Warrior Cats

Ein Gebirge. Vier Clans. Werden sie überleben...?
 
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 Schmaler Fluss

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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Do Apr 24, 2014 11:17 am

cf: WindClan Lager

Schnee stob unter seinen Pfoten auf, als der kleine, schlanke Kater am Rande des Flusses abbremste und den Fluss interessiert musterte. Teilweise schien das Wasser schon zugefroren zu sein, doch sicher war die Eisdecke noch nicht so dick, als dass sie eine Katze hätte halten können. Natürlich war auch hier die gesamte Landschaft mit dem feinen Schnee überzogen, welcher vor kurzem in so dicken Flocken vom Himmel herab gesunken war. Dennoch ... Vielleicht hatten sie hier, wo die Beutetiere ständig Zugang zum Wasser hatten, eine Chance etwas zu erlegen.
Heidepelz igonierte das Ziepen in seinem Magen, welcher wohl gerne wieder gefüllt werden wollte. Jetzt war aber keine Zeit dazu - erst musste der Clan ernährt werden und das Beuteloch für schwerere Zeiten gefüllt werden. Und er hatte sich mit Wisperwind abzustimmen. Hoffentlich hat die frische Luft ihr etwas von dieser ... dieser 'Was-auch-immer' genommen ...
Hoffnungsvoll wandte er sich seiner Jagdpartnerin zu und sogleich zogen ihre goldfarbenen Augen seine Aufmerksamkeit auf sich. Sie glitzerten so lebhaft, trotz der Scheu, so freundlich und warm. Irgendwie erinnerten sie ihn an Honig, diese wunderbare Nascherei, die man als Junges nur ganz selten gekommen hatte und die er schon lange nicht mehr gekostet hatte. In seinen Augen spiegelte sich die Süße der Erinnerungen und er lächelte unwillkürlich bei dem Gedanken. Wie kam er zu diesem Vergleich? Lag es vielleicht daran, dass die scheue Kätzin ihm auch so süß erschien und ihre Art von Katze eben so rar wie der Hönig zu finden war?
Was für ein dämmlicher Fellball ich doch bin!
Unwirsch zuckte er mit den Ohren, senkte den Blick auf ihre Pfoten und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Da lag seine Gefährtin in der Kinderstube mit seinen Jungen und er hatte nichts besseres zu tun, als eine andere Kätzin zu bewundern. Aber warum beim SternenClan musste sie auch so hübsch sein? Er hatte sich ja schon immer sehr für Kätzinnen interessiert ... doch eigentlich hatte er gehofft, das würde sich nach seinem Zusammenschluss mit Flockentanz automatisch legen - flasch gedacht. Dann musste er eben selber dafür sorgen, dass er sich zügelte. Keine leichte Aufgabe bei den Schönheiten von Kätzinnen im Wald ... Und mit einer musste er natürlich auch gleich auf Jagd gehen. Da mache ich mir das ja besonders leicht.
"Also" Heidepelz räsuperte sich und hob endlich den Blick, um Wisperwind in die Augen zu schauen. Wehe du denkst jetzt an Hönig ...! "Wie wär's, wenn wir uns das Gebiet ein bisschen aufteilen? Du gehst nach da" Er deutete mit der Schwanspitze nach rechts. "Und ich gehe in die anderere Richtung. Vielleicht finden wir so ein bisschen mehr Beute ..." Bemüht, locker zu klingen, setzte er ein mehr oder minder überzeugendes Lächeln auf, musterte Wisperwind hübsche Züge und verdrängte jedne lästigen Gedanken an die Süße von Honig ...

[kommt an, denkt nach, betrachtet Wisperwind, spricht mit ihr]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Do Apr 24, 2014 12:14 pm

<--- WindClan Lager

Heidepelz hatte mich überholt, doch das machte mir nichts aus. Es machte mir Spaß durch den Schnee zu rennen, sodass die weißen Flocken auseinanderstoben und sachte wieder zu Boden rieselten. Der Schnee war bis vor unserer Ankunft noch unberührt gewesen, wunderschön weiß. Der rotgetigerte Kater jedoch hinterließ eine lange Pfotenspur zum Fluss. Aus irgendeinem Grund konnte ich mich gut mit dem Schnee vergleichen.
Auch bei mir hatte Heidepelz mit seinem Auftauchen tiefe Pfotenspuren hinterlassen, doch im Gegensatz zu dem WindClan Gebiet, werden diese bei mir nie verschwinden. Der Kater hatte seine Pfoten in mein Herz vergraben und ließ mich nicht mehr los. Das Problem war nur, dass er sich dies nicht bewusst zu sein schien. Er wirkte verwirrt, wenn ich ihn anschaute und ganz schüchtern wurde, wenn ich mit ihm sprach. Ihm war nicht klar, was er in mir auslöste. Das wild schlagende Herz und die vielen, bunten Schmetterlinge in meinem Bauch waren nur zwei Dinge von vielem. Warum musste ich mich ausgerechnet in ihn verlieben - einem Kater mit Flockentanz als Gefährtin und drei, gesunden Jungen?
Als ich bei ihm ankam und er sich zu mir umdrehte, wusste ich, warum. Er war einfach umwerfend, auch wenn es mir ein wenig peinlich war, so etwas über ihn zu denken. Seine grünen Augen funkelten, bei irgendeinem Gedanken, den ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Sein Lächeln brachte meine Herzschläge aus dem Takt und ich zuckte verwirrt mit den Schnurrhaaren. Hatte ich irgendwelche Überlegungen in ihm ausgelöst? Jedenfalls wurde mir ganz warm unter seinem Blick und meine Scheu war wie weggeblasen. Die Gefühle, die ich für ihn hegte, waren ganz natürlich. Jede Kätzin verliebte sich, vielleicht ging dieses Gefühl auch irgendwann weg.
In dem Moment hatte der zweite Anführer mir zugelächelt, in dem nächsten zuckte er verärgert mit den Ohren, senkte den Blick zu Boden und verzog sein Gesicht zu einer Grimasse.
Das warme Gefühl in mir erkaltete und wurde wie zu einem Eisblock; ich musste schlucken und blickte über den leicht zugefrorenen Fluss zu den Grünfeldern, die uns mit den Zweibeinern verbanden.
Da räusperte sich Heidepelz und machte den Vorschlag, dass wir uns aufteilen. Das aufgesetzte Lächeln überzeugte mich nicht, doch ich ließ mir nichts anmerken und nickte.
"Einverstanden. Ich wünsche dir eine gute Jagd", antwortete ich freundlich und meine Augen glitzerten, als ich ihn anlächelte. Etwas überrascht, dass ich einen fast normalen Satz herausgebracht und ihm dabei noch zugelächelt hatte, drehte ich mich um und trottete geduckt durch den Schnee. Mein Maul war leicht geöffnet, damit ich die Beute wittern konnte. Ich musste Beute finden, mein Clan musste ernährt werden. Es konnte jedoch eine lange Jagd werden, schließlich befanden wir uns in der Blattleere.

[denkt nach, geht zu Heidepelz, erklärt sich einverstanden, sucht nach Beute]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Do Apr 24, 2014 3:04 pm

Ohne ein weiteres Wort zu sagen, nickte Heidepelz Wisperwind knapp zu und wandte sich dann ab, endlich befreit von ihrem fesselnden, warmen Blick aus den wunderbaren Augen, die so sehr an Honig erinnerten ... Und schon wieder geriet er ins Schwärmen, beim SternenClan! Was war denn heute bloß mit ihm los?
Wut auf seine verwirrenden Gefühle stieg in ihm auf, während er sich niederkauerte, erstarrte und lauschte. Sein Maul war geöffnet, dann tat er einige wenige, sehr leise Schritte im weichen Schnee und beobachtete wachsam seine Umgebung. Instinktiv richtete sich nun seine gesamte Aufmerksamkeit auf die Jagd. Irgendwo musste hier doch Beute zu entdecken sein ...
Ein kalter Wind erfasste ihn und drückte ihm das aufgeplusterte, rötlich getigerte Fell an den Körper. Eine Pfote langsam vor die andere setzend schlich der Krieger am Rande des Flusses entlang. Neben dem Geruch von Schnee, stieg ihm plötzlich ein weiterer Duft in die Nase - eine Bisamratte. Das Tier war dank seines dunklen Fells im Schnee gut zu erkennen. Auf kleinen Pfoten wuselte es am Rande des Flusses entlang, zuckte ab und an aufmerksam mit den Schnurrhaaren und widmete sich dann wieder eifrig der Futtersuche. Heidepelz erstarrte und duckte sich tiefer in den Schnee. Sein rötliches Fell war im Schnee leider recht gut zu sehen, aber seine potenzielle Beute hatte sicher auch schon bessere Tage gesehen, denn sie war dürr und sein Fell stumpf. Kein besonders schmackhafter Fang vermutlich - aber es musste reichen.
Lautlos schlich er sich näher an die Bisamratte heran und verharrte dann erneut regungslos im tieferen Schnee. Seine schmutzig grünen Augen blitzten alarmiert, als das Tier kurz den Kopf hob, sich mit angstvoll geweiteten Augen umsah und mit der Nase zuckte. Er fuhr die Krallen aus, grub sie in den Schnee und spannte alle seine Muskeln an. Diese Beute durfte ihm nicht entkommen. Der Wind kam von der Seite, er konnte seinen Geruch nicht zu dem Tier getragen haben ... Nein, es musste sein Fell gesehen haben, gerade, als er sich ihm genähert hatte. Mäusedreck - jetzt muss ich schnell sein!
Es vergingen Augenblicke der Stille, dann schoss Heidepelz aus dem Schnee hervor. Die Muskeln spielten unter seinem struppigen Fell, als er alle seine Kraft in den Sprint streckte, um die Bisamratte zu erlegen. Tatsächlich hatte er sich den Tier auf eine Schwanzlänge genähert, als es ein leises, erschrockenes Quieken von sich gab und Richtung Wasser flüchtete. Der Krieger war keinesfalls gewillt, zu stoppen, streckte die Krallen und erwischte das Tier am Hinterleib. Ruckartig riss er es zurück, um ihm den finalen Biss zu ersetzen. Und da spürte er eiskaltes Wasser an seinen Pfoten und Beinen. Er unterdrückte ein erschrockenes Jaulen, packte stattdessen seine Beute fester im Genick und warf sich zurück Richtung Ufer. Kaltes Wasser nässte seine Beine und die Spitzen seines Bauchfells, doch der Rest seines Fell war trocken geblieben, abgesehen von ein paar Spritzern. Die schmutzig grünen Augen weit aufgerissen starrte er auf das Loch in der Eisdecke am Ufer, welches er hinterlassen hatte. Starrte auf das dunkle, dahin eilende Wasser und versuchte sich nicht vorzustellen, wie es ihm ergangen wäre, wenn er noch tiefer in den Fluss gesprungen wäre.

[nickt Wisperwind zu, sucht Beute, entdeckt eine Bisamratte, schleicht sich an, jagt sie, tritt ins Wasser, rettet sich an Ufer]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Do Apr 24, 2014 3:59 pm

Nach einigen Minuten hatte ich noch immer keine Beute entdeckt, was an meinen Nerven zerrte. Hier musste es doch Beute geben, vor allem, da wir am Wasser jagten. Wenn ich mir als Beute aussuchen könnte, wo ich leben würde, dann hier, wo es immer Wasser gab. Dennoch kam mir kein Geruch von Beute entgegen, weshalb ich eine kleine Pause machte und den Fluss betrachtete, dessen gefrorene Oberfläche geheimnisvoll glitzerte. In dem Moment kam mir der Geruch von Kaninchen in die Nase, meine Ohren stellten sich erfreut auf und ich ging in die Kauerhaltung, um mich dem Tier zu nähern, ohne dass es mich sofort entdeckte. Dort, gerade mal drei Fuchslängen von mir entfernt, saß es zwischen zwei kahlen Büschen und ... sah mich direkt an. Es hatte mich bemerkt, dessen war ich mir sicher, aber verharrte reglos, was mich ziemlich verunsicherte. Wieso rannte es nicht weg? Ich machte noch einen Schritt auf das Pelztier zu und da machte es einen Sprung und sprang nach rechts. Das hatte ich davon, ich hätte das Kaninchen erlegen sollen, als es noch im Schockzustand war. Ich beeilte mich, hinter dem Kaninchen her zu rennen, das nun direkt neben dem Ufer her rannte, sodass es nur wenige mögliche Fluchtwege hatte. Den Weg nach links versperrte der Fluss und hinter ihm rannte ich. Um schneller zu werden, dehnte ich meine Beine so weit ich nur konnte und endlich, bekam ich die Hinterläufe des Pelztieres zu fassen. Dank meines Schwungs, landeten wir beide im Schnee, doch ich hatte das Kaninchen noch immer in meinen Fängen. Es trat wie wild aus, versuchte sich zu befreien. Damit es ein schnelles Ende hatte, beeilte ich mich, es zu töten. Ich starrte auf das tote, kleine Tier herunter, tatsächlich war es noch ein junges Kaninchen. Das braune Fell war stumpf und es war mager. Alle Tiere des Wales hatten einen schweren Winter, da hieß es, man musste alles jagen, was man finden konnte.
Ich versenkte meine Zähne im Nacken des Tieres und reckte meinen Kopf, damit ich es nicht durch den Schnee schleifen musste. Ich vergrub das Kaninchen in der Nähe und machte mich auf dem Weg, nach anderer Beute zu suchen, als ich Heidepelz sah. Er hatte seine weit aufgerissenen Augen auf den Fluss gerichtet und ich folgte seinem Blick. Dort war die dünne Eisschichte eingebrochen und nach den nassen Beinen des Katers zu richten, war er dort eingebrochen. Sorge durchflutete mich und ich rannte auf ihn zu, stoppte eine Mauselänge vor ihm.
"Alles in Ordnung mit dir? Was ist passiert?", fragte ich, die Augen sorgenvoll geweitet.
Als ich meinen Blick auf das Tier neben ihm richtete, konnte ich mir schon denken, was passiert seine musste.

