Warrior Cats

Ein Gebirge. Vier Clans. Werden sie überleben...?
 
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 Im Herzen des Vulkans

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Dornenstern

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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Fr Sep 13, 2013 5:37 pm

<--- Vulkanöffnung

Der Weg war wirklich stockdunkel, dunkler als jede Nacht, aber dann endlich kam ein wenig Licht ins Sicht und nachdem Salbeifeder den Weg freigab trat ich in die Höhle. Mondlicht kam durch ein Loch in der Decke und ließ den Stein sanft erstrahlen. Der Mondstein. mehr beiläufig hörte, ich was Salbeifeder sagte, ich stand wie angewurzelt da, nur einige Augenblick, bis ich mich endlich rühren konnte und mich vor dem leuchtenden Stein niederlegte.
Ich nahm einen tiefen Atemzug, dann drückte ich meine Nase an den kalten Stein. Kälte breutete sich aus, aber ich bekam kaum noch etwas mit, während ich in den Schlaf glitt.




Mit Gänsehaut wachte ich im Vulkankrater auf...die Szene wirkte unwirklich, bläuliches Licht erhellte wabernden Nebel, der über den Fels strich. Niemand war da....sollte ich nicht den Sternenclan treffen?
Mein Blick wanderte instinktiv nach oben zum Himmel, wo das Sternenvlies ungewöhnlich hell leuchtete. Es schien viel näher als sonst...und dann begannen die Sterne sich zu bewegen. Sie begannen zu kreisen und näher zukommen, bis ich sternendurchtränkte Pfoten erkennen konnte, die den Fels betraten. Immermehr Katzen sammelten sich um mich, bildeten einen Kreis und ließen ihren Blick auf mir ruhen. Unsicher, was ich machen sollte betrachtete ich die sich immer noch füllenden Reihen. Der Geruch nach dunkelster Nacht, sanftem Mondlicht und frischem Strahlen der Sterne ging von den Katzen aus, von denen einige mir bekannt vorkamen.
Dann kam plötzlich wieder Ruhe rein und fast gespenstisch durchbrach ein leichter Wind die Stille. Dann erhob sich die ein Stimme von den Sternenclankatzen, keine einzelne, es war, als würden sie alle zu gleich reden „Dornenfrost sei willkommen, bist du bereit deine neun Leben zu empfangen?“ wollten sie wissen und ich schluckte schwer. Kurz holte ich Luft und drückte den Rücken durch, dann antwortete ich mit fester Stimme „Ich bin bereit.
Knisternde Erwartung erfüllte die frische Nachtluft vor mir, dann kam Bewegung in die lichthellen Katzen. Auf frostglitzernen Pfoten kam eine einzelne Katze auf mich zu, ihr zu Lebzeiten weißer Pelz ließ sie nur ums so mehr strahlen. Selbst das Lächeln, kündete von ihrer immer guten Laune...sie sah glücklich aus, keine Spur ihres Schicksals, dass sie viel zu früh ereilt hatte. Mein Blick wurde weich, aber kein Ton konnte ich heraus bringen, als Engelsblatt endlich vor mir stand.
Sanft legte sie ihre Nase auf meinen Kopf, es überlief mich heiß und kalt „Mit diesem Leben geben ich dir Mut, setze ihn ein um immer vorwärts zu schreiten und deinen Clan zu verteidigen.“ miaute sie und ein Schwall Energie überfiel mich. Ich spürte das alte Moor unter meinen Pfoten, den Donnerweg, roch Monster. Alles flog an mir vorbei, Zähne und Krallen schlugen sich in Fleisch und Pelz. Der Sprung dem Feind entgegen, ein Schatten größer als ich, erfüllt von Sternenlicht, kein Feind, für eine sterbliche Katze. Ein grausamer Tod, Reue, die liebsten alleine zurück zu lassen und stolz für sie gestorben zu sein.
Tränen standen in meinen Augen als ich es endlich vorbei war und ich wieder die Weiße vor mir hatte, die wie so viele auf der Flucht der Clans vor den Sternenclanwölfen gestorben war. Zitternd versuchte ich mich auf den Pfoten zu halten. „Du bist groß geworden kleiner Burder.“ miaute Engelsblatt leise, mit ihrem liebevollen Lächeln, das schon vor so vielen Monden mit dem Sternenclan gegangen war. Dann kehrte sie zurück zu den anderen und nahm Platz.
Das war ein leben gewesen? Würde ich das noch achtmal durchstehen müssen...würde ich es durchstehen könne? Ich zitterte immer noch leichte, aber ich zwang mich einigermaßen aufrecht zu stehen. Wenn alle Anführer das ertragen hatten, würde ich das auch!
Trotzdem schluckte ich, als sich wieder ein sternendurchzogener Pelz erhob. Diesmal war es nachtschwarzer, auf dem das Sternenlicht nur umso heller wirkte. Ich beobachtete, wie er näher kam und war gespannt, welches Leben ich von ihm empfangen würde...auch er war den Wölfen zum Opfer gefallen.
Auch er legte seine Nase auf meinen Kopf, dann erhob er seine dunkle Stimme „Mit diesem Leben gebe ich dir Treue, damit du zu allem stehen kannst, was du für richtig hältst.“ miaute er sanft und stürmisch erfüllte mich das Leben meines Vaters. Donnerclan erfüllte meine Nase, Stolz, Freiheit und die Gewissheit das Richtige zu tun. Dann tauchte der Geruch meiner Mutter auf, Schattenclan und Ungewissheit. Zerissenheit und Liebe und die einzig richtige Entscheidung. Das Glück und wieder der stolz, das Richtige zu tun, auch wenn es nicht immer leicht war.
Schwer atmend, betrachtete ich meinen Vater, der für seine große Liebe seinen Geburtsclan verlassen hatte und fortan dem Schattenclan treu als Krieger zur Seite gestanden hatte. Nach seinem Leben waren meine Gefühle aufgewühlt, aber es war nicht so schmerzhaft gewesen wie das von Engelsblatt und ein Sicherheit ruhte in der Tiefe.
Blaubeerschweif kehrte auch wieder zurück zu den Anderen und ich wartete gespannt, wer als nächstes vortreten würde. Wieder ein dunkler Pelz, aber er bekannt war er mir nicht. Der Geruch von Moor und Schattenclan hing in dem braunen Pelz und erinnerte mich an die Kriegerin, die ich kaum kennengelernt hatte Erdseele. Die ehemalige zweite Anführerin des Schattenclans war auf dem Weg zum Mondstein im alten Territorium verschwunden und der Sternenclan hatte Scheckenherz als ihre Nachfolgerin bestimmt. Ich war noch ein Junges gewesen...
Die Kätzin sah gesund und stolz aus, vermutlich wie in ihren besten Zeiten und trabte erhobenen Hauptes auf mich zu. Wie schon die Katzen zuvor spürte ich ihre Nase auf meinem Kopf „Mit diesem Leben geben ich dir unerschöpfliche Ausdauer, benutze sie um deine Pflichten als Anführer immer auszufüllen.“ Ihr Leben bestürmte meine Sinne und erfüllte meinen Körper, immer vorwärts unermüdlich, über Moor, über Stein, niemals ruhend.
Ich fühlte mich erschöpft, als Erdseele wieder zurücktrat, drei Leben...und ich bekam keine Pause. Und wieder kam eine Katze auf mich zu, die ich kannte. Ich bemerkte sie nicht sofort, das sie von meiner rechten Seite kam, aber dann traf mich die Erkenntnis wie ein Schlag. Wie ihr Gefährte sah sie jung, gesund und glücklich aus. Keine Anzeichen der Reise oder ihres Todes...
Das Lächeln in ihrem Gesicht wurde noch breiter, als sie vor mir ankam „Mit diesem Leben geben ich dir Schutz, nutze ihn um für deinen Clan zu sorgen, wie eine Königin für ihre Jungen.“ miaute Tautropfen sanft und ihr Leben strömte in mich.
Kampf und Glück wechselten sich ab, der stolze liebevolle Blick auf ihre Jungen, der hasserfüllte auf die die ihnen schaden wollten. Das Leben meiner Mutter präsentierte sich mir als auf und ab der Gefühle. Ihr Blick als ich mich endlich fing, bohrte sich direkt in meine Augen. Stolz zeigte sich darin und kurz rieb sie ihre Wange an meiner, bevor auch sie wieder zurücktrat.
Sehnsuchtsvoll schaute ich meiner Mutter hinterher und schloss dann die Augen um mich zu sammeln, ich hatte noch nicht einmal die Hälfte der Leben hinter mir.
Ein goldener Pelz näherte sich von links, bei dem ich einige Augenblicke brauchte bis ich erkannte, wer es war. Das letzte Mal, das ich den Kater gesehen hatte, war er grausam zugerichtete gewesen...aber jetzt erstrahlte Goldherz wieder in voller Stärke, als wäre nie etwas passiert. Ein stattlicher Krieger, der auf mich zukam, mit das nächste Leben zu geben. „Mit diesem Leben gebe dir Gerechtigkeit, nutze sie um die Taten anderer zu beurteilen und um auch den Schwachen Gehör zu verschaffen.“ miaute der Goldene und seine Augen blitzen auf, bevor Schock, Schmerz und Enttäuschung mich fast niederstreckten. Ich erlebte seinen Tod, sah einen Schatten, der sich über ihn beugte, um ihm den rest zu geben, vverschwommen, bevor alles schwarz wurde.
Schmerz schüttelte mich auch noch, als ich wieder zu mir kam, ein wenig Trauer schien in seinen bernsteinfarbenen Augen zu liegen, aber ein sanftes Lächeln zierte seine Lippen als er sich umdrehte und wieder in die Katzengruppe zurückkehrte.
Als nächstes trat eine Kätzin vor, die mein Herz zum schneller schlagen brachte. Der braungetigerte Pelz geschmückt mit Sternenlicht und auch aus ihren tiefblauen Augen empfing mich ein Liebe, die viele Monde zurückreichte. Ebenholz schritt elegant auf mich zu und ihr doch immer noch so vertrauter Duft umfing mich. „Ebenholz...“ aber auch meine ehemalige Gefährtin, wie alle Katzen zuvor „Mit diesem Leben gebe ich dir Liebe, nutze sie für alle Katzen, die du magst.“ miaute sie und wie ein frischer warmer Frühlingswind, floss ihr Leben in mich. Das kribbeln eines Blickes, die tiefe Liebe zwischen Gefährten, die Freude und Geborgenheit für Jungen...
ich seufzte wohlig, als es auch schon wieder vorbei war „Pass gut auf Sturmblüte auf.“ schnurrte Ebenholz, bevor sie zurück in den Katzenkreis verschwand.
Den nächsten Kater erkannte ich erst als er fast bei mir war, weil ich Ebenholz nachgeschaut hatte. Er wirkte ungewöhnlich ernst und weise, etwas das wohl niemand über den lebendigen Blizzardpfote gesagt hätte. „Mit diesem Leben gebe ich dir die Fähigkeit zu Lehren, nutze sie gut für alle Schüler deines Clans.“ miaute der in seinem Leben so kalte und faule Kater.
Krallen rissen an meinem Pelz, ich schmeckte Blut und spürte das feuchte Rot aus meinem eigenen Körper strömen. Verbissenes Humpeln bis ins Lager, gurgelndes Atmen, taub brach der geschundene Körper zusammen und alles wurde schwarz.
Mit klaren blauen Augen hatte der Schüler beobachtete, wie ich seine letzten Augenblicke miterlebt hatte, dann drehte er sich um und ich nahm einige gierige Atemzüge, froh das sich in meinen Lungen kein Blut sammelte.
Ich versuchte meinen Atem immer noch wieder zu beruhigen, als auch schon wieder Bewegung in die Sternenclankatzen kam. Es fehlten nur noch 2 Leben, aber das letzte nagte nach wie vor an meiner Konstitution.
Der beige Pelz einer alten Freundin kam auf mich zu, begleitet vom Geruch nach Flussclan. „Mit diesem Leben gebe ich dir Mitgefühl, verwende es gut um für die Ältesten und die Kranken alle die schwächer sind als du.“ miaute Spatzenfeder sanft und ließ ihr Leben in mich fließen.
Freude mit ihren Schwester, Sicherheit, dann Unglauben und Entschlossenheit, so stürmisch das Leben meiner Freundin war, so hätte ich doch gerne mehr davon erlebt, aber sie kehrte zurück. Ein letztes ermunterndes Lächeln, dann war sie nicht mehr auszumachen unter all den sternpelzigen Katzen.
Ich fühlte mich unheimlich erschöpft, aber als ich sah, welche Katze diesmal auf mich zukam, zwang ich mich einigermaßen aufrecht zu stehen...auch wenn ich vermutlich das Bild eines Katers abgab, der in einem nest besser aufgehoben war, als irgendwo anders.
In ihren Augen lag eine Sicherheit, die sie zu Lebzeiten nur noch selten gezeigt hatte. Mein Blick glitt kurz in die Richtung aus der sie gekommen war und tatsächlich dort saßen Glücksbringer und ihre Tochter.
Ich weiß, was du fragen willst, sei versichert, das mein Tod nötig war und das dem Schattenclan jetzt keine Gefahr mehr droht.“ erklärte Scheckenstern und legte bevor ich etwas antworten konnte, ihre Nase auf meinen Kopf „Mit diesem Leben gebe ich dir Nachsicht, Glaube und Beständigkeit, nutze sie um deinen Clan mit Güte nach dem Willen des Sternenclans und des Gesetzes der Krieger zu führen.“ miaute die Gescheckte feierlich und ihr Leben schoss geprägt von Stolz, Kummer, Verlust, Einsamkeit und Entschlossenheit. Den Mut nach einem Schicksalsschlag wieder aufzustehen, auch wenn es nicht der aufrechteste Stand war.
Keuchend musste ich mich setzen, während ich das neunte leben verarbeitete. Sollte ich mich auch nur um schnurrhaaresbreite bewegen, so fühlte es sich an, würden sie aus mir heraus fließen...es waren zu viele.
Ruhig lächelnd wartete Scheckenstern vor mir stehend, bis ich mich einigermaßen gefangen hatte. Eine fast schon gespenstische Ruhe herrschte und die Gescheckete blieb stehen, wo sie war. Dann wie auf ein Kommando erhoben sich die uns umringenden Sternenclankatzen und Scheckenstern bedeutete mir auch aufzustehen. Ich kämpfte mich auf die Beine unsicher, was jetzt noch kommen sollte...die neun Leben hatte ich erhalten?
Du hast dein altes Leben hinter dir gelassen und die neun Leben eines Anführers empfangen, ich begrüße dich mit deinem neuen Namen Dornenstern. Der Sternenclan gewährt dir und dem Schattenclan sein ewiges Geleit. Lebe deine Leben mit Stolz und Fürsorge und gib auf deinen Clan acht, vom Jungen bis zum Ältesten und leite sie nach dem Gesetz der Krieger und ehre deine Ahnen.“ verkündete Scheckenstern feierlich und von den Rängen der Ahnen kamen Rufe, die mich mit neuem Namen begrüßten. „Dornenstern. Dornenstern.“ die Luft schien vor Rufen zu schwingen und langsam lösten sich die Katzen auf. Die Stimmen verstummten, bis auch Scheckenstern langsam durchsichtig wurde. „Halt warte, ich will noch wissen...“ aber ich kam nicht dazu, die Frage zu Ende zu stellen...Scheckenstern, der Sternclan hatte zu ihrem Tod anscheinend gesagt, was sie sagen wollten. Was ich davon halten sollte, wusste ich nicht, aber ich spürte, wie ich langsam aufwachte.





