! Bringen wir ihn gemeinsam um!' Ohne einen Moment zu zögern ging Borkenpfote in die Hocke, riss sein Maul auf und ließ ein lautes Fauchen entfliehen, "Du... Fuchsdung! Was hast du meiner Schwester angetan? Ich bring dich um!" Schrie er, spuckte Streiennacht fast in das Gesicht. Er fuhr seine Krallen aus und bleckte seine Zähne, sein Nackenfell aufgestellt, preschte er auf seinen Vater zu. "Du... Strib, du elendiger..." Schrie er und rammte seine Krallen ohne wirkliches Geschick, doch mit viel Kraft, in die Schulterblätter des Katers. Er riss sein Maul erneut auf rammte seine Zähne in den Nasenflügel seines Vaters. Vater oder nicht... Das konnte er diesem Monster nicht verzeihen!
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Mo Aug 20, 2012 8:25 pm

Genüsslich hatte ich mich an der kleinen Kätzin vergnügt. Ihre Worte ergaben für mich eh keinen Sinn mehr. Nichts ergab noch einen Sinn außer das Töten. Ob die Kleine jedoch tot war oder nicht, war mir im Moment herzlich egal. Es roch überall nach anderen Katzen, ich wusste, dass hier welche gewesen waren. Ich musste sie finden! Sie hatten hier nichts zu suchen, nicht in meinem Herrschaftsgebiet! Ich war der Gebieter alle und musste alle töten!
Da ertönte plötzlich erneut eine Stimme, diesmal tiefer und weniger ängstlich. Ein neuer Gegner! schrie alles in mir und ich wirbelte fauchend herum. Doch schon war der andere Kater bei mir und vergrub seine Klauen in meinen Schultern. Wild kreischte ich auf, als er mir auch noch in die Nase biss und schüttelte ihn mit einem kräftigen Ruck ab. Schmerzen fühlte ich keine, nur abgrundtiefen Hass. Glaubte dieses Kätzchen etwa, mich, einen Gott, besiegen zu können? Niemals! schrie es erneut in mir und ich stürzte mich auf den Kater. Harte schlug ich ihm meinen Kopf gegen die Stirn und vergrub meine Krallen tief in seinem Fell an der Flanke. Meine Klauen waren tödliche Waffen. Dieser verlauste Kater würde sterben wie auch der Fuchs, wie auch die kleine Hübsche. Er würde der Dritte sein.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Mo Aug 20, 2012 8:35 pm

"Du hässliche Ratte..." Grollte die tiefe Stimme von Hollow, gemischt mit der von Borkenpfote. Er fing sich auf seinen Pfoten ab und zog die Lefzen hoch. Dachte er wirklich, er kännte mich, Satan, besiegen? "Ich reiß dir deine Eier ab, du Ratte..." Gluckste er voller Vergnügen. Im nächsten Augenschlag klebte Streifennacht schon an seinen Flanken. Sein Kopf pochte von der Kopfnuss, doch hatte auch Borkenpfote einen harten Kopf. Der Rinsal von Blut tropfte von seiner Stirn auf seine Pfoten. "Du..." Grollte er bissig. Gepeinigt schrie der Hollow, sowie Borkenpfote auf. Der Schmerz durchströmte seinen Körper und ließ ihn durchdrehen. Er verdrehte seinen Nacken und rammte seinen Kiefer in die Schulter des Katers. Ohne einen Moment zu zögern zog er mit voller Kraft und schrie sich die Seele aus dem Leib. Der Schmerzen wegen, oder der Wut. Er wusste es nicht, doch seine Gedanken sagten nur Eines.
Töten!
Als er Streifennacht endlich von seinen Flanken entfernt hatte, presste er ihn fest auf den Boden und leckte sich die Schnauze, "Denkst du, du kannst mich besiegen? Mich, der..." Er presste seine Schnauze fest gegen das Ohr von Streifennacht, "Dein Sohn? Der, der Silberlicht und Feder das Leben nahm? Denkst du das wirklich?" Wisperte er hauchzart und leckte sanft die Innenseite des Ohres entlang. Das sollte wohl sein Ende sein, was? Er bleckte seine Zähne, brüllte, wie ein unbendbarer Löwe in das Gesicht seines Vaters. "Stirb, du Ratte!" Fauchte er und rammte seine Zähne in die Luftlunge des Katers. Seine Krallen verharkten sich im Brustkorp. Er wollte ihn qualvoll sterben sehen. Wie er vor Luftmangel um sein Leben flehte.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Mo Aug 20, 2012 8:43 pm