[sucht nach Beute, erlegt Kaninchen, sieht Heidepelz, fragt ihn, was passiert ist]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Fr Apr 25, 2014 10:35 am

Schritte näherten sich ihm und gleich darauf umfing Heidepelz der angenehme Geruch von Wisperwind. Seinen Blick weiterhin starr auf das Wasser gerichtet, öffnete er den Mund und schloss ihn gleich darauf wieder, wie ein Fisch, der seine Beute nun doch nicht verschlingen wollte. Dieser seltsamen Tat wurde er sich Momente später bewusst und so riss er sich mit aller Macht zusammen, verdängte den kalten Schock in seinem Körper und wandte sich mit bebenden Schnurrhaaren zu Wisperiwnd um, die Bisamratte noch immer im Maul. Rasch legte er sie ab, leckte sich dann ein paarmal verlegen das Brustfell und sah schließlich mit zuckenden Ohren zu Wisperwind auf. Sorge gltzerte in ihrne gelbgoldenen Augen, während sie ihn ansah. Einfach nur ansah - die Scheu schien verschwunden, sie erwiderte seinen Blick.
"Nichts, nichts ...", begann er, schüttelte dann den Kopf, um die Angst zu vertreiben und sah zum Fluss hinüber. Er wollte vor der hübschen Kriegerin nicht wie ein dämlicher Fellball dastehen, der so mäusehirnig war, in der Blattleere in einen Fluss zu fallen. "Ich bin nur .. Ich habe diese Bisamratte verfolgt, sie ist an Wasser gelaufen und ich bin fast hineingefallen. Es ist ja alles in Ordnung ... Nur, ich war eben kurz davor in diesen verdammten Fluss zu fallen und das hätte böse enden können." Der zweite Anführer richtete seine schmutzig grünen Augen wieder auf seine Jagdpartnerin, dieses Mal sicherer und fast frei vom Schock. Ein schiefes Lächeln zeichnete sich auf seinen Zügen ab. "Aber sicherlich hättest du als mutige, treue Kriegerin des WindClan mich als zweiten Anführer doch gerettet, nicht wahr?", scherzte er zwinkernd und musterte die Züge der schlanken Kriegerin unauffällig, aber äußerst aufmerksam. Doch allein seine zuckende Schweifspitze verriet, dass Wisperwinds Antwort ihm irgendwie doch mehr bedeuten würde, als nur die Erwiderung auf einen Scherz seinerseits.

[bemerkt Wisperwind, erzählt, schaut sie an, scherzt]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Fr Apr 25, 2014 11:53 am

Heidepelz schien verstört, seine Augen waren noch immer auf den Fluss gerichtet und sein Maul ging auf und wieder zu, als wüsste er nicht, was er sagen sollte. So hatte ich den zweiten Anführer noch nie erlebt und dies verunsicherte mich, genau wie gerade bei dem Kaninchen. Heute ließ ich mich aber wirklich schnell durcheinanderbringen!
Dann schien der Kater doch verlegen, leckte sich ein paar Mal über das Brustfell. Verletzt schien er sich nicht zu haben, da konnte ich schon einmal erleichtert aufatmen. Aber nun interessierte mich, was vorgefallen war. Und da erzählte der zweite Anführer, was passiert war. Anfangs sagte er, es sei nichts gewesen, doch da schüttelte ich sofort den Kopf. Natürlich musste etwas gewesen sein, sein Fell konnte nicht einfach so nass werden!
Auch er schüttelte den Kopf, vermutlich um seine Gedanken zu ordnen, und erklärte dann, er sei fast in den Fluss gefallen, als er versucht hatte, die Bisamratte zu erlegen.
Dann fing er wieder an zu scherzen, was mich schmunzeln ließ.
"Natürlich hätte ich das. Du sagtest ganz recht - ich als mutige, wundervolle und treue Kriegerin, hätte dich vor dem grauenvollen Untergehen bewahrt", antwortete ich, meine Augen funkelten vor unterdrücktem Lachen. Dann wurde ich ernst. "Aber pass das nächste Mal bitte auf, sonst bekommst du wirklich noch ein kaltes Bad und das kann unangenehm werden, bei dem Wetter", riet ich ihm, in dem Moment war es mir egal, ob er bereit war, von mir solch einen Ratschlag anzunehmen. Man wusste ja nie, wie die Kater solch nur gut gemeinte Ratschläge mit ihrem Stolz aufnahmen.
"Sollen wir zurückkehren? Nicht, dass du noch krank wirst", fragte ich ihn. Ich zuckte unsicher mit den Ohren und senkte den Blick wieder auf meine Pfoten. Da war meine gehasste Schüchternheit wieder.

[beobachtet Heidepelz, antwortet ihm scherzhaft, fragt ihn etwas]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   So Apr 27, 2014 9:56 am

Erleichtert betrachtete Heidepelz die weiße-schwarze Kriegerin, als ein Schmunzeln ihre Lippen umspielte und seine Anspannung fiel etwas von ihm ab. Das Zittern stellte sich ein, nun, da er ihre warme Stimme vernahm und in ihre honigfarbenen, strahlenden Augen blickte. Er meinte zu wissen, das ihr Worte ernst gemeint waren - und das berührte ihn ungemein. Sein Blick wurde weich, während sie nun einen fast belehrenden Ton anschlug und zur Vorsicht mahnte.
"Ich wusste doch, dass ich mich auf dich verlassen kann.", miaute er lächelnd und fügte mit spielerisch angelegten Ohren und weit aufgerissenen Augen, als sei er ein unerfahrener Schüler hinzu: "Und das nächste Mal passe ich besser auf." Sogleich nahm der rötlich Getigerte wieder seine normale Position ein, lächelte frech und knuffte Wisperwind mit der Pfote gegen die Schulter. Ihr Frage hatte wieder etwas von dieser Unsicherheit. Was für ein Mäusedreck! Musste er sich gleich nochmal in den Fluss stürzen, damit sie ihn wieder normal behandelte?
"Aber lass uns lieber noch etwas fangen, der Clan braucht in dieser Zeit Beute und ich werde das schon überleben.", meinte der Krieger und versuchte ihr in die Augen zu schauen. Eine durchaus knifflige Aufgabe, schließlich hatte sie den Kopf gesenkt. "Wenn ich mich bewege, wird mir schon wieder war ... Und bitte entspann dich ein bisschen, oder muss ich mich erst wieder irgendwie in Gefahr bringen, damit du mich wie jeden anderen Kater behandelst?" Die letzten Worte ließen sich einfach nicht zurückhalten und so unterlegte er sich mit einem gespielt klagendem Tonfall und fixierte mit seinen leicht vewirrt funkelnden, shcmutzig grünen Augen unerbittlich ihr Gesicht. Er musste diese hübsche Kätzin doch irgendwie dazu kriegen, ihre Scheu zu verlieren ...

[denkt nach, spricht mit Wisperwind]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   So Apr 27, 2014 11:43 am

Auf Heidepelz' Scherze waren verlass - ich musste leise kichern, als er wie ein kleiner, unerfahrener Schüler die Ohren anlegte und mit weit aufgerissenen Augen versprach, dass er das nächste Mal aufpassen würde.
Hoffentlich, sonst würde er sich wohlmöglich wirklich noch verletzen. Man sollte seine Fähigkeiten nie überschätzen, das hatte noch keinem geholfen.
Der rötlich getigerte Kater war ein angenehmer Gesprächspartner, da er mit seinen Scherzen immer wieder die Stimmung auflockerte, dennoch, meine Schüchternheit war mir im Wege. Ich konnte ihm gar nicht zeigen, wie ich wirklich war. Und das war ziemlich frustrierend, da er ein völlig falsches Bild von mir hatte. Ich war kein schüchternes, kleines Kätzchen, das sich nicht traute mit Katern zu reden oder gar ihnen in due Augen zu schauen. Ich war zwar immer ziemlich ruhig, aber dies kann sich in sekundenschnelle ändern, dann habe ich meist keines meiner Worte, die ich von mir gebe, unter Kontrolle und habe so schon einige Katzen verletzt. Doch ich konnte machen was ich wollte, Heidepelz stellte meinen ganzen Charakter auf den Kopf.
So hatte ich meinen Blick noch immer auf meine Pfoten gesenkt, als ich ihm antwortete.
"Okay, aber allzu lange müssen wir nicht mehr jagen. Ich habe ein Kaninchen gefangen und es dort irgendwo vergraben", miaute ich leise und schnippte mit meiner Schweifspitze irgendwo nach rechts, um zu verdeutlichen, wo ich das junge Kaninchen vergraben hatte.
Als er mich bat, mich zu entspannen, hob ich erschrocken den Kopf und starrte ihn mit wild schlagendem Herzen an. Ich hatte es gewusst, natürlich war ihm meine verhasste Schüchternheit aufgefallen, wohlmöglich machte ich ihn somit ebenfalls nervös. Seine grünen Augen hatte er unerbittlich in meinen versenkt und so konnte ich meinen Blick nicht abwenden, als ich verzweifelt nach einer Antwort suchte. Was ich dann von mir gab, überraschte und erschreckte mich zugleich.
"Ich kann dich aber nicht wie jeden anderen Kater behandeln! Es geht einfach nicht, verstehst du? Immer wenn ich mir dir rede, bin ich so ungewohnt ... schüchtern und ich sage dir, ich bin eigentlich alles andere als schüchtern! Dies verwirrt mich ebenfalls und wenn du dann so lieb mit mir redest... Heidepelz, ich weiß, dass du eine Gefährtin hast und noch dazu Junge, die du liebst, aber man kann die eigenen Gefühle nicht einfach auslöschen...", brach es aus mir heraus, Tränen funkelten in meinen Augen. Die Tatsache, dass ich ihm gerade sozusagen meine Gefühle zu ihm gestanden hatte, ließ mir schwindelig werden und ich schloss die Augen, als mir die Tränen über das Gesicht flossen. So war das nicht geplant gewesen, ich hatte nie vorgehabt, ihm meine Liebe zu gestehen. Aber ich konnte meine Worte nicht zurücknehmen. Ich musste nun abwarten, wie Heidepelz reagierte und hoffte, dass er mich nicht hassen würde. Er musste verstehen, dass man die Gefühle nicht einfach unterdrücken kann, bloß weil sich die Situation geändert hat.