Der Stein an meiner Nase fühlte sich erstaunlich warm an, wie lang ich hier so gelegen hatte, wusste ich nicht. Wackelig setzte ich mich auf und bewegte mich von dort nicht weiter. Es war nur ein Traum gewesen...und doch fühlte ich mich noch immer zerschlagen und gleichzeitig mit soviel Energie überquellend, das ich sie kaum fassen konnte. Erschöpft schaute ich zu der schwarzen Heilerin.

[legt sich zum Mondstein, bekommt seine Leben, wacht wieder auf]
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Salbeifeder

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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   So Sep 15, 2013 2:20 pm

Langsam trat ich nun auch zu dem Stein als sich der getigerte nieder legte und in den Schlaf glitt. Neben Dornenfrost legte ich mich auf den Boden und betrachtete den Blau schimmernden Stein. Ich betrachtete mein Spiegelbild. Schwarz mit blass gelben Augen. Ich schloss die Augen und drückte meine Nase gegen den Stein. Eisige Kälte empfing mich und mein Pelz begann zu Kribbeln ehe ich einschlief...

... Erschrocken riss ich die Augen auf. Schwärze empfing mich. Vorsichtig kniff ich die Augen zusammen um möglicherweise etwas zu sehen, aber nichts. Über all nur lehre Finsternis. Langsam rappelte ich mich auf. Setzte vorsichtig die Pfoten ins Nichts und ein dumpfer Laut ging vom Boden aus. Es schauderte mich. "Hallo?" rief ich doch hallte nur meine Stimme zurück. Wo war ich hier? "Lilienherz... irgend jemand?" Ich ließ mich zu Boden fallen und schloss die Augen. Hoffte diese Unwissenheit würde vorbei gehen als ich schließlich Schritte hörte. Erschrocken riss ich die Augen auf. Versuchte etwas oder jemanden zu sehen doch nichts, als wäre ich Blind. Ein Lufthauch zauste mein Fell und tief atmete ich ein. Kälte und der Duft nach Lilien strömte in meine Lungen sodass ich schluckte. "Lilienherz? Wenn du mich hören kannst, bitte sag mir was geschehen ist. Bedroht uns das was Scheckenstern die Leben nahm?" Ängstlich blickte ich mich um, versuchte einen Körper aus zumachen. "Hab keine Sorge, dem SchattenClan droht kein Unheil mehr!" Ich sprang herum. Versuchte die Quelle der Worte auszumachen doch schlugen sie mir wie Dornen von allen Richtungen entgegen. Diese Finsterniss machte mich noch irre! ich versuchte die Krallen in den Boden zu rammen doch prallten sie ab wie auf hartem Granit. Die Worte hallten mir wie in einem Echo immer wieder nach und ich versuchte sie zu vergessen. Meine Ohren auszuschalten doch drang diese Unheimliche, metallene Stimme immer wieder an meine Ohren bis ich schließlich den Halt unter den Pfoten verlor und viel. Immer weiter viel...


... Erschrocken schlug ich die Augen auf. Erleichtert seufzte ich jedoch als ich mich in der dämmrigen Höhle wieder fand und sehen konnte. Langsam rappelte ich mich neben Dornenfrost... Nein, jetzt Dornenstern auf. Ich mussterte ihn kurz ehe ich ihn fragend betrachtete. "Wir sollten gehen, der Clan wartet bestimmt schon. Draußen kannst du dich noch ein wenig ausruhen." Meine Stimme klang erstaunlich ruhig doch erhob ich mich recht wackelig. Meine Beine zitterten und so taumelte ich regelrecht auf den Tunnel zu und lief mit schnellen, eiligen Schritten nach oben. Einfach nur raus hier! Schrie es in mir und die dunklen Wände flogen an mir vorbei.

Tbc: Vulkanöffnung
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Dornenstern

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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   So Sep 15, 2013 4:34 pm

Ich nickte stumm und folgte der Heilerin zurück in den schwarzen Tunnel. Ich versuchte das geschehene zu verarbeiten...ich hatte den sternenclan getroffen...so viele Katzen die ich kannte. Und wäre fast unter den Leben zusammengebrochen, ich machte vorsichtig einige beschwingte Schritte in der Dunkelheit...es ging langsam wieder, nicht mehr das Gefühl, sich kaum bewegen zu können, aber trotzdem...schwer beschreibar. Gleichzeitig erfüllt von Enerie und so erschöpft, als hätte ich einen großen kampf hinter mir.
Ich konzentrierte mich lieber wieder auf den Weg und verschob die Erinnerungen an Tautropfen, Engelblatt, Blaubeerschweif, Ebenholz und die anderen auf später...fehlte noch das ich mein erstes Leben auf dem Rückweg verlor.

---> Vulkanöffnung

[folgt Salbeifeder]
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Sa Sep 21, 2013 6:17 pm

cf: Vulkanöffnung

Goldblume folgte dem langen, tiefschwarzen Gang, bis sich endlich die Höhle des Mondsteins vor ihnen eröffnete. Sie lag bisher noch im Halbschatten, doch es würde nicht mehr lange dauern, bis der Mond sich ausgerichtet hatte und der Mondstein in seinem silbernen Licht erstrahlen würde.
Kurz sah die Helle zu Eisblume und zuckte mit dem Schwanz. "Bevor wir mit dem SternenClan sprechen würde ich gerne Mausepfote zur Heilerin ernennen", erklärte sie der angehenden Anführerin und winkte dann ihre Schülerin mit einem Schwanzschnippen zu sich.
Die Kätzin ließ sich neben dem Mondstein neder und sah Mausepfote aus ihren goldenen Augen stolz an. "Ich, Goldblume, Heilerin des DonnerClans, rufe unsere Kriegerahnen an und bitte sie, auf diese Schülerin herabzublicken. Sie hat hart gearbeitet, um das Wissen einer Heilerin zu erlernen, und mit eurer Hilfe wird sie ihrem Clan viele Monde lang dienen", sprach sie die rituellen Worte und machte kurz eine Pause, bevor sie fortfuhr. "Masusepfote, versprichst du, die Wege einer Heilerin zu gehen, dich von Rivalitäten zwischen Clans fernzuhalten und die kranken Katzen aller Clans zu versorgen, selbst wenn es dein Leben kostet?", fragte sie die Wildfarbene und lächelte sie aufmunternd an.
Als Mausepfote ihre Frage bejahte, nickte die Heilerin zufrieden und sprach weiter. "Dann gebe ich dir mit der Kraft des SternenClans deinen Namen als Heilerin. Mausepfote, von diesem Augenblick an wirst du Mausefell heißen. Der SternenClan ehrt deine Stärke und deine Aufrichtigkeit und wir heißen dich als volle Heilerin des DonnerClans willkommen." Damit legte Goldblume der nun vollwertigen Heilerin die Schnauze auf den Kopf und wartete, während Mausefell ihr über die Schulter leckte.
Nachdem sie nun die Heilerzeremonie vollendet hatte, sah Goldblume wieder zu Eisblume und nickte ihr zu. "Die Zeit ist gekommen. Leg dich einfach neben den Mondstein und press deine Nase an ihn. Der Schlaf wird von selbst kommen und der SternenClan wird dich zu sich holen. Silberpfote und Pirolpfote, ihr wartet bitte hier. Unsere Träume werden nicht lange dauern", erklärte sie und sah noch kurz zu den beiden Schülerinnen, ehe sie sich an den Mondstein legte und wie gerade erklärt die Nase an den kalten Stein presste. Sie schloss die Augen und innerhalb weniger Minuten schlief die Heilerin auch schon ein.
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Mausefell

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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   So Sep 22, 2013 11:31 am

cf: Vulkanöffnung

Kalte Luft strich über Mausepfotes Pelz, während sie in tiefem Schweigen Goldblume und Pirolpfote durch die undurchdringlichen Schatten des Ganges folgte. Jedes Mal ließ diese Schwärze ihr kalte Schauer das Rückgrat entlang jagen - aber die Tortur lohnte sich dennoch. Denn am Ende des finsteren Tunnels wartete der Mondstein, die stärkste Verbindung aller Clankatzen zu ihren Ahnen.
Erleichterung durchflutete die Wildfarbene, als sie das Ende des Ganges erreichte. Vor ihr breitete sich eine weite Höhle aus, dessen Mitte ein funkelnder Stein wurde, dessen unvergesslicher Glanz auch ohne das Licht des Mondes zu erahnen war.
Sie stoppte, als auch ihre Mentorin plötzlich innehielt. Abwartend richtete Mausepfote den Blick auf die helle Kätzin. Dann weiteten sich ihre klaren, blauen Augen.
Sie will mich zur vollwertigen Heilerin ernennen! Ihr stockte der Atem und für einen Augenblick senkte sie den Kopf auf die Brust, um ihre Überwältigung zu bezähmen. Freude, Überraschung und Stolz mischten sich in ihr und schickten prickelnde Stöße durch ihren kleinen Körper.
Als sie den Kopf wieder hob, gab Goldblume ihr mit einem Schwanzwedeln zu verstehen, sie solle zu ihr kommen. Mit bedächtigen Pfotenschritten folgte sie der Aufforderung, ihre Schnurrhaare zitterten und ihr Herz schlug heftig in ihrer Brust. Auf diesen Moment hatte sie lange hingearbeitet, aber es schien ihr dennoch so unwirklich, dass sie nun wirklich ihren Heilernamen erhalten würde.
Die kleine Heilerschülerin blieb mit glänzenden Augen vor ihrer Mentorin stehen. Diese sprach die rituellen Worte aus, dann machte sie eine kurze Pause, bevor sie ihr die ebenso rituelle Frage stellte.
„Ja.“, erwiderte Mausepfote und zu ihrer eigenen Überraschung klang ihre Stimme klar und fest.
Goldblume fuhr fort und gab ihr schließlich ihren Heilernamen. Mausefell! Warme Schauer jagten durch ihren Pelz, ließen ihr Schnurrhaare erbeben und ihre Ohren zittern. Nun war sie eine vollwertige Heilerin. Dankbar leckte sie ihrer Mentorin über die Schulter, die ihr die Schnauze auf den Kopf gelegt hatte. Danke SternenClan!
Noch immer etwas benebelt von der soeben erfolgten Zeremonie, tappte Mausefell zum Mondstein. Das wird mein erstes Treffen mit dem SternenClan als vollwertige Heilerin, ging es ihr durch den Kopf und ihre Schwanzspitze zuckte vor freudiger Erregung. Ihr Blick glitt noch einmal kurz zu den anderen Katzen. Goldblume hatte sich schon zum Mondstein gelegt und ihre regelmäßigen, tiefen Atemzüge verrieten, dass sie bereits träumte. Einen Augenblick verharrte ihr Blick auf Eisblume. Nach ihrem Treffen mit dem SternenClan würde die dunkle Kätzin sich für immer verändern - dann würde sie die neue DonnerClan Anführerin. Anstelle von Schattenkralle … Mausefell blinzelte sich eine Träne aus dem Auge. Dies war nicht der richtige Zeitpunkt, um über den Kater nachzusinnen. Gerade erst war ihr eine große Verantwortung übertragen worden, indem Goldblume sie zur vollwertigen Heilerkatze ernannt hatte. Außerdem stand ihr ein Treffen mit dem SternenClan bevor. Doch wie schon so oft ließ sich das Bild von dem ehemaligen Krieger nicht ohne größere Anstrengung verdrängen …
Seufzend wandte sich die Wildfarbene um. Hoffentlich würden ihr ihre Ahnen einen Rat geben können. Langsam ließ sie sich am Mondstein nieder, drückte dann ihre Nase gegen den kalten Stein und wurde vom Schlaf davongetragen.
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Eisstern
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   So Sep 22, 2013 1:53 pm

cf: Vulkanöffnung

Eisblume folgte Goldblume und Mausepfote den langen, schmalen Weg durch die Dunkelheit. Hin und wieder tropfte eiskaltes Wasser von der Decke und sickerte unangenehm in den Pelz der schwarzen Kätzin.
Schließlich aber eröffnete sich die Höhle des Mondsteins vor ihnen und Eisblume konnte endlich wieder etwas mehr erkennen. Die absolute Dunkelheit des Ganges hatte ihr nicht wirklich behagt, weshalb ihr das schwache Mondlicht, das durch eine Öffnung in der Decke fiel, eindeutig lieber war.
Überrascht blinzelte die Anführerin kurz, als Goldblume meinte, dass sie erst einmal Mausepfote zur Heilerin ernennen wollte. Automatisch nickte sie und ließ sich nieder, um den Worten der Hellen zu folgen.
Je länger die Zeremonie sich zog, desto nervöser wurde Eisblume. Der Moment, in dem sie zum ersten Mal auf den SternenClan treffen würde, kam immer näher. Ihre Pfoten kribbelten unangenehm, während sie kaum still sitzen konnte.
Endlich aber endete Goldblume und erklärte der Schwarzen, was sie nun zu tun hatte. Sie schluckte kurz und nickte erneut wortlos, bevor sie sich neben den Mondstein legte. Ein paar Sekunden starrte sie den Stein einfach an, ehe sie die Augen schloss und ihre Nase an die Oberfläche presste. Sofort durchzuckte sie ein eiskalter Blitz und innerhalb weniger Atemzüge war sie eingeschlafen.