Von Streifennacht



Keine der Worte verstand ich. Ich wollte sie auch nicht verstehen, es war sinnloses Gebrabbel. Doch der kleine Kater hatte Kraft. Viel Kraft. Das spürte ich an dem Biss, der in meiner Schulter festhing. Ich schrie wild auf und löste meine Pfoten von seinen Flanken. Doch das war ein Fehler. Ein verherrender Fehler. Schon spürte ich, wie er mich zu Boden drückte mit seinem Gewicht. Er hatte mich zu Boden gebracht. Das durfte nicht sein! Ich war unbesiegbar!
Wild kreischte ich, während ich in seinem Griff zappelte und mit dem Maul nach ihm schnappte. Ich erwischte sein Ohr und biss mich tief fest. Doch er war über mir und somit im Vorteil. In mir bäumte sich alles auf, während sich mein Blick noch mehr verschleierte. Er nahm mir die Luft. Keuchend lag ich da und zappelte weiterhin wild herum. So durfte das nicht enden, nicht wegen diesem Fuchsdung!
"Verrecke in einem Loch!", schrie ich keuchend und sah den Kater an. Plötzlich, in der Minute des Todes, klärte sich mein Blick. Borkenpfote. Mein Sohn. Und er war dabei, mich zu töten. Doch ich hatte...nein! Ich konnte Hibiskuspfote nicht geschwängert haben! Nicht meinen Engel. Qualvoll schrie ich auf, während sich der böse Geist wieder um mich legte und mich in ein tiefes Loch riss. Ich fiel tiefer und tiefer. Dann war ich weg...
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Mo Aug 20, 2012 8:52 pm

Borkenpfote hörte die Worte des Katers nicht ein Mal mehr. Selbst der Schmerz welchen er fühlte, blendete er vollkommen aus. Seine Flanken brannten, seine Sicht war von Blut verschwommen. Sein Ohr war tief eingerissen. Er hatte das Gefühl dem Blutverlust zu erlegen. Ein letztes Mal trafen sich die Blicke von Vater und Sohn. Borkenpfote konnte sehen, das er für eine Sekunde wieder die Kontrolle über sich hatte. Diese Sekunde nutzte er vollkommen aus, "Papa, ich hasse alles an dir! Aber... Papa, vergiss nicht, ich liebe dich!" Schrie er durch den Pelz hervor. Langsam erschlaffte der Körper zwischen seinen Fängen. Er löste seinen Biss von der Kehle seines Vaters und ließ ihn schlaff zu Boden fallen. Hollow hatte sich, ohne Wiederworte zurückgezogen. Was für ein Wunder. Aber im Moment hatte er nur Augen für den toten Körper vor sich, "P-Papa?" Wisperte er leicht verstört. Warum... Wollte er jetzt weinen? Streifennacht hatte nie Zeit für ihn! Borkenpfote hasste seinen Vater. Also warum empfand er im Moment dieses Gefühl? Diese... Liebe? "Papa...Nein...Ich...Du...Was!?" Die Dämme waren gebrochen und die Tränen suchten ihren Weg hinunter auf den Boden, vermischten sich mit dem frischen Blut. Seine Beine zitterten stark, doch im Moment musste er andere Sorgen haben, als sich selber! Durch seine Unachtsamkeit war seiner Schwester etwas zugestoßen! Panisch drehte er sich um, sah seine Schwester. Ihr Unterleib war verschmiert mit Blut. Er konnte sich nun gut denken, was passiert war. Dafür hatte Streifennacht sterben müssen. Borkenpfote presste seine Zähne zusammen und taumelte auf den Körper seiner Schwester zu, "H-Hibiskuspfote?! Sag etwas, bitte!" Er stubste sie zart mit der Nase an, doch sie gab kein Zeichen von sich. Hilflos ließ er seinen Blick ruckartig durch die Umgebung gleiten. Er musste die Heilerin holen! Er hatte keine Zeit zu verlieren. "Hibiskuspfote, warte! Ich hole Hilfe, halte durch, bitte!" Schrie er sie an. Er preschte los, ignorierte seinen Schmerz. Ignorierte seine Tränen. Ignorierte seine momentanige Schwäche. Im Moment war ihr nur Hibiskuspfote wichtig!