[redet mit Heidepelz, gesteht ihm ihre Liebe, weint und schließt die Augen]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Di Apr 29, 2014 9:31 pm

Heidepelz gönnte sich ein erfreutes, erleichtertes Lächeln, als er Wisperwinds schwaches Kichern vernahm und Freude glänzte in seinen schmutzig grünen Augen. Sie war noch so viel hübscher, wenn sie lachte und nciht wie ein verschrecktes Junges Steinchen zu ihren Pfoten anstarrte. Und diese glänzenden, honigfarbend goldenen Augen ...
Was tue ich hier?
Er schüttelte seinen Kopf, kniff die Augen zusammen und atmete tief durch. Wiese schossen ihm ständig diese Gedanken durch den Kopf? Wiese stieg eine solche Bewunderung in ihm für die Kriegerin ihm gegenüber auf? Warum vertrieb erst der spezielle Gedanke an Flockentanz oder ihre Junge die seltsamen Gefühle in seiner Brust, welche ihn beim Anblick Wisperwinds erfüllten? Vielleicht war er doch krank ... Vielleicht hatte er ja Fieber bekommen, ohne es mitzubekommen ...?
Aber nein. So war er - und das wusste der Krieger auch nur zu gut. Niemals war er anders gewesen, auch wenn er sich jetztnach seiner Verbindung mit Flockentanz erhofft hatte, sein Interesse für andere Kätzinnen würde abschwellen. aber natürlich tat es das nicht, so leicht wollte es der SternenClan ihm wohl nicht machen. Danke auch, sehr verbunden ...
Unbewusst war sein Blick abgeschweift und erst als Wisperwind ihn wieder leise ansprach, sah er zu ihr hinüber. Sein Blick ruhte auf ihrem schlanken Kopf, welchen sie - leider - gesenkt hatte. Er machte sich nicht einmal die Mühe, in Richtung der vergrabenen Beute zu schauen, sondern nickte nur, verwirrt von seinen eigenen Gefühlen und Gedanken und dem wechselnden Verhalten der weiß-schwarzen Kriegerin. So wollte er nur kurz auf ihre Antwort auf seine Frage warten, um dann erneut zur Jagd aufzubrechen und ihre Blicke trafen sich. Sie schien in ihn hineinzuschauen, was den Kater gleichermaßen erschreckte und auch faszinierte. So honigsüß, so goldfarbend leuchtend ... Die Wirkung ihrer Augen auf sein Gemüt war wirklich unbeschreblich. Es war, als würde eine leichte Blattfrischebrise durch seinen Kopf fahren und alle seine düsteren Gedanken wie dunkle Wolken verbannen, sodass strahlend blauer Himmel zurückblieb. Und die Sonne dieses Himmels, die war Wisperwind mit ihren wunderschönen Augen.
Heidepelz' Blick war noch immer in die Augen der Kätzin versenkt, als diese wieder zu sprechen begann. Dann erstarrte er, spannte den Kiefer an und Entsetzen trat in seine schmutzig grünen Augen. Vollkommene Stille herrschte für Augenblicke zwischen ihnen, in denen die Worte in seinem Kopf nachhallten. "Heidepelz, ich weiß, dass du eine Gefährtin hast und noch dazu Junge, die du liebst, aber man kann die eigenen Gefühle nicht einfach auslöschen..." Hatte sie das gerade wirklich gesagt? Wirklich, ganz ehrlich? Fast verzweifelt suchte er in ihren Augen nach einem Hauch von Schalk, doch dort war nichts als pure Ehrlichkeit. Wahrheit. Sie hat ehrlich gesprochen.
"Du ...?", brauchte er hervor, dann blieb ihm die Luft weg und er hüstelte krampfhaft, ehe er sie erneut direkt ansah. "Du ... ich ... wir?" Seine Wortwahl war heute aber auch wieder von einer Qualität, unglaublich. Seine Ahnen würden stolz auf ihn sein, wie er sich hier etwas zusammenstotterte und dabei nicht einmal zusammenhängende Worte hervorbrachte. Doch sein Kopf war wie leergefegt, erfüllt von einer unheimlichen Stille und sein Herz schien sich langsam aber sicher zusammenzuziehen.
"Wisperwind ...", hauchte er endlich, atemlos, sprachlos nachdem einige Augenblicke lang wieder Schweigen zwischen ihnen geherrscht hatte. "Das geht nicht ... I-Ich habe Junge mit ihr, sie ist meine Gefährtin ... Es wäre ... Betrug, wenn ich jetzt ..." Heidepelz brach ab, nicht vollkommen sicher, ob das, was er hatte sagen wollen, sie nicht verletzt hätte. Was sollte er ihr sagen? Dass er sie auch berwunderte? Dass er manchmal sogar glaubte, auch etwas für sie zu empfinden? Oder, dass er sich dabei abr nicht sicher war und es sowieso nicht ging...? Hilflos beobachtete er die ersten Tränen, die ihr Gesicht hinabrannen. Er wollte sie doch nicht verletzen! Nein, was hatte er bloß getan?!
"Wisperwind ... bitte ... Nein.", stammelte er, trat auf unsicheren Pfoten zu ihr heran und berührte sich mit der Schwnazspitze an der schulter, erst zaghaft, dann strich er über ihren Rücken und näherte ich ihr noch mehr. Fast fürchtete er, sie würde zurückweichen, doch trotz dieser Frucht presste er bald sein Fell an das ihre, spürte ihre Wärme und nahm ihren Geruch in sich auf. Zittenrd schloss er die Augen und presste sich tröstend an die weiß-schwarze Kriegern. "Ich möchte dich nicht weinen sehen ... denn ... denn ich fühle auch mehr für dich als Freundschaft ..." Seine Stimme war so leise, kaum ein Flüstern, so zerbrechlich wie das, was zwischen ihnen bestand. Ihre gebrechliche Verbindung, die bei jedem falschen Wort brechen konnte.
Und als der Krieger sich dort am schmalen Fluss tröstend an Wisperwind presste, Tränen der Verzweiflung und der Freude ihm in die Augen stiegen und seine Wangen nässten, begehrten die Gefühle in seiner Brust auf. Schuld vermischte sich mit Liebe und Freude, mit dem Verlangen, Wisperwinds Herz zu erobern und ließ sein Herz schneller schlagen. Wie ein Feuer brannten die Gefühle in ihm, berührten sein Gewissen und erfüllten ihn gleichermaßen mit Schmerz und lieblicher Wärme. Doch aus der Tiefe seiner Seele starrte ihn zwei blaue Augen an, Augen, die so warm leuchten konnten und ihn selbst jetzt noch mit so wunderbar inniger Liebe musterten.
Verzeih mir Flockentanz ...

[denkt nach, beobachtet Wisperwind, hört ihr Geständnis, erstarrt, antwortet ihr, schmiegt sich an sie, schließt die Augen, weint, denkt an Flockentanz]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Mi Apr 30, 2014 3:03 pm

Ich schlug hilflos meine Augen auf. Das Entsetzten, das ich in Heidepelz' Augen auslöste ließ mein Herz schmerzen. Es fühlte  sich an, als hätten sich scharfe Krallen in mein Herz geschnitten und ich wollte wegrennen, einfach vor Heidepelz fliehen, der mich fassungslos und bestürzt anschaute. Er hatte nichts geahnt, mein Verhalten hatte ihm keine Anhaltspunkte gegeben. Ich hatte ihn vollkommen überrascht und ich musste meine Augen schließen und mir auf die Zunge beißen, um nicht laut aufzuschluchzen. Ich versuchte mich in seine Lage zu versetzen, damit ich ihn verstand. Damit ich wegen seiner Reaktion nicht verletzt war.
Hätte ich einen Gefährten, den ich liebte und auch Jungen, dann wäre ich überglücklich. Doch wenn dann ein anderer Kater daherkäme, den ich nicht einmal richtig kannte und mir seine Liebe gestehen würde, dann hätte ich wohl ähnlich reagiert wie Heidepelz. Nun gab es zwei Möglichkeiten. Entweder, er zeigte mir deutlich, dass ich bei ihm nur meine Zeit verschwendete, er mich nicht liebte und er glücklich war mit seiner Familie, oder er würde meine Liebe doch hinnehmen, ich könnte ... seine heimliche Geliebte werden. Dieser Gedanke ließ mich zusammenzucken. Auf gar keinen Fall, ich würde damit Heidepelz Leben völlig durcheinanderbringen, ihn zwingen, seine Gefährtin Flockentanz und seine Jungen anzulügen, nur, damit ich nicht verletzt wurde. Das ... das wollte ich nicht, denn ich wäre die Böse, diejenige, die alles zerstört hätte.
Heidepelz Gestammel machte das alles nicht besser, sogar schlimmer. Ich fühlte mich zerschlagen, als hätte ich mindestens drei Kämpfe hinter mir. Erst als er meinen Namen hauchte, hob ich den Kopf, eine einzelne Träne stahl sich aus meinen Augen und tropfte zu Boden. Er sagte das, was mir schon die ganze Zeit über bewusst war. Er brach ab und bedachte mich mit einem fast traurigen Blick, den ich nicht deuten konnte. Nun musste ich etwas sagen. Ich musste mehrmals schlucken, damit ich einen Ton herausbringen konnte, der kein Schluchzen war.
"Das ... weiß ich doch... Ich ... Ich ...", stammelte ich kraftlos, mir viel nichts ein, was ich sagen könnte. So stotterte ich wie auch er einfache Wörter, die jedoch im Gegensatz zu seinen nichts zu bedeuten hatten. Tränen rannten meine Wangen hinab, durchnässten mein Fell.
Heidepelz trat hilflos auf mich zu, wollte, dass ich aufhörte zu weinen. Doch mein Herz war gebrochen und es schien mir, als könnten nur meine Tränen Besserung verschaffen.
Die plötzliche Nähe zwischen uns war mir deutlich bewusst und war mir genauso unangenehm, wie sie angenehm für mich war. Seine Schweifspitze berührte meine Schulter und ich zuckte leicht zurück, doch diese Berührung ließ mein Herz schneller schlagen und ich war versucht, meinen Kopf in seinem Fell zu vergraben und einfach nur zu schluchzen. Nur, dass mir bewusst war, dass ich kein Recht auf solche Berührungen und Zeichen der Zuneigung hatte, hinderte mich daran.
Dennoch erfüllte mir der rötlichgetigerte Kater meinen Wunsch, indem er sich an mich presste und mich versuchte zu trösten. In diesem Moment hätte ich mich normalerweise von keinem berühren lassen, außer von Heidepelz. So ließ ich es zu und schluchzte leise vor mich hin. Mein Herz wollte nicht aufhören zu schmerzen. Was hatte ich da ausgelöst, als ich ihm meine Liebe gestanden hatte?
In dem Moment, als ich das dachte, hörte ich Heidepelz' Flüstern. So leise, dass ich mir nicht sicher war, ob es nicht einfach der Wunsch in meinem Kopf war. Nein, er hatte es gesagt. Ich möchte dich nicht weinen sehen ... denn ... denn ich fühle auch mehr für dich als Freundschaft. Mein Herz setzte für einen Moment aus, hörte auf zu schlagen. Das... konnte doch nicht wahr sein. Er hatte eine Gefährtin und Junge... Wie konnte er sich da in mich verliebt haben? War es denn Liebe oder sagte er das nur so, um mich nicht zu verletzten? Mir wurde schwindelig, ich musste mich mit meinem ganzen Gewicht gegen den Kater lehnen, da ich sonst umgefallen wäre. Es war einfach zu viel für mich. Zu viele Strapazen hatte ich meinem Herzen zumuten müssen, das nun vor Freude und Glück überlief.
"Heidepelz", wisperte ich, während ich wieder sicherer auf meinen Pfoten wurde und ich wieder mein Gewicht tragen konnte. Dennoch gönnte ich mir einen Moment, in dem ich mich an ihn schmiegte. Ich spürte seine Tränen, die mich sehr berührten. Er weinte, ich hatte ihn dazu gebracht zu weinen... Warum? Warum weinte er?
Meine Stimme war nicht mehr als ein Flüstern, als ich sprach.
"Aber... Du hast eine Gefährtin, die du liebst. Ich ... sollte nicht dazu gehören. Ich will nicht die sein, die das Leben von dir und Flockentanz ... zerstört. Und das deiner ... Jungen..."
In meiner Stimme schwang all der Schmerz mit, den ich hatte fühlen müssen. Denn ich in mir trug, seit ich herausgefunden hatte, dass Flockentanz die Gefährtin von dem Deputy war und sie Jungen hatten.
Meine Tränen versiegten und ich fühlte mich schrecklich. Dennoch war ich so glücklich, dass ich hätte jubeln können. Wie konnten diese völlig unterschiedlichen Gefühle gemeinsam in mir toben?