Als Eisblume die Augen wieder öffnen konnte, fand sie sich zu ihrem Erstaunen auf einer weiten, grasbewachsenen Ebene wieder. Sie kannte diesen Ort nicht, nicht einmal in ihrem alten Zuhause hatte es so einen Ort gegeben. Zumindest nicht im DonnerClan-Territorium. Aber wenn sie richtig dachte, war sie jetzt beim SternenClan, und dieser konnte sie wahrscheinlich überall empfangen. Vielleicht waren das die Jagdgründe, auf denen ihre Ahnen jagten.
Die schwarze Kätzin erhob sich schließlich und sah sich um. Eigentlich hatte sie erwartet, im Kreis der SternenClan-Katzen aufzuwachen. Aber momentan war weit und breit niemand sonst zu sehen. Eisblume war vollkommen allein auf dieser Ebene.
„Hallo?“, miaute sie schließlich mit lauter Stimme, lauschte aber erst einmal nur ihrem eigenen Echo. Dazu noch das leise Rascheln der Blätter in den Bäumen, als der Wind etwas auffrischte, verursachte bei der schwarzen Kätzin eine Gänsehaut. So hatte sie sich ihr erstes Treffen mit dem SternenClan eindeutig nicht vorgestellt.
Langsam lief sie über die grasbewachsene Ebene auf der Suche nach irgendjemandem. Es war ihr eigentlich egal, wen sie finden würde, Hauptsache sie fand überhaupt jemanden. Dann wusste sie wenigstens, dass sie hier nicht ganz falsch war.
„Du bist hier nicht falsch, Eisblume.“ Eine sanfte, klare Stimme erklang irgendwo vor Eisblume und jagte ihr einen Schauer über den Rücken. Es war ganz eindeutig eine Kätzin, die da mit ihr sprach, die Stimme kam ihr auch bekannt vor, doch ohne ein Gesicht vor sich konnte die Kriegerin partout nicht sagen, um wen es sich da handelte.
Gerade wollte sie nachfragen, wer da zu ihr sprach, doch soweit kam sie gar nicht. Denn eine graue Kätzin mit himmelblauen Augen trat aus dem Schatten einer Eiche hervor. Erstaunt blinzelte Eisblume. „B-Blattfall?“, miaute sie überrascht, als sie ihr Gegenüber erkannte. Sie war die Mutter von Splitterpfote und die Schwester von Mausepfote, eine Kätzin, die kurz nach ihrer Kriegerernennung gestorben war. Warum, wusste Eisblume nicht mehr, dennoch erstaunte sie es, dass sie ausgerechnet Blattfall hier traf.
„Willkommen, Eisblume. Tut mir Leid, dass ich dich hierherholen musste, doch es gibt etwas, dass ich mit dir besprechen muss. Komm, setz dich zu mir“, erklärte Blattfall und wandte sich wieder ab, um sich in dem Schatten der Eiche wieder nieder zu lassen. Eisblume war mehr als nur verwirrt, folgte der Kätzin aber und setzte sich neben sie.
Eine Weile schwieg Blattfall und starrte in den Himmel. Eisblume glaubte in ihren Augen Schmerz und Trauer sehen zu können, offensichtlich war es keine gute Sache, die sie der angehenden Anführerin erzählen wollte. Ein ungutes Gefühl machte sich in der Schwarzen breit. Ob sie überhaupt wissen wollte, was Blattfall ihr zu erzählen hatte?
„Nun, wie du weißt, habe ich drei Junge. Seelenjunges und Beerenpfote haben sich leider auch schon den SternenClan angeschlossen und leben mit mir, aber Splitterpfote lebt ja noch“, fing Blattfall schließlich an und sah mit ihren durchdringenden, blauen Augen zu Eisblume. Diese nickte langsam und forderte sie mit einem Kopfnicken auf, weiterzusprechen. „T-Tut mir Leid, es fällt mir nicht leicht, darüber zu sprechen. Aber ich muss dieses Geheimnis endlich lüften. Niemand im DonnerClan weiß, wer der Vater von meinen Kindern ist. Nur meine Schwester Mausepfote, doch sie schweigt bisher. Aber ich muss mein Gewissen endlich erleichtern. Weißt du, als ich eine Schülerin war, hatte ich mich regelrecht in deinen Vater Rabenflügel verguckt. Wir beide wissen, dass er ein ansehnlicher Kater war und einen Charakter hatte, den nicht viele haben. Er hat mich einfach beeindruckt und mit seinen blauen Augen verzaubert. Ich wusste aber natürlich, dass er Rabennacht hatte und er mich nie beachten würde. Dennoch machte ich mir Hoffnungen. Irgendwann waren wir dann gemeinsam unterwegs, haben geredet und…dann ist es einfach passiert.“
Entgeistert sah Eisblume die graue Kätzin an. Beichtete sie ihr gerade ernsthaft, dass sie eine Affäre mit ihrem Vater gehabt hatte?! Bei diesem Gedanken sträubte sich das schwarze Fell der Kätzin und sie fletschte die Zähne. „Papa hätte Mama niemals betrogen! Wie konntest du nur?!“, fauchte sie ihr Gegenüber an und erhob sich aufgebracht. „Darum geht es mir nicht, Eisblume! Ich weiß, dass das ein Fehler war! Aber ich wollte nur, dass du weißt, dass Splitterpfote eure Halbschwester ist! Sie leidet so sehr unter dem Verlust ihres Bruders, ich will wenigstens, dass sie weiß, dass sie nicht mehr ganz alleine ist! Bitte, sei ihr eine gute Schwester!“, miaute Blattfall mit gebrochener Stimme und wandte den Blick ab.
Ach ja, das hatte Eisblume ja gar nicht bedacht. Dadurch war Splitterpfote ja jetzt ihre Halbschwester. Dabei brauchte sie doch sonst niemanden außer Glutseele. Aber jetzt sollte sie dieser Kätzin eine gute Schwester sein? „Du verlangst viel und gibst mir wenig, Blattfall. Ich kann dir nichts versprechen, ich kenne Splitterpfote ja kaum. Aber ich werde ihr immerhin die Wahrheit sagen“, erklärte die Schwarze und sah die junge Kätzin an. Diese nickte langsam und seufzte. „Danke“, miaute sie schlicht und blickte dann in Eisblumes zweifarbige Augen.
Wie auch bei Dämmerpelz nahmen diese blauen Augen die schwarze Kätzin gefangen. So merkte sie gar nicht, wie sich ihre Umgebung plötzlich änderte und sie sich beim Vulkankrater wiederfand. Erst, als der Geruch anderer Katzen ihr in die Nase stieg, sah sich Eisblume um und war plötzlich von den Katzen des SternenClans umgeben.
Erstaunt blinzelte Eisblume, erstarrte dann aber, als Mondstern neben der grauen Kätzin auftauchte. „Ich heiße dich nun hiermit offiziell im SternenClan willkommen, Eisblume. Das Schicksal hat es so gewollt, dass nun du in Farnsterns Pfotenstapfen treten wirst, weshalb wir dir nun deine neun Leben geben, die du als Anführerin erhältst“, erklärte die ehemalige Anführerin und trat nach vorne. Sanft legte sie Eisblume die Nase an die Stirn. „Hiermit gebe ich dir dein erstes Leben, das Leben des Edelmuts und der Sicherheit. Du bist eine Anführerin, dennoch darfst du nicht dem Hochmut verfallen. Denk niemals nur an dich selbst oder an deine Familie, sondern an den Clan, denn seine Sicherheit steht nun an erster Stelle“, sagte die Anführerin. Eisblume zuckte zusammen, als das Leben mit einem heftigen Schmerz über sie kam. Sie spürte Mondsterns Liebe zu ihrem Clan, das Bedürfnis, jeden aus dem DonnerClan mit ihrem Leben zu beschützen.
Schwer atmend blieb Eisblume stehen, als sich die Anführerin zurückzog. Langsam verstand sie, was sie sich da eigentlich gerade aufbürdete. Ihr Leben würde sich nun von Grund auf ändern, sobald sie als Eisstern zurückkehren würde. Kurz zweifelte sie daran, dass sie der Aufgabe überhaupt gewachsen war. Doch als würde Mondstern ihre Gedanken kennen, schenkte sie der schwarzen Kätzin ein aufmunterndes Nicken und lächelte. Und wenn schon so eine Kätzin ihr Vertrauen in Eisblume setzte, musste sie das einfach schaffen!
Wie die Schwarze erwartet hatte, trat nun Mondstern erst einmal zurück, um Blattfall wieder Platz zu machen. Also würde auch sie Eisblume ein Leben schenken. Irgendwie war sie schon gespannt darauf, welches Leben es sein würde, sie wusste ja nicht, welche Leben man geben konnte. Woher auch. Sanft, wie eine Feder, legte nun die Graue ihr Kinn auf ihre Stirn. „Ich gebe dir das Leben der Wahrheit. Sei immer ehrlich zu dir, aber auch ehrlich zu deinem Clan, denn nur mit Wahrheit kannst du Vertrauen gewinnen“, miaute Blattfall mit ruhiger Stimme und schloss die Augen. Ihr Leben schoss mit einem heftigen Schmerz in Eisblumes Körper und erfüllte ihr ganzes Wesen. Sie spürte den Schmerz, als Blattfall ihre Jungen immer wieder hatte anlügen müssen, ihnen nicht die Wahrheit hatte sagen können. Und sie spürte auch die Erleichterung, nachdem sie Eisblume die Wahrheit gesagt hatte, welche sie schon so lange loswerden wollte.
Als die graue Kätzin zurücktrat, atmete Eisblume schwer und musste um Fassung ringen. Das waren gerade mal zwei Leben und sie war jetzt schon vollkommen am Ende! Wie sollte sie da sieben weitere Leben aushalten, wenn alle so heftig waren wie die letzten?! Jetzt reiß dich mal am Riemen. Sogar der Schwächling Farnstern hat das überlebt!, ermahnte sie sich selbst und schüttelte ihren Körper, während sie ihr noch immer aufgestelltes Nackenfell wieder anlegte.
Sie hatte aber kaum Zeit, sich wieder zu fangen, denn schon trat die nächste Katze hervor. Es war ein kleiner grauer Kater mit weißer Brust, der sie aus klugen, blauen Augen ansah. Einen Moment lang brauchte Eisblume, bis sie in ihm den jungen Schüler Beerenpfote erkannte, Splitterpfotes Bruder und nun auch ihr…Halbbruder. Leicht schluckte sie, als sie den Kater nun in einem anderen Licht sah. Er gehörte nun auch zu ihrer Familie, auch wenn sie das nur schwer akzeptieren konnte.
Doch für solche Gedanken war nun eh keine Zeit, denn Beerenpfote streckte sich und legte Eisblume die Schnauze auf den Kopf. “Ich gebe dir das Leben der Geschwindigkeit“, miaute er schlicht, während er Eisblume – oder eher ihren Geist – in ein rasantes Rennen hinein versetzte. Sie fühlte sich so, als würde sie gerade durch den Feuerwald hetzen. Sie spürte den Wind in ihrem Fell, den Boden, der unter ihren Pfoten dahinraste. Ein Gefühl von Freiheit durchströmte die Kätzin, während Beerenpfote sich von ihr löste und sie kurz aus seinen blauen Augen ansah. “Ich bin stolz darauf, dich meine Schwester nennen zu können“, miaute er mit ruhiger Stimme und lächelte Eisblume noch einmal an, ehe er sich abwandte und zurück zu Blattfall tappte. Erstaunt sah ihm die Schwarze nach und wusste einen Moment lang nicht, was sie von dieser Aussage  halten sollte.
Nun aber verwunderte es die Schwarze nicht mehr, dass als nächstes ihr zweiter Halbbruder Seelenjunges hervor trat. Er war deutlich kräftiger gebaut als sein Bruder, was wohl aber auch daran lag, dass er eine Weile einfach verschwunden war und als Streuner gelebt hatte. Deswegen mochte sie ihn aber nicht unbedingt mehr. Eher im Gegenteil. Aber gut, gegen die Blutsverwandtschaft konnte man nichts tun.
Wortlos trat der rote Kater an sie heran und streckte sich ebenfalls wie sein Bruder zuvor, um Eisblume die Schnauze an die Stirn zu legen. “Mit diesem Leben gebe ich dir Klugheit. Denke immer zuerst über deine Entscheidungen nach, bevor du sie fällst und wäge jeden Aspekt ab, um das Richtige zu tun.“ Für sein Alter war seine Stimme schon ziemlich tief, was Eisblume einen Moment lang überraschte. Doch noch mehr überraschte sie, dass dieses Leben ohne jegliche Gefühle oder Schmerzen in sie ging. Sie spürte dabei nichts. Fühlte sich so etwa Klugheit an? Das konnte ja wohl kaum sein.
Als sich Seelenjunges jedoch abwandte, glaubte die Schwarze zu spüren, dass sich ihr Bewusstsein ausgeweitet hatte. Aber zu 100% konnte sie das nicht sagen. Wie sollte man auch Klugheit erspüren? Körperliche Stärke konnte man in einem gewissen Maß abschätzen, aber bei Klugheit und Wissen war das mehr als nur schwierig.
Abwartend blickte Eisblume nun in die Menge der SternenClan-Katzen, gespannt darauf, wer nun kommen würde. Einige Augenblicke vergingen, bis eine schlanke, rabenschwarze Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen aus dem Schatten hervortrat. Überrascht zuckte Eisblume mit den Ohren, als sie die Gestalt erkannte. “Mutter…“, begrüßte sie Rabennacht und senkte leicht den Kopf. Sie hatte es ihre Mutter im Leben nicht immer einfach gemacht, auch nicht als deren Schülerin, das wusste Eisblume. Aber Rabennacht schien das im Momen egal zu sein. "Mit diesem Leben gebe ich dir Schutz und Vertrauen. Der gesamte Clan stellt nun deine Familie da, beschütze sie mit deinem Leben und vertraue denen, die es verdienen", miaute die Schwarze und legte ihrer Tochter die Schnauze auf den Kopf. Erschrocken zuckte Eisblume zusammen, als das Leben mit einem kräftigen Stoß in sie fuhr. Rabennacht hatte ihre Jungen immer geliebt und hätte sie mit ihrem Leben beschützt. So wie es für eine Mutter üblich war. Und so würde nun Eisblume ihren Clan auch schützen.
Hart schluckte die Schwarze und atmete ein paar Mal tief ein und aus, um sich langsam wieder zu fangen. Rabennacht blieb noch kurz stehen und lächelte ihre Tochter stolz an. "Ich bin stolz auf dich, Eisblume", miaute sie noch, bevor sie sich abwandte und in der Menge der SternenClan-Katzen verschwand.
Als nächstes kam ein Kater aus dem Schatten heraus, den Eisblume fast schon wieder vergessen hatte. Sein graubraun-getigertes Fell leuchtete im fahlen Licht des Mondes und seine hübschen Augen strahlten voller Zuneigung. Es war Hagelsturm, der Kater, der eigentlich nie geredet hatte. Der Kater, der Eisblume so fasziniert hatte und den sie wohl recht als ihre Schülerliebe bezeichnen konnte.
Mit einem Lächeln auf den Lippen kam er auf die schwarze Kätzin zu, die ihn wie gebannt anstarrte. Sanft legte er ihr die Schnauze auf den Kopf. "Ich gebe dir das Leben der Liebe. Liebe all jene, die unter deinem Schutz stehen, doch verschenke dein Herz nicht leichtfertig", miaute er mit seiner Stimme, die Eisblume bisher noch nie gehört hatte. Ein Schauer lief ihr über den Rücken, während die Wärme seines Lebens in ihren Körper strömte. Ungewollt schnurrte die Schwarze und wünschte sich, dass dieser Moment nie enden würde. Sie hatte sich viel mehr Zeit mit Hagelsturm gewünscht, da er sie einfach akzeptiert hatte, wie sie war. Und er war ein Kater, dem sie hatte vertrauen können. Leider war er aber viel zu früh gestorben.
Irgendwann löste er sich auch von ihr und strich ihr noch kurz mit der Nase über die Stirn, bevor auch er sie wieder umdrehte und in den Schatten verschwand. Eisblume wollte ihn zurückhalten, wusste aber, dass es eh nichts bringen würde. Er musste gehen und sie würde auch wieder zu ihrem Clan zurückkehren müssen.
Stolz trat nun ein nachtschwarzer Kater aus der Menge, der sie aus funkelnden grünen Augen ansah. Es dauerte kurz, bis Eisblume in ihm ihren Großvater Nachtherz erkannte. Er der Stellvertreter vor Farnstern gewesen, hatte aber seinen Posten irgendwann abgegeben. Sie hatte ihn als starken Kater in Erinnerung und so trat er nun auch vor sie und legte seine Schnauze auf ihr Haupt. "Mit diesem Leben gebe ich dir unerschöpflichen Mut. Schrecke nicht vor Entscheidungen oder Gegnern zurück, wenn es deinem Clan schaden könnte", miaute er mit seiner tiefen Stimme und jagte das Leben mit einem schnellen Schlag in Eisblumes Körper. Sie sah sich selbst, wie sie furchtlos jeder Gefahr gegenüber trat, sah ihren Clan hinter sich, der von ihrem Mut beeindruckt war.
Schwer atmend blieb Eisblume zurück, während Nachtherz wieder in die Menge trat und direkt neben ihn eine silbern getigerte Kätzin mit himmelblauen Augen hervortrat. Es war Silberschweif, ihre Großmutter und gleichzeitig auch die Gefährtin von Nachtherz. Die wohl liebevollste und gütigste Katzen im ganzen DonnerClan. Etwas, was Eisblume nie so wirklich verstanden hatte.
"Mit diesem Leben gebe ich dir Fürsorge. Der Clan ist nun deine Familie und braucht dich zu jeder Zeit. Kümmere dich gut um jede Katze, denn jede hat deine Aufmerksamkeit verdient", sagte sie mit ihrer lieblichen, sanften Stimme, während sie ihr die Schnauze auf den Kopf legte. Eigentlich hatte Eisblume erwartet, dass es eher ein sanftes Leben sein würde, doch da hatte sie sich geirrt. Sie spürte Silberschweifs Schmerz, wenn sie eines ihrer Jungen oder Ziehkinder verlor, spürte die Angst, die sie empfunden hatte, aber auch die unbändige Liebe zu jedem Teil ihrer Familie.
Eisblumes gesamter Körper schmerzte mittlerweile, als Silberschweif mit einem letzten liebevollen Blick wieder verschwand. Nur noch eins..., sagte sich die Schwarze und holte zittrig Luft. Und sie konnte sich denken, wer nun kommen würde.
Wie auf's Stichwort trat auch schon der muskulöse, braungetigerte Kater hervor und kam würdevoll auf sie zu. So hatte sie Farnstern noch nie erlebt, stark und auf das Wesentliche konzentriert. Er war ihr sonst immer eher wie ein Träumer vorgekommen, aber nun wirkte seine Aura ganz anders. Viel...majestätischer.
Leicht senkte Eisblume den Kopf, als Farnstern vor ihr stehen blieb und sie ansah. "Willkommen, Eisblume. Es schmerzt mich, dass ich hier jetzt vor dir stehen muss, doch es war der Wille des SternenClans. Bitte, frag nicht nach dem Grund meines Todes. Es musste sein. Nun ist der DonnerClan wieder in Sicherheit und du kannst ihn in eine starke Zukunft führen", begann der Kater erst einmal und beantwortete dadurch die Frage, die Eisblume ihm hatte stellen wollen. Doch die Antwort war nicht befriedigend.
Sie wollte schon den Mund öffnen, um zu protestieren, aber sie kam nicht dazu. Er legte ihr bereits die Schnauze auf den Kopf und fuhr fort. "Hiermit gebe ich dir dein neuntes Leben, das Leben der Weisheit und des Respekts. Triff keine Entscheidungen aufgrund deiner eigenen Gefühle, bedenke immer alle Möglichkeiten und vor allem respektiere jedes Mitglied deines Clans", erklärte er mit ruhiger Stimme, woraufhin ein ebenso ruhiges Leben folgte. Eisblume atmete unbewusst auf, denn noch so ein hartes Leben hätte sie nicht verkraftet.
Schließlich trat Farnstern etwas zurück und sah sie an. "Ich grüße dich nun mit deinem neuen Namen, Eisstern. Du hast nun die Leben eines Anführers erhalten, dein altes Leben ist nun vergangen. Der SternenClan vertraut auf deine Stärke, mit welcher du den DonnerClan in eine neue und glückliche Zukunft führen wirst", beendete er nun die Zeremonie.
Der SternenClan rief nun Eissterns Namen und das Gefühl von Stolz erfüllte sie. Lächelnd sah sie zu ihrer Mutter, welche jedoch langsam verblasste. Der gesamte SternenClan wurde langsam blasser, bis Eisstern erneut einschlief und zurückkehrte.