Tbc: FlussClan
Nach oben Nach unten
Hibiskusblüte

avatar

Rang : Kriegerin [53 Monde]
Clan : FlussClan
Schüler/Mentor : //
Weiblich Anzahl der Beiträge : 430
Anmeldedatum : 29.01.12

BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 8:40 am

Tag 1 ~ trächtig von Streifennacht

Noch immer lag ich regungslos da. Tief versunken in meinem schwarzen Loch, in dem ich mich für den Schmerzen schützte. Nicht nur vor den körperlichen, sondern auch meine Seele hatte Schaden genommen. Wahrscheinlich sogar mehr als mein Körper. Doch mein Verstand erlaubte mir es nicht, mich weiterhin in dem Loch zu verkriechen. Er wollte wieder klar denken und handeln können.
Langsam kam ich wieder zu mir und wimmerte leise, als mein Unterleib und mein Nacken zu schmerzen begannen. Erst da fiel mir wieder ein, was passiert war. Mein eigener Vater, den ich so sehr geliebt hatte, hatte mich geschwängert. Nein, das kann nicht sein! Ich kann doch keine Jungen von ihm bekommen! dachte ich verzweifelt, doch ich konnte die kleinen Lebewesen in meinem Bauch fast schon spüren. Oder war es nur Einbildung? Ich wusste nicht mehr, was real war und was nicht.
Doch meine Angst war noch da. Die Angst, er könnte noch einmal über mich herfallen. Als ich jedoch meinen Blick schweifen ließ, sah ich ihn am Boden liegen, blutüberströmt. Tot. Alles in mir schrie auf, dass das nicht sein konnte, dass er jetzt einfach tot war. Doch mich beschäftigte nur eine Frage: Wer hatte ihn getötet? Etwa jemand aus dem Clan? Wieder zitterte ich am ganzen Körper und konnte mich nicht mehr bewegen. Das alles war so...unglaublich. "Bitte lasst mich sterben, lasst mich einfach sterben. Oh SternenClan, lass mich sterben!", schluchzte ich, während mir unaufhaltsam die Tränen über die Wangen rannen. Keuchend rang ich nach Luft und machte mich so klein wie möglich. Wenn mich niemand fand, würde ich endlich sterben. Denn mehr wollte ich nicht mehr...
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.warriorcats-rpg.com
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 3:30 pm

Pp: FlussClan

Tief holte Borkenpfote Luft, "Hibiskuspfote!" Rief er, als er den getigerten Pelz seiner Schwester erblickte. Sie hatte sie bewegt. Nein, sie hatte sich zusammengerollt wie ein Haufen Dreck. Ohne zu zögern stapfte er auf sie zu und umkreiste sie ein Mal. Sie sah schrecklich aus. Vater hatte ihr nicht nur ihr kleines Herz gebrochen. Er hatte ihr all ihr Selbstbewusstsein genommen. Langsam ließ er sich neben ihr fallen, legte hauchzart seinen Schweif auf ihre Hüfte und leckte ihr fürsorglich den Nacken, "Hibiskuspfote... Ich bin es, Borkenpfote... Keine Sorge, Goldstern und Spatzenfeder sind unterwegs. Halte ein wenig durch... Ich beschütze dich, keiner kommt dir hier zu nahe!" Presste er zwischen regelmäßigen Abständen hervor.
Nach oben Nach unten
Hibiskusblüte

avatar

Rang : Kriegerin [53 Monde]
Clan : FlussClan
Schüler/Mentor : //
Weiblich Anzahl der Beiträge : 430
Anmeldedatum : 29.01.12

BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 3:43 pm

Ich war so in mich versunken, dass ich meinen Bruder nicht hörte. Ich hörte gar nichts mehr, nicht das Rauschen des Wasser, nicht das Zwitschern der Vögel. Somit auch nicht den Ruf und das Getrampel von Borkenpfote. Erst, als ich seine Zunge auf meinem Nacken spürte, registrierte ich ihn. Doch anfangs erkannte ich ihn nicht. Mit einem ängstlichen Schrei sprang ich auf und wich vor ihm zurück, sackte jedoch sofort wieder zusammen, nachdem der Schmerz mich wieder übermannte. Mein Atem ging stoßweise und mein Blick war verschleiert. Wieso tat das nur so weh? Bei anderen war das doch ein Zeichen von Liebe. Tat es da auch immer so weh? Aber all die Kätzinnen hatten immer so glücklich gewirkt. Vielleicht tut es bei dir weh, weil es keine Liebe war, die ihn getrieben hat... murmelte eine Stimme in mir. Doch das war jetzt egal. Borkenpfote war Streifennacht so ähnlich, dass ich ihn einfach nicht erkannte, sondern für meinen Vater hielt. "Lass mich doch! Ich kann nicht mehr! Ich will nicht mehr! Papa, lass mich! Nein!", schrie ich und kauerte mich tief auf den Boden.
Langsam erst klärte sich mein Blick und ich erkannte Borkenpfote. Doch freuen konnte ich mich trotzdem nicht. Ich sah das Blut in seinem Fell. Er hatte Papa getötet. Erneut schluchzte ich auf und schüttelte einfach nur den Kopf. Das war zu viel für mich.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.warriorcats-rpg.com
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 4:38 pm

Erschrocken wich Borkenpfote zurück, sowie auch Hibiskuspfote. Langsam hob er seine Pfote, doc verkrampfte er. 'I-Ich sehe aus wie Streifennacht!' Stellte er geschockt fest und ließ seine Pfote wieder sinken. Oder war sie einfach geschockt, das er Streifennacht umgebracht hatte? Aber es war nötig gewesen. "Hibiskuspfote... Bitte..." Wisperte er und machte vorsichtig einen Schritt auf sie zu, "Bleib ruhig... Ich bin dein Bruder! Ich will dich nicht verletzen! Erinnerst du dich nicht an meine Worte? Ich will dich beschützen!" Hauchte er kratzig, doch auch ihm verließen die Kräfte. Kraftlos sackte er in sich zusammen und blieb am Boden liegen. Laut röchelte er, versuchte das Blut, welches in seine Nase drang, zu vertreiben. Er wollte im Moment nur schlafen, doch wurde es ihm nicht ermöglicht. Er musste auf Hibiskuspfote acht geben!
Nach oben Nach unten
Hibiskusblüte

avatar

Rang : Kriegerin [53 Monde]
Clan : FlussClan
Schüler/Mentor : //
Weiblich Anzahl der Beiträge : 430
Anmeldedatum : 29.01.12

BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 4:47 pm

Mit vor Tränen verschleierten Blick sah ich wieder zu Borkenpfote. Auch er war am Ende seiner Kräfte. Warum nur? Er war nicht vergewaltigt worden, er kannte nicht diesen Schmerzen, der mich die ganze Zeit durchzuckte. Mein Körper wurde von heftigen Schmerzwellen geschüttelt, während ich nicht einmal meine Ohren ruhig halten konnte. Alles an mir zitterte. "Borkenpfote...", wisperte ich mit brüchiger Stimme. Ich erkannte sie selbst nicht mehr. Wo war meine liebliche Stimme hin? Hatte Streifennacht sie mir auch genommen? Ich schüttelte verzweifelt den Kopf und grub die Krallen in den Boden. "Bitte...beende, was Papa begonnen hat...", hauchte ich. Ja, ich wollte sterben. Das alles vergessen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.warriorcats-rpg.com
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 4:53 pm

<------------ FlussClan

Bald erreichte ich die zwei Geschwister und bekam den Angstanfall von Hibiskuspfote mit. Es zog mir das Herz zusammen, die sonst so lebensfrohe Kätzin so gebrochen zu sehen. Borkenpfote schien schwer getroffen und selbst geschwächt. Sanft legte ich ihm die Schnauze für einen Moment an die Schulter, bevor ich mich vorsichtig der Schülerin näherte, die am Boden zusammengekauert lag. "Hibiskuspfote? Ich bin es, Spatzenfeder. Ich werde dir helfen, du brauchst nun keine Angst mehr zu haben." Schnell und mit geübten Pfoten breitete ich vor mir die Kräuter aus, die ich mitgenommen habe. Zum Glück waren die Kräuter, die ich Perlenpfote gegeben habe noch nicht wichtig. Zuerst musste ich die Wunde desinfizieren. Sorgfälltig zerkaute ich Stachelhalm und Ginster zu einer Breipackung und tupfte es auf die Wunde am Hals von der Schülerin. Mein Gesicht verzog sich. Anscheinend hatte sich Streifennacht während seiner Tat in ihren Hals verbissen. Ein Schauer, so kalt wie Eiswasser, ging über meinen Rücken. Vorsichtig hielt ich der Schülerin die Wacholderbeeren hin. "Hier iss das, dann wird es dir besser gehen." Ich sah Borkenpfote an und hielt auch ihn eine Beere hin. "Dir würde sie auch helfen." Mit fast mütterlichen Blick wah ich beide an und hoffte, dass Perlenpfote bald aufkreuzen würde.
Nach oben Nach unten
Hibiskusblüte

avatar

Rang : Kriegerin [53 Monde]
Clan : FlussClan
Schüler/Mentor : //
Weiblich Anzahl der Beiträge : 430
Anmeldedatum : 29.01.12

BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 6:42 pm

Ich registrierte kaum, wie Spatzenfeder zu uns kam und mich dann behandelte. Ich hatte nur Augen für Borkenpfote. Er wegen mir so fertig, weil er mich beschützen wollte. Weil ich nicht selbst auf mich aufpassen konnte. Weil ich eine kleine, feige Schülerin war. In ihm steckte ein wahrer Krieger, in mir nicht. Meine Augen blickten ihn flehentlich an. "Beende es, bitte", formte ich mit den Lippen und senkte dann den Blick. Ich wollte nicht, dass Spatzenfeder bemerkte, um was ich meinen Bruder bat. Am Schluss würde sie mich noch ganz von ihm trennen.
Wie befohlen nahm ich die Wacholderbeere zwischen die Zähne und schluckte sie. Ob sie mir half oder nicht war mir herzlich egal. Nichts konnte meine inneren Wunden schließen, wahrscheinlich nicht einmal Borkenpfote. Leise seufzte ich und legte den Kopf wieder auf die Pfoten. Warum hatte mich Streifennacht nur nicht sofort umgebracht?!
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.warriorcats-rpg.com
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 6:48 pm