[weint, denkt nach, spricht mit Heidepelz]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Mi Apr 30, 2014 8:11 pm

Was beim SternenClan tat er eigentlich hier?
Noch immer drängten sich Wisperwind und Heidepelz eng aneinander geschmiegt, Tränen rollten über ihre Wangen und die Pfoten des Katers bebten vor lauter Unentschlossenheit und Trauer. Und zugleich Freude. Er war in ein wechselbad der Gefühle getaucht, denn einerseits spürte er die Last der Schuld für seinen Betrug, den verrat an seiner Gefährtin Flockentanz und ihren gemeinsamen Jungen, die noch so klein und unschuldig waren. Er liebte sie, ja, so sehr, dass es fast zu schmerzen schien, und er wusste, er würde sie immer lieben. Sie war seine Gefährtin, die Kätzin, der sein Herz gehörte - aber irgendwie schien sich sein aufmüpfiges Herz damit dennoch nicht zufrieden zu geben. Es gierte förmlich nach Liebe ... nur so konnte er sich vermutlich die Sprunghaftigkeit seiner Zuneigung erklären.
Zudem wurde ihm klar, was für eine grausame Katze er tief in seinem Inneren sein musste. Zuerst tat er sich mit Flockentanz zusammen, schenkte ihr alle Aufmerksamkeit und schwor ihr seine Liebe. Sie erwiderte seine Gefühle, aber jetzt ... Was tat er jetzt? Er wurde untreue, kurz nach der Geburt ihrer Jungen und gestand einer anderen Kätzin seine Gefühle. Doch andererseits hatte sie schließlich damit angefangen, er hatte doch nur ... Ja, er hatte ihr nur die Wahrheit gesagt. Es war doch die Wahrheit gewesen, oder nicht? Er hatte es doch gespürt, diese pulsierende Wärme, wenn er Wisperwind ansah, dieses zarte Feuer, welches sie in ihm entflammen ließ, wenn ihre honiggoldenen Augen seinen Blick trafen. Er kannte doch dieses Gefühl von Liebe ... und sicher hätte er die Worte auch nicht über die Lippen gebracht, hätten sie nicht de rWahrheit entsprochen. Streng genommen war er also durchaus Schuld an dieser Situation, obwohl sie ihm nicht so unwohl war, wie es erscheinen mochte. Der Kater hatte zugelassen, dass sein untreues Herz sich noch für eine andere Kätzin als Flockentanz entschied.
Neben sich hörte er Wisperwind seinen Namen flüstern, so nah bei seinem Ohr, dass ihm schauderte. Es war ein wohliges Schaudern, welches da sein fell erfasste, ein Schaudern, das Wärme in ihm auslöste und die Kälte des Wasser und der Blattleere vertrieb. Hier waren sie allein, nur sie beide ... Niemand sah sie, im Prinzip konnte es doch nicht schaden, wenn sie einander näher kamen, dieses einzige Mal ...
Sehnsucht nach der Wärme und Liebe der schwarz-weißen stieg in Heidepelz auf, als er die Augen schloss, den Kopf leicht beugte und still neben Wisperwind verharrte. Ihr Atem stricht über sein Fell, während er schwieg, nachdachte und sich ihre Worte durch den Kopf gehen ließ. Es war Betrug, es war nicht rechtens, nein, der SternenClan würde es garantiert nicht billigen. Er konnte nicht zwei Gefährtinnen haben, zudem zwei Würfe mit der jeweiligen Kätzin und ihnen beiden ewige Liebe schwören. Doch gab es für den Kater eine Alternative? Seine Gefühle konnte er doch schlecht verleugnen, vor allem jetzt, da er sie Wisperwind gestanden hatte! Niemals würden sie einander wieder wie normale Clangefährten behandeln können, dafür war schon zu viel passiert. Der Krieger biss die Zähne zusammen und grub die Krallen in den Boden, als könne dieser ihm genug Halt geben, um die schwerwiegenede Entscheidung zu treffen. Keine Tränen rollten mehr über seine Wangen, doch die Gefühle in seiner Brust tobten heftiger denn je. Was sollte er bloß tun?
Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil ... *
Doch durfte er seine Beziehung zu Flockentanz so leichtfertig auf's Spiel setzen? Liebte er sie nicht immernoch, würde sie immer lieben und schließlich verbanden ihre Jungen sie auch für immer! Er war an sie gebunden, was ihn nicht im Mindesten störte ... aber das eben auch noch Wisperwind. So eine wunderschöne Kätzin mit dieser freundlichen, unbeschwerten Art, wenn das Eis erst einmal gebrochen war - auch sie liebte er, so absurd es auch klingen mochte, sein Herz schlug beim Gedanken an beide Kätzinnen schneller. Warum muss das bloß so verdammt schwierig sein, warum kann nicht irgendetwas auf dieser Welt auch mal einfach sein?!
Dies war eine harte Probe seiner Treue - und er stand im Begriff sie nicht zu bestehen. Da war die ruhige, aber auf ihre Art wunderbare Flockentanz und ihre Jungen: Sie würde er verlieren, wenn er sich nur für Wisperwind entschied, oder auch, wenn er eine geheime Liebschaft begann und diese ans Licht kam. Oder er vergaß Wiperwind und würde sein gesmates Leben glücklich mit ihr und den Jungen verbringen, ohne Zerissenheit und schuldgefühle.
Aber dann war da außerdem Wisperwind, welche er liebte mit ihren frohen Geist, sie würde er gewinnen, sollte er sich nur für sie entschieden, verlieren, sollte er sich gegen sie entscheiden und ... Ja, was, wenn sie eine Affäre begannen? Würde sie dies akzeptieren? Würde sie mit einer Geheimhaltung einverstanden sein? Würde sie ihn trotzdme lieben, so wie er sie und Flockentanz liebte ...?
SternenClan, so hilf mir doch!, flehte der rötliche Getigerte im Stillen, stieß zitternd die Luft aus und krallte sich in den Boden. Nein, nein, nein ... Wie sollte er all das bewahren, ohne Einbußen zu haben oder irgendeine Katze zu verletzen ...?
"Wisperwind...", begann Heidepelz, so leise, dass der stete Wind des Moorlandes siene Stimme fast davontrug. Er veränderte seine Position, sodass er Stirn an Stirn mit Wisperwind stand und ihre Blick sich getroffen hätten, hätte er die Augen nicht zu Boden geschlagen. "Ich weiß nicht, was ... ich tun soll. Einerseits liebe ich Flockentanz und unsere Jungen und .... und möchte all das nicht kaputt machen ... Und andererseits weiß ich, dass mein Herz auch für dich schlägt. So bin ich nunmal, das muss man akeptieren - mein Herz kann sich nicht an nur eine Katze binden, so ist es auch jetzt." Er stockte und atmete aus. "Ihr seid beide wunderbare Kätzinnen und ich möchte niemanden verletzten oder verlieren ... Außerdem werden wir nach diesem Tag nicht so weitermachen können, wie bisher ... Ich könnte dich ... dich irgendwie ... nicht wie die anderen behandeln - natürlich nicht!" Ein leises Seufzen kam über seine Lippen. "Doch... vielleicht gäbe es ja doch die Möglichkeit ... Vielleicht könnten wir trotzdem zusammen sein, wenn keine Katze uns sieht, alleine, hier oder anderswo ..."
Kaum wagte er es, nach oben zu schauen, in ihre honiggoldenen Augen, aus Angst, der Vorwurf würde ihn treffen wie scharfe Krallen. Und doch tat er es, denn insgeheim wusste er doch ihre Antwort, sie musste ihm doch zustimmen ...

[spricht mit Wisperwind]

*Khalil Gibran (1883 - 1931), libanesisch-amerikanischer Maler, Philosoph und Dichter

OUT: Boah so viele Pünktchen habe ich aber lange nicht mehr in einem Post geschrieben xD
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Sa Mai 03, 2014 6:29 pm

Ich dachte nicht weiter über die Konsequenzen nach, die unser Handeln sicher mit sich bringen würde. Ich erlaubte mir, mich zu freuen, die Berührungen des Katers zu genießen. Zwar lastete die Schuldbewusst noch schwer auf mir, denn im Lager des WindClans lag eine weiße Kätzin in der Kinderstube, die denselben Kater wie ich liebte. Wahrscheinlich betrachtete sie gerade ihre und Heidepelz' Junge und freute sich darauf, dass der Vater der Jungen von der Jagd zurückkehren und zu ihr kommen würde. Sie würden zusammen die Namen der Jungen aussuchen, sie würden sie zusammen liebevoll beobachten... Vielleicht hatten die drei Jungen sogar schon die Augen aufgeschlagen? Und wieso dachte ich über die Jungen nach, die nicht meine waren? Noch dazu die Jungen der Kätzin, die ich so verabscheute? Dennoch war auch Heidepelz ein Elternteil und wenn ich es richtig gesehen hatte, dann hatten zwei der Jungen dasselbe rotgetigerte Fell wie der zweite Anführer. Ein Zeichen, dass sie zu seiner Familie gehörten. Ein Zeichen, dass Heidepelz jetzt eigentlich bei seiner Familie und nicht bei mir sein sollte. Wieso also war der Kater bei mir, der unscheinbaren, keineswegs besonderen Wisperwind? Mir war klar, dass ich nur eine Kriegerin war, die nicht besonders hübsch oder nett war. Ich konnte sogar ziemlich verletzen. Wenn auch unbewusst - ich hatte schon vielen Katzen wehgetan. Auch Flockentanz würde ich wehtun, wenn herauskommen würde, was Heidepelz und ich hier getan hatten. Aber ich liebte den Kater und er... Er fühlte ebenfalls mehr als Freundschaft für mich. Oder? Noch immer war ich mir nicht ganz sicher, schließlich wusste man nie... Mir war schon aufgefallen, dass er großes Interesse an Kätzinnen gezeigt hatte. Umso überraschter war ich gewesen, als ich erfahren hatte, dass er sich für eine Kätzin entschieden hatte. War ihm nicht klar, dass es so keinen anderen Kätzinnen hinterherschauen durfte? Wieso tat ich hier nichts dagegen, ließ diese Nähe zwischen uns zu? Nun, die Antwort war einfach. Ich liebte ihn und ich wollte nun auch endlich ein Teil seines Lebens sein.
Die leise Stimme Heidepelzes ließ mich aufhorchen und ich war für einen Moment enttäuscht, als er sich von mir löste, aber dann doch sein Gesicht an meines drückte. Nun standen wir Stirn an Stirn und ich versuchte ihm in die Augen zu schauen, wollte sehen, ob er die Wahrheit gesagt hatte. Doch er hatte den Blick gesenkt und nun hatte ich Angst vor dem, was er sagen könnte. Wollte er mir sagen, dass wir nicht zusammen sein können? Ich wollte schon zum Widerspruch Luft holen, ihn überreden, dass wir irgendeinen Weg finden konnten... Heidepelz jedoch sprach zuerst und ich wollte ihm ins Wort fallen. Anfangs sprach er, dass er nicht wusste, was er tun solle und er schließlich Flockentanz und seine Jungen liebe und das nicht kaputt machen wolle.
Mein Herz krampfte sich zusammen und ich trat zurück, sodass wir uns nicht mehr berührten. Meine Augen funkelten traurig, als ich wissend nickte. Das wusste ich doch, ich...
Und andererseits weiß ich, dass mein Herz auch für dich schlägt, fügte er hinzu und Erleichterung durchströmte mich. Ich wollte wieder in die alte Position zurück, doch das käme doch etwas mäusehirnig rüber. Als ich ihn betrachtete, wie er da mit gesenktem Blick sprach, wurde mir bewusst, wie wenig Rücksicht ich auf seine Gefährtin und seine Jungen genommen hatte. Er hatte Familie zu Hause; wenn ich mich in Flockentanz hineinversetzte... Sie tat mir leid, unendlich leid. Aber ich hatte Heidepelz schon ganz Recht gesagt - ich konnte meine Gefühle, meine Liebe ihm gegenüber, nicht einfach auslöschen.
Auch Heidepelz sprach die Wahrheit, als er meinte, dass wir nie wieder so wie bisher weiter machen könnten. Nein, zu viel war schon passiert...
Er sprach eine Möglichkeit an, wie wir zusammen sein könnten. Trotz Gefährtin und Jungen. Auch mir war diese Idee schon gekommen, aber ich hatte sie strickt abgelehnt. Aber nun... Auch Heidepelz schien zu wollen, dass wir zusammen bleiben konnten. Aber zu welchem Preis?
"Ich...", fing ich unsicher an und blickte ihm ins Gesicht, ihn Hoffnung, er würde mich auch anschauen. Und dies tat er, seine Augen funkelten. Ich fasste einen Entschluss. Ein einziges Mal durfte ich doch wohl an mich denken! Ich wollte nämlich bei ihm bleiben. Nicht wieder eine normale Katze werden. Ich wollte etwas Besonderes für ihn sein.
"Ja... Aber ... es wird irgendwann rauskommen, das ist dir klar? Auch wenn wir uns verstecken, Flockentanz ... Sie wird es rausfinden. Und sie wird mich hassen, noch mehr als bisher!" Meine Stimme war leise, wurde jedoch immer lauter, sodass sie schließlich gut zu verstehen war. Doch ich schob diese Gedanken beiseite und vergrub meinen Kopf in seinem Fell. Dann sah ich ihm wieder in die Augen. "Doch das ist mir egal. Solange es dir egal ist. Ich möchte nicht, dass ich die Beziehung zwischen dir und ihr zunichte mache. Auch wenn ich mich mehr als ... traurig fühle, wenn ich daran denke, dass du eine Gefährtin hast. Und Junge. Wie oft ich deswegen schon geweint habe..." Mir wurde klar, dass ich zu viele meiner Gedanken preis gegeben hatte. Ich schloss meine Augen, damit ich mich besser konzentrieren konnte. Ich sprach weiter, diesmal besser überlegt. "Aber ja. Solange uns niemand sieht, können wir zusammen sein..."