Langsam blinzelte die Schwarze und fand sich in der Höhle des Mondsteins wieder. Ihr Atem ging ruhig, doch sie fühlte sich irgendwie anders. Stärker. Mächtiger. Eben wie eine Anführerin. Nun war ihr Name Eisstern und sie hatte die neun Leben des SternenClans erhalten. Jetzt kann ich nicht mehr zurück..., dachte sie kurz und erhob sich.
In ihren Augen lag nun ein anderer Glanz, sie hatte sich durchaus verändert, auch wenn sie immer noch die alte Eisblume sein würde. Doch sie hatte nun mehr Verantwortung zu tragen und durfte sich nicht mehr so einfach von ihren Gefühlen beeinflussen lassen. Das hieß es wohl, eine Anführerin zu sein.
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   So Sep 22, 2013 5:41 pm

cf: Vulkanöffnung

Nervös folgte ich in die große Höhle. Die Aura des SternenClans war zu nur allzu deutlich. Ich fühlte mich ... untergeordnet. Natürlich hatte ich immer gewusst, dass es der SternenClan etwas Großes und Mächtiges war. Aber so nahe dem Mondstein, fühlte ich mich noch kleiner, als ich sonst war.
Schweigend nahm ich nahe dem Eingang Platz und wartete darauf, dass die Heilerinnen und Eisblume zu träumen begannen.
Doch bevor es dazu kam, wurde Mausepfote zur vollwertigen Heilerin ernannt. Ich schaute interessiert zu und freute mich ungemein, für die kleine, wildfarbene Kätzin.
Mausefell ... Das passte zu ihr. Ich blinzelte ihr freundlich zu, aber bezweifelte, dass sie mich gesehen hatte. Es war auch so in ordnung. Meinen Glückwunsch konnte ich auch später noch aussprechen.
Nun begaben sich die drei Kätzinnen zum Mondtsein und zu träumen.
Ich konnte mitansehen, wie sie seelenruhig in den Schlaf glitten. Zu gern hätte ich danach gefragt, was sie geträumt hatten, aber es wurde immer geheim gehalten.

Nach einiger Zeit, bemerkte ich, wie Eisblume - Moment, Eisstern - sich zu rühren begann.
Ich wusste nicht genau, wie ich mich verhalten sollte. Eisstern schenkte uns auch keine Beachtung, sie schien eher noch mit sich selbst beschäftigt zu sein.
Ich wartete einfach, ob sie etwas sagen würde. Ob irgendein Befehl kommen würde.
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Di Sep 24, 2013 7:10 am

Mit einem Blinzeln schlug Mausefell die Augen auf. Vor ihr breitete sich ein grünender Wald aus, dessen betörende Düfte eine reiche Ausbeute an Kräutern, Beeren und Frischbeute verhießen.
Langsam erhob sich die Wildfarbene auf die Pfoten, während ihre blauen Augen die Farnbüschel absuchten und nach dem Anzeichen einer Katze Ausschau hielten. Befanden sie sich etwa alle bei Eisblumes oder eher Eissterns Zeremonie?
„Es ist schön, dich wiederzusehen.“, erklang plötzlich eine wohlbekannte, weiche Stimme hinter ihr. Mit prickelndem Fell fuhr die junge Kätzin herum und erblickte Zimthauch, die ehemalige DonnerClan Heilerin. „Herzlichen Glückwunsch zu deiner Ernennung, du hast es verdient.“
„Zimthauch, du bist es!“, schnurrte sie freudig und atmete den vertrauten Geruch der Kätzin tief ein. „Danke.“
Die andere Kätzin trat näher zu ihr heran und strich ihr sanft mit der Schwanzspitze über das Fell. Sterne funkelten in ihrem Fell, ihr Augen strahlten vor Wärme und Mitgefühl.
„Ich habe lange nicht mehr mit dir sprechen können“, stellte Zimthauch mit einem traurigen Unterton fest und trat einen Schritt zurück, um sich auf dem weichen Waldboden niederzulassen, den Schwanz ordentlich über die Pfoten gelegt. Mausefell tat es ihr gleich, ihre Augen immer auf die SternenClan Kätzin gerichtet. Ein schuldbewusster Ausdruck schlich sich auf ihr Gesicht, auch wenn Zimthauch nicht anklagend klang. Jetzt war der Moment gekommen indem sie endlich ihre Fragen bezüglich ihrer Gefühle für Schattenkralle loswerden würde.
„Ich … Es tut mir Leid. Ich habe wohl meine Pflichten manchmal etwas vernachlässigt“, miaute sie schuldbewusst und senkte für einige Herzschläge den Blick auf ihre kleinen Pfoten. Dann fixierten ihre blauen Augen wieder die Zimthauchs. „Sicher weiß du, warum … Es- es war wegen Schattenkralle.“
Einen Augenblick lang waren nur die Geräusche des Waldes zu hören - das Gezwitscher der Vogel und das Rascheln der Blätter in einer leichten Brise - dann seufzte Zimthauch und schloss die Augen.
Mausefell hielt den Atem an, spannte ihren ganzen Körper an. Würde ihr die Kätzin nun eine Predigt halten, dass Gefühle solcher Art keiner Heilerkatze und somit auch nicht ihr vergönnt waren?
Doch als die ehemalige Heilerin ihre Augen schließlich wieder öffnete, lag nur eine tiefe Wehmut und Mitgefühl in ihren warmen Augen. „Ja, der SternenClan wusste von deinen Gefühlen und ich habe sehr wohl bemerkt, dass dieser Kater dich von deiner Ausbildung abgelenkt hat. Dennoch sind wir nicht eingeschritten, denn uns allen war eines klar“ Sie hob eine Vorderpfote und tippte sanft an die Stelle von Mausefells Brust, wo ihr Herz schlug. „Deine Vernunft und deine Treue würden dich auf den Weg einer Heilerkatze zurückbringen. Und wir haben uns nicht in dir getäuscht.“
Erleichtert entspannte sich die Wildfarbene wieder ein wenig, doch ihr Herz schlug noch immer schneller. „Ich danke euch für euer Vertrauen“, miaute sie mit bebender Stimme. „A-Aber trotzdem fühle ich mich wie zwiegespalten. Einerseits will ich den Clan nicht im Stich lassen und andererseits … andererseits kann ich nicht glauben, dass Gefühle wie Liebe und Geborgenheit so falsch sein können.“
Zimthauch nickte, ihr Blick glitt in die Ferne und ihre nächsten Worte wurden von einem leicht belehrenden Unterton begleitet. „Schon viele Heiler vor dir haben sich diese Frage gestellt und mit sich gehadert - einige haben sogar ihren Gefühlen nachgegeben. Doch du darfst dich ihnen nicht hingeben, denn wie du richtig erkannt hast, braucht der DonnerClan eine treue Heilerin, die von nichts abgelenkt wird.“
Da begann das Bild vor Mausefells Augen zu verschwimmen. Der Traum löste sich langsam auf. Schon wollte sie eine letzte verzweifelte Frage stellen, doch bevor sie auch nur das Maul aufmachen konnte, kam ihr Zimthauch zuvor.
„Verschwende deine Gedanken nun nicht mehr an Schattenkralle - er ist für immer verschwunden. Doch unter deinen Clan Gefährten wirst du einen guten Freund finden, dem du vertrauen kannst …“
Die Farben des Waldes und der Kätzin verschmolzen gänzlich miteinander, dann wurde vor Mausefells Augen alles schwarz.


Schließlich spürte die Kätzin wieder kühlen Stein unter sich, sie war aus ihrem Traum erwacht. Sie öffnete die Augen und richtete sich auf, dann kam sie auf die Pfoten und drehte sich zu den wartenden Schülern um. Auch Eisblume war schon wieder erwacht - Nein, Eisstern!.
Respektvoll nickte Mausefell der dunklen Kätzin zu, dann tappte sie zu den beiden Kriegerschülern und ließ sich in der Nähe von Silberpfote nieder. Ihr Blick jedoch richtete sich auf den Mondstein, ihre Gedanken waren bei ihrem Gespräch mit Zimthauch, während sie auf ihre Mentorin wartete.
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Di Sep 24, 2013 4:38 pm

<------ Gebirgspfad


Ehrfürchtig betrat ich den niedrigen Raum, der am Ende des Tunnels versteckt lag. Der Mondstein leuchtete hell, und auf einmal schien es mir als würden all meine bisherigen Verfehlungen an meinem geistigen Auge vorbeiziehen, angefangen mit den kindlichen Versuchen, den Frischbeutehaufen zu plündern.
Verstohlen blickte ich die anderen an, vorallem Eisblume. Sie und die beiden Heiler wollten jetzt mit dem SternenClan reden, vielleicht würden sie etwas schreckliches geweissagt bekommen. Trotzdem wirkten sie gefasst, ganz im Gegensatz zu mir, der ich meinen Pfoten nur mit Mühe befehlen konnte, weiterzugehen. Ich postierte mich neben Silberpfote und sah neugierig zu, wie erst Mausepfote ernannt wurde, und dann alle anfingen zu träumen. Wie sieht wohl die Zukunft des DonnerClans aus? Wir mussten in letzter Zeit den Gürtel etwas enger schnallen, aber wird es zu Blattfall reichen?
Angespannt verfolgte ich mit, wie sich Eisstern und Mausefell aufrichteten, nur Goldblume schlief noch. Ich wurde immer nervöser, als keiner etwas sagte, und schaute hilfesuchend zu Silberpfote, aber die schien auch nicht ganz genau zu wissen, was jetzt eigentlich passiert war.
"Und... Hat es geklappt? Was hat der SternenClan gesagt?" Fragte ich Eisblume - oder Eisstern - leise, um Goldblume nicht aufzuwecken. Durfte ich jetzt überhaupt sprechen? Es hat mir zumindest niemand verboten... Und ich glaube nicht, dass Goldblume davon aufwacht. Ich hoffte es.
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Mi Sep 25, 2013 7:18 pm