Borkenpfote nahm die Beeren von Spatzenfeder. Vielleicht würden so seine Schmerzen verfliegen. Seine Augen verfolgten die Bewegungen der Lippen von Hibiskuspfote. Wie oft hatte er diese Worte in so kurzer Zeit gehört? Er wollte sie nicht mehr hören. Er wollte seine Schwester nicht verlieren. Mühevoll stemmte er sich auf seine Pfoten. In seinen Augen war die pure Einfühlsamkeit zu lesen. Doch ein Fünkchen Wut glimmerte in Ihnen. "Hör endlich auf mit um soetwas zu beten!" Sagte er mit dem gewissen Nachdruck. "Ich liebe dich! Du bist meine kleine Schwester, welche ich vor Allen beschützen will! Glaubst du, ich würde dich töten?" Tief holte er Luft und überlegte garnicht erst nach seinen Worten. Sie flossen einfach heraus, er konnte sie nicht stoppen, "Ich will dich nicht noch ein Mal verlieren! Waren das nicht deine Worte? Willst du jetzt sterben, desswegen? Ich bin für dich da! Ich werde dir zur Seite stehen, dich beschützen und dich mit Samtpfoten in den Pfoten halten!" Gurrte er und holte tief Luft. Sein Hals kratzte mittlerweile. Das Röcheln wurde schwerer und lauter.
Nach oben Nach unten
Hibiskusblüte

avatar

Rang : Kriegerin [53 Monde]
Clan : FlussClan
Schüler/Mentor : //
Weiblich Anzahl der Beiträge : 430
Anmeldedatum : 29.01.12

BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 6:55 pm

Ich zuckte regelrecht zusammen, als Borkenpfote die Stimme hob. Seine Augen waren voller Gefühle. Zuneigung, Bersorgnis, Leid, aber auch ein klein wenig Wut. Ja, er war wütend auf mich. Weil ich sterben wollte. Weil er mich nicht töten wollte. Doch warum nicht? Er wusste ja nicht, wie ich mich fühlte. Beschmutzt, gebrochen für alle Ewigkeit. Wie sollte ich jetzt noch ein normales Leben führen können? Wie sollte ich je...wieder einem Kater vertrauen?
Ich schluchzte wieder und wandte den Blick ab. "Ich will einfach, dass dieser Schmerz aufhört! Papa hat mich missbraucht! Ich bin..." Mitten im Satz brach ich wieder ab. Nein, das war nicht zu beschreiben. Wieder wurde mein ganzer Körper von Schluchzern und Schmerzwellen geschüttelt. Wenn doch nur mein Unterleib aufhören würde zu schmerzen...
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.warriorcats-rpg.com
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 8:11 pm

"Glaubst du für mich ist das leichter!?" Knurrte er. Seine Beine zitterten wie Espenlaub. Er rümpfte seine Nase und zog ein wenig seine Augenbrauen zusammen. Wie konnte seine Schwester so eigensinnig denken? Natürlich musste es schwer gewesen sein. Aber dachte sie nicht ein Mal an Mutter oder ihn? "Glaubst du, für mich ist das leicht, zu wissen, das mein Vater dich missbraucht hat? Denkst du, für Mutter wird es leicht sein? Denkst du, es fiel mir leicht, ihn zu töten? Denkst du wirklich, dein Tot würde irgendjemanden glücklich machen außer dich!?" Erneut schnaufte er auf und trabte auf wackeligen Pfoten zu Hibiskuspfote, "Denk nicht, sterben würde es dir erleichtern, Schwesterherz..." Wisperte er und drückte sanft seine Stirn gegen die geschundene von Hibiskuspfote, "Ich bin bei dir! Ich werde den Schmerz vertreiben!" Dabei wusste sie nicht ein Mal, was für ein Schmerz Borkenpfote schon bis heute mit sich herum trug. Was er im Moment fühlte. Wie er sich zusammenreißen musste, um seinen Vater nicht in Stücke zu zerteilen, nicht zusammenzubrechen vor Schmerzen, nicht zu schlafen. Nicht zu weinen!
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 8:12 pm