[überlegt, spricht mit Heidepelz]

OUT: Ich weiß genau, was du meinst xD
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Mo Mai 05, 2014 7:43 pm

Noch immer rannen winzige, glänzende Tränen Heidepelz' Wangen hinab, nässten das schmutzig weiße Fell und glitten dann in den eiskalten Schnee zu seinen Pfoten. Stirn an Stirn standen sie da, während der Fluss unter der decke aus Eis leise vor sich hin gluckerte, einfach weiterfloss, als wäre alles wie immer. Als hätte sich nichts geändert, als sei Heidepelz ein durchaus treuer Kater, als hätte Wisperwind nie das Maul geöffnet, als wären sie nur zwei Katzen auf Jagd. Zwei Freunde und treue Clankatzen.
Aber das stimmte nicht.
Alles hatte sich geändert - nur in der kurzen Zeit, die er hier mit der weißen Kätzin mit den schwarzen Tupfen im Fell verbracht hatte. Sie hatte alles verändert, hatte sein Leben aus den Fugen gebracht und ihn zur Sünde getrieben. Obwohl ... nein, das hörte sich an, als sei sie schuldig, ihn verführt zu haben, was natürlich nicht stimmte. Gut, ihre schlanke Figur, der elgante Schwung ihrer Muskeln, die Beschaffenheit ihres weichen Fells und die hübschen, honiggoldenen Augen hatten schon immer seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, aber Wisperwind war mit diesen Eigenschaften geboren worden, sie hatte sie nicht erst nach langer Arbeit erlangt und auch nicht mit dem explizieten Ziel, ihm zu gefallen. Nein, er hatte es sich selbst zuzuschreiben, dass er sich in diese Kätzin verliebt hatte. Natürlich hatte der SternenClan Kätzinnen immer schon geschaffen, um vor allem Katern zu gefallen, damit die Kätzchenproduktion vorangetrieben wurde - aber Wisperwind hätte auch jeden anderen Kater auserwählen können. Im WindClan gab es schließlich genug Kater: Falkenherz, Nebelwind, Windkralle, Laubschweif - aber der hatte auch eine Gefährtin - Salamanderfeuer, Drachenglut, Nebelfrost ... Und viele weitere. Weshalb also hatte sie beim SternenClan gerade ihn gewählt?! Er hatte doch eine Gefährtin, er hatte sogar drei wunderbare Junge, die frisch in der Kinderstube langen und auf seine Rückkehr warteten! Warum hatte es Wisperwind nicht von der Idee abgebracht, ihn zu lieben? Warum? Es machte doch alles nur noch schwerer, für ihn und für sie!
Doch es war keine bloße Idee, er gefiel ihr nicht nur - das Begriff Heidepelz plötzlich und seine Tränen der Verzweiflung versiegten langsam. Liebe konnte man sich nicht aussuchen, genauso wenig, wie man sein Aussehen bestimmen konnte. Hätte er wäjlen können, hätte er vermutlich nicht diesen mageren, kleinen Körper gewählt, sondern eher den breitschultrigen, stattlicheren Körper vieler Kater im Wald. Trotzdem hatte er das beste aus seinem Aussehen gemacht - und dem Anschein nach hatte er mit Witz und Charme auch Erfolg gehabt. Leider ...?
Nein, so konnte man das nicht sagen. Liebe war etwas, über das sich jede Katze freuen sollte, auch wenn sie bisweilen auch recht tückisch sein konnte. Er zum Beispiel liebte auf mehrere Weisen, mehrere Kätzinnen und keine davon war ihm weniger wichtig, als die andere. Flockentanz .... siene wudnerbare Gefährtin. Wisperwind ... eine schüchterne, aber unglaublich liebe Kätzin mit viel Gefühl, welches natürlich auch Flockentanz besaß ... Aber beide Kätzinnen hatten etwas besonderes an sich. Beide wollte er nicht aufgeben - auch wenn ... auch wenn Flockentanz mit ihm schon durch besodnere Weise verbunden war, Wisperwind war so zart, so unschuldig. Sie zu verletzen wäre undenkbar gewesen, außerdem hatte er ihn schon gestanden, dass auch er mehr an ihr fand, als nur Freunschaft.
Vielleicht würde ja sogar alles gut gehen ...
Die zarte Stimme der Kätzin, ebenso zart, wie ihre Bindung zur Zeit war, erklang. Sie blickte ihn an und er konnte nicht anders, als den Blick ihrer liebenswürdigen, honiggoldenen Augen zu erwidern. Hoffnung und das prickelnde Gefühl von Wärme stieg in ihm auf, ließ sein Herz schneller schlagen und vertrieb jedwede Kälte aus seinen Ballen und seinem nassen Beinfell. Ein Schauer durchlief Heidepelz' rötliches Tigerfell, als Wisperwind die Nase in seinem struppigen, aufgeplusterten Fell vergrub.
"Es ist mir klar ... Aber das Risiko ist es wert", erwiderte er, schaute ihr tief in die warm glitzenden Augen und seufzte leise. "Wisperwind, denk jetzt bitte nicht von mir, ich sei ein treuloser Kater ... Aber mein Herz ist zerrissen. Vielleicht ... Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass ich mich immerfür Kätzinnen interessiert habe - und das hat sich nicht geändert. Ja, Flockentanz gegenüber fühle ich noch etwas ganz anderes, es ist echte Liebe, das weiß ich! Aber bei dir ist das auch so, es ist einfach da, es ist schön und der Gedanke an zwei so wunderbare Kätzinnen wärmt mir das Herz." Er blinzelte, als ihm bewusst wurde, dass er das erste Mal so frei über sein Verhalten was Kätzinnen anging mit einer Kätzin sprach. Hatte er vielleicht zu viel gesagt? Doch ehe er es sich ander überlegen konnte, fuhr der Krieger fort. "Mit euch an meiner Seite könnte ich eine Blattwechsel währende Blattleere überstehen - Flockentanz und dir gehört mein Herz. Und wenn ich eine aufgeben soll ... Was soll dann aus meinem Herzen werden? Vielleicht ein halbes Stück, sodass mein Körper dann auch nur noch halb funktioniert...?" Er lächelte schief, fast wehmütig ob der Risiken, welche sein Tun barg. Doch es musste sein - das war eine der wenigen Dinge, derer er sich noch sicher war zu dieser wankelmütigen Zeit.

[denkt nach, spricht mit Wisperwind]

OUT: Sry, war heute weniger kreativ >.<
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Mo Mai 12, 2014 5:01 pm

Meine Gedanken waren wie ausgeschaltet. Ich dachte gar nicht weiter nach, sondern wendete meinen Blick nicht von Heidepelz ab, der mich nachdenklich anschaute. Der Drang in mir, mich an ihn zu drücken und mich nicht mehr zu rühren, war groß, doch ich zwang mich auf Abstand. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, was in Heidepelz Kopf vorging, über was er sich den Kopf zerbrach. Er hatte mit gesagt, dass er Flockentanz liebte und auch seine Jungen. Dennoch gab es auch mich in seinem Leben, er ... liebte mich auch. Und dieses Wissen ließ mich strahlen, doch ich verzog keine Miene. Ich schaute ihn aus glitzernden Augen ruhig an, wartete darauf, dass er etwas sagte. Er selbst hatte es vorgeschlagen. Eine Affäre, von der seine Gefährtin nichts mitkriegen durfte. Eine Affäre, ohne jegliche Sicht auf ein gutes Ende. Die weiße Kätzin, die Heidepelz sehr liebte, die ihm den Kopf verdreht hatte, würde es herausfinden. Irgendwann. Und dann würde sie mich so sehr hassen. Würde es wohlmöglich allen Katzen weitererzählen. Ich hätte keinerlei Respekt mehr, alle würden mich verachten. Sich in einen vergebenen Kater zu verlieben war eine Sache, aber dann mit ihm eine Affäre zu beginnen, statt es geheim zu halten, eine vollkommen andere. Und wenn die anderen drei Clans ebenfalls davon Wind bekämen...
Ich schauderte bei dem Gedanken, Unsicherheit lag in meinem Blick. Ich könnte damit auskommen, all diese Verachtung hinnehmen - aber es gab einen Haken. Heidepelz wäre ebenfalls betroffen. Er würde wohlmöglich seinen Rang verlieren... Und dies war mir keineswegs egal. All seine Zukunft, die er sich erhofft hatte, hatte ich mit einem einzigen Satz zunichte gemacht.
Heidepelz, ich weiß, dass du eine Gefährtin hast und noch dazu Junge, die du liebst, aber man kann die eigenen Gefühle nicht einfach auslöschen..., schoss es mir erneut durch den Kopf. Das hätte ich nicht sagen dürfen, auch wenn ich im selben Moment unglaublich glücklich war, dass ich es dennoch getan hatte. Auch ich war zerrissen. Heidepelz musste sich zwischen uns Kätzinnen entscheiden, zumindest kam es ihm so vor. Doch ich war zerrissen, da ich zwischen Schuldbewusst und Glück stand und ich mich nun auf eine Seite schlagen musste. Würde ich Heidepelz bitten, meine Worte, diesen Tag zu vergessen? Einfach so weiter machen, wie bisher? Oder durfte ich es mir erlauben, Heidepelz zu lieben, mit ihm eine Affäre zu beginnen?
Ich sah ihn völlig unsicher an, meine Ohren zuckten. Er hingegen schien sich wieder gefasst zu haben, denn seine Stimme war nun ruhig und fest, ohne jegliches Gestotter. Er gab nur das bekannt, was ich wusste, seit ich ihn näher kennen gelernt hatte. Wieder wiederholte er, dass er Flockentanz liebte. Dieses Mal schmerzte mein Herz nicht mehr ganz so stark. Vielleicht wurden diese Schmerzen immer geringer, je öfter er mir das sagte? Dass er mir ebenfalls Liebe entgegenbrachte, konnte ich einfach nicht glauben. Doch es sprach nur Wahrheit aus seinen Augen - ich konnte ihm nur glauben.
Ich versuchte ihn zu beruhigen, wollte irgendetwas sagen. Da mir nichts einfiel, wollte ich mich tröstend an ihn drücken, doch da verlor ich vollkommend überrascht mein Gleichgewicht und stieß gegen ihn.
"Oh", stieß ich hervor, als ich fiel. Wir landeten beide im Schnee.
Dass er genau unter mir lag, ließ mir vor Verlegenheit ganz heiß werden und ich starrte ihn einen Moment aus aufgerissenen Augen an. Ich war kurz davor, mich von ihm runter zu rollen, als ich zögerte. Ich erinnerte mich an die beiden Möglichkeiten - ihn verlassen oder ihn lieben. Schmerz oder Glück? Ich entschied mich für das Glück. Ich konnte Heidepelz nicht aufgeben. Ich hatte mich entschieden.
Mein Herz schlug schnell, als ich zu ihm herunter sah; sein rotes Fell war von Schnee bedeckt. Auch ich sah gerade wohl nicht viel besser aus. Ich beugte mich schüchtern zu ihm herunter, leckte ihm kurz über die Wange, bevor ich völlig verlegen meinen Kopf an seinem Hals drückte.
Was machte ich hier bloß...?

[denkt nach, hört ihn zu, will ihn trösten, verliert dabei das Gleichgewicht, liegt im Schnee]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Mi Mai 14, 2014 3:49 pm

Heidepelz spürte förmlich, wie sein Herz zerrissen wurde, zwischen Treue und Liebe - zwischen Flockentanz und Wisperwind. Warum - beim SternenClan! - musste es im Wald, oder vor allem in WindClan, bloß gleich zwei so wunderbare Geschöpfe geben, die es verdienten, geliebt zu werden und auch ihm seine Zuneigung schenkten? Wollten die Ahnen ihn damit strafen ... oder belohnen? Ha, was für eine Belohung, bei der ich etwas verliere, egal was ich tue!, dachte er bitter und zuckte frustriet mit den Ohren. Entweder Wisperwind, wenn ich sie doch noch ablehen ... oder Flockentanz, wenn sie davon erfährt. Und doch wusste er, das Risiko war es wert. Liebe war alles wert - er sollte sich womöglich doch glücklich schätzen und es als Geschenk ansehen, dass er zwei so wunderbare Kätzinnen kannte.
Dennoch würde es schwierig werden, alles unter eine Pfote zu bekommen. Da waren seine Pflichten als zweiter Anführer und Krieger, Flockentanz und ihre Jungen, Wisperwind ... und seine Freunde Windkralle und Dämmerzorn durfte er dabei auch nicht vernachlässigen. Es würde durchaus anstrengend werden, für alle da zu sein, es ihnen möglichst recht zu machen und sich dabei nicht anmerken zu lassen, dass er sich schuldig fühlte. Aber was tat ein Kater schon nicht alles für Kätzinnen, die er liebte ...
Sein rötlich getigertes, weißes Fell gegen Kälte und die jetzt schon nagende Schuld gesträubt, senkte er den Blick auf Wisperwinds Pfoten. Schweigen herrschte zwischen ihnen, während beide Katzen ihren Gedanken nachhingen, sich die Konsequenzen ihres Tuns vor Augen führten und versuchten, alles mit ihrem Gewissen zu vereinbaren. Heidepelz war nie ein Kater gewesen, der übermäßig auf Tugend was Kätzinnen anging geachtet hatte, er hatte diverse Kätzinnen geliebt, ihnen nachgestellt und ... Und? Mehr war da eigentlich nicht gewesen. Jetzt fragte er sich, ob es damals echte Liebe gewesen war, echte Gefühle - oder nicht nur das Begehren eines jungen Katers. Vielleicht war er damals tatsächlich anders gewesen - er konnte es nur hoffen - aber er dachte, nein er wusste, dass er diesesmal anders war. Schon bei Flockentanz war es anders gewesen und nun bei Wisperwind ... Ehrlich gesagt war er sich über das wahre Ausmaß seiner Gefühle für die weiß schwarze Kätzin nicht ganz im Klaren. Aber jetzt, hier an diesem leise vor sich hin gluckernden Fluss, fühlte er sich unglaublich stark zu ihr hingezogen.
Die Miene des Kriegers musste wohl verraten haben, wie aufgewühlt er war, denn schon trat die Kätzin auf ihn zu. Er hob den Blick, musterte ihre feinen Züge und hielt dem Blick dieser honigsüßgelben Augen stand, als sie plötzlich stolperte und ihn in den Schnee stieß. Ein überraschtes Maunzen entfuhr ihm, doch als er aufsah waren da wieder diese klaren, unschuldigen Augen von Wisperwind, die ihn halb schuldbewusst, halb verlegen musterte und wieder breitete sich eine unsichere Stille zwischen ihnen aus. Sie schien zu überlegen, ihre Züge sprachen von Unsicherheit, Verlegenheit ... und Entschlossenheit. Etwas an ihrem Ausdruck veränderte sich, ließ einen Schauder durch seinen Pelz jagen und er entspannte sich, lächelte und sah erwartungsvoll zu ihr auf. Sein Herz schlug schneller in seiner Brust, während seine schmutzig grünen Augen ihr Gesicht fixierten, welches sich klar und scharf vor dem grauen Himmel abzeichnete. Irgendwie verband er plötzlich nicht nur ihre Augen mit Honig, sondern auch ihre Geruch prickelte süß auf seiner Zunge ... Wieder erschauderte der Krieger, es war ein angenehmes Schaudern und er schloss schnurrend die Augen, als Wisperwinds Zunge sanft über seine Wange strich. Noch immer mit geschlossenen Lidern registrierte er ihren warmen Kopf an seinem Hals. Sein Schnurren wurde kräftiger, tiefer und schon bald vibrierte seine Brust leicht. Ganz langsam drehte er den Kopf, öffnete das Maul und strich auch Wisperwind mit der Zunge sanft über die Wange, erst vorsichtig, um sie nicht zu verschrecken, dann kräftiger. Nur kurz spannte er seine Muskeln an, um Wisperwind sanft neben sich in den Schnee gleiten zu lassen, drückte sich dann an ihr warmes Fell und rieb seinen Kopf schnurrend an ihrer Wange. Wärme durchströmte ihn wie ein Fluss, nur nicht so langsam und gemächlich wie jener, der neben ihnen durch die Landschaft gluckerte. Ein Kribbeln breitete sich in seinen Gliedern aus, wanderte von seinen Pfoten zu seiner Schwanzspitze, durch seinen Körper in seine Ohren und brachte schließlich sogar seine Wange zum Prickeln. Liebervoll strich er Wisperwind mit einer Pfote über den Rücken, fuhr mit der Nasenspitze die Konturen ihrer Schultermukulatur nach und genoss trotz des kalten Schnees ihre Wärme.
Schließlich - er wusste nicht, wie lange sie nun schon so dalagen - schaute der Tigerkater ihr wieder in die Augen, musterte sie schwiegsam und in seinen Augen glänzte ein seltsam unpassend erscheinender Ernst.
"Wisperwind, ich möchte noch eines von dir wissen, ehe du etwas tust, was du später bereust ...", miaute er leise und erwiderte ihren Blick. "Bist du jetzt in diesem Augenblick glücklich?"

[denkt nach, betrachtet Wisperwind, fällt mit ihr in den Schnee, liebkost sie, fragt sie etwas]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   So Mai 18, 2014 12:45 pm

Ich spürte das Schaudern, dass Heidepelz durchlief und auch das Schnurren, das seine Brust vibrieren ließ, war ich mir deutlich bewusst. Mein Herz schlug Purzelbäume, als er nun mit seiner rauen Zunge über meine Wange strich, erst sanft, dann kräftiger. Ich hätte mich ihm wohl entzogen ... wenn es mir nicht gefallen hätte.
Ich erschauderte leicht und drückte mich mit geschlossenen Augen an ihn und dachte an nichts anderes, als dass er hier bei mir war. In dem Moment zog der Kater mich zu sich herunter und schließlich landete ich neben ihm im Schnee. Doch mir war nicht kalt, ganz im Gegenteil. Das alles - seinen Kopf an meiner Wange, sein Schnurren, seine Anwesenheit - all das bewirkte, dass mir ganz warm wurde. Ich schnurrte leise und genoss seine Berührungen, versuchte nicht verlegen zu werden. Ich war jung, hatte keine Erfahrungen mit Katern. Heidepelz war älter als ich, hatte auch sicher öfter die Gesellschaft von Kätzinnen genossen. Da kam mir die Frage auf, ob ich überhaupt etwas Besonderes für ihn war... Nein, ich sollte nicht immer so misstrauisch sein. Er hatte ehrlich mit mir gesprochen und er würde niemals nur mit mir spielen, so gut kannte ich ihn zumindest schon.
So erlaubte ich mir, das hier und jetzt zu genießen. Ich wollte mich an diesen Moment mit glücklichen Gefühlen zurückerinnern.
Mein Schnurren wurde unwillkürlich lauter und ich wagte es nicht, mich zu bewegen, als ich seine Pfote an meinem Rücken spürte, während seine Nase über meine Schulter strich.
Mein Herz raste, ebenso wie meine Gedanken, die ich nicht geordnet bekam. In dem einen Moment dachte ich an Flockentanz und wie sehr wir sie verletzten mit dem, was wir hier taten und in dem Nächsten konnte ich nur daran denken, wie glücklich ich gerade war.
In dem Moment fing Heidepelz an zu sprechen und ich wurde mir nun endgültig bewusst, dass wirklich er hier war, der Kater, den ich so sehr liebte. Den ich so sehr liebte, dass ich darüber hinwegsah, dass er eine Gefährtin hatte. Doch diese Kenntnis klopfte leise gegen mein Gewissen und erinnerte mich, dass, nur weil ich nicht wagte daran zu denken, es dennoch wahr war.  
"Glücklicher, als ich es jemals war", flüsterte ich als Antwort. Und dies stimmte. So viele Katzen, die mir wichtig waren, hatte ich verloren, dass ich schon fast vergessen hatte, was es hieß, so richtig glücklich zu sein. Bei Seelentraum und Eisblüte jedoch, konnte ich all das vergessen und nun auch bei einem ganz besonderen Kater, nämlich Heidepelz. Ich liebte ihn so sehr, dass es schon fast wehtat.
Ich sah ihm in die grünen Augen, die mir nur so entgegen strahlten. Ein schüchternes Lächeln zierte meine Lippen als ich hinzufügte: "Ich liebe dich Heidepelz. "

[bei Heidepelz, antwortet ihm]

OUT: Entschuldige, dieser Post ist nicht so gut geworden :/
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Mi Mai 21, 2014 8:58 pm

"Glücklicher, als ich es jemals war"
Ein angenehmer Schauder lief durch Heidepelz Körper und sein Nackenfell sträubte sich, als sie hinzufügte, sie würde ihn lieben. Liebevoll und inbrünstig schnurrend beugte er sich zu ihr hinüber, leckte ihr über die Wange und rieb seinen Kopf an ihrer Schulter, ehe er mit den Liebkosungen fortfuhr und dabei alles um sich herum vergaß. Wenn sie so glücklich war, dann taten sie das Richtige. Ja, sie machten nichts falsch. Nicht jetzt, nicht hier. DieserMoment gehörte nur ihnen beiden und keine Katze hatte an Anrecht darauf, sie dafür zu kritisieren. Wie konnte man schließlich das Glück einer Katze als falasch bezeichnen ...?
Schon eine ganze Zeit lagen sie so nebeneinander im Schnee, welcher unter ihren warmen Körpern zu schmelzen begonnen hatte. Heidepelz grüne Augen leuchteten vor Zuneigung und Wärme, doch da wanderte sein Blick zum schmalen Fluss und urplötzlich wurde er sich wieder ihrer Aufgabe bewusst. Sie waren zu einer Jagdpatrouille aufgebrochen - und sie waren schon ganz schön lange weg. Würden die anderen windClan Katzen Verdacht schöpfen, wenn sie weniger als wenig Beute zurück brachten? Außerdem musste der Clan ernährt werden, Flockentanz, ihre Jungen, Salbeiblüte, ihr Ziehjunges ... alle Katzen brauchten Beute, um gesund über die Blattleere zu kommen! Sich schuldig fühlend legte Heidepelz die Ohren an, wandte den Blick von Wisperwind ab und der Ausdruck auf seinem Gesicht wandelte sich von entspannt und glücklich zu - fast schmerzlich - pflichtbewusst. Er war Zweiter Anführer, da konnte er doch wohl kaum am wenigsten Beute zurück ins Lager bringen.
"Es tut mir Leid - es war wirklich ... wunderschön-", miaute er leise, rappelte sich auf und der Blick, den er Wisperwind zuwarf, bestätigte den Satz. Voller wohliger Wärme erinnerte er sich an die Liebkosungen, wünschte sich fast, erneut mit ihr in den Schnee zu sinken - doch sie mussten sich zusammenreißen. Der Clan brauchte Beute und außerdem sollte keine Katze - vor allen Dingen nicht Flockentanz - Verdacht schöpfen. "Aber jetzt sollten wir noch ein bisschen jagen ... Die Blattleere ist jetzt schon hart und ich möchte keine WindClan Katze hungern sehen."
Rasch schüttelte sich der Kater den Schnee aus dem rötlich weiß getigerten Fell, ehe er sich erneut an Wisperwind wandte. "Nimm mir das bitte nicht übel - aber wir müssen an unsere Pflichten denken ... auch wenn ich jetzt gerne einfach nur ein unvernünftiger, junger Kater gewesen wäre ...", fügte er gedankenverloren hinzu, lächelte schwach und zwinkerte ihr zu. Schon seltsam, dass er jetzt versuchte, die Rolle der Verwantwortungsträgers zu übernehmen. Früher wäre ihm nie auch nur eingefallen, daran zu denken.

[bei Wisperwind, rappelt sich auf, spricht mit ihr]

OUT: Jaa ich weiß, unkreaticer geht es wirklich nicht, aber zurzeit fehlt mir jegliche Energie und Motivation ... ._.
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Sa Mai 24, 2014 3:47 pm

Ich wusste nicht, was ich bei Heidepelz mit meinen Worten auslöste, aber er antwortete nicht, fuhr jedoch mit seinen Lieblosungen fort. Leise schnurrend rieb ich meinen Kopf an seiner Schulter und dachte nicht weiter nach. Ich hatte das recht darauf, etwas zu genießen. Als ich von Heidepelz Junge erfuhr, war ich am Boden zerstört gewesen, doch nun fühlte ich mich, als könnten mir Flügel wachsen.
Niemals hätte ich gedacht, dass Heidepelz und ich ... wirklich einmal wie Gefährten sein könnten. Aber nein, wir waren keine Gefährten und wir würden es auch nie sein. Ich war seine heimliche Geliebte und würde auch nie mehr sein. Das musste mir klar sein, denn mir war nur für diesen Moment erlaubt, glücklich mit ihm zu sein. Vielleicht gäbe es auch später immer mal wieder Momente, in denen wir zusammen undgestört sein konnten. Aber in den Momenten dazwischen... Denn immer, wenn wir zu dem WindClan Lager zurückkehrten, würde er mich verlassen und zu seiner Gefährtin und seinen Jungen gehen. Und ich würde dastehen und nicht wissen, was ich nun machen sollte. Das Beste für mich wäre, wenn ich jemandem davon erzählten könnte, jemandem, dem ich auch wirklich vertraute. Da kamen nur Seelentraum und Eisblüte in Frage, aber würde ich es wirklich über mich bringen, es ihnen zu erzählen? Ihnen mein Gefühlschaos erklären, das in mir tobte?
Ich musste schlucken, starrte verunsichert auf meine weißen Pfoten. Nein, sie würden es nicht verstehen. Sie wären der festen Überzeugung, dass ich die Böse wäre. Diejenige, die die Schuld auf den Schultern lag. Klar, auch Heidepelz war nicht ganz unschuldig, doch ich war es, die ihm die Liebe gestanden hatte. Wäre ich ruhig geblieben und hätte nichts gesagt, hätte sich nichts verändert. Aber ich hatte es ihm gesagt und somit wurde mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Ich konnte mir nun nicht mehr vorstellen, was die Zukunft mir bereithielt.
Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als ich bemerkte, dass Heidepelz die Ohren angelegt und den Blick abgewandt hatte. Verwundert schaute ich ihn an, fragte mich, was ich falsch gemacht hatte.
Er entschuldigte sich, sagte, es sei wunderschön gewesen, aber er versuchte mir zu erklären, dass es vorerst vorbei war. Noch hatte ich nicht ganz verstanden, was er meinte. Erst nachdem er vorgeschlagen hatte, dass wir noch ein wenig jagen sollten, verstand ich.
Für einen Moment sah ich aus, als hätte er mir mit ausgefahrenen Krallen über das Gesicht gefahren, dann hatte ich meine Gefühle wieder unter Kontrolle. Natürlich mussten wir irgendwann aufhören, nichts war für immer. Noch einmal musste ich schlucken und ich rappelte mich ebenfalls auf. Mit einem komischen Gefühl im Bauch sah ich ihn an und achtete nicht auf den Schnee, der noch immer auf meinem Fell lag. Es brauchte ein paar Anläufe, bis es mir gelang, ihm zu antworten.
"Kein Problem.,. Ich ... Du hast ja Recht. Wir sollten noch etwas jagen gehen", stimmte ich zu und erinnerte mich endlich an den Schnee in meinem Pelz. Ich schüttelte ihn ab, sodass meine schwarzen Flecken wieder zum Vorschein kamen. Der Schnee hatte sie fast vollständig verdeckt.
"Teilen wir uns wieder auf?", fragte ich leise.

[bei Heidepelz, denkt nach, rappelt sich auf, stimmt ihm zu und fragt ihn etwas]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   So Mai 25, 2014 2:19 pm

Obwohl seine Worte Wisperwind zuerst zu verunsichern schienen, stimmte sie ihm schließlich zu - und Heidepelz lächelte erleichtert und atmete innerlich auf. Es war ihm schon komisch genug, den Vernünftigen zu spielen und an die Pflichten als Krieger zu denken, da wäre es ihm noch seltsamer vorgekommen, die hübsche Kätzin ein weiteres Mal darauf hinzuweisen und sie zum Jagen zu drängen. Dem SternenClan sei Dank sind Kätzinnen so vernünftig ...
Die süßen, schwarzen Flecken auf ihrem Pelz kamen wieder zum Vorschein, nachdem sie die Flocken abgeschüttelt hatte und da erst besann sich auch Heidepelz, dass er seinen Pelz vielleicht ein wenig säubern sollte. Rasch schüttelte er sich, sodass er danach aussah als wäre ein Gewittersturm durch sein struppiges, rötlichweißes Fell gebraust. Mit einigen Zungenstrichen glättete er es so gut es eben ging, um dann aufzuschauen.
Diese Augen ... Immer wieder, wenn er sie anschaute, dachte er an die Süße von Honig und fühlte sich, als würde er für immer dahinschmelzen können. Für immer in ihre Augen schauen und einfach nur darin versinken ... Glücklicherweise konnte er sich seinen Träumen nicht weiter hingeben, denn Wisperwind unterbrach seine Gedanken mit einer einfachen Frage, die dennoch seine Aufmerksamkeit erforderte.
Nachdenklich zuckte der Kater mit der Schwanzspitze, sah den Fluss hinab und hinauf und sog die kalte Blattleereluft ein. Die Beutegerüche waren weites gehend fahl, die kleinen Tiere hatten sich alle vor der Kälte verkrochen und wagten sich nur ungern aus ihren warmen Bauten. Doch sie benötigten Futter - und Hunger trieb auch die kleinste, schwächlichste Maus hinaus. Sie hatten diesen Umstand auf jeden Fall zu nutzen, sich aufzuteilen würde ihnen hoffentlich mehr Beute einbringen.
„Das ist glaube ich besser so.“, miaute er, fügte dann jedoch zwinkernd hinzu: „Aber hab‘ lieber ein Auge auf mich, sonst ertrinke ich noch im Fluss.“ Dann beugte er sich zu der schwarz- weißen Kätzin vor, atmete ihren süßen Duft ein und drückte ihr dann sanft einen Kuss auf die Wange, ehe er sich recht widerwillig abwandte.
Seine Gedanken summten wie ein Bienenschwarm - vor allem rund um den Namen Wisperwind - und als er langsam und geduckt durch den kalten, weißen Schnee am Ufer entlang schlich, wanderten seine Gedanken zu Flockentanz und ihren Jungen. Geplagt von Gewissensbissen verzog er die Miene zu einer schuldbewussten Fratze und sein Nackenfell stellte sich langsam auf. Jetzt schon, wo doch seine Affäre mit Wisperwind gerade erst begonnen hatte, fühlte er sich schuldig, spürte die Last der kommenden Lügen auf seinen Schultern und kam sich vor, wie ein räudiger Verräter. Eigentlich war er auch nichts anderes, wenn man mal genauer darüber nachdachte …. Ein mieser, untreuer Kater …
In seine Gedanken vertieft war Heidepelz am Fluss entlang geschlichen, doch selbst als er jetzt wieder die volle Aufmerksamkeit dem Jagen zuwandte, konnte er Beute weder entdecken, noch riechen. Fuchsdung! Wie würde es beim Clan ankommen, wenn er außer einer Wasserratte keine Beute ins Lager brachte?
Doch da blitzte mehrere Fuchslängen entfernt etwas Braunweißes auf. Das Etwas näherte sich den Wasser und als der Jäger eine Schwanzlänge näher heranschlich, erkannte er die scharfen Konturen eines drahtigen Kaninchens. Das Tier zuckte nervös mit den Ohren, hob immer wieder den Kopf und sah sich mit angstgeweiteten, dunklen Augen nach Gefahren um. Lautlos drückte sich Heidepelz in den Schnee, presste seinen weißen Bauch an den Boden und spannte die Muskeln instinktiv an. Von hier aus hatte er keine Chance - er musste näher heran. Aber dann lief er Gefahr, dass das Tier ihn entdeckte. Jedoch würde er es wohl kaum erholen können, wenn es vor ihm davon sprintete … Obwohl … Er war ein sehr guter Läufer, war ausdauernd, schnell und gewitzt. Er konnte es schaffen, mit etwas Glück. Rasch sandte er eine stille Bitte an seine Ahnen, sie mögen ihm die Kraft geben, dieses Tier zu erlegen. Der Clan brauchte Beute und Heidepelz spürte schon jetzt die unendliche Leere in seinem Magen und die Steifheit seiner Glieder durch die Kälte. Länger zu warten konnte er sich nicht leisten.
Gerade senkte das Tier wieder den Kopf, um einen Schluck Wasser aus dem Fluss zu nehmen, da sprang der WindClan Kater aus dem Schnee und preschte los. Das Tier entdeckte ihn nach nur fünf Sprüngen und ergriff blitzartig die Flucht. Heidepelz streckte die Beine, rannte mit fliegenden Pfoten hinter der Beute her - auch wenn der Schnee ihn verlangsamte, doch das galt für die Beute ebenso - und hielt die schmutzig grünen Augen voller Entschlossenheit auf das Hinterteil des Kaninchens gerichtet. Es rannte und rannte, erst am Fluss entlang, dann schlug es Haken, sprang nach rechts nach links, machte abrupte Wendungen und versuchte, den Kater abzuhängen. Doch dieser verfolgte das dieser mit einer Ausdauer und Geschicklichkeit, die nur ein nicht mehr allzu junger, unerfahrener Krieger aufbringen konnte. Sein Kopf war wie leergefegt, seine Sinne bis zum Zerreißen gespannt und seine Muskeln bewegten sich geschmeidig unter dem rötlich-weiß getigerten Fell. Unerbittlich folgte er dem Tier den Fluss entlang, es floh vor ihm in Todesangst. Und diese hektische Furcht kostete ihm schließlich das Leben.
Ein falscher Schritt zu nah am Ufer, ein kleines Straucheln, nur wenige Augenblicke, in denen das Tier an Geschwindigkeit verlor - und doch war es genug. Heidepelz sah den Fehler sofort, griff nach seinen letzten Kraftreserven und setzte zum Endspurt an. Das Kaninchen nahm schon wieder Fahrt auf und wäre seinen Pfoten fast entkommen, doch seine ausgefahrenen Krallen gruben sich blitzschnell in das Hinterteil des Tieres. Erbarmungslos riss er es zu sich heran, biss ihm die Kehle durch. Blut befleckte sein Brustfell, warm und auffällig rot, doch es kümmerte den Kater nicht. In seinen Augen leuchtete Erleichterung und Stolz über diesem Fang, gepaart mit der Gewissheit, dass ihm das zumindest heute und morgen nicht mehr gelingen würde. Seine Beine fühlten sich an wie gelähmt vor Hunger und Erschöpfung - diese Jagd hatte ihm einen Großteil seiner Kraft geraubt.
Mit zitternden Schnurrhaaren und sich schnell hebender und senkender Brust packte Heidepelz das tote, noch immer warme Tier mit den Fangzähnen und machte sich auf den Weg zurück. Es war beschwerlich mit einem solch gut genährten Kaninchen, für die Blattleere zumindest, durch den Schnee zu stapfen, doch noch während er am Fluss entlang tappte, spürte er seine Kraft teilweise zurück kehren. Zwar juckte es ihm in den Pfoten, einen Bissen, nein mehrere von diesem saftigen Kaninchen zu nehmen, doch er zügelte sich. Der Clan brauchte Beute und er würde selbst zuerst an seinen Clan denken, wenn er wirklich nur noch Haut und Knochen war.

[bei Wisperwind, jagt ein Kaninchen, erlegt es, denkt nach, macht sich auf den Weg zurück]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Mi Mai 28, 2014 2:24 pm

Auch er schüttelte sich, um die lästigen Schneeflocken loszuwerden und sah schließlich so aus, als wäre er von einem schlimmen Gewittersturm überrascht worden. Ich konnte ein kleines Kichern nicht verhindern und sah ihn mit warm glitzernden Augen an. Wie sehr ich ihn doch liebte... Bei diesem Gedanken kamen mir die Tränen. Ich wusste nicht ob vor Freude oder vor Schuldgefühle, jedoch konnte ich sie glücklicherweise blinzelnd wieder vertreiben.
Einen Moment dachte er über meine Worte nach und sah zu dem Fluss. Nach einer Weile stimmte er zu und ein kleines Bedauern machte sich in mir breit. Dieses wurde aber sofort von seinem Zwinkern weggeblasen und ich lächelte ihn amüsiert an.
"Selbstverständlich. Keine Sorge, Wisperwind wird auf dich aufpassen", schnurrte ich. Mein Herz schlug schneller, als er sich zu mir beugte und mir schließlich einen Kuss auf die Wange gab.
Ich sah ihm mit wachsender Sehnsucht nach. Aber wir würden uns ja gleich wieder sehen. Dennoch dauerte es eine Weile, bis ich meinen Blick, der an dem Kater zu kleben schien, abwenden konnte. Meine Pfoten bewegten sich nur widerwillig von Heidepelz weg, doch ich zwang sie, stets nach vorne zu gehen. So schlich ich geduckt und mit geöffnetem Maul durch den Schnee, um ja keine Beute zu verpassen. Doch hier gab es nichts. Kein einziges Beutetier befand sich auch nur in der Nähe. Zwar kam ich an meinem erlegten Kaninchen vorbei, das sicher unter einer Decke von Schnee lag, aber natürlich würde dieses zähe Kaninchen nicht reichen, um den Clan zu ernähren.
So blieb mir nichts anderes übrig, als zu dem SternenClan zu beten. Zu beten, dass ich auf Beute treffen würde. Doch ich hatte kein Glück. Keine Spur von Beute weit und breit. Mein Herz wurde mir schwer und als ich schließlich sogar an der SchattenClan Grenze ankam, gab ich es auf. Ich seufzte auf und drehte wieder um.
Wie sehr ich die Blattleere hasste! Zum Glück wurde es bald Blattfrische und die Beute würde sich wieder aus den Bauten wagen. Doch nun, da Schnee lag, war die Wahrscheinlichkeit, auf Beute zu treffen, noch geringer, als es ohnehin schon war. Es gab auch schon eine Blattleere, als es so gut wie keinen Schnee gab und es gar nicht so kalt wurde. Es gab genug Beute und keine Katze musste stark hungern. Doch nun war es anders, es lag hoher Schnee. Die Enttäuschung lastete schwer auf mir, doch natürlich war ich mir klar, dass ich nun auch nichts dagegen tun konnte.
Als ich den Blick hob und Heidepelz sah, der auf mich zukam, besserte sich meine Laune merkbar. Sein rotes Fell hob sich deutlich vom Schnee ab, doch das Blut auf seinem Brustfell, das um einiges roter war, war viel auffälliger. Er hatte ein Kaninchen erlegt, war sichtlich stolz auf diesen Fang. Doch ich hatte nichts vorzuweisen. Ich beschleunigte meine Schritte, bis ich bei ihm angekommen war. Ich drückte mir für einen Moment an ihn, dann trat ich wieder zurück.
"Leider war weit und breit keine Beute zu finden. Hier gibt es wohl vorerst nicht mehr viel Beute. Aber wie ich sehe, hast du ein Kaninchen erlegt! Glückwunsch!" Anfangs schwang meine Enttäuschung in meiner Stimme mit, doch dann schnurrte ich. Heidepelz war ein guter Jäger, da war es nicht weiter verwunderlich, dass er ein weiteres Tier erlegt hatte. Doch auch ich war normalerweise eine gute Jägerin, doch wenn es keine Beute gab, half jedes Können nicht weiter. "Wollen wir zum Lager zurückkehren? Heute werden wir hier wohl nichts mehr finden", fragte ich den Kater.

[sieht Heidepelz nach, sucht erfolglos nach Beute, kehrt zu Heidepelz zurück, spricht mit ihm]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   So Jun 01, 2014 2:17 pm

Wisperwind sah auf, als Heidepelz sich ihr um einige Fuchslängen genähert hatte. Inzwischen hatte sich sein Herz wieder beruhigt, auch sein Atem ging ruhig und regelmäßig und seine Pfoten zitterten kaum noch. Das Kaninchen hatte es ihm nicht leicht gemacht, war es doch durchaus ein für die Blattleere prächtiges, kräftiges Tier gewesen mit schnellen Pfoten und aufmerksamen Augen. Doch zum Glück hatte sein Mentor Kieselschweif ihm Ausdauer und Geduld gelehrt, etwas, dass der Krieger erst heute wirklich schätzen konnte. Damals - beim SternenClan, wie sich das anhörte! Als sei er ein runzliger Ältester! - war er ungeduldig, aufgeregt und voller Abenteuerlust in seine Ausbildung gestürzt, hatte seinen Mentor ein ums andere Mal zur Weißglut getrieben und war alles in allem kein sehr umgänglicher oder etwa gelehriger Schüler gewesen. Dafür war aus ihm jedoch, so fand er zumindest, noch ein ganz guter Krieger geworden.
Heidepelz hatte Wisperwind nun endlich erreicht, drückte sich ebenfalls an sie, sobald sie ihm entgegen trat und legte dann das Kaninchen vor seinen Pfoten ab.
"So schnell sieht man sich wieder und diesmal ohne Katastrophenmeldungen.", scherzte er mit zuckenden Ohren und leckte sich dann rasch Schnauze und Brustfell, um das Blut des Kaninchens zu entfernen. Sobald er wieder aufsah, funkelten seine schmutzig, grünen Augen frech. "Es kann ja nicht jeder ein so begabter Jager sein wie ich." fügte er auf ihre Worte hin lachend hinzu, reckte im Scherz die Brust und zwinkerte, um jeglichen Gedanken an Angeberei bei der Kätzin auszuräumen. Stattdessen stupste er sie liebevoll mit der Nase an und miaute: "Nächstes mal wird es sicher besser, aber für heute ist es wohl genug." Bedauern umd Vorfreude rangen in seine grünen Augen um die Vorherrschaft, als er die hübsche Kriegerin in dem folgenden Schweigen musterte. Einerseits war seine Schöne Zeit mit Wisperwind mit Beendigung dieses Jagdausfluges vorüber, doch andererseits konnte er dann Flockentanz umd seine Jungen sehen. Er fühlte in diesem Augenblick die Zerrissenheit stärker als je zuvor, spürte Schuldgefühle, Liebe und zweifel an seiner Entscheidung. Doch es war entschieden, es gab kein Zurück mehr. Ohne ein weiteres Wort packte Heidepelz die Bisamratte und das Kaninchen, winkte auffordernd mit der Schwanzspitze und lief los, Abstand zu Wisperwind haltend und mit schmerzlichem, schiefen Lächeln. Konnte er so glücklich sein?

tbc: WindClan Lager

[sieht Wisperwind, denkt nach, spricht mit ihr, bricht auf]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   So Jun 01, 2014 4:39 pm

Ich musste lächeln.
"Dieses Mal hatte ich ja auch ein Auge auf dich. Natürlich ist dir da nichts passiert", lachte ich und runzelte dann gespielt skeptisch die Stirn. Sein Scherz "Es kann ja nicht jeder ein so begabter Jager sein wie ich" brachte mich nicht zum lachen. Denn ich erinnerte mich, dass Flockentanz eine sehr gute Jägerin war. Sie hätte sicher etwas erlegt...
Ich seufzte, schüttelte den Kopf und versuchte, solche Gedanken zu vertreiben. Ich spürte, wie der Jagdausflug sich zum Ende neigte und das hieß, wird würden zum Lager zurückkehren. Heidepelz würde sofort zur Kinderstube marschieren, zu seiner Gefährtin und seinen Jungen. Und ich...? Ja, was würde ich tun? Wahrscheinlich in Tränen ausbrechen, dachte ich säuerlich. In dem Moment stupste mich der Rotgetigerte an und bedachte mich mit einem lebevollen Blick. Mein Herz machte einen glücklichen Satz und ich musste wieder lächeln.
"Wir werden sehen. Aber du hast Recht, zwei Kaninchen und deine abenteuerlich gefangene Bisamratte werden vorerst reichen"
Hatte es tatsächlich eine Zeit gegeben, da war ich Heidepelz gegenüber mehr als schüchtern gewesen? Und wenn ich ehrlich war, war ich es bis vor einer Stunde noch immer gewesen. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Schüchternheit ablegen konnte, solange wir alleine waren. Doch wann würde sich wieder eine Gelegenheit ergeben, dass wir alleine sind? Wenn Heidepelz mich immer zu sich in die Patrouille einteilen würde, fiele das sich er auf.
Ich spürte Heidepelz Blick auf mir uns als ich meinen Kopf hob, um ihm in die Augen zu sehen, war ich erschrocken, als ich das Bedauern in seinen Augen sah. Doch noch etwas hatte sich in seinen Blick geschlichen Es dauerte einen Moment, bis ich das Gefühl identifizieren konnte. Es war ... Vorfreude. Ob er sich auf seine Jungen freute? Diese hatten sicher schon ihre Augen geöffnet und freuten sich darauf, ihren Vater zu sehen. Und schließlich war da auch Flockentanz, die ihren Jungen mit Heidepelz Namen geben wollte...
Dieser brach gerade ohne ein weiteres Wort auf, winkte mir zwar mit der Schweifspitze zu, hielt jedoch den Abstand, der sich wie ein Abgrund plötzlich zwischen uns aufgetan hatte. Ich musste schlucken, rannte schnell zu meinem Kaninchen, das ich ausgrub und dann mit festem Griff hinter Heidepelz hertrug. Ein Kloß steckte in meiner Kehle und erschwerte mir das Atmen. So glücklich ich eben noch gewesen war, nun war ich nur enttäuschter.

---> WindClan Lager

[spricht mit Heidepelz, denkt nach, folgt ihm]
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   So Nov 23, 2014 12:13 pm

Frostkralle hatte die ganze Zeit im Lager gesessen und war nun zum Fluss gegangen.
Er legte sich eine Weile ins saftige Gras und genoss das gleichmäßige Plätschern.
Sein Blick wanderte vom Wasser über das Gras zu einer kleinen Maus.
Sofort stellten sich seine Ohren auf und er kroch näher zur Maus.
Mit einem kleinen Pfotenhieb war die Maus schnell hinüber und er aß sie fast glücklich.
Doch plötzlich öffnete sich ein riesiges Schwarzes Loch in seinen Gedanken und verschlang alle fröhlichkeit...
Seine Mundwinkel rutschten immer weiter nach unten und er fühlte sich plötzlich einsam.
Er schaute wieder auf den Fluss und dachte: Wieso will niemand was mit mir zu tun haben?
Die Gefühle von dem Tod seiner Eltern schwappten kurz über und er musste sich eine Träne unterdrücken.
Frostkralle schaute hypnotisierend auf die Maus und dachte: Habe ich Freunde?
Er schüttelte den Kopf traurig und drehte sich einmal um sich selber.
Da war niemand...er war komplett alleine.
Er seufzte und warf die Reste der Maus in den Fluss.
Häufig fragte er sich ob er nicht immer so abweisend sein sollte.
Der Wind wehte über das saftige Gras, er nickte entschlossen.
Er stand auf und jagte noch zwei kleine Mäuse damit er nicht ohne Beute zurückkam.
Dann machte er sich auf den Weg ins Lager....
[WindClan Lager -->]
[Ging zum Fluss, jagte, dachte nach, traf entscheidung]


Zuletzt von Frostkralle am So Nov 23, 2014 1:49 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   So Nov 23, 2014 12:18 pm

OUT: Frostkralle, denk bitte auch du an die Zusammenfassung in eckigen Klammern unter deinem Post.
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BeitragThema: Re: Schmaler Fluss   Fr Jan 02, 2015 1:21 pm

cf. Windclan Lager

Als Seelentraum wusste das sie ihrem Ziel immer näher kam drosselte sie ihr Tempo und beobachtete die Landschaft. Gerne kam sie hier her denn das saftige Gras am schönen Fluss war immer so schön kühl. Sie hatte hier persönlich noch nichts allzu schönes erlebt aber trotzdem blieb dieser Ort etwas besonderes für sie. Seelentraum wollte sich nicht einmal umdrehen um nach Nebelfrost zu sehen denn das kühle antworten hatte sie verunsichert. Aber egal darüber wollte die junge, weiße Kätzin nun nicht weiter drüber nachdenken.
Als Seelentraum endgültig am Wasser ankam ging sie etwas näher an den schmalen Fluss heran um etwas zu trinken. Sie beugte ihren Kopf nieder und nahm ein bisschen vom kühlen Nass ehe sie sich wieder zurück zog und die Luft nach Beute prüfte. Kurz davor aufzugeben kam ihr dann doch ein vertrauter Duft entgegen und das war nicht der von Nebelfrost sondern von einem Nager. Die halten sich wohl immer noch gerne im hohen gras auf. Um etwas besser herauszufinden wo sich der Nager befand kauerte sich Seelentraum nieder und bewegte sich leichtfüßig über den Boden. Als die weiße nur noch ein paar wenige schritte entfernt war hielt sie inne und wartete kurz ehe sie zum Sprung ansetzte. Unter ihren Pfoten konnte sie etwas spüren was verzweifelt versuchte sich zu befreien. Bevor der Nager aber doch noch abhaute biss sie ihm schnell ins Genick.
Schnell tappte Seelentraum zurück und legte die Beute ohne ein weitere Wort ab. Nebelfrost würde auch gleich ankommen und dann auch noch Jagen gehen. Bevor noch die Beute andere Tiere anlockt scharrte sie etwas Erde über den Nager. Nun wartete sie auf Nebelfrost warum wusste sie nicht. Sie könnte eigentlich auch gut so weiter machen..

[kommt an, trinkt etwas, prüft die Luft, geht jagen, kommt mit Beute zurück]
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