Irgenwann schaffte es Goldblume, die Augen wieder zu öffnen. Sie befand sich auf der Lagerlichtung des DonnerClans, der Mond über ihr schien hell und klar auf sie herab und tauchte damit alles in sein silbernes Licht. Überall hatten sich geisterhafte Schatten gebildet, die die Heilerin aber kaum störten. Solche war sie bereits von den vorangegangenen Besuchen beim SternenClan gewohnt.
Ruhig erhob sie sich und sah sich um. Auf wen sie treffen würde, konnte sie jetzt noch nicht sagen, doch sie war sich sicher, dass es nicht Farnstern sein würde. Der war jetzt sicherlich bei Eisblume und führte mit ihr die Anführerzeremonie durch.
Zum Glück dauerte es aber nicht lange, bis eine Katze aus den Schatten heraus trat und sich Goldblume zeigte. Überrascht blinzelte diese, als sie die Kätzin erkannte. "M-Mutter?", miaute die Heilerin erstaunt, während die cremefarbene Kätzin auf sie zuschritt. "Schön dich wiederzusehen, meine Kleine", begrüßte sie ihre Tochter und schmiegte ihre Wange an die von Goldblume. Ein leises Schnurren entkam Goldblumes Kehle, während sie die Nähe ihrer schon längst verstorbenen Mutter genoss.
Schließlich aber lösten sie sich voneinander und die Heilerin sah Sternenregen neugierig an, ohne jedoch etwas zu sagen. Die Kätzin würde sicherlich wissen, welche Fragen ihr im Kopf herumgingen, weshalb sie es nicht für nötig hielt, diese auch noch auszusprechen. "Tut mir Leid, meine Kleine, aber auf viele Fragen kann ich dir keine Antworten geben. Das mit Farnstern hatte seine Gründe, doch diese sind nicht dafür gemacht, dass ihr euch darüber auch noch sorgen hättet müssen. Aber sei versichert, der DonnerClan ist außer Gefahr. Und was deine Sorge um Mausefell angeht...hab keine Angst, sie hat sich wieder gefangen und weiß, welche Verantwortung sie trägt. Hab Vertrauen in deine Schülerin", miaute Sternenregen ruhig und sah Goldblume aus ihren goldfarbenen Augen an.
Zwar war das mit Farnstern nicht wirklich befriedigend, aber wenn der SternenClan nicht mehr sagen wollte, würde Goldblume das akzeptieren. "Und...habt ihr noch immer nichts von Schattenkralle gehört?", fragte die Heilerin sicherheitshalber noch einmal nach, erntete aber nur ein Kopfschütteln. "Nein, er ist wie vom Erdboden verschluckt. Tut mir Leid...", erwiderte Sternenregen. Seufzend nickte Goldblume und lächelte leicht. "Das lässt sich wohl nicht mehr ändern. Aber solange es dem gesamten DonnerClan gut gehen wird, bin ich beruhigt", erklärte die Helle und schmiegte sich noch einmal an das weiche Fell ihrer Mutter. "Ich freue mich auf unser nächstes Wiedersehen, meine Kleine. Bleib stark und diene deinem Clan, so gut du kannst", maunzte die Cremefarbene noch, bevor Goldblume die Augen wieder zufielen und sie langsam einschlief.


Schließlich wachte Goldblume wieder in der Höhle des Mondsteins auf. Anscheinend war sie die Letzte, denn Eisstern und Mausefell saßen bereits beide schon da.
Nun mit viel beruhigterem Gemüt erhob sich die Helle und streckte kurz ihre steifen Glieder. Die Begegnung mit ihrer Mutter hatte ihr gut getan und auch ihre Worte hatten sie beruhigt. Der Tod von Farnstern und das Verschwinden von Schattenkralle lagen ihr immer noch schwer im Magen, aber es wurde langsam leicht für sie, mit der Vergangenheit abzuschließen.
Goldblume sah dann mit ihren bernsteinfarbenen Augen zu Eisstern und legte leicht den Kopf schief. "Ich denke, wir können gehen?", fragte sie und lächelte kurz zu Mausefell.
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Mi Sep 25, 2013 7:46 pm

Eisstern wartete ruhig darauf, dass Mausefell und Goldblume ebenfalls von ihren Träumen wieder aufwachten. Nachdenklich hatte sie dabei ihren Seitenblick auf Silberpfote und Pirolpfote gerichtet. Sie dachte an Eisenherz' Worte bezüglich des gestreiften Katers zurück. Sie kannte ihn zu wenig, um wirklich über seine Fähigkeiten urteilen zu können. Und seinen Mentor konnte sie nicht mehr fragen, denn Farnstern war tot.
Als er dann auch noch so neugierig nach ihrem Traum fragte, seufzte die Schwarze leicht und sah ihn aus funkelnden Augen an. "Du solltest eigentlich wissen, dass die Anführer und Heiler niemals über ihre Träume sprechen, nur untereinander. Und hätte es nicht geklappt, würde ich hier wohl nicht so ruhig sitzen, Pirolpfote", erklärte sie dem Schüler mit strengem Ton und schnippte kurz mit dem Schwanz.
Dann richtete sich ihre Aufmerksamkeit wieder auf Mausefell und Goldblume, die langsam nach und nach ebenfalls erwachten. Beide wirkten ziemlich ruhig, also hatten sie wohl ebenfalls keine schlechten Nachrichten erhalten. Das stimmte auch Eisstern nun vollkommen ruhig, während ihre Gedanken weiterhin klar und scharf waren.
Auf Goldblumes Frage hin nickte die Anführerin und erhob sich anmutig. Die Begegnung mit dem SternenClan hatte sie auch äußerlich verändert, sie bewegte sich geschmeidiger und ruhiger. "Ja, wir können gehen", erklärte sie und rief ihre Weggefährten mit einem Schwanzschnippen zu sich.
Mit erhobenem Kinn und zielstrebigen Schritten verschwand Eisstern in dem finsteren Gang, während hinter ihr der Mondstein allmählich seinen Glanz verlor. Ihr Clan wartete auf sie. Und es gab einiges zu tun.

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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Fr Sep 27, 2013 4:00 pm

OUT: Ich habe jetzt die Kräuter mal einfach weggelassen :3

Ihre blauen Augen auf den Mondstein gerichtet, überdachte Mausefell ihr Gespräch mit Zimthauch. Die Kätzin hatte ihr klar gemacht, dass Liebe Heilerkatzen nicht vergönnt war - dafür trugen solche Katzen eine zu große Last. Mit einem angenehmen Schauder erinnerte sich die Wildfarbene an Zimthauch weiche Stimme, als diese ihr von dem Vertrauen des SternenClans in ihre Vernunft und ihre Treue berichtet hatte. Ganz langsam hob sie den Blick nach oben, wo der Mond silbern durch die Decke des Vulkans schien. Ich werde euch nicht enttäuschen!
Goldblume erhob sich nun und gab damit das Zeichen zum Aufbruch. Mausefell erhob sich auf die Pfoten, begab sich dann mit leisen Pfotenschritten zum Ausgang der Höhle und warf noch einen letzten Blick über die Schulter auf den gemächlich dunkler werdenden Mondstein. Ihre augen richteten sich auf Silberpfote, die nicht viele Schwanzlängen entfernt hinterher tappte. "Unter deinen Clan Gefährten wirst du einen guten Freund finden, dem du vertrauen kannst …", flüsterte Zimthauchs Stimme in ihrem Kopf und erneut schien es ihr, als würde der Geruch der Kätzin um sie herum in der Luft liegen. Verwundert blinzelte Mausefell. War dies ein Zeichen? Wollte die SternenClan Kätzin ihr damit mitteilen, dass Silberpfote die erwähnte Katze war?
Ich sollte es herausfinden, beschloss die Heilerin und einem Schwanzzucken. Geduldig wartete sie, bis Silberpfote sie erreicht hatte, dann trottete sie an der Seite der Schülerin in den Tunnel und Richtung DonnerClan Lager.

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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Fr Sep 27, 2013 5:50 pm

Auf Goldblumes Nachfrage hin hatte sich die Anführerin an sie gerichtet und erklärt, dass sie nun aufbrechen konnten. Zustimmend nickte die Heilerin und blickte noch einmal zurück zum Mondstein, der mittlerweile seinen Glanz verloren hatte. Erneut gingen ihr die positiven Wörter ihrer Mutter durch den Kopf, während sich ein leises Lächeln auf ihre Lippen stahl. Danke, Mama, dachte sie, bevor sie sich abwandte.
Mausfell war Eisstern bereits gefolgt, Silberpfote und Pirolpfote waren noch in der Höhle. "Kommt, ihr beiden, für uns gibt es hier nichts mehr zu tun", miaute Goldblume zu den Schülern und nickte ihnen kurz zu, bevor sie der Anführerin und ihrer Schülerin folgte.

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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Sa Sep 28, 2013 12:27 pm

Erleichtert nickte ich, wir hatten es also geschafft. Zwischenzeitlich hätte ich fast vermutet, der SternenClan hätte sich vom DonnerClan abgewandt, aber es schien sich doch nur um eine Weltliche Angelegenheit zu handeln, die Farnstern widerfahren war. Falls Eisstern etwas darüber weiß, sollte sie es dem Clan sagen. Damit würde sie vielen eine Last von den Schultern nehmen.
Ich nickte Silberpfote zu und trottete hinter Goldblume und Mausefell hinterher, gespannt, dem Lager die frohe Botschaft mitzuteilen.

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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   So Sep 29, 2013 7:59 am

Ich nickte Eisstern respektvoll zu. Sie war auch vorher stark und anmutig gewesen, aber die Zeremonie hatte sie verändert und sie schien mehr Autorität und macht auszustrahlen.
Langsam erhob ich mich auf die Pfoten. Es war Zeit aufzubrechen.
Ich blickte kurz zu Mausefell und Goldblume. Die beiden schienen noch über ihre Träume nachzudenken. Was hatte der SternenClan gesagt ? Ich war ziemlich neugierig, aber Eisstern hatte mehr als deutlich gemacht, dass wir Schüler nichts erfahren würden.
Als Mausefell am Tunneleingang auf mich wartete, zauberte das ein kleines Lächeln in mein nachdenkliches Gesicht. Zusammen betraten wir den Tunnel.
Auf dem Weg ins Lager, mit einer neuen Anführerin.

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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Sa Mai 10, 2014 6:53 pm

cf: Vulkanöffnung

Das Fell aufgeplustert tappte Mausefell durch die schwarze, kalte Dunkelheit. Ihrem Instinkt folgend drang sie weiter in den tunnel vor, steuerte auf die Höhle zu, in der sie das Leuchten des Mondsteins erahnen konnte. Ihre Pfoten begannen zu kribbeln, als sie sich dem leuchtenden Stein näherte, die Anwesenheit ihrer Ahnen ihr immer bewusster wurde und ihre Gedanke zu schwirren begannen. Wen würde sie heute treffen? Goldblume? Ihre Eltern? Zimthauch? Magnolienpfote? Oder ... Schattenkralle?
Einem Treffen mit dem schwarzen Kater galten ihre größten Hoffnungen, auch wenn ihr bewusst war, wie falsch dies war. Es war einfach ... nicht richtig, nicht erlaubt - ja, es war ihr vom Gesetz der Krieger her verboten. Und doch, Liebe ließ sich nicht einfach verdrängen, sie ergriff immer wieder von der kleinen Kätzin Besitz, ließ ihre Gedanken in schlaflosen Nächten bei Schattenkralle verweilen und bescherte ihr durchgängig ein schlechtes Gewissen. Sie wollte es ja nicht einmal! Viel lieber hätte sie sich ständig um ihre toten Verwandten gesorgt, hätte sonstwas getan, aber sie wollte nicht ständig von den Erinnerungen an Schattenkralle geplagt werden. Aber anscheinend hatten ihre Ahnen sie dazu verdammt - als Strafe vielleicht für ihre heftigen Gefühle für den Kater? Vielleicht, weil sie es ihm sogar gestanden hatte und wegen ihm ihre Heilerpflichten vernachlässigt hatte? Es würde nur gerecht sein: Ein zerissenes Herz dafür, dass sie ihre Treue dem DonnerClan gegenüber unter ihre Treue einem Kater gegenüber gestellt hatte. Beides würde für die Ewigkeit wären. Schmerz und Schuldgefühle ...
War das der neue Sinn ihres Lebens? Zu versuchen, Katzen zu retten, ihnen nach ihrem Versagen nachzutrauern und dann zu versuchen, zu vergessen?
Die Augen vor Kummer geweitet und mit seltsam trüben Ausdruck in dem klaren Blau betrat Mausefell schließlich die Höhle im Herzen des Vulkans. Der kalte, glatte Stein wurde durch das Lichte erhellt, welches der Mondstein aussannte und durch die Öffnung in der Decke sickerte das fahle Mondlicht des Halbmondes herab. Erfürchtig trat sie näher heran, ein Zittern durchlief ihren Körper, als plötzlich Wut in ihr aufwallte. Warum tat sie das hier eigentlich noch? Warum? Ihr war alles genommen worden: Ihre Eltern, ihre geliebten Geschwister, Schattenkralle, der ihr ein Bruder, Freund und Geliebter gewesen war und Goldblume, ihre wunderbare Mentorin. Nicht zu vergessen Zimthauch, ihr größtes Vorbild. Alle tot.
Das helle Licht des Steins ließ ihre blauen Augen kalt aufleuchten, als sie immer näher trat. Ihr Fell glänzte in einem fahlen, viel helleren Braun, als es sich im Sonnenlich sonst zeigte. Das Gefühl, ungerecht behandelt zu worden sein, ergriff von ihr Besitz und die kleine Kätzin hinderte sich nur mit Mühe daran, ihr Nackenfell aufzustellen. Gut, sie hatte gegen das Gesetz der Krieger verstoßen und sich verliebt, obwohl sie gewusst hatte, dass ein Gefährte oder auch nur eine Liebschaft ihr für immer und ewig verwehrt bleiben würden. Trotzdem hatte sie sich für den Weg einer Heilerin entschieden, sie hatte vie gelernt, gearbeitet und hatte versucht, das Beste aus allem zu machen. Und trotz ihres kurzzeitigen Hängers hatte sie sich wieder zusammen gerissen und diente dem DonnerClan nun mit allem, was sie bieten konnte, als Heilerin. Warum also - beim SternenClan! - hörte die Qual nicht auf? Sie gab doch schon alles, was sie hatte? Sollte sie sich vielleicht noch die Krallen ausreißen bei dem Versuch eine bessere Heilerin zu sein und einer Katze die Krankheit vielleicht aus dem Leib zu reißen?!
Vielleicht könnt ihr mir ja meine Frage beantworten, ihr meine Ahnen, die doch immer wissen, was richtig ist, dachte sie, Bitterkeit glitzerte in ihren Augen, bevor sie die Lider schloss, sich lautlos auf dem kalten Stein niederließ und dann ihre Nase gegen den Mondstein presste.

Gerüche der Blattgrüne strömten auf Mausefell ein - sie träumte. Erstaunlich, dass die SternenClan Katzen sie zu sich ließen, trotzdem ihre Gedanke wenig Sympathie gegenüber ihren Ahnen ausgedrückt hatten. Doch vielleicht würden sie sie ja auch allein hier umherwandern lassen. Um ihr eine Lehre zu erteilen.
Ihr blauen Augen öffneten sich und gleichzeitig erhob sie sich geschmeidig auf die Pfoten. Ihre Ohren zuckten, als sie das Rascheln von Beute im Unterholz vernahm, doch ihre Aufmerksamkeit durfte nicht den Tieren um sie herum gelten. Sie wollte mit ihren Ahnen sprechen.
Langsam setzte sie sich in Bewegung, schritt über weichen Waldboden, frisch duftendes Gras und sprüte das Spiel von Licht und Schatten auf ihrem wildfarbenen Pelz. Es war eine willkommen Abwechselung durch diesen Blattgrüne Wald zu schreiten und statt Schnee, warmen Boden unter sich zu spüren, anstatt von eiskalten Winden, sanfte Brisen im Fell zu fühlen.
"Mausefell."
Unvermittelt wandte die junge Kätzin den Kopf und entdeckte eine hübsches, cremefarbene Kätzin, mit strengen, aber doch auch liebevollen goldfarben Augen und erhabenem Gang. Ihre alte Mentorin schritt auf sie zu, ganz die ruhige, besonne Heilerin, die Mausefell so gut zu kennen meinte.
"Goldblume, wie schön dich zu sehen!", begrüßte die Jüngere sie mit einem erfreuten Schwanzzucken und die kalte Wut von vorhin klang ab und wurde von einer angenehmen Wärme ersetzt.
Goldblume gab ihr mit den Schweif ein Zeichen und beide Kätzinnen ließen sich auf einem Grasfleck in der Sonne nieder. Schuldbewusst legte Mausefell die Ohren an, wobei sie nicht sicher war, welche Schuld nun schwerer wog - die, den Tod ihrer Mentorin nicht verhindert zu haben und die, an den Entscheidungen ihrer Ahnen gezweifelt zu haben.
"Ich weiß, du fühlst dich verantwortlich für Magnolienpfotes und meinen Tod ... Doch das brauchst du nicht. Du konntest nichts für uns tun, der SternenClan hat uns zu sich gerufen. Manche Krankheiten kann kein Heiler kurieren und die Ahnen wissen, dass du alles getan hast.", miaute Goldblume beruhigend und strich ihr mit der Schwanzspitze über den Rücken. Dankbar für diese Berührung drückte sich Mausefell enger an das Fell ihrer verstorbenen Mentorin, doch noch immer nagte die Schuld an ihr.
"Geht ... es ihr gut hier? Und dir?", fragte sie leise und Goldblume schnurrte nur leise zur Antwort und deutete mit der Vorderpfote auf eine Lücke zwischen zwei Brombeerbüschen. Eine graue, drahtige Gestalt sprang leichtfüßig durch das Gras, eine silbergraue Kätzin mit warmen gelben Augen an ihrer Seite. Die kleinere, graue Kätzin drehte ihr das Gesicht zu und nun erkannte Mausefell das unverkennbare Gesicht von Magnolienpfote. Ihre violett-blauen Augen waren frei von Schuld und sie winkte schwach mit der Schwanzspitze, ehe beide Kätzinnen im Wald verschwanden.
"Mach dir keine Sorgen, hier beim SternenClan sind alle Katzen willkommen." Goldblume seufzte leise und Mausefell spürte, wie ihre Schultern etwas von ihrer Straffheit verloren. Unsicher sah die DonnerClan Heilerin zu der anderen Kätzin auf. Hatte sie ihre schuld bemerkt ..?
Ja, sie müssen es doch alle bemerkt haben...!
Doch die cremefarbene Katze schien an etwas anderes zu denken ... an eine der Sorgen, die auf Mausefell gebrechlicher Seele lasteten.
"Wir wissen alle, wie ... es um Blütenpfote steht.", maunzte sie bedauernd. "Die Kleine ist natürlich stark und kämpft um ihre Gesundheit ... aber ihr Krankheitsfall ist so seltsam. Ich habe nie zuvor solche Symptome gesehen, ohne, dass deine verwendeten Kräuter oder auch nur Ruhe anschlug." Sie schwieg kurz. "Dennoch, deine Fähigkeiten in der Heilkunst könnten besser nicht sein, auch wenn dir noch Erfahrung fehlt. Gib' Blütenpfote nicht auf, vielleicht schlagen ja die Kräuter an, welche dir die anderen Heilerinnen vorgeschlagen haben."
Mausefell nickte stumm, dachte voller Sorge an die kleine Patientin daheim im DonnerClan Lager und senkte den Blick zu ihren Pfoten. Die Lippen fest aufeinandergepresst verharrte sie so, bis sie spürte, wie Goldblume ihre Schulter berührte.
Furcht stand in ihren klaren, blauen Augen, als sie zu ihrer Mentorin aufsah.
"Du hattest es schwer im Leben, Mausefell, das wissen wir.", begann Goldblume leise. "Deine Familie ist dem SternenClan beigetreten, da warst du noch eine Schülerin. Dann ... hat sich deine Beziehung zu Schattenkralle gewandelt und du ..."
"Ich weiß, dass es falsch war.", erwiderte Mausefell heftiger, als beabsichtigt und legte sogleich entschuldigend die Ohren an, auch wenn in ihren Augen unterdrückte Wut schwelte. "Er war ein ganz besonderer Kater für mich, wie ein Bruder, das letzte Stück 'Familie' nachdem alle anderen tot waren ... Und meine Gefühle haben sich eben weiterentwickelt, wie die einer jeden normalen Kätzin, die einen süßen Kater trifft. Ich wusste, worauf ich mich einließ als ich entschied Heilerin zu werden. Aber Liebe ist etwas, das sich nicht bezwingen lässt. Sie ist stärker als jeder Krieger und schmerzhafter, als jede Wunde."
Goldblume musterte sie, nicht überrascht oder entsetzt, nein nur nachdenklich und mit schwachem Bedauern. Mausefell erwiderte den Blick stetig und endlich fand sie die Kraft, für ihre Gefühle inzustehen, wie falsch sie auch sein mochten.
"Ich weiß", erwiderte Goldblume nach einem langen Schweigen. "Aber du musst ihn trotzdem vergessen ..."


Die kleine Wildfarbene erwachte auf dem kalten Steinboden, blieb jedoch reglos liegen. Ihre Pfoten zitterten, während ihr Atem ruhig und gleichmäßig ging. Tränen stiegen ihr in die Augen, rannen ihre Wangen hinab und fanden lautlos ihren Weg zum kalten Steinboden der Höhle.

[kommt an, denkt nach, legt sich an den Mondstein, träumt von Magnolienpfote, Lichterglanz und Goldblume, wacht auf, weint]
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   So Mai 11, 2014 2:22 pm

cf: Vulkanöffnung

Mausefell dicht folgend, tappte Rosenhauch durch die Dunkelheit. Vorsichtig setzte die rote Kätzin eine Pfote vor die andere und tastete sich mit ihren Schnurrhaaren voran. Der Tunnel war schmal, so dass die Heilerinnen hintereinander gehen mussten und Rosenhauch hinter sich die Schritte der anderen Heilerinnen hörte.
Nicht lange, nachdem sie den Tunnel betreten hatten, leuchtete vor Mausefell silbernes Licht auf und kurz darauf gab der Tunnel den Eingang zur Höhle frei.
Ehrfürchtig betrat die junge FlussClan-Heilerin die hell erleuchtete Höhle. Dies war das erste Mal, dass sie nicht den vertrauten Pelz und Duft ihrer Mentorin neben sich spürte. Es war, als würde sie die Ahnenhöhle zum ersten Mal betreten.
Im gewohnten Gang tappte die Kätzin nun auch in Richtung des Mondsteins und setzte sich neben Mausefell. Diese hatte schon längst ihre Nase an den Felsen gedrückt und schlief.
Bevor Rosenhauch es ihr gleichtat, blickte sie zum Loch in der Decke der Höhle, wo der Halbmond strahlend am dunklen Himmel stand und der Höhle sein silbriges Licht spendete.
Dann zog sie ebenfalls die Pfoten unter den Körper und zog ihren Schwanz zu sich, damit niemand drauftrat. Erst dann schloss sie die Augen und drückte ihre Nase an den eiskalten Stein.
Sofort durchlief sie eine Eiseskälte, als würde sie jetzt durch den Bach im FlussClan-Territorium waten. Die Kälte drang in jedes ihrer Gliedmaßen, so dass dort urplötzlich ein Taubheitsgefühl entstand.
Das Wispern der Ahnen zischelte in den spitzen Ohren der Heilerin, dann hüllte die Schwärze sie ein.

Gleich darauf war die Kälte des Gesteins unter Rosenhauch verschwunden. Stattdessen spürte unter sich weiches Gras, dass sich wie ein nest umso gelegt hatte und am Bauch kitzelte. Nun öffnete die Rote die Augen und erblickte eine große Weise, die bei näherer Betrachtung doch eher eine Lichtung glich und von Bäumen mit tiefhängenden Zweigen gesäumt wurde. Wie im FlussClan-Territorium!, schoss es der Heilerin durch den Kopf.
Da wurde das Kitzeln doch unerträglich und Rosenhauch zog die Pfoten unter Körper, um sich aufzustemmen. Die Kälte war aus ihren Gliedern verschwunden, stattdessen wärmte heller Sonnenschein ihren Pelz, der im Moment Flammen glich. Es war Blattfrische, das sah man auf einen Blick. Überall sprossen Blumen und die Blätter der Bäume wirkten frisch. Außerdem hörte Rosenhauch das geschäftige Summen der Insekten. Vor ihr saß eine Biene auf einer Blume und flog weg, als sich die Heilerin näher an sie heranbeugte.
Da flatterte neben Rosenhauch ein buntes etwas auf und plötzlich überfiel die Kätzin der jungenhafte Drang, dem bunten Etwas, dass sich als Schmetterling entpuppte, nachzujagen. Gleich darauf setzte die Kätzin zu einem Sprung an und schlug maunzend, nach dem Flattervieh. Obwohl es eindeutig flüchtete, fiel dem Insekt doch nicht ein, nach oben zu fliegen, nein, es entfernte sich nur weiter von Rosenhauch, die ihm noch immer nachjagte.
,,Du benimmst dich wie ein Junges!"
Rosenhauch stoppte augenblicklich und bemerkte aus den Augenwinkeln, dass der Schmetterling nun wieder ganz entspannt davonflatterte.
Die Stimme, die gerufen hatte, gehörte einer Katze, einer SternenClan-Katze, um genau zu sein. Lautlos und elegant kam sie über die Weise geschritten. Sie wirkte jung und Sterne funkelten in ihrem Pelz. Rosenhauch hatte sie sofort erkannt.
,,Spatzenfeder! Bin ich froh dich zu sehen. Es muss ewig her sein.", miaute Rosenhauch und preschte auf die ehemalige FlussClan-Heilerin zu, um sich an sie zu drücken. Obwohl sie die Kätzin nie persönlich gekannt hatte, hatte Rosenhauch oft mit ihr in ihren Träumen gesprochen und die beiden verstanden sich sehr gut. Vor allem da Spatzenfeder die Mentorin von Rehsprung gewesen war.
Plötzlich fiel Rosenhauch etwas ein und sie richtete ihren blauen Blick auf die gräuliche Kätzin. ,,Wo ist Rehsprung? kann ich sie sehen?", fragte die Kätzin aufgeregt und blickte Spatzenfeder eindringlich in die Augen. Die Heilerin lächelte nur und miaute: ,,Natürlich. Sie wartet schon auf dich."
Aufgeregt sprang Rosenhauch der Kätzin hinterher, die den Weg zwischen die Bäume eingeschlagen hatte. Sie würde ihre Mentorin wiedertreffen!
Zwischen den Bäumen war es kühl und der Boden war durch herabgefallene Blätter und die Erde weich gepolstert, so dass es sehr angenehm war darauf zu laufen. Viel angenehmer als auf dem kalten Gestein.
Hin und wieder hopste ein Stück Beute vorbei und man hörte Vögel zwitschern. Nichts wies auf die eisige Blattleere hin, die in der Realität herrschte.
Vor sich sah Rosenhauch zwei Schüler vorbeiflitzen und konnte nur einen kurzen Blick auf ihre Pelze erhaschen, bis sie wieder zwischen den Bäumen verschwunden waren. Schwarz und schwarz-weiß. Rabenpfote und Wieselpfote womöglich? Nach einigen Überlegungen war Rosenhauch ziemlich sicher, dass es ihre verstorbenen Geschwister gewesen waren und ihre 'Lebenslust' und Freude erwärmte das Herz der Heilerin.
Spatzenfeder dagegen sagte nichts und hatte auch die beiden Schüler nicht bemerkt. Ob sie wohl über etwas nachdachte? Etwas Schlimmes, dass dem FlussClan zustoßen würde? Rosenhauch erschauerte augenblicklich. das einzige, was sie am Heiler-sein nie gemocht hatte, waren die düsteren Prophezeiungen, doch so was kam vor. Hauptsache Rosenhauch konnte sie früh genug erfahren, um ihren Clan davor zu warnen.
Weitere Überlegungen konnte die Rote nicht anstellen, denn Spatzenfeder führte nun die Schülerin ihrer Schülerin hinaus auf eine weite Grasebene, die Rosenhauch an die Hügelllandschaft erinnerte.
Überall erblickte sie SternennClan-Katzen, auf der Wiese, auf Baumstüpfen, oder im Schutz von Felsen, die sich miteinander unterhielten, oder sich die Zunge gaben.
Eine, allerdings, fiel Rosenhauch gleich auf, denn sie hatte ihren den Rücken zugewandt und drehte sich jetzt um. Rosenhauch blickte nun ihn grüne Augen, mit feinen roten Linien. Rehsprung!
Ohne auf Spatzenfeder zu warten, preschte die junge Heilerin los, um ihrer Mentorin in die Pfoten zu fallen, die sie lächelnd erwartete. ,,Geht es dir gut? Hast du Freundeh hier?", fragte sie.
,,Ja.", erwiderte sie. ,,Mit den anderen Heilerin zusammenzusitzen und euch Schülern zuzusehen, wie ihr euren Tätigkeiten nachgeht, macht sehr viel Spaß."
,,Das ist schön. Dann weißt du sicher auch von Kristalljunges?", fragte Rosenhauch und blickte sich kurz nach Spatzenfeder um, die aber nicht mehr bei ihnen war. In der Ferne entdeckte einen grauen pelz und zwei weitere, von denen sie nicht wirklich sagen konnte, welcher nun Rehsprungs Mentorin gehörte. Die ehemalige Heilerin hatte wohl zu tun.
Rosenhauch versuchte weiterhin die Heilerin zu identifizieren, doch rehsprungs Stimme verlagerte ihre Konzentration auf sie. ,,Natürlich weiß ich von Kristalljunges. Sie vielleicht etwas jung und weiß nicht, was sie da versprochen hat. Doch trotzdem bringt sie das mit, was eine Heilerin können muss, ich halte sie für eine gute Wahl. Aber du bist noch jung, brauchst du wirklich eine Schülerin?", fragte Rehsprung und nahm damit vorweg, was Rosenhauch sie hatte fragen wollen.
,,Danke, Rehsprung.", miaute Rosenhauch nach wenigen Herzschlägen. ,,Ich denke auch, dass Kristalljunges das Zeug dazu hat. Und ich brauche ein wenig Hilfe. Außerdem bist auch früh gestorben. Das könnte auch mir passieren." Bevor Rosenhauch nach dem Todesgrund ihrer Mentorin fragen konnte, spürte sie einen warnenden Blick in ihren Rücken, der von niemand geringerem, als Spatzenfeder stammen konnte. Rosenhauch zuckte irritiert mit einem Ohr, behielt ihren Gedanken aber für sich. Es war auch ziemlich offensichtlich, dass Rehsprung nicht darüber reden wollte.
Rehsprung schwieg, aber Rosenhauch sah das die grünen Augen die Kätzin das vertraute Leuchten zeigten, dass Rosenhauch so vertraut war und zeigte, dass ihre Mentorin nachdachte. Ihre ehemalige Schülerin störte sie deshalb nicht und sann ihren eigenen Gedanken nach, bis Rehsprung wieder zu Rosenhauch sah.
,,Du musst jetzt gehen. Dein Besuch ist für heute vorbei. Pass auf dich auch, Liebes.", miaute Rehsprung und war aufgestanden.
,,In Ordnung. Du und Spatzenfeder such. Sag ihr von mir auf Wiedersehen."
Rosenhauch winkte mit dem Schweif und als sie blinzelte, erfasste sie ein starker Sog. Rehsprung verschwamm und irgendwann umhüllte Rosenhauch wieder die Schwärze.


Im nächsten Moment fand dich die Heilerin wieder in der Höhle des Monsteins wieder und blinzelte, damit sich ihre Augen an das Mondlicht gewöhnten und sie wieder etwas sehen konnte. Neben sich sah sie die blauen Augen Mausefell verdächtig glitzern und ihre Pfoten zitterten, was Rosenhauch aus den Augenwinkeln bemerkte. Hatte die Kätzin eine unschöne Prophezeiung bekommen? War sie deswegen so unglücklich?
Sollte Rosenhauch versuchen sie zu trösten? Allerdings kannte sie die DonnerClan-Heilerin nicht so gut wie Kleeblatt. Die beiden schienen sich sehr gut zu verstehen.
Unschlüssig starte Rosenhauch auf ihre Pfoten.

[geht zum Mondstein, träumt, wacht auf, bemerkt Mausefell]
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   So Mai 11, 2014 9:28 pm

<--- Vulkanöffnung

Still schritten wir durch die Dunkelheit in der mein Fell gänzlich schwarz wurde. Im Gegensatz zum kalten schneetreiben draußen fühlte ich mich hier fast geborgen, als ob mir jemand meine Pfotenschritte erleichterte. Der Sternenclan hatte immer etwas bittersüßes an sich, Geborgenheit und die erinnerung an Verstorbene geliebte Katzen...im Guten, wie im Schlechten.
Hinter Rosenhacuch betrat ich das Herz des Vulkans, den vom Licht des Halbmonds beleuchteten Mondstein fest im Blick. Die anderen Heiler suchten sich zielsicher einen Platz udn auch ich legte mich zu dem leuchtenden Stein und berührte ihn mit der Nase.
Kälte breitete sich von meiner Nase aus und unbeweglich glitt ich die Schwärze eines Traums.

Langsam nahm ich wahr, das in der Schwarze Lichtpunkte strahlten und bemerkte, dass ich auf dem Rücken lag. verwirrt udn etwas hastig drehte ich mich rum und stand auf. Der angenehm frische Duft einer Blattgrüne Nacht empfing mich und ließ mich fast daran zweifeln, wie unwohl ich mir vor kurzem erst im Schneetreiben gefühlt hatte.
Ich erkannte den Katzenfelsen und die vertrauten sanften Rundungen des flachen Moorlandes, indem der Windclan zu Hause war. Entfernt konnte ich den schmalen Fluss einladend säuseln hören und ein warme Brise zupfte an meinem Fell, mich zu einem Lauf zum Wasser einladend.
Ich unterdrückte den Wunsch mit dem Wind zu laufen und schaute mich nach Katzen um, konnte aber niemanden sehen. "Lichtertanz? Schneejunges?" rief ich nach den mir vertrautesten Sternenclankatzen, bekam aber keine Antwort. Sattdessen spielte wieder der Wind mit meinen Ohren und ich meinte leises gelächter zu hören. Zögerlich tat ich ein paar Schritte und folgte dann vollends dem Locken des frischen erdigen Moorwindes.
Den Katzenfelsen in meinem Rücken jagte ich über das Moor und genoss den Geruch vollen lebendigen Grüns, das von Überfluss sprach. Dann stutzte ich und hielt abrupt, den schmalen bach mittlerweile deutlicher hörbar. Das grau-weiße Fell des Kätzchens, dass einen Schmetterling auf eienr Blüte belauerte kam mir schmerzlich bekannt vor. Wie festgewurzelt beobachtete ich, wie das absolut gesund wirkende Junge spielte, als sei alles in bester Ordnung.
Eine Schweifspitze berühte meine Schulter und ich löste mich von dem Anblick. Ein weißes Kätzchen stand neben mir und bedeute mir mit einem Nicken ihr zu folgen. Wir trabten dem schmalen Fluss entgegen und fast vermisste ich das Laufen mit dem Wind, aber mein Blick huschte zurück zu dem Jungen.
"Du hättest Federjunges nicht retten können." miaute meine Schwester neben mir mit sanfter Stimme und schluckte ein wenig überrascht wie sehr es schmerzte, das junge Leben verloren zu haben. hatte ich es nicht bemerk? Weil so viel passiert war...oder war es mir nur bewusster geworden, weil ich mit den anderen heilern über die Tode in der Blattleere gesprochen hatte. Vielleicht machte ich mir manchmal auch vor, ich hätte so viele Verluste erlebt, ich könne nicht mehr trauern? Vielleicht...
"Ich bin froh, dass sie ihren Weg in den Sternenclan gefunden hat." miaute ich und spürte, wie die Worte in meiner Brust nachklangen. Das war es was die Besuche im Sternenclan so bittersüß machte, die Erinnerung an all die Verluste...aber man konnte sich auch sicher sein, das es unseren verlorenen Liebsten gut ging.
Schneejunges lächelte mich an "Und sie wird von hier aus über ihre Familie und ihren Clan wachen." erklärte sie ruhig und beschleunigte ihre Schritte als der Wasserlauf in Sicht kam. Schon von weitem konnte ich eine Katze am Ufer sitzen sehen und beeilte mich Schneejunges zu folgen.
"Kleeblatt willkommen." begrüßte mich Lichtertanz schon von Weitem gut gelaunt. Erfreut meinen Mentor wiederzusehen trabte ich zügig zu ihm und strahlte ihn aus hellgrünen Augen an "Lichtertanz, es ist schön dich wiederzusehen." miaute ich herzlich, hielt dann aber inne, den Kater fragend anschauend.
"Wartest du auf die schlechten Nachrichten?" erkundigte sich der Tigerkater schmunzelnd und ich seufzte leicht "Ich mache mir halt Sorgen um meinen Clan." miaute ich "Ich hoffe natürlich, das dem Windclan keine Gefahren drohen?"
Lichtertanz erhob isch und wirkte etwas ernster "Das Leben eines Kriegers, einer Clankatze ist niemals ohne Gefahren." merkte er an "Aber der Windclan hat starke Krieger, die ihn durch harte zeiten tragen können." miaute er und ergänzte überraschend drängend "Und auch in deinen Pfoten liegt die Zukunft deines Clans."
Lichtertanz Blick glitt kurz zum Wasser und ich folgte ihm, ein graziler Schatten spiegelte sich in dem fröhlich dahin plätchernden Wasser und ich konnte kaum meine Augen von dem Anblick lösen, um zu sehen, wer sich da spiegelte. Am Ufer saß allerings niemand außer uns, weder hier noch am anderen. Verwirrt suchte ich die Umgebung ab, während meine Schwester sich zu Wort melfete.
"Kleeblattt wird das schaffen." miaute sie absolut sicher in ihrer Aussage und Lichtertanz stimmte ihr gut gelaunt zu, als hätte es seine fast warnende Aussage gar nicht gegeben "Natürlich, ich weiß doch das meine Schülerin mit ihrem ganze Herzen für das Wohl ihrer Clankameraden sorgt." schnurrte nicht ohne stolz, nur in seinen augen konnte man etwas Sorge erkennen...oder ich bildete sie mir ein, weil ich sie dort erwartete?
Ich sagte nichts und eine unangenehme Stille breitete sich aus, die mein ehemaliger Mentor durchbrach "Du brauchst dir keine Sorgen machen, ich weiß, dass für dich die Gesundheit deines Clans an erster Stelle kommt und so wirst du alle Prüfungen bestehen können." versichterte er mir lächelnd und diesmal konnte ich wirklich keinerlei Bedenken erkennen, ob echte oder nur eingebildete. Und ich erwiderte etwas erleichtert das Lächeln des Tigerkaters.
"Es wird Zeit." merkte Schneejunges an drückte ihre Nase zum Abschied in meine Schulter. Ich wollte noch antworten, aber ich langsam verblasste das Bild der beiden Katzen am Flasslauf "Mach dir keine Sorgen." war das Letzte, was ich hörte.


Blinzelnd erwachte ich, die nase immernoch am Mondstein, von dem ich sie langsam löste. Ich blieb liegen und schaute mich, während ich versuchte die Reste des Schlafs aus meinem Kopf zu vertreiben. Rosenhauch schien schon wach, Slabei feder und Mausefell träumten wohl noch. oder doch nicht, ich musste genau hinschauen, um zu erkennen das Mausefell nicht mehr schlief, sondern einfach nur dalag. Wach...und weinend.
Unangenehm an meinen ersten besuch beim Mondstein erinnert, bei dem meine ehemalige Mitschülerin verschreckt und durcheinander gewirkt hatte. Hatte sie wieder schlechte Nachrichten erhalten? Nicht das ich das letzte Mal den Grund für ihre Unruhe erfahren hatte, aber ohne zu zögern erhob ich mich noch etwas wackelig und trabte zu der Donnerclanheilerin hinüber und drückte ihr sanft die Nase in die Schulter. Ich sagte nichts, ich wusste auch nicht was, schließlich wusste ich nicht was der Grund für die Tränen war. Ich hoffte trotzdem ihr vielleicht Trost spenden zu können, so wie sie mir vor Monden Sicherheit gegeben hatte, als ich die ersten Schritte als Heilerschülerin gemacht hatte.

[legt sich beim mondstein hin, träumt, wacht auf, geht zu Mausefell, drückt Mausefell die nase in die schulter]
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Di Mai 13, 2014 2:40 pm

Lautlos weinend lag Mausefell neben dem Mondstein. Sie konnte die Kälte des Steines deutlich spüren, auch wenn sie ihn nicht mehr berührte. Oder war es die Kälte von außerhalb der Höhle? Oder ... womöglich spürte sie auch einfach nur den eisigen Frost, welcher ihr Inneres soeben ergriff ...?
Neben ihn war Rosenhauch erwacht und kurz sah Mausefell die blauen Augen der roten Heilerin zu ihr herüberblitzen, doch die Kätzin schien unentschlossen, was zu tun sei. Sicher wollte sie sich nicht aufdrängen, was die DonnerClan Kätzin ihr kaum verdenken konnte - und eigentlich war es ihr auch ganz lieb, wenn die anderen sie jetzt in Ruhe ließen. Es war ihr eigenes Problem, nicht das anderer Katzen, nicht das ihrers Clans oder gar das der anderen Clans. Sie hatte sich das selber zuzuschreiben. Alleine ihr Dummheit, ihre Naivität im Bezug auf Schattenkralle und sie hatte sie in diese Situation gebracht. Und jetzt verdiente sie es, allein zu sein. Allein ihren Schmerz auszubaden.
Doch sie war nur ihrem Herzen gefolgt, und sagte man nicht, genau das sollten Katzen tun? Hieß es nicht, jede Katze sollte ihrem Herzen folgen, denn somit würde sie den Weg gehen, welcher für sie bestimmt und der beste ist?
Und mein Weg besteht also darin, erst glücklich zu sein und dann bis zu meinem Tod schmerzlich an meine Verluste und Fehler erinnert zu werden ...?, fragte sie sich voller Bitterkeit und presste die Zähne zusammen, während ihre Tränen versiegten und stattdessen ein unangenehmes Kribbeln ihres Brust erfüllte. Warum musste das Leben es ihr auch so schwer machen? Sie hatte gewusst, dass sie mit dem Weg der Heilerin den richtigen Weg gewählt hatte, der SternenClan hatte sie schließlich auch als vollwertige Heilerin anerkannt, obwohl er von ihren Gefühlen gewusst hatte. Ebendiese Gefühle zerbrachen ihr nun das Herz, sie zerrissen die Wildfarbene ... Einerseits spürte sie das brennende Verlangen, ihrem Clan eine gute Heilerin zu sein, alles für die DonnerClan Katzen und andere zu geben - doch andererseits wollte sie auch einfach nur glücklich sein. Dieses Glück sollte ihr jedoch wohl nicht vorbestimmt sein ... denn was konnte sie jetzt schon noch tun, um glücklich zu werden? Ihre Familie war tot. Schattenkralle war fort. Ihr blieben nur der DonnerClan, ihre Pflichten und der Schmerz. Ein ewiger Schmerz, dessen Ende nicht absehbar war.
Leise Pfotenschritte erklangen auf kalten Stein der Höhle und kurz darauf spürte Mausefell die weiche Nase von Kleeblatt an ihrer Schulter. Augenblicklich entspannte die kleinere Kätzin ihre Muskeln, welche sie zuvor unbewusst angespannt hatte. Die Berührung ihrer Freundin war ein schwacher Trost, jetzt, wo ihr bewusst geworden war wie aussichtslos alles für sie zu sein schien. Würde sie bis zu ihrem Tod die Heilerin des DonnerClans sein müssen, nach außen hin freundlich und fröhlich, doch im Inneren geplagt vom ständigen Schmerz über Schattenkralles Verlust, ihrem Verrat, von dem nur sie und Schattenkralle - sofern es ihn, wo immer er jetzt auch war, noch interessierte - wussten und dem Wissen, dass sie nicht aufgeben durfte, um ihren Clan nicht in eine unendlich tiefe Krise zu stürzen?
Das Gewicht dieser Erkenntnis legte sich schwer auf Mausefell schmale Schultern und auch wenn keine Tränen mehr kamen, war die kleine Heilerin von Bitterkeit, Angst und Schmerz erfüllt. Und doch zwang sie sich, traurig zu lächeln, als sie Kleeblatt und Rosenhauch den Kopf zuwandte. Sie durften es nicht erfahren, keine Katze durfte es erfahren.
"Danke ... Es ist alles gut nur ... nur es fällt mir noch so schwer mit dem Tod einer Katze umzugehen, wo ich als Heilerin sie doch hätte retten müssen.", wisperte sie und musterte die beide Kätzinnen mit ihren klaren, blauen Augen. Es war die Wahrheit, wenn auch nur ein winziger Teil, der das gesamte Ausmaß ihrer Gedanken nicht einmal annähernd beschrieb. Aber das wiederum sah man ihr nicht an.

[denkt nach, hört auf zu weinen, spürt Kleeblatts Berührung, entspannt sich, sagt etwas zu den beiden]
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Sa Mai 17, 2014 10:09 pm

Mausefell schien angespannt, sie weinte nicht mehr, aber ob mich das beruhigen sollte? Die zierliche Heilerin des Donnerclans wandte sich uns zu und lächelte traurig und flüsterte, dass es so schwer fiel Tode zuakzeptieren, wo es doch ihre Aufgabe war, die Leben ihrer Clankameraden zu retten.
Ich nickte leidenschaftlich, dieses Gefühl kannte wohl jeder Heiler nur zu gut. "Es ist immer schmerzhaft den Kampf gegen eine Krankheit oder eine Verletzung zu verlieren, aber solange du dein Bestes tust, hast du dir nichts vorzuwerfen." miaute ich sanft "Unsere Fähigkeiten haben leider ihre Grenzen, aber immerhin können wir unseren Clankameraden die Chancen verbessern, auch wenn es nicht immer reicht..." meine Stimme wurde zum Ende hin immer leiser. Mit dem Tod umzugehen war eine der schwersten Lektionen des Heilerdaseins und ich musste immerwieder festellen, dass ich doch nicht so routiniert damit umgehen konnte, wie ich es dachte. Der Tod sollte auch keine Routine sein... trotzdem musste ein heiler immer die Gesundheit seiner Clankameraden an erste Stelle stellen, egal wie er sich fühlte. Wer würde sich schon verzeihen können, nicht sein Bestes gegeben zu haben, weil man trauerte?
Katzen zu verlieren war nie einfach, als Kriegerin hatte ich mich machtlos gefühlt und als Heilerin schuldig. Sich selbst zu vergeben und nach vorne zu schauen...immerhin hatten wir unseren Kontakt zum Sternenclan, wir wussten, dass es den Verstorbenen gut gehen würde und sie nie wieder eine Blattleere ertragen mussten. Es war nicht das Gleiche, aber immerhin...
Ich setzte mich und sah zu den anderen Heilern, Rosenhauch war ja schon wach, nur Salbeifeder fehlte noch.

[redet mit Mausefell, denkt nach]
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Mi Mai 28, 2014 7:09 pm

Langsam beruhigte sich Mausefells heftig schlagendes Herz und kehrte zu seinem normalen Schlagrhythmus zurück. Ihre Augen waren noch immer feucht, doch die Tränen waren versiegt, auch wenn ihr nasses Fell an den Wangen noch von ihrem Erscheinen zeugte. Zweifel, Trauer und schmerz schnürten der Kätzin für einen augenblick die Kehle zu, als sie ihre Freundin Kleeblatt ansah, deren grüne Augen warm in der kalten Dunkelheit der Höhle leuchteten. Mausefell gestattete sich nicht, Schuldgefühle zu spüren, als sie in diese freundlich leuchtenden Augen sah. Sie hatte nicht gelogen ... nur eben auch nicht die ganze Wahrheit gesagt.
Die Worte der WindClan Heilerin senkten sich wie ein beruhigender Schleier über das Gemüt der jungen Kätzin und sie seufzte leise, aber doch ein Stück weit erleichtert. Sie konnte nicht einmal sagen, ob diese Erleichterung von den Worten Kleeblatts herrührte - vermutlich aber lag es eher am sanften Tonfall der schwarz weiß gefleckten Heilerin. Sie sprach voller Wärme und ihre Stimme war so sanft, wie die einer Mutter, die mit ihren Jungen sprach. Es vermittelte Mausefell ein Gefühl von Geborgenheit und auch wenn der Schmerz noch immer ihr Herz zusammendrückte - und es vermutlich auch nie wieder loslassen würde - rutschte sie näher zu Kleeblatt heran. Das Fell der anderen Kätzin war warm, als sie sich etwas zaghaft an deren Schulter lehnte und langsam ausatmete. Wieder fiel ein Teil ihrer Anspannung von ihr ab, Wärme breitete sich stattdessen in ihr aus, das feuchte Glänzen wich einem klaren Ausdruck und schon leuchteten die blauen Augen der DonnerClan Heilerin wieder etwas heller. Kleeblatt ist für mich da, Rosenhauch und sicher auf Salbeifeder ... Es war eine ganz besondere Bindung zwischen ihnen, welche nur Heilerkatzen spüren konnten. Wie kam sie bloß immer wieder darauf, sich so allein zu fühlen ...? Manchmal ... Ja ... Manchmal kam so viel zusammen, Kleinigkeiten, die allein ihr nicht einmal ein Zucken ihrer Schnurrhaare entlocken würden, doch zusammen ergoss es sich über sie wie eine eiskalte Flusswelle in der Blattleere. Dann zweifelte sie alles an: Ihren Weg, ihre Wahl Heilerin zu werden; ihre Bindungen gegenüber anderen Katzen, trotzdem ihr eigentlich bewusst war, dass sie Katzen hatte, denen sie ihr Herz ausschütten konnte; die Entscheidungen ihrer Ahnen. Es erfüllte sie mit Reue und doch ... und doch konnte sie es nicht verhindern. Manchmal kam es eben über sie. Und sie konnte einfach nur froh sein, dass es immer Katzen gab die für sie da waren - wie Kleeblatt in diesem Augenblick.
Dennoch wurde Mausefell bewusst, wer eigentlich an ihren plötzlichen Zusammenbrüchen Schuld war. Es gab immer nur eine Katze, an die zu denken sie so aus der Fassung brachte, einen Kater, der ihr Herz bluten ließ. Schattenkralle.

[denkt nach, schmiegt sich an Kleeblatt, denkt nach]
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   So Jun 01, 2014 6:03 pm

Erleichtert spürte ich, wie Muasefell sich etwas entspannte, sie schien schwer auf ihren zierlichen Schultern tragen zu haben udn es schmerte ein wenig doch nur an Halbmonden und zu großen Versammlungen für meine Freundin da sein zu können.
Das Dasein als Heiler konnte dazu neigen einsam zu sein und ich wusste das die wildfarbene war eine empfindsame Kätzin, wenn auch sicher nicht zerbechlich oder gar schwach. Aber Schmerz hatte die unangenehme Art sich anzusammeln...die Erfahrung machte wohl jeder Heiler, in einem gewissen Maße letztendlich jede Katze.
Ich spürte wie Mausefell sich an mich drückte und erwiderte den sanften Druck, nur um mir bewusst zu werden, dass wir langsam zurück mussten. Es gefiel mir nicht die Donnerclanheielrin gehen zu lassen, auch wenn sie sich wohl etwas gefangen hatte...aber welche Wahl hatte ich schon. Mondhoch war vorbei und wir brauchten Schlaf, wenn uns nicht sogar unsere Clankameraden brauchten.
Ich löste mich nicht von Mausefell sprach das nötige Thema aber an "Es wird langsam spät, wollen wir uns auf den Rückweg machen?" miaute ich leise und schaute die anderen Heiler fragend an.

[bei Mausefell, fragt die Heiler wegen des Aufbruchs]

(OUT: Wir sollten langsam mal zurück in die Clans, einfach davon ausgehen, das Salbeifeder mitkommt, sie kann ja nachträglich noch posten,w enn sie wieder da ist)
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Mo Jun 02, 2014 5:33 pm

Ohne etwas zu sagen, beobachtete Rosenhauch das Schauspiel zwischen Kleeblatt und Mausefell. Die beiden kannten sich wohl sehr lange, länger als Rosenhauch Heilerin war und insgeheim versetzte es ihr einen Stich, dass sie unter den Heilerinnen keine wirkliche Freundin hatte. Natürlich war Salbeifeder auch noch da, doch Rosenhauch verspürte nicht unbedingt das Bedürfnis sich mit ihr anzufreunden.
Doch sicherlich würden die Zeiten der älteren Heilerinnen irgendwann vergehen - was Rosenhauch natürlich keinesfalls wünschte - und es würden neue Heiler und Heilerinnen kommen, zu denen die FlussClan-Heilerin eine freundschaftliche Beziehung aufbauen konnte, wen sie wollte. Doch jetzt musste sie ohne Freunde aus anderen Clans klarkommen, was natürlich keine Probleme darstellte. Schließlich war die Heilerin loyal und ihrem Clan treu ergeben, fühlte sich zu keiner anderen Katze hingezogen, außer vielleicht zu kristalljunges, die für sie so etwas wie ein Junges war, welches bei ihr mütterliche Instinkte weckte.
Außerdem hatte Rosenhauch gehört, dass die Liebe etwas unberechenbares sein konnte. Sie schlug dann zu, wenn es am wenigsten passte und vor allem, bei der flaschen Katze. Die Rote hoffte nur, dass ihr so etwas nicht passieren würde. Nichts sollte ihre Entscheidung, Heilerin zu werden, infrage stellen.
Als Kleeblatt den Aufbruch ansprach - Mausefell wirkte nun entspannter und beruhigt - erhob Rosenhauch sich und nickte bestätigend. Alle Heiler hatten sich heute mit dem SternenClan in Verbindung gesetzt, Mondhoch war vorbei und sie konnten den Mondstein verlassen.
Die Heilerin blickte kurz zu den anderen Heilerinnnen. ,,Dann lasst uns gehen."
Zügig durchquerte die rote Kätzin die Höhle und betrat den Gang, der aus dem Vulkan heraus führte. Sie sollte sich beeilen. Vielleicht hatte sich Kristalljunges ja doch an ihrer Kräuterkammer vergriffen.

tbc: Gebirgspfad

[beobachtet Kleeblatt und Mausefell, denkt nach, spricht zu den anderen, verlässt die Höhle]


Zuletzt von Rosenhauch am Fr Jun 06, 2014 4:34 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Mo Jun 02, 2014 9:31 pm

Kleeblatt erwiderte den sanften Druck und Mausefell unterdrückte ein leises Seufzen. Sie schloss für einen Herzschlag die Augen, dann öffnete sie die Lider wieder, als Kleeblatt etwas von ihr abrückte und zum Aufbruch riet. Eigentlich war es der DonnerClan Heilerin sogar ganz lieb, sich zu verabschieden, so konnte sie in Ruhe nachdenken und später mit Silbermond im Lager sprechen. Die Kätzin schien ihr vertrauenswürdiger, als so gut wie alle anderen Waldkatzen - und vielleicht konnte sie die Silbergraue sogar in ihre tiefsten Geheimnisse einweihen, ohne einen Verrat fürchten zu müssen. Silbermond war eine wunderbare Kätzin, sanft, mitfühlend, aber wenn es darauf ankam doch hart genug, um das nötige durchzusetzen. Eine perfekte Mischung, eine sehr gute Kriegerin. Sie hatte auch die Fertigkeiten, die man als Krieger brauchte, anders als andere Katzen ...
Die kleine Kätzin verdrängte diesen Gedanken und erhob sich stattdessen ebenfalls, als Rosenhauch zustimmte, kurz verharrte - ihr Gesicht erhellt vom fahlen Schimmer des Mondsteins - und dann die Höhle verließ. Etwas an ihrem Ausdruck ließ Mausefell noch für einige Momente innehalten ... Etwas daran war seltsam vertraut, so, als würde sie ... Ach, es wollte ihr einfach nicht in den Sinn kommen, an was sie dieser Ausdruck erinnerte! Doch er schien von etwas gesprochen zu haben, das der DonnerClan Heilerin in letzter Zeit viele Probleme bereitete. Die Einsamkeit, in welche sie als Heilerin verbannt war. Sie war immer etwas anders, als andere Clankatzen. Niemals konnte 'gewöhnliche' Krieger sie gänzlich verstehen, was keinesfalls abwertend gemeint war. Mitgefühl für die rote Kätzin stieg in Mausfell auf, vielleicht fühlte sie sich nicht einmal hier, bei ihren Heilerkameradinnen geborgen? Und ich habe es nur noch schlimmer gemacht, in dem ich mich nur an Kleeblatt gewandt habe, schalt sie sich und in ihren klaren, blauen Augen funkelte eine Mischung aus Schuld und Mitgefühl. Irgendwann würde sie Rosenhauch darauf vielleicht einmal ansprechen, irgendwann, wenn sie sich selbst einigermaßen unter Kontrolle hatte - wenn es passte.
So folgte Mausefell der anderen Kätzin nur auf leisen Pfoten, während das Licht des Mondsteins dem Dunkel des Tunnels wich.

tbc: Vulkanöffnung

[denkt nach, erhebt sich, bemerkt Rosenhauchs Ausdruck, folgt ihr]
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BeitragThema: Re: Im Herzen des Vulkans   Di Jun 03, 2014 8:16 pm

Die Stimmung ind er Höhle schien mir etwas schwer und dunkel, ein weiterer Grund, warum ich gerne aufbrechen wollte, auch wenn ich wohl am liebsten mit Mausefell zusammengegangen wäre. Aber auch wenn die Clanstreitigkeiten nicht unseres waren, so gehörten wir letztendlich ja doch zu unterschiedlichen Clans, getrennt durch Grenzen.
Und wenn wir jetzt wieder unserer Wege gingen, würden wir und erst wieder zur großen Versammlung wiedersehen, eine Tatsache die ich immer bedauerte. Es war einfach etwas anderes sich mit den anderen Heilern auszutauschen, aber mein Clan brauchte mich, also tat ich besser daran, mich rechtzeitig auf den Rückweg zu machen.
Nachschauen wie es Flockentanz' Jungen ging und hoffentlich Schallherz gänzlich entlassen können, rekapitulierte ich meine dringensten Aufgaben, während ich den anderen Heilern aus der dunklen Höhle folgte. In meinen Pfoten pulsierte Tatendrang, wenn ich von ein wenig Müdigkeit mal absah, aber solange ich etwas zu tun hatte, ging es mir gut. Mit energetischen Schritten, wie immer bahnte ich mir meinen Weg durch den engen finsteren Tunnel, der kalten Nachtluft entgegen.

---> Vulkanöffnung

[denkt nach, geht nach draußen]
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