cf: FlussClan-Lager

Ich kam spät an. Aber nicht zu spät, um das Zittern Hibiskuspfotes zu sehen. Beinahe hätte mich erbrochen, so stark war die Welle der Wut, der Trauer und des Ekels bei dem Gedanken an diese grausame Tat. Reiß dich gefällst zusammen, du Maushirn! Eilens schritt ich zu Spatzenfeder und ließ das Blattpaket zu ihren Füßen sinken. Mein Drang, mich an Hibiskuspfote zu pressen und mit ihr den Schmerz zu teilen, der sich quälte, war fast übermächtig. Mit ganz langsam, vorsichten Schritten näherte ich mich dem Geschwisterpaar. Ich wusste für einen Moment nicht, wer von den Beiden instabiler war, der Mörder oder die Gemordete. Ja, für mich war ein Teil Hibiskuspfotes ermordet worden, mit diesem Akt der Gewalt, der sogar schlimmer als der Tod war. "Hibiskuspfote", wisperte ich sanft und hoffte, dass sie in ihrem Schock meine Stimme erkannte. "Hibiskuspfote, ich bin es, Perlenpfote..." Vielleicht war meine Stimme hell genug, dass sie sie nicht mit... dass sie sie nicht verwechselte. Ich hoffte nichts mehr, als dass ich in dieser Situation für sie da sein konnte. Oh, Hibiskuspfote! Lass mich dir helfen!
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 9:38 pm

--> kommt von: Lager

Ich tappte die letzten Schritte auf leisen Ballen heran, um Hibiskuspfote nicht zu erschrecken. Was ich hier vor mir sah, war das Schlimmste, was ich je gesehen hatte. Neben der psychisch wie auch physisch zerstörten Hibiskuspfote lag ihr Bruder, nahezu zusammengebrochen und etwas entfernt die leblosen Körper von Streifennacht und dem Fuchs, beide mit Schaum vor dem Maul. Ich schüttelte mich innerlich. Spatzenfeder und Perlenpfote machten ihre Sache gut und ich glaubte ich würde nur stören, also lief ich mit schweren Schritten zu Borkenpfote und setzte mich neben ihm nieder. "Danke..." wisperte ich leise. "Dass du deine Schwester gerettet hast. Bitte, fühl dich nicht schlecht, weil dein Vater... Für was er getan hat konnte er nichts." Ich hatte sagen wollen, dass ich ihm den Tod nicht krumm nahm, doch ich konnte es nicht aussprechen. Ich sah dem Kater vor mir in die Augen. So viele Emotionen hatte ich seit Monden nicht mehr in seinen Augen gesehen. Es bewegte etwas in meinem Herzen. So etwas wie Muttergefühle? Ich wandte das Gesicht ab und mein Blick traf auf Streifennacht. "Er war so ein nobler Krieger... Was Tollwut alles anrichten kann." flüsterte ich monoton.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 9:39 pm

<-- FC Lager

Nach kurzer Zeit, hatte der schwarze Jungkater die goldene Kätzin eingeholt, und preschte auf flinken Pfoten auf die vier Katzen zu, deren Umrisse er bereits von weitem erkannte. Er bremste, als er nur noch wenige Schwanzlängen von ihnen entfernt war, und trat stumm auf seinen 'Kollegen' zu, welcher sich an seine geschundene Schwester presste. Der Geruch Blutes betäubte seine Sinne, als sein kühler, stahlfarbener Blick auf die Leiche des Schänders traf. "Krankes Schwein..", knurrte er leise vor sich hin und ließ sich eine Mauselänge neben seinen 'Clankameraden' fallen.
Ob es angebracht war, irgendwelche tröstenden Worte loszulassen? Das war überhaupt nicht seine Art..
So blickte er stumm von einer, zur anderen Katze, während das gewohnte Pulsieren wieder losging. Diesesmal war es nicht so schmerzhaft wie der Anfall am frühen Morgen, sondern eher ein leichtes Dröhnen. Er versuchte sich nichts anmerken zu lassen und versengte die dolchartigen Krallen in der Erde.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 9:46 pm

Borkenpfote ließ seinen stumpfen Blick von seiner Schwester abwenden. Es hatte keinen Sinn. Tief bohrte er seine Krallen in die Erde und musste ein Knurren unterdrücken. Natürlich wusste er, das Goldstern es gut meinte. Für einen Moment empfand er für sie mehr, als eine dumme Anführerin. Im Moment war sie wie eine Ersatzmutter. Mondblüte hatte ihm nie Liebe im Leben geschenkt. Doch Goldstern schenkte ihm im Moment Kraft. Doch auch diese konnte nicht gegen die Stumpfheit in seinen Augen gewinnen. Selbst das auftauchen von Krähenjunges verbesserte es nicht. Er schwang sich schwerfällig auf seine Pfoten, blickte in die goldenen Augen der Anführerin , "Er war nicht treu! Ich hasse ihn! Abgrunftief! Was war ich für ihn? Ein nichtsnutziger Sohn? Vollkommen uninteressant, weil ich Streuner verachte? Weil ich Angst habe, sie würden meine Schwester verletzen?" Seine Beine, nein, sein Körper bebte, "Aber schlussendlich war es diese dumme Ratte, die sich für Gott hielt! Sie hat meine Schwester vergewaltigt! Ich würde ihn am liebsten in millionen Einzelteile teilen!!" Schrie er Goldstern ins Gesicht. Tief atmete er ein, wieder aus. Seine Flanken bebten. Ungewollt ließ er sich auf seinen Hintern fallen, neben Krähenjunges. Er war froh, ihn im Moment zu haben. Als Kollege, oder Freund. Hauptsache er war da. Er verstand die Denkesweise von Borkenpfote. Natürlich dachte Goldstern anders. Streiffenacht und Goldstern kannten sich sicherlich schon sehr lange...
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 9:55 pm

Es ließ meinen Magen verkrampfen, als ich mithörte, was Hibiskuspfote zu ihren Bruder sagte, aber ich ließ mich nicht beirren. Zum Glück kam Perlenpfote bald und brachte mir die Spinnweben und die Mohnsamen. "Danke, Perlenpfote." Sofort machte ich mich wieder an die Arbeit und wickelte behutsam die Halswunde von Hibiskuspfote ein, bevor ich ihr die Mohnsamen gab, damit sie keine Schmerzen mehr haben wird. "Schlaf jetzt, wir passen auf dich auf." Perlenpfote schenkte ich ein lächeln. Die Kleine würde ihre Freundin besser beruhigen können als ich selbst und ich wandte mich an meine Schwester und Borkenpfote. Als dieser meine Schwester und Anführerin anschrie verhärtete sich mein Gesicht, behielt aber eine ruhige Stimme bei. "Es bringt nichts, jetzt weiter darüber zu reden. Hibiskuspfote braucht nun Ruhe." Das Wort Ruhe betonte ich und warf den Kater einen vielsagenden Blick zu. "Wir müssen sie ins Lager bringen, am besten so schnell es geht."
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Kleine Insel   Di Aug 21, 2012 10:01 pm

Ich nickte verstehend und begann beruhigend Hibiskuspfotes Kopf zu lecken, wie man es bei Jungen tat. Doch mir fiel partout keine andere Möglichkeit ein, wie ich sie nonverbal beruhigen konnte. Worte brachten nichts, zu viel Körperkontakt wäre abschreckend. Seit wann bin ich denn Profi? dachte ich mehr als bitter und verdrängte die Tränen, die schon lauerten.
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Kleine Insel   

Nach oben Nach unten
 
Kleine Insel
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 4 von 7Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7  Weiter
 Ähnliche Themen
-
» kleine schritte
» Kleine Überraschungen
» kleine aufmunterung zwischendurch :-)
» Nala - meine süße, kleine Löwin ^^
» Deutscher Bundestag Drucksache 18/1444 18. Wahlperiode 15.05.2014 Kleine Anfrage der Abgeordneten Katja Kipping, Fraktion DIE LINKE

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Warrior Cats :: Donnergebirge - Neue Heimat :: Großer See: FlussClan-
Gehe zu: